Migräne jeden Tag – eventuell ausgelöst durch Triptane 🙁

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  • Emi
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    Hallo zusammen, ich habe seit Jahrzehnten Migräne aber die letzten 6 Monate ist es noch schlimmer geworden. Ich habe die Pille genommen und seit dem habe ich fast jeden Tag Migräne und habe immer Nara- oder Sumatriptan genommen. Ich habe die Pille abgesetzt vor zwei Wochen und seit dem ist es unerträglich.Ich habe diesen Monat 11 Triptane schon genommen und ich habe das Gefühl, dass ich die Migräne heute durch Medikamentenübergebrauch so oft bekomme. Heute ist es extrem schlimm, ich hab aber aus Angst kein Triptan genommen, aber die Kopfschmerzen gehen einfach nicht weg. Hat jemand Erfahrung damit, kann mir jemand helfen? Ich bin so verzweifelt und weiss nicht was ich tun soll 🙁 Kann man was dagegen tun? Kaffee, Zitrone usw helfen mir nicht.Ich danke euch ! Liebe Grüße E.M.

    Bettina Frank – Admin
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    Hallo E.M., herzlich willkommen 🙂

    Wie kann man Dich ansprechen?

    Warst Du die letzten Monate auch im Übergebrauch? Wenn ja, kann eine Medikamentenpause raushelfen. Die Triptane lösen keine Migräne aus, nur der Übergebrauch – und hierbei ist es egal, ob Du zu viele Triptane oder Schmerzmedikamente eingenommen hast.

    Durch das Absetzen der Pille ändert sich der Hormonhaushalt wieder, was natürlich ein Trigger sein kann. Manchen hilft es, einmalig 100 mg Prednisolon (+ Magenschutz) einzunehmen. Eventuell kann der Status migraenosus dann durchbrochen werden. Sollte ein Tag nicht reichen, könnte man auch zwei oder drei Tage damit behandeln. Frag mal Deinen Arzt dazu.

    Heute würde ich an Deiner Stelle schon noch behandeln, denn von selbst werden die Schmerzen leider nicht weggehen.

    Vomex abends eingenommen könnte auch Sinn machen und etwas sedieren.

    Gute Besserung!

    Liebe Grüße
    Bettina

    Emi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2

    Hallo Bettina, ich danke dir vielmals für deine Antwort. Ich werde morgen früh bei meiner Ärtzin vorbei gehen, ich hoffe sie hilft mir und das mit dem Vomex probiere ich aus. Liebe Grüße Emi

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate von  Emi.
    yamada
    Teilnehmer
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    Hallo Bettina.
    Emi hat diesen Beitrag gestern an meiner Stelle eingestellt, weil ich mit Migräne im Bett lag. Es war echt schlimm. Da ich diesen Monat schon 11 Triptane genommen habe, habe ich mich nicht getraut, noch ein Triptan zu nehmen. Letzten Monat habe ich auch 11 Triptane und an 4 Tagen Schmerzmittel genommen. Im Februar hab ich an 8 Tagen Triptane genommen. weiß nicht, ob ich nun im MÜK bin oder nicht?! Wie oben beschrieben habe ich wegen dem Verdacht auf menstruelle Migräne die Pille genommen. Zunächst Sibilla (mit Östrogenen). Da hatte ich eindeutig weniger Kopfschmerzen, aber sie hat bei mir Aura ausgelöst. Davor und danach hatte ich Seculact (mit Progesteronen). Die hab ich am 12.3. abgesetzt. Nun ist mein Körper wahrscheinlich ganz schön durcheinander. Im Nachhinein hätte ich das mit der Pille lieber gelassen!!!
    Ich gehe nachher zu meiner Ärztin und frage sie wegen Prednisolon.
    Ich weiß halt nicht, ob ich im MÜK bin, dann sollte ich ja gar keine Triptane/Schmerzmittel nehmen oder ob es doch von den Hormonen kommt. Dann könnte ich theoretisch Triptane nehmen, bin aber wie gesagt schon bei 11 Tagen diesen Monat… Bin echt verzweifelt und ratlos!
    Liebe Grüße
    Yamada

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27910

    Willkommen, liebe Yamada. 🙂

    Du hattest jetzt zwei recht schlechte Monate, aber daraus muss noch nicht zwingend ein MÜK resultieren. Möglich wäre es aber. Kortison kann einem raushelfen, aber das Wichtigste sind Ruhe Entspannung und sich ein wenig rausziehen aus allem.

    Akutmedikamente sind nur dann tabu, wenn Du eine Medikamentenpause machst. Ob diese jetzt bereits notwenig ist, kann man heute wohl noch nicht sagen. Solltest Du die Medikamenteneinnahme bald wieder reduzieren können, kann man mit Glück auch wieder auf die sanfte Tour aus dem MÜK kommen.

    Mach Dich jetzt erst mal nicht verrückt, das bringt nichts, macht Stress und noch mehr Attacken.

    Wie war der Besuch heute bei der Ärztin?

    Liebe Grüße
    Bettina

    yamada
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 6

    Liebe Bettina.
    Vielen Dank für deine schnelle Antwort.
    Meine Hausärztin war sehr überrascht über den Vorschlag mit Prednisolon. Sie kenne keine Behandlungsleitlinie in der Kortison zur Migränebehandlung stehe. Hab ihr dann kurz gezeigt, dass das in Prof. Göbels Migräne-Buch steht. Sie hätte es mir zwar verschrieben, hat mir aber dringend davon abgeraten, weil wenn dann hätten wir eine richtige Stoßtherapie machen müssen. Da solle ich stattdessen lieber noch ein paar Triptane nehmen.
    Ich versuche es jetzt mal ohne und gestern und heute ging es mir Gott sei Dank besser. Am Freitag habe ich dann endlich einen Termin beim Neurologen. Da warte ich schon seit Januar drauf. Weiß allerdings nicht, ob er sich gut Migräne auskennt. Der letzte Neurologe, bei dem ich war, hat behauptet, ich hätte Spannungskopfschmerzen und Triptane wären Schmerzmittel, die nicht nur bei Migräne wirken!!! Seit dem bin ich da etwas skeptisch…
    Liebe Grüße
    Lena

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27910

    Liebe Lena,

    Hausärzte sind auch nicht die adäquaten Ansprechpartner, da oft nicht so im Thema drin. Kommenden Freitag bist Du beim Neurologen? Sehr gut, er wird sich mit den Leitlinien auskennen und Dich besser betreuen können.

    Der letzte Neurologe, bei dem ich war, hat behauptet, ich hätte Spannungskopfschmerzen und Triptane wären Schmerzmittel, die nicht nur bei Migräne wirken!!! Seit dem bin ich da etwas skeptisch…

    Verstehe, dass Du jetzt skeptisch bist. Triptane sind keine Schmerzmittel, aber eventuell gabs da ein Missverständnis? Triptane wirken tatsächlich auch noch sehr gut beim Clusterkopfschmerz, nicht allerdings beim Spannungskopfschmerz und anderen Kopfschmerzarten.

    Schön, dass es wieder etwas besser geht.

    Liebe Grüße
    Bettina

    yamada
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 6

    Liebe Bettina.
    Gestern war ich beim Neurologen. Er machte einen kompetenten und freundlichen Eindruck. Er ist jedoch nicht so sehr auf meine individuelle Problematik eingegangen. Er hat meinen Kopfschmerzkalender angesehen, Chronische Migräne diagnostiziert und mir verschiedene Methoden zur Prophylaxe vorgestellt. Er hat mir Topiramat verordnet und mir ein Schema zur Eindosierung aufgeschrieben. In 4 Wochen soll ich wieder kommen.
    Hab ein wenig Bedenken, wegen den Nebenwirkungen. Ich werde es halt mal ausprobieren. Er meinte, dass ich in 2 Wochen was merken sollte und dass meine Sehstörungen dann auch besser würden. Bin sehr gespannt.

    Liebe Grüße
    Lena

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4577

    Hallo Lena,

    das ist schon mal klasse, dass du einen kompetenten und guten Neurologen gefunden hast, bei dem du dich aufgehoben fühlst.

    Wenn du Bedenken wegen der NW bei Topi hast, dann dosiere es sehr niedrig und langsam ein. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Bin seiner Zeit mit 12,5 mg angefangen.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27910

    Liebe Lena,

    Topamax kann gut gegen die Aura helfen, viel Erfolg damit. Wie Sternchen schon rät, würde ich auch erst mal nur mit 12,5 mg anfangen und auch nicht wöchentlich hochsteigern, da einen sonst die Nebenwirkungen erschlagen können. Viele setzen dann nämlich viel zu früh ab und die Prophylaxe ist dann verloren für einen. Schön langsam, es drängt ja keiner. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    yamada
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 6

    Liebes Sternchen und liebe Bettina.
    Vielen Dank für eure Antworten. Laut dem Schema des Neurologen soll ich mit 25mg anfangen. Hab ich gestern Abend auch gemacht, bevor ich eure Antworten gelesen habe. Kann man denn die Tabletten auch zerteilen? Wenn nicht, dann probiere ich es halt mit 25mg und steigere es aber nicht schon nach einer Woche.
    Liebe Grüße
    Lena

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Hallo Lena, um zu erfahren, ob eine Tablette teilbar ist, musst du nur den Herstellernamen und dann teilbar bei Google eingeben. Dann bekommst du ein Liste aller Medikamente dieses Herstellers und Angaben zur Teilbarkeit.
    Schönen Sonntag,
    Julia

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4577

    Liebe Lena,

    die 12,5 mg sind kein Muss. Nur, wenn man mit NW zu kämpfen hat, dann beginnt man besser mit 12,5 mg.

    Du könntest bei der nächsten Einnahme noch auf 12,5 mg gehen. Oder du schaust mal wie du mit den 25 mg zurecht kommst.

    Ich hatte NW erst nach 2-3 Tagen. Habe dann auch noch runterdosiert. Habe dann auch erst nach 14 Tagen gesteigert und kam mit 25 mg gut klar. Das ist alles sehr individuell.

    Alles Liebe
    Sternchen

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate, 3 Wochen von  sternchen.
    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 479

    Hallo Lena,

    ich kann dir nur raten, mit 12,5mg anzufangen.
    Die Ärzte haben immer das Schema, 25mg pro Woche steigern, im Kopf.
    Das ist für die meisten zu schnell.
    Auch ich habe meinen ersten Versuch mit Topiramat nach 3 Tagen abgebrochen, weil die Nebenwirkungen zu stark waren.

    Die Tabletten von Al und Stada sind z.B.teilbar.
    Und dann immer erst erhöhen, wenn die Nebenwirkungen erträglich sind.
    So hatte ich ein knappes Jahr lang kaum Nebenwirkungen auch nicht kognitiver Art und ich arbeite ausschließlich kognitiv.

    LG Anna

    yamada
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 6

    Hallo ihr Lieben – vielen Dank für eure Antworten! 🙂
    Ich darf meine Tabletten von Aurobindo leider nicht teilen. Gestern Abend hab ich dann zum zweiten Mal 25mg genommen. Einige Zeit später wurde ich müde und mir wurde etwas schummrig. Wie bei einem Beruhigungsmittel. Einschlafen konnte ich trotzdem erst nach 1 Uhr. Heute fühle ich mich auch etwas matschig. Könnte schlimmer sein. Da ich eh krank geschrieben bin, ist es nicht so schlimm. Ich beobachte weiter, was passiert…
    Liebe Grüße
    Lena

    Indie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 153

    Hallo Lena,
    was heisst denn „dürfen“?
    Ich hab ein gutes, großes Küchenmesser, das teilt alles 😉

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 479

    Hallo Lena,

    und ich hab einen Tablettenteiler, der teilt auch alles.
    Die Gefahr besteht halt, dass du so, aufgrund der Nebenwirkungen zu früh wieder aufgibst.

    Wenn du diese Tabletten nicht teilen willst, dann warte auf jeden Fall mit dem Aufdosieren, bis die Nebenwirkungen deutlichst besser geworden sind.

    Vielleicht lässt du dir auch fürs Aufdosieren eine andere Marke verschreiben.

    LG Anna

    yamada
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 6

    Hallo Indie und Anna.

    Auch wenn das physisch möglich ist, kann man nicht einfach alle Tabletten teilen. Z. B. haben viele Tabletten einen Schutzfilm, damit sie ihren Wirkstoff über den Tag verteilt entfalten. Das funktioniert nicht mehr, wenn man die Tabletten zerkleinert, siehe z. B. hier:
    https://www.apotheken-umschau.de/Medikamente/Welche-Tabletten-darf-man-teilen-198069.html

    Deshalb lass ich das mal lieber. Das mit der anderen Marke für eine feinere Aufdosierung ist eine gute Idee – danke! 😀

    Liebe Grüße und schon mal einen schönen Feiertag,
    Lena

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