Migräne seit mehr als 50 Jahren (Elfe)

Schlagwörter: 

Ansicht von 20 Beiträgen - 61 bis 80 (von insgesamt 80)
  • Autor
    Beiträge
  • Rennmaus
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo Elfe,
    meine Antwort auf deine Frage vom 25.01. soll Bestätigung und Frage zugleich sein: Ich bin auch total verunsichert nach dem Absetzen von Metoprolol, weil meine Migräne und neurologischen Anfälle sich auch so verschlimmert haben. Das verunsichert mich total. Nicht nur, weil ich nicht weiß ob und auf welchem Niveau es sich wieder einpendelt, sondern auch, weil ich mich frage, ob das Beibehalten des Medikaments vielleicht doch besser gewesen wäre. Wie ist bei dir der Stand der Dinge? Wie lange hat das Rebound bei dir gedauert und wie geht es dir jetzt?
    LG Rennmaus

    Elfe
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 69

    Liebe Rennmaus,
    oh je, der Rebound nach dem Absetzen einer Prophylaxe ist nicht zu unterschätzen. Ich kam eigentlich erst nach zwei Monaten mit Hilfe von Prednisolon und einer Medikamentenpause aus diesem Zustand wieder heraus. Warum hast du das Metoprolol denn abgesetzt?
    viele Grüße,
    Elfe

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 585

    Liebe Elfe,

    in meinem Album habe ich ein Foto von meiner Elfe für dich eingefügt – als kleine Osterüberraschung, weil ich deinen Benutzernamen so schön finde! Um es zu sehen, müsstest du dich einloggen.

    Mein lieber Mann hat mir schon viele Namen „verpasst“ und nennt nennt mich von Zeit zu Zeit auch mal „Elfie“, weil ich Elfen ganz bezaubernd finde und mich sehr gerne im Wald aufhalte…?!

    Ganz liebe Grüße
    Katrin

    Viva la Vida! ?

    Elfe
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 69

    Hallo ihr Lieben,
    heute habe ich den Fehler gemacht, meiner früheren Yogalehrerin zu erzählen, dass ich kein Yoga mehr ausüben kann, weil ich an mehr als der Hälfte aller Tage Migräne habe und Yoga sogar Anfälle auslöst. Es folgte eine ausführliche Belehrung über Meditation und Yoga, welches ich viele Jahre (bei ihr selbst!) gelernt habe und die Aussage, dass ich natürlich ein falsche Technik verwenden würde. Mit der richtigen Technik, hätte ich dieses Problem nicht.
    Ich schaffe es noch nicht gelassen zu bleiben, wenn mir jemand einreden will, dasss es nur DEN richtigen Psychoanalytiker, Akupunkteur, Meditationslehrer bräuchte, um die Migräne loszuwerden. Ich habe ein riesen Problem, dass ich entsprechend missionarische Freundinnen dann eigentlich nicht mehr treffen will.
    Geht es euch auch so?
    Zu dem Thema gibt es ja das Forum „Was man Migränikern nicht sagen sollte“. Aber es wird eben doch immer wieder Entsprechendes an uns herangetragen.
    Wie geht ihr damit um, wenn euch solche Leute auf 180 bringen?
    Ich wünsche euch einen entspannten Abend,
    Elfe

    • Diese Antwort wurde geändert vor 6 Monate von  Elfe.
    Brain
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 41

    Hallo Elfe,

    frag sie doch mal, warum es ihr, wo sie doch so ein Experte in Sachen Gelassenheit zu sein scheint, so schwer fällt, deine Aussage ohne Belehrung zu akzeptieren?

    Bei mir is tagesformanhängig, wie ich auf sowas reagiere. Ich verfüge aber glücklicherweise über einen eigenen Klugscheißermodus und wenn ich gut drauf bin, quatsche ich solche Leute einfach mit einem fachwortgeschwängerten, komplex metaphorischen und nicht abreißenden Redeschwall platt. Die überlegen sich den nächsten Vortrag in der Regel zweimal.

    Gibt aber auch liebe Leute, die checkens einfach nicht auf den ersten Dreh. Manchmal hilft es, sie dann auf eigene Probleme und den Nerv übergriffiger Ratschläge anzusprechen, damit sie das Migräneding besser nachvollziehen können. Muss man immer schauen, für wen man sich die Mühe machen mag und für wen nicht, find ich.

    Liebe Grüße
    Brain

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3996

    Liebe Elfe,
    vielleicht lohnt sich für dich vorher aber eine glasklare Bilanz, wie viel dir der Kontakt zu dieser Frau wert ist.
    Welchen positiven Effekt für DICH hat es, mit ihr zusammen zu treffen?
    Inwiefern stärkt, unterstützt, bereichert der Kontakt dich?
    Wenn die Bilanz zu dürftig ausfällt, dann wäre ein Einschlafen Lassen die bequemste Lösung.

    Wenn du bei so etwas allerdings zu viel verlieren würdest, dann braucht es eine Strategie.

    Ich habe vor langer Zeit bei Paul Watzlawik den Trick der „paradoxen Intervention“ kennen gelernt und mit viel Vergnügen darüber nachgedacht.
    Er beschreibt das an dem Beispiel, dass ein junges Paar ständig von der Mutter des Mannes besucht wird, die dann unentwegt in deren Haushalt herumwurschtelt.
    Die Schwiegertochter und auch der Sohn haben viele Wochen und Monate damit zugebracht, sie davon abzubringen. Umsonst.
    Da hat Watzlawik ihnen vorgeschlagen, genau das Gegenteil dessen zu tun, was sie eigentlich anstreben.
    Beim nächsten Besuch, als Muttern wieder zu räumen und wischen begann, erklärten sie ihr, dass da auch noch ein Haufen Wäsche im Bad zu waschen sie und im Schlafzimmer die ganze Bügelwäsche.
    In dieser Art ging es nur kurze Zeit und die Besuche wurden seltener und die Einmischerei hörte auf.

    Genau so hat Frank Goosen neulich in seinem Film über das Ruhrgebiet erzählt, er habe es aufgegeben, den Leuten immer wieder wortreich zu erklären: das Ruhrgebiet IST nicht mehr dreckig. Es IST nicht mehr rußig und schwarz.
    Statt dessen erzählt er: Ja, es IST so und malt in den schaurigsten Farben alle die gängigen Vorurteile aus, bis die Leute merken, dass da was nicht stimmt.

    Auf deine Frage angewendet: Wenn mir die Leute Vorträge halten wollen, dass ich etwas ( oder alles ) falsch mache, dann bestätige ich das.
    Stimmt. Hast Recht. Mach ich so. Brauch ich auch so.
    Am Ende würde ich meine Migräne verlieren.
    Und da ich sie jeden Morgen und jeden Abend frage, was sie mir sagen will, dann hätte ich gar keinen Gesprächspartner mehr.
    Ich bin aber auch ne Schlimme.

    Wenn sie’s es so wollen, dann richtig!
    Kann sogar Spaß machen.
    Bei guten Freunden endet das in gemeinsamem Lachen.
    Wenn sie sich pikiert wegdrehen, dann lache wenigstens ich noch.

    Und das ist besser, als alles Kämpfen und Überzeugen.

    Liebe Grüße
    alchemilla

    Indie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 160

    Liebe Elfe,
    ich bekomme auch regelmäßig die Krise, wenn ich wieder ungefragte Ratschläge und Tipps bekomme.
    Ich muss aber auch sagen, dass ich diese Ratschläge fast ausschließlich von Leuten bekomme, die ich nicht zu meinem engsten Freundeskreis zähle und nicht selten verzichte ich dann auch auf weitere Treffen.
    Darüber hinaus habe ich in letzter Zeit mir auch recht eindringlich weitere Tipps verbeten. Was zugegeben nicht immer gut ankommt, aber ehrlich gesagt ist mir das Verständnis für die andere Seite (er/ sie meint es ja nur gut) ein wenig abhanden gekommen.

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5702

    Liebe Elfe,

    meine Reaktionen sind tagesformabhängig. Ich ärgere mich jedoch schon lange nicht mehr, das ist es einfach nicht wert.

    Insgesamt versuche ich es inzwischen auf die eher humorvolle Art. Ich zähle meinem Gegebenüber die vielen „Tipps“ gegen Migräne auf, die ich schon bekommen habe. Das dauert… 😉 Im besten Fall erkennt mein Gegenüber, was für ein enormer Wust an oft vollkommenem Unsinn über mich hereinprasselt.

    Und dann betone ich, dass ich, würde ich das alles tun, ganztags beschäftigt wäre und mein gesamtes Geld dafür bräuchte. Dass aber jeder denkt, ich solle doch nur seinen Tipp ausprobieren, weil gerade der erfolgsversprechend sei.

    Und ich habe mich als Fazit dieser Dinge selber an meine eigene Nase gefasst und gelernt (naja, ich lerne noch fortlaufend… 😉 ), bei Themen, von denen ich wenig Ahnung habe, anderen aber trotzdem gerne helfen würde, lieber den Mund zu halten. Und höchstens mal mit dem gleichen Problem Betroffene zusammenzubringen, wenn ich welche kenne. Headbook in mini sozusagen. 😀

    Lieber Gruß
    Heika

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 585

    Guten Morgen liebe Elfe,

    ich betrachte deine Offenheit gegenüber deiner früheren Yogalehrerin keineswegs als Fehler, sondern als ehrlich, offen und mutig. Deshalb stimme ich dir, lieber Brain, nur zu, dass man eigentlich gerade von den Leuten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Entspannungsverfahren zu „lehren“, die zu einer besseren Körperwahrnehmung führen können, eine bestimmte Gelassenheit und die Fähigkeit, den anderen LASSEN ZU KÖNNEN, erwarten dürfte. Wie in vielen anderen Bereichen des Lebens kann es auch hier keine Dogmen geben.

    Es folgte eine ausführliche Belehrung über Meditation und Yoga, welches ich viele Jahre (bei ihr selbst!) gelernt habe und die Aussage, dass ich natürlich ein falsche Technik verwenden würde. Mit der richtigen Technik, hätte ich dieses Problem nicht.

    Tja, da frage ich doch mal ganz sarkastisch, warum sie in den vielen Jahren nicht bemerkt hat, dass du eine „falsche“ Technik verwendest… ?! Du hast ihr sicher gutes Geld für ihre Dienstleistung gezahlt, und nun könnte man ihre Reaktion auch so interpretieren, dass du mit dieser Investition einen nicht ganz adäquaten Gegenwert erhalten hast. Was für eine unmerkwürdige Frau… ?‍♀️!

    Ich schaffe es noch nicht gelassen zu bleiben, wenn mir jemand einreden will, dasss es nur DEN richtigen Psychoanalytiker, Akupunkteur, Meditationslehrer bräuchte, um die Migräne loszuwerden.

    Es wird schon DEN RICHTIGEN für jeden geben, aber nicht jeder ist DER RICHTIGE – für jeden! Das ist ein Unterschied! Und dass wir unsere genetisch bedingte Veranlagung nicht loswerden können, wissen wir doch längst. In einem solchen Fall bringt z.B. ein Vergleich mit einer Veranlagung zum Sonnenbrand, der auch nicht von alleine ausbricht, sondern eines Auslösers – der Sonne – bedarf! Hier trotz mehrfacher Wiederholung nochmal der Hinweis auf das Interview, auf das du, liebe Bettina, vor einigen Tagen hingewiesen hast: http://www.schmerzklinik.de/2019/04/15/migraene-ausloeser-und-migraene-ursachen-mythen-und-fakten/?fbclid=IwAR1pYyrr9TKIoq-HTjPl-KF1KB7qrTL4-cATgPNxiLHV_k6WFrDCYKo1XQY

    Meine Schmerzpsychotherapeutin hat mich in einer meiner vorherigen Sitzungen darauf hingewiesen, dass Kommunikation auf vier Ebenen stattfindet. Ich beschreibe es mal so, wie ich es verstanden habe und erhebe damit keinen Anspruch auf Richtigkeit!

    Eine Bemerkung ist eigentlich erst einmal „nur“ eine reine Information/Auskunft. Die meisten Frauen neigen dazu, diese Information auf die Beziehungs- und Appell-Ebene zu heben. Ein (vielleicht krasses aber deutliches) Beispiel: der Mann informiert die Frau, dass seine Bierflasche leer ist. Die Frau „hört“ diese Information auf der Beziehungsebene, möchte für ihn und die Beziehung gut sorgen und „hört“ den Appell ‚Hol mir bitte eine neue Flasche!“. Sie könnte seine Aussage auch als reine Information nehmen und mit ‚Ah, sehr interessant!“ reagieren. Das übe ich jetzt sehr oft mit immer öfter verblüffendem Ergebnis.

    Die meisten Männer „heben“ die Information auf die „Sachebene“, aber das habe ich noch nicht so ganz verstanden – bin ja schließlich eine Frau – und verzichte jetzt auf Erklärungen dazu.

    Wie geht ihr damit um, wenn euch solche Leute auf 180 bringen?

    Ich glaube, die 180 erreichst du auf einer anderen als der Informations- oder Auskunftsebene. Ich versuche seit geraumer Zeit, den Energiesparmodus zu fahren und mich nicht mehr zu erklären oder zu rechtfertigen. Mit Leuten, die ein wirkliches und echtes Interesse haben, rede ich natürlich über meine Erkrankung und alles, was dazu gehört, aber ohne, dass es mich belastet. Bei anderen nicht wirklich oder uninteressierten Menschen bin ich fleißig am Üben, diese Informationen bei mir zu lassen, weil ich ja doch merke, dass es für sie (völlig) uninteressant ist, was ich zu sagen habe. Also spare ich mir meine wertvolle Energie für mich und die echten, meist sehr wenigen Interessenten!

    Ich stimme dir, liebe Alchemilla, zu, dass es einer Abwägung bedarf, ob mir der Kontakt mehr gut als schlecht bekommt oder umgekehrt und dann meine eigenen persönlichen Konsequenzen zu ziehen. Auch das kann ein schmerzhafter Prozess sein, der aber nachhaltig wirken kann – in welche Richtung auch immmer: Trennung oder Erkenntnisgewinn und somit vielleicht eine Wiederannäherung! Probieren geht auch hier wieder über Studieren.

    Das Beispiel mit der „aufdringlichen“ Mutter des Mannes hat mich sehr amüsiert, das Ergebnis der neuen Strategie des Ehepaares mit deut