Miki- zurück aus Kiel

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  • Miki
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    Hallo ihr! Ich habe seit meinem 16. Lebensjahr chronische Migräne. Habe bereits viel probiert wie verschiedenste Medikamente,Osteopathie, Akupunktur, Lymphdrainage… Nichts hat sich wirklich ausschlaggebend auf die Migräne ausgewirkt. Nun war ich im Juli stationär in Kiel. Habe eine Schmerzmittelpause gemacht sowie zwei prophylaktische Medikamente wurden verändert mit gravierenden Auswirkungen. Der Betablocker wurde abgesetzt, bekomme jetzt Candesartan. Dies jagte meinen Puls so hoch, dass ich einen Ruhepuls von 120 hatte. Das empfand ich als sehr anstrengend, bei körperlicher Tätigkeit keuchte ich sehr schnell.
    Wesentlich schlimmer äußerte sich die Umstellung von Anafranil auf Trimipramin ( beides Antidepressiva). Ich fühlte mich wie bei einem Burnout, war so reizoffen, dass ich so licht- und geräuschempfindlich war, dass ich maximimal 2 Stunden diesen Reizen ausgesetzt sein könnte, dann brauchte ich über eine Stunde Ruhe.
    Dieser Zustand hat sich minimal gebessert. Nach Rücksprache mit einem Arzt der Klinik sollte ich das Trimipramin absetzen und nehme nun Doxepin. Ich habe Angst vor Nebenwirkungen, die mich wieder so umhauen. Wer hat Erfahrungen mit Doxepin?

    Miki
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7

    Bin übrigens 49 Jahre alt und weiblich

    Maresa
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 42

    Hallo Miki,

    ich nehme seit einigen Jahren Doxepin – allerdings wegen Depressionen. 90 mg am Tag.
    Nebenwirkungen habe ich keine, und ich bin mit der antidepressiven Wirkung sehr zufrieden. An der Migräne hat es nichts verändert.

    Leider ist es so, dass man die Medikamente einfach probieren muss. Jeder reagiert anders und was ich gut vertrage, muss für Dich noch lang nicht gut sein. Das kennen hier sicher viele.
    Es bleibt Dir nichts übrig, als mutig alles Mögliche zu versuchen.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Mut, das Doxepin zu probieren.
    Liebe Grüße,
    Maresa

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28128

    Willkommen im Headbook, liebe Miki. 🙂

    Könnten die Probleme nicht einfach nur vom Absetzen des Anafranil herrühren? Es ist immer schwierig, wenn man ein Antidepressivum absetzt und das nächste gleich mit angesetzt wird. Absetzprobleme/Nebenwirkungen sind dann schwer bis gar nicht zu unterscheiden. Trimipramin zählt nämlich zu den recht gut verträglichen Prophylaxen. Manchmal kann es Sinn machen, erst ein Antidepressivum komplett abzusetzen und wenn die Absetzprobleme ganz abgeklungen sind, das nächste zu testen. Oder hast Du nun schon begonnen mit Doxepin?

    Alles Gute und bei weiteren Problemen halte noch mal Rückfrage mit Deinem Arzt.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Miki
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7

    Liebe Bettina!
    Vielen Dank erstmal für dein großes Engagement!!
    Kann natürlich gut sein, dass es durch das Absetzen des Anafranils zu diesen Beschwerden kam und daß man erst abwarten sollte, bevor das nächste Medikament genommen wird. Das hat ein Oberarzt aus Kiel so gemacht… Nun nehme ich das Doxepin bereits, es bekommt mir ganz gut, allerdings erst 50 mg. Das wird ja sicher noch gesteigert.
    Viele Grüße, Miki

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28128

    Liebe Miki,

    kommst Du nicht so ganz zurecht mit Headbook? 😉 Habe jetzt mal meine Antwort auf Deine Mail, die Du auch hier ins Forum gesetzt hattest, wieder gelöscht. 🙂 Bitte logge Dich immer in Headbook rein, gehe in Dein Forum und antworte ausschließlich hier. Nie auf die Benachrichtigungsmail, denn dieser Kommentar scheint dann nicht in Headbook auf.

    Sehr gut, wenn Dir das Doxepin gut bekommt, dann ist ja jetzt alles auf einem guten Weg. Gesteigert muss es erst dann werden, wenn die eventuellen Nebenwirkungen abgeklungen sind und die Hauptwirkung nachlässt.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Miki
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7

    Liebe Maresa!
    Vielen Dank für deinen Zuspruch! In der Klinik habe ich das erste mal Botox bekommen. Vielleicht schlägt das ja an.
    Dir auch alles Gute!
    Miki

    Miki
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7

    Hallo ihr Lieben!
    Ich habe bereits einige Antidepressiva ausprobiert. Das Doxepin, das ich zur Zeit nehme, macht mich auch tagsüber müde und geistig lähmend.
    Nun erzählte mir eine Bekannte sehr positiv vom Escitalopram.
    Hat jemand Erfahrung damit?

    Liebe Grüße, Miki

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5670

    Liebe Miki,

    gerade vor zwei Tagen habe ich über meine Erfahrungen mit dem Escitalopram geschrieben:

    Ich bekam in Kiel auch Escitalopram, es ist ein moderneres Antidepressivum, das allgemein gut verträglich ist und ein eher geringes Nebenwirkungspotential hat. Mein Wunsch für ein Medikament war, dass ich nicht davon zunehme, und der wurde mir damit erfüllt. Und es stärkt tatsächlich das Schmerzabwehrsystem.

    Mir hat es super gut geholfen, denn ich war in totaler Erschöpfung in Kiel angekommen und bekam dadurch in relativ kurzer Zeit wieder eine gute geistige und körperliche Spannkraft. Nach einem halben Jahr habe ich es nach Rücksprache mit meinem Arzt abgesetzt und brauche es nicht mehr.

    Ich nahm damals 10mg, das ist relativ niedrig dosiert. Zur Behandlung bei Depressionen werden meist 20 bis 30mg verordnet.

    Ich bin im Nachhinein sehr froh, es genommen zu haben, obwohl ich recht skeptisch gewesen war. Doch der Arzt erklärte mir, dass es den Prozess, aus der totalen Erschöpfung herauszukommen und das Schmerzabwehrsystem wieder zu stärken, sehr beschleunigen würde. Und das stimmte.

    Lieber Gruß
    Heika

    Miki
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7

    Liebe Heika,
    danke für deine schnelle Rückmeldung!
    Bei dir hat das Medikament gut geholfen, das freut mich zu hören. Kann bei mir natürlich anders sein.
    Hat es denn abends ein wenig das Einschlafen gefördert?
    Ich habe bei den Antidepressiva entweder das Problem, nicht gut schlafen zu können und reizüberempfindlich zu sein oder gut schlafen zu können, aber tagsüber auch müde und geistig nicht fit zu sein.
    Außerdem nehme ich dadurch Gewicht zu und das war bei dir auch nicht der Fall.
    Viele Grüße, Miki

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5670

    Liebe Miki,

    das stimmt selbstverständlich, dass man gar nie sagen kann, wie ein Medikament bei einem selber wirkt. Wir sind alle derart unterschiedlich, das muss man ausprobieren. Doch Mut zum Testen kann ich dir wenigstens machen! 🙂

    Ich bezeichne mich selber scherzhaft als „Prophylaxe-Zicke“ 😉 und wenn es irgendwie geht, nehme ich keine medikamentöse Prophylaxe. Doch ich hatte schon lange Zeit zu meiner hochfrequenten Migräne einen starken Dauerkopfschmerz entwickelt, mehrere Ärzte vor Ort waren hilflos und meine Lebensqualität stark beeinträchtigt, ich völlig erschöpft.

    Ein Antidepressivum war von allen Medikamenten eigentlich das letzte, das ich mir freiwillig ausgesucht hätte 🙂 , doch ich war nicht nach Kiel in die Schmerzklinik gekommen, um zu einem sinnvollen Vorschlag NEIN zu sagen. Hätte es nicht funktioniert, hätte ich ja auch wieder absetzen können.

    Bei mir wirkte es auf zweierlei wundervolle Arten gleichzeitig:
    Tagsüber gab es mir wieder seelische und körperliche Spannkraft und viiiiiiel gute Laune, hin und wieder ein wenig Müdigkeit, doch die war zu vernachlässigen. Und abends war ich angenehm wattig-müde und konnte super schlafen.

    Da ich in Kiel gelernt habe, wie wichtig die Stärkung des Schmerzabwehrsystems ist und dass dazu ein guter Nachtschlaf gehört, mache ich es nach dem Absetzen des Escitalpram so, dass ich notfalls mal ein Vomex zum Schlafen nehme, wenn es nach einigen schlechten Nächten nötig sein sollte.

    Lieber Gruß
    Heika

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