Mona: Wo führt das noch hin…

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  • Mona
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    Beitragsanzahl: 59

    Hallo zusammen,
    ich bin auf die Seite der Schmerzklinik Kiel und damit auch auf dieses Forum gestoßen. Obwohl ich denke, recht gut informiert zu sein, beeindruckt mich die Fülle an Informationen, die hier zu finden ist.
    Ich bin 32 Jahre alt, habe eine 2-jährige Tochter und bin aktuell noch in Elternzeit. An Migräne leide ich seit ich etwa 11 Jahre alt bin. Als Kind waren die Migräneanfälle noch relativ selten, bevorzugt auf Klassenfahrten, etc. Leider ist die Tendenz, dass die Kopfschmerz- und Migräneattacken immer häufiger und langwieriger werden. Der einzige sichere Zusammenhang, den ich feststellen kann, sind hormonelle Ursachen. Aber auch Stress, Wetterumschwünge, etc. sind als Auslöser für einen Migräneanfall gut. Ich denke gerne an die Zeit der Schwangerschaft zurück, da es mir zumindest ab dem 2. Drittel so gut ging wie schon lange nicht mehr. Es war ein befreiendes Gefühl, Freizeitaktivitäten planen zu können, ohne sie im letzten Moment wieder abzusagen, in der Arbeit voll einsatzfähig zu sein, usw.
    In meiner Mutter habe ich leider ein Beispiel vor Augen, wo das eventuell noch hinführen könnte (sie hat inzwischen oft an 15 Tagen und mehr im Monat Migräne). Da meine Mutter auch schon so ziemlich alles ausprobiert hat und nichts geholfen hat, bin ich selber auch ziemlich desillusioniert und war wegen meiner Migräne noch nicht großartig in Behandlung. Als Jugendliche war ich mal irgendwann im CT und natürlich hab ich das Problem beim Hausarzt und auch beim Frauenarzt mal angesprochen, nachdem aber klar war, dass da nicht mehr kommt als die Standardaussagen, war das für mich wieder erledigt.
    Und so hangel ich mich aktuell mit Ibuprofen und nicht verschreibungspflichtigen Triptanen durch den Alltag. Speziell bei Triptanen bin ich aber sehr zurückhaltend, da ich den Eindruck habe, dass mir das zwar im Akutfall hilft, im Endeffekt aber die Migräneattacke verlängert (teilweise über 5 Tage).
    Im Herbst werde ich wieder anfangen zu arbeiten, davor steht eventuell noch ein Dienstherrnwechsel an (ich bin Beamtin). Mir graust es ehrlich gesagt schon davor, weil ich aktuell nicht weiß, wie ich das alles bewältigen soll ohne auffallend viele Krankheitstage einerseits oder zu viel Medikameteneinnahme andererseits.
    Seit geraumer Zeit mache ich schon Progressive Muskelentspannung, vor einem viertel Jahr habe ich angefangen zu Joggen, momentan probiere ich Vitamin E um den Zeitraum der Periode, 5 HTP, …. alles bisher keinen durchschlagenden Erfolg.
    Ich bin gespannt, ob ich hier noch ein paar Ideen und Anregungen finde, die mir das Leben leichter machen oder einfach nur ein paar „Leidensgenossen/innen“, denn im normalen Umfeld wird man ja doch eher belächelt.

    Ute
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 101

    Liebe Mona,

    erst mal herzlich willkommen hier im Forum.

    Hier bist du genau richtig, alle sind total nett und freundlich, viele sind schon lange dabei und haben eine große Erfahrung mit Kopfschmerzen und deren Behandlung.
    Bettina ist super kompetent und hat immer eine Antwort auf Lager, die weiterhilft.
    Ich selbst bin auch erst seit kurzem hier dabei und werde in 10 Tagen nach Kiel in die Klinik gehen.
    Hast du dir schon mal überlegt, dir bei einem stationären Aufenthalt Hilfe und Unterstützung zu holen?

    Super, dass du schon PME machst und Sport tut sicher auch gut.

    Bettina hat mir zu Anfang Migravent classic (Magnesium citrat + Vitamin B2,
    8 Kapseln pro Tag, langsam hochdosieren, gelbe Farbe des Urins kommt vom Vitamin B2) empfohlen. Mir scheint es tatsächlich zu helfen – ich habe eher Spannungskopfschmerzen, doch das Präparat wird auch bei Migräne empfohlen.
    Die anderen haben sicherlich noch wertvollere Tipps für dich.

    Ich wünsche dir jetzt erst mal einen nicht zu kalten Tag mit ein wenig Sonne und vor allem einen ruhigen Kopf.

    Viele Grüße, Ute.

    Mona
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 59

    Hallo Ute,

    erstmal danke für das herzliche Willkommen.
    Heute leide ich mal wieder still vor mich hin, es geht aber noch so, dass ich mich nicht hinlegen muss. Gestern lag ich richtig flach. Hab grade wieder meine Periode, insofern wird das wohl noch ein paar Tage so weiter gehen.
    Über einen stationären Aufenthalt habe ich nur im Rahmen einer Mutter-Kind-Kur vor kurzem mal nachgedacht, den Gedanken aber nach einer abschmetternden Antwort meiner PKV (Kuraufenthalte wären in meinem Tarif nicht mitversichert) schnell wieder ad acta gelegt. Das Problem ist, dass ich auch momentan nicht möchte, dass großartig was zu meiner Migräne irgendwo aktenkundig ist, da wie gesagt vor meinem Berufswiedereinstieg eventuell noch ein Dienstherrnwechsel ansteht (der mir vieles erleichtern würde – kürzerer Arbeitsweg), ich aber Angst habe, dass die mich nicht nehmen, wenn ich zum Amtsarzt muss und ich dann angeben muss, wo und weswegen ich aktuell in Behandlung bin.
    Spannungskopfschmerzen habe ich durchaus auch öfter mal, insofern wäre das Migravent tatsächlich vielleicht einen Versuch wert. Über die Wirksamkeit von B-Vitaminen habe ich auch schon gelesen. Magnesium hab ich bereits mal ne zeitlang hochdosiert genommen, das hat mir leider nicht geholfen.

    LG, Mona

    Ute
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 101

    Hallo Mona,

    Magnesium hatte ich auch schon genommen, aber dieses Präparat war kein Magnesiumcitrat, sondern Magnesium in anderer chemischer…?? Ich bin in diesen Dingen nicht so fit, aber das CITRAT scheint das ausschlaggebende zu sein. Die anderen schreiben auch, dass sie bei einem akuten Anfall ein Tütchen Magnesiumcitrat 300 mg von Diasporal zusätzlich nehmen. Vielleicht ist es ja einen Versuch wert für dich.
    Die Jobproblematik verstehe ich und hoffe für dich, dass es sich positiv klärt.
    Eine Mutter-Kind-Kur tut bestimmt auch gut, doch ich denke, dass ein Aufenthalt in einer Schmerzklinik ohne Familie wertvoller sein kann bzw. einfach anders halt.
    Ich selbst habe auch 2 Kinder, die allerdings schon ein paar Jahre älter sind. Und natürlich muss die Kinderbetreuung gesichert sein, damit man als Mama beruhigt in die Klinik gehen kann.
    Hoffentlich beruhigt sich dein Kopf heute wieder.

    Herzlichst, Ute.

    Ute mit Pauline
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 163

    Liebe Mona,

    auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Headbook.

    Als ich Deinen Bericht las, hatte ich spontan das Bauchgefühl, dass es für Dich bestimmt nicht schlecht wäre, wenn Du noch bevor Du wieder ins Arbeitsleben einsteigst, nach Kiel gehen würdest!

    Die zwei Wochen Dein Kleines in der Obhut von jemandem zu lassen ( vielleicht macht es ja auch der Papa) ist bestimmt nicht leicht, aber Dich nochmal nur auf Dich konzentrieren, in der Klinik mit den Psychologen Strategien entwickeln bzgl. Migräne und Berufstätigkeit, und vor allem auch Dein Wissen über eine bessere medikamentöse Behandlung zu vertiefen, wäre bestimmt gut.

    Kiel ist ja übrigens keine Reha-Klinik, aber zu diesen ganzen Dingen bzgl. Arbeitgeber informieren etc. kann Dir sicher unsere „supergute Forenfee“ Bettina noch was sagen. Ja, gut, dass wir sie haben,

    Du bekommst sicher noch weitere Tipps und Empfehlung hier von anderen, die noch mehr Erfahrung haben als ich.

    Erstmal Besserung für Deinen Kopf

    LG von Ute mit Pauline

    Hast Du auch einen Hund?l

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28319

    Ein herzliches Willkommen, liebe Mona. 🙂

    Wenn bei Dir eventuell bald ein Dienstherrenwechsel ansteht, würde ich tatsächlich auch ein wenig warten mit der offiziellen Diagnose. 😉 Aber danach solltest Du unbedingt zu einem Neurologen gehen und Dich beraten lassen. Dann bekommst Du die Triptane auch verschrieben und musst sie nicht selbst bezahlen.

    Sollte die Migräne weiterhin eher hochfrequent verlaufen, kannst Du auch über einen Antrag auf Schwerbehinderung nachdenken. Infos dazu gibts in der entsprechenden Gruppe. Alles nach dem „Wechsel“, versteht sich, aber ein Grad von mind. 30 wird Dich im weiteren Berufsleben einfach schützen und Dir einige Vergünstigungen bringen.

    Migravent Classic enthält Magnesiumcitrat, was die bessere Bioverfügbarkeit aufweist. Dies ist auch in Magnesium Diasporal direkt (den Tütchen) enthalten. Daher eignen sich die Tütchen besonders im Akutfall zur zusätzlichen Einnahme gut.

    Migravent enthält Magnesiumoxid, das aber in der Langzeiteinnahme einen ebenso guten Effekt hat wie das Citrat. Braucht man schnell die Wirkung, ist Citrat unschlagbar. Migravent enthält zusätzlich Coenzym Q10, das auch eine unterstützende Wirkung haben kann für den Migräniker. Nun kommt das „Aber“: Migravent enthält eine Unzahl weiterer Vitamine und Spurenelemente, die absolut nutzlos sind, die man aber mitschlucken muss. Ich bin nicht bereit, dies alles mitzuschlucken, zumal es zunehmend Studien gibt, die vor der wahllosen Einnahme von Vitaminen warnen. Gelegentlich schaden sie sogar! Vitamin E macht übrigens überhaupt keinen Sinn, das würde ich an Deiner Stelle nicht mehr nehmen.

    PMR und Sport sind super. Weitere Tipps und Tricks findest Du in der Gruppe „Verhalten“.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Mona
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 59

    Hallo ihr Lieben,

    grundsätzlich wäre es sicher eine gute Idee, vor dem Wiedereinstieg ins Berufsleben, noch ein paar Tipps und auch Behandlungsansätze mit auf den Weg zu bekommen, nötigenfalls auch während eines stationären Aufenthalts in einer Schmerzklinik. Mein Mann würde das sicher auch mit der Kleinen hinbekommen, da habe ich keine Bedenken. Aber solche Schritte wie ein stationärer Aufenthalt benötigen ja sicher einiges an vorangegangener Diagnostik (sowei ich weiß, muss man ja ambulant „austherapiert“ sein – was bei mir sicher niemand so sehen wird, da ich ja bisher praktisch nicht in Behandlung war). Aber diesen Schritt kann ich tatsächlich erst machen, wenn beruflich alles in „trockenen Tüchern“ ist. Ich weiß nicht, warum ich auf einmal so einen Bammel davor habe, im Job nicht mehr zurechtzukommen. Vor meiner Elternzeit hatte ich pro Jahr vielleicht zwei oder drei Fehltage. Und die noch nichtmal unbedingt wegen der Migräne. Ich hab mich halt immer irgendwie mit Tabletten über die Zeit gerettet und bin auch mal in der Arbeit rumgehangen wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Mein zwei direkten Kolleginnen waren aber immer sehr loyal mir gegenüber und hätten mir niemals einen Strick daraus gedreht. Leider weiß ich ja nicht, wie das auf einer neuen Stelle sein wird und ich würde auch sagen, dass die Kopfschmerztage mehr geworden sind und ich da nicht mehr unbedingt mit zehn Tagen mit Schmerzmitteleinnahme rumkomme und die Schmerzmittel auch generell immer schlechter helfen.

    Ich hab übrigens mal eben nachgesehen, das Magnesium, das ich mal eine zeitlang eingenommen habe, war ein Präparat namens Orthoexpert Migräne. Keine Ahnung, ob das grundsätzlich geeignet war. Vielleicht habe ich es aber auch zu niedrig dosiert (das war ein Pulver und ich habe es zweimal am Tag eingenommen). Außerdem hab ich auf Anraten einer Apothekerin das Magnesium forte von Doppelherz probiert. Da habe ich zumindest den Eindruck, dass ich längere Autofahrten eher ohne Migräneattacke überstehe, wenn ich mir vor der Fahrt eine Tablette auflöse und einnehme.

    Ach, das Vitamin E; schade aber auch, dass ich nun direkt wieder desillusioniert bin 😉 Und wie gut, dass ich jetzt zwei Packungen davon rumliegen habe. Ich möchte gar nicht zusammenrechnen, was ich schon an Geld für irgendwelche (rezeptfreien) Selbstversuche ausgegeben habe.

    Bezüglich der Progressiven Muskelentspannung hab ich mir vor ein paar Tagen die CD von Prof. Göbel bestellt, da ich auf dem kurzen Ausschnitt, den man sich anhören kann, den Eindruck hatte, das es doch etwas anders aufgebaut ist, als auf der CD, die ich seit längerem benütze.

    So, nun werde ich noch ein bisschen hier stöbern. Es ist echt toll, wieviele nützliche Infos man hier finden kann.

    LG, Mona

    @Ute mit Pauline: Ja, wir haben auch einen Hund. Die Spaziergänge mit ihm sind auch oft Balsam für die Seele.