Mona: Wo führt das noch hin…

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  • Mona
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    Beitragsanzahl: 59

    Hallo zusammen,
    ich bin auf die Seite der Schmerzklinik Kiel und damit auch auf dieses Forum gestoßen. Obwohl ich denke, recht gut informiert zu sein, beeindruckt mich die Fülle an Informationen, die hier zu finden ist.
    Ich bin 32 Jahre alt, habe eine 2-jährige Tochter und bin aktuell noch in Elternzeit. An Migräne leide ich seit ich etwa 11 Jahre alt bin. Als Kind waren die Migräneanfälle noch relativ selten, bevorzugt auf Klassenfahrten, etc. Leider ist die Tendenz, dass die Kopfschmerz- und Migräneattacken immer häufiger und langwieriger werden. Der einzige sichere Zusammenhang, den ich feststellen kann, sind hormonelle Ursachen. Aber auch Stress, Wetterumschwünge, etc. sind als Auslöser für einen Migräneanfall gut. Ich denke gerne an die Zeit der Schwangerschaft zurück, da es mir zumindest ab dem 2. Drittel so gut ging wie schon lange nicht mehr. Es war ein befreiendes Gefühl, Freizeitaktivitäten planen zu können, ohne sie im letzten Moment wieder abzusagen, in der Arbeit voll einsatzfähig zu sein, usw.
    In meiner Mutter habe ich leider ein Beispiel vor Augen, wo das eventuell noch hinführen könnte (sie hat inzwischen oft an 15 Tagen und mehr im Monat Migräne). Da meine Mutter auch schon so ziemlich alles ausprobiert hat und nichts geholfen hat, bin ich selber auch ziemlich desillusioniert und war wegen meiner Migräne noch nicht großartig in Behandlung. Als Jugendliche war ich mal irgendwann im CT und natürlich hab ich das Problem beim Hausarzt und auch beim Frauenarzt mal angesprochen, nachdem aber klar war, dass da nicht mehr kommt als die Standardaussagen, war das für mich wieder erledigt.
    Und so hangel ich mich aktuell mit Ibuprofen und nicht verschreibungspflichtigen Triptanen durch den Alltag. Speziell bei Triptanen bin ich aber sehr zurückhaltend, da ich den Eindruck habe, dass mir das zwar im Akutfall hilft, im Endeffekt aber die Migräneattacke verlängert (teilweise über 5 Tage).
    Im Herbst werde ich wieder anfangen zu arbeiten, davor steht eventuell noch ein Dienstherrnwechsel an (ich bin Beamtin). Mir graust es ehrlich gesagt schon davor, weil ich aktuell nicht weiß, wie ich das alles bewältigen soll ohne auffallend viele Krankheitstage einerseits oder zu viel Medikameteneinnahme andererseits.
    Seit geraumer Zeit mache ich schon Progressive Muskelentspannung, vor einem viertel Jahr habe ich angefangen zu Joggen, momentan probiere ich Vitamin E um den Zeitraum der Periode, 5 HTP, …. alles bisher keinen durchschlagenden Erfolg.
    Ich bin gespannt, ob ich hier noch ein paar Ideen und Anregungen finde, die mir das Leben leichter machen oder einfach nur ein paar „Leidensgenossen/innen“, denn im normalen Umfeld wird man ja doch eher belächelt.

    Ute
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 101

    Liebe Mona,

    erst mal herzlich willkommen hier im Forum.

    Hier bist du genau richtig, alle sind total nett und freundlich, viele sind schon lange dabei und haben eine große Erfahrung mit Kopfschmerzen und deren Behandlung.
    Bettina ist super kompetent und hat immer eine Antwort auf Lager, die weiterhilft.
    Ich selbst bin auch erst seit kurzem hier dabei und werde in 10 Tagen nach Kiel in die Klinik gehen.
    Hast du dir schon mal überlegt, dir bei einem stationären Aufenthalt Hilfe und Unterstützung zu holen?

    Super, dass du schon PME machst und Sport tut sicher auch gut.

    Bettina hat mir zu Anfang Migravent classic (Magnesium citrat + Vitamin B2,
    8 Kapseln pro Tag, langsam hochdosieren, gelbe Farbe des Urins kommt vom Vitamin B2) empfohlen. Mir scheint es tatsächlich zu helfen – ich habe eher Spannungskopfschmerzen, doch das Präparat wird auch bei Migräne empfohlen.
    Die anderen haben sicherlich noch wertvollere Tipps für dich.

    Ich wünsche dir jetzt erst mal einen nicht zu kalten Tag mit ein wenig Sonne und vor allem einen ruhigen Kopf.

    Viele Grüße, Ute.

    Mona
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 59

    Hallo Ute,

    erstmal danke für das herzliche Willkommen.
    Heute leide ich mal wieder still vor mich hin, es geht aber noch so, dass ich mich nicht hinlegen muss. Gestern lag ich richtig flach. Hab grade wieder meine Periode, insofern wird das wohl noch ein paar Tage so weiter gehen.
    Über einen stationären Aufenthalt habe ich nur im Rahmen einer Mutter-Kind-Kur vor kurzem mal nachgedacht, den Gedanken aber nach einer abschmetternden Antwort meiner PKV (Kuraufenthalte wären in meinem Tarif nicht mitversichert) schnell wieder ad acta gelegt. Das Problem ist, dass ich auch momentan nicht möchte, dass großartig was zu meiner Migräne irgendwo aktenkundig ist, da wie gesagt vor meinem Berufswiedereinstieg eventuell noch ein Dienstherrnwechsel ansteht (der mir vieles erleichtern würde – kürzerer Arbeitsweg), ich aber Angst habe, dass die mich nicht nehmen, wenn ich zum Amtsarzt muss und ich dann angeben muss, wo und weswegen ich aktuell in Behandlung bin.
    Spannungskopfschmerzen habe ich durchaus auch öfter mal, insofern wäre das Migravent tatsächlich vielleicht einen Versuch wert. Über die Wirksamkeit von B-Vitaminen habe ich auch schon gelesen. Magnesium hab ich bereits mal ne zeitlang hochdosiert genommen, das hat mir leider nicht geholfen.

    LG, Mona

    Ute
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 101

    Hallo Mona,

    Magnesium hatte ich auch schon genommen, aber dieses Präparat war kein Magnesiumcitrat, sondern Magnesium in anderer chemischer…?? Ich bin in diesen Dingen nicht so fit, aber das CITRAT scheint das ausschlaggebende zu sein. Die anderen schreiben auch, dass sie bei einem akuten Anfall ein Tütchen Magnesiumcitrat 300 mg von Diasporal zusätzlich nehmen. Vielleicht ist es ja einen Versuch wert für dich.
    Die Jobproblematik verstehe ich und hoffe für dich, dass es sich positiv klärt.
    Eine Mutter-Kind-Kur tut bestimmt auch gut, doch ich denke, dass ein Aufenthalt in einer Schmerzklinik ohne Familie wertvoller sein kann bzw. einfach anders halt.
    Ich selbst habe auch 2 Kinder, die allerdings schon ein paar Jahre älter sind. Und natürlich muss die Kinderbetreuung gesichert sein, damit man als Mama beruhigt in die Klinik gehen kann.
    Hoffentlich beruhigt sich dein Kopf heute wieder.

    Herzlichst, Ute.

    Ute mit Pauline
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 163

    Liebe Mona,

    auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Headbook.

    Als ich Deinen Bericht las, hatte ich spontan das Bauchgefühl, dass es für Dich bestimmt nicht schlecht wäre, wenn Du noch bevor Du wieder ins Arbeitsleben einsteigst, nach Kiel gehen würdest!

    Die zwei Wochen Dein Kleines in der Obhut von jemandem zu lassen ( vielleicht macht es ja auch der Papa) ist bestimmt nicht leicht, aber Dich nochmal nur auf Dich konzentrieren, in der Klinik mit den Psychologen Strategien entwickeln bzgl. Migräne und Berufstätigkeit, und vor allem auch Dein Wissen über eine bessere medikamentöse Behandlung zu vertiefen, wäre bestimmt gut.

    Kiel ist ja übrigens keine Reha-Klinik, aber zu diesen ganzen Dingen bzgl. Arbeitgeber informieren etc. kann Dir sicher unsere „supergute Forenfee“ Bettina noch was sagen. Ja, gut, dass wir sie haben,

    Du bekommst sicher noch weitere Tipps und Empfehlung hier von anderen, die noch mehr Erfahrung haben als ich.

    Erstmal Besserung für Deinen Kopf

    LG von Ute mit Pauline

    Hast Du auch einen Hund?l

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Ein herzliches Willkommen, liebe Mona. 🙂

    Wenn bei Dir eventuell bald ein Dienstherrenwechsel ansteht, würde ich tatsächlich auch ein wenig warten mit der offiziellen Diagnose. 😉 Aber danach solltest Du unbedingt zu einem Neurologen gehen und Dich beraten lassen. Dann bekommst Du die Triptane auch verschrieben und musst sie nicht selbst bezahlen.

    Sollte die Migräne weiterhin eher hochfrequent verlaufen, kannst Du auch über einen Antrag auf Schwerbehinderung nachdenken. Infos dazu gibts in der entsprechenden Gruppe. Alles nach dem „Wechsel“, versteht sich, aber ein Grad von mind. 30 wird Dich im weiteren Berufsleben einfach schützen und Dir einige Vergünstigungen bringen.

    Migravent Classic enthält Magnesiumcitrat, was die bessere Bioverfügbarkeit aufweist. Dies ist auch in Magnesium Diasporal direkt (den Tütchen) enthalten. Daher eignen sich die Tütchen besonders im Akutfall zur zusätzlichen Einnahme gut.

    Migravent enthält Magnesiumoxid, das aber in der Langzeiteinnahme einen ebenso guten Effekt hat wie das Citrat. Braucht man schnell die Wirkung, ist Citrat unschlagbar. Migravent enthält zusätzlich Coenzym Q10, das auch eine unterstützende Wirkung haben kann für den Migräniker. Nun kommt das „Aber“: Migravent enthält eine Unzahl weiterer Vitamine und Spurenelemente, die absolut nutzlos sind, die man aber mitschlucken muss. Ich bin nicht bereit, dies alles mitzuschlucken, zumal es zunehmend Studien gibt, die vor der wahllosen Einnahme von Vitaminen warnen. Gelegentlich schaden sie sogar! Vitamin E macht übrigens überhaupt keinen Sinn, das würde ich an Deiner Stelle nicht mehr nehmen.

    PMR und Sport sind super. Weitere Tipps und Tricks findest Du in der Gruppe „Verhalten“.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Mona
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 59

    Hallo ihr Lieben,

    grundsätzlich wäre es sicher eine gute Idee, vor dem Wiedereinstieg ins Berufsleben, noch ein paar Tipps und auch Behandlungsansätze mit auf den Weg zu bekommen, nötigenfalls auch während eines stationären Aufenthalts in einer Schmerzklinik. Mein Mann würde das sicher auch mit der Kleinen hinbekommen, da habe ich keine Bedenken. Aber solche Schritte wie ein stationärer Aufenthalt benötigen ja sicher einiges an vorangegangener Diagnostik (sowei ich weiß, muss man ja ambulant „austherapiert“ sein – was bei mir sicher niemand so sehen wird, da ich ja bisher praktisch nicht in Behandlung war). Aber diesen Schritt kann ich tatsächlich erst machen, wenn beruflich alles in „trockenen Tüchern“ ist. Ich weiß nicht, warum ich auf einmal so einen Bammel davor habe, im Job nicht mehr zurechtzukommen. Vor meiner Elternzeit hatte ich pro Jahr vielleicht zwei oder drei Fehltage. Und die noch nichtmal unbedingt wegen der Migräne. Ich hab mich halt immer irgendwie mit Tabletten über die Zeit gerettet und bin auch mal in der Arbeit rumgehangen wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Mein zwei direkten Kolleginnen waren aber immer sehr loyal mir gegenüber und hätten mir niemals einen Strick daraus gedreht. Leider weiß ich ja nicht, wie das auf einer neuen Stelle sein wird und ich würde auch sagen, dass die Kopfschmerztage mehr geworden sind und ich da nicht mehr unbedingt mit zehn Tagen mit Schmerzmitteleinnahme rumkomme und die Schmerzmittel auch generell immer schlechter helfen.

    Ich hab übrigens mal eben nachgesehen, das Magnesium, das ich mal eine zeitlang eingenommen habe, war ein Präparat namens Orthoexpert Migräne. Keine Ahnung, ob das grundsätzlich geeignet war. Vielleicht habe ich es aber auch zu niedrig dosiert (das war ein Pulver und ich habe es zweimal am Tag eingenommen). Außerdem hab ich auf Anraten einer Apothekerin das Magnesium forte von Doppelherz probiert. Da habe ich zumindest den Eindruck, dass ich längere Autofahrten eher ohne Migräneattacke überstehe, wenn ich mir vor der Fahrt eine Tablette auflöse und einnehme.

    Ach, das Vitamin E; schade aber auch, dass ich nun direkt wieder desillusioniert bin 😉 Und wie gut, dass ich jetzt zwei Packungen davon rumliegen habe. Ich möchte gar nicht zusammenrechnen, was ich schon an Geld für irgendwelche (rezeptfreien) Selbstversuche ausgegeben habe.

    Bezüglich der Progressiven Muskelentspannung hab ich mir vor ein paar Tagen die CD von Prof. Göbel bestellt, da ich auf dem kurzen Ausschnitt, den man sich anhören kann, den Eindruck hatte, das es doch etwas anders aufgebaut ist, als auf der CD, die ich seit längerem benütze.

    So, nun werde ich noch ein bisschen hier stöbern. Es ist echt toll, wieviele nützliche Infos man hier finden kann.

    LG, Mona

    @Ute mit Pauline: Ja, wir haben auch einen Hund. Die Spaziergänge mit ihm sind auch oft Balsam für die Seele.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Liebe Mona,

    Orthoexpert Migräne gibt es nicht mehr, ist aber in der selben Zusammensetzung jetzt als Migravent Classic über die selbe Firma erhältlich. Dies ist sehr zu empfehlen, da es die beiden relevanten Stoffe Magnesium als Citrat und Vitamin B2 enthält. Magnesium von Doppelherz deklariert nicht, wie viel reines Magnesium in den 400 mg enthalten sind. Daher gehe davon aus, dass es stark unterdosiert ist. Zudem sind weitere B-Vitamine enthalten, aber nicht das für uns sinnvolle B2.

    Die CDs von Prof. Göbel sind ganz auf Migräniker abgestimmt und machen wirklich Sinn.

    Mach Dir bitte nicht schon jetzt Stress wegen der Arbeit, sondern freue Dich, dass Du wieder neu einsteigen kannst und nicht mehr 24 Stunden am Tag nur Mutter bist. Kann sehr entspannend sein. 😉 Warte mal ab, wie sich alles entwickelt und sollten Probleme auftreten, dann wird es eine Lösung geben. Es schadet Dir, Dir jetzt schon über ungelegte Eier Sorgen zu machen. Oft klappt dann alles viel besser, als man sich das gedacht hätte. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Mona
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 59

    Hallo Bettina,

    vielen Dank für Deine informativen, freundlichen Antworten 🙂 Man fühlt sich sofort aufgehoben hier.

    Dann war mein Eindruck ja sogar richtig, dass das Orthoexpert Migräne eventuell dasselbe ist wie das Migravent Classic. Das Orthoexpert hat mir damals nicht merklich geholfen. Aber vielleicht versuche ich es dennoch mit dem Migravent Classich nochmal. Die Kapseln werden mit 8 Stück ja doch recht hoch dosiert. Höher als ich es vermutlich mit den zwei Beutelchen Orthoexpert damals dosiert habe.

    Ach ja, das ist auch so eine Eigenschaft von mir, mir schon im Voraus über tausend Dinge Sorgen und Gedanken zu machen. Ich weiß schon, dass das nicht viel bringt und versuche das auch möglichst zu lassen, aber bei solchen existentiellen Dingen wie der Arbeit klappt´s nicht immer 😉

    Ich hab beim Lesen im Headbook nun schon mehrfach gelesen, dass viele hier Triptane spritzen. Ich wusste gar nicht, dass es diese Möglichkeit gibt, denke aber, dass das manchmal für mich der Rettungsanker wäre. Bei schlimmen Attacken bekomm ich die Migräne nichtmal mit Triptan plus z.B. Vomex (als Zäpfchen!) in den Griff und liege den ganzen Tag im Bett mit Eimer an meiner Seite. Das Triptan kommt vermutlich gar nicht dazu zu wirken, weil mein Magen so spinnt. Da wäre eine Spritze doch die Lösung, denke ich mir nun als Laie. Aber vermutlich bekommt man das nicht so ohne weiteres verschrieben, oder?
    Ich muss sagen, ich freue mich inzwischen fast drauf, wenn mit der Arbeit endlich alles wieder eine zeitlang läuft, und ich dann wirklich mal zu einem Neurologen gehen kann statt immer nur selber rumzudoktorn.

    Auf die CD´s von Prof. Göbel bin ich schon gespannt. Hab mir gleich alle bestellt, weil ich mich nicht entscheiden konnte *g*. Leider waren sie heute immer noch nicht in der Post.

    LG, Mona

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Liebe Mona,

    freut mich, dass Du Dich gut aufgehoben fühlst. 🙂

    Orthoexpert Migräne und Migravent Classic sind identisch, wenn man die Kapseln nimmt. Andere Darreichungsformen sind halt von der Dosierung unterschiedlich. Man braucht nicht unbedingt die Höchstdosis von 8 Kapseln nehmen. Einschleichen sollte man sowieso langsam, damit der Darm sich an die hohen Dosierungen gewöhnen kann. Dann hochsteigern, so weit man es verträgt. Nach einer gewissen Zeit braucht man dann nicht mehr so viel, weil sich ein stabiler Wirkspiegel aufgebaut hat.

    Magnesium und Vitamin B2 unterstützen sanft und nicht immer ist eine direkte Wirkung zu spüren. Manche allerdings haben so tolle Erfolge damit, dass sie keine andere Prophylaxe mehr benötigen.

    Imigran Inject, den Pen, musst Du Dir verschreiben lassen. Das kann aber auch der Hausarzt machen, ohne, dass irgendwo offiziell aufscheinen muss, dass Du Migräne hast. Der Pen ist wirklich die Rettung, wenn Magen und Darm nicht mehr arbeiten und auch das Antiemetikum nichts mehr bringt. Verhandle mal mit Deinem Hausarzt. 😉

    Wenn Du arbeitsmäßig fest im Sattel sitzt, geh das an mit dem Neurologen. Die Wartezeit kann manchmal bis zu 3 Monate betragen, daher plane diese Zeit in der Terminvereinbarung mit ein.

    Die CDs sind sicher dann am Montag da. Bin gespannt, wie sie Dir gefallen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Mona
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 59

    Hallo,

    mensch, heute war wieder einer der Tage, wo ich verzweifeln könnte, weil nichts so recht gegen die Migräne hilft. Ich hab gestern Nachmittag schon gemerkt, dass was im Anmarsch ist (extrem Lärmempfindlich, gereizt, bleierne Müdigkeit und so ein seltsames Spannungsgefühl am Unterkiefer bis zum Hals). Heute Morgen um 5 Uhr bin ich dann auch prompt mit Migräne aufgewacht. Manchmal hilft Ibuprofen, wenn ich danach noch etwas schlafen kann, aber die Attacke heute war wohl zu heftig. Am Vormittag hab ich dann eine Tablette Formigran genommen, aber mein Magen war schon so verkorkst, dass es fast vier Stunden gedauert hat, bis das Triptan dann doch noch einigermaßen gewirkt hat. Der Tag war damit natürlich gelaufen. Fühl mich immer noch total erschlagen und konnte vorhin zumindest mal den ersten Bissen essen heute. Immerhin war Sonntag und mein Mann zuhause, so dass er sich um die Kleine kümmern konnte. Wie immer etwas vorwurfsvoll, aber naja.

    Ich hab noch eine allgemeine Frage: Ich lese in den Gruppenbeschreibungen immer wieder etwas von weiteren Infos unter „Dokumente“. Ich konnte bisher nichts finden, vielleicht hab ich auch Tomaten auf den Augen. Kann mir jemand auf die Sprünge helfen?

    LG, Mona

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Liebe Mona,

    tut mir sehr leid, dass es Dir heute so schlecht ging. In Zukunft nimm bitte rechtzeitig ein Antiemetikum und dann gleich das Triptan. Du kennst ja die Vorzeichen und wenn die Behandlung schneller einsetzt, artet die Attacke nicht so aus.

    Du hast keine Tomaten auf den Augen, denn seit dem Update gibt es die Abteilung Dokumente nicht mehr. 😉 In entsprechenden Foren setze ich dann immer wieder Links ein, sonst einfach danach fragen.

    Gute Besserung und morgen einen guten Tag,
    Bettina

    Mona
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 59

    Hallo Bettina,

    ok, dann weiß ich bescheid wegen der Dokumente und kann die Tomaten wieder ins Gemüsefach legen 😉

    Jaa, das mit dem rechtzeitig ein Triptan nehmen ist so ne Sache. Ich versuche wirklich sparsam mit den Triptanen zu sein, da ich nach jeder Einnahme das Gefühl habe, dass die Attacke besonders hartnäckig immer wieder zurückkommt und auch schneller als üblich eine neue folgt. Und bei leichteren Attacken (ohne pausenloses Erbrechen) hilft mir Ibuprofen ja einigermaßen – dämpft zumindest etwas, so dass ich den Tag irgendwie bewältigen kann und ich kann die Einnahme von dem Triptan umgehen.

    Vomex (das fällt doch unter Antiemetikum. oder?) nehme ich meistens erst, wenn ich mich schon übergeben habe, da ich einmal damit angefangen nicht mehr aufhören kann und dann hat natürlich keine Tablette auch nur die Chance zu wirken, weil sie direkt wieder rauskommt. Aber vermutlich sollte ich das Vomex auf jeden Fall vor der Triptaneinnahme zu mir nehmen, auch wenn ich nur ein flaues Gefühl im Magen habe.

    Mal sehen, wie der Tag morgen wird. Ich merke, dass die Migräne immer noch im Untergrund schwelt und hoffe, dass sie nicht erneut durchkommt.
    Vielen Dank für die lieben Wünsche und Dir auch einen guten Start in die Woche.

    LG, Mona

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Liebe Tanni,

    genau, ab mit den Tomaten ins Gemüsefach. 😉 Ich bearbeite gerade die Gruppeninfos neu.

    Vomex ist kein Antiemetikum, sodass auch dies nicht mehr helfen kann, wenn im Magen und Darm alles schon steht. Antiemetika (MCP, Paspertin, Domperidon) kurbeln die Magen-/Darmaktivität wieder an, sodass die Medikamente an ihren Wirkort transportiert werden können.

    Wenn das Erbrechen bereits eingesetzt hat, helfen Imigran Inject super gut oder die nasalen Darreichungsformen von AscoTop und Imigran. Sie umgehen den Magen, der Wirkstoff wird über das Blut direkt aufgenommen.

    Wenn Du grad eine Phase mit schweren Attacken hast, kann auch mal eine Diazepam am Abend gute Dienste leisten. Oder Melperon, oder Vomex …

    Liebe Grüße
    Bettina

    Hanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 94

    Liebe Mona,

    auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum!

    Ich habe mir gerade Deine Geschichte durchgelesen. In Bezug auf die Akutmedikation hast Du ja schon sehr gute Tips von Bettina bekommen.
    Dass Du vor Dienstantritt nicht zum Neurologen gehen willst, kann ich verstehen. Obwohl ich nicht glaube, dass Migräne ein Grund sein könnte, Dich nicht zu übernehmen. Für den Amtsarzt und in Folge die Personalstelle ist in erster Linie wichtig, die Gefahr einer frühzeitigen Pensionierung zu erkennen. Das ist ihnen vor allem bei der Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit wichtig. Das hast Du ja schon hinter Dir.

    Aber Amtsarzt ist nicht gleich Amtsarzt, und wo der eine nur mit den Schultern zuckt, macht der andere vielleicht ein Problem daraus.

    An Deiner Stelle würde ich aber nochmals mit dem Hausarzt sprechen. Bei fast allen bekommst Du ein Triptan-Rezept. Bei 10 Packungen, die Du monatlich selber kaufst, zahlst Du ja locker 100 € im Monat aus eigener Tasche!
    Ausserdem kann Dein Hausarzt eine erste Prophylaxe mit Betablockern beginnen. Damit haben sie Erfahrung und das bringen sie auch gut hin. Wenn Dir das helfen würde, hättest Du sicher im Herbst einen besseren Start.

    Der Wiedereinstieg in den Beruf hat zwar den großen Vorteil, nicht nur auf Familie und Haushalt beschränkt zu sein, was den meisten von uns Migränikern nicht unbedingt genügt. Du musst andererseits aber auch mit der Doppelbelastung Beruf/Familie klarkommen und das kann eventuell die Migräne triggern.
    Dass Dein Mann (noch) nicht so sehr verständnisvoll ist, hast Du ja auch angedeutet.

    Aber wie Du Dich auch entscheidest: ich wünsche Dir viele schmerzfreie Tage und eine guten Start im Herbst. Aber wir hören hoffentlich noch öfters von Dir!

    Liebe Grüsse
    Hanna

    Mona
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 59

    Hallo liebe Hanna,

    Dir auch noch vielen Dank für Deine ausführliche, nette Antwort. Habe sie eben erst gesehen.
    Ich bin selber Personalerin bei meinem bisherigen Dienstherrn und insofern weiß ich in etwa, worauf beim Amtsarzt so geschaut wird. Klar bin ich schon auf Lebenszeit verbeamtet – insofern kann mir bei meinem jetzigen Dienstherrn auch nichts mehr passieren. Wenn ich aber woanders anfangen möchte und die mich vorher nochmal zum Amtsarzt schicken, (bevor sie mich im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit übernehmen,) bekomme ich mit einer deutlichen Migränethematik sicher keine Eignung für das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit bestätigt. Das bedeutet in der Konsequenz dann, dass mich der mögliche neue Arbeitgeber vermutlich nicht nimmt und „den schwarzen Peter“ lieber bei meinem bisherigen Dienstherrn belässt.

    Da ich versuche, nicht an mehr als zwei oder drei Tagen im Monat Triptane zu nehmen und mich im Übrigen irgendwie mit Ibuprofen mal besser mal schlechter durchwurschtel, ist der finanzielle Aspekt nicht so gravierend, aber grundsätzlich hast Du natürlich recht. Warum sollte man Medikamente aus der eigenen Tasche bezahlen, wenn sie einem auch verordnet werden können.

    Puh, Betablocker, etc. Irgendwie stellen sich mir da die Nackenhaare auf. Ich vermute, ich werde langfristig um eine Prophylaxe nicht rum kommen, aber bei der medikamentösen Prophylaxe geht man ja schon richtig in die Vollen, wovor ich ein bisschen Bammel habe. Mich würde auch wirklich interessieren, ob man sagen kann, wie gut bei einer zum großen Teil hormonell getriggerten Migräne, die gängigen Prophylaxen überhaupt anschlagen können. Naja, aber da werde ich es wohl auf den einen oder anderen Versuch ankommen lassen müssen.

    Wie Du richtig sagst, kommt im Herbst halt dann die Doppelbelastung mit Beruf und Familie bei mir an. Allgemein war vor meiner Elternzeit der stressbedingte Anteil an Migräne höher als momentan, was mich nichts Gutes für den Wiedereinstieg ins Berufsleben ahnen lässt. Aber das kann ich wohl nur abwarten.
    Mein Mann ist allgemein nicht so der fürsorgliche und verständnisvolle Typ. Klingt jetzt negativer als es gemeint ist, aber er hat es halt nicht so damit, sich um jemanden zu kümmern. Und eine gute Portion Egoismus (von dem ich mir manchmal gerne eine Scheibe abschneiden würde) lässt ihn meistens eher genervt reagieren, wenn ich mal wieder wegen Migräne ausfalle und er Dinge für mich erledigen muss, sich um unsere Tochter kümmern muss, etc. Wenn ich ihn drauf anspreche, räumt er schon ein, dass er ja weiß, dass ich nichts dafür kann und in erster Linie ich selber darunter leide, aber seine Reaktionen im Akutfall lassen bewirken trotzdem immer erstmal ein schlechtes Gewissen bei mir.

    Die letzten Tage ging´s mir zum Glück wieder etwas besser, aber ich merke, dass der bevorstehende Urlaub (wir fliegen am kommenden Freitag) einerseits aus Vorfreude andererseits aber natürllich auch wegen der Vorbereitungen und Organisation anfängt zu triggern. Üblicherweise bin ich dann die ersten Urlaubstage mit Migräne völlig out-of-order 🙁

    LG, Mona

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Liebe Mona,

    ich denke auch, dass Du erstmal noch ohne offizielle Diagnose den beruflichen Wechsel abwarten solltest. Danach gehst Du das dann in Ruhe an und mit guter neurologischer Begleitung wird es Dir sicher besser gehen.

    Gut wirkende Prophylaxen belasten oft den Körper weniger, als wenn man zu viel Akutmedikation einnehmen muss. Sie können ein ganz neues Lebensgefühl wiedergeben. Geh da positiv ran.

    Fange jetzt schon mit dem Packen an und bereite Dich schon Tage davor auf die Urlaubsreise vor. Hier kannst Du einiges an Stress abfangen. Für den Urlaub nimm Dir genug Triptane mit, sodass Du nicht dort gleich flachliegst.

    Dein Mann scheint so zu sein, wie fast alle Männer sind. 😉 Immer wieder mal darauf hinweisen, dass Du ja diejenige bist, die leidet, wird ihn sicher im Laufe der Zeit mehr sensibilisieren für die Situation.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Mona
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 59

    Hallo,

    da ich Bettinas Rat befolgt habe und die Koffer schon teilweise gepackt sind (T-Shirts und kurze Hosen waren bei dem Wetter die letzten Tage/Wochen ja nicht in Gebrauch und somit reisefertig), bin ich bezüglich des Urlaubs einigermaßen entspannt – für meine Verhältnisse 😉

    Naja, heute Morgen bin ich trotzdem mit einem Druck im Kopf und dem untrüglichen Gefühl, dass sich eine Migräne zusammenbraut, aufgewacht. Gegen Mittag war´s dann auch soweit und aus dem Druck wurden die typischen hämmernden Kopfschmerzen. Ich hab dann eine Ibu genommen und mich am frühen Nachmittag mit meiner Tochter zusammen zum Mittagsschlaf hingelegt, MP3-Player mit Entspannungsgesäusel ins Ohr und erstaunlicherweise ging´s mir nach der kleinen Mittagspause wieder relativ gut.

    Nach langem Überlegen bin ich dann vorhin sogar noch in meinen Aerobic-Kurs gegangen, nachdem ich eigentlich der Freundin, mit der ich da zusammen hingehe, schon abgesagt hatte. Sport ist oft der Auslöser, dass die Migräne wieder zum Vorschein kommt, wenn sie ohnehin noch so im Untergrund schwelt. Aber heute geht´s mir bisher nicht besser und nicht schlechter als vor dem Sport. Da hat sich´s doch glatt mal gelohnt, dass ich es gewagt habe 🙂

    LG und allen einen schönen Abend,
    Mona

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Liebe Mona,

    wie schön, dass der Kurs nichts verschlechtert hatte und Du die Stunde mit Deiner Freundin genießen konntest. 🙂

    Koffer sind gepackt, Du bist entspannt und nun kann es bald losgehen.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    kati
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1

    Hallo mona,ich bin soeben auf das Forum und dich gestossen.alles was du schreibst,kommt mir sehr bekannt vor.ich bin auch Mama von 2 kleinen Kindern und leide ganz aehnlich wie du unter der migraene.ausserdem bin ich auch Beamtin und arbeite wieder ein wenig,was alles auch nicht einfacher macht.ich wuerde mich so gerne mit dir austauschen,ich musste hier nun einfach kurz schreiben.
    In den naechsten Tagen wede ich mich hier auch vorstellen,..
    Vorab wuerde ich mich sehr freuen von dir zu hoeren!!
    Liebe gruesse katja

    Mona
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 59

    Hallo Katja,

    schön, dass Du auch ins Headbook gefunden hast. Du bekommst bestimmt ebenfalls tolle Tipps, wenn Du Dich hier in der Gruppe vorgestellt hast.
    Ich hab Dir einstweilen per Mail geantwortet.

    Allgemein habe ich heute nochmal überlegt, warum ich die Migräne gestern mit einzig und allein einer Tablette Ibuprofen und etwas Mittagsruhe so gut in den Griff bekommen habe, was eher ungewöhnlich ist. Die Migräneanfälle außerhalb der Zeit um die Periode sind zwar meistens nicht so hartnäckig (gestern könnte der Wetterumschwung getriggert haben), aber dass ich komplett schmerzfrei bin und die Migräne auch nicht nach einem halben Tag zurückkommt ist trotzdem selten.
    Gestern hab ich zum Einen ziemlich frühzeitig (beim ersten Eintreten des richtig hämmernden Kopfschmerzes) sofort die Tablette genommen und mich hingelegt (was ja leider nicht immer geht – also das Hinlegen). Zum Zweiten kam mir aber der Gedanke, ob eventuell schon das Migravent Classic damit zu tun haben könnte, das ich seit letztem Freitag oder Samstag (?) einnehme (bin aktuell bei 2×2 Kapseln). Wäre ja zu schön, wenn es etwas bewirkt. Die Dosierung vertrage ich auch noch sehr gut, so dass ich auf jeden Fall noch höher gehen werde.

    LG, Mona

    Mona
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 59

    Hallo zusammen 🙂

    Ich habe nun länger nicht mehr hier geschrieben (wohl aber immer mal wieder mitgelesen), da seit unserem Urlaub im Juni wirklich viel passiert ist. Nach unserem Urlaub folgte eine wirklich große, längere Ehekrise, die wir grade nochmal überstanden haben. Im August wurde bei meinem Mann Darmkrebs diagnostiziert, eine große Op und eine lange Genesungszeit folgte. Dazwischen begann dann die Eingewöhnung unserer Tochter in der Kinderkrippe und seit November arbeite ich nun wieder. Im Dezember mal wieder ein Klinikaufenthalt mit unserer Kleinen, der übliche Weihnachtshype,… naja.

    Wenn ich mir meinen Kopfschmerzkalender anschaue, weiß ich, dass ich dringend etwas unternehmen muss. Ich musste mich auch gleich in meiner zweiten Arbeitswoche schon einen Tag krankmelden (macht natürlich einen tollen Eindruck bei einem neuen Arbeitgeber) und war anschließend zumindest mal wegen meinen häufigen Migräneattacken beim Hausarzt.

    Dort bekam ich zumindest mal MCP-Tropfen verschrieben (das war der Hauptgrund meines Besuchs dort). Ansonsten hat mir die Ärztin geraten, die MCP-Tropfen und anschließend Novalgin zu nehmen. Das hat mir beim ersten Versuch eine fünftägige Kopfschmerzepisode beschert, weil das Novalgin einfach nicht richtig wirkt, nur etwas dämpft. Das war mir aber aus einem länger zurückliegenden Versuch schon fast klar, aber ich wollte es halt nochmal probiert haben.

    Das Migravent Classic hat mir leider nichts gebracht. Ich liege nach wie vor bei 8-12 Attacken pro Monat, die nach meinem subjektiven Empfinden immer schwerer, hartnäckiger und schwerer zu behandeln werden. Auch die progressive Muskelentspannung, die ich schon länger mache, tut zwar irgendwie schon gut, aber einen messbaren Effekt auf die Migränetage gibt es nicht.

    Die Hausärztin hat jetzt schon angedeutet, dass sie eine Prophylaxe mit Beta-Blocker versuchen möchte, wenn ich mit ihrer MCP-Novalgin-Kombi nicht zurecht komme. Triptane wollte sie mir erstmal nicht verschreiben.
    Insofern schlage ich mich halt weiterhin mehr schlecht als recht mit Ibuprofen und dem freiverkäuflichen Naratriptan durch.

    Ich bin bezüglich irgendwelcher medikamentösen Prophylaxen ja wirklich sehr skeptisch, da ich in punkto Migräne doch auffallend ähnlich ticke wie meine Mutter. Sie hat wirklich vieles ausprobiert und nichts hat ihr was gebracht (außer teilweise massive Nebenwirkungen). Aber es ist wohl nicht der richtige Weg, deshalb selber sämtliche Prophylaxeversuche zu verweigern. Mal sehen.

    Die Hausärztin hat auch schon davon gesprochen, mich an die Schmerzambulanz der nahegelegene Uniklinik zu überweisen. Ich hab allerdings keine Ahnung, wie fit die dort in Bezug auf Migräne sind. Einen Neurologen kenne ich leider auch keinen, bei dem ich vom Hörensagen wüsste, dass er gut ist.

    Ach ja, und das Buch von Prof. Göbel hab ich inzwischen gelesen. Obwohl ich über die meisten Dinge bescheid wusste, fand ich vor allem den Teil über die Entstehung der Migräne, den Abläufen im Gehirn sehr interessant. Außerdem bin ich mir inzwischen nicht mehr so sicher, ob ich eine reine Migräne oder nicht doch eine Mischform aus Migräne und Spannungskopfschmerzen habe. Die Kopfschmerzen erfüllen zwar in der Regel schon die Kriterien für eine Migräne, beginnen aber manchmal auch etwas anders und werden dann erst zur Migräne.
    Momentan bin ich zum Beispiel mit einem grippalen Infekt etwas angeschlagen und hatte diese typischen „Erkältungskopfschmerzen“. Diese wurden dann aber auch innerhalb von einem halben Tag zu einer ausgewachsenen Migräne, die mich nun schon seit drei Tagen nicht mehr loslässt.

    Manchmal ist es echt zum Verzweifeln. Früher hat mir Ibuprofen meistens ganz gut geholfen und ich habe vielleicht alle zwei Monate mal ein Triptan gebraucht, wenn wirklich gar nichts mehr ging. Inzwischen nehme ich 3-4 x im Monat eine Tablette Formigran, die immer später, schlechter und kürzer wirkt. Meistens merke ich bereits nach 10-12 Stunden, dass die Migräne zurückkommt. Obwohl ich wirklich streng drauf achte, die 10-20-Regel (ca. 3-4 x monatlich ein Triptan und max. an weiteren 5-6 Tagen Ibuprofen)einzuhalten, habe ich speziell bei den Triptanen das Gefühl, dass ich umso mehr „brauche“ und sich die Attackenfrequenz steigert, je öfter ich eines einnehme. Gibt es dazu eigentlich Erfahrungen/Studien? Ich lese allgemein nur immer von der 10-20 Regel. Die Neurologin einer Bekannten (die auch unter Migräne leidet), empfiehlt jedoch maximal an drei Tagen im Monat ein Triptan einzunehmen.

    Ach ja, das hab ich noch vergessen: Ich hab auch den Frauenarzt gewechselt und dort das Migräneproblem während der Periode angesprochen. Ich nehme nun seit zwei Monaten eine Gestagenpille durch, aber der gewünschte Effekt hat sich bisher noch nicht eingestellt. Momentan geht es mir eher sehr schlecht, das kann aber auch an dem stressigen Dezember liegen.

    Ach, das war jetzt wieder ganz schön viel gleich bei meiner Rückmeldung hier. Vielen Dank, an jeden, der bis hierhin gelesen hat.

    LG und an alle noch ein gutes Jahr 2014,
    Mona

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Liebe Mona,

    das war ja ein sehr ereignisreiches Jahr für Dich und Deine Familie. Gut, dass noch alles glimpflich abgegangen ist.

    Ich würde Dir sehr raten, Dir so schnell wie möglich einen Neurologen zu suchen, der Dich adäquat begleitet und Dir auch die nötigen Triptane verschreibt. So solltest Du nicht mehr weitermachen! Novalgin ist kein passendes Medikament bei Migräne, es wirkt bei vielen nicht. Für Migräne wurden die Triptane entwickelt, nichts wirkt besser und schonender. Dass Du Dir selbst die Triptane kaufen musst, sie nicht verschrieben und erstattet bekommst, ist nicht zeitgemäß. Noch dazu ist die Wirkung des Naratriptan ja wohl nicht ausreichend, sodass man Dir andere zum Probieren anbieten sollte.

    Die Erfahrung hatte gezeigt, dass die meisten Migräniker gut damit zurecht kommen, wenn sie bis zu 10 Einnahmetage im Monat haben. Nimmt man mehr über einen längeren Zeitraum ein, „droht“ der MÜK. Empfiehlt man Betroffenen, nicht mehr als 3 Triptane im Monat einzunehmen, ist auch dies nicht zeitgemäß und setzt Betroffene unnötigerweise unter Druck – was wiederum Attacken triggern kann.

    Ein sorgfältig geführter Schmerzkalender könnte Auskunft darüber geben, wann Spannungskopfschmerzen auftreten und wann es Migräne ist. Auch für die Auswertung des Kalenders wäre es wichtig, Dich an einen Schmerzexperten zu wenden. Eventuell findest Du einen Neurologen in der Liste der Netzpartner der Schmerzklinik. Den Link dazu findest Du rechts in der Sidebar.

    Eine Gestagenpille kann bei einigen die hormonell getriggerten Attacken verhindern. Schau Dir das noch einige Monate lang an und beurteile dann eine eventuelle Wirkung.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Mona
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 59

    Hallo Bettina,

    vielen Dank für Deine stets so lieben und ausführlichen Antworten. Du bist wirklich eine Seele hier im Forum.
    Ich hab unter dem Link rechts mal nach einem Schmerztherapeuten/Neurologen hier in der Nähe gesucht und tatsächlich einen gefunden (den einzigen im weiteren Umkreis), der praktisch bei meiner Arbeit fast um die Ecke ist. Zufälle gibt´s :-). Dort habe ich heute Nachmittag auch gleich angerufen und nun für Ende Februar einen Termin bekommen. Ich hoffe mal, es ist ein gutes Zeichen, dass die Praxis offensichtlich so ausgebucht ist.

    Was Du zu den Triptanen schreibst, leuchtet mir zwar ein und es ist ja auch überall so zu lesen. Aber es ist so ein Gefühl in mir, das mir was anderes sagt und ich kenne doch zwei, drei Leute, die subjektiv ein ähnliches Empfinden haben. Im Endeffekt kann man ja wirklich nicht beurteilen, „was die Henne und was das Ei“ ist. Man liest ja auch häufig, dass die Migräne so mit Mitte 30 ihren Höhepunkt erreicht. Vielleicht ist tatsächlich die gesteigerte Triptaneinnahme nur die Folge von der aufdrehenden Migräne.

    Was mich halt auch stutzig macht, ist die Tatsache, dass sich die Wirksamkeit so nach und nach „auslutscht“. Anfangs bin ich meistens mit 400 mg Ibuprofen noch ganz gut hingekommen. Irgendwann mussten es dann mindestens 600 mg sein, inzwischen 800 mg. Bei 800 mg muss mein Magen allerdings noch sehr gut drauf sein, dass er das packt.
    Genauso ist es mit dem Naratriptan. Anfangs war die Wirkung sehr schnell und zuverlässig eintretend und ich hatte selten einen Wiederkehrkopfschmerz. Auch hier verschlechtert sich die Wirkung aber zunehmend. Ich warte Minimum 2, manchmal auch bis zu 4 Stunden, bis eine Wirkung eintritt. Oft habe ich die Tablette vor Wirkungseintritt (trotz MCP-Tropfen) schon wieder erbrochen, da ich meist relativ lange warte, bis ich wirklich ein Schmerzmittel einnehme. Wenn das Naratriptan dann wirkt, habe ich inzwischen trotzdem meistens so ein hintergründiges Pulsieren und eben auch sehr schnell den Wiederkehrkopfschmerz.

    Auf das zweite derzeit freiverkäufliche Triptan, Almotriptan, spricht meine Migräne oft gar nicht an. Es hat auch schon gewirkt, dann sogar schneller als das Naratriptan, aber ich bin auch schon öfter mal damit gegen die Wand gefahren, weil es gar nichts gebracht hat.

    Immerhin geht es mir nun nach drei Tagen endlich wieder besser, nachdem ich mir gestern Abend noch 800 mg Ibuprofen „gegönnt“ habe, danach die Progressive Muskelentspannung gemacht und anschließend ins Bett gegangen bin. So konnte ich heute Morgen mit nur einem ganz leichten unterschwelligen, zeitweisen Pochen, relativ unbeschwert in die Arbeit gehen.

    Die Gestagenpille werde ich auf jeden Fall noch ein bisschen weitertesten. Die Frauenärztin hat mich schon gewarnt, dass es etwas dauern kann, bis man blutungsfrei ist und sich dann auch an den Kopfschmerzen etwas verbessert.

    Auf jeden Fall bin ich froh, dass ich mich endlich (ohne die Angst bei einem Arbeitgeberwechsels Probleme zu bekommen – der Wechsel ist ja nun vollzogen), nach vielen Jahren, in denen ich mich einfach nur irgendwie selbst belesen und durchwurschteln musste, in die Behandlung bei einem Neurologen begeben kann. Ich hoffe, ich bin dann nicht enttäuscht, aber das muss ich jetzt mal auf mich zukommen lassen.

    LG, Mona

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Liebe Mona,

    danke für die lieben Worte. 🙂

    Sieh es als gutes Zeichen, dass der Neurologe gleich um die Ecke ist und sei froh, so „früh“ schon einen Termin erhalten zu haben. 🙂 Manche warten mehrere Monate auf einen Termin. Geht man selbst gut vorbereitet zum Arzt, ist die Gefahr nicht so groß, dass man enttäuscht wird. 😉 Ein Spickzettel ist oft sinnvoll, damit man keine wichtigen Fragen vergisst.

    Es ist tatsächlich so, dass die Migräne in einem gewissen Lebensalter zunimmt. Ob man sie behandelt oder auch nicht. Ich würde mir an Deiner Stelle nicht allzu viele Gedanken darum machen. 😉 Die Triptane sind ein Segen, da sie uns ermöglichen, weiter am Leben teilzunehmen. Hält man die 10er-Grenze ein, ist man meist auf der sicheren Seite. Gönn Dir diese Hilfe und verdirb Dir selbst diesen Zugewinn an Lebensqualität nicht durch das Grübeln über „wenn und vielleicht und doch“. 😉 Es bringt Dich nicht weiter, macht Dir aber ein ungutes Gefühl.

    Dass die Wirkung jedes (!) Medikaments mit der Zeit ein wenig nachlassen kann, ist normal. Das körpereigene Schmerzystem wird entlastet durch die Medikamente und greift selbst nicht mehr so gut. Daher muss man im Laufe der Zeit die Dosis steigern. Hier hilft, mal das Medikament zu wechseln, eine Pause einzulegen oder vielleicht auch eine neue Prophylaxe zu versuchen.

    Keiner von uns nimmt gerne Medikamente und keiner hat gerne die Migräne. Aber sie ist nunmal da und daher sollten wir das Beste daraus machen.

    Nicht jede Attacke ist gleich gut zu behandeln. Auch ich warte manchmal bis zu 4 Stunden auf die Wirkung. Ein anderes Mal wirkt das Triptan schon nach einer Stunde. Es hängt mit der Schwere und der Art der Attacke zusammen. Ob man das Medikament rechtzeitig eingenommen hat, wie schwer Magen und Darm mit betroffen sind, ob man ein Antiemetikum genommen hat – und noch viele, viele weitere Faktoren spielen mit rein. Versucht man, alles zu verstehen, kommt man aus dem Grübeln nicht mehr raus. 😉

    Hast Du einen Grad der Behinderung? Wenn nein, denke über einen Antrag nach, da er Dich im Arbeitsleben schützt.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Mona
    Teilnehmer
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    Ja, das mit dem „Nicht-so-viel-Grübeln“ ist gar nicht so leicht. Ich bin ein Kopfmensch, möchte alles verstehen, abwägen, keine Fehler machen,… Ich versuche mich schon oft, diesbezüglich etwas zurückzufahren, aber es gelingt halt nicht immer. Ein An-Aus-Knopf wäre praktisch 😉

    Ich hab meinen Kopfschmerzkalender nun mal genauer angeschaut und nachgezählt. Es ist tatsächlich so, dass ich im Schnitt 3-4 Tage pro Monat mit Triptaneinnahme habe. Der Rest ist Ibuprofen. Obwohl ich durchschnittlich ca. 12 Kopfschmerztage pro Monat habe, habe ich im letzten Jahr nur immer 8, maximal 9 Tage mit Schmerzmitteln. Im November waren es sogar nur 3 (!) Tage mit Schmerzmittel (einmaliger Ausrutscher nach unten).

    Wenn man halt weiß, dass man in der Regel mehr als 10 Kopfschmerztage monatlich hat, ist es oft schwer, zwischen der rechtzeitigen Einnahme eines Schmerzmittels und einem Tag, wo´s eventuell auch mal ohne geht, abzuwägen. Ich könnte mir auch sicher oft die ein oder andere Ibuprofeneinnahme sparen, wo ich dann doch noch ein Triptan einnehmen muss, wenn ich am Anfang schon immer genau wüsste, wo der Weg hinführt (starke oder eher schwächere Attacke). Die Triptanschwelle überschreite ich praktisch so gut wie immer, nehme aber trotzdem oft lieber Ibuprofen (weil es schneller wirkt – wenn es denn wirkt) und es mir aus oben beschriebenem subjektivem Empfinden irgendwie „sympathischer“ ist.

    Einen GdB habe ich bisher nicht beantragt. Ich rechne mir da ehrlich gesagt keine Chancen aus. Zumindest noch nicht zum jetzigen Zeitpunkt. Ich war ja offiziell noch nie wegen meiner Migräne in Behandlung und habe (mal abgesehen von dem Migravent classic – falls man das dazu zählen kann) noch keine medikamentöse Prophylaxe ausprobiert. Was man so hört, ist es ja doch sehr schwer einen GdB zu bekommen.

    LG, Mona

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Es geht, dass man das Grübeln etwas einstellt. Geht ja uns allen so, damit bist Du nicht alleine.

    Ibuprofen ist Dir vom Gefühl her sympathischer, es belastet aber die Organe mehr. Idealerweise sollte man auch schon bei leichteren eindeutigen Migräneattacken ein Triptan nehmen. Vorteil ist, dass es schneller und besser wirkt und oft auch eine Attacke komplett kupieren kann.

    Mit deiner jetzigen Methode nimmst Du während einer Attacke ja oft doppelte Medikation, was bei genauerer Betrachtung nicht so wirklich Sinn macht. 😉

    Du kannst die 10 Tage im Monat einhalten, daher mache Dir nicht so viele Sorgen. Diese triggern zusätzlich und sie sind zu vermeiden. Übe Gelassenheit, sie wird Dich entlasten.

    Mit einem aussagefähigen Gutachten Deines behandelnden Arztes hast Du mit häufig verlaufender Migräne, eventuell depressiven Zuständen und noch einigen weiteren kleineren „Baustellen“ gute Chancen auf einen Grad der Behinderung. Du kannst damit aber auch noch zuwarten, habe es aber als Möglichkeit im Hinterkopf.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Mona
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 59

    Hallo zusammen,

    nach einer wunderbaren kopfschmerzfreien Phase von sagenhaften 17 Tagen, habe ich heute leider auch wieder meine nächste Migräneattacke zu verbuchen. Aber ich habe es unglaublich genossen, 17 Tage lang schmerzfrei zu sein. Ich kann mich kaum erinnern, wann es so eine Phase zuletzt gegeben hat. Die Attacke heute war zum Glück auch ganz gut handelbar, so dass mir der Tag bei dem herrlichem Wetter nicht ganz verderben wurde.

    Vor gut zwei Wochen hatte ich nun meinen ersten Termin bei einem Neurologen. Er taucht auf der Seite der Schmerzklinik Kiel auf, wenn man nach einem Neurologen im Postleitzahlenbereich sucht. Mich würde mal interessieren, ob sich da grundsätzlich jeder Neurologe eintragen lassen kann oder ob die dort auftauchenden Ärzte quasi „empfehlenswert“ sind, also in irgendeiner Form seitens der Schmerzklinik Kiel die Kompetenz in Sachen Migräne „geprüft“ wurde.

    Ich bin von dem Neurologe, bei dem ich war – ich drücke es mal vorsichtig aus – nicht gänzlich überzeugt. Eigentlich bin ich genauso schlau wie vorher. Der Arzt hat sich meine Kopfschmerzkalender angeschaut, er hat auch bemängelt, dass ich oft erst Ibuprofen nehme, das dann nicht immer richtig wirkt und ich eine Formigran nachlegen musste. Den Schuh zieh ich mir an und das versuche ich auch zu ändern. Ich kann nicht wirklich logisch erklären, woher meine Abneigung gegen Triptane bzw. die Präferenz von Ibuprofen kommt.
    Ansonsten wurde kein Wort über eine medikamentöse Prophylaxe verloren (nicht dass ich mich darum reiße, aber ich denke, bei 8-13 Migränetagen pro Monat könnte/sollte ein Arzt zumindest auf die Idee kommen), es wurde lediglich darauf rumgeritten, dass ich weiterhin die Progressive Muskelentspannung machen soll (was ich ja ohnehin tue, was mir aber bislang keinen messbaren Erfolg bringt) und ich versuchen soll, mich und meine Migräneauslöser besser kennenzulernen. Ich hab dem Arzt dann auch gesagt, dass ich meine Migräneauslöser zumindest größtenteils glaube sehr gut zu kennen, mir diese Erkenntnis aber nicht viel nützt. Ich weiß, dass Hormone triggern, aber die sind nunmal da. Mehr als den Versuch mit der Pille kann ich kaum machen. Ich weiß, dass Stress (im positiven und negativen Sinne) triggert, aber auch da kann man ja nur bedingt Einfluss drauf nehmen. In der Arbeit ist´s halt manchmal stressig und einer Urlaubsreise oder bspw. einer Unternehmung mit Freunden will ich ja auch nicht nur deshalb aus dem Weg gehen, weil ich weiß, ich könnte deshalb Migräne bekommen. Dann kann ich mich ja gleich zuhause einsperren. Das einzige Ergebnis war, dass ich ein Rezept für 20 Tabletten Sumatriptan bekommen habe, und in vier Wochen den nächsten Termin in der Praxis habe. Naja, ich schau mir das jetzt noch zwei, drei Mal an, was da noch so kommt und notfalls muss ich mir halt doch einen anderen Neurologen suchen oder wurschtel halt wie davor alleine vor mich hin.
    Es hat mich auch erstaunt, dass keinerlei Untersuchung stattgefunden hat oder Fragen dazu, ob irgendwelche Untersuchungen durchgeführt wurden. Ich weiß zwar, dass ich Migräne habe und verspreche mir auch keine bahnbrechenden Erkenntnisse von bspw. einem EEG oder ähnlichem, dachte aber, dass das Standard wäre, um irgendwelche anderen Faktoren auszuschließen.

    Liebe Grüße,
    Mona

    Semi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 811

    Hallo Mona,

    erst einmal Glückwunsch für die 17 migränefreien Tage a020.gif

    Hast du denn somit auch Erfahrung mit dem Sumatriptan machen können?

    Versuche, dem Neurologen eine zweite, vielleicht auch dritte Chance zu geben, manchmal brauchen Arzt-Patient-Beziehungen auch ihre Zeit zur gegenseitigen Annäherung.. Ein Erstgespräch kann oftmals etwas dürftiger ausfallen, als Folgegespräche. Sollte sich das nicht ändern, solltest du nach einem anderen Ausschau halten. Gibt es noch weitere Möglichkeiten in deiner Umgebung?

    Ich würde, wenn es möglich wäre, solltest du in eine Klinik gehen, gleich versuchen, nach Kiel zu kommen. Irgendeine Klinik, die nur peripher mit Migränepatienten zu tun hat, sehe ich als kostbare Zeitverschwendung.

    Lg Semi

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Liebe Mona,

    2,5 Wochen migränefrei! Wie schön für dich! 🙂

    Schade, daß du nicht zufrieden mit dem Doc warst!
    Beim nächsten Termin kannst du ihn ja auch von dir aus auf eine Prophylaxe ansprechen. Das kommt dann mit auf den Zettel! 😉
    Bei 8-13 Migränetagen würde ich auf alle Fälle mit dem Arzt darüber sprechen wollen.

    Vielleicht hast du ja Glück und die Abstände werden jetzt öfters größer. Dann kannst du dir das ja ersparen. Von daher ist es jetzt doch gut, daß du 4 Wochen Zeit, das Geschehen zu beobachten und entsprechend vorbereitet dann ins nächste Gespräch zu gehen.

    Ich habe übrigens auch manchmal leichte Attacken, die ich aber immer (bin unter 10 im Monat) mit Triptan behandle. Das Triptan wirkt dann in der Regel auch sehr schnell und nach einer Stunde ist das Wort Migräne komplett aus meinem Kopf. Das finde ich für mich auch in psychischer Hinsicht sehr hilfreich. Wenn ich lange zuwarte oder erstmal Naproxen versuche, beobachte ich mich viel und bin eher angespannt.

    Liebe Grüße
    Ulrike

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