Mona: Wo führt das noch hin…

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  • Bettina Frank – Admin
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    Liebe Mona,

    ich schließe mich den anderen an und meine auch, dass man eine „Beziehung“ nicht nach einem Termin gleich abschließend beurteilen sollte. 😉

    EEG und MRT kann man machen, muss man aber nicht. Ich hatte zwar mal vor Ewigkeiten ein MRT, um einen Tumor auszuschließen, aber da hatte ich noch nicht mal die Diagnose Migräne. Sonst hatte ich keine ausschließenden Verfahren und wirklich nötig sind sie in den meisten Fällen sowieso nicht.

    Lasse den nächsten Termin einfach mal auf Dich zukommen, notiere Dir vor dem Termin für Dich wichtige Fragen und grübe nicht zu viel, was falsch gelaufen sein könnte. 🙂

    Arbeite ein wenig an Deiner Einstellung und dem Wissen, dass nichts besser wirkt als ein Triptan und nichts den Körper weniger belastet!

    Frage beim nächsten Mal nach einer Prophylaxe, wenn die Frequenz gleichbleibt.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Mona
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    Hallo,

    nein, nein, abschließend beurteilt habe ich nach dem ersten Termin bei dem Neurologen noch nichts. Ich habe einen Eindruck und der ist nicht unbedingt sehr positiv, aber ich habe ja schon geschrieben, dass ich mir das noch zwei, dreimal anschauen werde. Vielleicht kommt da ja in den Folgeterminen noch mehr.

    Das mit der Prophylaxe ist ja auch so ne Sache, wo ich mir nicht sicher bin, ob ich den Arzt wirklich darauf ansprechen soll. Ich reiße mich eigentlich nicht darum, mir Prophylaxemedikamente einzuwerfen, die ja oft auch nicht gerade nebenwirkungsarm sind und am Ende vielleicht gar nichts bringen. Naja, mal sehen.

    Das Thema Klinikaufenthalt kam ganz am Ende des Termins übrigens auch schon zur Sprache, was mich ehrlich gesagt eher irritiert als erfreut hat. Nicht dass ich was dagegen hätte bspw. nach Kiel zu gehen. Ich denke, da kann man nur profitieren und lernen. Aber beim ersten Termin, ohne selber irgendwas versucht zu haben, fand ich es schon seltsam. Mal abgesehen davon, passt ein Klinikaufenthalt von drei Wochen derzeit überhaupt nicht in meinen Alltag. Ich habe einen neuen Job, war bereits zwei Wochen nicht in der Arbeit, weil unsere Tochter operiert werden musste, mein Mann arbeitet Schicht, was praktisch unvereinbar ist mit den Zeiten in der Kinderkrippe, so dass mein Mann über den kompletten Klinikaufenthalt Urlaub nehmen müsste. Dann haben wir auch noch einen Hund, mit dem er dann drei, viermal am Tag mit Kind am Rockzipfel Gassigehen müsste. Das kann und will ich ihm eigentlich nicht zumuten. Mal ganz abgesehen davon, dass ich nicht weiß, ob ich es drei Wochen ohne meine Tochter aushalten würde ;.-).

    Momentan nehme ich weiterhin das Migravent Classic, von dem ich (wie Mitte letzten Jahres auch schon) den Eindruck habe, dass es vielleicht schon was bringt. Vielleicht hängt damit ja auch meine lange kopfschmerzfreie Phase zusammen.

    Außerdem mache ich weiterhin konsequent die progressive Muskelentspannung. Allerdings mach ich jetzt nur noch die Kurzform und die dafür zweimal am Tag. Ich versuche, mir morgens den Wecker eine viertel Stunde früher zu stellen und da schon zu üben. Mal sehen, wie lange ich das durchhalte ;-).

    Eine CD für Autogenes Training habe ich mir auch vorgestern mal bestellt. Das hab ich noch nie gemacht, interessiert mich aber schon länger, obwohl es ja doch etwas schwerer zu erlernen sein soll als z.B. PMR. Aber zusätzlich zur Progressiven Muskelentspannung kann das ja sicher kein Schaden sein.

    @bettina: Kannst Du etwas dazu sagen, wie die Liste der Ärzte in der Suchfunktion der Schmerzklinik Kiel zustande kommt? Kommt das einer Empfehlung gleich oder kann sich da grundsätzlich jeder Arzt eintragen lassen, ohne seine Kompetenz in irgendeiner Form „bewiesen“ zu haben. Würde mich einfach mal interessieren und ggf. bezüglich der Wahl meines Neurologen beruhigen oder auch nicht.

    LG, Mona

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Mona,

    in Kiel bleibt man max. 2 Wochen. Die Probleme, die Du aufzählst, haben fast alle. 😉 Trotzdem geht es, wenn man gut organisiert. Denk nochmal drüber nach.

    Die Ärzte auf der Liste werden aufgrund ihrer Qualifikation ausgewählt, oder auch, wenn Patienten sie empfehlen. Es gibt keine Prüfung durch die Schmerzklinik, sodass nicht automatisch jeder Arzt gleiche Kriterien hat wie die Schmerzklinik. Einfach mal ausprobieren, es ist sowieso eine sehr individuelle Sache, ob man mit einem Arzt auskommt oder nicht.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Mona
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    Liebe Bettina,

    zwei Wochen ließen sich schon eher organisieren und notfalls mit Urlaub meines Mannes abdecken. Wir brauchen unseren Urlaub halt auch noch für die Schließzeiten der Krippe, deshalb muss man da ziemlich haushalten. Nun gut, mal abwarten.

    Danke für die Infos, wie die Ärzteliste auf der Seite der Schmerzklinik zu sehen ist. Eine Patient-Arzt-Beziehung ist in der Tat sehr individuell und wenn die „Chemie“ nicht stimmt, kann´s schwierig werden. Liegt in meinem Fall vielleicht auch ein wenig daran, dass mir der Arzt von seiner Art her nicht sehr sympathisch war. Das wird dann jede Aussage (oder auch fehlenden Aussage) auf die Goldwaage gelegt, dessen bin ich mir bewusst. Aber trotzdem lasse ich die nächsten Termine mal möglichst gelassen und unvoreingenommen auf mich wirken.

    Aus aktuellem Anlass möchte ich noch fragen, ob es eine bestimmte Regel gibt, nach welcher Zeit man ein anderes Triptan einnehmen darf (bei der gleichen Attacke), wenn das zuvor eingenommene keine Wirkung gezeigt hat?
    Ich bin heute Nacht um 3 Uhr aufgewacht und hatte noch nicht besonders starke, aber ziemlich eindeutige Migränekopfschmerzen rechts. Da die Attacken, die nachts beginnen, meist die der schlimmeren Sorte sind, wollte ich nicht allzu lange warten (hätte eigentlich heute auch arbeiten müssen) und hab deshalb um 3.30 Uhr eine Tablette Sumatriptan 50 mg eingenommen. Das war mein erster Versuch mit dem verschriebenen Sumatriptan. Als ich um 5 Uhr immer noch keine Wirkung feststellen konnte, war ich verunsichert, ob ich nochmal eine zweite Tablette Sumatriptan nachnehmen soll, da 50 mg ja doch eher niedrig dosiert sind. Ich hab mich dann dafür entschieden und um 5 Uhr also nochmal 50 mg Sumatriptan nachgelegt. Aber auch damit konnte ich keine Wirkung feststellen – im Gegenteil, die Migräne wurde schlimmer und schlimmer. Als ich um 6 Uhr aufgestanden bin, war mir schon fast klar, dass ich heute nicht in die Arbeit gehen kann. Um 6.45 Uhr musste ich mich dann auch übergeben.
    Ich hab dann ein Zäpfchen Vomex A 150 mg genommen, damit das Übergeben nachlässt. Gegen 10 Uhr habe ich dann 600 mg Ibuprofen nachgelegt und jetzt kann ich´s einigermaßen aushalten, aber mehr auch nicht.
    Wann dürfte ich denn nun z.B. eine Formigran einnehmen? Oder darf man innerhalb der gleichen Attacke nicht mischen?
    Kann ich davon ausgehen, dass Sumatriptan für mich nicht das geeignete Triptan ist, da es heute überhaupt nicht gewirkt hat? Oder wäre die Wirkung evtl. besser gewesen, wenn ich gleich 100 mg auf einmal eingenommen hätte und nicht um 1,5 Stunden versetzt?

    LG, heute völlig fertig,
    Mona

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Mona,

    mein erster Rat: Mach Dich nicht verrückt. Solche Attacken, die sich schwer behandeln lassen, gibt es immer wieder mal.

    Wenn ein Triptan in einer Attacke nicht wirkt, wirkt auch eine zweite Gabe in dieser Attacke nicht mehr. In der nächsten Attacke kann aber dieses Triptan wieder sehr zuverlässig wirken. Das muss man ausprobieren. Eventuell war es für diese starke Attacke zu niedrig dosiert, das kann sehr gut sein.

    Man sollte innerhalb von 24 Stunden den Triptantyp nicht wechseln. Die Hersteller sichern sich damit ab, das ist der Grund. Ich mixe immer wieder mal, wenn mein orales AscoTop nicht wirkt und ich in einer starken Attacke noch Imigran Inject nachlegen muss. Hast Du schon mal Imigran Inject versucht? Es ist super bei schweren Attacken mit oder ohne Erbrechen.

    Ruhe Dich heute gut aus und versuche beim nächsten Mal 100 mg Imigran einzunehmen. Ein Antiemetikum davor verbessert die Aufnahme des Medikaments. Wirken auch 100 mg nicht, wechsle zu einem anderen Triptan. Mir helfen von den 7 Triptanen nur AscoTop 5 mg und Imigran Inject. Das muss man individuell austesten.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Mona
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    Hallihallo,
    heute melde ich mich einigermaßen verzweifelt mal wieder zu Wort. Inzwischen war ich zweimal bei dem Neurologen, ich fand den zweiten Termin eigentlich auch recht positiv und trotzdem geht es mir so schlecht wie noch nie.
    Ich hatte ja nach dem ersten Termin eine erfreulich lange schmerzfreie Phase.

    Als es dann wieder losging mit der Migräne, habe ich mich an den Rat des Neurologen gehalten und praktisch kein Ibuprofen mehr genommen, sondern sofort ein Triptan, wenn ich Migräne hatte. Das Sumatriptan hat bei 100 mg mal gut, mal gar nicht gewirkt, 50 mg halfen nie. Bei dem zweiten Termin hat mir der Neurologe nun Ascotop nasal verschrieben, da oft jegliche Akutbehandlung an der Übelkeit scheitert. Auch das habe ich inzwischen ein paar Mal ausprobiert. Es hat geholfen, aber nicht sehr lange, eine zweite Dosis hat dann keine Linderung mehr gebracht. Das in der Verzweiflung nachgelegte Ibuprofen dagegen schon.

    Ich hatte im April nun an 15 Tagen Migräne, die 10 Tage mit Schmerzmitteln voll ausgereizt. Durch viel Aushalten und jonglieren habe ich es geschafft, die zehn Tage nicht zu überschreiten. Ich weiß auch nicht – da versucht man und macht und tut und alles wird nur noch schlimmer. Ist es wieder nur Zufall, dass ich mehr Triptane nehme und prompt eine Verschlimmerung der Migräne eintritt? Ich hatte ja schon immer das Gefühl, dass die Frequenz sehr schnell zunimmt und auch die Stärke der Attacken sich verschlimmert, wenn ich öfter ein Triptan einnehme. Allerdings werde ich mit diesem Eindruck immer belächelt, alles nur Zufall…

    Nun meinte der Neurologe, dass wir mal über eine medikamentöse Prophylaxe nachdenken müssen, wenn mich die Zehn-Tage-Regel unter Druck setzt – und das tut sie definitiv. Von einem Beta-Blocker oder einem Antidepressivum hat mir der Arzt eher abgeraten, da häufig eine Gewichtszunahme mit der Einnahme einhergeht und ich doch eher ein paar Kilo zu viel als zu wenig auf den Rippen habe. Der Neurologe würde jetzt Topamax versuchen wollen, hat mir einen 6-seitigen Ausdruck mit Einnahmehinweisen und möglichen Nebenwirkungen mitgegeben, den ich mir durchlesen soll. Wenn ich das Zeug dann trotzdem nehmen wiil, stellt er mir beim nächsten Termin ein Rezept aus. Wenn ich das alles so durchlese bin ich natürlich mehr als unsicher ob der ganzen Nebenwirkungen, die auftreten können. Ein weiterer Punkt ist, dass mein Mann und ich uns bezüglich Familienplanung noch unschlüssig sind. Topamax ist da ja wohl absolut inkompatibel mit einer Schwangerschaft. Wir würden aber, wenn wir uns dazu entschließen, im Spätsommer/Herbst mit dem ersten Versuch ( Kinderwunschklinik) loslegen wollen. Allerdings ermutigt meine momentane Situation mit der Migräne nicht gerade zu einem zweiten Kind. Da ist man teilweise froh, wenn der Alltag mit einem Kind irgendwie läuft und man dem Kind noch halbwegs gerecht wird, wie man sich das vorstellt. Andererseits wehrt sich alles in mir dagegen, solche grundlegenden Entscheidungen wie die Familienplanung von der ohnehin schon so einschränkenden Migräne abhängig zu machen… Wie man’s dreht und wendet – alles schwierig zurzeit….

    LG, Mona

    sternchen
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    Liebe Mona,

    ich habe gerade einen Text an Malaya geschrieben, den möchte ich Dir auch einmal zu Info einstellen.

    wie gestalte ich die Triptaneinnahme, vor allem, wenn ich ständig an der 10er Grenze liege. Wie kann ich das jonglieren ein wenig einschränken?, denn eine gute Akutmedistruktur kann m.E. sehr gut helfen.

    Wenn ein Triptan gespart werden soll, dann am besten am Ende einer langen Attacke den letzten, 3. Tag durchhalten. Warum?
    Die Neurotransmitter sind , soweit ich weiss, Eiweißverbindungen, die als Botenstoffe die Entzündung in den Gefäßwänden des Gehirns verursachen . Sie übertragen bei einer Migräne die Entzündung also von Nervenzelle zu Nervenzelle bis in die Gefäßwand des Gehirns.
    Diese Neurotransmitter stauen sich nun durch Triptaneinnahme in den Nervenzellen. Die Triptane blockieren nämlich die Ausschüttung dieser Nervenbotenstoffe, und wenn man sie zu häufig hintereinander einnimmt, stauen sich besonders viele Botenstoffe an, die dann leider um so stärker (und baldiger) in der nächsten Attacke wieder ausgeschüttet werden.
    Hält man also den letzten Attackentag tapfer durch, ”leeren” sich die entzündungsverursachenden Botenstoffe aus der Nervenzelle, und es dauert länger, bis sich die Neurotransmitter bis zu einer nächsten Attacke wieder angestaut haben, um sich dann – so Gott will – erneut auszuschütten.
    Man kann allenfalls ein entzündungshemmendes Schmerzmittel zur Unterstützung einnehmen, oder die Entzündung durch Kortison ein wenig unterdrücken. DIe Entstehung der Entzündung selber unterdrückt man aber nicht mehr, wenn man es schafft, das Triptan wegzulassen.

    Vor allem aber, muss das richtige Triptan gefunden werden. Ist das bei Dir der Fall? Hast Du bereits alle in Erwägung gezogen, bzw. ausprobiert?

    Für mich war die Migräne kein Grund in der Familienplanung. Auch nach der ersten Schwangerschaft, (die seeeeeehr schwierig war, und anders als vermutet, nicht durch die Migräne ihre Probleme bekam) Ich wollte mich nicht soweit bestimmen lassen.

    Imnachhinein glaube ich, dass sich das ausgezahlt hat. 🙂 🙂 🙂

    Liebe Grüße
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27906

    Liebe Mona,

    wie Sternchen schon schreibt, auf keinen Fall wegen der Migräne auf Dein zweites Wunschkind verzichten! So weit kommts noch, dass man sich derart wichtige Dinge von der Migräne vorschreiben lässt. 😉

    Bitte auf keinen Fall jetzt mit Topamax starten, das wäre die absolut verkehrte Entscheidung. Topamax sollte einige Monate abgesetzt sein, bevor man schwanger werden will. Versuche doch die gut verträglichen Betablocker. Davon nimmt man praktisch gar nicht zu, zudem helfen sie manchen sehr, sehr gut. Diesen kannst Du bis zum Eintritt der Schwangerschaft einnehmen, denn theoretisch wäre sogar die Einnahme auch in der Schwangerschaft möglich. Nur nach Rücksprache mit Deinen Ärzten natürlich, aber meist benötigt man sie in der Schwangerschaft eh nicht.

    Wenn Du das Gefühl hast, dass Triptane die Attackenfrequenz erhöhen, dann nimm doch eine Zeitlang wieder Ibuprofen. Danach kannst Du anhand Deines Schmerzkalenders exakt bestimmen, ob es tatsächlich so ist.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Mona
    Teilnehmer
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    Liebe Sternchen,

    vielen Dank für Deine Tipps. Genau so wie Du es beschreibst, versuche ich mich durchzuhangeln, wenn es eng wird mit den 10 Tagen. Ich kannte zwar die medizinischen Hintergründe, die Du beschreibst, nicht, aber meine Erfahrung ist eben auch, dass der erste Migränetag der heftigste ist, wo ich unbedingt behandeln muss, wenn es kein Totalausfall werden soll. Tag zwei oder drei lässt sich dann eher mal ohne Schmerzmittel aushalten, ohne dass es komplett eskaliert.

    Ich kann nicht sagen, ob ich in der Akutbehandlung schon das optimale Triptan gefunden habe. Alle durchprobiert habe ich auf jeden Fall noch nicht. Ich hab mich lange mit den freiverkäuflichen Triptanen gerettet. Das Naratriptan (Formigran) hat eigentlich meistens ganz gut gewirkt (wenn – und das war oft das Problem – ich es nicht bis zu dem sehr späten Wirkungseintritt nicht wieder erbrochen habe).
    Das Almotriptan (Dolortriptan) war sehr unzuverlässig bei mir. Wenn es gewirkt hat, dann sehr schnell, aber zu oft war es ein Totalausfall.

    Seit Februar bin ich nun erstmals bei einem Neurologen in Behandlung und nehme seitdem Sumatriptan oral 100 mg, was manchmal echt gut wirkt, aber auch oft genug schon ein Totalausfall war, ohne dass ich sagen könnte, woran es liegt. Heute z.B. habe ich die 100 mg Sumatriptan sehr frühzeitig genommen, obwohl mir noch nicht schlecht war, vorsichtshalber MCP-Tropfen vorab genommen (ich weiß, sie sind aus dem Verkehr gezogen, aber ich muss den Neurologen erst um etwas anderes bitten beim nächsten Termin) und trotzdem hat das Triptan null gewirkt. Die Migräne wurde schlimmer und schlimmer. Nachdem zwei Stunden ohne Wirkung um waren, habe ich 600 mg Ibuprofen nachgelegt und mich ins Bett verkrümelt. Jetzt geht´s eigentlich.
    Auch das Ascotop nasal haut mich nicht unbedingt vom Hocker, da es die drei Mal, wo ich es versucht habe bei der ersten Anwendung zwar gewirkt hat, aber nur recht kurz. Eine zweite Dosis hat dann nicht mehr geholfen. Außerdem finde ich den bitteren Geschmack im Racken sehr sehr unangenehm. Ich hätte mich jedesmal beinahe übergeben, weil es derart widerlich war, diesen Geschmack und das Brennen im Rachen zu spüren.

    Mehr habe ich bisher an Triptanen nicht ausprobiert. Vielleicht gibt es ja noch etwas, was etwas zuverlässiger wirkt.

    Liebe Bettina,

    auch Dir vielen Dank für Deine Antwort. In guten Phasen und schmerzfreien Tagen sage ich mir auch, dass es nicht sein kann, dass die Migräne darüber entscheidet, ob wir ein zweites Kind möchten oder nicht. An schlechten Taqen (und das sind zurzeit leider eindeutig zu viele), frage ich mich, wie ich das mit der MIgräne und einem zweiten Kind schaffen will.

    Auf jeden Fall bestätigst Du meinen Gedanken, dass es wahrscheinlich nicht besonders clever ist, jetzt mit Topamax anzufangen. Wenn man es sogar mehrere Monate vorher absetzen soll, dann macht es wirklich keinen Sinn, damit jetzt zu beginnen. Ich werde den Neurologen nächstes Mal um einen Versuch mit einem Beta-Blocker bitten. Ich bin nicht stark übergewichtig [ein bischen großzügig gerundet würde ich es nennen ;-)], insofern wäre es jetzt nicht soooo ein Weltuntergang, selbst wenn noch ein paar Kilo drauf kämen. Natürlich kann ich mir Schöneres vorstellen als weiter zuzunehmen, wo ich eigentlich ständig versuche, etwas abzuspecken, aber die Verbesserung der Migräne hätte da definitiv Vorrang.

    Was denkst Du, wie lange ich konkret auf Triptane verzichten müsste, um mit der Attackenfrequenz da zu sein, wo ich ohne die bisherigen Triptaneinnahmen wäre? Natürlich gesetzt dem Fall, dass die Triptane tatsächlich zu einer Steigerung der Attackenfrequenz geführt haben.

    Ich glaube, ich bin diesen Monat (mal abgesehen davon, dass es schmerztechnisch einfach ein übler Monat war) auch so angefressen, weil es mich so wahnsinnig anstrengt, immer und immer wieder mit Freunden und Bekannten über meine Migräne zu diskutieren, mir gut gemeinte, aber sinnlose Ratschläge anzuhören und immer das Gefühl zu haben, mich rechtfertigen zu müssen.
    Letztes Wochenende war ich mit Freunden aus Studienzeiten in Mainz. Solche Unternehmungen, oft verbunden mit längeren Autofahren, etc. sind ein klassischer Migränetrigger bei mir. So war es natürlich auch diesmal so, dass ich am Freitag und Samstag Migräne hatte, die man mir auch mit Medikamenten anmerkt und ansieht. Ich kann gar nicht sagen, was ich mir alles an Ratschlägen und Vorwürfen anhören durfte, angefangen von „Du kannst einfach nicht entspannen“ über „hast Du schonmal Akupunktur probiert“ bis zu „meine Freundin hat da so ein Öl aus ihrem Ägyptenurlaub mitgebracht, das hilft ihr suuuuper bei Migräne“… Alles lieb gemeint, aber unglaublich anstrengend und irgendwie deprimierend.

    LG, Mona

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4577

    Liebe Mona,

    beim Lesen Deines Beitrags kam mir ganz spontan der Gedanke, dass es bei Dir vielleicht auch ein zusätzlicher Spannnungskopfschmerz ist, der die Migräne zusätzlich triggert. Das wäre noch einmal abzuklären.

    Wenn Du hier mal stöberst, findest Du eine Menge zu diesem Thema. Ein unbedingtes MUSS sind auch die Themen, die auf der Seite der Schmerzklinik Kiel zu finden sind.

    Gut, dass Du einen Neurologen hast, mit dem Du alles gut besprechen kannst. Wichtig ist, dass Du ein gutes Triptan, bzw. eine richtige Akutmedikation für Dich findest. Dazu gehört aber als erstes, dass die Diagnose klar ist, ob es sich um Spannungskopfschmerzen, um Migräne oder um beides handelt.

    Lies unter Akutmedikation auch über die Kombination Triptan und Naproxen.

    Ja, ja, die gut gemeinten Ratschläge 🙂 der Freunde und Bekannten kennen wir auch alle, wir haben hier auch schon oft darüber geschrieben.

    Ich lasse mich davon nicht kränken. Sicher meint der größte Teil meiner Freunde es nur „GUT“ und weiß nicht, was er mit dem blöden Gerede anstellt.

    Aber ich finde ich selbst bin gefordert. Ich versuche, diese guten Ratschläge positiv zu werten, dann belastet mich das Ganze überhaupt nicht mehr.Ich freue mich über die Kümmerung, und wenn es zu dolle kommt, stoppe ich solche Gespräche, und sage, dass ich den Tag mit ihnen genießen möchte, und das Thema Migräne nun vorbei sein soll. 🙂 🙂 🙂 Ich muss ehrlich gestehen, mir kommt bei anderen Krankheiten/Gelegenheiten vielleicht auch mal ein schneller Spruch über die Lippen, den ich definitiv auch nett meine.

    Also, die Sicht auf die Dinge ist auch ganz entscheidend dafür, wie wir sie erleben.

    Liebe Grüße
    Sternchen

    Mona
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 59

    Liebe Sternchen,
    die grundsätzliche Unterscheidung von Spannungskopfschmerzen und Migräne spricht eigentlich eindeutig für Migräne – zumindest sehr sehr überwiegend. Allerdings gibt es bei Spannungskopfschmerzen ja wohl auch Fälle, wo der Kopfschmerz einseitig auftritt. Insofern hatte ich genau den von Dir ausgesprochenen Gedanken auch schon, dass quasi ein Spannungskopfschmerz die Migräne triggert. Es fängt – vor allem wenn die Kopfschmerzen tagsüber und nicht nachts beginnen – oft so an, dass ich zwar einseitig Kopfweh habe, aber nicht direkt mit dem migränetypischen Pulsieren, sondern eher drückend, manchmal auch ein Ziehen über die Stirn. In aller Regel münden aber auch diese Kopfschmerzen innerhalb von wenigen Stunden in einer Migräne.

    Welche Konsequenzen hätte das denn in der Prophylaxe oder Akutbehandlung, wenn es wirklich so wäre, dass ein Spanungskopfschmerz die Migräne triggert? Weißt Du das? Ich kann dazu hier bzw. auf der Seite der Schmerzklinik Kiel nicht wirklich was finden.

    Die gutgemeinten Ratschläge von Freunden kann ich normalerweise auch ganz gut aushalten. Wenn es aber dann so geballt und teilweise vorwurfsvoll auf mich einstürzt – noch dazu zu einem Zeitpunkt, wo es mir gerade schlecht geht und ich ohnehin mit allem hadere, ist es schon schwer zu ertragen und schwer positiv damit umzugehen. Aber naja, ich bin nicht auf den Mund gefallen und im Endeffekt weiß ich, dass es nicht böse gemeint ist, so dass ich mit etwas Abstand auch wieder drüber stehe.

    LG,und ein schönes Wochenende, Mona

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4577

    Liebe Mona,

    sicher geht es uns allen so, dass wir an schwierigen Tagen mit solchen Dingen schlechter umgehen können, als an Tagen, an denen es uns super gut geht.

    Bzgl. der Konsequenzen in der Behandlung der Kopfschmerzen, bei Migräne oder Spannungskopfschmerzen ist bei mir kein Unterschied. Allerdings muss man wissen, dass ein Triptan bei einem reinen Spannungskopfschmerz nicht helfen würde, und somit die Behandlung des Spannungskopfschmerzes eben auch anders aussieht. Allein daraus, das bei mir fast immer ein Triptan wirksam ist, schließe ich, das die Nackenverspannungen, die ich habe, auch oft ein Vorbote der Migräne ist.

    Es ist u. U. sehr schwer den Spannungskopfschmerz von der Migräne zu unterscheiden, und obwohl ich beide schon lange kenne, gelingt es mir nicht immer.

    Ein schönes Restwochenende

    wünscht
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Liebe Mona,

    bei den guten Ratschlägen der anderen halte ich es inzwischen wie Sternchen und stehe darüber. Kommen diese allerdings daher mit Vorwürfen wie: „Du darfst Dich nicht wundern, dass Du immer noch Migräne hast, wenn Du dies und das nicht testest. Wer weiß, was Dir die Migräne sagen will, usw.“ Da gibt es viele Beispiele und da werde ich dann auch sauer und beende die Diskussion knapp und deutlich.

    Migräne kann übrigens auch mal dumpf und drückend auftreten. Charakterisch ist aber eigentlich immer, dass sich die Schmerzen bei Belastung verstärken. Beugt man z. B. den Kopf ganz nach unten, müsste der Druck zunehmen, sich der Schmerz verstärken. Dann ist es wohl ziemlich sicher Migräne.

    Nochmals zu den Triptanen: Eigentlich erhöht sich die Frequenz nur dann, wenn man in den MÜK schlittert. Triptane selbst verstärken keine Migräneerkrankung, das ist wohl doch eher ein subjektives Gefühl. Nimmst Du also Triptane und hast immer im Hinterkopf, dass sie sich eigentlich nachteilig für Dich auswirken, kann dies auch tatsächlich so sein. Ich will Dir keinesfalls unterstellen, dass dies so ist bei Dir, aber vielleicht könnte es in die Richtung gehen?

    Testen könntest Du es wohl nur, indem Du eine Zeitlang komplett auf Triptane verzichtest. Der Schmerzkalender wird Dir genaue Auskunft geben können über die Schmerztage und eine eventuelle Verschlechterung oder Verbesserung.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Mona
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 59

    Hallo ihr Lieben!

    Macht Euch das wechselhafte Wetter aus so zu schaffen? Am Dienstagnachmittag habe ich förmlich parallel dazu wie sich am Himmel etwas zusammengebraut hat bemerkt, dass sich auch in meinem Kopf etwas zusammenbraut. Ich habe wirklich sehr sehr frühzeitig 100 mg Sumatriptan genommen (leichter einseitiger pulsierender Kopfschmerz, Lärm- und Lichtempfindlichkeit, aber noch keine Übelkeit) und trotzdem ging es mir dann zwei Stunden nach der Einnahme so schlecht, dass ich kurz davor war, zu brechen. Ein Vomex-Zäpfchen hat mich dann gerettet, so dass das Triptan drin geblieben ist und dann nach guten 2,5 Stunden gewirkt hat. Ich fand diesmal etwas seltsam, dass ich zwar eine halbe Stunde nach der Einnahme die gefäßverengende Wirkung im übrigen Körper gespürt habe (zu dem Zeitpunkt war mir immer noch nicht übel!) – es muss also der Wirkstoff im Körper angekommen sein, sich aber trotzdem die Migräne sogar stark verschlimmert statt gebessert hat. Erst nachdem ich 2 Stunden nach der Triptaneinnahme ein Vomexzäpfchen genommen habe, stellte sich auch in Bezug auf die Migräne eine Besserung ein. Schon seltsam irgendwie. Normal weiß, ich dass beim Spüren der „Nebenwirkungen“ auch kurz darauf die gewünschte Wirkung einsetzt. Ich hatte es jetzt aber schon zweimal in der Form von vorgestern, dass ich die Nebenwirkungen zwar gespürt habe, die Wirkung aber erstmal ausblieb.

    Bettina, ich bin immer vorsichtig damit, etwas komplett auszuschließen, deshalb kann ich auch auf Deine Vermutung hin, dass ich Triptane negativ sehe und sich meinen Situation deshalb vielleicht verschlechtert, nur sagen: Ich glaube nicht, dass es so ist.
    Ich lasse mich ja sehr gerne davon überzeugen, dass Triptane genau das Richtige für mich und meine Migräne sind und bin grundsätzlich wirklich sehr offen für vieles. Andererseits – wer weiß schon, was sich so im Unterbewusstsein abspielt. Warum soll es sowas wie einen „Placebo-Effekt“ nicht auch umgekehrt geben.
    Wenn ich Sätze wie diese auf der Homepage der DMKG (habe ich bisher auch als seriöse Informationsquelle angesehen) lese: „Gerade die gute Wirkung der Triptane führt möglicherweise zu einem beschleunigten „Lernprozess“ des Gehirns, der eine immer häufiger werdende Einnahme nach sich ziehen kann. Zumindest haben Untersuchungen gezeigt, dass Triptane früher und bereits in geringeren Dosierungen als andere Substanzen zur Entwicklung eines Schmerzmittel-induzierten Kopfschmerzes führen.“ prägt sowas natürlich schon irgendwo (und wenn es eben unterbewusst ist) die eigene Haltung und Einstellung.

    Es ist ja auch bekannt (also jetzt mal wieder unabhängig von Triptan oder nicht), dass mancheiner auch schon mit einer Einnahme von Schmerzmitteln an weniger als 10 Tagen im Monat in einen MÜK schlittert. Ich bin schon länger bei einer Einnahme von Schmerzmitteln an mindestens 8 Tagen im Monat, Tendenz steigend. Da auch die Frequenz insgesamt (also auch Kopfschmerztage, die ich unbehandelt aushalten muss) deutlich zunimmt, fragt man sich natürlich schon, ob man vielleicht auf dem geraden Weg in einen MÜK ist (was ich auf jeden Fall verhindern möchte) oder ob es halt „einfach nur“ eine Verschlimmerung der Migräne ist, wie sie ja gerade mit Mitte Dreißig nicht ungewöhnlich ist.

    Mein Problem ist halt auch bei der Migräne wie bei so vielen Dingen im Leben, dass ich denke und denke und alles Für und Wider abwägen will und ja keinen Fehler machen möchte, etc. Dadurch wird alles oft so anstrengend. Ich glaube oft, jemand, der sich nicht so viel informiert, weniger weiß, auf einen (guten) Neurologen vertraut, lebt in so einer Situation leichter. Frei nach dem Motto: Was man nicht weiß, macht einen nicht heiß…

    LG, Mona

    Hexe84
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 17

    Hallo!

    Mir macht das Wetter sehr zu schaffen. Hatte im Mai schon 5 Schmerztage und dass wo ich schon so happy war, im März und April nur 7 Schmerztage anstatt der 15 zu haben.

    Ich habe auch oft abends Angst morgens mit Migräne aufzuwachen. Hab die letzten Jahre mich immer irgendwie durchgeboxt, aber seit einem Jahr bin ich so kaputt und ausgelaugt, ich halte die Schmerzen nicht mehr aus. November bis Januar war ich bei 12 Tabletten im Monat (hab die 10 leider überschritten) Im März und April lag ich bei 8 Tabletten.

    Ich hoffe, dass sich das Wetter mal einpendelt und sich mein Magen erholen kann. Schaffe es nicht mehr mit Migräne zu arbeiten. Hab dass die letzten Jahre leider immer so gemacht, da ich nicht so oft fehlen wollte. Arbeite allerdings nur noch 31 Std.

    Jetzt bin ich so kaputt, dass ich mind. 2 mal im Monat zu Hause bleibe und mich nur noch ins Bett lege. Das hilft mir am meisten. Zur Zeit hab ich Glück und nach 1 bis 2 Tagen ist es vorbei. Hatte vor zwei Jahren noch 3-7 Tagen Migräne am Stück. Somit ist es schon eine deutliche Verbesserung.

    Wie viele Kranktage habt ihr so im Monat?

    LG Hexe

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Liebe Mona,

    wie ich schon sagte, nimmt die Migräne im Alter zwischen 30 – 50 Jahren stetig zu. Nicht bei jedem und auch das Alter kann variieren – aber der Trend ist klar. Wenn Du trotzdem sehr unsicher bist und ein schlechtes Gefühl bei den Triptanen hast, hilft nichts anderes, als sie mal eine Zeitlang wegzulassen. Anhand des Schmerztagebuchs wirst Du eine eventuelle Änderung ja erkennen können.

    Angst verstärkt jeglichen Schmerz und jede Krankheit. Versuche, gelassener zu werden und nicht alles so zu „zerdenken“, dass der Kopf raucht. 😉

    Liebe Hexe,

    was ich von der Angst sagte, gilt auch für Dich. 😉 Sie ist nutzlos und schädlich – also weg damit. 🙂

    Hier haben viele auch chronische Migräne mit viel mehr Schmerztagen. Aber so eine „Umfrage“ wird Dir nicht weiterhelfen. Jeder muss sich mit seiner persönlichen Attackenzahl auseinandersetzen und Vergleiche helfen niemandem weiter. Aber im Austausch miteinander können wir alle profitieren und uns gegenseitig unterstützen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Tanja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 764

    ihr lieben zwei wetterfrösche über mir,

    dass das wetter einem in den schädel drückt, haben sicher viele. wenn die nervliche konstitution aber über die jahre nachlässt, dann empfindet man den schmerz als schlimmer und er zieht an den wenigen noch vorhandenen nerve immer mehr, weil man ja sein leben noch weiterleben möchte.

    @mona:
    das kann durchaus sein, dass du geradewegs in einen mük schlitterst. das kannst du am ende auch nur herausfinden, wenn du dich mit deinem neurologen darüber unterhältst, der dann entsprechende schritte unternehmen kann.
    aber dass es auch veränderungen in der wirkweise geben kann, ist ja auch nicht auszuschließen. doch wenn du nach vomex eine wirkung spürst, dann scheint mir doch eher, dass dein magen noch nicht alles wirklich aufgenommen hat, auch wenn du nebenwirkungen merkst.
    ich habe das auch ab und zu, dass die allegro erst in meinen gesamtem körper die gefäße verengt, bis aber der schmerz weggeht, dauert es. es ist ja schließich eine entzündung im kopf, so mag das verengen der gefäße aber trotzdem nicht sofort die entzündung mindern. was ich gemerkt habe, ist, dass mit naproxen das besser verläuft. ich nehme das manchmal un ca.1h versetzt, erst die allegro, die bei mir ca. 2h zum wirken braucht, danach naproxen, und dann wird alles ganz ruhig in meinem schädel.
    ich habe mich damit abgefunden, dass ich länger brauche, bis ein triptan bei mir wirrkt. und so ein läppisches sumatriptan hilft bei mir gonix 😉

    und hör auf zu grübeln, das bringt auch nix. stöbere mal in den foren, wo es um die akzeptanz geht. für mich war das ein sehr wichtiger schritt, mit meiner migräne auf du und du zu kommen und nicht gegen sie zu kämpfen. damit errecihst du einen selbstentspannungslevel, das sich widerum positiv auf deine migräne auswirkt, weil du innerlich nicht mehr so angespannt bist.

    Tanja
    Teilnehmer
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    huch hallo bettina,
    da haben wir uns überschnitten, wie schön!
    wollte hexe nämlich jetzt auch noch antworten 🙂

    Tanja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 764

    hallo hexe,

    du klingst auch total ausgebrannt, wie ich vor 3 jahren.
    dass du zu hause bleibst, wenn du migräne hast, ist gut!
    warst du schon mal in der schmerzkllinik? ich denke, das könnte dir sehr gut tun, denn dort wird auch das grübeln und der umgang mit der krankheit besprochen. ggf. benötigst du eine längere auszeit, um wieder kraft zu tanken. und ich empfehle dir dann auch dringend das buch von prof. göbel, um mehr zu erfahren. zb dass migräneschmerzpatienten mehr unter ihrer krankheit leiden als andere unter anderen krankheiten. weil sie eben an den nerven zehrt und das leben an sich sehr einschränkt.

    und außerdem, ihr 2 da oben:
    ist doch toll, wenn das wetter schuld ist!!
    es ist nichts schöner, als einen schuldigen zu finden für allerlei leiden, der sich nicht wehren kann. und man ist dann selber nicht schuld 😀

    kleiner scherz, ich will euch nicht veräppeln, denn ich kenne wetterfühligkeit seit kleinkindalter…

    ich wünsch euch beiden gute besserung unter besserem wetter!
    gruß
    tanja

    Hexe84
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 17

    Hallo Bettina und Tanja,

    @bettina: Ich wollte keine Umfrage starten, sondern nur wissen wie oft andere Migränepatienten auf der Arbeit fehlen. Hatte ja bis vor 2 Jahren noch 20 Schmerztage und hab fast immer damit gearbeitet. Jetzt bin ich halt total kaputt und mit sind die 7 bis 10 Schmerztage schon total viel. Bin nicht mehr so leistungsfähig wie ich einmal war. Und Angst war jahrelang mein täglicher Begleiter. Litt u. a. unter Panikattacken und bin froh, es ganz gut abgebaut zu haben. Manchmal kommt sie dann wieder und ich renn dann nicht weg, sondern schaue ihr ins Gesicht.

    @tanja: Ich war vor zwei Jahren 5 Wochen in Reha wegen meines Bandscheibenvorfalls. Wegen der Migräne war ich noch nicht in Reha. Leider war eine Erholung ganz schlecht möglich. War damals leider so naiv auf einen Borderliner reinzufallen und die Reha hab ich in seiner Nähe gemacht. Dort merkte ich erst wie krank mein Ex wirklich war und seine Abwertungen wurde immer mehr, der Hass größer und konnte mich somit ganz schlecht auf mich konzentrieren. Habe aber das Beste draus gemacht und versucht mitzunehmen was nur möglich war.

    LG Hexe

    Hexe84
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 17

    @bettina: Wollt noch hinzufügen, dass man sich einfach irgendwie mies fühlt, auf der Arbeit zu fehlen. Dass muss ich noch abbauen. Habe ein GbB von 50 % und wollte gerne wissen, wie viel Kranktage für den Arbeitgeber zumutbar ist.

    Mona
    Teilnehmer
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    Hallo zusammen.

    Ich muss sagen, dass ich nicht oft weiß, warum mich eine Migräneattacke ereilt. Aber am Montag war es wirklich sehr eindrücklich der Wetterumschwung.

    @bettina: Ja, Dinge zerdenken kann ich gut ;-). Mein Mann nennt mich manchmal die „personifizierte vorauseilende Panik“. Irgendwie kann man aber halt auch nicht aus seiner Haut…. Man kann sich das nur immer wieder bewusst machen und daran arbeiten.
    Wegen den Triptanen: Kannst Du einen Zeitraum benennen, wie lange man keine Triptane nehmen müsste, um ggf. eine Auswirkung auf die Attackenfrequenz zu bemerken? Leider sind die Attacken tendenziell schwerer geworden, so dass es mir sicher nicht leicht fiele, ohne Triptane im Alltag zu funktionieren…

    @Hexe: Da wäre ich im weiteren Sinne auch bei Deiner Frage. Ich arbeite ja nach Elternzeit erst wieder seit einem halben Jahr. In der Zeit habe ich jetzt zwei Tage wegen Migräne gefehlt – mit riesigem schlechten Gewissen. Ich halte mich auch oft nur mit Medikamenten „arbeitsfähig“, obwohl ich mich besser ins Bett legen sollte.

    @tanja: Ich muss mal schauen, wann es sich anbietet, den Neurologen darauf anzusprechen. Er versucht ja gerade erst, mich zu mehr Triptanen statt Ibu zu bewegen. Vielleicht war der April auch einfach ein mieser Monat, kann ja auch sein. Als nächstes Thema möchte der Neurologe eine Prophylaxe angehen. Vielleicht geht`s dann ja wieder etwas aufwärts. Wenn ich ihm jetzt mit meiner MÜK-Angst überrenne, habe ich Bedenken, alles ins Stocken zu bringen. Ich hatte ja erst zwei Termine bei ihm.

    LG, Mona

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Hexe und liebe Mona,

    ich schreib jetzt zu Euch beiden, Ihr seid ja in ähnlicher Situation. 🙂 Bitte denkt nicht so viel über alles nach. Versucht nicht, sämtliche Trigger ausfindig zu machen, denn das wird Euch nicht gelingen. Zudem kann man eh nicht allem aus dem Weg gehen.

    Zur Arbeit: Man muss einen guten Mittelweg finden, der für alle machbar ist. Man kann sich unmöglich bei jeder schwereren Attacke ins Bett legen, denn dann ist man seine Arbeit bald los. Triptane helfen ja auch, am normalen Leben weiter teilhaben zu können.

    In schweren Phasen muss man dann halt leider in der freien Zeit mehr Abstriche machen und sich eher schonen, als das Wochenende zu verplanen. Dann kommen wieder bessere Zeiten und man kann mehr mitnehmen.

    Mona, ich kann Dir unmöglich einen Zeitraum sagen, in dem Du prüfen kannst, ob Dir Triptane mehr schaden als nutzen. Grundsätzlich solltest Du bedenken, dass bei Migräne nichts besser wirkt als ein Triptan. Willst Du Dir wirklich selbst diese gute Hilfe versagen? Nur weil Du das Gefühl hast, die Triptane könnten eventuell die Frequenz steigern? Und wenn es so wäre, dann hast Du trotzdem die Attacken gut bekämpft und leidest nicht vor Dich hin. Auch ein MÜK wäre kein Drama, da man durch eine Medikamentenpause da auch wieder raus kommt.

    Es ist leider so, dass sich die Migräne alleine schon dadurch verstärken kann, wenn man dauernd Probleme wälzt und zu viel grübelt über Wenn und Aber.

    Denk mal darüber nach. 😉 Aber nicht zu lange!! 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Mona
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 59

    😀 Ach Bettina, ich musste jetzt echt lachen: „denk mal drüber nach, aber nicht zu lange…“ Herrlich 🙂 Aber das muss man bei mir schon dazu sagen, das stimmt.

    Ich glaube nicht, dass ich mir das aktuell unbedingt ohne Triptane antun will. Dafür geht`s mir momentan einfach zu schlecht. Danke, dass Du mich wieder etwas von meiner MÜK-Panikwelle runtergeholt hast ;-). Ich denke in nem halben Jahr oder so nochmal drüber nach, wenn die exorbitant hohe Frequenz sich so durchzieht. Erstmal möchte ich den angefangenen Weg beim Neurologen weitergehen, das/die wirkungsvollste/n Triptan/e für mich finden und eine Prophylaxe in Angriff nehmen.

    Mit der Arbeit und Fehlzeiten ist das halt so ne Sache. Wie Du sagst, man kann nicht bei jeder schweren Attacke daheim bleiben. Dann kann sich mein Chef bald ein Foto von mir an meinen Stuhl kleben. Außerdem lege ich keinen gesteigerten Wert darauf, Migräne ohne Medikamente auszuhalten. Und wenn ich eh was nehme und dann einigermaßen fit bin, kann ich auch in die Arbeit. Das „einigermaßen“ ist halt oft ein Problem. Wirklich leistungsfähig bin ich nämlich nicht automatisch, auch wenn ich die Attacke halbwegs in Schach halten kann. Ich bin Beamtin auf Lebenszeit – eigentlich müsste ich mir über Fehlzeiten nicht so den Kopf zerbrechen, aber ich bin halt nicht der Typ, dem das wurscht ist. Naja, ich hangel mich halt so weiter durch den Arbeitsalltag wie bisher. Bin ich bisher ganz gut damit gefahren.

    LG, Mona

    Hexe84
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 17

    Hallo Ihr Lieben,

    ich antworte Euch später. Hab seit gestern wieder starke Migräne… War mal mit einer alten Freundin was essen, aber leider nur zwei Stunden, dann gings wieder los. Naja besser als nichts.

    LG Hexe

    Tanja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 764

    ihr lieben,

    nunja, was soll ich groß werbung machen, ich rate euch beiden dringend das buch von prof. göbel zu studieren. es geht auf all eure punkte ein, ihr könnt soviel daraus lernen für euch selber, tut es BITTE!

    why?
    ihr hört euch beide so an wie ich vor 3 jahren, anfang 2012 habe ich im krankenhaus bei einer vermeindlichen schmerztherapie (obwohl- doch, hinterher hatte ich NOCH mehr schmerzen, kann also stimmen 😉 ) das buch „erfolgreich gegen ks und migräne“ studiert, wirklich studiert, bin nachts an den krankenhaus-pc gegangen und habe im internet ganz viele seiten dazu gelesen (denn bei mir lag eine ältere dame auf dem zimmer, die auf morphiumentzug war und dauernd nachts schrie vor albträumen).
    dort fiel es mir wie schuppen von den augen, wirklich, alles, was prof.göbel geschrieben hat, was man falsch machen kann, habe ich in den letzten 30 jahren gemacht.
    resultat:
    chronische migräne

    da ich nach den 14 tagen klinik dort dann endgültig zusammengeklappt bin, war ich für 11 monate krankgeschrieben inkl. 5wöchiger reha.
    nach der wiedereingliederung 5 monate gearbeitet, jetzt wieder seit ende august krank geschrieben. letztes jahr november 2 wochen schmerzklinik kiel, nächste woche dienstag reise ich wieder ab zur nächsten reha…

    lange rede, gar keinen sinn-
    bitte HÖRT AUF, euch gedanken UM EUREN JOB ZU MACHEN oder um die anzahl der kranktage. IHR SEID BEIDE KRANK, so wie wir alle hier, und das, woran ihr beide jetzt arbeiten MÜSST, ist EURE GESUNDHEIT!

    tut mir leid, das so deutlich sagen zu müssen, aber da ich selber aus diesem loch komme und seit geschlagenen 2,5jahren versuche, da wieder rauszukommen, weiß ich einfach, wovon ich rede. jammern und nach migränelöschapps zu suchen hat keinen sinn, die hat bettina noch nicht fertig, sie arbeitet dran, hat sie mal gesagt 😉
    aber es ist enorm wirchtig, JETZT das leben zu ändern, eure EINSTELLUNGEN zur migräne zu ändern. es wird NICHT besser durch nichtstun. und nur auf schmerzmittel zu setzen-
    das klappt nicht.

    ich hoffe, ich habe euch nicht verschreckt, ich bin so deutlich, meine es aber immer gut und wünsche jedem hier in diesem forum, schmerzfrei zu werden. auch wenn es utopisch ist, aber daran zu arbeiten lohnt immer, denn schmerzarm ist doch auch schon was!

    so der lange text ist zu ende,
    viele grüße
    tanja

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Bald ist die Migränelösch-App fertig und in der Zwischenzeit haltet Euch einfach an Tanjas Tipps. lol4.gif

    Mona
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 59

    Liebe Tanja,

    vielen Dank für Deinen langen Text und Deine eigene Geschichte.
    Mein Verstand hat schon lange begriffen, dass es sich nicht lohnt gegen die Migräne anzukämpfen. Hinzunehmen, dass es mir so schlecht geht, wie aktuell – davon bin ich allerdings noch weit entfernt. Ich habe wie wir alle nur ein Leben und das möchte ich mir nicht durch ständige Schmerzen vermiesen lassen.

    Das Buch von Prof. Göbel habe ich bereits gelesen. Es ist sehr informativ und trägt viel zum Verständnis der Erkrankung bei. Von Deiner Aufforderung, etwas zu tun, statt nur auf Schmerzmittel zu setzen, fühle ich mich ehrlich gesagt nicht angesprochen. Im Gegenteil, ich neige dazu, eher zu viel zu tun und zu versuchen, statt manchmal „einfach nur“ ein Triptan zu nehmen und hinzunehmen, dass es eben nicht ohne geht. Und ich wüsste aktuell auch nicht, mit welchem Tipp/Wissen aus dem Buch ich konkret meine Situation verbessern sollte. Ich mache schon seit langem Progressive Muskelentspannung, versuche die mir bekannten und vermeidbaren Trigger zu umgehen, versuche Ausdauersport zu treiben (was durch die Migräne nur sehr eingeschränkt möglich ist) und halt mein Leben so weit es für mich noch akzeptabel ist, auf die Migräne einzustellen.
    Der nächste Schritt ist eben, mit dem Neurologen eine Prophylaxe anzugehen und die wirksamste Akutmedikation zu finden.

    Der normale (manchmal auch anstrengende) Familien- und Arbeitsalltag sind für mich „mein Leben“, das ich nicht bereit bin, so ohne weiteres aufzugeben, den das wäre zum jetzigen Zeitpunkt in meinen Augen nicht Akzeptanz der Migräne, sondern Resignation. Natürlich gibt es Zeiten, wo dieser normale Alltag in den Hintergrund treten muss, man vielleicht in die Klinik muss, auf Reha, etc. Aber es muss ein Schritt nach dem anderen gemacht werden (bei mir jetzt eben erstmal ein Prophylaxeversuch, etc. bei einem Neurologen vor Ort), denn das Ziel ist es doch immer, genau diesen normalen Alltag trotz Schmerzerkrankung wieder handlebar zu machen.

    Dir alles gute für Deine Reha!

    LG, Mona

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Liebe Mona,

    ich verstehe ziemlich gut, was du meinst.

    Gerade dein Satz „Der normale (manchmal auch anstrengende) Familien- und Arbeitsalltag sind für mich “mein Leben”, das ich nicht bereit bin, so ohne weiteres aufzugeben, den das wäre zum jetzigen Zeitpunkt in meinen Augen nicht Akzeptanz der Migräne, sondern Resignation.“ spricht mir aus der Seele.

    Ich glaube aber, dass es gehen kann, akzeptieren ohne zu resignieren, ich bin auch auf der Suche. Was ich begreife, allerdings mal mehr mal weniger
    umsetzen kann ist, dass es erforderlich ist die innere Einstellung zu ändern. Sich eben nicht für alles verantwortlich zu fühlen, mal lockerlassen, nicht zu kämpfen.

    Irgendwie wird es dann leichter und zieht nicht so viel Kraft. Naja, das ist ein ziemlich großes Projekt und gerade wenn es mir lange schlecht geht auch ein recht schweres.

    Wenn ich dann allerdings lockerlasse und mich ergebe, nicht im Sinne von Resignation, sondern wirklich Annahme, dann spüre ich förmlich wie mir eine Last von den Schultern genommen wird, auch wenn die Schmerzen und die Schwäche nicht wirklich weniger sind.

    Prophylaxeversuch ist eine gute Idee, finde ich. Wobei ich Prophylaxen auch nie mehr im „normalen Leben“ beginnen würde…nur noch im Urlaub oder mit Krankenschein….

    Liebe Grüße
    Johanna

    Anne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 43

    Hallo zusammen,

    ich kann das alles sehr gut nachvollziehen. Ich hatte so meine Schwierigkeiten die Migräne als Krankheit anzunehmen. Wollte mein Leben von der Migräne nicht bestimmen lassen. Durch die Triptane konnte ich weiter funktionieren. Obwohl sie mich auch stark beeinträchtigen. Ich konnte irgendwie am Leben teilhaben. Und im beruflichen Alltag niemanden merken lassen, dass es mir so schlecht geht.
    Aber heute weiß ich, dass die Migräne mein Leben doch stark reduziert hat. Wie Bettina schreibt, die Abstriche im Privatleben zu machen, das habe ich nach und nach in einer Quantität machen müssen, dass fast nichts mehr übrig blieb.
    Es ist ein schleichender Prozess, dass man sein Verhalten mehr und mehr der Migräne anpasst. Und das heißt bei mir „vermeiden“.
    Nur noch das Notwendigste.

    Und irgendwann ging nichts mehr. Die totale Erschöpfung kombiniert mit chronischer Migräne hat mich ins AUS manövriert.
    Daher denke ich, es ist wichtig, rechtzeitig die Bremse einzulegen. Bevor die Migräne in eine chronische übergeht. Es ist so schwer hier wieder rauszukommen. Im Moment weiß ich nicht, ob es überhaupt gelingt.

    Um das zu vermeiden, ist das Akzeptieren, das Annehmen der Migräne und der Einschränkungen sehr wichtig. Und das man zwischenzeitlich auch mal resigniert, ist bei der Belastung sicherlich auch normal. Nur wichtig hier nicht zu verharren. Sonst ist die Depression nicht mehr weit.

    Den Tipp , die Prophylaxe nicht im normalen Leben zu beginnen, kann ich nur unterstreichen.

    Ich wünsche allen eine schmerzfreie Zeit.

    Liebe Grüße
    Anne

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