Mona: Wo führt das noch hin…

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  • Bettina Frank – Admin
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    Liebe Mona,

    ich schließe mich den anderen an und meine auch, dass man eine „Beziehung“ nicht nach einem Termin gleich abschließend beurteilen sollte. 😉

    EEG und MRT kann man machen, muss man aber nicht. Ich hatte zwar mal vor Ewigkeiten ein MRT, um einen Tumor auszuschließen, aber da hatte ich noch nicht mal die Diagnose Migräne. Sonst hatte ich keine ausschließenden Verfahren und wirklich nötig sind sie in den meisten Fällen sowieso nicht.

    Lasse den nächsten Termin einfach mal auf Dich zukommen, notiere Dir vor dem Termin für Dich wichtige Fragen und grübe nicht zu viel, was falsch gelaufen sein könnte. 🙂

    Arbeite ein wenig an Deiner Einstellung und dem Wissen, dass nichts besser wirkt als ein Triptan und nichts den Körper weniger belastet!

    Frage beim nächsten Mal nach einer Prophylaxe, wenn die Frequenz gleichbleibt.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Mona
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    Hallo,

    nein, nein, abschließend beurteilt habe ich nach dem ersten Termin bei dem Neurologen noch nichts. Ich habe einen Eindruck und der ist nicht unbedingt sehr positiv, aber ich habe ja schon geschrieben, dass ich mir das noch zwei, dreimal anschauen werde. Vielleicht kommt da ja in den Folgeterminen noch mehr.

    Das mit der Prophylaxe ist ja auch so ne Sache, wo ich mir nicht sicher bin, ob ich den Arzt wirklich darauf ansprechen soll. Ich reiße mich eigentlich nicht darum, mir Prophylaxemedikamente einzuwerfen, die ja oft auch nicht gerade nebenwirkungsarm sind und am Ende vielleicht gar nichts bringen. Naja, mal sehen.

    Das Thema Klinikaufenthalt kam ganz am Ende des Termins übrigens auch schon zur Sprache, was mich ehrlich gesagt eher irritiert als erfreut hat. Nicht dass ich was dagegen hätte bspw. nach Kiel zu gehen. Ich denke, da kann man nur profitieren und lernen. Aber beim ersten Termin, ohne selber irgendwas versucht zu haben, fand ich es schon seltsam. Mal abgesehen davon, passt ein Klinikaufenthalt von drei Wochen derzeit überhaupt nicht in meinen Alltag. Ich habe einen neuen Job, war bereits zwei Wochen nicht in der Arbeit, weil unsere Tochter operiert werden musste, mein Mann arbeitet Schicht, was praktisch unvereinbar ist mit den Zeiten in der Kinderkrippe, so dass mein Mann über den kompletten Klinikaufenthalt Urlaub nehmen müsste. Dann haben wir auch noch einen Hund, mit dem er dann drei, viermal am Tag mit Kind am Rockzipfel Gassigehen müsste. Das kann und will ich ihm eigentlich nicht zumuten. Mal ganz abgesehen davon, dass ich nicht weiß, ob ich es drei Wochen ohne meine Tochter aushalten würde ;.-).

    Momentan nehme ich weiterhin das Migravent Classic, von dem ich (wie Mitte letzten Jahres auch schon) den Eindruck habe, dass es vielleicht schon was bringt. Vielleicht hängt damit ja auch meine lange kopfschmerzfreie Phase zusammen.

    Außerdem mache ich weiterhin konsequent die progressive Muskelentspannung. Allerdings mach ich jetzt nur noch die Kurzform und die dafür zweimal am Tag. Ich versuche, mir morgens den Wecker eine viertel Stunde früher zu stellen und da schon zu üben. Mal sehen, wie lange ich das durchhalte ;-).

    Eine CD für Autogenes Training habe ich mir auch vorgestern mal bestellt. Das hab ich noch nie gemacht, interessiert mich aber schon länger, obwohl es ja doch etwas schwerer zu erlernen sein soll als z.B. PMR. Aber zusätzlich zur Progressiven Muskelentspannung kann das ja sicher kein Schaden sein.

    @bettina: Kannst Du etwas dazu sagen, wie die Liste der Ärzte in der Suchfunktion der Schmerzklinik Kiel zustande kommt? Kommt das einer Empfehlung gleich oder kann sich da grundsätzlich jeder Arzt eintragen lassen, ohne seine Kompetenz in irgendeiner Form „bewiesen“ zu haben. Würde mich einfach mal interessieren und ggf. bezüglich der Wahl meines Neurologen beruhigen oder auch nicht.

    LG, Mona

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Mona,

    in Kiel bleibt man max. 2 Wochen. Die Probleme, die Du aufzählst, haben fast alle. 😉 Trotzdem geht es, wenn man gut organisiert. Denk nochmal drüber nach.

    Die Ärzte auf der Liste werden aufgrund ihrer Qualifikation ausgewählt, oder auch, wenn Patienten sie empfehlen. Es gibt keine Prüfung durch die Schmerzklinik, sodass nicht automatisch jeder Arzt gleiche Kriterien hat wie die Schmerzklinik. Einfach mal ausprobieren, es ist sowieso eine sehr individuelle Sache, ob man mit einem Arzt auskommt oder nicht.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Mona
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    Liebe Bettina,

    zwei Wochen ließen sich schon eher organisieren und notfalls mit Urlaub meines Mannes abdecken. Wir brauchen unseren Urlaub halt auch noch für die Schließzeiten der Krippe, deshalb muss man da ziemlich haushalten. Nun gut, mal abwarten.

    Danke für die Infos, wie die Ärzteliste auf der Seite der Schmerzklinik zu sehen ist. Eine Patient-Arzt-Beziehung ist in der Tat sehr individuell und wenn die „Chemie“ nicht stimmt, kann´s schwierig werden. Liegt in meinem Fall vielleicht auch ein wenig daran, dass mir der Arzt von seiner Art her nicht sehr sympathisch war. Das wird dann jede Aussage (oder auch fehlenden Aussage) auf die Goldwaage gelegt, dessen bin ich mir bewusst. Aber trotzdem lasse ich die nächsten Termine mal möglichst gelassen und unvoreingenommen auf mich wirken.

    Aus aktuellem Anlass möchte ich noch fragen, ob es eine bestimmte Regel gibt, nach welcher Zeit man ein anderes Triptan einnehmen darf (bei der gleichen Attacke), wenn das zuvor eingenommene keine Wirkung gezeigt hat?
    Ich bin heute Nacht um 3 Uhr aufgewacht und hatte noch nicht besonders starke, aber ziemlich eindeutige Migränekopfschmerzen rechts. Da die Attacken, die nachts beginnen, meist die der schlimmeren Sorte sind, wollte ich nicht allzu lange warten (hätte eigentlich heute auch arbeiten müssen) und hab deshalb um 3.30 Uhr eine Tablette Sumatriptan 50 mg eingenommen. Das war mein erster Versuch mit dem verschriebenen Sumatriptan. Als ich um 5 Uhr immer noch keine Wirkung feststellen konnte, war ich verunsichert, ob ich nochmal eine zweite Tablette Sumatriptan nachnehmen soll, da 50 mg ja doch eher niedrig dosiert sind. Ich hab mich dann dafür entschieden und um 5 Uhr also nochmal 50 mg Sumatriptan nachgelegt. Aber auch damit konnte ich keine Wirkung feststellen – im Gegenteil, die Migräne wurde schlimmer und schlimmer. Als ich um 6 Uhr aufgestanden bin, war mir schon fast klar, dass ich heute nicht in die Arbeit gehen kann. Um 6.45 Uhr musste ich mich dann auch übergeben.
    Ich hab dann ein Zäpfchen Vomex A 150 mg genommen, damit das Übergeben nachlässt. Gegen 10 Uhr habe ich dann 600 mg Ibuprofen nachgelegt und jetzt kann ich´s einigermaßen aushalten, aber mehr auch nicht.
    Wann dürfte ich denn nun z.B. eine Formigran einnehmen? Oder darf man innerhalb der gleichen Attacke nicht mischen?
    Kann ich davon ausgehen, dass Sumatriptan für mich nicht das geeignete Triptan ist, da es heute überhaupt nicht gewirkt hat? Oder wäre die Wirkung evtl. besser gewesen, wenn ich gleich 100 mg auf einmal eingenommen hätte und nicht um 1,5 Stunden versetzt?

    LG, heute völlig fertig,
    Mona

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Mona,

    mein erster Rat: Mach Dich nicht verrückt. Solche Attacken, die sich schwer behandeln lassen, gibt es immer wieder mal.

    Wenn ein Triptan in einer Attacke nicht wirkt, wirkt auch eine zweite Gabe in dieser Attacke nicht mehr. In der nächsten Attacke kann aber dieses Triptan wieder sehr zuverlässig wirken. Das muss man ausprobieren. Eventuell war es für diese starke Attacke zu niedrig dosiert, das kann sehr gut sein.

    Man sollte innerhalb von 24 Stunden den Triptantyp nicht wechseln. Die Hersteller sichern sich damit ab, das ist der Grund. Ich mixe immer wieder mal, wenn mein orales AscoTop nicht wirkt und ich in einer starken Attacke noch Imigran Inject nachlegen muss. Hast Du schon mal Imigran Inject versucht? Es ist super bei schweren Attacken mit oder ohne Erbrechen.

    Ruhe Dich heute gut aus und versuche beim nächsten Mal 100 mg Imigran einzunehmen. Ein Antiemetikum davor verbessert die Aufnahme des Medikaments. Wirken auch 100 mg nicht, wechsle zu einem anderen Triptan. Mir helfen von den 7 Triptanen nur AscoTop 5 mg und Imigran Inject. Das muss man individuell austesten.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Mona
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    Hallihallo,
    heute melde ich mich einigermaßen verzweifelt mal wieder zu Wort. Inzwischen war ich zweimal bei dem Neurologen, ich fand den zweiten Termin eigentlich auch recht positiv und trotzdem geht es mir so schlecht wie noch nie.
    Ich hatte ja nach dem ersten Termin eine erfreulich lange schmerzfreie Phase.

    Als es dann wieder losging mit der Migräne, habe ich mich an den Rat des Neurologen gehalten und praktisch kein Ibuprofen mehr genommen, sondern sofort ein Triptan, wenn ich Migräne hatte. Das Sumatriptan hat bei 100 mg mal gut, mal gar nicht gewirkt, 50 mg halfen nie. Bei dem zweiten Termin hat mir der Neurologe nun Ascotop nasal verschrieben, da oft jegliche Akutbehandlung an der Übelkeit scheitert. Auch das habe ich inzwischen ein paar Mal ausprobiert. Es hat geholfen, aber nicht sehr lange, eine zweite Dosis hat dann keine Linderung mehr gebracht. Das in der Verzweiflung nachgelegte Ibuprofen dagegen schon.

    Ich hatte im April nun an 15 Tagen Migräne, die 10 Tage mit Schmerzmitteln voll ausgereizt. Durch viel Aushalten und jonglieren habe ich es geschafft, die zehn Tage nicht zu überschreiten. Ich weiß auch nicht – da versucht man und macht und tut und alles wird nur noch schlimmer. Ist es wieder nur Zufall, dass ich mehr Triptane nehme und prompt eine Verschlimmerung der Migräne eintritt? Ich hatte ja schon immer das Gefühl, dass die Frequenz sehr schnell zunimmt und auch die Stärke der Attacken sich verschlimmert, wenn ich öfter ein Triptan einnehme. Allerdings werde ich mit diesem Eindruck immer belächelt, alles nur Zufall…

    Nun meinte der Neurologe, dass wir mal über eine medikamentöse Prophylaxe nachdenken müssen, wenn mich die Zehn-Tage-Regel unter Druck setzt – und das tut sie definitiv. Von einem Beta-Blocker oder einem Antidepressivum hat mir der Arzt eher abgeraten, da häufig eine Gewichtszunahme mit der Einnahme einhergeht und ich doch eher ein paar Kilo zu viel als zu wenig auf den Rippen habe. Der Neurologe würde jetzt Topamax versuchen wollen, hat mir einen 6-seitigen Ausdruck mit Einnahmehinweisen und möglichen Nebenwirkungen mitgegeben, den ich mir durchlesen soll. Wenn ich das Zeug dann trotzdem nehmen wiil, stellt er mir beim nächsten Termin ein Rezept aus. Wenn ich das alles so durchlese bin ich natürlich mehr als unsicher ob der ganzen Nebenwirkungen, die auftreten können. Ein weiterer Punkt ist, dass mein Mann und ich uns bezüglich Familienplanung noch unschlüssig sind. Topamax ist da ja wohl absolut inkompatibel mit einer Schwangerschaft. Wir würden aber, wenn wir uns dazu entschließen, im Spätsommer/Herbst mit dem ersten Versuch ( Kinderwunschklinik) loslegen wollen. Allerdings ermutigt meine momentane Situation mit der Migräne nicht gerade zu einem zweiten Kind. Da ist man teilweise froh, wenn der Alltag mit einem Kind irgendwie läuft und man dem Kind noch halbwegs gerecht wird, wie man sich das vorstellt. Andererseits wehrt sich alles in mir dagegen, solche grundlegenden Entscheidungen wie die Familienplanung von der ohnehin schon so einschränkenden Migräne abhängig zu machen… Wie man’s dreht und wendet – alles schwierig zurzeit….

    LG, Mona

    sternchen
    Teilnehmer
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    Liebe Mona,

    ich habe gerade einen Text an Malaya geschrieben, den möchte ich Dir auch einmal zu Info einstellen.

    wie gestalte ich die Triptaneinnahme,