Nach 13 Jahren chronischer Kopfschmerzen "Ursache" gefunden – und jetzt?(LillyE)

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  • Beatrice
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    Und was ich noch sagen will, jede Schmerzgrenze ist was der eine aushält macht den anderen schon verrückt! Ziel ist es ja nicht, der mit der längsten heldenhaften Aushaltezeit zu werden also schäm dich nicht.
    Ich zum Beispiel habe (glaube ich) eine eher hohe Schmerztoleranz mit den chronischen Kopfschmerzen aber WEHE ich habe Erkältung. Dann geht gar nichts mehr und ich leide wie der letzte Waschlappen 😉

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 127

    Und noch ein Nachtrag 😉 Mit den harten Fällen meinte ich nicht die Schmerzen sondern den „Schmerzmittelkonsum“. Also weil ich so viel Zeug viel zu oft genommen habe!

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28362

    Liebe Lilly,

    eine Medikamentenpause ohne sedierende Unterstützung ist kaum zu schaffen. Warum sollte man sich auch unnötig quälen? Amitriptylin ist hervorragend als Begleitung einer Medikamentenpause geeignet. Super, wenn Du es eh noch im Haus hast, dann nimm doch abends einige Tropfen davon. Es sediert und fährt insgesamt etwas runter. Die Pause gelingt auch viel besser mit so einer Unterstützung.

    Hattest Du auch Kortison zum Start erhalten?

    Ps: sind die bis zu acht Wochen aktuell? Hatte auch irgendwo 4 gelesen, und bin etwas verwirrt; aber wie gesagt, die Sache mit dem Denken klappt nicht so gut momentan

    Worauf ist diese Frage bezogen?

    Liebe Grüße
    Bettina

    LillyE
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 37

    Liebe Bea
    ich bin auch richtig froh, dass ich den Job gekündigt hab und nicht einfach weiter gemacht hab. Das war keine leichte Entscheidung, aber sicherlich die Richtige. Ich hab auch eben noch mal mit meinem zukünftigen Chef telefoniert und ihm gesagt, dass ich nicht weiß, wann ich anfangen kann, und er ist da super geduldig. Er kennt mich schon ewig und weiß um meine Schmerzen. Schade, dass ich von dem Job nicht leben kann! Aber fürs erste das Beste was ich machen kann.

    Ich hatte mal eine hohe Schmerztoleranz, je länger ich die Kopfschmerzen hab, desto empfindlicher werd ich.

    Ich kann bei einem Migräneanfall leider nichts im Magen behalten, deshalb muss ich wenn vorher was nehmen. Zäpfchen gehen auch nicht,gilt leider auch für diese Richtung.

    Liebe Bettina

    die Frage war auf die Länge der Pause bezogen, bis man davon ausgehen kann, das es kein MÜK ist.
    Also hab ich das richtig verstanden, dass ich dann die Amitriptilyn nicht prophylaktisch nehme (so kenne ich die) sondern akut?
    Zuhause hab ich gerade nur Vomex. Kortison hab ich keines bekommen, auch sonst nichts. Muss also so oder so zu meiner Hausärztin, mir was verschreiben lassen. Da die aber keine Ahnung davon hat (was ich ihr nicht vorwerfe), überlege ich jetzt, was am sinnvollsten ist.

    Danke ihr Lieben!

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28362

    Liebe Lilly,

    genau, Amitriptylin wird dann sozusagen als kurzzeitige Prophylaxe eingesetzt und das funktioniert gut. Ohne Kortison ist so eine Pause auch eine Quälerei, die man heute mit zeitgemäßer Begleittherapie eigentlich nicht mehr durchstehen müsste. 🙁

    Liebe Grüße
    Bettina

    LillyE
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 37

    Das Amitriptylin hab ich damals nicht gut vertragen, schon in kleinen Dosen nicht. Ist aber das was ich kenne, deshalb kam ich erstmal drauf. Jetzt hab ich von Topimarat gelesen und dass (laut uk Essen) das auch bei Mük hilft. Was ich gelesen hab, klang jetzt erstmal ganz gut. Ich denke, Diazepam oder was anderes sedierendes zum Notfall hätte ich trotzdem gerne da, man fängt ja bei der Prophylaxe sehr klein an.
    Aber mit der Kombi kann ich mir vorstellen, die Pause durchzuhalten 🙂 Das Topimarat würde ich gerne nehmen bis ich dann mal einen Termin in der Klinik bekomme, vorausgesetzt ich vertrag es ganz gut.

    Liebe Grüße

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5729

    Liebe Lilly und alle,

    es ist – leider – oftmals so, dass man immer schmerzempfindlicher wird, je länger man Schmerz hat. Schmerz erzeugt immer noch mehr Schmerz, die Nervenbahnen werden sensibler und springen immer schneller auf Reize an und lösen damit auch schneller Schmerzen aus.

    Dieser Prozess geschieht unabhängig von einer individuellen Schmerzempfindlichkeit.

    Deshalb ist es auch so wichtig, frühzeitig alle Maßnahmen zu ergreifen, die wirksam sind, um dieser Übersensibilisierung wenigstens entgegenzuwirken.
    Dazu gehört eine wirksame Attackentherapie, Anpassung des Lebensstils und falls nötig, eine medikamentöse Prophylaxe, um die auftretenden Schmerzereignisse möglichst im Rahmen zu halten.

    Liebe Grüße
    Heika

    LillyE
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 37

    Guten Morgen zusammen,

    gestern ging es mir richtig schlecht, deshalb war ich erst heute bei meiner Hausärztin. Topiramat hab ich als Prophylaxe bekommen. Jedoch will sie mir absolut nichts verschreiben, was ich während eines schlimmen Anfalls nehmen kann, wie Diazepam oder Schlaftabletten. Sie ist der Meinung, dass über zwei Wochen Medikamentenpause locker reichen („die Medikamente sind ja jetzt aus dem Körper raus“) und ich soll wieder Schmerzmittel nehmen. Ich hatte ihr auch die pdf über die Medikamentenpause von der Schmerzklinik Kiel mitgebracht, hat sie nicht interessiert. Das frustriert mich gerade richtig. Jetzt hab ich so lange durchgehalten. Da kann ich also nur hoffen, dass es jetzt besser wird und ich die Anfälle so durchsteh, denn die Pause zu beenden ist m.M. nach zu früh. Oder ich bald einen Termin bei den Neurologen bekomme.
    Ich hab halt echt Zweifel, dass ich es ohne jegliche Medikamente durchsteh, wenn es nicht sehr bald sehr viel besser wird; die acht Wochen gehen auf gar keinen Fall.

    Liebe Grüße
    eure leicht verzweifelte Lilly

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 127

    Hallo Lilly,

    das ist ja einfach nur bescheuert…
    Ich kenne noch die „Schlafsterne“. Das ist auch ein Antihistamin und macht ultramüde und sie sind frei verkäuflich.
    Die kannst du in der Apotheke holen oder online bestellen, dann hast du wenigstens was daheim :/

    Liebe Grüße,
    Bea

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 618

    Hallo Lilly,

    im Moment kann ich nicht alles in deinem Schmerzverlauf nachlesen. Deshalb nochmal kurz 3 Fragen, deren Beantwortung vielleicht weiterhelfen kann.

    1. Hast du eine gesicherte Diagnose wie: (chronische) Migräne, (chronische) Spannungskopfschmerzen o.ä.? Wenn ja, wer hat diese gestellt?

    2. Hast du nur im Dezember die erlaubten 10 Schmerzmitteltage überschritten, dich vorher und nachher an die 10/20-Regel gehalten?

    3. Wie lange dauert deine aktuelle Schmerzmittelpause jetzt an (in Tagen!), was bedeutet „…über zwei Wochen“?

    Liebe Grüße
    Katrin

    Viva la Vida! ?

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