Nebel mit "normaler" und ophthalmoplegischer Migräne

Ansicht von 21 Beiträgen - 31 bis 51 (von insgesamt 51)
  • Autor
    Beiträge
  • Nebel
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 23

    Guten Abend,

    ich bin inzwischen wieder Zuhause und nehme auch jeden Abend Amitriptylin, dadurch kann ich immerhin trotz Migräne einigermaßen Schlafen, aber sonst ändert das nichts. Ich habe jetzt seit meiner zweiten OP am 25.6. Dauermigräne und kann langsam nicht mehr. Das muss doch irgendwie wieder aufhören.

    Viele Grüße
    Nebel

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Liebe Nebel,

    tut mir sehr leid, dass Du einfach keine Ruhe kriegst. Kortison zum Durchbrechen ist ja leider nach einer OP nicht möglich, daher könntest Du mehr mit Sedierung versuchen. Eventuell die Dosis des Amitriptylin erhöhen? Wie viel mg nimmst Du aktuell ein?

    Liebe Grüße
    Bettina

    Nebel
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 23

    Liebe Bettina,

    vielen Danke! Der Kopf gibt einfach keine Ruhe mehr. Ich nehme im Moment 7 Tropfen Amitriptylin abends, davon werde ich auch ziemlich müde und kann meistens trotz Schmerzen wenigstens schlafen, aber auf die Migräne an sich scheint es sich bisher nicht auszuwirken.
    Meinst du, ich sollte es noch weiter hochdosieren?

    Viele Grüße
    Nebel

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7469

    Liebe Nebel,

    sprich doch noch mal mit deinen Ärzten, denn eine Kortisongabe ist während oder, wie in deinem Fall, nach Operationen nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Im Einzelfall muss das natürlich der Arzt individuell entscheiden. Fragen würde ich auf jeden Fall mal.

    Ich wünsche dir sehr, dass der Albtraum endlich aufhört.
    Liebe Grüße,
    Julia

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4588

    Liebe Nebel,

    natürlich kommt es hier auf den Einzelfall an. Nur dein Arzt kann in deinem Fall mit dir zusammen entscheiden. Und doch, gibt es nicht immer eine klare Aussage. Mir pers. wurde in Kiel, deren Konzept ich hier vertrete, in einer ähnlichen Situation klar vom Kortison ab- und zur Sedierung geraten.

    Letztendlich sollte es die Eigenverantwortung sein, die uns den Weg vorgibt. Wer gut informiert ist, kann für sich die Entscheidung leichter treffen.

    Auch ich drücke dir die Daumen, dass es ganz schnell besser wird.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Liebe Nebel,

    wie Sternchen und ich bereits geschrieben haben, sollte Kortison – wenn kein Notfall besteht – lieber nicht nach einer OP benommen werden. Es kann die Wundheilung stören und das muss man ja nicht riskieren.

    Amitriptylin kannst Du nach Rücksprache mit dem Arzt weiter erhöhen, da es mit sieben Tropfen noch sehr niedrig dosiert ist. Alleine diese Erhöhung kann schon für eine Verbesserung sorgen.

    Gute und schnelle Besserung!

    Liebe Grüße
    Bettina

    Nebel
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 23

    Danke euch. Meine Ärzte sind auch gegen Kortison nach den OPs.
    Das Amitriptylin dosieren ich nach Absprache weiter hoch. Noch merke ich leider keinen Unterschied.

    Der komplette Kopf schmerzt inzwischen. Nun soll eventuell noch ein MRT vom Kopf gemacht werden, um sicher auszuschließen, dass da bei meinem Unfall nichts passiert ist.
    Ich halte das eher für überflüssig, weil ich gar nicht auf den Kopf gefallen bin.

    Viele Grüße
    Nebel

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Nun soll eventuell noch ein MRT vom Kopf gemacht werden, um sicher auszuschließen, dass da bei meinem Unfall nichts passiert ist.

    Das ist gut und richtig, denn Du hast ja diese gravierenden Schmerzen am Kopf. Beim Schleudertrauma fällt man auch nicht auf den Kopf und trotzdem kann einiges durcheinandergeraten. Also lass das schön mal machen, einfach auch zum Ausschluss anderer Probleme. 🙂

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Nebel
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 23

    Alles klar, dann werde ich das MRT machen lassen. Allerdings ist es ja nicht direkt seit dem Unfall so schlimm, sondern eigentlich erst seit den OPs,besonders seit der Zweiten.
    Es fühlt sich auch ziemlich wie Migräne an, es sticht und pocht und dazu ist mir immer wieder ziemlich übel.

    Viele Grüße
    Nebel

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Allerdings ist es ja nicht direkt seit dem Unfall so schlimm, sondern eigentlich erst seit den OPs,besonders seit der Zweiten.

    Wahrscheinlich ist eh nichts zu finden. Trotzdem ist es gut und richtig, anderes auszuschließen, wenn solche Probleme auftauchen. Es werden tatsächlich zu viele MRTs gemacht, das ist sogar ein Problem fürs Gesundheitswesen. Aber wenn es Sinn macht, sollte man sich nicht davor drücken. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Nebel
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 23

    Ich hatte jetzt heute Morgen das MRT-ein Horror mit pochendem Kopf dadrin zu sein- auf den Blick sieht alles ganz normal aus, ich soll mich übermorgen nochmal bezüglich einer endgültigen Auswertung melden.

    Langsam bekomme ich echt Angst, dass das jetzt so bleibt. Irgendwie muss man da doch wieder rauskommen. Kann es echt sein, dass OPs zu täglicher Migräne führen?!
    DAs Wetter macht es zur Zeit noch schlimmer. Wetterwechsel waren immer schon ein ganz sicherer Migränetrigger für mich.

    Viele Grüße
    Nebel

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Erst mal – keine Angst! 🙂 Migräne ist zwar furchtbar, aber nicht wirklich gefährlich und auch in den Griff zu bekommen. Es gibt leider solche Phasen und Du hattest ja auch einiges zu bewältigen. Nun kommt noch diese Hitze dazu mit hohen Ozonwerten, die auch triggern können.

    Es wird sicher wieder besser werden, Prophylaxen können ja auch mithelfen. Wie hoch dosiert ist das Amitriptylin jetzt?

    Liebe Grüße
    Bettina

    Nebel
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 23

    Liebe Bettina,

    ich nehme inzwischen 15 Tropfen Amitriptylin abends. Damit kann ich auch schlafen, aber sonst merke ich keine Wirkung, außer dass ich immer müde bin.

    Dieses Hämmern und Stechen im Kopf macht mich völlig fertig, es muss doch mal wieder aufhören.

    Meine ophthalmoplegische Migräne zeigt sich mit gleich zwei Auren diese Woche auch nicht von ihrer besten Seite, aber da habe ich auch das Wetter im Verdacht.

    Viele Grüße
    Nebel

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Liebe Nebel,

    Amitriptylin ist noch niedrig dosiert, hier könnte man noch weiter aufdosieren. Die Müdigkeit am nächsten Tag lässt sich etwas eindämmen, wenn es früher am Abend eingenommen wird.

    Wenn die Auren sehr belasten, „könnte“ man auch noch zusätzlich ein Antiepileptikum (Lamotrigin z. B.) einsetzen oder einen Kalziumkanalblocker (Flunarizin z. B.). Hierfür brauchst Du natürlich weitere Beratung von Deinem Arzt.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Nebel
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 23

    Liebe Bettina,

    danke! Das Amitriptylin dosiere ich noch weiter auf, das habe ich mit meinem Arzt abgesprochen.

    Ansonsten bin ich mir leider nicht sicher, dass er sich so gut auskennt. All die Jahre hat das gereicht, aber jetzt wirkt er auch etwas überfordert. Und die rasenden Kopfschmerzen bleiben. Den Nacken kann ich kaum noch bewegen, gefühlt habe ich einen Tennisball hinter dem rechten Auge, es sticht unaufhörlich in der Schläfe und der ganze Kopf pocht so extrem, dazu immer wieder auch starke Übelkeit.
    Ich weiß weder wie ich sitzen soll, noch kann ich liegen.

    Viele Grüße
    Nebel

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5663

    Liebe Nebel,

    es ist wirklich hart, was du grad durchmachen musst.
    Wurde bei dir einmal über Botox nachgedacht? Botox senkt lokal die Empfindlichkeit der Nervenzellen und kann gut zusätzlich zu einer medikamentösen Prophylaxe eingesetzt werden und ist äußerst nebenwirkungsarm.

    Lieber Gruß
    Heika

    Nebel
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 23

    Hallo zusammen,

    über Botox wurde noch nicht nachgedacht, da ich eigentlich bisher die 10/20-Regel immer irgendwie halbwegs einhalten konnte.
    Erst seit den OPs ist es so schlimm. Ich verzweifle langsam wirklich, es hört einfach nicht mehr auf. Egal was ich tue.

    Viele Grüße
    Nebel

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5663

    Liebe Nebel,

    ein Versuch mit Botox wäre es doch wert. Im besten Fall hast du eine Verbesserung.

    Ich habe gerade wieder Botox erhalten. Mir tut es sehr gut. Und bei chronischer Migräne (Definition: mind. drei Monate lang hintereinander jeweils mind. 15 Tage Kopfschmerzen/Monat, davon mind. 8 mit Migräne) übernimmt die Krankenkasse die Kosten.

    Lieber Gruß
    Heika

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Liebe Nebel,

    ich würde es auch mit Botox versuchen, Du kannst nur gewinnen. Im schlimmsten Fall hast Du halt keine Wirkung, aber einen Versuch ist es wert.

    Hast Du Amitriptylin bereits hochdosiert?

    Liebe Grüße
    Bettina

    Nebel
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 23

    Danke auch! Die Diagnose chronische Migräne habe ich aber ja nicht. Seit meiner OP am 25.6. habe ich täglich Migräne, vorher bin ich selten über die 15 Schmerztage im Monat gekommen.
    Mein Neurologe meint auch für Botox müssten erstmal eine Reihe an anderen Prophylaxen ausprobiert werden.

    Ich will einfach nur verstehen, was passiert ist, wieso ich plötzlich aus einer Dauermigräne nicht mehr rauskomme und dass es wieder aufhört.

    Ich bin Lehrerin und hatte jetzt durch den Unfall und die anschließenden Sommerferien lange frei, aber Donnerstag hat hier die Schule wieder angefangen und schon die zwei Tage waren die Hölle und kaum durchzuhalten mit meinem Kopf.

    Ich nehme inzwischen 50mg Amitriptylin.

    Viele Grüße
    Nebel

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Liebe Nebel,

    die OP ist jetzt schon länger vorbei, die Wundheilung abgeschlossen. Jetzt könntest Du Deinen Arzt mal nach Kortison fragen und die Sache nun ganz gezielt angehen. Einige Tage Kortison in Kombination mit Sedierung und viel Ruhe – sofern das irgendwie machbar ist jetzt zu Schulbeginn. 🙈

    Warum diese OPs solche Dauerkopfschmerzen ausgelöst hatten, kann ich Dir leider auch nicht beantworten. Bei mir hat sich dieser Tsunami ja innerhalb von ca. 10 Tagen wieder verabschiedet.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

Ansicht von 21 Beiträgen - 31 bis 51 (von insgesamt 51)

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.