Neu hier mit Kopfschmerzen – Sini05

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  • regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1749

    Liebe Sini,

    du hast einen Infekt. Du bist krank. Bitte lass dich krank schreiben und bleib zu Hause.

    Würdest du mit einem schweren Beinbruch im Krankenhaus liegen, würde sich die Welt an deinem Arbeitsplatz auch weiterdrehen.

    Mit einem schweren Infekt zu arbeiten, kann heftige Folgen haben.

    Lange werde ich das so wohl nicht durchhalten.

    Damit hast du genau genommen selbst ausgesprochen, dass du dich an die erste Stelle setzen und gut für dich sorgen solltest.

    Lieben Gruß
    die Regenbogen

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5761

    Liebe Sini,

    viele von uns haben „Läuse und Flöhe“. Es ist immer blöd, wenn man verschiedene Krankheiten mit den kostbaren 10 Schmerzmitteltagen abdecken muss. Deine Regelschmerzen-Tage sind ja überschaubar, bei den Gelenkproblemen wird es schwieriger, vor allem, wenn du ohne Medikamente nachts nicht gut schlafen kannst. Eine gute Nachtruhe ist auch für unsere Migräneköpfe wichtig.

    Weißt du, woher die Gelenkschmerzen kommen, welche Diagnose wurde gestellt?

    Lieber Gruß
    Heika

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28442

    Liebe Sini,

    wenn Du dauerhaft Schmerzen hast und Rücken und Nacken immer mehr leiden, solltest Du Gegenmaßnahmen ergreifen. Diese könnten in einem für Dich angepassten Arbeitsplatz bestehen, mehr Pausen, Bewegung und leichter Sport in der Freizeit und wenn die Schmerzen trotzdem da sind, eine vernünftige Schmerztherapie. Diese kann auch durch andere Medikamente als nur Schmerzmedikamente gewährleistet werden.

    Wenn starke Periodenschmerzen bestehen, kann auch mal die Pille für eine Verbesserung sorgen. Manchen hilft sie auch migränetechnisch, aber kann natürlich nur ein Versuch sein.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sini05
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 63

    Hallo zusammen,

    ja, das mit meinem Rücken und meinen Gelenken ist leider so eine Sache. Leider hab ich zig Fehlstellungen und dadurch Fehlbelastungen. Ein Teil wurde inzwischen zwar operativ korrigiert, aber alles ist nicht möglich und auch nicht sinnvoll. Daran, dass ich nie ganz schmerzfrei sein werde, habe ich mich inzwischen gewöhnt. Aber es gibt halt Tage, da kommen ungünstige Situationen und falsche Bewegungen/Belastungen dazu und dann geht es nicht mehr ohne Schmerzmittel. Mit Sport muss ich daher auch aufpassen, dass ich nicht überlaste und nicht gerade jetzt in einem ohnehin schon überlasteten Moment zu viel davon mache. Infektbedingt geht das momentan ohnehin nicht. Meinem Rücken würden gerade Wärme und Entspannung gut tun. Da wirken bei mir beim Arbeiten nur leider ungute Kräfte und durch die Husterei wird der betroffene Bereich zusätzlich belastet.

    Arbeitsplatzanpassung geht in meinem Beruf leider nicht bzw. nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen, die nicht erfüllt sind. Pausen mache ich ausreichend. Leider habe ich mit mehr und längeren Pausen auch entsprechend erst später Feierabend.

    Es sind bei mir also leider immer wieder mal Phasen, in denen ich vermehrt Schmerzen habe und somit auch vermehrt Schmerzmittel benötige. Ich muss leider generell mit Medikamenten aufpassen, da ich einige (NSAR) nicht vertrage und andere wegen der Beeinflussung der Fahrtauglichkeit nicht nehmen darf, da ich sonst berufsunfähig wäre. Da fällt dann leider einiges schon weg. Und gewisse Medikamente lehne ich auch ab einzunehmen. Ich versuche alles auf ein mögliches Minimum zu reduzieren und nehme erst was, wenn gar nichts mehr geht und ich vor Schmerzen nicht mehr schlafen kann. Aber da kann es halt schon schnell mal passieren, dass man insgesamt an mehr als 10 Tagen Schmerzmittel nimmt, wenn man alles zusammenzählt. Momentan kommen „glücklicherweise“ meine Rückenschmerzen und die Menstruationsschmerzen zusammen, so spare ich mir wieder ein paar Tage, weil ich grad schmerzmitteltechnisch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann.

    LG

    Sini

    Sini05
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 63

    Hallo zusammen,

    angeregt durch die Antworten in einem anderen Thread musste ich mit Erschrecken feststellen, dass auch ich oftmals trotz Migräne regelrecht am Rumrödeln bin und mich irgendwie durch den Arbeitsalltag quäle anstatt mir die nötigen Ruhepausen zu gönnen. Irgendwie hab ich aber ein schlechtes Gewissen anderen gegenüber, wenn ich mich dann zurückziehe und nichts tue außer mich auszuruhen. Ich hab halt leider arbeitstechnisch bereits einmal schlechte Erfahrungen gemacht, dass sowas dann gleich in einer Kündigung endete (ich war noch in der Probezeit). Diese Angst davor, dass mir sowas erneut passiert sitzt einfach zu tief in mir und daher quäle ich mich durch aus Angst, eben wieder den Job zu verlieren und dann wieder mit existentiellen und finanziellen Sorgen dazustehen, die dann auch nicht gerade förderlich auf meinen Migränekopf sind.

    Aktuell hab ich eher nur leichte bis mittelschwere Attacken, die auch meist nur so 5-7 Stunden anhalten und nicht gleich 3 Tage ohne Pause am Stück durchgehend. Pausen sind zur Zeit nur schwerlich möglich, da ich samstags auch noch arbeite und somit aktuell 6 Tage die Woche arbeite und am Wochenende steht der liegengebliebene Haushalt an. Meine Mutter unterstützt mich hier zwar ein wenig, aber es bleibt sonntags trotzdem kaum Zeit mich zu erholen. Ich habe somit zur Zeit auch das große Problem extremer Kraftlosigkeit und Erschöpfung. Ich muss mich grad ständig wieder für ein paar Minuten hinlegen, bevor ich wieder irgendwas tun kann.

    Ist alles nicht so einfach, wenn man halt eben nicht so ganz gesund ist.

    LG

    Sini

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28442

    Liebe Sini,

    Diese Angst davor, dass mir sowas erneut passiert sitzt einfach zu tief in mir und daher quäle ich mich durch aus Angst, eben wieder den Job zu verlieren und dann wieder mit existentiellen und finanziellen Sorgen dazustehen, die dann auch nicht gerade förderlich auf meinen Migränekopf sind.

    hast Du einen Grad der Behinderung? Er entlastet, schützt im gewissen Ma?e vor Kündigung und ermöglicht mehr Urlaubstage und insgesamt mehr Rücksichtnahme.
    Aber mit diesen Ängsten haben leider viele chronisch kranke Menschen zu tun.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sini05
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 63

    Hallo Bettina,

    nein, ich habe keinen GdB. Die Ärzte halten sowas alle nicht für sinnvoll und somit unterstützt mich keiner bei der Beantragung eines solchen. Wahrscheinlich würde ich mit meinen Gesamtbaustellen auch nicht über 30 kommen. Damit könnte ich mich zwar gleichstellen lassen, aber beruflich bringt es mir leider gar nichts. Ich arbeite in einem Kleinstbetrieb, die sind von derartigen Kündigungsschutzregeln ohnehin befreit. Und in meinem Beruf wäre ein GdB allein schon ein Kündigungsgrund, da daraus eine eventuelle körperliche Nichteignung für meinen Beruf geschlossen werden könnte. Und in der Probezeit schützt ein GdB leider auch nicht vor Kündigung. Es bringt einem also leider nicht immer die Vorteile, die es verspricht. Das kommt immer drauf an, was und in welcher Firma man arbeitet. Mir würde ein GdB leider momentan mehr Nachteile als Vorteile bringen.

    Somit muss ich mich leider weiterhin durchquälen und in ständiger Angst um meinen Job leben.

    LG

    Sini

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 year, 1 month von Sini05.
    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 641

    Guten Morgen liebe Sini,

    den Antrag auf den GdB könntest du auch alleine stellen, wobei es natürlich schon von Vorteil wäre, sich der Unterstützung durch die Ärzte sicher sein zu können. Wenn deine Ärzte einen Antrag nicht für sinnvoll halten, muss das nicht heißen, dass es nicht sinnvoll ist. Ich habe mal kurz deine letzten Beiträge überflogen, kann das nicht beurteilen, aber für mich hört sich das schon nach „größeren Baustellen“ an.

    Ein GdB könnte dir – wenn nicht beruflich – aber vielleicht bei der Einkommensteuer (zusätzlicher Freibetrag) und eventuell in der GKV (Eigenanteile und Zuzahlung für chronisch Kranke) kleine Vorteile bringen. Das nimmt dir zwar leider nicht den Schmerz, aber bringt vielleicht eine kleine finanzielle Entlastung.

    Somit muss ich mich leider weiterhin durchquälen und in ständiger Angst um meinen Job leben.

    Auch wenn deine Angst mehr als verständlich ist, weißt du ganz sicher, da es immer wieder betont wird, dass sie dir kein guter Begleiter ist. Und dich weiterhin durchquälen zu müssen, ist mit sehr großer Anstrengung und Kraftaufwand verbunden, inwieweit du beides auf Dauer aufbringen kannst, kannst nur du einschätzen.

    Es ist eine heikle Angelegenheit, ob und inwieweit man seinen AG einweiht. Wenn Arbeitsverhältnis und -klima gut sind, könnte ein Gespräch eventuell hilfreich sein, um Lösungsansätze zu finden, die beiden Seiten dienen. Das kannst nur du einschätzen. Vielleicht ließe sich deine Arbeitszeit in eine Richtung lenken, die dir Entlastung bringt. Wenn du weniger von dem Druck hast, von dem du schreibst, desto besser kannst du arbeiten, und das ist für deinen AG sicher auch von großer Bedeutung und wichtig.

    Sicher muss man alles gut abwägen, aber wenn es auch nur eine kleine Möglichkeit der Entlastung gibt, könnte man sie nutzen.

    Ich wünsche dir alles Gute!

    Katrin

    Viva la Vida! ?