Neu hier mit Kopfschmerzen – Sini05

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  • regenbogen68
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    Beitragsanzahl: 1739

    Liebe Sini,

    du hast einen Infekt. Du bist krank. Bitte lass dich krank schreiben und bleib zu Hause.

    Würdest du mit einem schweren Beinbruch im Krankenhaus liegen, würde sich die Welt an deinem Arbeitsplatz auch weiterdrehen.

    Mit einem schweren Infekt zu arbeiten, kann heftige Folgen haben.

    Lange werde ich das so wohl nicht durchhalten.

    Damit hast du genau genommen selbst ausgesprochen, dass du dich an die erste Stelle setzen und gut für dich sorgen solltest.

    Lieben Gruß
    die Regenbogen

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5622

    Liebe Sini,

    viele von uns haben „Läuse und Flöhe“. Es ist immer blöd, wenn man verschiedene Krankheiten mit den kostbaren 10 Schmerzmitteltagen abdecken muss. Deine Regelschmerzen-Tage sind ja überschaubar, bei den Gelenkproblemen wird es schwieriger, vor allem, wenn du ohne Medikamente nachts nicht gut schlafen kannst. Eine gute Nachtruhe ist auch für unsere Migräneköpfe wichtig.

    Weißt du, woher die Gelenkschmerzen kommen, welche Diagnose wurde gestellt?

    Lieber Gruß
    Heika

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27898

    Liebe Sini,

    wenn Du dauerhaft Schmerzen hast und Rücken und Nacken immer mehr leiden, solltest Du Gegenmaßnahmen ergreifen. Diese könnten in einem für Dich angepassten Arbeitsplatz bestehen, mehr Pausen, Bewegung und leichter Sport in der Freizeit und wenn die Schmerzen trotzdem da sind, eine vernünftige Schmerztherapie. Diese kann auch durch andere Medikamente als nur Schmerzmedikamente gewährleistet werden.

    Wenn starke Periodenschmerzen bestehen, kann auch mal die Pille für eine Verbesserung sorgen. Manchen hilft sie auch migränetechnisch, aber kann natürlich nur ein Versuch sein.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sini05
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Hallo zusammen,

    ja, das mit meinem Rücken und meinen Gelenken ist leider so eine Sache. Leider hab ich zig Fehlstellungen und dadurch Fehlbelastungen. Ein Teil wurde inzwischen zwar operativ korrigiert, aber alles ist nicht möglich und auch nicht sinnvoll. Daran, dass ich nie ganz schmerzfrei sein werde, habe ich mich inzwischen gewöhnt. Aber es gibt halt Tage, da kommen ungünstige Situationen und falsche Bewegungen/Belastungen dazu und dann geht es nicht mehr ohne Schmerzmittel. Mit Sport muss ich daher auch aufpassen, dass ich nicht überlaste und nicht gerade jetzt in einem ohnehin schon überlasteten Moment zu viel davon mache. Infektbedingt geht das momentan ohnehin nicht. Meinem Rücken würden gerade Wärme und Entspannung gut tun. Da wirken bei mir beim Arbeiten nur leider ungute Kräfte und durch die Husterei wird der betroffene Bereich zusätzlich belastet.

    Arbeitsplatzanpassung geht in meinem Beruf leider nicht bzw. nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen, die nicht erfüllt sind. Pausen mache ich ausreichend. Leider habe ich mit mehr und längeren Pausen auch entsprechend erst später Feierabend.

    Es sind bei mir also leider immer wieder mal Phasen, in denen ich vermehrt Schmerzen habe und somit auch vermehrt Schmerzmittel benötige. Ich muss leider generell mit Medikamenten aufpassen, da ich einige (NSAR) nicht vertrage und andere wegen der Beeinflussung der Fahrtauglichkeit nicht nehmen darf, da ich sonst berufsunfähig wäre. Da fällt dann leider einiges schon weg. Und gewisse Medikamente lehne ich auch ab einzunehmen. Ich versuche alles auf ein mögliches Minimum zu reduzieren und nehme erst was, wenn gar nichts mehr geht und ich vor Schmerzen nicht mehr schlafen kann. Aber da kann es halt schon schnell mal passieren, dass man insgesamt an mehr als 10 Tagen Schmerzmittel nimmt, wenn man alles zusammenzählt. Momentan kommen „glücklicherweise“ meine Rückenschmerzen und die Menstruationsschmerzen zusammen, so spare ich mir wieder ein paar Tage, weil ich grad schmerzmitteltechnisch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann.

    LG

    Sini

    Sini05
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Hallo zusammen,

    angeregt durch die Antworten in einem anderen Thread musste ich mit Erschrecken feststellen, dass auch ich oftmals trotz Migräne regelrecht am Rumrödeln bin und mich irgendwie durch den Arbeitsalltag quäle anstatt mir die nötigen Ruhepausen zu gönnen. Irgendwie hab ich aber ein schlechtes Gewissen anderen gegenüber, wenn ich mich dann zurückziehe und nichts tue außer mich auszuruhen. Ich hab halt leider arbeitstechnisch bereits einmal schlechte Erfahrungen gemacht, dass sowas dann gleich in einer Kündigung endete (ich war noch in der Probezeit). Diese Angst davor, dass mir sowas erneut passiert sitzt einfach zu tief in mir und daher quäle ich mich durch aus Angst, eben wieder den Job zu verlieren und dann wieder mit existentiellen und finanziellen Sorgen dazustehen, die dann auch nicht gerade förderlich auf meinen Migränekopf sind.

    Aktuell hab ich eher nur leichte bis mittelschwere Attacken, die auch meist nur so 5-7 Stunden anhalten und nicht gleich 3 Tage ohne Pause am Stück durchgehend. Pausen sind zur Zeit nur schwerlich möglich, da ich samstags auch noch arbeite und somit aktuell 6 Tage die Woche arbeite und am Wochenende steht der liegengebliebene Haushalt an. Meine Mutter unterstützt mich hier zwar ein wenig, aber es bleibt sonntags trotzdem kaum Zeit mich zu erholen. Ich habe somit zur Zeit auch das große Problem extremer Kraftlosigkeit und Erschöpfung. Ich muss mich grad ständig wieder für ein paar Minuten hinlegen, bevor ich wieder irgendwas tun kann.

    Ist alles nicht so einfach, wenn man halt eben nicht so ganz gesund ist.

    LG

    Sini

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Liebe Sini,

    Diese Angst davor, dass mir sowas erneut passiert sitzt einfach zu tief in mir und daher quäle ich mich durch aus Angst, eben wieder den Job zu verlieren und dann wieder mit existentiellen und finanziellen Sorgen dazustehen, die dann auch nicht gerade förderlich auf meinen Migränekopf sind.

    hast Du einen Grad der Behinderung? Er entlastet, schützt im gewissen Ma?e vor Kündigung und ermöglicht mehr Urlaubstage und insgesamt mehr Rücksichtnahme.
    Aber mit diesen Ängsten haben leider viele chronisch kranke Menschen zu tun.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sini05
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Hallo Bettina,

    nein, ich habe keinen GdB. Die Ärzte halten sowas alle nicht für sinnvoll und somit unterstützt mich keiner bei der Beantragung eines solchen. Wahrscheinlich würde ich mit meinen Gesamtbaustellen auch nicht über 30 kommen. Damit könnte ich mich zwar gleichstellen lassen, aber beruflich bringt es mir leider gar nichts. Ich arbeite in einem Kleinstbetrieb, die sind von derartigen Kündigungsschutzregeln ohnehin befreit. Und in meinem Beruf wäre ein GdB allein schon ein Kündigungsgrund, da daraus eine eventuelle körperliche Nichteignung für meinen Beruf geschlossen werden könnte. Und in der Probezeit schützt ein GdB leider auch nicht vor Kündigung. Es bringt einem also leider nicht immer die Vorteile, die es verspricht. Das kommt immer drauf an, was und in welcher Firma man arbeitet. Mir würde ein GdB leider momentan mehr Nachteile als Vorteile bringen.

    Somit muss ich mich leider weiterhin durchquälen und in ständiger Angst um meinen Job leben.

    LG

    Sini

    • Diese Antwort wurde geändert vor 9 Monate von  Sini05.
    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 528

    Guten Morgen liebe Sini,

    den Antrag auf den GdB könntest du auch alleine stellen, wobei es natürlich schon von Vorteil wäre, sich der Unterstützung durch die Ärzte sicher sein zu können. Wenn deine Ärzte einen Antrag nicht für sinnvoll halten, muss das nicht heißen, dass es nicht sinnvoll ist. Ich habe mal kurz deine letzten Beiträge überflogen, kann das nicht beurteilen, aber für mich hört sich das schon nach „größeren Baustellen“ an.

    Ein GdB könnte dir – wenn nicht beruflich – aber vielleicht bei der Einkommensteuer (zusätzlicher Freibetrag) und eventuell in der GKV (Eigenanteile und Zuzahlung für chronisch Kranke) kleine Vorteile bringen. Das nimmt dir zwar leider nicht den Schmerz, aber bringt vielleicht eine kleine finanzielle Entlastung.

    Somit muss ich mich leider weiterhin durchquälen und in ständiger Angst um meinen Job leben.

    Auch wenn deine Angst mehr als verständlich ist, weißt du ganz sicher, da es immer wieder betont wird, dass sie dir kein guter Begleiter ist. Und dich weiterhin durchquälen zu müssen, ist mit sehr großer Anstrengung und Kraftaufwand verbunden, inwieweit du beides auf Dauer aufbringen kannst, kannst nur du einschätzen.

    Es ist eine heikle Angelegenheit, ob und inwieweit man seinen AG einweiht. Wenn Arbeitsverhältnis und -klima gut sind, könnte ein Gespräch eventuell hilfreich sein, um Lösungsansätze zu finden, die beiden Seiten dienen. Das kannst nur du einschätzen. Vielleicht ließe sich deine Arbeitszeit in eine Richtung lenken, die dir Entlastung bringt. Wenn du weniger von dem Druck hast, von dem du schreibst, desto besser kannst du arbeiten, und das ist für deinen AG sicher auch von großer Bedeutung und wichtig.

    Sicher muss man alles gut abwägen, aber wenn es auch nur eine kleine Möglichkeit der Entlastung gibt, könnte man sie nutzen.

    Ich wünsche dir alles Gute!

    Katrin

    Viva la Vida! ?

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Hallo Sini,

    schade, dass Du keine Unterstützung durch die Ärzte hast. Wie Katrin schon rät, kannst Du ihn auch alleine stellen und die behandelnden Ärzte angeben. Wer weiß, wofür Du ihn mal benötigst und sagen musst Du es ja vorerst keinem.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sini05
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Hallo zusammen,

    okay, dann schau ich nochmal, ob es Sinn macht, einen GdB zu beantragen.

    Die momentanen Wetterumschwünge machen mir migränetechnisch schwer zu schaffen. Ich hatte letztes Wochenende bereits eine zweitägige Migräneattacke und jetzt seit heute Nachmittag auch wieder. Leider habe ich nur noch eine einzige Triptantablette, die ich mir lieber für einen Arbeitstag aufsparen möchte. Denn ich müsste sonst erstmal irgendwie zum Arzt kommen wegen Nachschub verschreiben lassen.

    Leider quäle ich mich auch weiterhin mit einem nicht enden wollenden Reizhusten. Inzwischen seit nunmehr gut 10 Wochen. Die Ärzte können oder wollen mir irgendwie nicht weiterhelfen und somit weiß keiner, was es ist und was dagegen hilft. Den Ärzten fällt außer Cortisonspray und abwarten nichts anderes ein. Und Husten bei Migräne ist eine denkbar ungünstige Kombination.

    Somit quäle ich mich gerade mit mehreren unterschiedlichen gesundheitlichen Baustellen irgendwie durch den Alltag. Da ich finanziell auf den Gehalt einer Vollzeitstelle angewiesen bin, kann ich da im Moment auch nicht kürzer treten. Also muss ich irgendwie durchhalten, was nicht immer so einfach ist.

    LG

    Sini

    Sini05
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Hallo zusammen,

    irgendwie läuft mir meine Migräne in letzter Zeit etwas aus dem Ruder. Nach zwei relativ guten Monaten (August und September) hat sie seit Oktober wieder verstärkt zugeschlagen. Momentan habe ich fast jede Woche 2-3 Tage Migräne. Beim Arbeiten ist es grad eine richtige Qual. Und leider bin ich meinen Reizhusten auch immer noch nicht los und Migräne und Husten ist nach wie vor eine äußerst ungünstige Kombination.

    Heute konnte ich zeitweise kaum mehr meine Augen bewegen, ohne dass es bei jeder Augenbewegung übelst in meinen Kopf reingestochen hätte. Ist in meinem Job echt mies, weil ich ja überall gucken muss.

    Wenigstens hab ich wieder ein bisschen Triptannachschub. Aber eben auch nicht so viel. Dazu hätte ich auch nochmal einer Frage: kann man die Wirkung eines Triptans auch mit Novalgin oder Paracetamol verlängern? Weil ich vertrage keine NSAR, folglich fällt die Einnahme von Naproxen flach.

    LG

    Sini

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Hallo Sini,

    tut mir leid, dass es gerade nicht so gut läuft.

    Dazu hätte ich auch nochmal einer Frage: kann man die Wirkung eines Triptans auch mit Novalgin oder Paracetamol verlängern? Weil ich vertrage keine NSAR, folglich fällt die Einnahme von Naproxen flach.

    Nein, das macht keinen Sinn, da beide Medikamente nur kurz wirken. Meist sogar kürzer als das Triptan. Welches nimmst Du denn? Schau doch, dass Du ein Triptan mit langer Wirkdauer nimmst, das macht mehr Sinn.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sini05
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Hallo Bettina,

    und erstmal vielen Dank für deine Antwort.

    Ich nehme bis jetzt Rizatriptan. Das wirkt bei mir eigentlich recht zuverlässig, nur eben bei meinen 2-3 Tage andauernden Migräneattacken zu kurz. Welches langwirksame Triptan gibt es denn, das dennoch ähnlich stark wie Rizatriptan wirkt? Die meisten langwirkenden sind doch leider dann auch wesentlich schwächer und da befürchte ich, dass deren Wirkung dann nicht ausreichend stark ist um meine Migräneattacke wirklich zu lindern.

    Und dann habe ich jetzt seit heute Morgen noch ein Kribbeln in der linken Augenbraue. Kann das auch mit der Migräneattacke zusammenhängen? Also gibt es sowas durchaus mal, dass es dann irgendwo kribbelt während einer Migräneattacke? Kopfschmerzen habe ich ja untypischerweise immer beidseitig.

    LG

    Sini

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Hallo Sini,

    Rizatriptan wirkt nur sehr kurz, das ist für deine langen Attacken nicht geeignet. Versuche mal Eletriptan, das stark und lange wirkt.

    Das Kribbeln kann einfach nur eine Überempfindlichkeitsreaktion sein, die Nerven sind oft überreizt durch die vielen Attacken.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 528

    Hallo Sini,

    auch ich habe lange Rizatriptan genommen, und auch mir war die Wirkdauer zu kurz. Nun nehme ich seit einiger Zeit Naratritptan, welches bei mir eine längere Wirkdauer hat. Bis die Wirkung eintritt, dauert es allerdings etwas länger als mit Rizatriptan, das ist für mich aber eher nebensächlich, da ich mich jederzeit zurückziehen und hinlegen kann. Wenn ich unterwegs bin und eine schnellere Wirkung brauche, habe ich auch immer Rizatriptan dabei, das ist aber eher die Ausnahme.

    Ist dein Reizhusten abgeklärt worden?

    Alles Gute für dich!
    Katrin

    Viva la Vida! ?

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5622

    Liebe Sini,

    es stimmt, die am längsten wirkenden Triptane sind auch die schwächsten. Vielleicht wäre es dennoch einen Versuch wert, denn solange du nur befürchtest, dass die Wirkung nicht ausreicht, weißt du es nicht. Wenn man ein schwach wirkendes Triptan mit 500mg Naproxen kombiniert, verstärkt man die Wirkung, du könntest also Triptan und Naproxen beim ersten Mal gleichzeitig einnehmen.

    Beim Frovatriptan ist leider die Zuzahlung extrem hoch, vielleicht erst mal das Naratriptan versuchen oder gleich wie von Bettina empfohlen das Eletriptan, womit du auf der sicheren Seite sein dürftest.

    Lieber Gruß
    Heika

    Sini05
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Hallo zusammen,

    und nochmals vielen Dank für eure Antworten.

    Dann spreche ich das das nächste Mal bei meinem Arzt an, ob es nicht sinnvoll wäre, mal ein anderes Triptan auszuprobieren. Momentan läuft leider noch alles über meinen Hausarzt. Vielleicht sollte ich da nochmal ansprechen, doch nochmal zum Neurologen zu gehen. Ich war da zwar wegen den Kopfschmerzen vor wenigen Jahren schonmal, aber damals hatte der Neurologe Migräne eigentlich ausgeschlossen und auf Spannungskopfschmerzen getippt. Erst mein alter Hausarzt kam nach meinem Umzug wieder zurück in die alte Heimat mal auf die Idee, einfach mal zu testen, ob meine Kopfschmerzen auf Triptane ansprechen, was ja auch der Fall ist und dass es dann wohl doch eher Migräne sei.

    Mit meinem Reizhusten war ich inzwischen mehrfach schon beim Arzt, auch beim Lungenfacharzt. Aber wirklich richtig abgeklärt ist es noch nicht. Außer Cortisonspray zum Inhalieren und abwarten hatten die Ärzte keine Idee. Nächste Woche hab ich nochmal einen Termin beim Lungenfacharzt. Da ich Asthma auch noch habe, wird immer erstmal alles da drauf geschoben. Ich kenne allerdings mein Asthma und kann dies daher eigentlich ausschließen, dass das rein daher kommt. Cortison hilft mir auch absolut Null.

    Mich nervt grad nur auch der Umgang meiner Familie mit meiner Migräne. Eigentlich ist väterlicherseits die halbe Verwandtschaft davon betroffen. Aber selbst von diesen bekommt man nur dummes Zeug zu hören von wegen ich soll halt einfach mal Tee trinken und an der frischen Luft spazieren gehen und weniger Pillen fressen (ich nehm so gut wie keine Tabletten, nur wenn’s gar nicht mehr anders geht) oder ich soll mal zum Osteopathen gehen, das hätte XY auch geholfen und ich solle mich einfach nicht so anstellen und mich zusammenreißen. Dabei habe ich gerade meinen Papa oft genug erlebt, wie er zu Hause rumgejammert hat, dass er Kopfweh hat und ihm übel sei und nur noch auf dem Sofa gelegen ist und nix mehr tun konnte. Und trotzdem bekomme ich gerade von ihm so dummes Zeug zu hören. Das verstehe ich nicht, er müsste es doch eigentlich selbst besser wissen, dass es eben nicht so einfach ist.

    Sorry, aber da musste ich mich jetzt einfach mal kurz auskotzen.

    LG

    Sini

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27898

    Hallo Sini,

    habe grad keine Zeit, alles nachzulesen – aber nimmst Du zufällig ACE-Hemmer, oder sonst ein Medikament, das Reizhusten auslösen könnte? Nur so als Idee …

    Dabei habe ich gerade meinen Papa oft genug erlebt, wie er zu Hause rumgejammert hat, dass er Kopfweh hat und ihm übel sei und nur noch auf dem Sofa gelegen ist und nix mehr tun konnte. Und trotzdem bekomme ich gerade von ihm so dummes Zeug zu hören. Das verstehe ich nicht, er müsste es doch eigentlich selbst besser wissen, dass es eben nicht so einfach ist.

    Dann würde ich das genau so mal deutlich ansprechen. Manchmal sagt man Dinge unbedacht und weiß nicht, was sie beim anderen anrichten. Miteinander sprechen ist die einzige Möglichkeit, die Situation zu ändern. Hoffentlich klappt es, denn das ist doch recht nervig und verletzt obendrein.

    Geh zum Neurologen, denn er ist der richtige Ansprechpartner für eine neurologische Erkrankung, zudem hat er das größere Budget für die teuren Medikamente.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sini05
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Hallo Bettina,

    vielen Dank für deine Antwort.

    Ich nehme eigenlich keine Medikamente regelmäßig ein, schon gar keine Herzmittel oder so. Daher kann der Reizhusten also nicht kommen. Rauchen tu ich auch nicht und hab’s auch noch nie. Und Haustiere hab ich auch keine. Und auch auf Arbeit hab ich mit keinen atemwegsreizenden Stoffen, Stäuben oder Gasen zu tun. Es gibt also leider keinen klaren Anhaltspunkt, woher der Reizhusten kommen könnte.

    Tja, und was die Kommunikation mit meinem Papa betrifft, ist das leider schwierig. Genau das habe ich ihm dann ja auch erwidert, dass er auch schon oft genug übelst dahing und es ihm nicht gut ging. Dennoch war er der Überzeugung, dass ich mich nicht so anstellen solle und eben Tee trinken solle und weniger Pillen schlucken solle. Er selbst weigert sich immer, irgendwelche Tabletten zu nehmen und leidet lieber. Er ist der absoluten Überzeugung, dass alle Tabletten Gift seien und alles nur noch schlimmer machen würden.

    LG

    Sini

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27898

    Hallo Sini,

    auch Allergien und Reflux – das wissen viele nicht – können einen Reizhusten auslösen. Lass noch mal in diese Richtung was abchecken.

    Nun ja, wenn dein Vater eine Abneigung oder vielleicht sogar Angst von Medikamenten hat, dann wird das auch nichts mit der vernünftigen Aussprache. ?
    Da muss jeder seinen Weg finden du hast halt den deinen. Ja sicher nicht falsch ist, lass dich nicht beirren.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sini05
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Hallo Bettina,

    vielen Dank für deine Anmerkungen.

    Reflux kann ich allerdings definitiv ausschließen. Damit habe ich zum Glück keine Probleme und es wurden auch schon mehrmals Magenspiegelungen durchgeführt, weil ich immer wieder ne Gastritis hatte und dabei kam dann ja raus, dass ich ne chemisch-reaktive Gastritis ausgelöst durch NSAR hab. Seit ich diese Medikamente nicht mehr nehme, habe ich damit Ruhe. Allergien kann ich eigenlich auch ausschließen, das wurde auch schon getestet und es kam nur Katzenhaare und Gräserpollen dabei raus. Katze habe ich keine und die Gräserpollensaison ist eigentlich rum. Außerdem ist es meinem Husten völlig egal, wo ich mich aufhalte und auch, ob ich draußen oder drinnen bin.

    Ich hatte schon öfter langanhaltenden Husten, aber bislang war das immer nach nem grippalen Infekt. Nur hatte ich diesmal davor keine Erkältung. Und sonst ging das auch immer nach 6 Wochen wieder weg oder endete in einer Lungenentzündung. Die letzte Lungenentzündung hat mich für ganze 11 Tage ins Krankenhaus gebracht, davon 6 auf der Intensivstation, weil sich daraus auch noch ne Blutvergiftung entwickelt hatte, nachdem ich vom Hausarzt mal wieder nur Cortison bekommen habe und somit mein Immunsystem vollends verrückt gespielt hat. Das brauch ich definitiv nicht nochmal.

    Deswegen hatte mich meine Hausärztin diesmal ja auch zum Lungenfacharzt geschickt. Aber da kam ich bis jetzt ja leider auch nicht weiter. Ich hab jetzt am Freitag nochmal einen Termin dort und hoffe, dass es endlich ernster genommen und weiter abgeklärt wird. Die Husterei ist nicht gerade förderlich für meinen Migräneschädel.

    LG

    Sini

    • Diese Antwort wurde geändert vor 8 Monate, 1 Woche von  Sini05.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 8 Monate, 1 Woche von  Sini05.
    Sini05
    Teilnehmer
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    So, bei mir ist jetzt der erste Supergau eingetreten. Mein seit nunmehr 12 Wochen bestehender Husten und die letzte Migräneattacke letztes Wochenende haben heute dazu geführt, dass gar nix mehr ging. Mir hat’s heute Mittag vollends den Kreislauf verspult und mir war nur noch schwindlig und keine Kraft mehr und schlapp, dass ich vom Arbeiten heimgehen und erstmal zum Arzt gehen musste. Jetzt bin ich erstmal bis morgen krankgeschrieben und mein Chef ist natürlich wenig begeistert. Weil er jetzt zumindest die dringlichsten Sachen abnehmen muss und der Rest bleibt halt liegen, bis ich wieder arbeiten kann. Nur kann meine Arbeit zwar ein paar Tage warten, aber niemals mehrere Wochen. Wie viel mir also der eine Tag zur Erholung bringen wird ist fraglich.

    LG

    Sini

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27898

    Hallo Sini,

    also wegen dem Husten würde ich dranbleiben. Das muss abgeklärt werden, vor allem auch wenn wenn ich lese, was sich daraus bei Dir entwickeln kann. Hattest Du schon mal eine Antibiotikabehandlung versucht? Macht natürlich nur Sinn bei bakteriellem Infekt, aber das kann der Arzt ja feststellen durch die Untersuchung.

    Deswegen hatte mich meine Hausärztin diesmal ja auch zum Lungenfacharzt geschickt. Aber da kam ich bis jetzt ja leider auch nicht weiter.

    Inwiefern kam man nicht weiter, was wurde denn gemacht und was sagte der Arzt dazu?

    Liebe Grüße
    Bettina

    akascha
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 155

    Hallo Sini,

    gestern Abend bei Visite war ein Bericht über Keuchhusten. Es erkranken auch viele Erwachsene daran, und man kann mehr als einmal daran erkranken (falls du es als Kind schon hattest).
    Wurde in diese Richtung schon einmal geschaut?

    Liebe Grüße
    Astrid

    Sini05
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Hallo ihr beiden,

    und erstmal vielen Dank für eure Antworten.

    Keuchhusten konnte ausgeschlossen werden. Es wurden im Blut keine Antikörper nachgewiesen. Antibiotika hab ich zwischendurch mal für 6 Tage bekommen (Clarithromycin), hat aber nichts gebracht. Cortisonspray macht’s eher noch schlimmer. Und auch Codeintropfen als Hustenstiller wirken bei mir so gut wie gar nicht. Wobei ich das irgendwie nicht verstehe, warum das bei mir nicht wirkt.

    Beim Lungenfacharzt wurde halt Blut abgenommen (ich hab aber keine Ergebnisse großartig bekommen, nur dass der CRP-Wert im Normbereich wäre), es wurde ein Röntgenbild der Lunge gemacht, welches ebenfalls unauffällig war und ein Lungenfunktionstest, wo rauskam, dass die Lungenfunktion etwas eingeschränkt ist. Gestern beim Hausarzt wurden noch Herz und Lunge abgehört und ein EKG geschrieben und das war soweit auch alles unauffällig. Das ist grad echt die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Heute wurde nochmal Blut abgenommen. Aber so wie ich es kenne, kommt da eh wieder nix dabei raus.

    Aber ich kann halt leider langsam nicht mehr und bin kräftemäßig am Ende. Mir tut der gesamte Brustkorb weh und auch der Rücken. Schlafen kann ich kaum noch, weil ich nicht mehr weiß, wie ich mich noch hinlegen soll vor Schmerzen. Mir tun inzwischen auch sämtliche Muskeln und Gelenke weh. Fieber hab ich aber nicht.

    Ist grad echt alles nicht so einfach. Leider war meine Hausärztin gestern nicht da und ich war bei einem Kollegen von ihr. Und dem fiel dann nix anderes ein, als mir irgendwelche homöopathischen Sachen zu verschreiben.

    LG

    Sini

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Hallo Sini, ich sprech da aus eigener Erfahrung, wurde mal ein Allergietest gemacht? Das sollte dann aber ein Allergologe machen, kann bei der Symptomatik ein bisschen Erfahrung brauchen.
    Lieber Gruß,
    Julia

    Sini05
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Hallo Julia,

    ja, Allergietests wurden schon mehrfach gemacht, sowohl beim Lungenfacharzt als auch beim HNO-Arzt (beide haben sich auch auf Allergologie spezialisiert). Es kam jedesmal nur Gräser-, Roggenpollen unf Katzenhaare raus. Die Pollensaison sollte vorbei sein und Katze hab ich keine. Somit kann eigentlich eine allergische Ursache auch ausgeschlossen werden. Zudem helfen weder Cortison noch sonst irgendwelche Allergietabletten dagegen. Das hab ich auch schon erfolglos durch.

    Mein Hausarzt schiebt’s auf überreizte Bronchien und für den Lungenfacharzt ist erstmal mein Asthma Schuld. Glaube ich aber nicht so recht, weil sich der Husten bei meinem Asthma eigentlich anders anfühlt. Und außer Abwarten und wirkungsloses Cortisonspray fällt keinem was ein. Ich weiß nur nicht, wie lange wir denn bitteschön noch abwarten sollen? Ich bin allmählich kaum mehr in der Lage zu arbeiten geschweige denn meinen Haushalt in den Griff zu kriegen, weil ich so schlapp bin und keine Kraft mehr hab und überall Schmerzen hab. Das interessiert die Ärzte leider nur nicht.

    Da braucht man sich nicht wundern, wenn man irgendwann depressiv wird. Und dann haben die Ärzte ja gleich ne neue Ursache, dass ja alles rein stressbedingt und psychosomatisch ist. Und somit kümmert man sich erst recht nicht mehr um einge weitere Abklärung.

    LG

    Sini

    Sini05
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Hallo zusammen,

    also irgendwie manifestiert sich bei mir grad eine „Wochenendmigräne“. Jedenfalls lieg ich grad jedes Wochenende mit Migräne flach. Wobei ich grad nicht weiß, was ich schlimmer finde: die Kopfschmerzen oder die Übelkeit.

    Der Dauerhusten wird auch nicht besser und ich hab inzwischen schon Schmerzen im linken unteren Rippenbereich beim tiefen Einatmen und beim Husten. Dazu meldet sich mein linkes Knie seit einigen Tagen wieder schmerzhaft und ich kann kaum mehr laufen. Schlafen geht momentan nur mit Schmerzmitteln.

    Und beim Lungenarzt komm ich nicht wirklich weiter. Es soll jetzt ein CT vom Brustkorb gemacht werden und dann sieht man weiter. Nur dauert das wieder, bis ich da nen Termin bekomme. Und vom Lungenarzt heißt es nur:“Jetzt haben Sie schon so lange Husten, da kommt es auf die paar Wochen auch nicht mehr drauf an.“ Na herzlichen Dank aber auch.

    Es sind grad einfach wiedermal zu viele gesundheitliche Baustellen auf einmal. Das macht die Sache so schwierig für mich.

    LG

    Sini

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Hallo Sini,

    sehr unbefriedigend, dass Du mit der Abklärung irgendwie nicht weiterkommst. Hattest Du schon mal Kortison wegen des Hustens? Einfach mal nur zum Testen, ob es damit besser wird. Gibt es als Spray, ist einfach zu handhaben. Frag doch mal direkt danach, bevor sie Dich weiter nur warten lassen.

    Wenn Du am Wochenende Migräne hast, versuche, auch dann den selben Rhythmus wie unter der Woche einzuhalten. Manchen hilft das ganz gut.

    Alles Gute und schnelle Besserung,
    Bettina

    Sini05
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Hallo Bettina,

    und erstmal vielen Dank für deine Antwort.

    Cortisonspray hatte ich jetzt schon 2 verschiedene verschrieben bekommen. Das ist ja das erste, was den Ärzten bei Dauerhusten einfällt. Hat aber jedesmal genau gar nichts geholfen. Im Gegenteil, es wird dadurch eher schlimmer. Also hab ich’s wieder weggelassen. Momentan hab ich also fast nichts mehr zum Behandeln, da selbst meine Codeintropfen inzwischen aufgebraucht sind (und die leider ohnehin nur in sehr hoher Dosierung eine geringe Wirkung aufweisen) und mir nichts mehr verschrieben wurde.

    Leider zieht sich das mit der Abklärung einfach nur extrem. Ich hoffe inzwischen einfach nur, dass es jetzt von alleine mal besser wird. Denn lange halte ich das so nicht mehr aus.

    Das mit dem geregelten Tagesablauf ist bei mir so eine Sache. Das ist in meinem Job schlichtweg nicht möglich. Ich versuche es zwar einigermaßen, aber ganz genau geht es leider nicht. Man muss sich immer danach richten, wann die Fahrschüler Zeit haben und das ist eben sehr unterschiedlich. Es ist nicht der migränetauglichste Beruf, aber ich habe aktuell keine Alternativen und ich muss ja irgendwie arbeiten und Geld verdienen. Sobald ich eine geeignete Alternative finde, werde ich über kurz oder lang den Job wechseln. Aber erstmal muss ich da noch eine Weile durchhalten.

    LG

    Sini

    • Diese Antwort wurde geändert vor 8 Monate von  Sini05.
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