Neu hier mit Kopfschmerzen – Sini05

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  • heika
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    Ach, Sini, das tut mir ja so was von leid für dich, dass diese Husterei immer noch anhält. So etwas kostet einem wirklich den letzten Nerv.
    Dein Lungenfacharzt hat sicherlich auch in Richtung virale Lungenentzündung gedacht. Diese kann nämlich ohne Fieber und ohne die schweren Krankheitsgefühle auftreten und wird oft gar nicht bemerkt.

    Und eine trockene Rippenfellentzündung, die man in bildgebenden Verfahren nicht sieht, tritt eher nach Infekten auf, doch den hattest du ja nicht, wie du weiter oben geschrieben hattest. Außerdem hättest du ganz fürchterliche Schmerzen, v.a. beim Husten, da könntest du gar nicht mehr arbeiten. Deine Schmerzen hören sich eher nach „Muskelkaterschmerzen“ an, auch sehr unangenehm.

    Ich wünsche dir so sehr, dass du bald von einem Facharzt eine Diagnose und eine wirkungsvolle Therapie erhältst!

    Mitfühlender Gruß
    Heika

    P.S. Ich habe gerade ein paar frühere Beiträge von dir nachgelesen gehabt. Da hattest du bereits geschrieben gehabt, dass du Naproxen nicht verträgst. Tut mir leid, dass ich das nicht mehr auf dem Radar hatte, doch wir schreiben hier oft recht viel und können nicht alles immer abspeichern, was schon geschrieben wurde. Und mir fehlt auch oft die Zeit zum Nachlesen. Wie gut, dass du und andere so geduldig und nett sind und das dann auch noch ein zweites Mal schreiben.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 8 Monate von  heika.
    Sini05
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Hallo zusammen,

    irgendwie komme ich in letzter Zeit nur zum Lesen, aber nicht zum Schreiben.

    Die Husterei hat sich in meinem Urlaub jetzt wieder etwas beruhigt. Ganz weg ist es noch nicht. Dafür habe ich seit November jetzt den zweiten Infekt mit Schnupfen. Davor hatte ich seit Februar Ruhe vor Infekten. Mal sehen, wie es jetzt mit dem Husten weitergeht, wenn ich wieder arbeite. Falls es jetzt dann wieder schlimmer werden sollte liegt es nahe, dass es mit dem Arbeiten zu tun hat. Dennoch will mein Lungenfacharzt noch eine Bronchoskopie machen. Das dauert allerdings wieder, bis ich da einen Termin bekomme.

    Migränetechnisch war der Dezember ziemlich heftig mit 11 Tagen. Sonst sind’s meist nur so 6 im Monat. Mal sehen, wie es jetzt im Januar weitergeht. Ab wie vielen Tagen sollte man über eine Prophylaxe nachdenken? Momentan habe ich das noch nicht für nötig gehalten.

    Ich hoffe nur, dass sich meine Migräne nicht doch irgendwann chronifiziert. Wenn ich bei der Migräne-App den Test mache kommt seltsamerweise ein hohes Risiko für eine Chronifizierung raus.

    Und dann habe ich da noch eine Frage zu der App. Was hat das mit diesem Midas-Score auf sich? Das hab ich auch noch nicht so ganz verstanden, weil da bei mir ein Wert von 3 rauskommt, aber das kann bei mir doch eigentlich gar nicht passen?

    LG

    Sini

    • Diese Antwort wurde geändert vor 6 Monate, 1 Woche von  Sini05.
    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27898

    Hallo Sini,

    schön, dass der Husten zumindest etwas nachgelassen hat. Eine Bronchoskopie ist sicher sinnvoll, um der Sache auf den Grund zu gehen.

    Wenn ich bei der Migräne-App den Test mache kommt seltsamerweise ein hohes Risiko für eine Chronifizierung raus.

    Lass Dich nicht stressen, dieser Chonifizierungs-Test ist ein wenig „eng gesteckt“. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sini05
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Hallo Bettina,

    okay, Danke für deine Antwort.

    Irgendwie stelle ich bei meiner Migräne gerade fest, dass es scheinbar bereits 24 h vor Attackenbeginn gewisse Vorboten zu geben scheint. Und zwar habe ich rund einen Tag vorher schon Gleichgewichts-, Koordinations-, Sprach- und teilweise auch Sehstörungen. Bislang ist mir das nie so aufgefallen, dass diese Symptome einer Migräneattacke vorausgehen. Diesmal war das allerdings sehr deutlich so. Ist das typisch für Migräne?

    Gestern folgte dann eine ziemlich heftige Migräneattacke. Diesmal ausnahmsweise nur einseitig (hab sonst leider meist beidseitig Kopfschmerzen, diesmal war’s nur rechts) mit extremer Übelkeit. Ich sah mich schon die halbe Nacht über der Schüssel hängend, aber ich musste dann zum Glück doch nicht erbrechen. Ich musste dann gleich 2 Vomex nehmen um die Übelkeit einigermaßen in den Griff zu bekommen. Da ich gerade leider keine Triptane mehr im Haus hab, hab ich vor lauter Verzweiflung eine Mischung aus Tramal-Tropfen und Paracetamol eingenommen in der Hoffnung, dass es wenigstens etwas gegen die Kopfschmerzen hilft. Es dauerte dann zwar gut eine Stunde, aber dann wurde es endlich tatsächlich besser. Und bis jetzt kamen die Schmerzen auch noch nicht zurück.

    Normalerweise gehen die Attacken bei mir ja immer 3 Tage lang. Wenn ich nichts nehme dauert’s 3 Tage und bei Rizatriptan kommt der Kopfschmerz auch immer zurück sobald die Wirkung nachlässt und dann hab ich auch 3 Tage lang die Attacke. Dieses Mal bin ich nicht wieder mit Kopfschmerzen aufgewacht wie sonst. Kann natürlich auch Zufall sein, dass es diesmal komplett weg ist. Oder eben dass Rizatriptan für mich nicht das idealste Triptan ist.

    Ich fürchte, da geht langsam kein Weg mehr daran vorbei, einen kompetenten Neurologen zu suchen. Das dürfte allerdings nicht ganz so einfach werden. Hier gibt’s nicht so viele. Und bislang hab ich mit Neurologen auch nicht die besten Erfahrungen gemacht (bisher jedesmal Fehldiagnosen).

    LG

    Sini

    • Diese Antwort wurde geändert vor 6 Monate von  Sini05.
    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Hallo Sini,

    rgendwie stelle ich bei meiner Migräne gerade fest, dass es scheinbar bereits 24 h vor Attackenbeginn gewisse Vorboten zu geben scheint. Und zwar habe ich rund einen Tag vorher schon Gleichgewichts-, Koordinations-, Sprach- und teilweise auch Sehstörungen. Bislang ist mir das nie so aufgefallen, dass diese Symptome einer Migräneattacke vorausgehen. Diesmal war das allerdings sehr deutlich so. Ist das typisch für Migräne?

    ja, das sind typische Vorboten der Migräne.

    Da ich gerade leider keine Triptane mehr im Haus hab, hab ich vor lauter Verzweiflung eine Mischung aus Tramal-Tropfen und Paracetamol eingenommen in der Hoffnung, dass es wenigstens etwas gegen die Kopfschmerzen hilft. Es dauerte dann zwar gut eine Stunde, aber dann wurde es endlich tatsächlich besser. Und bis jetzt kamen die Schmerzen auch noch nicht zurück.

    Tramal ist keine geeignete Akuttherapie für Migräne, Abhängigkeit kann eintreten, zudem ist die Wirkung in aller Regel nur mittelgut. Meist erlebt man eine Besserung auch über die starke Sedierung. Paracetamol wirkt kaum bei Migräneattacken.

    Dass die Schmerzen bis jetzt nicht zurückkamen, liegt ziemlich sicher nicht an dieser speziellen Therapie. Das war wohl eher Zufall. Wenn Du aber zu langen Attacken neigst, könntest Du das Rizaptriptan mal austauschen gegen ein langwirkendes wie z. B. Eletriptan. Dieses wirkt auch ähnlich stark wie Rizatriptan, aber viel länger.

    Ich fürchte, da geht langsam kein Weg mehr daran vorbei, einen kompetenten Neurologen zu suchen. Das dürfte allerdings nicht ganz so einfach werden. Hier gibt’s nicht so viele. Und bislang hab ich mit Neurologen auch nicht die besten Erfahrungen gemacht (bisher jedesmal Fehldiagnosen).

    Defintitiv! Und zwar so schnell wie möglich.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sini05
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Hallo zusammen,

    ich habe nun einige Zeit nichts mehr von mir hören lassen. Das lag zum einen daran, dass nach dem migränetechnisch heftigen Monat Dezember der Januar und die erste Hälfte des Februars relativ gut mit nur wenigen Attacken verliefen und zum anderen, dass sich eine weitere gesundheitliche Baustelle auftat. Aber nun der Reihe nach.

    Nach der Lungenspiegelung zur weiteren Abklärung meines Dauerreizhustens folgte zum einen ein kleiner Kreislaufkollaps aufgrund der langen Nüchternheit und zum anderen eine übelst heftige Migräneattacke. Am nächsten Morgen musste ich mich erstmal übergeben, was bei mir sonst glücklicherweise bei meinen Migräneattacken sonst nicht der Fall ist. Daran konnte auch Vomex nichts mehr ändern. In Ermangelung eines Triptans im Haus hab ich meinen Papa erstmal zur Apotheke geschickt um mir Naratriptan zu besorgen. Das hat dann soweit auch geholfen, aber am nächsten Tag kamen die Kopfschmerzen, wenn auch inzwischen etwas abgeschwächt wieder.

    Dann war jetzt wieder eine Weile Ruhe und seit gestern hab ich wieder eine übelste Attacke. An Schlafen war trotz 100 mg Vomex nicht wirklich zu denken. Das Naratriptan möchte ich mir gerne für morgen aufheben, da ich da wieder arbeiten muss. Aber so, wie die Schmerzen und Begleiterscheinungen im Moment sind, werde ich es doch für heute Nacht schon nehmen müssen.

    Und genau die Begleiterscheinungen gehen mir mächtig auf die Nerven. Ich hab wiedermal übelste Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen. So übel, dass ich vorhin die letzte Treppenstufe verpasst habe und ins Leere getreten bin. Zum Glück bin ich nicht gestürzt, hab aber seitdem zusätzlich noch fiese Rückenschmerzen und kann nicht mehr gerade und aufrecht gehen. Da werde ich heute Nacht auch noch zusätzlich Schmerzmittel nehmen müssen. Und meine warmen Kirschkernkissen mit ins Bett nehmen.

    Ach ja, und das mit dem Husten hat sich als chronische Bronchitis aufgrund eines angeborenen Proteinmangels (das normalerweise die Lunge bei Infekten vor der Zerstörung durch körpereigene Immunzellen schützen soll) aufgrund eines Gendefekts herausgestellt (ich bin nämlich Nichtraucher und hab auch noch nie geraucht).

    So gesellt sich grad bei mir Erkrankung um Erkrankung hinzu und allmählich bin ich doch echt am Überlegen, einen GdB zu beantragen.

    Soweit von mir.

    LG

    Sini

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27898

    Hallo Sini,

    so eine schwere Attacke nach dem Untersuchungsstress und dem langen Nüchtern-Sein ist leider völlig normal. Besorge Dir doch mehrere Triptane, man sollte als Betroffener immer welche im Haus haben.

    Gute Besserung, auch für den Rücken.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sini05
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Hallo Bettina,

    und erstmal vielen Dank für deine Antwort.

    Ja, es wäre durchaus geschickt, immer Triptane im Haus zu haben. Aber ich komm grad vor lauter Arbeiten nicht zum Arzt und in der Naratriptanpackung waren nur 2 Stück drin und die sind leider schon ganz schön teuer. Ich muss da für mich erstmal irgendwie einen Weg finden, wie ich das Ganze manage. Momentan eiere ich da noch ganz schön rum.

    LG

    Sini

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Guten Morgen, Sini,
    bei Medikamente per Klick bekommst du das Naratriptan für 2,48€/2Stück versandkostenfrei ab 10€ Einkauf.
    Lieber Gruß,
    Julia

    Daniela
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 672

    Hi Sini,

    wenn du deinen papa zur Apotheke schicken kannst, dann schick ihn doch auch zum Arzt…

    Ich komme auch schwer zu Arztöffnungszeiten hin. Aber ich bestelle meine Rezepte telefonisch und schick meinen Mann hin zum abholen.
    Das muss man halt nur organisieren und einen Arzt haben, der das mit macht ;o)

    Eigentlich müsste ich mir mal nen neuen Hausarzt suchen, weil ich umgezogen bin und der alte eigentlich ungünstig liegt…aber der verschreibt mir alles was ich brauche, so dass ich eigentlich kaum direkt zu ihm muss; deshalb ist es im Moment ok so.

    Er verschreibt mir Naproxen, Naratriptan, eben alles was ich regelmäßig brauche; vorm Urlaub gern auch mal ein Rezept mehr. So habe ich immer mind. 1 Riegel Naratriptan zu Hause (in der „großen“ Packung sind dann 12 Stück drin, für 5€ Rezeptgebühr).

    Grüßle Daniela

    Sini05
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Hallo ihr beiden,

    so, nachdem ich am Donnerstag wegen plötzlicher heftiger Unterbauchschmerzen außerplanmäßig doch noch zum Hausarzt musste und an dem Tag ohnehin Migräne auch noch hatte, hab ich mir gleich mit ein Rezept für Rizatriptan geben lassen. Hab mir dann in der Apotheke auch gleich noch Naratriptan mitbesorgt. Somit bin ich erstmal wieder eine Weile versorgt.

    Allerdings hab ich mich dann nicht getraut, ein Triptan mit dem wegen den Unterbauchschmerzen verschriebenen Novalgin zu kombinieren und hab dann nur Novalgin genommen. Gegen die Migräne hat’s dann aber trozdem ein bisschen geholfen, gegen die Bauchschmerzen leider gar nicht. Da hat bislang leider auch keiner so recht rausgefunden, was das war. Im Moment ist es von alleine wieder besser geworden.

    Wahrscheinlich liegt’s am momentanen Stress auf Arbeit. Das halte ich so nicht mehr lange durch. Meist kommen dann die Migräneattacken allerdings genau dann, wenn man wieder zur Ruhe kommt. Da ich aber auch das ganze Wochenende über eher im Stress war, dürfte das erst nächstes Wochenende passieren.

    LG

    Sini

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Hallo Sini,

    wurde denn eine abdominelle Migräne ausgeschlossen?

    Allerdings hab ich mich dann nicht getraut, ein Triptan mit dem wegen den Unterbauchschmerzen verschriebenen Novalgin zu kombinieren und hab dann nur Novalgin genommen.

    Wenn das Triptan gegen die Bauchschmerzen wirkt, könnte man annehmen, dass es eine abdominelle Migräne ist. Vielleicht doch mal testen – aber dann ohne Novalgin? Frag mal den Arzt, ob das für Dich Sinn machen könnte. Und wenn möglich natürlich Stress minimieren, wo es nur möglich ist. Entspannungsverfahren anwenden, an regelmäßige Pausen denken, keine Mahlzeit auslassen usw.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sini05
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Hallo Bettina,

    und vielen Dank für deine Antwort.

    Ich glaube, mein Hausarzt hat auf dem Gebiet nicht ausreichend Ahnung, ob das eine abdominelle Migräne gewesen sein könnte. Die Schmerzen waren jedenfalls nach 3 Tagen wieder weg, sodass ich eine ernstere Ursache ausschließen kann.

    Ich hab mal ein bisschen gegoogelt zur abdominellen Migräne, finde dazu aber nur was, dass es das bei Kindern gibt, aber nix bei Erwachsenen. Kann es das dennoch bei Erwachsenen auch geben? Die Symptome würden eine Reihe fraglicher Bauchschmerzattacken, die so über 3 Tage anhalten bei mir erklären. Das hab ich alle paar Jahre mal, lag deswegen auch schonmal im Krankenhaus und keiner hat jemals eine Ursache dafür gefunden. Das behalte ich mir auf jeden Fall mal im Hinterkopf, falls so etwas wiedermal vorkommen sollte, dann kann ich die Ärzte gezielt danach fragen, ob das sein könnte. Oder ich probiere dann echt mal, ob ein Triptan gegen diese Art von Bauchschmerzen hilft.

    Leider war die Woche wie befürchtet extrem stressig. Ich hatte kaum Pausen und auch viel zu wenig Schlaf. Die Quittung hab ich seit heute Morgen, als ich schon mit Migräne aufgewacht bin. Das war mir allerdings schon klar, dass das jetzt am Wochenende kommen würde. Na ja, ich hoffe, dass es jetzt wieder wenigstens etwas ruhiger wird auf Arbeit.

    LG

    Sini

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate, 3 Wochen von  Sini05.
    Sini05
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Kleiner Nachtrag, hab grad eine kuriose Erfahrung mit meinem Rizatriptan gemacht. Nachdem mich meine Migräne heute zunehmend mehr nervt, hab ich mich nun doch entschieden es nicht länger auszuhalten, sondern erst eine Vomex und zeitlich etwa versetzt eine Rizatriptan zu nehmen. Ich hab ja eine neue Packung bekommen. Nun steht sowohl auf der Verpackung als auch im Beipackzettel Tabletten drauf. Ich nehm die in den Mund und stelle fest, dass es doch ne Schmelztablette ist, weil die sich gleich aufgelöst hat und typisch wie die Schmelztabletten geschmeckt hat. Ist nur etwas verwirrend, wenn überall drauf steht, dass es ne normale Tablette ist und man eben damit rechnet und dann feststellt, dass es doch keine normale Tablette ist. Aber dann sind die Packung und der Beipackzettel falsch deklariert oder die haben’s falsch abgepackt.

    LG

    Sini

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2055

    Liebe Sini,

    kann es sein, dass du Rizatriptan von Glenmark genommen hast? Dieser Hersteller bietet Rizatriptan in Form von Tabletten und in Form von Schmelztabletten an, wobei sich die Tabletten in ihrer Zusammensetzung nicht unterscheiden – bis auf den Hinweis im Beipackzettel „mit“ bzw. „ohne“ Flüssigkeit einnehmen 😉

    Bei den sonstigen Bestandteilen ist die Hauptkomponente sehr gut wasserlöslich – so dass es nicht verwunderlich ist, dass sich auch die Tablette (diese ist wie die Schmelztablette nicht überzogen) bereits im Mund auflöst…

    Es ist also weder falsch verpackt, noch versehentlich falsch deklariert. Nur etwas verwirrend, warum dieser Hersteller dann überhaupt 2 verschiedene Darreichungsformen anbietet.

    Nebenbei bin ich mit dem Präparat dieses Herstellers ganz zufrieden – im Gegensatz zu vielen anderen Generika kommt Glenmark ohne Lactose aus. Rizatriptan mit Lactose wirkt bei mir extrem verzögert.

    Liebe Grüße, Tanni

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5622

    Liebe Sini,

    abdominelle Migräne können tatsächlich auch Erwachsene haben. Ich kenne selber eine Patientin, die darunter leidet.

    Bei Kindern ist es nur sehr viel häufiger, deshalb werden Erwachsene bei dieser Thematik vernachlässigt.

    Lieber Gruß
    Heika

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Liebe Sini,

    wie Heika schon schreibt, sind auch Erwachsene von abdomineller Migräne betroffen. Mir wurde sie z. B. in der Schmerzklinik diagnostiziert, als ich dort zufällig eine solche Attacke hatte. Als Kind allerdings sehr viel häufiger.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sini05
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Hallo ihr drei,

    und erstmal vielen Dank für eure Antworten.

    Dann behalte ich mir das mit der abdominellen Migräne mal im Hinterkopf, falls so etwas wiedermal auftreten sollte. Kommt bei mir aber wie gesagt nur alle paar Jahre mal vor.

    @tanni: ja, die Rizatriptan sind von Glenmark. Mit der Wirkung bin ich auch voll und ganz zufrieden. Auf die Sache mit der Laktose habe ich noch nie so geachtet, obwohl ich nachweislich eine Laktoseintoleranz habe, weil alle Ärzte immer sagen, das würde keinen Einfluss haben. Aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass das doch einen gewissen Einfluss haben könnte und bei mir deshalb gewisse Medikamente, insbesondere in Tablettenform nicht ausreichend wirken. Muss ich das nächste Mal beim Arzt auch genauer nachhaken. Nur wird man bei sowas leider von den Ärzten nicht so richtig ernstgenommen.

    LG

    Sini

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate, 3 Wochen von  Sini05.
    Sini05
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Hallo zusammen,

    puh, jetzt habe ich schon ein Weilchen nichts mehr geschrieben. Das lag zum einen daran, dass es eine Zeitlang migränetechnisch relativ gut lief und zum anderen an relativ viel Stress auf Arbeit. Leider hat sich jetzt in den letzten Tagen alles so hochgeschaukelt, dass es jetzt bei dem zusätzlich fürchterlichen Wetter das Fass zum Überlaufen gebracht hat und ich seit gestern Mittag wiedermal mit übelster Migräne zu kämpfen habe.

    Ich habe mich gestern und heute Vormittag irgenwie noch durch die Arbeit gequält. Heute als ich beim Heimfahren bei mir in die Tiefgarage gefahren bin, hätte ich erstmal beinahe einen Pfeiler gerammt. Ist zwar alles nochmal gut gegangen, aber das beunruhigt mich schon sehr, dass sich eine Migräneattacke so übel auswirken kann, dass man beinahe irgendwo dagegen fährt. In so einem Zustand sollte ich in Zukunft definitiv nicht mehr arbeiten, geschweige denn selbst Autofahren.

    Rizatriptan und Vomex hab ich erst zu Hause genommen, da mich diese Medis plus die Erschöpfung durch die Migräne grad regelrecht umhauen. Zum Glück ist morgen Sonntag und ich kann mich erstmal ausruhen.

    LG

    Sini

    Sini05
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Hallo zusammen,

    jetzt hatte ich ja Freitag bis Sonntag eine 3-tägige ziemlich heftige Migräneattacke. Ich hab nur die ersten beiden Tage jeweils abends mit Rizatriptan und Vomex behandelt, damit ich überhaupt einigermaßen schlafen konnte. Nur habe ich irgendwie das Gefühl, dass die Migräne umso heftiger wiederkommt, wenn ich Triptane nehme. Und ich hab seitdem jetzt jeden Tag so unterschwellige Kopfschmerzen immer wieder mal ein paar Stunden über den Tag verteilt. Sind das noch irgendwelche Nachwehen der heftigen Migräneattacke oder kann das auch noch mit der Triptaneinnahme zusammenhängen? Ich hatte im Dezember mal eine ähnliche Phase mit vielen Tagen eher unterschwelligen Kopfschmerzen und 2 heftigeren mehrtägigen Attacken.

    Ich bin grad einfach zunehmend skeptisch Triptanen gegenüber, weil ich irgenwie das Gefühl habe, dass es die Migräne langfristig eher triggert und sie sich somit dann vielleicht schneller chronifiziert. Mir helfen sie bei den derartig langen Attacken (3 Tage am Stück) leider auch nur bedingt. Die meiste Zeit der Attacken muss ich somit leider eh irgendwie ausliegen.

    LG

    Sini

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4576

    Hallo Sini05,

    so lange Attacken sind natürlich das Grauen.

    Verständlicher Weise kann sich die Attackenfrequenz dann erhöhen, wenn man die 10/20 Regel nicht einhält. Wenn man durch die vermehrte Einnahme der Medikamente erst einmal fit ist, und dann immer so weiter macht. Wenn man dem Kopf keine Ruhe gönnt. Grundsätzlich verschlimmern Triptane die Migräneerkrankung nicht.

    Es kann aber ein subjetives Gefühl sein, was eben verstärkt werden kann, durch Ängste wie z.B. die Annahme, dass Triptane zwar gut helfen, aber schädlicher als normale Schmerzmittel für den Körper sind. Hast du diese Annahme und Angst im Nacken, kann die Erwartungshaltung schon ein Grund für diese subjetive Wahrnehmung sein. Du schreibst ja selbst auch, „ich habe das Gefühl“

    Das die Migräne sich immer wieder ändert, hast du sicher auch schon erlebt. So intensive Attacken können lange anhalten. Auch ich kenne es, wenn der eigentliche Anfall zwar vorüber ist, aber der KS immer nochmal wiederkommt und über Tage nicht so wirklich richtig verschwindet.

    Bei so lang anhaltenden Attacken muss die Akutmedikation natürlich gut angepaßt sein. Es gibt 7 verschiedene Triptane. Hast du da die optimale Medikamenten-Einstellung? Wenn die Wirkung nicht richtig anschlägt, solltest du auf jeden Fall mit deinem Arzt darüber sprechen und keine Unsicherheit aufkommen lassen.

    Triptane sind das Mittel der Wahl in der Akutmedikation bei Migräne.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 528

    Hallo Sini,

    lange und schwere Attacken zehren schon sehr an den Kräften! Ich wünsche dir sehr, dass du Möglichkeiten hast und nutzt, um wieder „aufzutanken“!

    Nur habe ich irgendwie das Gefühl, dass die Migräne umso heftiger wiederkommt, wenn ich Triptane nehme.

    Verstehe ich dich richtig, dass das Triptan für eine bestimmte Zeit eine gute Wirkung hat, danach aber der Wiederkehrkopfschmerz auftritt?

    Vielleicht nimmst du diesen als „heftiger“ wahr, weil der Unterschied zwischen Schmerzlinderung bzw. Schmerzfreiheit durch das Triptan und dem Wiederauftreten der Migräne bei nachlassender Wirkung des Triptans gerade in diesem Zeitraum so deutlich spürbar ist.

    Ich bin grad einfach zunehmend skeptisch Triptanen gegenüber, weil ich irgenwie das Gefühl habe, dass es die Migräne langfristig eher triggert und sie sich somit dann vielleicht schneller chronifiziert.

    Das Triptan wirkt oder wirkt nicht (ausreichend und gut), aber es triggert nicht (außer im Übergebrauch). Aber auch bei guter Wirkung „läuft“ die Attacke im Hintergrund weiter. Deshalb sagt Prof. Göbel auch, dass man sich, wenn man ein Triptan eingenommen hat, so verhalten sollte, als hätte man keines genommen. Und das bedeutet, wie du, liebes Sternchen, schon geschrieben hast, sich Ruhe zu gönnen, von Reizen abzuschirmen und nicht gleich wieder im Hamsterrad weiter zu laufen. Vielleicht hast du hier noch Spielraum.

    Alles Gute
    Katrin

    Viva la Vida! ?

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 479

    Ich kenne das auch.

    Wenn ich eine Migräne ausliege, habe ich innerhalb 24h Ruhe und sie ist weg.
    Wenn ich Triptane nehme, dann kommt sie nach ca. 18h wieder.
    Wenn ich dann nicht nochmal nachlege, kann ich davon ausgehen, dass sie in der ursprünglichen Heftigkeit wiederkommt und ich mindestens nochmal 24h damit zu tun habe.
    D.h. ich hätte die Triptaneinnahme auch gleich lassen können, ich habe die Attacke nur verschoben.

    Deshalb wenn ich schon Triptane nehme, dann muss ich nachlegen.
    Und bevor mir jetzt wieder einer mit Placebo oder Nocebo Effekten kommt, das habe ich wirklich schon ganz ganz oft so erlebt, auch wenn ich wirklich das Gefühl hatte bzw. mir sehr sicher war, ich bin durch und muss nicht nachlegen. Ich lag nicht auf der Lauer und habe darauf gewartet.

    Deshalb lege ich lieber nochmal nach, egal ob die „Datumsgrenze“ schon durch ist, oder ich liege gleich aus.

    Außerdem habe ich das schon so erlebt, wenn ich anschließend gearbeitet habe und wenn ich mich erholt habe.

    LG Anna

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate von  Anna.
    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 125

    Hallo Anna,

    mein Neurologe meinte auch, dass der Wiederkehrkopfschmerz bei Triptanen am höchsten wäre und bei vielen seiner Patienten die Attacken nur verschoben werden würden.
    Bei meiner Schwester ist es wirklich weg, bei einer guten Bekannten kann sie die Migräne nur „verschieben“ wenn sie zum Beispiel etwas wichtiges an einem Tag vor hat. Sie weiß aber genau, dass die Migräne dann einfach 10 Stunden später kommt.
    Ich hab ja letztens geschrieben (aber mein Körper ist eh seltsam), dass bei mir Triptane die Migräne sogar so richtig zum Rasen bringen und also nicht nur nicht helfen sondern sie sogar verschlimmern…

    Naja, jeder Jeck ist anders oder wie heißt es so schön? ?

    Liebe Grüße,
    Bea

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate von  Beatrice.
    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Guten Morgen in die Runde.

    Dieses Empfinden, dass die Triptane die Attacken im Grunde nur verlängern hatte ich über die Jahre auch immer wieder mal. Da ich aber nichts an der Medikation ändern musste, um auch wieder bessere und kürzere Attackenverläufe zu haben, bin ich für mich zu dem Schluss gekommen, dass es einfach die Migräne ist, die sich mal so, und mal eben auch anders, verhält.

    Würde es stimmen, dass Triptane die Attacken nur hinausschieben, dann würde ja jede ohne Medikation schneller beendet sein müssen. Ich behandel grundsätzlich nicht mehr als 6-7 meiner oft bis zu 20 Anfälle im Monat (ich kann oft liegenbleiben). Einen signifikanten Unterschied in der Dauer kann ich nicht feststellen. Ob mit oder ohne Behandlung, mal dauert ein Anfall nur einen Tag und mal auch viel länger.
    Was mir aber jetzt in dieser Diskussion bewusst wird ist, dass ich überhaupt nur darüber nachdenke, wenn die schlechte Serie nicht abreißen will. Ist der Spuk vorbei, die Anfälle kommen seltener und leichter daher, verschwende ich keinen Gedanken daran.

    Wenn einzelne Neurologen, die nicht den ganz großen Überblick der Schmerzklinik haben können, dann die „Erfahrungen“ ihrer Patienten übernehmen und weitergeben, besagt es nicht unbedingt immer etwas über die Richtigkeit der Aussagen.

    Ein unendliches Thema, in dem jeder versuchen muss, seinen eigenen Weg immer wieder neu zu gehen. Je nach dem, wie sich die Migräne gerade benimmt ?!

    Trotzdem wünschen wir uns mal einen schönen Tag für alle,
    Julia

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5622

    Ein interessanter Austausch, bei dem viele Aspekte absolut einleuchtend sind.

    Vorweg: Ich durfte durch eine andere Erkrankung einmal 3 ½ Monate lang keine Triptane nehmen. In diesen Monaten war meine Attackenfrequenz völlig unverändert, ebenso die Dauer der Attacken.

    Was den Wiederkehrkopfschmerz innerhalb einer einzelnen Migräneattacke betrifft, den es bei Triptanen natürlich geben kann, kann man sich bei den ausführlichen Beschreibungen der einzelnen Triptane unter „Migränewissen“ durchlesen. Dort werden sogar die Quoten für die Wiederkehrkopfschmerzen aufgeführt, je nach Triptan ist das mehr oder weniger.

    Jedes Triptan hat nur eine gewisse Wirkdauer. Ist die Attacke länger, kommt logischerweise der Schmerz wieder durch. Deshalb kann man manchmal mit Naproxen die Wirkdauer etwas strecken, allerdings nicht bei Frovatriptan, dort kann man nur die Wirkung des Triptans verstärken. Dieses hat nämlich eine extrem lange Halbwertszeit von ca. 20 Stunden, Naproxen von ca. 12. Doch bei allen anderen Triptanen übersteigt die Halbwertszeit des Naproxens die der Triptane.

    Es hilft, wenn man die Wirkungsweise der Triptane versteht. Triptane verhindern die Ausschüttung der CGRP an den Übertragungsstellen der Nervenzellen. Die CGRP „stauen“ sich und werden bei nachlassender Triptanwirkung wieder freigegeben und ins Blut ausgeschüttet. Ist das eine große Menge, die dann geballt ins Blut gelangt, kann diese Ausschüttung wiederum ein Reiz für das Entstehen einer weiteren Migräneattacke darstellen.
    So hat das Dr. Heinze mal bei einem Forentreffen erklärt. Und das erleben wohl diejenigen, die feststellen, dass die häufige (!) Einnahme der Triptane bei ihnen zu einer Zunahme der Migräneattacken führt.

    Wobei diese Ausschüttung nur ein Trigger darstellen kann. Wie wir wissen, braucht es in der Regel mehrere Trigger, um eine Attacke auszulösen.
    Und wegen dieser Wirkung erleben manche, dass sie nach einer ohne Triptane ausgehaltenen Migräneattacken manchmal eine größere Migränepause haben.

    Wobei man nun daraus auf keinen Fall schließen sollte, dass es besser sei, ganz auf Triptane zu verzichten, weil man dann die Attackenfrequenz senken könnte. Das ist zu kurz gedacht. Erstens ist das vielen Patienten gar nicht so, dass die Triptaneinnahme einen Einfluss darauf hat, und zweitens ist die Stressbelastung des Körpers durch ausgehaltene Schmerzen nicht zu unterschätzen!

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5622

    Was das „Verschieben“ einer Attacke betrifft, kann man sich jetzt auch herleiten.
    Deshalb riet Dr. Heinze damals dazu, gegen Ende einer Attacke lieber Naproxen, Ibuprofen o.ä. zu nehmen, weil diese Mittel einen anderen Wirkansatz haben. Das Triptan wirkt vor der Synapse der Nervenzelle, die normalen Schmerzmittel danach. Diese wirken dann gegen die Wirkung der CGRP, die bereits ins Blut ausgeschüttet wurden und werden. Dabei sprechen wir von der Wirkverstärkung des Triptans.

    Dauern Attacken lange, ist es natürlich ratsam, ein Triptan nachzulegen.
    Es soll nur klar sein, dass man präsynaptisch nicht beliebig lange „stauen“ kann. Deshalb erleben viele von uns, dass Triptane nach drei Tagen kaum oder gar nicht mehr wirken, auch wenn man die 10er Regel einhält.

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 125

    Hallo Heika und Julia,

    sehr interessant, vor allem die Wirkungsweise der Triptane habe ich glaube ich zwar vor langer Zeit schon einmal gewusst, da sie mir aber nie geholfen haben, auch wieder vergessen 😉

    Julia, ich gebe dir recht, aber mein Neurologe ist Leiter der Neurologischen Abteilung der größten Klinik hier in der Gegend und leitet ein Ambulantes Medizinisches Behandlungszentrum für Neurologie, hat also schon einen hohen Durchlauf an
    Patienten und damit sicher nicht so viel Erfahrung wie die Ärzte in Kiel aber wahrscheinlich mehr als ein normaler niedergelassener Neurologe. Er geht auch immer zu Fortbildungen nach Kiel und ist da schon fit denke ich.

    Mein vorheriger Neurologe hat ähnliches gesagt, ich denke irgendwas wird schon dran sein…?

    Liebe Grüße,
    Bea

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Hallo Bea,

    mit diesem „Wissen“, auch vieler Ärzte, kann man noch keinen Beweis liefern. Da helfen dann nur durch Studien erhobene Tatsachen und das Wissen um die Wirkmöglichkeiten der Medikamente. Und da sind Fachleute, wie die in Kiel, sicher näher dran.

    Und erstens entwickelt jeder Mensch, auch Ärzte, im Laufe der Zeit so seine eigene, durch viele Wiederholungen erreichte, Meinung und sieht es dann als Wissen an. Das muss aber nicht immer den Tatsachen entsprechen.
    Und wenn immer wieder Patienten diesen „Tatbestand“ berichten…., wird schon was dran sein. Oder eben auch nicht! Niemand wird einem Arzt erzählen, dass die Triptane die Migräne sicher nicht verschlimmern. Warum auch sollte man das beim Arzt erwähnen?
    Und zweitens ist es oft schwierig, auch für die Ärzte, dann wieder umzudenken und sich eines Besseren belehren zu lassen. Was man weiß, das weiß man schließlich!?
    Bestes Beispiel ist doch die immer noch anhaltende „Glorifizierung“ von Topiramat und Paracetamol, besonders schlimm in der Schwangerschaft. Bis das mal aus den Köpfen der Ärzte raus ist….

    Ähnlich ist es doch auch hier mit dem Forum. Nahezu alle Mitglieder, und besonders die, die viel schreiben, haben auch die heftigste Migräne. Da baut sich bei uns allen langsam aber sicher das Gefühl, oder Wissen?, auf, dass Migräne immer ganz oft und ganz schlimm auftritt. Das ist aber in der Gesamtbevölkerung gar nicht so, denn ganz viele Menschen haben eine eher moderate Migräne mit nur wenigen und/oder deutlich leichteren Attacken. Davon erfährt man hier in Headbook aber nahezu nichts. Diese Menschen sind hier nicht zufinden. Also entsteht bei uns der Eindruck, und damit ganz schnell auch das „Wissen“, dass Migräne immer und für alle ganz schrecklich ist.
    Ist sie aber nicht, genauso wenig, wie Triptane aufgrund ihrer Wirkweise immer neue Migräneanfälle auslösen können.

    Migräne ist einfach nur ein unergründliches Chamäleon in meinen Augen.

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3975

    Ich erlebe eher das, was Kathrin beschrieben hat:
    Wenn ich ein Triptan genommen habe und dann, weil es so herrlich gut wirkt, so weiter mache, als wäre keine Migräne da, dann kommt der Wiederkehrkopfschmerz nach einiger Zeit.
    Wenn ich aber „brav“ bin und mir bewusst bin, dass die Migräne noch da ist, auch wenn ich sie nicht spüre und ich mich deshalb „migränegerecht“ verhalte, dann kommt er nicht.
    Ich bin sicher, dass wir durch den Segen der Triptane selbst viel dazu beitragen, dass die Migräne so hartnäckig wird.
    Wir tun so als, wären die dieses Zaubermittel, von dem Prof. Göbel in dem Interview sprach.
    Ich bin sicher, dass ICH meine Migräne auf diese Weise chronifiziert habe.

    Die Dauer einer Attacke variiert bei mir auch, unabhängig davon, ob ich sie behandele und womit.

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