Neu hier – Denkpositiv

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  • Julia
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    Beitragsanzahl: 7469

    Sorry liebe Denkpositiv, das war grad ein bisschen übergriffig, aber mir fält immer wieder auf, dass ganz viele Mitglieder nicht zwischendurch auch mal die vielen anderen sehr wertvollen Antworten zu lesen scheinen. Es wundert mich, weil, je mehr Wissen, desto besser.
    Liebe Grüße,
    Julia

    denkpositiv
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 281

    Liebe Julia,

    danke, dass du den Link noch einmal hervorgezaubert hast. Die Tipps dort hatte ich natürlich schon gelesen. Seit damals habe ich manches immer mal wieder gerne aufgegriffen. Je nachdem welches Gesicht meine Migräne gerade zeigt.

    Was mir nicht mehr so präsent war, ist dein Tipp mit Koffein.

    Den werde ich mir auf jeden Fall vorknöpfen.

    Danke! Hab noch einen schönen Abend!

    Denkpositiv

    denkpositiv
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 281

    …macht mix, liebe Julia! Ich bin da nicht so dünnhäutig und denke, ich hab es so verstanden, wie du es gemeint hast. Auf jeden Fall – jede Info ist gut!

    Dank dir nochmal!

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7469

    😀 😀 😀

    Sigrid
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 140

    Liebe Denkpositiv, liebe Julia,
    ich hoffe es geht Euch gut und die Migräne lässt Euch heute in Ruhe.
    Wollte mich gestern abend noch melden, bin aber leider nicht ins Internet gekommen.
    Den Link von Dir, liebe Julia, habe ich genau gelesen und mir ist ein ganzer Kronleuchter aufgegangen. Seit einigen Wochen versuche ich, ein bißchen abzunehmen. Meine Hausärztin meinte dann, am Abend einfach die Kohlehydrate weglassen, dann geht es wie von selbst. Ich sagte ihr zwar, dass das bei mir mit meiner Migräne nicht geht, worauf sie mich nur ungläubig angeschaut hat. Daß man aber so aufpassen muß, das wußte ich nun wirklich nicht. Ich habe in letzter Zeit früher zu Abend gegessen und danach gab’s nicht mehr. Ich fühlte mich mit meiner „Willensstärke“ eigentlich ganz toll, habe aber gar nicht bemerkt, dass ich dann fast jeden Morgen mit Kopfschmerzen aufgewacht bin.
    Gestern abend ( ich hatte einen schlechten Tag) habe ich dann vor dem Schlafengehen noch einen Espresso getrunken und eine Vomex genommen, und bis 8.00 Uhr wie ein Baby geschlafen (das ist der Vorteil vom Ruhestand). Beim Aufwachen hatte ich keine Kopfschmerzen, jetzt geht es aber seit zwei Stunden wieder los. Aus Angst vor dem MÜK habe ich seit 01.06. keine Triptane mehr genommen und die täglichen Schmerzen mit dem Cefaly bekämpft. Ging eigentlich ganz gut, aber jetzt habe ich langsam keine Kraft mehr und ich werde mir wohl eine Allegro genehmigen. Auf jeden Fall gibt es heute abend ausreichend Kohlehydrate.
    Nochmals vielen Dank für den Tipp, ich kann mir schon nach den paar Tagen nicht mehr vorstellen, ohne das Forum auszukommen.
    Herzliche Grüße
    Sigrid

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7469

    Liebe Sigrid,

    ich freu mich über deinen schnellen Erfolg. 😀
    Du schreibst, du und deine Migräne, Ihr hättet schon die Silberhochziet zusammen gefeiert. Ich und die „Meine“ hatten schon die Eiserne und ich habe hier durch das viele Mitlesen immer noch mindestens Kerzen, die mir aufgehen!

    Große Mengen langsamverdauliche Kohlehydrate brauchst du nicht, die kann man sich mühelos am Tag absparen. Mir reichen schon 2 Vollkornzwiebach mit Milch und ein bisschen Sprühsahne, schmeckt besser 😉 .

    Und die Migräne, die am Morgen so unglaublich heftig und gemein das Wiedereinschlafen verhindert, kenn ich auch. Da hilft wirklich nur ein gutes kohlehydratreiches Frühstück. Dann aber die Schnellen, wie Marmelade und so. Und die Magnesium Direkt Stix samt Kaffee.

    Ich wünsch dir gutes Gelingen und schnelle Allegrowirkung,
    Julia
    Jul

    Sigrid
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 140

    Danke, liebe Julia, für die guten Tipps.
    Herzliche Grüße
    Sigrid

    PS: Noch eine Frage, wie hast Du die schöne Blume in Dein Profil bekommen. Mein grünes Männchen gefällt mir gar nicht.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Liebe Sigrid,

    nun konnte zumindest schon ein Trigger entlarvt werden und das Gute daran, Du kannst diesen mit wenig Aufwand kaltstellen. 😉 Dass Deine Ärztin darüber gar nicht Bescheid wusste, ist schon ein bisschen schade, aber Du kannst sie ja jetzt aufklären.

    Du kannst Dir selbst ein Bildchen hochladen, geh einfach in Dein Profil. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    denkpositiv
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 281

    Ein herzliches Hallo!

    Meine heutige Überschrift könnte heißen „Keine Prophylaxe gefunden – und jetzt?“.

    Nachdem ich seit Jahren auf der Suche nach einer für mich passenden Prophylaxe bin, äußerte sich mein Neurologe vor ein paar Tagen dahingehend, dass wir nun alles Wesentliche durch hätten.

    Tatsächlich probierte ich ganz viele Möglichkeiten aus, die sämtlich auch hier im headbook diskutiert werden. Nachdem ich aber sehr stark auf mögliche Nebenwirkungen anspreche, kam bis heute keine dauerhafte Behandlung zustande. Logisch, dass auch der zweifelhafte Hinweis eines anderen Arztes nicht weiterhalf, die Beipackzettel nicht mehr zu lesen, um mich prinzipiell erst gar nicht mehr mit Nebenwirkungen zu beschäftigen.

    Auch die vielen tollen Tipps aus dem headbook in Richtung Ernährung, Magnesium, Vitamine, Migravent und und und brachten meine Migräne nicht in ruhigeres Fahrwasser.

    Inzwischen habe ich alle Medikamente und Präparate – außer meinem Triptan, Naproxen und Vomex abgesetzt.

    Jeden Monat schleiche ich um die „magische 10“ herum (ich nutze fast immer die 10 Triptantage aus) und merke seit geraumer Zeit, dass ich mental gar keine Distanz mehr zu meiner Migräneerkrankung habe. Außerdem sitzt mir die Angst vor dem MÜK massiv im Nacken.
    Ich lege immer mal wieder einen Tag ein, an dem ich die Attacke durchstehe. Aber jeder hier weiß, wie brutal diese Tage sein können. Oft schaffe ich das nicht.

    Also habe ich Entspannungstechniken und autogenes Training ausgegraben. Das hat zumindest keine Nebenwirkungen – mal sehn wie es sich entwickelt.

    Mit Sicherheit bin ich nicht die einzige, die mit so einer geschilderten Situation umgehen muss. Da würden mich natürlich eure Erfahrungen sehr interessieren, wie ihr solche Phasen meistert. Ich dachte schon „ach was solls, ich nehm jetzt immer gleich das Triptan, ohne groß darüber nachzudenken, auch wenn es drei Tage hintereinander sind. Quasi ohne Rücksicht auf die 10-Tage. Aber irgendwie hab ich dabei kein gutes Gewissen.

    Euch allen ein schönes und nach Möglichkeit schmerzfreies Wochenende!

    Liebe Grüße von
    Denkpositiv

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3980

    Liebe Denkpositiv,

    da fallen mir spontan zwei Ideen ein:
    zum Ersten ist es vielleicht nicht nötig, das Gewissen zu hören, denn das speist sich aus Normen und Regeln. Besser wäre es, ein feines Körpergefühl zu entwickeln, was dir bestimmt nicht schwer fällt, wenn du so feinfühlig mit Nebenwirkungen reagierst. Ich behaupte das, indem ich von mir auf andere schließe. Ich spüre es körperlich, wenn ich zu viele Triptane in kurzer Zeit genommen habe. Der ganze Körper fühlt sich zunehmend schwer an und die Denke ist ausgesprochen müde und hat es satt.
    Diese Herangehensweise ist individuell auf dich abgestimmt, während das schlechte Gewissen sich an den Durchschnittswerten, die für MÜK aufgestellt worden sind, orientiert.
    Zum Zweiten hat es mir besonders gut geholfen, mich von dem ganzen Thema Migräne etwas mehr zu distanzieren, indem ich die Meditation sehr konsequent und sehr intensiv in meinen Tageablauf eingeführt habe. So, wie man sonst gewissenhaft die Prophylaxe-Medikamente nimmt , regelmäßig, möglichst immer zu gleichen Tageszeit, so hat dieses Üben bei mir einen festen Platz.
    Autogenes Training war mir immer zu kopflastig. Ich mag nicht noch mein Denken so betreiben, wenn mein Schädel sowieso schon erschöpft ist.
    Reines Entspannen reichte bei mir nie aus. So habe ich mir das Meditieren angeeignet und dafür vor allem das Buch von Jon Kabat Zinn zu Gemüte geführt. Dazu gibt es hier im headbook ein eigenes Forum, glaube ich. MBSR in der Gruppe Nicht-Medikamentöse Prophylaxe.
    Ich möchte dich auf diesem Weg, den du eingeschlagen hast, ermutigen. Ich glaube, es kann funktionieren, denn bei mir HAT es das.

    Alles Gute!!!
    alchemilla

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Liebe Denkpositiv,

    ich meine, Du solltest damit starten, Dir nicht immer allzu viele Sorgen zu machen. 😉 Du kannst fast immer die 10/20-Regel einhalten und das reicht mir persönlich z. B. aus. Ich schaffe das sehr gut mit zwei Prophylaxen und bin zufrieden damit. Du schaffst das jetzt ganz ohne Prophylaxe – ist doch nicht so übel.

    Ich kann mir daher vorstellen, dass mehr Gelassenheit schon mal automatisch mehr Entspannung und vielleicht auch die ein oder andere Attacke weniger bringt. 🙂 Entspannungsverfahren können gut unterstützen, wenn man das für einen individuell passende Verfahren gefunden hat, wie Alchemilla ja schon schreibt.

    Mehr Entspannung – weniger grübeln. 🙂

    Alles Liebe,
    Bettina

    denkpositiv
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 281

    Oh, ihr Lieben!

    Danke für euren Zuspruch!

    Ich möchte dringend eine Bremse für das Hamsterrad finden, das da in meinem Kopf rappelt. Schön, dass auch eure Tipps in diese Richtung gehen.

    Das ermuntert mich sehr – ich bleibe am Ball!

    Habt ein recht schönes Wochenende! Die gute Tat für heute könnt ihr auf jeden Fall schon mal in euer Lob-Heftchen eintragen 🙂

    Liebe Grüße
    Denkpositi

    denkpositiv
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 281

    Liebe Heika,

    du hast vorhin an anderer Stelle den schweren Verlauf deiner eigenen Migräne erwähnt. Wenn ich mir dann so manche deine verschiedensten Stellungnahmen durchlese finde ich mich an vielen Stellen selbst wieder.

    Wie kommst du denn aktuell klar?

    Was mich sehr interessieren würde ist, ob du zusätzlich zum Triptan irgend eine medikamentöse Prophylaxe laufen hast, welche das ist und ob du damit zufrieden bist?
    In der kommenden Woche habe ich wieder mal einen Termin beim Neurologen. Bisher war über viele Jahre jeder Prophylaxeversuch an den Nebenwirkungen der eizelnen Medikamente gescheitert und ich hatte schon beim letzten Termin den Eindruck, dass ihm nichts mehr einfällt.

    Verweise mich einfach in die Schranken, wenn die Frage zu persönlich ist :-).

    LG Denkpositiv

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5663

    Liebe Denkpositiv,

    ich wüsste nicht, was an einer Frage nach meiner med. Prophylaxe zu persönlich sein sollte 🙂 . Dazu gibt es Headbook ja, dass man sich über solche Themen austauschen kann.

    Ich komme aktuell ohne medikamentöse Prophylaxe klar.

    Das liegt daran, dass ich nicht über die 10 Schmerzmitteleinnahmetage pro Monat komme, weil ich Allegro nehme, das Triptan mit der längsten Wirkdauer. Für meine zweitägigen Attacken brauche ich oft nur eine Tablette und wenn das sanfte Allegro mal nur unzureichend wirkt, schiebe ich 500 mg Naproxen nach. Das klappt dann fast immer gut.

    Ein anderer Grund ist, dass ich manchmal Migräneattacken auf der rechten Seite habe (Verteilung der Seiten bei den Attacken links:rechts im Verhältnis ca. 80:20) und diese interessanterweise ohne starke Übelkeit und Erbrechen einhergehen. Es ist also „nur“ der reine Schmerz und den halte ich dann in der Regel ohne Triptan aus. Auf dieser Seite habe ich auch starke Augenschmerzen und ein Druckgefühl im Auge, das ist bei der anderen Seite nicht so. Und das Triptan wirkt bei dieser Art Schmerz nicht so gut wie auf der anderen Seite.

    Und wenn ich einen mehrtägigen Migränestatus habe, weiß ich aus Erfahrung, dass nach einigen Tagen mein Triptan eh nicht mehr richtig wirkt. Das stehe ich dann ohne Triptan und mit Hilfe von 150 mg Vomex-Zäpfchen in der Nacht und kompletter Arbeitsfreiheit durch.

    Ich hatte mal 3 Monate lang Flunarizin genommen, 10 mg pro Tag. Das machte mich derart müde, dass meine Lebensqualität enorm eingeschränkt war. Außerdem entwickelte ich einen Heißhunger, der kaum zu bändigen war. Es dauerte danach Monate, bis mein Gewicht wieder auf dem Ausgangswert war. Nach Rücksprache mit dem Arzt setzte ich es wieder ab, heute weiß ich, dass man gerade dieses Mittel besser 6 Monate lang nehmen sollte, um seine Wirkung gut beurteilen zu können.

    Dann wurde mir mal nach einer Erkankung die Einnahme von Triptanen verboten und mir gleichzeitig Topamax verschrieben. Leider ohne langsames Einschleichen, gleich von 0 auf 50 mg. Das haute mich um. Da war ich nicht mehr ich selber. Eigentlich bin ich eine folgsame Patientin, doch das Mittel setzte ich nach einigen Tagen eigenhändig ab.
    Ich möchte betonen, dass ich damals noch nichts von der Schmerzklinik Kiel wusste, auch nichts von dem Vorgängerforum von Headbook, sonst wäre das damals mit dem Topamax wohl anders gelaufen.

    Bei jeder medikamentösen Prophylaxe muss man grundsätzlich Wirkungen und Nebenwirkungen gegeneinander abwägen. Oft ist es nur eine Wahl zwischen „schwierig“ und „anders schwierig“.

    Ich habe inzwischen meinen Weg gefunden, kann den aber auch vor allem nur deshalb so gehen, weil ich mich beruflich umorientiert habe und flexible Arbeitszeiten habe. Das erspart mir den enormen Druck des „Ich-kann-doch-bei-der-Arbeit-nicht-schon-wieder-fehlen“. Ich ziehe respektvoll den Hut vor jedem Schmerzpatienten, der trotz Erkrankung auch noch eine Vollzeitstelle mit festen Arbeitszeiten bewältigt.

    So, das war jetzt persönlich, aber nicht zu sehr. Solltest du mich allerdings mal … … … fragen, dann streike ich! 😉 🙂 😀

    Lieber Gruß
    Heika

    denkpositiv
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 281

    Liebe Heika,

    ganz herzlichen Dank für deine Ausführung!

    Migräne hat tausende Gesichter und trotzdem ähneln sich manche Krankengeschichten. Auch ich hab seit Jahren die verschiedensten Prophylaxen, leider erfolglos, durchprobiert. Was eine medikamentöse Prohylaxe angeht, habe ich mir seit heuer selbst eine Ruhepause verordnet. Die vielen Versuche mit allen möglichen Nebenwirkungen haben mich so mürbe gemacht, dass ich schon gar nicht mehr ich selbst war.

    In meinem Fall ist es Naratriptan, das mir schon, seit es auf dem Markt ist, zuverlässig über die Migräneattacken hinüberhilft. Es sind monatlich fast immer 10 Triptantage aber so wie es jetzt ist, lasse ich es momentan laufen. Innerlich bin ich ruhiger geworden, was auch mit einer Ansage von Bettina in Bezug auf meine ewige Panik vor dem MÜK zu tun hat – sinngemäß, ich solle nicht so viel grübeln, sondern mehr entspannen.

    Und nun deine Schilderung, wie es bei dir so läuft. Ich danke dir wirklich dafür! Ist es doch die Bestätigung, dass weniger manchmal mehr ist 🙂

    Hab ein schönes Wochenende!

    Liebe Grüße von
    Denkpositiv

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5663

    Liebe Denkpositiv,

    da mein Triptan gerade gut wirkt, steht einem schönen Wochenende nichts im Wege, danke. ?

    Das Allerwichtigste ist, dass man den für sich optimalen Weg findet. Wir sind alle so grundverschieden und jeder hat auch seinen eigenen Stil, mit einer Erkrankung umzugehen, jeder hat zudem seinen ganz persönlichen Lebensentwurf bzw. seine eigenen Lebensumstände. Manches lässt sich gut übertragen, anderes passt vielleicht weniger.
    Der eine kommt vielleicht schon mit weniger als 10 Schmerzmitteltagen in einen MÜK, der andere kann großzügiger sein, ständig 10 Triptantage haben und alles ein wenig lockerer sehen. Ausreißermonate mit mehr als 10 Schmerzmitteltagen darf es hin und wieder sogar auch mal geben! Das entlastet doch enorm. – Vieles muss man einfach bei sich selber ausprobieren und dabei gelassen bleiben.

    Wie gut, dass Bettinas wichtige und richtige Aussagen bei dir schon so viel bewirkt haben! Weiter so! ?

    Aus reiner Angst vor einem MÜK würde ich niemals Schmerzen freiwillig aushalten, auch keine medikamentöse Prophylaxe schlucken und Nebenwirkungen in Kauf nehmen, solange es auch anders geht. Wenn bei mir in sehr schlechten Phasen hin und wieder kurz der Punkt kommt, an dem ich denke, ob ich jetzt nicht doch … ?, nehme ich meinen Schmerzkalender zur Hand und sehe schwarz auf weiß, dass bis jetzt auch immer wieder bessere Zeiten kamen, darauf vertraue ich dann und lehne mich beruhigt zurück.

    Lieber Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 5 Monate von  heika.
    denkpositiv
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 281

    Hallo in die Runde!

    Da haben wir den Salat! Wie es aussieht, ist Cefaly nur für wenige Patienten eine wirkliche Bereicherung. Tja, „Versuch macht kluch“ – oder so ähnlich ;-). Tragen wir es mit Fassung, wie so Vieles.

    Mir ist aber in der Diskussion um Cefaly ein ganz anderer Punkt aufgefallen. Deshalb schreibe ich nun an der Stelle „mein pesönlicher Schmerzverlauf“ weiter:

    Es kommt mir so rüber, dass wohl nicht nur ich die Erfahrung mache, dass Änderungen in der Therapie, zuerst positiv zu Buche schlagen, sich mit der Zeit aber regelrecht verflüchtigen.

    Mir geht es seit Jahren mit jeder Prophylaxe so. Ich starte mit einem Medikament, habe nach angemessener Zeit den Eindruck „puh, endlich etwas gefunden“ und schöpfe neue Hoffnung. Und dann – Satz mit X !!! Meine Migräne zeigt mir die lange Nase und alles ist wie vorher oder schlimmer.

    Alles Plazebo ?????????

    Am Freitag habe ich einen Termin beim Neurologen und komme mir schon ganz blöd vor, dass auch die Prophylaxe mit Bisoprolol nicht den erhofften Erfolg brachte. Er war nämlich beim letzten Termin schon der Meinung, dass wir nun über die Jahre alles durch hätten …

    Liebe Bettina,
    vielleicht kannst du mir einen Tipp geben, ob es überhaupt Sinn macht, den Arzt auf Micardis anzusprechen, wenn Metoprolol und Bisoprolol nicht geholfen haben.

    Herzlichen Dank!

    Ich wünsche euch allen einen schönen Abend und eine GUTE Nacht!

    Denkpositiv

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3980

    Liebe Denkpositiv,
    Bettina wird deine Frage sicher noch beantworten.
    Ich werfe nur schon einmal eine Bemerkung ein, dass bei mir Metoprolol, Bisopolol und Popranonol ganz unterschiedliche Wirkungen hatten, obwohl es alles Betablocker sind.
    Micardis ist aus einer ganz anderen Wirkstoffgruppe. Und daher eher nicht damit zu vergleichen.
    Ich denke, es hat immer Sinn, den Arzt zu fragen. Und auf eine gut begründete Antwort zu bestehen.
    LG
    alchemilla

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Liebe Denkpositiv,

    Alchemilla hats ja bereits erwähnt: Metoprolol & Co. sind Betablocker, Micardis ist ein Sartan. Ich nehme z. B. Amlodipin, das ein Kalziumkanalblocker ist – und alles sind sie Blutdrucksenker. Aber halt mit unterschiedlichen Ansätzen, unterschiedlicher Wirkweise, unterschiedlichen Nebenwirkungen. Frag auf jeden Fall mal nach Micardis, es ist einen Versuch wert.

    Die Erfahrung, dass Prophylaxen mit der Zeit an Wirkung verlieren, machen nicht wenige. Oft hilft es dann, die Dosis wieder anzupassen, also höher zu dosieren. Das kann auch noch eine Zeitlang helfen, manchmal muss man aber dann doch absetzen und eine neue Prophylaxe testen. Andererseits gibt es aber auch viele Betroffene, die viele Jahre mit einer Prophylaxe gut zurechtkommen, also auch gute Wirkung haben. Man wird nicht umhin kommen, es selbst zu testen. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    denkpositiv
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 281

    Liebe alchemilla, liebe Bettina!

    Herzlichen Dank für eure Rückmeldung. So kann ich morgen gut gerüstet den Termin beim Neurologen wahrnehmen.
    Er ist kein schlechter Arzt und ich kann mich auch vernünftig mit ihm austauschen, aber leider kennt er sich mit Migräne nicht wirklich aus.
    Was solls‘, ein neuer Termin – ein neues Glück. Manchmal kommt es mir schon so vor, wie der Griff in eine Lostrommel, wenn ich wieder in der Sprechstunde sitz.

    Habt alle einen schönen Tag!

    Eure Denkpositiv

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Liebe Denkpositiv,

    sei froh, dass Du in eine Lostrommel greifen kannst. 😉 Nicht selten ist ja auch ein toller Gewinn dabei. 🙂 Ich drück mal die Daumen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    denkpositiv
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 281

    Einfach mal dem Frust Luft machen…

    Hallo Ihr Lieben,
    hallo Bettina!

    …tja, so ist das mit der Lostrommel, oder der Pralinenschachtel – man weiss nie, was man bekommt.

    Ich war also beim Neurologen. Als ich nach dem Termin wieder auf der Straße stand und über das Gespräch in Ruhe nachdachte, kam mir der Gedanke vom sprichwörtlich „falschen Film“, im dem man sich manchmal wiederfindet.

    Seiner Weisheit letzter Schluss war nämlich: Wenn ich mit Bisoprolol nicht zufrieden sei, dann würde mir Micardis auch nicht weiterhelfen. Und bei so einer Migräne wie bei mir, würde er auf jeden Fall eine Ernährungsumstellung auf „naturbelassene“ Kost empfehlen. Man müsse ja nicht alles und immer zerkochen. Das wäre allemal besser als weitere Experimente bezüglich der med. Prophylaxe. Außerdem solle ich Nikotin (ich habe noch nie geraucht) und Rotwein (trinke ich auch nicht) meiden und auf Milchprodukte und weitgehend auch auf Kohlenhydrate (die brauchen wir doch, oder?) verzichten.

    Hatten wir das nicht alles schon mal ????? Diese Ratschläge bekam ich schon vor 20 Jahren von meiner ganz normalen Hausärztin. Vermutlich lohnt es sich aber nicht einmal, von so einem Termin enttäuscht zu sein.

    In diesem Sinne „jetzt mach ich erst mal nix, und dann warte ich ab“ 🙂 . Vielleicht bringt mir ja das Christkind einen neuen Neurologen mit moderneren Denkansätzen bezüglich Migräne 😉

    Habt alle einen schönen und möglichst schmerzfreien Tag!

    Eure Denkpositiv

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7469

    Huch, der bezieht seine komplette Weiterbildung wohl aus Frauenzeitschriften 😉 !

    Liebe Denkpositiv, da hilft nur weiter positiv zu denken und nach einem anderen Neurologen zu suchen.
    Schick ihm doch mal einen Auszug aus dem Migränewissen.

    Ich wünsch dir alles Liebe und einen besseren Arzt,
    Julia

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3980

    Liebe Denkpositiv,
    das Erlebnis gehört definitiv in dein dickes Tagebuch „Ich und meine Migräne“, welches du eines Tages als Trilogie ( mindestens) veröffentlichst. (Falls es einen Verleger gibt, der das nicht für völlig übertrieben hält).
    Am besten steigerst du dich jetzt in eine grelle brennende Wut hinein, denn so eine Wut setzt Kräfte frei, dass du dir
    a)jetzt sofort einen anderen Neurologen suchst und
    b) du dich von nichts und niemandem abwimmeln lässt mit irgendwelchen Sprüchen.

    Ich weiß, so was sieht unmöglich aus, aber mit dem entsprechenden Nachdruck ergibt sich vielleicht doch etwas.
    So jedenfalls, wie es jetzt ist, kann es ja nicht bleiben.

    Alles Gute
    wünscht dir
    alchemilla

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Liebe Denkpositiv,

    ich denke auch, dass Ihr beiden keinen Verwandten habt. 😉 Suche Dir lieber einen Neurologen, der sich fortbildet und Ahnung von Migräne hat. Wenn Du nicht aufs Christkind warten willst (das ist auch nicht immer so zuverlässig), dann schau doch mal in die Liste der Netzpartner. Den Link findest Du rechts in der Sidebar. 🙂

    Abhaken, keinen weiteren Gedanken mehr dran verschwenden, macht ja keinen Sinn.

    Liebe Grüße
    Bettina

    denkpositiv
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 281

    Hach – es ist so schön, dass es Euch gibt :-).

    Da schieb ich gleich ein großes Bündel Sonnenstrahlen zu allen Migränegeplagten, denn bei uns scheint die heute wirklich großzügig !!!

    Eure Denkpositiv

    … merkt ihr schon, wie ich mich ins Zeug lege, damit auch genug Sonne bei euch ankommt ? 😉

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Liebe Denkpositiv,

    also mit der Sonne hatte es vorgestern noch super geklappt im Urlaub, heute würde ich sagen, dass Du noch ein wenig üben solltest. 😀

    denkpositiv
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 281

    Ein herzliches Hallo!

    Manchmal kommt es anders als man denkt. Bei mir hat sich dieser Spruch bewahrheitet und so ist es ziemlich lange her, dass ich zuletzt hier im headbook aktiv war. Ursächlich war aber ein sehr schönes Ereignis, ich bin Zwillingsoma geworden – alles ist bestens! :-).

    In der Zwischenzeit hat sich hier wirklich viel getan. Neben den Einzelschicksalen ist mir natürlich das Thema um „Erenumab“ aufgefallen. Meine Migräne belastet mich nach wie vor sehr. Da bin ich natürlich auf das neue Medikament außerordentlich gespannt.

    Hoffentlich legen die Krankenkassen die Hürden für eine Verordnung nicht so hoch, so dass man es auch tatsächlich verschrieben bekommt und ausprobieren kann.

    Ich wünsche euch allen einen recht schönen Sommertag!

    Denkpositiv

    * Hallo Bettina! Bestimmt wird es im Laufe der Zeit viele Beiträge zu diesem Medi geben. Hat sich hier schon ein Schlagwort eingebürgert?
    Erenumab oder Aimovig oder CGRP ?

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7469

    Oh, liebe Denkpositiv, da schick ich doch gleich mal doppelte Glückwünsche ? ? ? ? und hoffe, dass es jetzt zwei Positivdenker mehr gibt auf dieser Erde.

    Dir und deiner Familie alles Liebe,
    Julia

    Wir haben schon ein Forum mit vielen Beiträgen: CGRP – Impfung gegen Migräne in der Gruppe Medien….., schau da mal rein!

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 2 Monate von  Julia.
    denkpositiv
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 281

    Liebe Julia,

    vielen Dank für deine Glückwünsche und den Hinweis in Sachen CGRP!

    Hab einen schönen Tag!
    Denkpositiv

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