Neues Mitglied möchte sich vorstellen (Anne)

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  • Anne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 43

    Hallo liebe Schmerzgeplagte,
    ich bin schon oft beim Stöbern nach neuen Aspekten zum Thema Migräne über Beiträge Eurer Foren gestolpert. Nun bin ich dabei und möchte mich kurz vorstellen.
    Ich leide seit dem 11 Lebensjahr unter Migräne. Von anfänglichen 4 Attacken im Monat habe ich mich auf 20 bis 30 Attacken gesteigert. Ich bin froh, dass es nun die Diagnose „chronische bzw. tägliche Migräne“ gibt. Die ersten Anzeichen, dass meine Schmerzkarriere in diese Richtung geht, stellten sich schon zeitig ein. Damals sagte mir der Neurologe, das kann keine Migräne sein.
    Ich lebe nun 37 Jahre mit der Migräne, habe alle prophylaktischen Maßnahmen hinter mir. Wobei sich die Migräne immer weiter verschlimmerte.
    Akut behandle ich die Attacken mit 100mg Indometacin und Almogran oder Ascotop. Almogran ist gut verträglich, dauert aber bis zum Wirkungseintritt und ist nicht so stark. Bevorzuge ich aber, da Ascotop, Sumatriptan … mich ganz schön fertig machen. Aber wirken schneller und intensiver.
    Nachdenken darf ich nicht über meinen Zustand. Nur nach einem Weg zu suchen, um hier rauszukommen, möchte ich weiterhin.
    Das solls kurz zu meiner Geschichte gewesen sein.
    Viele Grüße an alle Leidensgenossen
    Anne

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Nochmal willkommen, liebe Anne. 🙂

    Hast Du die Diagnose „chronische Migräne“ und „New daily persitent headache“?

    Du wirst einen MÜK zusätzlich haben, wenn Du alle Attacken behandelst. Nur an 10 Tagen im Monat sollte man Attacken behandeln, da die häufige Einnahme sonst selbst Kopfschmerzen auslöst.

    Nach eine Medikamentenpause wirst Du über eine Prophylaxe nachdenken müssen, schätze ich mal. Damit kann erreicht werden, dass Du die tägliche Attackenfrequenz wieder absenken und die 10/20-Regel einhalten kannst.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Conny
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1024

    Hallo Anne ..auch von mir ein herzliches Willkommen

    Das hört sich nach einem sehr geplagtem Leben an.
    Warst du denn schon einmal in einer Klinik?
    Wie Bettina schon sagte …ein Medikamentenentzug ist wohl dringend angesagt.Mich wundert das anscheinend deine Medikamente noch wirken.
    Nimmst du denn jeden Tag ein Triptan.
    Es wäre schön da noch etwas mehr von dir zu erfahren

    Liebe Grüße Conny

    marion
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 123

    Hallo Anne,

    erst mal herzlich willkommen.

    Da schließe ich mich Conny und Bettina an – ein Med.-Entzug ist bestimmt angebracht. Ja, viele durchlaufen eine Odyssee, bis man auf irgendjemanden trifft, der kompentent ist und einem helfen kann.

    Warst du in all den Jahren nie in einer Schmerzklinik zur Behandlung? Reha über die RV?

    Herzliche Grüße
    Marion

    Anne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 43

    Hallo und Grüße an Bettina, Conny und Marion,
    danke für Eure Antwort. Ich denke auch, dass ein MÜk mit eine Rolle spielt. Habe auch schon einige Male eine Medikamentenpause gemacht. Bin aber wieder sofort in eine chronische Phase gefallen (was nicht sehr motiviert, da es so eine Quälerei ist). In Kiel war ich vor 12 Jahren. Ich habe alle prophylaktischen Mittel (der ersten, zweiten und dritten Wahl ausprobiert). Botox war mein jüngster Versuch, der Migräne Herr zu werden. Nun denke ich oder besser gesagt meine Ärztin über eine Kur nach, um einen längeren Effekt nach der Medikamentenpause zu erzielen.
    Ich versuche nicht so viele Triptane zu nehmen. Das gelang mir in der Vergangenheit durch die Einnahme von 100mg Indometacin, was nach meiner letzten Prophylaxe leider nicht mehr so gut wirkt.
    Was wäre noch empfehlenswert als Alternative zu Triptanen?
    Liebe Grüße Anne

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Liebe Anne,

    es gibt keine Alternative zu Triptanen. 😉 Erstens wirkt nichts besser bei Migräne und zweitens ist es dem Nervensystem völlig egal, ob Du Triptane oder andere Schmerzmittel einnimmst. Den MÜK bekommst Du so oder so bei Übergebrauch.

    Wenn Du nach einer Pause gleich ein Kur genehmigt bekommen würdest, wäre das insofern nicht schlecht, da Du Dich erholen könntest und keine sonstigen Pflichten hättest. Für die Krankheit Migräne selbst ist eine Kur nicht zu empfehlen, weil meist kein Wissen zu Migräne und Kopfschmerzerkankungen besteht.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Anne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 43

    Liebe Bettina,
    vielen Dank für die Info. Gibt es schon erste Erkenntnisse zur Occipital Nerve Stimulation?
    Eine Frage habe ich zur 10/20 Regel. Maximal 10 Triptane ist mir bekannt, aber die 20 sagt mir nichts. Was ist darunter zu verstehen?
    Liebe Grüße Anne

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Liebe Anne,

    es gibt bisher nur positive Ergebnisse, aber man muss jetzt den Langzeitverlauf abwarten. Wir haben eine eigene Gruppe zur ONS.

    Die 20 bedeutet nur, dass man an 20 Tagen im Monat kein Triptan einnehmen sollte.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Liebe Anne,

    ich beantworte Deine Frage nach dem Kortison hier in Deiner Gruppe. Kortison hilft enorm bei der Pause, da es die Entzündung nimmt und die Absetzkopfschmerzen kaum durchkommen lässt. Verträgst Du es nicht, oder warum diese Frage?

    Eine wirkliche Alternative dazu gibt es nicht, allerdings kann man mit schmerzdistanzierenden und sedierenden Medikamenten ein wenig gegensteuern. Benzodiazepine (Diazepam) eignen sich und nieder- oder mittelpotente Neuroleptika (Melperon). Promethazin ist eigentlich ein Neuroleptikum, wird aber meist als Antihistiminikum eingestetzt. Unser allgemein beliebtes Vomex sediert auch gut.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Anne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 43

    Liebe Bettina,

    ich hatte im Januar Kortison genommen. Es ist sicherlich zu früh, um eine weitere Kortisontherapie zu beginnen, oder?
    Verstehe ich es richtig, dass Vomex der Favorit für eine Alternative darstellt?

    Liebe Grüße
    Anne

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Liebe Anne,

    Du hast recht, Kortison ist jetzt nicht möglich. Vomex ist halt das bekannteste Mittel und leicht erhältlich. Mehr distanzieren können Neuroleptika und Benzodiazepame. Wichtig wäre auch, dass Du Dich für einige Tage krankschreiben lässt.

    Gute Besserung,
    Bettina

    Anne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 43

    Liebe Bettina,

    vielen Dank für Deine Hinweise und liebe Grüße!

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Gerne, und komm da schnell wieder raus!

    Anne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 43

    Hallo, mein zweiter Versuch.
    Seit diesem Jahr ist die Verschreibung von Cannabisextrakten bei chronischen Schmerzen möglich. Habt Ihr Erfahrungen mit der Einnahme von Dronabinoltropfen bei Migräne? Wie sieht es mit der Dosierung aus, sollte es bei Bedarf oder eher prophylaktisch genommen werden, wie sieht es mit Erfolg und den Nebenwirkungen aus?
    Mir wurde die Einnahme empfohlen. Ich bin aber verunsichert, da es mehr oder weniger ein Ausprobieren ist. Vielleicht kann jemand von Euch schon von Erfahrungen berichten?

    Liebe Grüße
    Anne

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Liebe Anna,

    danke fürs Umsetzen. Bitte update immer nur hier in Deinem Schmerzverlauf, den Du immer wieder findest, indem Du auf Deinen Namen oder Dein Avatar klickst.

    Es gibt so gut wie keine Erfahrungsberichte, daher wird es die nächste Zeit immer noch ein Ausprobieren sein. Manche erhielten auch schon früher Dronabinol, aber für die Migräne scheint es wenig zu bringen. Es sediert u. a. und manche setzen diese Sedierung mit einer Art Wirkung gleich. Sedierung sollte man sich aber nicht über Cannabis holen.

    Neuerdings ist es offiziell freigegeben und die Kassen müssten eigentlich zahlen. Eigentlich, denn noch sträuben sich viele, so dass es für Patienten nach wie vor nicht so einfach ist.

    Am besten liest Du einfach mal meine Zusammenfassung, die ich anlässlich eines Vortrags von Prof. Göbel erstellt hatte: https://headbook.me/groups/alternative-behandlungsmethoden-bei-kopfschmerzen/forum/topic/canabis-versuch/page/2/#post-137418

    Liebe Grüße
    Bettina

    Anne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 43

    Liebe Bettina,
    danke für den Hinweis. Es hört sich leider nicht so erfolgsversprechend an.
    Sollte ich es ausprobieren, werde ich berichten.
    Bis dahin liebe Grüße
    Anne

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