Neues Mitglied (MinervusMaior)

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  • MinervusMaior
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 17

    Hallo,

    da ich neu bei Headbook bin, möchte ich mich kurz vorstellen. Ich bin 54 Jahre alt und ein Mann. Seit meiner Jugend habe ich Migräne. 2006 habe ich eine Depression bekommen und seit diesem Zeitpunkt habe an ungefähr zehn Tagen im Monat Migräne. Mein Arbeitgeber hat das nicht mehr mitgemacht und daher bin ich seit 2010 im Ruhestand. Mit meiner Migräne habe ich mich abgefunden und seither kann ich die Migräne leichter ertragen.

    Liebe Grüße
    MinervusMaior

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28315

    Willkommen, lieber MinervusMaior. 🙂

    Hattest Du denn so viele Fehlzeiten, konntest Du nicht arbeiten mit gut wirkendem Triptan? Oder waren die Depressionen das Hauptproblem?

    Dass Du jetzt weniger Druck hast, tut Dir sicher sehr gut. Bist Du zufrieden mit Deiner jetzigen Situation?

    Liebe Grüße
    Bettina

    MinervusMaior
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 17

    Hallo Bettina,

    von den Triptanen habe ich etliche ausprobiert, aber keines davon hat gut geholfen. Auch andere Medikamente zur Prophylaxe habe ich ausprobiert, von denen hat keines geholfen. Ich denke, dass die Migräne mit der Depression zu tun hat. Eine Migräne ist der beste Grund, um sich zurückzuziehen. Wegen der Depression war ich 2008 vier Monate in einer psychiatrischen Klinik, seitdem kenne ich mich besser, aber die Depression war danach nicht weg. Inzwischen nehme ich Amitriptylin und das wirkt gegen die Depression. Für mich war ein Schritt wichtig, nämlich die Migräne anzunehmen und nicht laufend neue Sachen auszuprobieren, die dann doch nicht helfen. Wenn ich Migräne bekomme, kann ich mich in mein Bett legen und ich muss nicht irgendwo hin gehen. Bei mir klappt es mit dem Schlafen bei einem Migräneanfall ziemlich gut und nach einem halben Tag im Bett geht es mir meist wieder etwas besser. Zu Deiner Frage, ob ich mit der jetzigen Situation zufrieden bin: Seitdem ich mich mit dieser Situation abgefunden habe, geht es mir besser und ich kann damit leben. Wichtig für mich war, die Migräne als einen Teil von mir anzunehmen.

    Liebe Grüße
    Alexander

    Conny
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1024

    Hallo Alexander .
    Schön das du mit deiner Migräne leben kannst.Ich habe sie auch schon lange und versuche erst jetzt ….durch das Forum mich damit abzufinden das sie ein fester Bestandteil meines restlichen Lebens sein wird.Vorher bin ich immer hinter einer Heilung hergerannt.Hier erfahre ich langsam das man viel tun kann um sich das Leben damit zu erleichtern.Da bist du schon weiter als ich.
    LG.Conny

    MinervusMaior
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 17

    Hallo Conny,

    ich wünsche Dir viel Kraft, damit Du auch mit der Migräne leben kannst. Wenn ich die Beiträge in den Foren lese, wird mir erst bewusst, wie gut es mir im Vergleich zu vielen anderen Mitgliedern geht. Für mich ist der Zustand erst erträglicher geworden, als mit dem Amitriptylin (wird in geringer Menge ja auch zur Migränevorbeugung verschrieben) meine Depression behandelt wurde. Danach wurde es mir klar, dass ich im Monat ungefähr zwanzig gute Tage habe und nur die zählen und dass sich das Leben deshalb lohnt. Wenn Du meinst, dass man „viel tun kann um sich das Leben damitzu erleichtern“, stimme ich Dir zu. Es tut einfach gut, wenn man sieht, dass man nicht allein ist.

    Liebe Grüße und lass Dich nicht unterkriegen
    Alexander

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28315

    Lieber Alexander,

    ich bin wirklich beeindruckt, wie sehr Du Deine Situation reflektierst und richtig einschätzt. Das Akzeptieren und Annehmen einer Sache, die nicht zu ändern ist, nimmt einen Großteil des Drucks raus, was wiederum der Gesundheit zugute kommt.

    Amitriptylin ist ein super Allrounder und wird sich im besten Falle auch positiv auf den Migräneverlauf auswirken.

    Liebe Grüße
    Bettina

    MinervusMaior
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 17

    Hallo Bettina,

    mir ist eines noch wichtig: „Akzeptieren und Annehmen“ ist etwas, das man nicht erzwingen kann. Mir ist bewusst, dass es mir daher besser geht, wie vielen anderen Mitgliedern hier. Ich sehe das als ein Geschenk an, das ich bekommen habe.

    Liebe Grüße
    Alexander

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28315

    Erzwingen kann man nichts, aber daran arbeiten ist wichtig. Eigentlich ist es ja kein Geschenk, sondern das Produkt Deiner „Bemühungen“. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Tanja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 764

    guten morgen minervusmaior,
    ich antworte mal hier in deinem thread-
    danke für den hinweis. klar, mein papa „entschuldigt“ sich auch dafür, dass er mir so ein schlechtes erbe mitgegeben hat, aber das ist ja keine schuldfrage, außerdem habe ich das auch von mütterlicher seite, also doppelpack, und so bin ich auch in der familie betroffen.
    aber ich denke ja, wie du sagst, dass er das nur nicht so nach außen verbalisiert, aber innen ist er schon betroffen und ist dabei eben „pragmatisch“:
    was hilfts, mitzuleiden, lieber sachlich bleiben und echte hilfe anbieten

    das ist schon in ordnung so, ich hab meinen papa ziemlich gern und lieb. nach den jahrzehnten merke ich ja auch, wieviel ich von ihm hab-
    da MUSS ich ihn ja lieben.
    😉
    schönen tag,
    tanja

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