Neuvorstellung soulsurfer und Frage bzgl. Wartezeit

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  • soulsurfer
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    Liebe Bea,

    das klingt wirklich furchtbar mit den ständig wandernden Muskelschmerzen, mag mir gar nicht ausmalen, wie du dich ständig fühlen musst.

    Bis zu meinem Schleudertrauma war ich ein völlig gesunder Mensch, der eigentlich nie krank war. Seitdem geht es nur bergab. Ich denke auch oft, so viel „Pech“ auf einmal kann man doch nicht haben, das muss doch alles irgendwie zusammenhängen?

    Bei dir war es das Schleudertrauma, bei mir meine Weisheitszahn-OP, nach dem der ganze Spuk los ging. Ich hatte zwar vorher schon immer sehr viel Migräne gehabt, war aber mit 8 bi 10 Anfällen noch nicht bei einer chronischen. Und dann ging es los mit atypischem Gesichtsschmerz, schlimmsten Nackenverspannungen, dann ein Jahr später diesem plötzlich aufgetretenen, migräneartigen Dauerschmerz über dem Auge und chronische Migräne, ein weiteres Jahr später beidseitige Trigeminusneuralgie mit brennendem Dauerschmerz über dem Ohr, an der Schläfe und unter dem Auge. Ich frage mich, was wohl nächstes Jahr kommt…

    Ich bin nie schmerzfrei und selbst wenn der Kopf einen guten Tag hat ist es halt der Unterleib, die Muskeln, bleierne Müdigkeit, die Beine…

    Dieser Satz hat mich sehr an mich erinnert. Irgendwas ist immer. Wenns nicht die Migräne ist, ists der Dauerschmerz, wenn nicht der Dauerschmerz, dann ists die Neuralgie, wenn nicht die Neuralgie bin ich depressiv, wenn nicht depressiv ists der Bauch usw…Ich weiß schon gar nicht mehr wie es ist, mal gar nichts zu haben.

    Ich lebe mein Leben so vor mich hin und denke ich komme einigermaßen zurecht. Und dann treffe ich mich mit einer Freundin, sie erzählt ein bisschen aus ihrem Leben und was sie so macht und erst dann wird mir wieder bewusst, wie viel ich eigentlich zurückstecke. Manchmal verliere ich den Blick für die Normalität…

    Gehst du arbeiten, Bea?

    Liebe Grüße und einen hoffentlich schmerzfreien Tag 🙂

    soulsurfer
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    Beitragsanzahl: 146

    Liebe Indie,

    Ich las neulich, dass eine Trigeminusneuralgie auch ein Symptom von MS sein kann. Ich will dich jetzt wirklich nicht verrückt machen, aber vielleicht würde es Sinn machen da nochmal nachzuforschen (ich weiss nicht wie lange MRT und Liquorentnahme bei dir her sind)?
    Hast du eigentlich schon Antikonvulsiva wie Gabapentin gegen deinen Dauerschmerz ausprobiert?

    Ja, genau das ist es auch, was mir Sorge bereitet. Nämlich, dass eine beidseitige TN oft symptomatisch ist, also eine Grunderkrankung vorliegt. Das MRT und Liquorentnahme sind genau 1 Jahr her, da hatte ich bereits den Dauerschmerz, aber noch keine Trigeminusneuralgie. Ich werde morgen meine Ärztin bitten, mich zumindest nochmal an die Radiologie zwecks MRT zu überweisen. Wenn das Bild dann unverändert zum Vorjahr ist, also keine neuen Läsionen hinzugekommen sind, wäre ich ja schon beruhigt.

    Ich nehme Pregabalin, das, wie Gabapentin, ebenfalls ein Antiepilektikum ist. Das wurde mir vor 2 Jahren gegen den atypischen GS verschrieben, da hat es auch geholfen. Wir sind jetzt gerade versuchsweise dabei, es noch höher dosieren, in der Hoffnung, dass es auch gegen den trigeminusbedingten Dauerbrennschmerz hilft. Ich bin allerdings schon bei einer täglichen Dosis von 450 mg, was ziemlich hoch ist (bis 600 mg wären theoretisch aber „drin“). Ich habe heute die Dosis erhöht, sollte sich in der nächsten Woche keine Besserung einstellen, werde ich besprechen, ob Gabapentin zusätzlich noch Sinn macht. Dann nehme ich zwar 4 Medikamente, aber ich kanns echt nicht ändern…

    Ich kann das total nachvollziehen. Bei mir ging im Dezember und Januar auch überhaupt nichts mehr, die Migräne kam eine nach der anderen, ohne dass es noch einen Trigger gebraucht hätte. Im Dezember wars der MÜK, im Januar logischerweise dann die Medikamentenpause, die mich komplett lahmgelegt hat. Darüber hinaus bin ich seit Juli letztes Jahr krank geschrieben und die Zeit läuft mir gefühlt davon.

    Das hätte mein Text sein können ? Dezember und Januar waren bei mir ebenfalls katastrophal, hatte mehrere Migränestatus mit bis zu 7 Tagen am Stück, bin zudem wegen Topiramat in eine depressive Phase verfallen, aus der ich mich rausgekämpft habe. Medikamente hochdosiert, nicht vertragen, ausgeschlichen…Habe glaube die beiden Monate fast nur auf der Couch verbracht, es war echt nicht schön.
    Ich bin auch seit Juli letzten Jahres krank geschrieben. Anfangs fand ich es auch gut so, ich brauchte die Zeit. Mittlerweile vermisse ich aber die Schule (bin 24 und mache eine Aubildung zur Erzieherin), denn so schlecht, dass ich im Bett liegen müsste, geht es mir nicht mehr, aber auch nicht so gut, dass ich ansatzweise in der Lage wäre zu arbeiten oder ähnliches. Ich lebe halt MIT den Schmerzen und dabei hoffe ich immer noch, bis August SCHMERZFREIHEIT erreichen zu können. Und ich bin mir mittlerweile nicht mehr sicher, ob das ein realistisches Ziel ist ?

    Bei mir hat der Schmerz allerdings auf Opipramol reagiert und war nach der ersten Einnahme schon „leiser“ gedreht. Allerdings habe ich das wegen diverser Nebenwirkungen nach einer Woche schon wieder abgesetzt. Meine Versuche mit Antidepressiva waren bisher immer die reinsten Horrortrips.

    Opipramol habe ich auch mit dem heutigen Tag abgesetzt. Habe es 2 Jahre lang genommen (100mg) und super vertragen, eins der wenigen Medikamente, von denen ich das behaupten kann. Gegen die Schmerzen hat es bei mir aber gar nichts gebracht (hatte es wegen einer psychischen Begleiterkrankung genommen). Von missglückten Medikamentenversuchen kann ich auch nur ein Lied singen. An Antidepressiva vertrage ich Mirtazapin und Brintellix (das aber dann ärgerlicherweise wieder vom Markt genommen wurde, bzw. nur noch auf Privatrezept erhältlich ist, weil die Kostenfrage mit den Krankenkassen nicht geklärt werden konnte). Ansonsten reagiere ich grundsätzlich mit den vielfältigsten Nebenwirkungen, oder aber die Wirkung bleibt total aus, oder aber ich vertrage es super, obwohl es als nicht gut verträglich gilt. Kurz gesagt, ich reagiere paradox.

    Mein Arzt sagt, der Dauerschmerz käme auch vom Trigeminusnerv (der Meinung bin ich auch, er wandert nämlich schön die Äste im Gesicht ab und hinters Ohr), aber ich hätte mittlerweile soviele verschiedene Kopfschmerzen, das ließe sich jetzt für ihn alles nicht so auseinander halten. Und der Schmerz tritt auch nicht zusammen mit der Migräne auf, sondern sie wechseln sich ab. Ich könnte mir also auch vorstellen, dass der Nerv einfach von der vielen Migräne überreizt ist.

    Klingt wie bei mir ?

    Ich wünsche dir, dass das Botox weiterhin seine gute Wirkung entfaltet und endlich etwas Ruhe in dein Schmerzgeschehen bringt! Ich mache gerade ähnliche Erfahrungen mit Aimovig ?

    Liebe Grüße

    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Monate von  soulsurfer.
    Flocke
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    Hallo liebe soulsurfer

    Ich habe schon häufiger Mal in diesem Forum gelesen, aber mich erst dazu durchgerungen, mich anzumelden, als ich deinen Fall gelesen habe.

    Ich habe mich stellenweise wirklich gefragt, ob ich den Text nicht selbst geschrieben habe und muss wirklich aufpassen, nicht in Tränen auszubrechen, weil es für mich kaum vorstellbar ist, das andere Menschen ähnliches erleben, zumal du, ebenso wie ich, auch noch sehr jung zu sein scheinst.

    Das Jahr 2017 war für mich eine ähnlich schlimme Zeit, mit schwersten Depressionen, Zwangsgedanken, Ängsten und schwerer Suizidalität.

    Ich war in drei verschiedenen Krankenhäusern, wurde mit Medikamenten abgeschossen und stellenweise aufs unwürdigste behandelt.

    Ich leide schon seit ich 20 bin an Depressionen und diese schlich sich langsam wieder verstärkt ein, allerdings wurde ich in den Krankenhäusern mit Medikamenten behandelt, die mich erst recht depressiv, emotionslos, suizidal etc. gemacht haben.

    Ich habe mich zum Ende hin sogar einigen EKT Sitzungen unterzogen, nur um wenig später festzustellen, das es mir ohne gewisse Medikamente plötzlich besser geht, da diese mich absolut abgestumpft, unruhig und depressiv gemacht haben.

    Was die Depression betrifft, war bzw. Bin ich eigentlich auf dem Weg der Besserung, aber auch nur dadurch, dass ich mich selbst zum Experten meiner Erkrankung gemacht habe.

    Aber während es mir psychisch allmählich besser ging, schlich sich schon ein neues Problem ein.

    Kopf und Gesichtsschmerzen.

    Ich habe sie täglich, von morgens bis abends, sie haben sich von einem Punkt über das Gewicht ausgeweitet, sind oft so stark, das ich nur noch liegen kann und hoffe, damit eine leichte Linderung zu erfahren.
    Habe schon viel ausprobiert, Bewegung, Massage etc. Etc., Habe einen reinsten Ärztemarathon hinter mir, keiner kann mir helfen, die meisten nehmen mich nicht Ernst, schieben es auf die Psyche und/oder behandeln mich einfach würdelos und werden unfreundlich.
    Erwähne ich, das ich auch unter Depressionen leide, lande ich direkt auf einer Schiene, von welcher ich nicht mehr runter komme.

    Schmerzmittel helfen nur sehr bedingt, evtl. Etwas bei migräneartigen Schmerzen die ich zwischenzeitlich auch habe, aber nicht gegen diesen konstanten Schmerz im Gesicht bzw. Kopf.

    Ich kann diese täglichen Schmerzen jeden Tag aufs Neue nur versuchen auszuhalten und immer wieder aufs Neue hoffen, dass sie erträglicher werden.

    Auf Anraten meines derzeitigen, glücklicherweise sehr guten, Psychotherapeuten, möchte ich mich auch in der Kieler Schmerzklinik behandeln lassen.
    Ich bin momentan noch dabei die benötigten Unterlagen für Kiel zusammenzutragen und komplett auszufüllen, wobei mir dies in meiner Situation schon sehr schwer fällt bzw. oft kaum machbar ist.
    Ich bin froh, das meine Familie, besonders mein Mann, mich so dabei unterstützen.

    Ich hoffe auch einfach sehr, dass ich zeitnah einen Termin in der Klinik bekommen kann, da ich mittlerweile wirklich nur noch am Stock gehe.

    Grundsätzlich ist es so, dass, wenn ich Mal Glück haben sollte und die Schmerzen etwas erträglicher sind, ich sehr lustig und fröhlich sein und auch Spaß haben kann.

    Doof ist nur, dass, wenn ich zu viel lachen oder rede, die Schmerzen meistens direkt wieder sehr viel schlimmer werden (stellenweise verkrampft meine Gesichtsmuskulatur gefühlt einfach nur noch) und ich mich direkt wieder hinlegen kann, denn alles andere funktioniert einfach nicht, alles schon ausprobiert.

    Du hast mir einfach den Anstoß gegeben, auch Mal hier hinein zu schreiben und auch wenn es mir schlecht geht, bzw. Vielleicht gerade deswegen, tut es mir so unendlich leid, dass du es auch so schwer hast.

    (Ich habe nicht jeden Beitrag hier durchgelesen, aber die erste Seite, darauf beziehe ich mich hier in erster Linie)

    Ich wünsche uns wirklich von ganzem Herzen, das uns geholfen werden kann und wir noch ein glückliches und langes Leben führen dürfen.

    Liebe Grüße
    Flocke

    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Monate von  Flocke. Grund: Mein Handyakku hat sich während des Schreibens verabschiedet. Sorry
    soulsurfer
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    Hallo liebe Flocke,

    es tut mir leid, dass auch du so schlechte Erfahrungen in einigen Kliniken machen musstest und finde es immer wieder erschreckend zu hören, dass ich wohl leider kein Einzelfall war/bin.

    Mittlerweile versuche ich die positiven Seiten zu sehen und mich nicht mehr darüber zu ärgern, dass man mir nicht nur kostbare Lebenszeit geraubt hat, sondern mich auch noch auf unwürdigste Art und Weise behandelt. Ich habe gelernt, für mich einzustehen. Ich habe gelernt mich zu wehren, auf mich und meinen Körper zu hören, auf meine Intuition und an gewissen Punkten zu sagen „Nein, so geht es nicht weiter, Nein, nicht mit mir!“ Aufzustehen und zu gehen.

    Glücklicherweise habe ich in 2 Kliniken auch erfahren dürfen, wie es laufen kann, wenn es „gut“ läuft. Wenn Pfleger zuhören. Wenn Ärzte einen nicht zu Medikamenten überreden wollen und einen sonst als uneinsichtigen Patienten abstempeln.
    Wenn zusammen gearbeitet wird, statt gegeneinander.

    Auch ich habe lernen müssen, mein eigener Anwalt zu werden, informiert zu sein.

    Ich lasse mich nicht mehr von Ärzten behandeln, die „blöd“ sind. Und wenn ich für einen guten Neurologen oder einen guten Psychiater oder einen guten Therapeuten 2 Stunden durch die Gegend fahre, dann ist es mir das mittlerweile auch einfach wert.

    Du schreibst, dass du manchmal migräneartige Kopfschemrzen hast und den Gesichtsschmerz. Bist du denn bei einem Neurologen in Behandlung? Gibt es eine Diagnose?

    Ansonsten kann ich dir Kiel wirklich ans Herz legen. Dort wirst du zu nichts überredet, dort hat man Zeit für dich, dort bist du Mensch und nicht nur eine Nummer. 🙂
    Allerdings ist die Wartezeit auch lang.

    Ich wünsche dir bis dahin eine einigermaßen erträgliche Zeit, und dass sich neue Perspektiven auftun. Ich weiß wie es ist, wenn man in seinem „Loch“ hängt und alles scheint ausweglos. Ist es nicht! Es wird wieder bergauf gehen, da bin ich mir sicher. 🙂

    Liebe Grüße

    soulsurfer

    Flocke
    Teilnehmer
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    Hallo liebe Soulsurfer

    Vielen Dank für deinen aufmunternden Worte. Es freut mich zu hören, dass du für dich scheinbar einen guten Weg gefunden hast und hoffe, dass es für dich weiterhin besser und bergauf geht.

    Ich habe mit den schlechten Erfahrungen leider noch nicht abschließen können, das merke ich aber auch erst jetzt, wo ich das Antidepressivum, welches ich bis vor kurzem noch genommen habe, langsam ausgeschlichen habe.

    Ich habe schon einige ADs ausprobiert und in letzter Zeit immer mehr das Gefühl gehabt, dass ich psychisch dadurch vielleicht etwas mehr, ich sage Mal, auf einer Linie bin, aber ich auch mit starken Nebenwirkungen und scheinbar noch stärker werdenden Kopf- und Gesichtsschmerzen zu kämpfen habe.

    Ich habe zuletzt Venlafaxin genommen, auch als Versuch, mit 150mg die Schmerzproblematik in den Griff zu bekommen.
    Allerdings habe ich unter dieser Dosierung bzw. Generell unter diesem Medikament scheinbar noch stärkere Schmerzen und andere neurologische Auffälligkeiten.

    Jetzt versuche ich es ohne, die Schmerzen verändern sich in gewisser Weise, sind aber immer noch stark vorhanden.
    Zudem merke ich jetzt erst, was ich in meinem Leben eigentlich alles noch gar nicht verarbeitet habe und unbedingt bearbeitet werden muss.
    Es ist wie ein Stöpsel der gezogen wird und alte Erinnerungen ungebremst ausschwemmen.

    Das ist unangenehm und ich ich fühle mich auch nicht unbedingt gut damit, aber ich habe seit langem Mal wieder das Gefühl, klarer denken zu können, ich selbst zu sein und mir bewusst wird, an welchen Punkten ich überhaupt, mit Hilfe meines Psychologen, ansetzen muss, was mich bewegt und zu dem Menschen gemacht hat, der ich heute bin.
    (Tut mir Leid, wenn ich etwas abschweife, ich habe sonst nie die Möglichkeit, mich ausserfamiliär mit, teilweise, Gleichgesinnten auszutauschen).

    Ich bin aufgrund meiner Schmerzsymptomatik natürlich auch bei einem Neurologen in Behandlung.
    Dieser stellt aber keine konkrete Diagnose und sagt, dass man halt vieles ausprobieren könne.
    Natürlich ist das alles auch immer ein ausprobieren, aber ich bin auch kein Versuchskaninchen und bin der Meinung, das zumindest eine vernünftige Diagnose her muss, damit man das Gebiet zumindest etwas eingrenzen kann.

    Als ich ihm von Kiel erzählte, schien er das für eine sehr gute Idee zu halten, da er auf mich stellenweise etwas überfordert wirkt.
    Dabei scheine ich mit meiner Schmerzsymptomatik definitiv kein Einzelfall zu sein.

    Ich war auch schon stationär für ein paar Tage auf einer Neurologie.
    Die haben soweit alle Untersuchungen durchgeführt und ich bekam als Diagnose: chronischer Spannungskopfschmerz.

    Dies mag ja vielleicht auch nicht abwegig sein, aber auf meine Frage hin, ob sich ein chronischer Spannungskopfschmerz so äussert, das sich die Schmerzen insgesamt immer mehr über den Kopf ausbreiten, ich während oder nach körperlicher Betätigung vermehrt Schmerzen habe, mein Gesicht teilweise stark verkrampft, ich nicht zu viel lachen, reden etc. Darf, weil auch das die Schmerzen triggert, kein einziges Schmerzmittel gegen diese Art von Schmerz hilft etc. Bekam ich als Antwort: Da kann ja auch mehr dazu kommen, dann hat man halt so eine Art Mischform…
    Aber welche Mischform etc. Das konnten die mir auch nicht sagen.

    Daher wäre eine umfassende und gezielte Diagnostik bei mir Mal wirklich sinnvoll, so denke ich.

    Momentan ist das alles halt einfach etwas sehr viel. Ich war psychisch auf dem Weg der Besserung, dann kamen die immer schlimmer werdenden Schmerzen dazu, dies wirkt sich dann, trotz Antidepressivum, wiederum wieder negativ auf die Psyche aus.
    So ist man in einem Teufelskreis und findet erstmal keinen Weg, an welcher Stelle man aus diesem ausbrechen kann.
    Ich fühle mich von vielen Ärzten leider auch oft allein gelassen.
    Niemand weiß so wirklich Rat und ich will mir nur helfen und Gutes tun und habe dann oft das Gefühl, dass ich es damit irgendwie nur wieder schlimmer gemacht habe.

    Ich weiß, nicht die beste Einstellung.

    Es gibt aber natürlich auch Ärzte, einen durfte ich kennen lernen, die mich wirklich Ernst nehmen und gründlich untersuchen. Auch wenn dieser mir bei meinem Problem letztendlich nicht helfen konnte, habe ich mich dort sehr gut aufgehoben gefühlt und dies letztendlich auch mitgeteilt.

    Auch wenn ich in der Mehrzahl schlechte Erfahrungen gemacht habe, werfe ich nicht alle in einen Topf ?

    Momentan ist es wirklich eine schwere Zeit und das leider auch schon sehr lange und auch wenn mich manchmal der Mut verlässt, so hoffe ich trotzdem immer wieder, das alles besser wird:
    Indem ich nach und nach die einzelnen Problematiken angehe und hoffentlich beseitigen oder zumindest verringern kann, auch wenn dies weiterhin Geduld, Arbeit und Zeit in Anspruch nehmen wird.

    Ich wünsche euch allen und besonders dir, liebe Soulsurfer, weiterhin alles Gute.

    Flocke

    PS: Du wartest auch noch auf deinen Aufnahmetermin in Kiel oder? Ich hab hier wie gesagt nicht jeden Beitrag gelesen ?

    Bettina Frank – Admin
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    Willkommen im Forum, liebe Flocke. 🙂

    Wenn man ambulant nicht mehr weiterkommt, ist eine stationäre Aufnahme auf jeden Fall sinnvoll. Es macht keinen Sinn, weitere Zeit zu verschwenden und keine adäquate Diagnose und Therapie zu haben.

    Alles Gute,
    Bettina

    soulsurfer
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    Liebe Flocke,

    Ich habe mit den schlechten Erfahrungen leider noch nicht abschließen können, das merke ich aber auch erst jetzt, wo ich das Antidepressivum, welches ich bis vor kurzem noch genommen habe, langsam ausgeschlichen habe.

    Ich habe schon einige ADs ausprobiert und in letzter Zeit immer mehr das Gefühl gehabt, dass ich psychisch dadurch vielleicht etwas mehr, ich sage Mal, auf einer Linie bin, aber ich auch mit starken Nebenwirkungen und scheinbar noch stärker werdenden Kopf- und Gesichtsschmerzen zu kämpfen habe.

    Ich kann verstehen, dass du damit noch nicht abschließen kannst, gerade, wenn dir viele Zusammenhänge jetzt erst bewusst werden. Ich habe gegen eine Klinik, von der ich hier berichtet hatte, viele Jahre lang ganz erheblichen Groll gehegt. Erst jetzt, 6 Jahre später, kann ich mit den Geschehnissen dort abschließen und die positiven Seiten sehen.

    Irgendwann habe ich festgestellt, wie sehr ich unter den Medikamenten selber gelitten habe, die meine psychischen Erkrankungen teilweise eher verschlimmert haben oder aber die Nebenwirkungen so stark waren, dass die Wirkung diese nicht wett machen konnte. Mir wurde oft suggeriert, dass ich das halt aushalten müsse, das Medikamente nunmal Nebenwirkungen machen, dass sich meine Erkrankung wohl verschlechtert habe…Aber mittlerweile durfte ich glücklicherweise die Erfahrung machen, dass dem nicht so ist. Zuvor hatte ich immer wieder versucht, meine AD’s auszuschleichen und ohne klarzukommen, musste dann aber feststellen, dass die Depressionen zurück kamen. Das war also auch nicht die Lösung.

    Es folgte viel ausprobieren verschiedener Medikamente, immer unter ambulanter oder stationärer Betreuung, sodass ich heute halt diese 1,2 AD’s habe, die mir helfen und die ich vertrage. Dabei haben wir mit langsamen Dosissteigerungen gearbeitet, beispielsweise habe ich von Escitalopram eine Zeit lang mal nur 3mg genommen! (obwohl man eigetlich die Behandlung mit 5mg einschleichend beginnt). Viele Ärzte haben mich lange angeschaut, als hätte ich wirklich n Schaden, aber es war mir egal, das war die von meinem Körper zu tolerierende Menge.

    Was ich sagen will, ich habe die Erfahrung gemacht, dass man wirklich viel Geduld braucht, um erstens ein überhaupt für einen persönlich verträgliches Medikament zu finden, und nochmal mehr Geduld, die richtige Dosis herauszufinden. Dabei muss nicht immer alles so sein, wie es im Lehrbuch steht, wir sind und reagieren alle verschieden.

    Viele Antidepressiva haben leider auch Kopfschmerzen als Nebenwirkung, von daher finde ich es gar nicht unbedingt verwunderlich, dass du zb. unter dem Venlafaxin stärkere Schmerzen bekommen hast. Dann war das einfach nicht „dein“ Medikament.

    Momentan ist das alles halt einfach etwas sehr viel. Ich war psychisch auf dem Weg der Besserung, dann kamen die immer schlimmer werdenden Schmerzen dazu, dies wirkt sich dann, trotz Antidepressivum, wiederum wieder negativ auf die Psyche aus.
    So ist man in einem Teufelskreis und findet erstmal keinen Weg, an welcher Stelle man aus diesem ausbrechen kann.

    Das kann ich so gut nachvollziehen, liebe Flocke! Ich habe jetzt 6 Jahre gebraucht, um mich psychisch endlich zu stabilisieren, sodass ich nicht jedes Jahr aufs neue für ein paar Monate in einer Klinik „lande“. Und kaum dass es mir psychisch langsam besser ging, fingen die Schmerzen an. Jetzt „mache“ ich seit 2 Jahren damit „rum“ und ich frage mich, wann das wohl mal ein Ende findet. Eigentlich war der Plan Abitur und dann studieren, zwangsläufig lief es dann aber auf FSJ, angefangenem Studium, abgebrochenem Studium, angefangener Ausbildung, abgebrochener Ausbildung und vielen Monaten Krankschreibung hinaus. Das ist wirklich frustrierend, aber ich gehe meinen Weg jetzt anders. Das Studium läuft mir nicht weg, habe ich mir gesagt. Erstmal stehe ich im Vordergrund.

    Deine Behandlung beim Neurologen und auf der neurologischen Station klingt auch ein wenig frustrierend. Ich finde es immer wichtig, dass zuerst eine klare Diagnose steht, nach der man dann auch behandeln kann. Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass dies gerade beim Thema Gesichtsschmerzen (anders als bei anderen Kopfschmerzen oder bei Migräne) wohl tatsächlich nicht so einfach ist. Meine Ärztin gab sich auch lange Zeit bedeckt, aber bei mir ist mittlerweile auch so viel zusammengekommen, dass ich 5 verschiedene Kopfschmerzarten unterscheide. Und bei den neuropathischen Schmerzen, die ich jetzt habe (und auch einer Diagnose), kann leider auch der Arzt nur „ausprobieren“.

    Nein, ich warte nicht mehr auf meinen Aufnahmetermin in Kiel, denn dort war ich bereits letztes Jahr im Sommer. Deswegen auch meine Aussagen dazu, dass du dort in den besten Händen sein wirst und du spätestens dort eine gute Diagnostik und Behandlung erhalten wirst 🙂

    Ich warte derzeit auf einen Aufnahmetermin in der Migräneklinik in Königstein. Ich wäre auch nochmal nach Kiel gegangen, wäre da nicht die lange Wartezeit.

    Mir hat es damals geholfen, mich im Headbook anzumelden, querzulesen, und zu merken, dass ich mit den Schmerzen nicht alleine bin. Vielleicht magst du ja auch einen eigenen Schmerzverlauf erstellen? Dort kannst du dann Fragen einstellen, oder einfach berichten, wie es dir so geht.Mir hat das bei der Überbrückung der Wartezeit damals unglaublich gut getan und ich bin immer noch froh darüber, mich hier angemeldet zu haben 🙂

    Liebe Grüße und bleib tapfer,

    soulsurfer

    Flocke
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    Hallo ihr Lieben

    Danke nochmal an dich, Soulsurfer, für die Erfahrungen, die du mit mir teilst und deine verständnisvollen Worte.

    Und danke für das willkommen heißen Bettina. Du bestärkst mich in dem, was du schreibst, nochmal in meinem Vorhaben, eine Klinik aufzusuchen.

    Ich werde versuchen die nächste Woche alles für Kiel zusammenzutragen und einzuschicken.

    Ich wollte mich einfach nur nochmal kurz bedanken und von mir hören lassen, da meine Schmerzen derzeit sehr stark sind und es so sehr anstrengend für mich ist, nur diese paar einfachen Worte nieder zu schreiben.

    Ich kann mir diese Schmerzen einfach nicht mehr erklären, vor allem auch nicht diese Intensität.
    Heute schmerzt der gesamte Kopf bzw. Das ganze Gesicht, besonders rechtsseitig.
    Es drückt, es zieht, es pulsiert.

    Ich Frage mich, ob auch andere Menschen, wenn sie solche Schmerzen über solch einen Zeitraum haben, immer häufiger das Gefühl haben, durchzudrehen und wahnsinnig zu werden.

    Ich weiß, es ist keine Lösung, aber ich würde meinen Kopf oft am liebsten einfach nur noch mit Wucht irgendwo vor donnern.

    Ich hoffe das klingt jetzt nicht allzu verrückt…

    Ich wünsche euch allen weiterhin alles gute und vielen Dank nochmal, dass es die Möglichkeit gibt, sich hier auszutauschen.

    Liebe Grüße und achtet auf euch
    Flocke

    heika
    Teilnehmer
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    Liebe Flocke,

    täglich mit starken Schmerzen leben zu müssen, geht auch den widerstandsfähigsten Frohnaturen an die körperliche und seelische Substanz. Deshalb sind deine Empfindungen sehr normal.

    Als ich monatelang starke Dauerschmerzen hatte, wollte ich meinen Kopf am liebsten abschrauben und umtauschen. Oder ihn auf die Müllkippe werfen und mir einen neuen kaufen.

    Die Sehnsucht, mal überhaupt wieder schmerzfrei zu sein, war riesengroß. Wobei ich gemerkt habe, dass auch eine deutliche Reduzierung der Schmerzstärke schon ein Stück Paradies auf Erden bedeuten kann. Es hängt immer von der Ausgangslage ab, wie man was empfindet.

    Mitfühlender Gruß
    Heika

    soulsurfer
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 146

    Liebe Flocke,

    Ich Frage mich, ob auch andere Menschen, wenn sie solche Schmerzen über solch einen Zeitraum haben, immer häufiger das Gefühl haben, durchzudrehen und wahnsinnig zu werden.

    Nein, das klingt ganz und gar nicht verrückt. Vor allem nicht, wenn man das Gefühl hat, dass irgendwie nichts so richtig hilft. Keine Schmerztablette, keine Prophylaxe, kein Ändern der Lebensweise. Das kann einem das Gefühl geben, hilflos, ohnmächtig und ausgeliefert zu sein.

    Bei mir schwankt die Intensität manchmal sehr und an schlechten Tagen komme ich auch oft auf „dumme Gedanken“. Mich betrinken, einen Gegenschmerz setzen wollen usw. Meistens läuft es dann aber doch eher aufs „aushalten“ hinaus, und dem Versuch, mir den Tag so angenehm wie möglich zu gestalten. Ruhige Musik hören z.B.

    Wann hast du denn deinen nächsten Termin beim Neurologen? Gibt es noch Möglichkeiten, Medikamente auszuprobieren oder fahrt ihr weiter mit dem, was du bisher nimmst und überlasst den Rest Kiel?

    Ich wünsche dir, dass du es bald schaffst, deine Unterlagen loszuschicken und dich dein Kopf ein bisschen mehr in Ruhe lässt ?

    Liebe Grüße

    soulsurfer

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate, 4 Wochen von  soulsurfer.
    Flocke
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    Hallo ihr Lieben

    Danke für deine Anteilnahme Heika.
    Deine Aussage, das solch ein Zustand auch den wiederstandsfähigsten Frohnaturen an die Substanz geht, baut mich doch irgendwie auf.
    Ich Frage mich immer, ob ich mich mehr anstelle und empfindlicher bin als andere Menschen, auch wenn man sich mit diesen nicht unbedingt vergleichen sollte.

    Wenn in meiner Familie schonmal jemand ‚jammert‘ oder down ist, weil er oder sie z.B. jetzt schon seit 2 Wochen erkältet ist und diese Erkältung einfach nicht zu verschwinden scheint oder seit drei Tagen unter Nackenschmerzen leidet und mir dann sagen, wie schlimm das mit den täglichen, über einem Jahr bestehenden Schmerzen für mich sein muss, dann kommt mir schon auch häufiger der Gedanke, dass ich, trotz dass ich innerlich auch oft verzweifelt und aggressiv dadurch bin, doch noch ziemlich ‚ausgeglichen‘ zu sein scheine, zumindest nach aussen hin?
    (Sorry für den langen Satz)

    Aber auch wenn man unter dem Zustand leidet, ‚gewöhnt‘ man sich in gewisser Weise auch daran, was soll man auch anderes tun?

    Und jetzt an dich liebe Soulsurfer.
    Ich werde meinen Plan in Bezug auf Kiel weiter verfolgen.

    Mein Neurologe wollte vor einiger Zeit schonmal einen Versuch mit Amitryptilin (ich hoffe, das ist richtig geschrieben) starten, nur habe ich zu dieser Zeit noch zwei weitere Medikamente genommen, mit welchen, in geringer Dosierung bereits, schwerwiegende Wechselwirkungen hätten auftreten können.
    Diese Bedenken habe ich auch geäußert und er hatte auch Verständnis.
    Ich will die Pest nun mal auch nicht gegen die Cholera eintauschen und da ich stellenweise wohl auch sehr empfindlich? Auf Medikamente reagiere, war mir ein Versuch ambulant zu riskant.
    Die anderen beiden Medis hätte ich zu dieser Zeit auch nicht einfach absetzen können.

    Als ich vor kurzem dann noch Mal bei meinem Neurologen war und dieser die Idee mit Kiel ja wohl sehr sinnvoll fand, sprach ich ihn dann doch nochmal auf Amitryptilin an, da ich die anderen Medikamente mittlerweile nicht mehr nehme.
    Er wollte jetzt wohl einerseits, ich zitiere: ‚kein Versuch ins Blaue mehr‘ starten, würde den Versuch aber andererseits machen, sobald ich einen festen Aufnahmetermin in Kiel habe um bis dahin zu schauen, ob dies dann schon eine Verbesserung bewirkt.

    Ich finde diese Aussagen manchmal so verwirrend und konträr, dass ich mich mittlerweile, teilweise, ernsthaft Frage, ob ich überhaupt noch alles richtig verstehe, was mir gesagt wird. ?

    In diesem Sinne wünsche ich euch auch weiterhin alles Gute

    Flocke

    soulsurfer
    Teilnehmer
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    Guten Morgen Flocke,

    Er wollte jetzt wohl einerseits, ich zitiere: ‚kein Versuch ins Blaue mehr‘ starten, würde den Versuch aber andererseits machen, sobald ich einen festen Aufnahmetermin in Kiel habe um bis dahin zu schauen, ob dies dann schon eine Verbesserung bewirkt.

    Das sind ja wirklich sehr gegensätzliche Aussagen, die dein Arzt dort trifft, das würde mich auch verwirren. Spricht für mich aber auch dafür, dass dein Arzt wahrscheinlich selber überfordert oder verunsichert ist.

    Nun ist das mit dem Aufnahmetermin in Kiel so eine Sache. Für gewöhnlich ist es so (also so war es bei mir, berichtigt mich bitte, falls es sich geändert haben sollte) dass du deine Unterlagen nach Kiel schickst. Du bekommst dann Bescheid, dass alles vollständig ist oder wirst ggf. nochmal um weitere Befunde/Unterlagen gebeten. Und dann hörst du aber erstmal nichts, eine ganze Weile lang,mehrere Monate. Etwa 4 WOCHEN vor Aufnahme bekommst du erst deinen Aufnahmetermin mitgeteilt (den du natürlich auch nochmal verschieben kannst, sollte es nicht passen).

    Also es ist nicht so,dass du deine Unterlagen hinschickt und dann jetzt schon den Termin für in 6 Monaten (weiß gerade nicht die aktuelle Wartezeit) genannt bekommst.
    Leider.

    Vielleicht wäre es bis dahin ja doch noch den ein oder anderen Versuch wert, ein Medikament auszuprobieren. Du hast ja nichts zu verlieren, wenn es nicht hilft oder du es nicht verträgst, kannst du es ja jederzeit wieder absetzen.

    So Dauerschmerzen sind wirklich blöd. Ich bin jetzt, nach meinem Trigeminusneuralgie-Exkurs, auch wieder bei meiner Ausgangslage angekommen. Migräne und zusätzlich einen Dauerschmerz an der Stirn links (und irgendwie auch unter dem Auge), der migräneartig ist, aber halt keine Migräne ist und auf nichts anspricht. Ich bin auch noch am experimentieren, was hilft. Bin am Donnerstag bei meiner Ärztin und es wird wohl aufs Ausprobieren eines weiteren, neuen Medikaments hinauslaufen.

    Liebe Grüße

    soulsurfer

    Flocke
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    Guten Morgen Soulsurfer

    Danke für die Info bezüglich Kiel. Ich war fälschlicherweise der Annahme, dass man schon Recht früh einen Termin in xy Wochen bzw. Monaten mitgeteilt bekommt.
    Aber das wird aus organisatorischen Gründen wohl nicht möglich sein.
    Ich stelle mich ja auch auf eine gewisse Wartezeit ein (wobei bei mir mittlerweile jeder Tag zählt und ich am liebsten schon morgen dahin gehen würde, überspitzt gesagt).
    Aber ich schaffe es auch nicht, jetzt einfach wochenlang zu warten und auf heissen Kohlen zu sitzen und das alles aushalten zu müssen.
    Da muss ich mir dann doch mithilfe meines Neurologen überbrückungsweise etwas einfallen lassen…(dabei wollte ich diese wöchentliche, mehrmalige Arztrennerei endlich hinter mir lassen).
    Aber so weiterleben kann und will ich auch nicht.
    Weiterleben ja, aber nicht mit diesen Schmerzen.

    Es ist ja auch nicht so, dass ich nicht schon viel ausprobiert hätte und nur wenige Ärzte können nachvollziehen, dass ich nach wie vor an starken Schmerzen leide.
    Somit glauben diese mir auch nicht, wenn ich sage, dass ich alle die bis jetzt vorgeschlagenen Therapien bereits längerfristig ausprobiert habe und einfach keine Besserung zu verspüren ist.
    Es wird leider sogar immer schlechter.
    Im Vergleich zu vor ca. 3 Monaten, schaffe ich aufgrund der Schmerzen mittlerweile kaum noch was, weil fast alles die Symptomatik verstärkt. Und auch das glaubt mir leider keiner.
    Ich will nicht sagen, dass ich nicht auch Mal faul bin, aber wenn es um meine Gesundheit geht, dann reiße ich mich wirklich zusammen und werde eben sportlicher, aktiver, Versuche meine Lebensumstände anzupassen, in vielerlei Hinsicht, etc…

    Es tut mir allerdings leid zu hören, das du deine Schmerzen auch einfach nicht so wirklich los wirst bzw. In den Griff bekommst.

    Hat dir der Aufenthalt in Kiel denn trotzdem einiges gebracht?
    Ist es zumindest besser als vorher, auch wenn du, leider, nach wie vor nicht schmerzfrei zu sein scheinst?

    Liebe Grüße und einen hoffentlich schmerzfreieren Tag wünscht
    Flocke

    Flocke
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    Mal kurz ein kleiner Nachtrag.
    Ich habe gerade Mal die ersten beiden Seiten von vor einem Jahr hier überflogen.
    Da wurde dir geraten, deine Erfahrungen, die du während deiner schweren psychischen Krise gesammelt hast, auch in Bezug auf Medikamente, vorab auch noch als Unterlage nach Kiel zu schicken.
    Hast du dies getan bzw. Wenn ja, wirkte sich dies positiv auf deine Behandlung in Kiel aus?
    Einen grossen Teil meiner Schmerzsymptomatik, so vermute ich, hat ja wohl auch meine schwere depressive Zeit und wie ich diese in verschiedenen Krankenhäusern erlebt habe, als Auslöser.

    Flocke

    soulsurfer
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    Liebe Flocke,

    Aber ich schaffe es auch nicht, jetzt einfach wochenlang zu warten und auf heissen Kohlen zu sitzen und das alles aushalten zu müssen.
    Da muss ich mir dann doch mithilfe meines Neurologen überbrückungsweise etwas einfallen lassen…(dabei wollte ich diese wöchentliche, mehrmalige Arztrennerei endlich hinter mir lassen).

    Ja, das war genau das, was ich meinte. Es kann ja auch nochmal neue Hoffnung machen, etwas auszuprobieren. Für mich wäre es ganz furchtbar, die lange Wartezeit im „Stillstand“ zu verbringen, das wäre dann eine so lange, qualvolle Zeit im dunklen Grau. Vielleicht tun sich bei dir ja nochmal neue Möglichkeiten auf.
    Ich bin derzeit auch fast jede Woche bei meinem Schmerztherapeuten oder wir telefonieren, um die „Rennerei“ zu umgehen. Es geht leider momentan nicht anders, solange ich medikamentös nicht gut oder zufriedenstellend eingestellt bin.

    Es ist ja auch nicht so, dass ich nicht schon viel ausprobiert hätte und nur wenige Ärzte können nachvollziehen, dass ich nach wie vor an starken Schmerzen leide.
    Somit glauben diese mir auch nicht, wenn ich sage, dass ich alle die bis jetzt vorgeschlagenen Therapien bereits längerfristig ausprobiert habe und einfach keine Besserung zu verspüren ist.

    Dass die Ärzte das nicht nachvollziehen können, ist wirklich bedauerlich. Es gibt nunmal Schmerzerkrankungen, die nicht so leicht zu behandeln sind, viele Patienten haben schon viel ausprobiert/ausprobieren müssen, bis sie das für sich Hilfreiche (egal ob Medikament oder Verhaltensweisen) gefunden haben. Hast du mal aufgeschrieben, was du alles schon probiert hast? Damit du den Ärzten konkret sagen kannst, was du schon alles probiert hast? Vielleicht reagieren sie dann weniger ungläubig. Ansonsten würde ich mich von Ärzten, die mich nicht ernst nehmen, wirklich fern halten. Habe leider auch die Erfahrung machen müssen, dass es nur wenig „gute“ Ärzte gibt.

    Hat dir der Aufenthalt in Kiel denn trotzdem einiges gebracht?
    Ist es zumindest besser als vorher, auch wenn du, leider, nach wie vor nicht schmerzfrei zu sein scheinst?

    Ja, der Aufenthalt hat mir eine Menge gebracht! Nicht nur die gute medizinische Betreuung, auch der Austausch mit den Mitpatienten, die Patientenschulungen, psychologische Gruppen, Physiotherapie, Sport, Yoga usw. Mein Gesichtsschmerz wurde damals endlich diagnostiziert, als anhaltend idiopathischer Gesichtsschmerz, die chronische Migräne versucht, mit Botox zu behandeln (was leider nicht angeschlagen hat, aber da kann ja die Klinik nichts für ;). Nur mein Dauerschmerz wurde leider als MÜK fehldiagnostiziert, was aber auch erst nach der empfohlenen Schmerzmittelpause von 4 Wochen zu sagen war (der Schmerz war davon nämlich leider total unbeeindruckt.) Und da war ich ja bereits wieder zuhause, da der Aufenthalt nur 16 Tage dauert.

    Nun gehen mein Arzt und ich davon aus, dass es sich um einen neuropathischen Schmerz handelt, und im Verlauf sind ja dann auch noch die Trigeminusneuralgie mit weiteren Dauerschmerzen entlang des Trigeminusnervs dazu gekommen.

    Es bestünde ja auch die Indikation nochmal nach Kiel zu gehen, und wie schon gesagt, ich hätte es auch getan, wäre da nicht die lange Wartezeit. Ich gehe aber jetzt davon aus, dass auch Königstein
    in gleicher Weise weiterhelfen kann.

    Da wurde dir geraten, deine Erfahrungen, die du während deiner schweren psychischen Krise gesammelt hast, auch in Bezug auf Medikamente, vorab auch noch als Unterlage nach Kiel zu schicken.
    Hast du dies getan bzw. Wenn ja, wirkte sich dies positiv auf deine Behandlung in Kiel aus?

    Ja, das habe ich getan, inwieweit sich das ausgewirkt hat, kann ich allerdings nicht beurteilen. Es kam nicht zur Sprache, weder beim Arzt, noch bei der Psychologin, was aber auch gar nicht nötig war, da ich in Kiel kein neues Medikament bekam, sondern eins, was ich nahm, in Absprache mit mir weiter erhöht wurde und eben das Botox, das sowieso nebenwirkungsarm ist. Da hatte ich dann auch keine Bedenken.

    Ich denke aber im Nachhinein, dass es nicht unbedingt nötig ist, dies vorher, also jetzt schon, mitzuteilen. Denn am Aufnahmetag hat man ein ausführliches Arztgespräch, bei dem ich dir ans Herz legen würde, deine Bedenken, Ängste und Erfahrungen mitzuteilen. Ich denke schon, dass dann in besonderer Weise darauf eingegangen wird. Aber du wirst zu nichts überredet und auch nicht abgestempelt, wenn dir eine Behandlung Unbehagen bereiten sollte oder du sie ablehnst. Dann wird nach alternativen Möglichkeiten geschaut. ?

    Ich wünsche dir, dass du ein gutes Gespräch mit deinem Neurologen führen kannst, er sich/ihr euch vielleicht doch nochmal nach Behandlungsmöglichkeiten oder anderen Perspektiven für die Zeit bis Kiel „umschaut“ und du mit ihm einen guten Partner an deiner Seite hast! ? Ansonsten findest du zusätzlich auch hier im Headbook Unterstützung und Informationen. ?

    Liebe Grüße

    soulsurfer

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate, 3 Wochen von  soulsurfer.
    soulsurfer
    Teilnehmer
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    Hallo ihr Lieben,

    ich weiß nicht genau, warum ich diesen Beitrag schreibe oder was ich mir davon verspreche. Ich bin momentan irgendwie einfach frustriert und merke, wie ich langsam in die nächste depressive Phase reinrausche.
    Seit Aimovig habe ich zum Glück weniger Migräne, bin bei derzeit etwa 11 Anfällen im Monat; das ist deutlich weniger als zuvor. Allerdings habe ich sehr viele Trigger, sodass ich sehr eingeschränkt bin in meinen Aktivitäten. Den Sport habe ich (fast) ganz aufgegeben, da er total zuverlässig eine Attacke auslöst, auch wenn ich es langsam angehen lasse. Derzeit reicht schon ein Spaziergang für die nächste Attacke, jeder Gang in die Stadt (einfach zu viele Reize), selbst nach dem Einkaufen muss ich eine Ruhepause einlegen, obwohl der Laden in 2 Minuten Fußweg zu erreichen ist. Wenn ich in meiner Wohnung bin, wo es ruhig und dunkel ist; ich also wenigen Reizen ausgesetzt bin, dann geht’s. Ich fühle mich allerdings schon wie ein Gefangener in meiner eigenen Wohnung. Ich lese viel, mache 10 Minuten Krafttraining am Tag, koche und esse. Mehr Aktivität ist einfach nicht drin.

    Die einschießenden Trigeminusschmerzen sind besser geworden seit der Pregabalin-Erhöhung, allerdings habe ich immer wieder ein Brennen oder Kribbeln an den betreffenden Bereichen über dem Ohr und unter dem Auge.

    Der Dauerschmerz über dem Auge, der weder der Migräne, noch der Trigeminusneuralgie zugeordnet werden kann und seit März 2018 besteht, hält sich weiterhin hartnäckig. Und dieser Schmerz ist es, der mich so runterzieht. Weil irgendwie niemand weiß, was das genau ist, was den Schmerz auslöst. Er ist einfach da und triggert regelmäßig neue Migräneattacken. Ich habe das Gefühl, meine Schmerzzustände spielen Pingpong. Ab Montag kann ich das Duloxetin auf 60mg erhöhen, das wäre die Dosis, die, wenn es anschlägt, wirksam sein soll. Langsam glaube ich aber schon nicht mehr dran, weil ich schon so viel ausprobiert habe.

    Da ich ja auch viele psychische Begleiterkrankungen habe, überlege ich auch immer wieder, ob dies ein psychosomatischer Schmerz sein könnte, da mir dies auch oft von den Ärzten indirekt suggeriert wird. Ich kenne allerdings psychosomatische Beschwerden und ich bin mir sicher, dass der Dauerschmerz keiner ist, sondern eine körperliche Ursache haben muss.

    Königstein hat meine Unterlagen geprüft und gesagt, dass mein Krankheitsbild für das 16tägige Akutprogramm zu komplex ist, zumal ich dieses ja erst vor einem halben Jahr in Kiel absolviert habe. Sie hielten es für sinnvoller, dass ich eine Reha über 3 bis 4 Wochen dort mache. Damit bin ich grundsätzlich einverstanden, nur dauert die Antragsstellung bei der Krankenkasse ein paar Wochen und dann habe ich nochmal 4 Wochen Wartezeit. Ich weiß einfach nicht, wie ich diese Zeit überbrücken soll.

    Ich habe leider auch sehr wenige soziale Kontakte, viele sind durch meine Erkrankungen einfach verloren gegangen, viele haben sich abgewendet. Meine Lebenswelt sieht so anders aus, als die Lebenswelt anderer Menschen in meinem Alter und ich finde es so schwer, da eine gemeinsame Schnittstelle zu finden. Ich fühle mich für die Gesunden zu krank und für die Kranken zu gesund. Ich überlege schon, ob ich mich nach Selbsthilfegruppen o.ä. umschauen soll. Ich habe das Gefühl, bei den „Normalen“ einfach nicht dazwischen zu kommen.

    Ich bin außerdem hochsensibel und fühle mich damit so alleine. Ich hab das Gefühl, dass ich so anders bin und mich niemand richtig versteht, aber auch kein Interesse daran hat, mich zu verstehen.

    Gerade ist einfach alles zu viel und ich erwische mich immer öfter dabei, mich gedanklich nach destruktiven Verhaltensweisen zu sehnen (ich bin Borderliner). Ich überlege, ob ich mich vor Königstein auf eine psychosomatische Station begebe. Ich brauche Hilfe im Umgang mit dem Schmerz. Bisher war es ein dagegen-ankämpfen, ein Versuch, den Schmerz irgendwie „wegzukriegen“. Ich glaube, ich muss aber langsam akzeptieren, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass der Schmerz erstmal nicht weggeht und ich MIT ihm leben muss. Das fällt mir alles sehr schwer, da ich nicht glaube, dass ich so meine Ausbildung im Sommer weiter machen kann…

    Nach 6 Jahren kämpfen, um meine Psyche zu „heilen“, kämpfe ich jetzt, den Schmerz in den Griff zu kriegen. Ich wünsche mir so sehr, dass das endlich alles aufhört…

    Sorry für diesen langen Beitrag. Ich wollte mir das mal von der Seele schreiben. Danke fürs Lesen!

    Eure soulsurfer

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3975

    Liebe Soulsurfer,
    das klingt wirklich sehr bedrückend, was du schreibst.
    Ich kann mich da sehr gut hinein versetzen. Es gibt Phasen, wo man sich sehr sehr alleine fühlt.
    Und Außenstehende schütteln nur den Kopf und meinen, es gäbe doch keinen Grund.

    Den Dreh- und Angelpunkt in deinem Beitrag sehe ich persönlich in deinem letzten Absatz, wo du das Wort „kämpfen“ benutzt.
    Du kämpfst mit deiner Psyche, welche aber ein Teil von dir ist.
    Und du kämpfst gegen den Schmerz in deinem Körper, welcher auch ein Teil von dir ist.
    Du kämpfst im Grunde genommen gegen dich.
    Das bedeutet, dass nicht nur kein anderer dich versteht und dich unterstützt. sondern dass du selbst dir nicht mit der Güte und dem Verständnis und der Geduld und der Unterstützung begegnest, die du dir so sehr wünscht.
    Ich finde es auch sehr schwer bis fast unmöglich, sich selbst umzudrehen und zu sich selbst eine andere, friedlichere Haltung einzunehmen.
    Vielleicht ist die Idee nicht so schlecht, dir Hilfe in dem geschützten Rahmen einer Klinik zu holen.
    Und zu hoffen, dass sie dir dort wirklich zu einer anderen Haltung verhelfen können.
    Denn natürlich wollen wir nichts dringender, als dem Leid den Stachel zu nehmen, wenn man es schon nicht vollends beenden kann.
    Vielleicht geht es ohne so viel Kämpfen.

    Mit einer psychosomatischen Klinik habe ich selbst keine Erfahrung. Da werden andere dir eher helfen können.
    Ich wollte nur ein wenig dir den Rücken stärken.

    Alles Gute
    alchemilla

    Flummi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 194

    Liebe Soulsurfer

    Ich kann sehr gut nachvollziehen wie dich diese Situation runterzieht. Vielleicht kannst du dich erinnern das ich selber seit vielen Jahren Dauerschmerzen habe und in den letzten 18 Monaten sehr verschärft.

    Du kannst ja schon gut unterscheiden zwischen KS die psychosomatischer Natur oder primär sind. Auf Grund deiner Erfahrungen, stelle ich mir die Frage ob es dir wirklich etwas bringt in einer psychosomatischen Klinik gut aufgehoben zu sein. Ich denke, du wärst vielleicht abgelenkt aber wirklich helfen können sie dir dort wahrscheinlich nicht.

    Ich an deiner Stelle würde auf das Angebot der Reha in Königstein warten. Bis das soweit ist, versuche doch über Kontakt mit deinen engsten Freunden oder Familie irgendwie dir weiter zu helfen. Ich weiß du hast viele Kontakte verloren aber ich hoffe es sind noch ein paar echte Freunde vorhanden. Nur bitte nicht verkriechen. Sonst lieber hier ganze Romane schreiben?

    Vielleicht ist es für dich auch hilfreich, wenn du dir eine absolute Ablenkung für deine Schmerzen suchst. Das heißt, die Konzentration auf das was du dann tust ist so groß, dass es dich in einen Bann zieht und dich eintauchen lässt in eine Ebene in der du von deiner Umgebung nichts mehr wahr nimmst. Ich versuche das immer wieder beim Lesen oder auch beim Pokern.

    Liebe Soulsurfer, auch ich weiß noch nicht wohin meine Reise gehen wird aber eins ist sicher. Im Laufe der Zeit werden wir um viele Erfahrungen reicher und das auch dann Headbook.

    Gruß Flummi

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27915

    Liebe Soulsurfer,

    in Königstein wird man Dir auch im Hinblick auf die Psyche helfen. Da bist Du sicher gut aufgehoben mit all Deinen jetzigen Problemen. Wann hast Du denn Termin? Wahrscheinlich lohnt es nicht, vorher auch noch etwas u unternehmen. Eventuell wird das dann zu viel.

    Dass Schmerzen auch Depressionen auslösen und/oder verstärken können, ist bekannt und auch nur zu gut nachzuvollziehen.

    Vielleicht wäre eine lokale Selbsthilfegruppe, in der es um Schmerzen geht, wirklich ein guter Weg für Dich. Schau Dich mal um, vielleicht gibt es etwas in Deiner Nähe.

    Langfristig gesehen würde ich mich auch um eine Therapie kümmern, damit es Dir insgesamt wieder besser geht.

    Liebe Grüße
    Bettina

    soulsurfer
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 146

    Hallo ihr Lieben,

    ich danke euch für eure Antworten und eure Unterstützung! 🙂 Es hilft mir wirklich sehr, nicht das Gefühl zu haben, völlig alleine und auf mich gestellt zu sein.

    Liebe Alchemilla, ja, da ist viel Wahres dran, was du schreibst. Ich kämpfe gegen mich selbst und dieser Kampf ist aussichtslos und bringt mich nicht weiter. Es stimmt, dass ich mir selber nicht immer mit der Unterstützung und Güte begegne, die ich eigentlich verdient hätte. Die Welt ist ein Spiegel und was ich in mir selbst nicht finde, werde ich auch in anderen niemals finden können.
    Es ist schwer, sich „umzudrehen“, wie du schreibst und ich weiß, was du meinst. Es ist ein Prozess und ich arbeite kontinuierlich daran. Dabei denke ich, dass ich schon viel geschafft habe. Mindestens 90 Grad, auch wenn in mancher Hinsicht, wie zum Beispiel der Selbstliebe eine 180Grad Wendung nötig wäre. 😉 Mein letzter Klinikaufenthalt hat mich allerdings einen entscheidenden Schritt weitergebracht. Nur in Zeiten wie diesen, da mischt sich das alte Ich, das fordernde, abwertende, immer wieder unter das Neue und es fällt mir schwer, die alten Glaubenssätze zu entkräften. Ich möchte versuchen, der leisen Stimme mehr zuzuhören. Und zu vergeben, vor allem mir selbst.

    Liebe Flummi, ja, ich erinnere mich an deine Situation und denke bei deinen Beiträgen oft, huch, das hätte ich geschrieben haben können. Es stimmt schon, ich habe auch so meine Zweifel, ob ich auf der Psychosomatik richtig aufgehoben wäre. Ich habe auch die Sorge, dass es meine Situation vielleicht eher noch verschlimmern könnte, wenn man dort der Meinung ist, den Schmerz als Ausdruck seelischer Konflikte zu verstehen. Es könnte passieren, dass die Ärzte und ich dann aneinander vorbei arbeiten und das kann ja auch nicht zielführend sein. Überhaupt habe ich mit Kliniken ja auch nicht die besten Erfahrungen gemacht und ich habe mir erst im Januar eine psychosomatische Station angeschaut, und mich dann ziemlich schnell dagegen entschieden. Diesmal wäre es eine andere Klinik. Ich habe nächste Woche ein Beratungsgespräch in der Ambulanz, dann schaue ich mir die Station mal an und lasse mein Bauchgefühl entscheiden. Das ist der Vorteil der Hochsensibilität, ich brauche nur ein paar Minuten um einschätzen zu können, ob das Angebot passend ist oder nicht, ob ich mich wohl fühlen könnte, ob das ein heilsamer Ort ist. Lange habe ich diese „Gabe“ ignoriert, es wird Zeit, dass ich sie endlich mal zu meinem Vorteil einsetze.

    Ich habe auch festgestellt, dass mir das Lesen momentan wirklich gut tut. Lange Zeit konnte ich mich nicht mehr auf Bücher konzentrieren, weil mein Kopf so voll war. Habe deswegen seit 6 Jahren kaum noch ein Buch angefasst. Jetzt klappt es aber endlich wieder und es macht auch Spaß. Auch lenke ich mich oft mit Serien ab und merke, dass mir das besser gelingt, als noch vor einiger Zeit. Ich fühle mich nur einfach so eingeschränkt in meinen Aktivitäten, da ich sehr gerne Sport mache, gerne aktiv bin, gerne Abenteuer erlebe, feiern gehe, auf Festivals und Konzerte gehe. Und das ist momentan einfach nicht drin. Klar, macht es keinen Sinn, sich darauf zu konzentrieren, was alles NICHT geht, statt auf das, was geht, aber es macht mich schon traurig und sehnsüchtig. Ich denke, du verstehst, was ich meine.

    Ich wünsche uns, dass die Reise bald ein Ende nimmt, wir zum Ziel kommen, ankommen, wo auch immer das sein mag. Wir gestärkt aus dieser hinausgehen. Ich denke, alles hat einen Sinn. Und alles ist für irgendwas gut. Irgendwann werden wir zurückblicken und es verstehen. Trust the timing of your life. 🙂

    Liebe Bettina,

    ich habe noch keinen festen Termin in Königstein. Ich muss zunächst die Reha bei der Krankenkasse beantragen. Sobald eine Kostenzusage vorliegt, reiche ich diese in Königstein ein und habe dann etwa 4 Wochen Wartezeit. Und da der Kostenzusageprozess bei der Krankenkasse auch immer einige Zeit in Anspruch nimmt, ich möglicherweise Widerspruch einlegen muss usw., wird sich das alles noch einige Zeit hinziehen. Die Klinik unterstützt mich dabei, meine Ärztin ist auch jederzeit für mich da.

    Ich habe einfach nur ziemlich Angst, in die nächste Depression zu verfallen. Im Januar ist das ja bereits passiert, ich kenne die ersten Anzeichen. Im Januar habe ich mir alleine da raus geholfen und bin knapp an Klinik vorbei. Aber nochmal schaffe ich das einfach nicht, ich bin es nach so vielen Jahren auch einfach leid.

    Hier gibt es einen sozialen Träger, der an Selbsthilfegruppen vermittelt. Vielleicht mache ich mir dort mal einen Termin. Entweder zum Thema Schmerz oder Hochsensibilität. Vielleicht wäre das auch eine Idee für die Zeit bis Königstein. Allerdings fühle ich mich für so eine Gruppe irgendwie zu „jung“. Aber mal schauen.

    Du hast recht, ich werde mich auch wieder um eine Therapie kümmern müssen. Zwar sind die größten Baustellen bearbeitet, aber ich brauche auch einfach Hilfe im Umgang mit dem Schmerz.

    So, wie ihr seht, neige ich zum Romanschreiben. Mich kurz zu fassen war irgendwie noch nie mein Ding, sorry dafür.

    Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende. Danke, dass es euch gibt 🙂

    Liebe Grüße

    soulsurfer

    soulsurfer
    Teilnehmer
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    Hallo zusammen,

    Ich wollte berichten, dass es mir zum Glück wieder ein wenig besser geht. 🙂 Seit Montag nehme ich Duloxetin 60mg und ich merke, das mein Körper das Antidepressivum auch dringend braucht. Der Dauerschmerz hat ein wenig nachgelassen, ist aber trotzdem noch deutlich zu spüren, vor allem am Morgen und bei Aktivität. Was sich aber deutlich zum Positiven gewendet hat, ist meine Stimmung. Ich bin „besser drauf“, aktiver, gelassener.

    Ich mache alles in meinem Tempo, bin nächste Woche auf einen Geburtstag eingeladen und übernächste Woche auf ein Konzert. Und da mich die Migräne zumindest seit ein paar Tagen in Ruhe lässt (ein Hoch auf Aimovig), werde ich wohl wahrscheinlich dabei sein können 🙂

    Meine neue Klassenlehrerin,die ich theoretisch nach den Sommerferien bekommen würde, hat mir eine ganz liebe Mail geschrieben.
    Trotzdem bin ich momentan leider dabei, mich damit auseinandersetzen, im Sommer NICHT wieder einsteigen zu können. Das schaffe ich mit den Schmerzen nicht und wenn ich mich selber ernst nehmen möchte, muss ich mir auch eingestehen, dass das so einfach nicht machbar ist.

    Es ist frustrierend, da ich seit 6 Jahren beruflich einfach nicht weiter komme und keinen Abschluss schaffe. Aber ich muss auch akzeptieren,dass ich krank bin und nicht immer so tun, als könnte ich so wie jemand Gesundes.

    Gestern war ich beim MRT, ich denke aber, dass so wie letztes Mal alles ok sein wird (bis auf die migränetypischen Läsionen).

    Ich wünsche euch einen schmerzarmen oder besser noch -freien Tag und genießt das schöne Wetter. 🙂

    Liebe Grüße

    soulsurfer

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27915

    Liebe Soulsurfer,

    freut mich, dass es wieder etwas besser geht. Man ist ja schon mit kleinen Erfolgen zufrieden. 😉

    Da Aimovig gut wirkt bei Dir, könnte doch die Möglichkeit bestehen, dass Du im Sommer doch wieder einsteigst. Würde ich an Deiner Stelle noch nicht so ganz ausschließen. Ja, Du bist krank und die Akzeptanz dieser Tatsache ist wichtig. Aber Du möchtest trotz Krankheit auch weiterleben und im Berufsleben nicht ganz ausgebootet werden. Vielleicht findet sich ein akzeptabler Mittelweg? Ich wünsche es Dir sehr!

    Liebe Grüße
    Bettina

    soulsurfer
    Teilnehmer
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    Hallo ihr Lieben,

    jetzt habe ich mich eine Weile nicht gemeldet und es folgt eine Story, die ich selber nicht so richtig glauben kann. Ich versuche, mich kurz zu fassen, aber es könnte ein kleiner Roman daraus werden. Vielleicht hat ja trotzdem jemand Lust, es zu lesen. 😊 Und ich hoffe, dass er vielleicht irgendwann auch mal einer anderen Person helfen kann.

    Wie einige von euch wissen, war ich bis vor kurzem wegen meiner Kopf- und Gesichtsschmerzen in Reha. Unabhängig davon, dass ich im Nachhinein nicht nur unzufrieden, sondern fast wütend bin, habe ich trotzdem endlich zu meiner Diagnose gefunden, und das ganz allein. Sie lautet myofasziales Schmerzsyndrom der Gesichtsmuskulatur nach Weisheitszahn OP (die by the way 2016 war). Sie lautet nicht atypischer Gesichtsschmerz und auch nicht chronische Migräne. Wie ich drauf gekommen bin, ist allerdings wirklich der Hammer.

    In der Klinik konnte ich das Cefaly ausprobieren. Ich hab mir zunächst nicht viel dabei gedacht, meine Erwartungshaltung war sogar eher negativ. Naja, bei der ersten Anwendung habe ich aber direkt gemerkt, dass mir das Gerät unglaublich gut tut. Ab meiner zweiten Anwendung, bei der ich mir eine höhere Behandlungsintensität zutraute, ging es dann los. Ich spürte das Kribbeln und die Impulse des Cefaly nicht allein im V1, also dem Trigeminus-Augenast, sondern im gesamten Trigeminus, unter den Augen, über den Ohren, im Ober-und Unterkiefer und sogar bis in die Zähne. Es sprach quasi genau die Bereiche an, die mich seit Jahren plagten. Soweit so gut, so weit erklärbar. Aber dann geschah das Unglaubliche: Die Impulse des Cefaly lösten einen Krampf aus, und zwar im linken Kiefermuskel. Bzw. fortdauernde Krämpfe, die so intensiv waren, dass sich im Laufe der weiteren Behandlungen mein gesamter Biss verändert hat, meine Körperstatik anders (angenehmer) ist und sich eine Kieferklemme, die ich unwissentlich seit der OP vor 3 Jahren immer noch hatte, GELÖST hat. Ich sage euch, das war verdammt schmerzhaft und der Druck, der auf den Muskel lastete, war enorm. Aber mir war bewusst, dass der Nutzen größer sein würde, als diese vorübergehenden Schmerzen und was soll ich sagen, ich kann endlich wieder normal in einen Burger beißen 😀

    Naja, in der Klinik hat mir dann keiner geglaubt, dass das Cefaly die Krämpfe ausgelöst hat, sie meinten, das sei medizinisch unmöglich und könne nicht sein. Ich bin froh, dass ich „Beweisvideos“ gedreht habe, aber ich hatte das Gefühl, dass das niemanden so wirklich interessierte.

    Nunja, mein Dauerschmerz über dem Auge wurde leider trotzdem nicht besser und auch das Kribbeln am Gaumen, unter dem Auge und über den Ohren hielt weiter an. Mir ging es in der Reha sehr, sehr schlecht und ich habe fast nur im Bett gelegen und war verzweifelt darüber, dass mir niemand glaubte und auch niemand der Sache eine so große Bedeutung zuschrieb, wie ich.
    Am Tag vor meiner Entlassung hatte ich wieder einmal sehr starke Schmerzen im Gesicht, unter den Augen, mein dumpf-drückender, bis dato atypischer GS, und ich hatte aus der Physiotherapie einen Faszienball im Zimmer „rumfliegen“, den ich eigentlich für einen Triggerpunkt in der Hüfte benutzen sollte. Und vor lauter Schmerz und Verzweiflung und Wut habe ich mir das Ding einfach ins Gesicht gepresst und ziemlich stark massiert und habe irgendwann feststellen müssen, dass das verdammt gut tut. Am nächsten Tag wurde ich entlassen und ich habe mir gleich so einen Ball gekauft.

    Ich habe dann festgestellt, dass meine gesamte Gesichtsmuskulatur voller schmerzhafter Triggerpunkte ist. Denn wenn ich Druck auf den Jochbeinmuskel ausübe (mit Finger oder Ball), kommt es nach ein paar Sekunden zu einer Muskelkontraktion und zu einer Schmerzausstrahlung in die Stirn, kurz über meinem linken Auge, also genau der Bereich, in dem seit einem Jahr ununterbrochen mein migräneARTIGER Dauerschmerz besteht (der aber auch gleichzeitig der identische Punkt meiner wirklichen Migräneanfälle ist). Und was soll ich sagen, seitdem ich angefangen habe, die Triggerpunkte zu bearbeiten und mir meine Schmerzärztin ein Lokalanästhetikum in die betroffenen Muskeln gespritzt hat, ist mein Dauerschmerz weg! Ich hatte gestern, seit 467 Tagen, meinen allerersten, schmerzfreien Tag!

    Meine Theorie ist, dass meine Gesichtsmuskeln durch die OP natürlich überbeansprucht wurden und da ich nachts stark mit den Zähnen presse, hatten die einfach wahrscheinlich nie die Gelegenheit, sich wieder vollends zu entspannen.

    Ich bin nun ziemlich wütend auf die Rehaklinik, denn, wenn sie mir nur mal richtig zugehört hätten mit dem Cefaly und mir einfach Glauben geschenkt hätten, auch wenn es angeblich nicht möglich ist und bei keinem anderen Patienten jemals aufgetreten ist, dann wären sie wahrscheinlich selber auf die eigentliche Problematik der verspannten Gesichtsmuskulatur getroffen. Aber stattdessen werde ich als Patient belächelt, nicht ernst genommen und muss die Diagnostik meiner Schmerzen selber in die Hand nehmen. Ich hasse Ärzte, die immer nur von A nach B denken und dabei vergessen, dass das Alphabet noch 24 andere Buchstaben hat.

    Jedenfalls weiß ich jetzt, warum bei meinen „atypischen Gesichtsschmerzen“ immer ausschließlich Wärme geholfen hat.

    Und ich weiß nicht, ob ich mich bei Bosana, der Cefaly-Firma, beschweren oder mich dafür bedanken soll, dass das Gerät die linksseitigen Kieferkrämpfe ausgelöst und damit meine Kieferklemme gelöst hat, wo doch im Beipackzettel ein völlig harmloses, schmerzfreies Behandlungsprodukt angepriesen wurde.

    Ich wäre dankbar, wenn jemand eine Theorie aufstellen mag, wieso das Cefaly, das den Trigeminusnerv stimuliert, in meinem Sonderfall so eine Folge gehabt hat. Dass der Trigeminus durch die Kaumuskulatur läuft, weiß ich ja, aber mir wurde mehrmals versichert, dass es medizinisch einfach keinerlei Erklärung für Krämpfe als Folge gäbe. Aber ich kann es ja nicht ändern, dass es nunmal so war und es ist völlig ausgeschlossen, dass irgendwas anderes die Krämpfe verursacht haben könnte. Nur fühle ich mich nun leider wie ein Alien. Oder zumindest wie ein krasses medizinisches Randphänomen.

    Danken möchte ich meiner Schmerzärztin hier vor Ort, die mich nie belächelt und mir noch nie ansatzweise das Gefühl gegeben hat, nicht ernst genommen zu werden und die die ganze Geschichte genauso verrückt findet wie ich. Ich weiß, dass sie an meiner Seite steht und nicht auf der gegenüberliegenden und sie hört mir immer aufmerksam zu; um zu verstehen und nicht nur, um zu antworten.
    Das sollte ich ihr bei Gelegenheit mal mitteilen 🙂

    Mir geht es jetzt von Tag zu Tag besser. Während mir in der Reha noch eine medizinisch-berufliche Reha(ausbildung) nahe gelegt wurde, kann ich mich nun allerdings für meinen Alternativplan entscheiden und zwar, ab Oktober ein Studium zu beginnen. Allerdings in Teilzeit und mit Nachteilsausgleichen, damit ich nebenbei genug Zeit für mich selber, für schwimmen, Yoga, Entspannung, Psychotherapie, Physiotherapie (CMD) usw. habe und ich mich nicht überfordere. Meine Vollzeitausbildung breche ich ab und ich habe mich auch beruflich etwas umorientiert.

    So, das wars jetzt aber.
    Ich freue mich auf eure Antworten 😊

    Eure wieder lebensfrohe

    soulsurfer

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat von  soulsurfer.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat von  soulsurfer.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat von  soulsurfer.
    heika
    Teilnehmer
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    Liebe Soulsurfer,

    so erfreuliche Wendungen nach einer derart langen und schwierigen Schmerzgeschichte wie bei dir dürfen ruhig ein paar Zeilen mehr umfassen, es liest sich gut und interessant.

    Und wir können wieder einmal feststellen: „Es gibt doch tatsächlich nichts, was es nicht gibt!“ 😉
    Nun, mit so einem wirklich nicht alltäglichen Verlauf ist ja nicht unbedingt zu rechnen. Leider reagieren einige Ärzte und Therapeuten eher ablehnend, wenn etwas nicht ihren (manchmal begrenzten) Horizont übersteigt. Übel nehmen kann man ihnen dennoch, dass es sie nicht interessiert und sie es dich auch haben spüren lassen.

    Leider finden sich in manchen Reha-Einrichtungen nicht unbedingt die allerbesten Ärzte, das kann die Sache noch erschweren.

    Es ist super, dass du einen Ansatzpunkt für dich gefunden hast und es nun erleben darfst, wie es sich ohne bzw. mit viel weniger Schmerzen anfühlt! Es würde mich freuen, wenn du uns in einigen Wochen wieder einen Lagebericht schreibst. Denn es ist dir von Herzen zu wünschen, dass dein Leben diese positive Wendung auf Dauer erfährt und du deinen umgeplanten beruflichen Weg zum Ziel führen kannst.

    Auf jeden Fall freue ich mit rieisg mit dir!

    Lieber Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat von  heika.
    soulsurfer
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    Danke für deine lieben Worte, Heika! 🙂
    Ich werde euch natürlich weiterhin auf dem Laufenden halten. Ich bin auch sehr gespannt, wie oft sich meine wirkliche Migräne in nächster Zeit zeigen wird. Vor der ganzen „Schmerzverkomplizierung“ hatte ich 4-8 Anfälle pro Monat, das wäre natürlich ein Traum, wenn ich da wieder hin käme 🙂

    Liebe Grüße

    soulsufer

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Soulsurfer,

    Und ich weiß nicht, ob ich mich bei Bosana, der Cefaly-Firma, beschweren oder mich dafür bedanken soll, dass das Gerät die linksseitigen Kieferkrämpfe ausgelöst und damit meine Kieferklemme gelöst hat, wo doch im Beipackzettel ein völlig harmloses, schmerzfreies Behandlungsprodukt angepriesen wurde.

    bedanke Dich lieber, denn die Therapie mit dem Gerät ist für Migräne konzipiert und nicht für im Gesicht vorgeschädigte Patienten. 😉

    Zur Sache selbst: Warum sollte durch die Stimulation kein Krampf ausgelöst werden können? Also so weit hergeholt kommt mir das gar nicht vor. Schließlich erhalten diese Nerven ja Impulse und wenn Du eine hohe Stufe eingestellt hattest, dann gab es da halt die entsprechende „Antwort“. 🙂

    Schau jetzt nach vorne, lass den Ärger hinter Dir. Er bringt niemandem was und hält Dich unnötig im Negativen. Wobei ich Deinen Ärger aber gut nachvollziehen kann.

    Cefaly scheint Dir gut zu tun, nutze es ruhig weiter in eher niedriger Frequenz. Du findest dann schon die für Dich optimale Einstellung.

    Schön, dass Du das Problem selbst lösen konntest nach Prof. Göbels Motto: „Werde Dein eigener Anwalt“.

    Alles Gute weiterhin und liebe Grüße
    Bettina

    soulsurfer
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 146

    Liebe Bettina,

    ich würde nicht unbedingt denken, dass ich mit einer Kieferklemme zu „im Gesicht vorgeschädigten Patienten“ gehöre, da unter den Kontraindikationen frische Schädel-oder Gesichtsverletzungen der letzten 3 Monate, Trigeminusneuralgie, Herpes Zoster, Hautwunden, Unverträglichkeiten oder implantierte Geräte genannt sind. Ein entsprechender Hinweis in den Nebenwirkungen zu möglichen Krämpfen oder „Antwortreaktionen“ fehlt mir persönlich, (in meinem Sonder(?)fall).
    Aber bestellen werde ich das Cefaly allemal, denn es hilft mir 🙂

    Du hast recht, Ärger bringt mich nicht weiter, ich möchte nach vorne schauen und mein Leben wieder genießen können. Trotz meiner doch eher negativen Erfahrungen kann ich rückblickend viel Positives sehen, ich habe gelernt, mich zu wehren und zu verteidigen und bin sehr stark geworden. Im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung hat sich eine ganze Menge getan und dafür bin ich dankbar. Ich bin mein eigener Anwalt geworden.

    Vielen Dank für deine Wünsche 🙂

    Liebe Grüße

    soulsurfer

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27915

    Liebe Soulsurfer,

    natürlich ist eine Kieferklamme eine Schädigung. 😉 Sonst hättest Du doch keine Schmerzen an der Stelle.

    Ich bin mein eigener Anwalt geworden.

    Das ist super, damit kommt man am besten durch. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

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