Nini Vorstellung

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  • Nini
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    Beitragsanzahl: 11

    Hallo ihr lieben, ich bin ganz neu hier. Ich bin weiblich und 37 Jahre alt. Ich leide seid meiner Kindheit an Kopfschmerzen. Die Kopfschmerzen begleiten mich täglich. Der Schmerz drückt und zieht vom Nacken/Schulter/Hinterkopf in den vorderen Kopf. Meistens ist es einseitig, mal rechts mal links. Seid 2005 leide ich Depression, Ängste, Schlafstörung, soziale Phobie. Die Ärzte haben mich mit den Schmerzen nie richtig ernst genommen und es immer auf die Psyche geschoben. Habe auch schon einige Antidepressiver probiert, die nicht halfen oder aufgrund von Nebenwirkungen abgesetzt wurden. Da ich schon so vieles probiert habe, habe ich natürlich auch großen Respekt vor Medikamenten. Ich fühle mich so hilflos, der Schmerz und meine Psyche schränkt mich so sehr ein, dass ich im Alltag nicht mehr klar komme, ich kann das hier nicht alles schreiben. Jetzt wo ich das hier schreibe werden meine Kopfschmerzen wieder schlimmer. Anfang 2018 war ich im Ausland in einem Privatkrankenhaus die ein EEG machten und ein MRT von meinem Kopf. Es wurde mir gesagt, dass man im EEG sehen kann, dass ich unter ein sehr starker Migräne leide. Daraufhin habe ich mir hier nochmal einen Termin beim Neurologen gemacht, der sagte es sei Migräne mit Spannungskopfschmerz. Seid 6 Monaten nehme ich hochdosiertes Magnesium und B2, hilft mir leider auch nicht.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28125

    Auch hier ein herzliches Willkommen, liebe Nini und danke für’s Einstellen in diesem Forum. 🙂

    Warst Du denn schon mal in einer stationären Einrichtung, auch im Hinblick auf Deine psychiatrischen Beschwerden? Hast Du einen Neurologen, der bestenfalls auch Psychiater ist, oder wie wirst Du betreut?

    Führst Du einen Kopfschmerzkalender? Wie viele Migräneattacken hast Du im Monat? Die täglichen Kopfschmerzen sind dann wahrscheinlich chronische Spannungskopfschmerzen?

    Liebe Grüße
    Bettina

    Nini
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 11

    Liebe Bettina, ich führe einen Kopfschmerzkalender in der App. Ich bin in Behandlung. Leider bin ich nicht rehafähig, da ich unter schweren Angst- und Panikattacken leide, beim Verlassen meines bekannten Umfeldes. Ich habe es schon 4x probiert. Ich kann es leider nicht unterscheiden, ob es Migräne oder Spannungskopfschmerz ist. Ich bin einfach nur noch erschöpft. Leidet meine Psyche aufgrund meiner starken Schmerzen oder umgekehrt? Im September habe ich einen ambulanten Termin in der Schmerzklinik. Die wollten natürlich gerne, das ich stationär gehe, aber aufgrund meiner Angst- und Panikattacken, habe ich erstmal einen ambulanten Termin gemacht.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate von  Nini.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate von  Nini.
    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28125

    Liebe Nini,

    Angst- und Panikattacken sind eine eigenständige Erkrankung, Migräne als neurologische primäre Schmerzerkrankung, ebenso. Aber natürlich können sich die Erkrankungen auch mal gegenseitig triggern und verstärken.

    Ich kann es leider nicht unterscheiden, ob es Migräne oder Spannungskopfschmerz ist.

    In der App findest Du den Kopfschmerz-Schnelltest, der mit einigen wenigen Fragen die Art des Kopfschmerzes schon mal vorsortieren kann. Migräne und Kopfschmerz unterscheiden sich durch einige sehr spezifische Symptome.

    Ist gut, dass Du erst mal einen ambulanten Termin in Kiel gemacht hast. Dort wird man dann weitersehen und Dich auf jeden Fall mal gut beraten können.

    Leider bin ich nicht rehafähig, da ich unter schweren Angst- und Panikattacken leide, beim Verlassen meines bekannten Umfeldes.

    Wie lange bist Du bereis in Therapie wegen Deiner Angsterkrankung? Ziel so einer Therapie sollte ja doch sein, dass man seinen engen Käfig mit der Zeit wieder öffnen oder zumindest stark erweitern kann.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Nini
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 11

    Liebe Bettina, vielen Dank für deine Antwort. Natürlich habe ich mich auf der Homepage der Schmerzklinik informiert. Ich glaube schon, dass meine Depression mit meinen Schmerzen zusammen hängt und die Depression mit meinen anderen psychischen Erkrankungen begleitet wird. Oder vielleicht auch umgekehrt, aber die Kopfschmerzen habe ich seit meiner Kindheit. Ich weiß nicht, ob es wirklich so ist. Ich bin seit mehreren Jahren in Psychotherapie.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate von  Nini.
    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28125

    Es ist gut, dass Du professionell betreut wirst. Gut Ding muss Weile haben und ich wünsche Dir, dass Du insgesamt einige Deiner Ängste ablegen kannst.

    Es gibt natürlich auch eine reaktive Depression als Folge einer langen Schmerzerkrankung. Dies wird der Arzt diagnostizieren und auch differenzieren können.

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7479

    Liebe Nini,

    da du mir irgendwie gerade recht hilflos vorkommst, hier mit uns deine Probleme zu kommunizieren, fang ich noch mal bei deinem ersten Post in der Gruppe Medizinische Vorbeugung an.

    Du hattest deine Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung angesprochen. Deine Kopfschmerzen seit der Kindheit und schwerwiegende psychiatrische Erkrankungen seit 2005.
    Dann fragtest du, was wir von Pregabalin halten, das dir dein Arzt zum zweiten Mal verordnet hatte. Außer dem Hinweis, deinem Arzt zu vertrauen und das Medikament zu nehmen, konnte ich dir natürlich nichts raten. Zu wissen, was einzelne Mitglieder von einem Medikament halten, wird dir in deiner ganz individuellen Situation ganz sicher nichts nützen. Außerdem sind wir hier alle keine Ärzte, aber auch ein Arzt wird dich nur persönlich und direkt beraten können. Wir können nur versuchen, Wissen zu erweitern und ein paar zusätzliche Tipps zu geben, behandeln muss immer der Arzt. Und besonders du musst unbedingt jeden unserer medikamentösen Tipps abklären, damit auch alles zu dir und deiner Erkrankung passt.

    Jetzt hier in deinem persönlichen Schmerzverlauf steht auch wieder eigentlich nur deine psychische Problematik im Vordergrund. Dabei frage ich mich, ob und wie deine Kopfschmerzen behandelt werden. Kopfschmerzen sind ja unser eigentliches Thema, da können wir dir eventuell noch gute Tipps geben. Dafür sind aber unbedingt mehr Infos und auch Fragen, wenn vorhanden, von deiner Seite nötig.
    Aber grundsätzlich muss natürlich auch immer deine psychische Erkrankung bedacht werden, wofür dann einzig und allein dein Arzt zuständig sein muss.

    Darum jetzt ein paar Fragen von unserer Seite, die du natürlich nur beantworten musst, wenn du es möchtest!:
    Bist du bei einem Neurologen für deine Kopfschmerzen? Bist du bei zwei verschiedenen Ärzten für Kopf und Psyche, oder bei einem?
    Hast du eine genaue Diagnose für die Schmerzen bekommen? Wenn ja, welche und von wem?
    Welche Prophylaxen für die Schmerzen wurden bisher versucht, und mit welchem Erfolg?
    Wie behandelst du die Schmerzen? Kennst und verwendest du Triptane?
    Wie oft hast du Kopfschmerzen und wie oft im Monat behandelst du womit?

    Und dann noch: Hast du hier im Forum schon das Migränewissen, rechts unten in der Sidebar, gelesen? Hast oder kennst du das Buch von Prof. Göbel „Erfolgreich gegen Kopfschmerzen und Migräne“?

    So, ich glaube, das reicht für’s Erste. Ich hoffe, wir können dir ein wenig helfen und Klarheit verschaffen.
    Julia

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate von  Julia.
    Nini
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 11

    Liebe Julia,

    vielen Dank für deine Antwort. Es stehen eigentlich schon die Schmerzen im Vordergrund, aufgrund dessen kann ich nicht mehr richtig denken, es fällt mir schwer zu reden und mich auf irgendwas zu konzentrieren, lustlos, gefühlslos, Interessensverlust, zurückgezogen…., das nennt man dann wohl Depression. Ich bin bei meinem Hausarzt in Behandlung der ebenfalls Psychotherapie macht. Mit meinen Kopfschmerzen und meiner Psyche bin ich beim gleichen Arzt der Neurologe, Psychatrie und Psychotherapeut ist. Mein Neurologe meinte ich leide unter Migräne mit Spannungskopfschmerzen gemischt. Er verschrieb mir Topiramat. Ich habe mich über das Medikament schlau gemacht und habe mich gegen das Medikament entschieden, da es bei Depressionen nicht eingenommen werden sollte. Daraufhin verschrieb er mir jetzt Pregabalin. Ich habe kein Vertrauen mehr zu diesem Arzt, da ich nicht nachvollziehen kann, wie man Topiramat aufschreiben kann. Ebenfalls wurden mit den Jahren verschiedene Antidepressiva ausprobiert. Triptane kenne ich und bin ich gerade am ausprobieren. 2 Triptane vertrage ich schon mal nicht. Kopfschmerzen habe ich täglich. Ich weiß, dass ich nicht mehr an 10 Tagen im Monat Schmerzmittel einnehmen soll. Manchmal versuche ich die Schmerzen einfach auszuhalten und zu akzeptieren, was natürlich nicht einfach ist. Ich weiß auch leider manchmal nicht, ob ich lieber eine Schmerztablette oder ein Triptan einnehmen soll, da ich nicht weiß, ist es Migräne oder Spannungskopfschmerz oder beides gemischt. Ein Triptan hilft ja nur bei Migräne.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate von  Nini.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate von  Nini.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate von  Nini.
    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7479

    Liebe Nini,

    welche Triptane hast du bisher probiert und welche Beschwerden hattest du dabei? Das zu wissen ist sehr wichtig, da einige Nebenwirkungen harmlos und nur vorübergehend sind. Also absolut dann kein Grund, sie nicht einzusetzen.

    Wenn du bisher mit deinem Neurologen zufrieden warst, solltest du das Gespräch über die Topiramt-Verordnung mit ihm suchen und ihm nicht sofort das Vertrauen entziehen. Vielleicht hat er ja eine plausible Erklärung, und sonst: auch Ärzte sind nur Menschen, denen Fehler unterlaufen können.

    Du bist ja dann auch bald in Kiel, wo du sicher umfassend zu deinen Kopfschmerzen aufgeklärt werden wirst.
    Im EEG ist die Migräne übrigens nicht zu erkennen, da war die Auskunft in der Klinik schon mal nicht richtig. Wenn aber Triptane anschlagen, kannst du davon ausgehen, dass du eine Migräne hast und solltest unbedingt weiter am Ball bleiben. Um die Wirkung sicher zu erkennen reicht allerdings ein einzelner Versuch pro Triptan ganz sicher nicht aus.

    Bleib dran 😃

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28125

    Liebe Nini,

    Topamax ist bei Depressionen kontraindiziert. Du bist bald in Kiel, da wird man Dich umfassend beraten können. Bei Spannungskopfschmerzen und Migräne + Depression hat sich Amitripylin gut bewährt. Kennst Du dieses Medikament bereits?

    Liebe Grüße
    Bettina

    Nini
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 11

    Ich danke euch für eure Antworten.

    Julia, die Klinik meinte, dass sie im EEG sehen könnten, dass ich unter Migräne leide. Also, kann man es nicht im EEG sehen?

    Natürlich habe ich meinen Arzt auf Topiramat angesprochen und er meinte dann: das es stimme und ich solle es dann lieber nicht einnehmen.

    Als Triptan habe ich Rizatriptan 5mg probiert. Zweimal hat es nicht geholfen und ein anderes mal hat es geholfen, nur leider habe ich so starke Nebenwirkungen, dass ich liegen und schlafen muss. Kann damit weder arbeiten, noch sonst irgendwas machen. Am nächsten Tag fühle ich mich wie gerädert, könnte mich knapp auf den Beinen halten. Vor 2 Tagen habe ich Naratriptan 2,5mg probiert. Die Schmerzen wurden ein wenig weniger und ich fühlte mich irgendwie nicht mehr so angespannt im Nacken-Schulterbereich. Leider wurde ich von dem Medikament ebenfalls extrem müde, so dass ich kurze Zeit später einschlief. Ich hatte Schweißausbrüche und am Morgen war ich auch gerädert. Der Kopfschmerz am nächsten Tag war schwach, aber am Nachmittag wurde es wieder schlimmer. Ich kann das Triptan nicht nehmen, wenn ich arbeiten soll, da ich davon extrem müde werde.

    Amitriptylin ist ein älteres Antidepressiva, da ich schon so viele ausprobiert habe, weiß ich nicht, ob ich dieses probieren soll. Hatte den Neurolgen aber auch darauf angesprochen und er meinte, da ich schon vieles ausprobiert habe wird das wohl auch nichts bringen. Mein Hausarzt meint, man könne es ausprobieren.

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7479

    Nein Nini, im EEG kann man keine Migräne erkennen!

    Dir irgendwie weiterzuhelfen, ist für mich ein wenig schwierig, weil ich nicht weiß, wieviel und was du schon über die Migräne und ihre mögliche Behandlung weißt, oder überhaupt wissen möchtest. Darum noch mal meine Frage: hast du das Migränewissen rechts unten gelesen, so dass du über ein Basiswissen, oder auch viel mehr 😀?, verfügst? Das Wissen muss natürlich nicht sein, aber den Stand deiner Information in etwa zu kennen, würde die Unterhaltung hier sehr erleichtern. Einfach so drauflos zu beraten, ohne dass von dir auch Fragen kommen, macht nicht wirklich Sinn.

    Darum noch mal: was weißt du über die Triptane und ihre Wirkung? Weißt du das MCP oder Domperidon die Aufnahme, und damit die Wirkung anstoßen und verbessern können? Ist dir klar, dass die Nebenwirkungen, wie Schweißausbrüche, durch deine Ängste verstärkt werden könnten? Und und und.
    Hast du Fragen?

    Du bist ja bald in Kiel, wo du sicher gut beraten werden kannst. Wohnst du in der Nähe, so dass du dort in Behandlung bleiben könntest? Das wäre wirklich zu überlegen.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate von  Julia.
    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5669

    Liebe Nini,

    du könntest noch das Frovatriptan (Allegro) ausprobieren. Es ist von allen Triptanen das sanfteste, braucht allerdings ca. 2 Stunden, bis eine Wirkung einsetzt. Das sollte man wissen. Und leider hat es eine hohe Zuzahlung.
    Dafür ist eine gute Chance auf recht geringe Nebenwirkungen gegeben.

    Lieber Gruß
    Heika

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28125

    Liebe Nini,

    Amitriptylin ist ein älteres Antidepressiva, da ich schon so viele ausprobiert habe, weiß ich nicht, ob ich dieses probieren soll. Hatte den Neurolgen aber auch darauf angesprochen und er meinte, da ich schon vieles ausprobiert habe wird das wohl auch nichts bringen. Mein Hausarzt meint, man könne es ausprobieren.

    richtig, es ist ein altes bewährtes Antidepressium und Mittel der 1. Wahl beim Spannungskopfschmerz. Hat man die Kombination mit Migräne und Depressionen, würde ich es an Deiner Stelle unbedingt ausprobieren. Da scheint sich Dein Hausarzt besser auszukennen. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Nini
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 11

    Hallo, kann man die Amitriptylin Tablette teilen und wie lange muss man rechnen, dass die Nebenwirkungen nach lassen?

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate, 1 Woche von  Nini.
    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7479

    Das können wir dir so nicht beantworten, aber du kannst es googlen. Gibt den Namen des Herstellers deiner Tabletten ein und „teilen“. Dann findest du alle Präparate mit Angaben in mg usw. Wenn das nicht funktioniert, nochmal bitte melden!
    Du könntest dir aber auch Tropfen aufschreiben lassen, damit kann man besonders langsam steigern.

    Und das Nachlassen der Nebenwirkungen muss leider auch jeder selbst testen. Darum immer erst steigern, wenn die Nebenwirkungen besser geworden sind. Das Ganze kann dauern…

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate, 1 Woche von  Julia.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate, 1 Woche von  Julia.
    Nini
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 11

    Danke, habe es gefunden. Vielen Dank.

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7479