Ratlos mit Schmerz! (Elena)

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  • Elena
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    Beitragsanzahl: 1

    Hallo zusammen,
    Ich bin 21 Jahre alt und habe Angst mein ganzes Leben lang durch die Migärne beeinträchtigt zu sein. Ich kämpfe seit meinem 16. Lebensjahr mit „Migräne“ . „Migräne“ weil mir bisher kein Arzt eine Bestätigung der Diagnose gegeben hat.

    Ich war mit 17 in sämtlichen Schmerz Sprechstunden, Neurologen, HNO, MRT und sogar beim Psychologen, aber leider konnte mir bis heute nur die 800 mg IBU weiterhelfen, und dies, auch nicht immer! Mit 18 habe ich es mit Triptanen versucht, leider hatte ich sämtliche Nebenwirkungen wie warnvorstellungen, nasenschmerzen und Schweißausbrüchen.. mit 20 sollte ich es noch einmal probieren leider ein weiteres Mal der selbe Effekt.

    Kopfschmerzen habe ich jedes! Wochenende. Der Arzt geht von entspannungsschmerzen aus. Aber wenn ich auch ständig mal unter der Woche schmerzen hab, wo ich eigentlich angespannt sein sollte, lt. Arzt, kann ich mir das jedes Mal nicht erklären. Ich wache Samstag morgen auf, habe fast keine Stimme wie als hätte ich einen Riesen Klos im Hals und Mega starke Schmerzen an den Schläfen und meinem Auge. Mal das linke mal das rechte. Übelkeit auch. Als wäre mein Magen verknotet. Manchmal schwellt mir die Nase mit zu, wovon ich dann schnell Herzrasen bekomme und Atemnot weil ich Angst habe nicht genug Sauerstoff zu bekommen.

    Ich kann das nicht aushalten, ständig schmerzen, jede Woche.. ich bin froh 3 Tage Pause davon zu haben. Mit 17 hatte ich eine sehr schlimme „Migräne“ Attacke so dass ich in die Klinik geliefert wurde weil ich nicht mehr sprechen konnte und meinen Arm nicht bewegen konnte. Ich weiß nicht mehr weiter, ständig muss ich mich krank schreiben lassen, es hat auf alles leider Auswirkungen. Urlaub, Freund, Freunde und Familie. Ich sehe nichts was noch helfen könnte oder was ich noch einnehmen könnte. Ich kann mir nicht erklären warum die Ärzte mir bis heute nichts bestätigen können/dürfen? Ich kann mir selber bestätigen das es Migräne ist also ich hoffe nichts schlimmeres. Kann mir das noch jemand erklären, welche Form der Migräne oder überhaupt nach den Symptomen?

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5670

    Liebe Elena,

    herzlich willkommen in Headbook!

    Nach der Diagnose richtet sich die Behandlung, deshalb ist es auch ganz schwierig, dir etwas zu raten. Wir sind alle nur Laien und wenn sich selbst die Ärzte bei dir nicht sicher sind…
    Auf jeden Fall solltest du dich zum Thema Kopfschmerzen ausführlich belesen, so dass du sicherer wirst im Umgang mit den vielen Problemen, mit denen du zu kämpfen hast.

    Auf der Startseite rechts unten findest du in der Sidebar den Punkt „Migränewissen“, auch kann ich dir das Buch von Prof. Göbel „Erfolgreich gegen Kopfschmerzen und Migräne“ ans Herz legen.

    Triptane können durchaus starke Nebenwirkungen hervorrufen, die große Frage ist jedoch erst einmal, ob du denn auch eine positive Wirkung gegen den Schmerz hattest. Welche Triptan hattest du denn versucht? Es gibt 7 verschiedene, von sehr stark bis eher schwach wirkende, und je schwächer das Triptan, desto geringer die Nebenwirkungen.

    Bei vielen ist es so, dass eine Migräne besonders am Wochenende zuschlägt. Dein Arzt hat das mit dem „Entspannungskopfschmerz“ richtig erfasst. Unter der Woche lebt man in der Regel einen gleichmäßigen Rhythmus und ist unter Alltagsanspannung. Am Wochenende lässt der Stresspegel nach, zudem schläft man am Samstag oft aus, frühstückt später, bringt also den üblichen Ablauf durcheinander. Das kann alles eine Migräneattacke fördern.

    Doch eine Migräneattacke kann natürlich zu jeder Zeit auftreten und oft findet sich keine Ursache dafür.

    Alle deine Symptome, die du beschreibst, könnten zu einer Migräneattacke passen, auch die zugeschwollene Nase und die Augenschmerzen, ebenso die Sprach- und Bewegungsstörungen (das könnten Aura-Symptome sein). Deine Angst verschlimmert das Ganze natürlich, das ist dir sicherlich auch bewusst. Atmen durch den Mund ist ja auch möglich, muss man bei einem dicken Schnupfen ja auch ;-), von daher besteht keine Gefahr der Sauerstoffunterversorgung.

    Führst du einen Kopfschmerzkalender? Um einen guten Überblick zu haben, ist das ganz wichtig. An wie vielen Tagen pro Monat bist du denn von den Schmerzen betroffen?

    Zu was ich dir auf jeden Fall raten würde, ist die Einnahme von Magnesium. Magnesium senkt die Reizschwelle der Nervenzellen, bis zu 600mg täglich werden empfohlen, doch man sollte langsam hochdosieren, damit der Darm sich daran gewöhnen kann. Mit Magnesium kannst du gar nichts falsch machen, das kannst du beruhigt nehmen, auch wenn deine Diagnose noch nicht gesichert ist.

    Lieber Gruß
    Heika

    P.S. Bitte baue beim nächsten Mal in deine Beiträge Absätze ein, das liest sich für unsere angestrengten Kopfschmerz-Köpfe leichter.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Wochen, 1 Tag von  heika.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Wochen, 1 Tag von  heika.
    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28128

    Ein herzliches Willkommen bei uns, liebe Elena. 🙂

    Habe ein paar Absätze eingebaut in Deinen Beitrag, ist für uns empfindliche Migräne-Mimöschen dann besser lesbar. 😉

    Heika hat Dir bereits die Basics auf die Schnell erklärt, die sehr wichtig sind. Ebenso der Hinweis zu Prof. Göbels Patientenratgeber.

    Besteht denn die Möglichkeit, dass eine Angst- und Panikerkrankung „mit“ reinspielen könnte? Wurde in dieser Hinsicht schon etwas abgeklärt?

    Kopfschmerzen habe ich jedes! Wochenende.

    Wie fühlen sich diese Kopfschmerzen an? Eher in Richtung Migräne gehend oder Spannungskopfschmerz? Kennst Du schon unsere kostenlose Migräne-App? Ein Kopfschmerzkalender ist enorm wichtig, auch für den Arzt, um Art und Schwere der Kopfschmerzerkrankung gut einschätzen zu können. Über die App kannst Du auch weitere wichtige Features abrufen wie z. B. den Kopfschmerz-Schnelltest. Dieser kann schon mal eine Vorab-Einteilung machen und etwas eingrenzen.

    Sollte es sich bei Dir um die typische Wochenend-Migräne handeln, könntest Du nämlich gut gegensteuern. Auch am Wochenende um die selbe Zeit aufstehen, wie gewohnt Kaffee trinken und eine Kleinigkeit essen, damit das Nervensystem „Futter“ bekommt. Danach kannst Du Dich auch noch mal hinlegen, aber das Energiedefizit im Gehirn ist erst mal reguliert.

    Liebe Grüße
    Bettina

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