Regenbogen stellt sich verspätet vor

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  • regenbogen68
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    Da ich als ich das erste Mal hier gepostet habe, im falschen Faden gelandet bin, hole ich hiermit meine Vorstellung nach:

    Kopfschmerzen kenne ich seit meiner Kindheit. Migräne habe ich seit ca. 15 Jahren. Ausgebrochen ist sie zu einem Zeitpunkt, da ich (damals Ende 20) viel gearbeitet habe und gezwungen war, den Leistungssport einzustellen (nach Ersatz habe ich mich damals nicht umgesehen).

    Ich habe an ca. 8 Tagen im Monat Migräne. Nehme – wie alle hier – Triptane.

    Prophylaxeversuche:
    Pestwurzextrakt – hat nichts gebracht
    Betablocker – hat nichts gebracht
    derzeit: Topamax – ja, wirkt, ob genug – muss ich mit meinem Arzt besprechen

    War vor ca. 2-3 Jahren unter „ärztlicher Aufsicht“ bereits deutlich über der 10er Grenze. Wusste damals nichts von einer Grenze, habe kein Protokoll geführt nichts ….
    Meine Apothekerin hat mich darauf hingewiesen, dass ich doch ein bisschen viele Triptane brauche … habe mich dann im Netz schlau gemacht (auf Headbook bin ich damals noch nicht gestossen) und mich auf eine Kopf-Schmerzambulanz überweisen lassen.
    Wartezeit bis zum Termin: 3 Monate. Aufgabe: Protokoll führen.

    In der Zwischenzeit habe ich Attacken „ohne“ durchgestanden und bin alleine auf die Zahl 8 runter gekommen.

    Da bin ich derzeit. Ausnahme: Letztes Monat. Da war ich drüber: 11. Plus Infusion im Krankenhaus um eine Dauermigräne zu stoppen.

    Ich bin überzeugt, dass bei mir der MÜK etwa bei 8 beginnt.
    Seit einigen Tagen achte ich auf alles, was es so zu beachten gilt. Inkl. Progressiver Muskelentspannung. Bin hochmotiviert und es passt so.
    Habe Attacken ohne Medikamente „abfangen“ können / bzw. halbwegs durchhalten können.
    Ich habe das Gefühl, alles beruhigt sich.

    Bin ein Fan von Headbook, Euch allen hier, Bettina und Prof. Göbel – und kein Neuling 😉

    So, das war’s 😉

    Herzlich, Regenbogen

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 28002

    Besser spät, als gar nicht, liebe Regenbogen. 😉 Also noch mal ein herzliches Willkommen bei uns. Schön, dass Du uns gefunden hast. 😀

    Eigentlich bist Du ja bestens versorgt im Moment, denn Du hast

    1. uns 😀 und
    2. die Kopfschmerzambulanz. 🙂

    Ich finde es toll, dass Du Dich so engagiert an die Entspannungsverfahren machst. Lass uns bitte immer an Deinen Erfahrungen teilhaben. Und gutes Durchhaltevermögen wünsche ich Dir.

    Mit Topamax bist Du ja zur Zeit am Rumprobieren, aber mit Prophylaxen bist Du insgesamt noch ein Neuling. Ist daher viel Luft für weitere Optionen und das ist doch immer beruhigend.

    Wenn Du denkst, dass der MÜK bei Dir bereits bei 8 Tagen beginnt, hättest Du ja laut Deinen Schilderungen schon lange MÜK, da Du Deine durchschnittliche Attackenfrequenz mit 8 Tagen im Monat bezifferst?

    Danke fürs Vorstellen so im Nachrückverfahren und liebe Grüße
    Bettina

    regenbogen68
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    Beitragsanzahl: 1739

    Gute – kritische – Frage, liebe Bettina.

    Dass MÜK auch unter 10 auftreten kann, habe ich erst hier erfahren.
    Protokoll führe ich erst seit 1,5 Jahren.

    Als die Migräne vor 15 Jahren begonnen hat, hatte ich bestimmt keine 8 Anfälle im Monat. Das hat sich schleichend erhöht – und ich denke, die Triptane könnten durchaus ihren Anteil haben.

    Das sagt mir mein persönliches Körpergefühl. Ich versuche, etwas unter die 8er Grenze zu kommen.

    Bislang habe ich zu wenig auf Entspannungsverfahren etc. geachtet. Auch das ist noch nicht ausgeschöpft. Da kann man sicherlich noch mehr tun. Sicherlich auch mehr Sport. Damals mit Sport ging es mir ja gut.

    Lieben Gruß, Regenbogen

    Ronja
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    Lieber Regenbogen,

    ich habe mich hier im Thread auch noch nicht vorgestellt. Deswegen mach dir nichts draus, dass du spät dran bist – ist doch super , dass du es gemacht hast. Du hast wirklich noch nicht viele Prophylaxeversuche, da beneide ich dich, jeder Versuch gibt Hoffnung immer wieder neu.
    Ich könnte mit meinen Migränekalendern Wände tapezieren, wieviel Arbeit, die ich mir mit dem Auszufüllen gemacht habe, steckt darin. Es ist gut, dass du jetzt einen Kalender führst.
    Ich habe auch ab 8 Triptantagen das Körpergefühl, dass der MÜK kommt. 8 Tage sind natürlich schnell erreicht. Ich freue mich auch über deinen Elan beim Entspannungsthema. Für mich ist wichtig, möglichst oft daran erinnert zu werden, nicht damit nachzulassen.

    Herzliche Grüße
    Ronja

    Julia
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    Beitragsanzahl: 7468

    Hallo Ronja,

    gib bloß die Hoffnung nicht auf 😉 Man kann die Prophylaxen ja immer wieder von vorne anfangen. Vieles hilft erst beim 2. Mal. Ich bin schon in der 2. Prophylaxe-Runde. Versuche gerade das 2. Mal Topiramat. Damals, vor 10 Jahren hat es mir gut geholfen, aber ich war nicht mehr gesellschafstfähig. Hab nur noch Unsinn gemacht. Allerdings bei über 200 mg.

    Was die Kalender angeht, ich bin gerade bei Nr. 168 !!!

    Zum großen Glück habe ich keine Akzeptanzprobleme mit der Migräne, da ich mich nicht ohne kenne. Sie war schon immer da und so musste ich mich nie daran gewöhnen. Klingt sicher sonderbar, ist aber so. Ich kenn kein anderes Leben und musste mich ganz früh damit arrangieren. Dafür bin ich sehr dankbar.

    Ich würde euch so gerne ein bisschen von meiner Gelassenheit der Migräne gegenüber abgeben.
    Liebe Grüße
    Julia

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1739

    Hier ein Update:

    Ich steige jetzt von Topamax (8 Monate genommen) auf Venlafaxin um (heute ist Tag 1).

    Im Dezember hatte ich 12 Tage mit Medikamenten, im Januar waren es 10. Die hohe Frequenz könnte mit dem Ausschleichen von Topamax zu tun haben (genau in diesem Zeitraum). Das Medikament hat bei mir nicht den gewünschten Erfolg gezeigt, ich denke aber, dass es auch nicht ganz unwirksam war.

    Vor Topamax hatte ich so um die 8-9 Attacken (weitere Details: siehe weiter oben).

    Zu Sport bin ich schon länger nicht gekommen, weil ich 1. ein Monat (den ganzen Januar) mit einem grippalen Infekt gekämpft habe und mich 2. derzeit sehr oft eine Migräne „umwirft“ und es für mich schlichtweg unmöglich ist, sofort an einem „migränefreien“ Tag (an dem ich oft von den Triptanen noch ziemlich daneben bin) zum Sport los zu starten.
    Grundsätzlich fällt es mir zudem extrem schwer, mich zu Bewegung aufzuraffen (sehr viel früher habe Leistungssport gemacht) und auch bei anderen nicht-medikamentösen Dingen habe ich bislang keine richtige Kontinuität hinein bekommen.

    Liebe Doro, soweit nun also mein Update. Meine Frage an Dich: Wie hast Du es geschafft, in der schlechtesten Phase, Sport in Deinem Leben zu „installieren“?

    Was das Venlafaxin betrifft, hat mir mein Arzt für 2 Wochen 75 mg und dann 150 mg aufgeschrieben.
    Sehe ich es richtig, dass viele bei 75 mg bleiben? (Ich habe die Foren zu V. studiert).
    Ich tendiere dazu, evt. länger als 2 Wochen bei 75 mg zu bleiben, und zu schauen, was mein Protokoll sagt.

    Herzlich, Regenbogen

    Doro
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1605

    hallo liebe regenbogen,
    danke, dass du dir die zeit genommen hast und so ausführlich dein situation beschreibst.
    das ist nicht einfach mit so vielen attacken, das glaube ich dir auf´s wort.

    so und nun zu deiner frage:
    das mit dem sport ist in der tat nicht einfach. auch bei mir gibt es, trotz großer konsequenz immer wieder wie ein neuanfang.
    mir geht es ja derzeit recht gut. trotzdem habe ich auch immer zwischendurch so, ich nenne sie mal *matschtage*. die wiederum zwingen mich mein pensum zu reduzieren…. dann geh ich eben nur mit meinem hund spazieren. das ist wirklich traurig, aber ich kann es nicht ändern. an meine alte form kann ich nicht anknüpfen. aber ich kann das, was jetzt ist halten. und damit bin ich schon froh.
    das ist auch der grund warum ich mich auch körperlich auf so vielen ebenen tummel. wenn das joggen nicht geht….bleibt noch yoga….. das meditieren….und die spaziergänge. NACH einer migräneattacke brauche ich auch manchmal bis zu 4 tagen, bis ich wieder richtig fit bin…… 🙁
    aber liebe regenbogen, das sollte uns nicht davon abhalten , soweit es uns möglich ist, in bewegung zu bleiben. lös dich von dem früher und dem anspruch aus dem leistungssport… ich weiß, das ist nicht einfach!!!!! allein mein mir mögliches pensum zu finden, nicht auch noch durch den sport eine attacke auszulösen…… das hat gedauert und dabei hat mich übrigens das meditieren sehr unterstützt. mein körpergefühl wieder zu finden…..

    zu venlafxin kann ich nichts sagen….

    aber zu anderen prophylaxemöglichkeiten:
    – magnesium und Vitamin B2 und Q10
    – schlaf-wachrhythmus
    – kohlehydrate vorm zubett gehen
    – regelmäßige essenszeiten
    – bewegung an der frischen luft

    oder hast du die einfach nur nicht erwähnt?

    ich bin sehr erstaunt, dass du so häufige attacken hast. das kam bei mir gar nicht so an.
    was mich auch erstaunt, ist die tatsache, dass du probleme mit der konequenz der umsetzung hast, auch das kam bei mir nicht so an. ich denke, es ist sehr schwierig mit dem NEUANFANG, wenn man wie du aus dem leistungssport kommt…. aber auch das ist machbar.

    und wenn ich dich dabei irgendwie unterstützen kann, dann tu ich das gerne. sag einfach bescheid.
    lg und einen möglichst schmerzfreien sonntag
    doro

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1739

    Liebe Doro,

    danke! 😉

    Also, ich poste hier nicht so viel über meine Attacken, weil ich ja Bescheid weiß und ich nicht wüsste, was ich dazu schreiben sollte.
    Wenn ich Fragen habe, dann stelle ich sie. Zuletzt (letzte Woche) war es mir wichtig herauszufinden, welche Medikamente einem helfen, Attacken „ohne“ Medikamente durchzustehen. Da habe ich hier wunderbare Hilfe bekommen, wofür ich sehr dankbar war (auch, wenn sich dann gezeigt hat, dass mein Arzt eine andere Haltung hat).

    – magnesium und Vitamin B2 und Q10: nehme ich (seit 2 Monaten; davor nur Magnesium, aber nicht in voller Dosierung)
    – schlaf-wachrhythmus: ja, klappt so halbwegs; wie pünktlich gehst Du ins Bett? immer wirklich dieselbe Uhrzeit???
    – kohlehydrate vorm zubett gehen: ist ein Muss!!! Ich bekomme so und so alle 4 Stunden Hunger.
    – regelmäßige essenszeiten: klappt auch so halbwegs; bin ein Mensch, der alle 4 Stunden etwas essen muss.
    – bewegung an der frischen luft: da bin ich schlecht in dieser „Disziplin“. 😉 Verbesserungsbedarf.
    Zudem gehe ich zu einer Osteopathin.

    An Leistungssport denke ich schon viele Jahre nicht mehr. Bewegung hat für mich auch schon lange nichts mehr Leistung zu tun. Ich wollte nur deutlich machen, dass ich mit Sport nicht unvertraut bin. 😉

    Ich bleibe aber insgesamt motiviert (zwischen vielen Frustrationstagen). Ich bin überzeugt davon, dass Sport wichtig wäre. Die Migräne ist ausgebrochen, als ich beruflich belastet war und mit dem Sport aufgehört habe.

    Puh, mir wird gerade sagenhaft übel – das ist vermutlich das Venlafaxin. Die beginnende Attacke heute ist weg, aber die Übelkeit plötzlich ist heftig.

    Bis später.

    Lieben Gruß, Regenbogen

    Doro
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1605

    huhu regenbogen,
    ich gehe sehr pünktlich zu bett und stehe auch sehr pünktlich auf. ich schlafe täglich von 23:50 uhr bis 5:42 Uhr (deswegen so genau, weil mein wecker mein kater ist, und der ist extrem pünktlich) oft mache ich noch ein kleines schläfchen zwischen 21:00Uhr und 22:00 uhr auf der couch 🙂
    ab 22:00 Uhr lasse ich den tag auf jeden fall zur ruhe kommen. also dann läuft bei mir nichts mehr. keine verabredungen, kino oder so…. ist doof, aber da bin ich eisern. ich schlafe sowieso sehr wenig, war schon immer so, sodass ich diese zusätzliche form der ruhe brauche.
    ja, das macht ein wenig einsam…..alle aktivitäten werden in den nachmittag oder frühen abend gelegt.

    ich denke, dass gerade du als ehemalige leistungssportlerin auch über andere motivationstechniken verfügt. super, wenn du dran bleibst.

    hast du die berufliche belastung in den griff kriegen können?

    das mit der übelkeit tut mir leid. ich wünsche dir gute besserung 🙂
    lg
    doro

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Liebe Regenbogen,

    ich bin gespannt auf Deinen Versuch mit Venlafaxin. Bitte weiter berichten.
    Hoffentlich war die Übelkeit nur vorübergehend und Du kannst den migränefreien Sonntag genießen.

    Liebe Grüße
    Ulrike

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28002

    Liebe Regenbogen,

    ich wünsche Dir viel Erfolg mit dem Venlafaxin! Dein Impuls, erst mal bei 75 mg zu bleiben, ist richtig. 😉 Bei mir wurde überhaupt nur von 75 mg gesprochen und so viel ich mitbekomme, ist das die Standarddosis erstmal. Erhöhen kann man ja immer noch, wenn sich nach einigen Wochen/Monaten keine Besserung zeigt.

    Bitte Venlafaxin immer! erst nach dem Frühstück einnehmen. Übelkeit zu Beginn der Einnahme ist eine bekannte Nebenwirkung, aber die Einnahme nach dem Frühstück kann hier sehr gut gegenwirken.

    Ich scheine hier – zu Recht – als der absolute Sportmuffel rüberzukommen. Früher – bevor die Migräne so übel zugeschlagen hatte – gab es kaum einen Sport, den ich nicht betrieben hatte. Fast alles machte mir Spaß und eigentlich alles hatte ich ausprobiert. Im Sommer radfahren, wandern, schwimmen, Wasserschi fahren, windsurfen (ich hatte eines der ersten Bretter überhaupt, die verkauft wurden, ein Mistral 🙂 ), rollerbladen, Tennis…

    Im Winter schifahren (leidenschaftlich seit meinem 4. Lebensjahr), eislaufen (seit dem 3. Lebensjahr).

    Bis auf schwimmen, radfahren und spazieren gehen musste ich alles aufgeben. Daher wirke ich vielleicht mal ein wenig dämpfend, wenn von Ausdauersport und der heilenden Wirkung die Rede ist. Ich bin mir sicher, dass Ausdauersport wunderbar ist für Leib und Seele, aber nicht jeder ist mehr in der Lage dazu. Ich leider nicht mehr und das möchte ich einfach mal ein wenig deutlich machen.

    Sehr leicht können Schuldgefühle aufkommen, da man doch eigentlich mehr Sport machen sollte und schon würde es einem besser gehen. Es geht nicht immer so, wie man gerne möchte, aber ich gehe davon aus, dass diese Zeiten, in gemäßigter Form natürlich 😉 , wiederkommen.

    Auch bei Dir, liebe Regenbogen, wird wieder die Zeit kommen, wo Du mehr Sport machen wirst, ohne Dich überwinden zu müssen und ohne mit Migräne dafür zahlen zu müssen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1739

    Liebe Doro,

    ich arbeite seit mehreren Jahren nicht mehr in dem Umfeld, in dem ich damals ins Burnout geraten bin; aber ich muss immer auf mich aufpassen. 😉

    Danke, liebe Bettina, für die lieben Worte und den Hinweis. Ich habe es mit dem Frühstück (mitten drinnen) genommen (so stand es auf der Packung: mit einer Mahlzeit einnehmen).
    Ich habe eine Retard-Version (oder ist das immer so?). Gute 2 Stunden nach dem Frühstück war mir jetzt wahnsinnig übel. So übel, dass gar nichts ging; und furchtbar kalt.
    Jetzt ist es besser; übel ist mir weniger, aber alles ist komisch.

    Die Entscheidung, mit dem Medikament heute anzufangen und nicht die letzten Tage, an denen ich arbeiten musste, war goldrichtig!
    Interessanterweise hat es eine beginnende Attacke gestoppt. Vielleicht lässt das Positives hoffen. Oder es war nur der Placebo-Effekt. Jedenfalls ist das gerade einmal das Gute daran.

    Sport löst bei mir keine Migräne aus, aber ich würde einfach gerne wieder Sport machen, weil es mir einfach sehr gut tut. Ich sitze viel am Schreibtisch und Ausgleich wäre notwendig. Vielleicht geht das, wenn das Venlafaxin greift.

    Seltsamer Tag heute, eigenartiges Körpergefühl.
    Ich werde auf jeden Fall einmal testen, wie es mit 75 mg geht. Zunächst muss sich der Körper aber überhaupt einmal dran gewöhnen (Topamax war harmlos dagegen, aber es hat auch richtig nicht gewirkt).

    Lieben Gruß, Regenbogen

    Ronja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 970

    Liebe Regenbogen,

    alles Gute für deine neue Prophylaxe! Das mit dem Sport ist für mich auch ein großes Problem, wegen der vielen Migränetage. Aber jetzt werden die Abende wieder heller, da kann man auch wieder nach der Arbeit nach draußen zum Walking. Meine Kondition ist sehr wichtig für mich, aber die großen Steigerungen gehen natürlich nicht, so den Stand in etwas halten – das ist das Ziel.
    Ich habe das Gefühl, mit dem Sport wurschtele ich mich so durch, wenn es mir gut geht, mache ich Sport und sonst nicht, und manchmal mache ich auch eine abgespeckte Version mit Triptan. Früher musste ich immer ganz viel, ganz weit. Vielleicht hilft dir das auch, liebe Regenbogen, wenn es nich tganz so gut ist, dann vielleicht nur die halbe Strecke, oder ich lasse in solchen Fällen das Jogging weg und mache nur walking – also nicht alles oder nichts sondern je nach Ergehen ein wenig mehr ode rauch weniger Sport. Die richtige Dosis an Sport ist sehr wichtig, manchmal greife ich auch daneben und meist mache ich zu viel. Es ist eben ein Umhergewurschtele. Aber du experimentierst ja auch gerne.

    Du bist so mutig mit den Prophylaxen. Ich schaffe das nicht so flott. Viel Erfolg mit Venlafaxin!

    Herzliche Grüße
    Ronja

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1739

    Liebe Ronja,

    danke für Deine Anregungen und die lieben Zeilen.
    Wieso bin ich mutig? Da kann etwas nicht stimmen. 😉

    Den heutigen Tag habe ich zwar ohne Migräne verbracht, aber mit stundenlanger schrecklicher Übelkeit, jetzt bin ich müde und habe Watte im Kopf. Die Übelkeit kommt schubweise wieder; ich habe das Gefühl, ich kann exakt sagen, wann das Retard-Mittel wieder Substanzen frei gibt.

    Naja, kein Wunder – die Nebenwirkungen, wenn man liest, was Venlafaxin bei Menschen alles bewirken soll, die es u.a. bei Panikattacken und Angststörungen nehmen.

    Lieben Gruß, Regenbogen

    Ronja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 970

    Liebe Regenbogen,

    ich bin nicht mutig und brauche nach einer missglückten Prophylaxe meist sehr sehr lange, bis ich wieder einen neuen Anlauf damit mache. Doch du bist mutig, sehr mutig!

    Du stellst dich mutig den Nebenwirkungen, aktuell der Übelkeit.

    Gute Besserung – die Nebenwirkungen lassen häufig nach der Anfangsphase nach – ja reden kann ich gut!

    Herzlich Ronja

    Doro
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1605

    liebe regenbogen, liebe bettina, liebe alle 😀
    ich hoffe, es ist ok für dich liebe regenbogen, dass ich deine seite mal eben für eine klarstellung zweckentfremde….
    es tut mir unendlich leid, wenn ich durch meine posts in sachen sport bei irgeneinem/einer von euch ein schuldgefühl geweckt habe!!! nichts liegt mir ferner als das.
    ich kenne doch auch dieses gefühl, nicht mehr so sport treiben zu können wie früher. umgekehrt freue ich mich aber über jeden tag an dem es klappt. und das ist alles, was ich mit euch teilen wollte. und wenn sich die ein oder andere anschließt, dann freue ich mich darüber. das bewegen ist sooo befreiend für mich und an diesem gefühl wollte ich euch teilhaben lassen.
    aber schuld soll durch mich bitte nicht aufkommen!!!!

    so und nun wieder zu dir liebe regenbogen,

    das ist gut, dass du auf dich achtest. was sicherlich nicht immer einfach ist …..
    es tut mir wirklich leid, dass dir so übel ist. ich hoffe, du gewöhnst dich schnell daran und hast dann eine für dich wirksame prophylaxe gefunden.
    sei lieb gegrüßt und gute besserung für dich
    lg
    doro

    bella
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 170

    Lieber Regenbogen,ich wünsche dir gute Besserung und das deine Prophylaxe sehr schnell bei dir greift,und die Nebenwirkungen sich verflüchtigen.Ich kenn mich leider überhaupt nicht aus damit und somit keinen Beitrag leisten. Liebe Grüsse bella

    Sternenhimmel
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 945

    Hallo Regenbogen,

    Ich habe den Versuch mit Venlafaxin wieder abgebrochen. ich hatte sehr starke Sehstörungen bekommen. ich hoffe sehr das es dir hilft.

    Lg Anna

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28002

    Bin schon am Sprung, habs ganz eilig, aber das muss ich jetzt noch schnell schreiben. Liebe Doro, keine Sekunde habe ich daran gedacht, dass einer von Euch „Schuld“ (das Wort gibt es nicht!!! 😉 ) haben könnte, dass sich jemand schuldig fühlt, der nicht so viel Sport machen kann. Bitte vergiss das gleich mal wieder, ja! 🙂

    Es ist gut, wenn Ihr begeistert erzählt, wie gut Euch der Sport tut und was Ihr noch alles schafft. Also bitte nicht missverstehen, macht das alle (Doro, Regenbogen,…) so weiter, denn das spornt ja auch andere an. Aber wie gesagt, nicht jeder kann so, wie er das möchte. 😉

    Alles Gute, liebe Regenbogen. Diese Übelkeit tritt eigentlich nur zu Beginn auf, wobei Beginn natürlich jetzt zeitlich mal genauer interpretiert werden sollte. 😉

    Halte durch und das soll sich dann auch lohnen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1739

    Also, der Reihe nach: 😉

    Liebe Doro, Du hast bei mir keine Schuldgefühle geweckt. Mich motivieren Deine Postings, weil ich selbst weiß, dass im nicht-medikamentösen Bereich noch etwas zu holen ist.

    Liebe Bettina, Dein Posting habe ich als Trost empfunden, in die Richtung: „Im Augenblick geht es halt nicht; mache Dir keinen Druck.“ Und das war gut so.
    Wenn ich etwas irgendwo schreibe, weiß ich inzwischen, dass Du manchmal – das Allgemeinwohl des Forums im Auge – oft noch etwas Ergänzendes schreibst, was aber durchaus auch fallweise in die Richtung der Entkräftung meines Postings gehen kann. So war das jetzt wohl auch mit Doro und Dir. – Damit es hier allen gut geht.

    Ich denke, niemand wird hier jetzt hoffentlich irgendwie irritiert sein oder gar Schuldgefühle haben.

    (Selbst-) Motivation und Schuldgefühle, wenn es nicht klappt – das liegt vielleicht auch manchmal näher beisammen, als es uns Recht ist.
    Ich weiß ziemlich gut, wo meine wunden Punkte sind. Und Deine Postings, liebe Doro, gehen bei mir ausschließlich in die Richtung Motivation. Das möchte ich nochmals festhalten.

    Liebe Bettina, den „Beginn“ hat mein Arzt mit einer Woche definiert. Wenn das wirklich eine Woche so geht, wie heute, wird das keine lustige Woche. Aber, schauen wir doch einmal. Ich möchte Venlafaxin testen. Und immerhin ist mir jetzt nicht mehr übel und ich kann trotz Watte diese Nachricht schreiben. Da geht es doch bergauf! 😉

    Herzlich, Regenbogen

    Doro
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1605

    liebe regenbogen,

    das hast du wirklich alles super nett geschrieben ….
    dann ist ja alles gut……..
    vor allem, wenn man selber schreibt liest sich vieles anders……….

    und ich weiß auch, dass bettina hier keinen leichten job hat.

    so wie sich das liest, scheint es ja schon ein wenig mit dir bergauf zu gehen 🙂
    immerhin ist die übelkeit weg……. dann wird der rest auch noch schwinden.
    ich drücke dir ganz fest die daumen.
    lg
    doro

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1739

    Alles bestens, liebe Doro!!!!
    Ich bin selbst direkt, gleichzeitig aber auch sehr offen. Und ich denke nicht, dass mich hier irgendein Posting so ganz schnell aus der Bahn werfen könnte. Zumal ich ja immer die Möglichkeit habe, zu reagieren. 😉

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28002

    Ich hab mich natürlich wieder mal mit den Namen vertan. Sollte selbstverständlich Doro heißen. Entschuldigt bitte, aber die letzte Woche war sehr arbeitsintensiv und wenn ich denke, ich kann ganz schnell noch was schreiben, würfle ich dann schon mal ziemlich die Namen durcheinander. 😉

    Also ich habs jetzt verbessert in meinem Beitrag und die Tippfehler gleich mit. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1739

    Liebe Bettina, also:
    Katze = Doro (sportlich). Grünes Männchen = Regenbogen (gerade nicht so sportlich).
    Spaß beiseite. Ich wüsste nicht, wo da irgendwo ein Problem sein sollte.
    Schlaft gut! Regenbogen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28002

    ich hatte statt Doro Ronja geschrieben. 😉

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1739

    Sag ich ja, nix als Watte im Kopf! 😉

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28002

    Besser Watte, als gar nix. 😉

    Doro
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1605

    alles ist gut, so wie es ist

    muri
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 324

    lieber regenbogen,

    ich wünsche dir viel erfolg mit der neuen prophylaxe und halte uns auf dem laufenden.

    ich habe mich noch nicht entschieden, was ich jetzt nach topamax probiere…..
    vielleicht mal doros‘ programm 😉

    liebe grüße
    andrea

    Tanja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 764

    langes lesen hier, bis man auch mal zu wort kommt…
    hallo, ein verspätetets zwar, aber danke für eure diskussion hier.
    das mit dem venlafaxin interessier tmich auch sehr, ich bin zwar mitten im topiramat, aber da ich ja nun gerade mit einer heftigen depression zu kämpfen habe und ich an diesem wochenende ziemlich viel in mich hineingedacht und die letzten 30 jahre reümiert habe, stelle ich fest, dass ich vllt eher ein antidepressivum-migräne-prophylaktiker sein sollte als ein topiramat. von daher bin ich gespannt, wie’s bei dir weiter geht.

    bzgl sport – ach ihr tut so gut mit euren erfahrungen, das ist genau das, was ich auch empfinde, man ist ja willig, aber wenn man die hälfte des monats mit ner migräne würgt und die anderre hälfte sich kräftemäßig gerade mal wieder aufrappelt und sich sammelt, um überhaupt wieder zu existieren, dann ist einem sport einfach zu viel und ich schaffe das zur zwit auch kaum noch. insofern hast du wirklich recht, bettina, man hat manchmal den eindruck, man müsste ein schlechtes gewissen haben, weil es doch auch so gesund sein soll, gerade für schmerzpatienten. aber wenn man keine kraft mehr hat, was soll man machen?? es bringt letztenendes nix, wenn man sich dazu aufrafft und dann nur darunter leidet, weil man überfordert ist oder migräne bekommt.

    also liebe regenbogen, ich wünsche dir ganz viel erfolg mit venlafaxin, berichte bitte weiter!

    schöne woche wünscht
    tanja

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