Regenbogen stellt sich verspätet vor

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  • regenbogen68
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    Da ich als ich das erste Mal hier gepostet habe, im falschen Faden gelandet bin, hole ich hiermit meine Vorstellung nach:

    Kopfschmerzen kenne ich seit meiner Kindheit. Migräne habe ich seit ca. 15 Jahren. Ausgebrochen ist sie zu einem Zeitpunkt, da ich (damals Ende 20) viel gearbeitet habe und gezwungen war, den Leistungssport einzustellen (nach Ersatz habe ich mich damals nicht umgesehen).

    Ich habe an ca. 8 Tagen im Monat Migräne. Nehme – wie alle hier – Triptane.

    Prophylaxeversuche:
    Pestwurzextrakt – hat nichts gebracht
    Betablocker – hat nichts gebracht
    derzeit: Topamax – ja, wirkt, ob genug – muss ich mit meinem Arzt besprechen

    War vor ca. 2-3 Jahren unter „ärztlicher Aufsicht“ bereits deutlich über der 10er Grenze. Wusste damals nichts von einer Grenze, habe kein Protokoll geführt nichts ….
    Meine Apothekerin hat mich darauf hingewiesen, dass ich doch ein bisschen viele Triptane brauche … habe mich dann im Netz schlau gemacht (auf Headbook bin ich damals noch nicht gestossen) und mich auf eine Kopf-Schmerzambulanz überweisen lassen.
    Wartezeit bis zum Termin: 3 Monate. Aufgabe: Protokoll führen.

    In der Zwischenzeit habe ich Attacken „ohne“ durchgestanden und bin alleine auf die Zahl 8 runter gekommen.

    Da bin ich derzeit. Ausnahme: Letztes Monat. Da war ich drüber: 11. Plus Infusion im Krankenhaus um eine Dauermigräne zu stoppen.

    Ich bin überzeugt, dass bei mir der MÜK etwa bei 8 beginnt.
    Seit einigen Tagen achte ich auf alles, was es so zu beachten gilt. Inkl. Progressiver Muskelentspannung. Bin hochmotiviert und es passt so.
    Habe Attacken ohne Medikamente „abfangen“ können / bzw. halbwegs durchhalten können.
    Ich habe das Gefühl, alles beruhigt sich.

    Bin ein Fan von Headbook, Euch allen hier, Bettina und Prof. Göbel – und kein Neuling 😉

    So, das war’s 😉

    Herzlich, Regenbogen

    Bettina Frank – Admin
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    Besser spät, als gar nicht, liebe Regenbogen. 😉 Also noch mal ein herzliches Willkommen bei uns. Schön, dass Du uns gefunden hast. 😀

    Eigentlich bist Du ja bestens versorgt im Moment, denn Du hast

    1. uns 😀 und
    2. die Kopfschmerzambulanz. 🙂

    Ich finde es toll, dass Du Dich so engagiert an die Entspannungsverfahren machst. Lass uns bitte immer an Deinen Erfahrungen teilhaben. Und gutes Durchhaltevermögen wünsche ich Dir.

    Mit Topamax bist Du ja zur Zeit am Rumprobieren, aber mit Prophylaxen bist Du insgesamt noch ein Neuling. Ist daher viel Luft für weitere Optionen und das ist doch immer beruhigend.

    Wenn Du denkst, dass der MÜK bei Dir bereits bei 8 Tagen beginnt, hättest Du ja laut Deinen Schilderungen schon lange MÜK, da Du Deine durchschnittliche Attackenfrequenz mit 8 Tagen im Monat bezifferst?

    Danke fürs Vorstellen so im Nachrückverfahren und liebe Grüße
    Bettina

    regenbogen68
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    Gute – kritische – Frage, liebe Bettina.

    Dass MÜK auch unter 10 auftreten kann, habe ich erst hier erfahren.
    Protokoll führe ich erst seit 1,5 Jahren.

    Als die Migräne vor 15 Jahren begonnen hat, hatte ich bestimmt keine 8 Anfälle im Monat. Das hat sich schleichend erhöht – und ich denke, die Triptane könnten durchaus ihren Anteil haben.

    Das sagt mir mein persönliches Körpergefühl. Ich versuche, etwas unter die 8er Grenze zu kommen.

    Bislang habe ich zu wenig auf Entspannungsverfahren etc. geachtet. Auch das ist noch nicht ausgeschöpft. Da kann man sicherlich noch mehr tun. Sicherlich auch mehr Sport. Damals mit Sport ging es mir ja gut.

    Lieben Gruß, Regenbogen

    Ronja
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    Lieber Regenbogen,

    ich habe mich hier im Thread auch noch nicht vorgestellt. Deswegen mach dir nichts draus, dass du spät dran bist – ist doch super , dass du es gemacht hast. Du hast wirklich noch nicht viele Prophylaxeversuche, da beneide ich dich, jeder Versuch gibt Hoffnung immer wieder neu.
    Ich könnte mit meinen Migränekalendern Wände tapezieren, wieviel Arbeit, die ich mir mit dem Auszufüllen gemacht habe, steckt darin. Es ist gut, dass du jetzt einen Kalender führst.
    Ich habe auch ab 8 Triptantagen das Körpergefühl, dass der MÜK kommt. 8 Tage sind natürlich schnell erreicht. Ich freue mich auch über deinen Elan beim Entspannungsthema. Für mich ist wichtig, möglichst oft daran erinnert zu werden, nicht damit nachzulassen.

    Herzliche Grüße
    Ronja

    Julia
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    Hallo Ronja,

    gib bloß die Hoffnung nicht auf 😉 Man kann die Prophylaxen ja immer wieder von vorne anfangen. Vieles hilft erst beim 2. Mal. Ich bin schon in der 2. Prophylaxe-Runde. Versuche gerade das 2. Mal Topiramat. Damals, vor 10 Jahren hat es mir gut geholfen, aber ich war nicht mehr gesellschafstfähig. Hab nur noch Unsinn gemacht. Allerdings bei über 200 mg.

    Was die Kalender angeht, ich bin gerade bei Nr. 168 !!!

    Zum großen Glück habe ich keine Akzeptanzprobleme mit der Migräne, da ich mich nicht ohne kenne. Sie war schon immer da und so musste ich mich nie daran gewöhnen. Klingt sicher sonderbar, ist aber so. Ich kenn kein anderes Leben und musste mich ganz früh damit arrangieren. Dafür bin ich sehr dankbar.

    Ich würde euch so gerne ein bisschen von meiner Gelassenheit der Migräne gegenüber abgeben.
    Liebe Grüße
    Julia

    regenbogen68
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    Beitragsanzahl: 1749

    Hier ein Update:

    Ich steige jetzt von Topamax (8 Monate genommen) auf Venlafaxin um (heute ist Tag 1).

    Im Dezember hatte ich 12 Tage mit Medikamenten, im Januar waren es 10. Die hohe Frequenz könnte mit dem Ausschleichen von Topamax zu tun haben (genau in diesem Zeitraum). Das Medikament hat bei mir nicht den gewünschten Erfolg gezeigt, ich denke aber, dass es auch nicht ganz unwirksam war.

    Vor Topamax hatte ich so um die 8-9 Attacken (weitere Details: siehe weiter oben).

    Zu Sport bin ich schon länger nicht gekommen, weil ich 1. ein Monat (den ganzen Januar) mit einem grippalen Infekt gekämpft habe und mich 2. derzeit sehr oft eine Migräne „umwirft“ und es für mich schlichtweg unmöglich ist, sofort an einem „migränefreien“ Tag (an dem ich oft von den Triptanen noch ziemlich daneben bin) zum Sport los zu starten.
    Grundsätzlich fällt es mir zudem extrem schwer, mich zu Bewegung aufzuraffen (sehr viel früher habe Leistungssport gemacht) und auch bei anderen nicht-medikamentösen Dingen habe ich bislang keine richtige Kontinuität hinein bekommen.

    Liebe Doro, soweit nun also mein Update. Meine Frage an Dich: Wie hast Du es geschafft, in der schlechtesten Phase, Sport in Deinem Leben zu „installieren“?

    Was das Venlafaxin betrifft, hat mir mein Arzt für 2 Wochen 75 mg und dann 150 mg aufgeschrieben.
    Sehe ich es richtig, dass viele bei 75 mg bleiben? (Ich habe die Foren zu V. studiert).
    Ich tendiere dazu, evt. länger als 2 Wochen bei 75 mg zu bleiben, und zu schauen, was mein Protokoll sagt.

    Herzlich, Regenbogen

    Doro
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    hallo liebe regenbogen,
    danke, dass du dir die zeit genommen hast und so ausführlich dein situation beschreibst.
    das ist nicht einfach mit so vielen attacken, das glaube ich dir auf´s wort.

    so und nun zu deiner frage:
    das mit dem sport ist in der tat nicht einfach. auch bei mir gibt es, trotz großer konsequenz immer wieder wie ein neuanfang.
    mir geht es ja derzeit recht gut. trotzdem habe ich auch immer zwischendurch so, ich nenne sie mal *matschtage*. die wiederum zwingen mich mein pensum zu reduzieren…. dann geh ich eben nur mit meinem hund spazieren. das ist wirklich traurig, aber ich kann es nicht ändern. an meine alte form kann ich nicht anknüpfen. aber ich kann das, was jetzt ist halten. und damit bin ich schon froh.
    das ist auch der grund warum ich mich auch körperlich auf so vielen ebenen tummel. wenn das joggen nicht geht….bleibt noch yoga….. das meditieren….und die spaziergänge. NACH einer migräneattacke brauche ich auch manchmal bis zu 4 tagen, bis ich wieder richtig fit bin…… 🙁
    aber liebe regenbogen, das sollte uns nicht davon abhalten , soweit es uns möglich ist, in bewegung zu bleiben. lös dich von dem früher und dem anspruch aus dem leistungssport… ich weiß, das ist nicht einfach!!!!! allein mein mir mögliches pensum zu finden, nicht auch noch durch den sport eine attacke auszulösen…… das hat gedauert und dabei hat mich übrigens das meditieren sehr unterstützt. mein körpergefühl wieder zu finden…..

    zu venlafxin kann ich nichts sagen….

    aber zu anderen prophylaxemöglichkeiten:
    – magnesium und Vitamin B2 und Q10
    – schlaf-wachrhythmus
    – kohlehydrate vorm zubett gehen
    – regelmäßige essenszeiten
    – bewegung an der frischen luft

    oder hast du die einfach nur nicht erwähnt?

    ich bin sehr erstaunt, dass du so häufige attacken hast. das kam bei mir gar nicht so an.
    was mich auch erstaunt, ist die tatsache, dass du probleme mit der konequenz der umsetzung hast, auch das kam bei mir nicht so an. ich denke, es ist sehr schwierig mit dem NEUANFANG, wenn man wie du aus dem leistungssport kommt…. aber auch das ist machbar.

    und wenn ich dich dabei irgendwie unterstützen kann, dann tu ich das gerne. sag einfach bescheid.
    lg und einen möglichst schmerzfreien sonntag
    doro

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1749

    Liebe Doro,

    danke! 😉

    Also, ich poste hier nicht so viel über meine Attacken, weil ich ja Bescheid weiß und ich nicht wüsste, was ich dazu schreiben sollte.
    Wenn ich Fragen habe, dann stelle ich sie. Zuletzt (letzte Woche) war es mir wichtig herauszufinden, welche Medikamente einem helfen, Attacken „ohne“ Medikamente durchzustehen. Da habe ich hier wunderbare Hilfe bekommen, wofür ich sehr dankbar war (auch, wenn sich dann gezeigt hat, dass mein Arzt eine andere Haltung hat).

    – magnesium und Vitamin B2 und Q10: nehme ich (seit 2 Monaten; davor nur Magnesium, aber nicht in voller Dosierung)
    – schlaf-wachrhythmus: ja, klappt so halbwegs; wie pünktlich gehst Du ins Bett? immer wirklich dieselbe Uhrzeit???
    – kohlehydrate vorm zubett gehen: ist ein Muss!!! Ich bekomme so und so alle 4 Stunden Hunger.
    – regelmäßige essenszeiten: klappt auch so halbwegs; bin ein Mensch, der alle 4 Stunden etwas essen muss.
    – bewegung an der frischen luft: da bin ich schlecht in dieser „Disziplin“. 😉 Verbesserungsbedarf.
    Zudem gehe ich zu einer Osteopathin.

    An Leistungssport denke ich schon viele Jahre nicht mehr. Bewegung hat für mic