Regenbogen stellt sich verspätet vor

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  • Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 640

    Guten Morgen liebe Regenbogen,

    ich MUSS unbedingt kurz loswerden, dass ich es wirklich großartig finde, wie du jetzt vorgehst: ruhig, besonnen, abklärend, abwägend, informierend und ein Schritt nach dem anderen! So wirkt es jedenfalls auf mich!

    Danke, dass du damit zeigst, auf welche Weise man sich Problemen auch stellen kann!

    Dir alles, alles Gute und ganz viel Wohlergehen!

    Liebe Grüße
    Katrin

    Viva la Vida! ?

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1749

    Liebe Katrin,

    danke für deine schöne Rückmeldung.
    Ich habe Phasen, in denen ich in Gesundheitsbelangen erst einmal durcheinander bin, dann sammle ich mich aber, was immer auch mit einem guten Informationsstand einher geht (!), und gehe die Dinge strukturiert an.

    Ich finde es wichtig, dass man sich selber immer wieder beim Schopf packt und sich versucht, aus dem gedanklichen und emotionalen Durcheinander herauszuziehen.

    Inzwischen habe ich die Pille seit fast einer Woche abgesetzt und in der Tat jeden Tag Migräne. Sie kommt immer in der Nacht, dann esse ich etwas, nehme ein Triptane und versuche, wieder zu schlafen.

    Gegen Mittag bin ich dann meist wieder im Leben zurück und genieße die guten Stunden, an denen ich auch etwas weiter bekomme, Freunde treffe etc.

    Nun schauen wir mal, wie lange dieser Spuk anhält.

    Liebe Grüße
    die Regenbogen

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1749

    Ich poste mal ein Update: Ich habe nach dem Absetzen der Pille nun seit fast vier Wochen täglich Migräne (zwei bis drei Tage ausgenommen). Triptane helfen, aber es laugt mich aus und ich habe in meinem Leben noch nie so viele Triptane genommen. „Normal“ sind 8 bis 13 Schmerzmitteltage. Besonders MÜK-gefährdet bin ich nicht. Auf heftige Monate sind immer wieder etwas bessere gefolgt. Sensationell und in meiner „Migränekarriere“ einzigartig war der Mai mit nur 5 Schmerzmitteltagen. Im Juni waren es dann wieder 13.

    Die Migräne aktuell unbehandelt auszuhalten, geht nicht. Sie hat eine unglaubliche Wucht. Und würde das in diesem Fall, wo ja die Hormone das Chaos auslösen, etwas bringen?

    Cortison habe ich noch nie probiert, aber wenn ich es richtig verstehe, ist das in diesem Fall auch keine Option.

    Wenn jemand einen Tipp hat, dann bitte gerne. Prophylaxe nehme ich keine. Alle Prophylaxen, die ich in den letzten gut 20 Jahren ausprobiert habe (mehrere ADs, Pestwurz, Topamax, Betablocker, auch einige Entspannungsmethoden) waren wirkungslos.

    Liebe Grüße
    die Regenbogen

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4000

    Liebe Regenbogen,
    spontan habe ich ein paar Gedanken dazu.
    Zunächst einmal ist mein Gedanke, dass 4 Wochen noch keine wirklich lange Zeit für den sind, mit der Umstellung fertig zu werden.
    Er braucht länger. Wenn ich z.B. Antibiotika nehmen musste, hatte ich ein halbes Jahr lang das Gefühl, dass der Körper damit zu tun hat.
    Kortison hilft bei mir in solchen Fällen nur, solange ich es auch nehme. Nach dem Absetzen ging die Migräne stets in gleicher Frequenz weiter.
    Wenn ich während der Kortisoneinnahme keine Triptane nehmen musste, war das aber eine deutlich Erholungspause für den Körper.
    Zumal Kortison auch Energie freisetzt.
    Ich habe im Juli-August auch eine heftige Migränephase – ohne erkennbaren Grund.
    Mir hilft es bei der Erschöpfung, wenn ich immer wieder eine ganze Weile lang die Hände auf die Nierengegend lege. Das fühlt sich immer sehr wohltuend an.
    Ansonsten ist meine Erfahrung, dass die schlimmen Phasen irgendwann enden, ebenso ohne ersichtlichen Grund.

    Dass man das alles nicht eins zu eins verallgemeinern kann, ist dir ja klar. Und du bekommst sicherlich noch mehr Anregungen und Erfahrungsberichte.
    Ich wünsche dir alles Gute!
    alchemilla

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1749

    Liebe Alchemilla,

    hab vielen Dank!

    Ansonsten ist meine Erfahrung, dass die schlimmen Phasen irgendwann enden, ebenso ohne ersichtlichen Grund.

    Das stimmt! Danke für die Erinnerung!

    Ich versuche, mich immer wieder mental beim Schopf zu nehmen, denn Verzweiflungsschübe tun nicht gut.
    Außerdem ist es so, dass ich derzeit an jedem Migränetag dank der Triptane (wer die erfunden hat, sollte den Nobelpreis bekommen) auch gute Stunden habe, in denen ich dann u. a. in die Natur gehe. Ich versuche mich daran emporzuranken.

    Ich habe es auch mit einem lang wirkenden Triptan versucht, um so Migränetage zu umschiffen, leider ohne Ergebnis. Das lang wirkende Triptan (Allegro) hilft derzeit gar nicht.

    Danke für deine aufmunternden Worte.

    Lieben Gruß
    die Regenbogen

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7658

    Guten Morgen, liebe Regenbogen,

    ich hab deinen Grund für das Absetzen der Hormone jetzt nicht auf dem Schirm, darum schildere ich dir einfach mal mein Vorgehen zu diesem Thema.

    Ich bin ja nun schon weit über die Wechseljahre hinaus und nehme mit Zustimmung meines sehr erfahrenen Gyn immer noch Hormone, meist sehr gerne, hin und wieder dann auch mal mit Zweifeln. Die kommen mir aber immer nur, wenn ich hier eure Bedenken lese.
    Mit den Hormonen, die mir früher, noch zu Zeiten der durchgenommenen „Pille“, sehr gegen die Migräne geholfen haben, und jetzt mit den Wechseljahrshormonen geht es mir gefühlt einfach besser.
    Gerade bei der letzten Krebsvorsorge hatten wir das Thema wieder. Mein Gyn hat selber Migräne, hat dadurch auch ein anderes Interesse an der Sache. Er hat vor Jahren schon einen Gerinnungsstatus machen lassen und die Hormone freigegeben. Auch jetzt wieder meinte er, es würde nichts dagegen sprechen, sie zu nehmen, wenn ich mich damit wohlfühlen würde. Das Brustkrebsrisiko wäre statistisch ganz leicht erhöht, das Darmkrebsrisiko stark erniedrigt.
    Ich hab mir mit Freude ein neues Rezept geben lassen ☺.

    Das sind jetzt nur meine Erfahrungen und Gedanken, die natürlich für dich überhaupt nicht passen müssen, aber vielleicht können sie dir ein wenig Klarheit bringen?

    Liebe Grüße in den Süden,
    Julia

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1749

    Liebe Julia,

    danke für deine Rückmeldung. Ja, die Pille wieder zu nehmen (ich bin jetzt 50) wäre schon eine Option, aber nur entfernt. Ich wüsste gerne, wie es mir ohne geht, ob ich im Wechsel bin oder nicht … Da ich unklare Entzündungswerte habe, wäre es mir auch lieber, ohne Hormone zu leben. Wie ich auf Ersatzpräparate reagiere, weiß ich nicht. Ich habe zweimal versucht, die Pille zu wechseln – jedesmal war es ein Migränedesaster.

    Was ist bei dir durch die Einnahme der Hormone besser?

    Lieben Gruß in den Norden
    die Regenbogen

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7658

    Tja, ist es vielleicht auch viel Einbildung? Ich denke, ich fühl mich mit besser, frischer, aktiver, die Haut ist besser. Sicher kann ich das nicht sagen, da ich die Pille schon soo lange durchgenommen habe, dass ich keinen wirklichen Vergleich habe. Und meine kurzen Pausen, die ich ja immer mal gemacht habe, lassen bei meiner hochfrequenten Migräne wohl auch keinen zuverlässigen Schluß zu. Ganz früher haben die Hormone die Migräne stark gebessert.
    Wann bei mir der Wechsel genau statt fand, keine Ahnung, war mir auch egal ?.
    Bis vor ein zwei Jahren bekam ich bei meinen Minipausen immer noch die befürchteten Hitzewallungen, die ich ja bisher gar nicht kannte. Jetzt zum Glück nicht mehr.

    ? ?Wie war das ganz früher doch einfach, als es die Hormonpillen noch nicht gab! ? ?

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 640

    Liebe Regenbogen,

    wie ging es dir denn mit der Pille?
    Welcher Grund war es genau, dass du die Pille abgesetzt hast? Die vorgeschriebene Pause bzw. dass du wissen wolltest, wie die Migräne sich ohne Hormonzugabe verhält? Oder dass du wissen willst, ob du im Wechsel bist? Oder die unklaren Entzündungswerte? Oder alles zusammen?

    Hast du das „Aushalten“ schon mit Sedierung probiert? Mir helfen öfter mal Dimenhydrinat, vor einigen Tagen habe das Aushalten mit Diazepam 10 mg 2 Tage ohne Akutmedikation geschafft. Mögliche (nicht so ganz zuverlässige) Alternativen sind für mich auch Trimipramin-Tropfen und Opipramol, den Tip habe ich von Julia.

    Vielleicht wäre die Cortison-Stoßtherapie eine Möglichkeit, damit du erstmal aus der Spirale rauskommst und ein bisschen Luft holen kannst. Mir geht es da genauso wie alchemilla, nach dem Cortison ist die Migräne wie gehabt wieder da.

    Ich kann mir vorstellen, dass Entspannen mit Migräne wohl momentan sehr schwierig ist.

    Ich gestehe mir schon noch manchmal einen kurzen Moment des Kotzens oder der Wut über die Situation, ist ja auch Scheiße. Aber dann ist es auch wieder gut, das bringt mich – wie du schreibst – nicht weiter. Also schauen, was jetzt dran ist und gut tut! Und das machst du ja nach Triptaneinnahme ?!

    Nimmst du zum Triptan auch ein Schmerzmittel, um von beiden Seiten anzugreifen? Vielleicht wäre das auch noch eine Idee.

    Ich wünsche