Schmerzen "rutschen nach unten"? (Kiaora)

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  • Kiaora
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    Hallo ihr Lieben,

    schon seit einiger Zeit (ca. 5 Monate) beobachte ich, dass ich immer mal wieder starke Schmerzen links am Übergang vom Kopf zum Hals/Nacken habe. Ich habe das nie als Migräne angesehen, denn normalerweise ist mein Migräneschmerz links hinter dem Auge. In der Klink (Juli 2014) sagte man mir, dieser Schmerz „weiter unten“ sei auch Migräne und die Stelle nicht ungewöhnlich. Es sei auch nicht unegwöhnlich, dass sich der Ort des Schmerzes nach 20 Jahren verändern kann.

    Vorgestern Nacht ist der Schmerz noch weiter „nach unten gerutscht“ und mir tat die gesamte linke Seite des Halses höllisch weh. Ich dachte echt, jetzt ist die Halsschlagader verstopft oder sowas. Am Morgen hatte ich dann „meine normale“ Migräne, die mit einer Allegro weggegangen ist. Jetzt fängt es schon wieder an, am Hals tierisch wehzutun.

    Also, ich vertraue den Ärzten in Kiel ja, aber von einer „Hals-Migräne“ (so nenne ich es mal) habe ich noch nie gehört.

    Kann man tatsächlich „so weit unten“ Migräne haben (Übelkeit/Erbrechen hab ich dann übrigens nicht und mir geht es auch – außer diesen Schmerzen – gut)? Die Frage hört sich lustig an, merke ich gerade, ich finde es aber nur begrenzt witzig …

    Kennt das jemand?

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7574

    Hallo Kia Ora,

    da und nicht nur in diesem Punkt kannst du den Kieler Ärzten voll vertrauen.
    Bei mir fangen ganz viele Attacken an, in dem ich erst ein leichtes Ziehen in der Schulter und dann auch einen richtigen Schmerz runter bis zum Schulterblatt verspüre. Das ist typisch für Migräne. Und auch, dass sich die Migräne immer neue spannende Auftritte leistet.
    Wird nie langweilig 😉

    Lieber Gruß,
    Julia

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3997

    Ich spüre meine Migräneattacken seit einiger Zeit als erstes im Bauch.
    Nicht mit Übelkeit. Es ist mehr so, als wäre der ganze Baubereich versteinert.
    Später „zieht der Kopf zu“, als würden sich dicke Qualmwolken darin breit machen und noch viel später kommt der eigentliche vertraute bohrende einseitige Kopfschmerz hinzu.
    Wenn Symptome von allegro verschwinden, ist es immer Migräne, denn Triptane wirken nur auf das Migränegeschehen ein.
    Wird nie langweilig, wie Julia schon sagte.
    LG
    alchemilla

    EvilSadness
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    Beitragsanzahl: 175

    Das leichte Ziehen in der Schulter, der Schmerz im Schulterblatt und die darauf folgende Migräne kenne ich auch. Ist bei mir immer so. Nur dass ich diese Schulterblattschmerzen jetzt mittlerweile täglich habe und sich das alles nicht immer bis zum Kopf ausbreitet. Heisst das jetzt dass ich quasi täglich Migräne habe, wenn der Schmerz in den Schultern usw mit dazu zählt? Ohoh…..

    Aber es stimmt, im Laufe der Jahre verändert sich da so einiges 😉

    lg
    Lisa

    Kiaora
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 58

    Danke, es beruhigt mich, zu hören, dass sich auch bei anderen der Schmerzort im Laufe der Zeit verändert. Und genau wie Du, Lisa, stört es mich, dass diese Schmerzen am Hals „dazuzählen“. Trägt man die jetzt in den Schmerzkalender ein oder nicht? Ich möchte jetzt nicht noch mehr Migräne haben. Menno! Interessanterweise sind diese Schmerzen im Hals leichter zu ertragen, wenn ich sie nicht als Migräne bezeichne.

    EvilSadness
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 175

    Also ich trage es nur ein wenn es sich dann später auch als „richtige“ Migräne (also auch Schmerz im Kopf, Triptan wird benötigt usw) äußert…. wie gesagt, wenn ich auch die anderen Schmerzen dazu zähle.. ja.. also dann.. fast jeden Tag. Wobei ich sagen muss dass mich die Schulterblattschmerzen usw auch schon einschränken, weil ich immer davon ausgehe „oh, jetzt gehts gleich richtig los“. Nervige Sache :/

    Kiaora
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 58

    So mache ich es auch. Ich trge es nur ein, wenn eine richtige Migräne draus wird. Aber ich dachte, das wäre irgendwie „falsch“. Es hilft echt, sich hier auszutauschen! Fast jeden Tag, Lisa, ich wünsche Dir sehr eine längere schmerzfreie Zeit, um irgendwie mal wieder Luft zu holen!

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7574

    Da habt Ihr vollkommen Recht. nicht jeder Schmerz im Nacken-Schulterbereich hat etwas Migräne zu tun.
    Es gehört nur zu den Vorboten der Migräne, dass sich oft vorher so ein Ziehen im Bereich des Nackens zeigen kann.

    Es gibt unzählige Gründe, Schmerzen dort zu haben. Diese immer als Migräne einzustufen wäre vollkommen falsch.
    Ich selber habe aber die Erfahrung gemacht, dass, als ich noch berufstätig war und viel am PC schreiben musste, diese Schmerzen mit eigentlich unterschiedlichen Ursachen nicht immer von einander zu unterscheiden waren.

    Aber es ist ja auch nicht jede Naschattacke gleich eine beginnende Migräne 😉 . Dann käme ich in manchen Monaten leicht mal auf 100 😉 Migränetage! Oder jede extreme Müdigkeit, die ja auch viele als Vorboten haben.

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 28309

    Einzutragen braucht man nur die „richtige“ Migräne. Zu Nackenschmerzen wurde jetzt schon viel erklärt, ich möchte noch ergänzen, dass im Laufe einer längeren Kopfschmerzerkrankung der Bereich von Schulter- und Nacken immer empfindlicher wird. Das Nervensystem ist schon übererregt und feuert auch dann, wenn gar keine Schmerzreize vorliegen.

    Diese Schmerzen können dauerhaft besser werden, wenn sich die Grunderkrankung (Migräne) bessert und/oder wenn man eine gut wirkende Prophylaxe hat.

    Dann kann man natürlich auch Läuse und Flöhe haben und aus Verspannungsgründen Schmerzen an der Stelle haben, wie schon erwähnt wurde. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Carpe diem
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2

    Hallo zusammen,
    ich bin neu im headbook – habe es erst heute richtig kennengelernt. Ich habe mich in ganz vielen Beiträgen wiedergefunden, insbesondere in diesem hier. Ich könnte auch meine Angst vor MÜK beschreiben, die ich nach den letzten drei Monaten wirklich habe.
    Ich habe seit ca. 33 Jahren Migräne, nur dass ich das erst seit ca. 6 Jahren weiß. Keiner der vielen Ärzte, die ich aufgesucht habe, hatte die Idee, dass ich Migräne haben könnte – und ich seltsamerweise auch nicht. Da meine Migräne fast immer am Kopfansatz beginnt – meistens links, die Seite wechselt im Verlauf (erster Tag links, zweiter Tag rechts, dritter Tag wieder links) – war mein Lieblingsarzt der Orthopäde. Er hat auch immer etwas einrenken können, die Schmerzen sind nur nie vergangen. Seitdem ich Triptane nehme (erst Formigran, jetzt Maxalt) habe ich begriffen, dass nicht meine Halswirbelsäule das Problem ist, sondern sich mit der Migräne meine gesamte Schultermuskulatur verkrampft. Mit den Triptanen wird alles wieder schön. Leider hat die Häufigkeit meiner Anfälle sehr zugenommen. Ich bin gerade wieder am Verzweifeln – ich habe jetzt den 6. Tag Migräne. Was soll ich tun? Ich mag keine Tabletten mehr nehmen. Hat jemand eine Idee?
    Viele Grüße!