Schmerzen "rutschen nach unten"? (Kiaora)

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  • Kiaora
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    Beitragsanzahl: 53

    Hallo ihr Lieben,

    schon seit einiger Zeit (ca. 5 Monate) beobachte ich, dass ich immer mal wieder starke Schmerzen links am Übergang vom Kopf zum Hals/Nacken habe. Ich habe das nie als Migräne angesehen, denn normalerweise ist mein Migräneschmerz links hinter dem Auge. In der Klink (Juli 2014) sagte man mir, dieser Schmerz „weiter unten“ sei auch Migräne und die Stelle nicht ungewöhnlich. Es sei auch nicht unegwöhnlich, dass sich der Ort des Schmerzes nach 20 Jahren verändern kann.

    Vorgestern Nacht ist der Schmerz noch weiter „nach unten gerutscht“ und mir tat die gesamte linke Seite des Halses höllisch weh. Ich dachte echt, jetzt ist die Halsschlagader verstopft oder sowas. Am Morgen hatte ich dann „meine normale“ Migräne, die mit einer Allegro weggegangen ist. Jetzt fängt es schon wieder an, am Hals tierisch wehzutun.

    Also, ich vertraue den Ärzten in Kiel ja, aber von einer „Hals-Migräne“ (so nenne ich es mal) habe ich noch nie gehört.

    Kann man tatsächlich „so weit unten“ Migräne haben (Übelkeit/Erbrechen hab ich dann übrigens nicht und mir geht es auch – außer diesen Schmerzen – gut)? Die Frage hört sich lustig an, merke ich gerade, ich finde es aber nur begrenzt witzig …

    Kennt das jemand?

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Hallo Kia Ora,

    da und nicht nur in diesem Punkt kannst du den Kieler Ärzten voll vertrauen.
    Bei mir fangen ganz viele Attacken an, in dem ich erst ein leichtes Ziehen in der Schulter und dann auch einen richtigen Schmerz runter bis zum Schulterblatt verspüre. Das ist typisch für Migräne. Und auch, dass sich die Migräne immer neue spannende Auftritte leistet.
    Wird nie langweilig 😉

    Lieber Gruß,
    Julia

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3975

    Ich spüre meine Migräneattacken seit einiger Zeit als erstes im Bauch.
    Nicht mit Übelkeit. Es ist mehr so, als wäre der ganze Baubereich versteinert.
    Später „zieht der Kopf zu“, als würden sich dicke Qualmwolken darin breit machen und noch viel später kommt der eigentliche vertraute bohrende einseitige Kopfschmerz hinzu.
    Wenn Symptome von allegro verschwinden, ist es immer Migräne, denn Triptane wirken nur auf das Migränegeschehen ein.
    Wird nie langweilig, wie Julia schon sagte.
    LG
    alchemilla

    EvilSadness
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 175

    Das leichte Ziehen in der Schulter, der Schmerz im Schulterblatt und die darauf folgende Migräne kenne ich auch. Ist bei mir immer so. Nur dass ich diese Schulterblattschmerzen jetzt mittlerweile täglich habe und sich das alles nicht immer bis zum Kopf ausbreitet. Heisst das jetzt dass ich quasi täglich Migräne habe, wenn der Schmerz in den Schultern usw mit dazu zählt? Ohoh…..

    Aber es stimmt, im Laufe der Jahre verändert sich da so einiges 😉

    lg
    Lisa

    Kiaora
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 53

    Danke, es beruhigt mich, zu hören, dass sich auch bei anderen der Schmerzort im Laufe der Zeit verändert. Und genau wie Du, Lisa, stört es mich, dass diese Schmerzen am Hals „dazuzählen“. Trägt man die jetzt in den Schmerzkalender ein oder nicht? Ich möchte jetzt nicht noch mehr Migräne haben. Menno! Interessanterweise sind diese Schmerzen im Hals leichter zu ertragen, wenn ich sie nicht als Migräne bezeichne.

    EvilSadness
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 175

    Also ich trage es nur ein wenn es sich dann später auch als „richtige“ Migräne (also auch Schmerz im Kopf, Triptan wird benötigt usw) äußert…. wie gesagt, wenn ich auch die anderen Schmerzen dazu zähle.. ja.. also dann.. fast jeden Tag. Wobei ich sagen muss dass mich die Schulterblattschmerzen usw auch schon einschränken, weil ich immer davon ausgehe „oh, jetzt gehts gleich richtig los“. Nervige Sache :/

    Kiaora
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 53

    So mache ich es auch. Ich trge es nur ein, wenn eine richtige Migräne draus wird. Aber ich dachte, das wäre irgendwie „falsch“. Es hilft echt, sich hier auszutauschen! Fast jeden Tag, Lisa, ich wünsche Dir sehr eine längere schmerzfreie Zeit, um irgendwie mal wieder Luft zu holen!

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Da habt Ihr vollkommen Recht. nicht jeder Schmerz im Nacken-Schulterbereich hat etwas Migräne zu tun.
    Es gehört nur zu den Vorboten der Migräne, dass sich oft vorher so ein Ziehen im Bereich des Nackens zeigen kann.

    Es gibt unzählige Gründe, Schmerzen dort zu haben. Diese immer als Migräne einzustufen wäre vollkommen falsch.
    Ich selber habe aber die Erfahrung gemacht, dass, als ich noch berufstätig war und viel am PC schreiben musste, diese Schmerzen mit eigentlich unterschiedlichen Ursachen nicht immer von einander zu unterscheiden waren.

    Aber es ist ja auch nicht jede Naschattacke gleich eine beginnende Migräne 😉 . Dann käme ich in manchen Monaten leicht mal auf 100 😉 Migränetage! Oder jede extreme Müdigkeit, die ja auch viele als Vorboten haben.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Einzutragen braucht man nur die „richtige“ Migräne. Zu Nackenschmerzen wurde jetzt schon viel erklärt, ich möchte noch ergänzen, dass im Laufe einer längeren Kopfschmerzerkrankung der Bereich von Schulter- und Nacken immer empfindlicher wird. Das Nervensystem ist schon übererregt und feuert auch dann, wenn gar keine Schmerzreize vorliegen.

    Diese Schmerzen können dauerhaft besser werden, wenn sich die Grunderkrankung (Migräne) bessert und/oder wenn man eine gut wirkende Prophylaxe hat.

    Dann kann man natürlich auch Läuse und Flöhe haben und aus Verspannungsgründen Schmerzen an der Stelle haben, wie schon erwähnt wurde. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Carpe diem
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2

    Hallo zusammen,
    ich bin neu im headbook – habe es erst heute richtig kennengelernt. Ich habe mich in ganz vielen Beiträgen wiedergefunden, insbesondere in diesem hier. Ich könnte auch meine Angst vor MÜK beschreiben, die ich nach den letzten drei Monaten wirklich habe.
    Ich habe seit ca. 33 Jahren Migräne, nur dass ich das erst seit ca. 6 Jahren weiß. Keiner der vielen Ärzte, die ich aufgesucht habe, hatte die Idee, dass ich Migräne haben könnte – und ich seltsamerweise auch nicht. Da meine Migräne fast immer am Kopfansatz beginnt – meistens links, die Seite wechselt im Verlauf (erster Tag links, zweiter Tag rechts, dritter Tag wieder links) – war mein Lieblingsarzt der Orthopäde. Er hat auch immer etwas einrenken können, die Schmerzen sind nur nie vergangen. Seitdem ich Triptane nehme (erst Formigran, jetzt Maxalt) habe ich begriffen, dass nicht meine Halswirbelsäule das Problem ist, sondern sich mit der Migräne meine gesamte Schultermuskulatur verkrampft. Mit den Triptanen wird alles wieder schön. Leider hat die Häufigkeit meiner Anfälle sehr zugenommen. Ich bin gerade wieder am Verzweifeln – ich habe jetzt den 6. Tag Migräne. Was soll ich tun? Ich mag keine Tabletten mehr nehmen. Hat jemand eine Idee?
    Viele Grüße!

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Willkomen liebe Carpe diem. 🙂

    Magst Du Dir nicht in dieser Gruppe ein eigenes Forum für Dich eröffnen? Einfach in der Leiste oben auf „Forum“ klicken, dann runterscrollen und ein neues Thema für Dich eröffnen. Dein Beitrag brauchst Du nur zu kopieren und dann dort einzusetzen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Kiaora
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 53

    Hallo zusammen,

    heute habe ich eine Frage zur Einnahme von Magnesium. Ich bin sehr verunsichert, weil ich hier im Forum immer wieder lese, dass Magnesium „irgendwie im Hintergrund unterstützend“ wirkt. Was ist denn damit genau gemeint?
    In Kiel wurde mir damals gesagt (und steht auch so im Entlassungsbericht), dass Magnesium und B2 wie jede andere Prophylaxe nach drei Monaten auf die Wirksamheit hin überprüft werden soll und wenns nix bringt, kann man es auch weglassen. Von „im Hintergrund wirken“ war keine Rede.

    So habe ich 2014 also Magnesium und B2 (als einzige Prophylaxe!) drei Monata genommen und keinerlei Verbesserung festgestellt. Durch die Aussagen hier habe ich dann immer mal wieder angefangen und so haben das Magnesium + B2 und ich seit 4 Jahren eine „on/off-Beziehung“.

    Meine Frage: Ist Magnesium eine Prophylaxe wie jede andere auch, die entweder was bringt oder nicht? Oder wirkt Magnesium irgendwie im Hintergrund (ohne Überprüfbarkeit?) Was genau meint ihr, wenn ihr sagt, das Magnesium wirkt „im Hintergund“ oder „unterstützend“? Merkt ihr eine deutliche Verbesserung, wenn Ihr Magnesium nehmt?

    Bin echt verunsichert.

    Liebe Grüße
    Kiaora

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 5 Monate von  Kiaora.
    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5624

    Liebe Kiaora,

    es ist bekannt, dass Magnesium u.a. dazu beiträgt, die Erregbarkeit der Nervenzellen zu reduzieren.

    So empfiehlt man Schwangeren, die zu nächtlichen Wadenkrämpfen neigen, regelmäßig Magnesium einzunehmen. Viele verspüren dann eine deutliche Besserung. Zwei Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin sollte man es absetzen, denn während der Geburt möchte man ja eine gute Aktivität der Gebärmuttermuskulatur.

    Bei unseren Migräneköpfen ist eine dauerhafte Reduzierung der Erregbarkeit der Nervenzellen erwünscht. Manche reagieren auf das zusätzliche Einnehmen von Magnesium mit einer deutlichen Reduzierung der Attackenfrequenz und/oder diese verlaufen weniger stark. Andere nehmen Magnesium und spüren überhaupt keinen Unteschied. Deshalb gilt: einfach ausprobieren! Und das Gute ist: Man kann damit nichts falsch machen. Im besten Fall hat man eine gute Wirkung, im schlechtesten gar keine, doch man muss um keine bedenklichen Nebenwirkungen fürchten. Frauen mit einer trägeren Darmtätigkeit freuen sich auf jeden Fall über die (leicht) abführende Wirkung. Wer höhere Dosierungen vom Darm her nicht verträgt, sollte einfach ausprobieren, welche Menge man tolerieren kann. Und ein langsames Aufdosieren ist wichtig, damit der Darm sich daran gewöhnen kann.

    Ich selber stelle für mich das Einnehmen von Magnesium auf dieselbe Stufe wie das Vermeiden von Triggern. Wenn ich meine Trigger kenne und sie versuche zu vermeiden, kann es helfen, ist aber leider absolut keine Garantie.
    So verstehe ich die Aussage mit dem „Wirken im Hintergrund“. Wir können oft nicht genau festmachen, was hilft oder nicht. Die positive Funktion von Magnesium auf unser Nervensystem ist auf jeden Fall definitiv bewiesen. Wie sich das im Einzelnen auswirkt, ist unterschiedlich.

    Wenn du dich mit Magnesium nicht anders fühlst als ohne, spricht doch gar nichts dagegen, es wegzulassen.

    Zudem hängt auch viel von der Ernährung ab. Auch in Mineralwässern ist oft einiges an Magnesium vorhanden, einfach mal aufs Etikett schauen. Vielleicht nehmen manche eh schon viel Magnesium zu sich, dann wird man mit zusätzlichem Magnesium nicht so viel bewegen können wie die, die sich in einer Mangelsituation befinden. Und wir Migränepatienten haben durchaus einen erhöhten Magnesiumbedarf.

    Lieber Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 5 Monate von  heika.
    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4577

    Liebe Kiaora,

    sei ganz herzlich gegrüßt. 🙂

    Ich persönlich habe es genau wie du erlebt. Ganz am Anfang habe ich bei regelmäßiger Einnahme zunächst an einen Erfolg geglaubt. Aber nach kurzer Zeit war diese leichte Besserung auch wieder futsch. 🙂 Vielleicht war es auch die Positiverwartung. Wer weiß.

    Im Laufe der Zeit habe ich besonders vor meinen Auren gemerkt, dass ich etwas benebelt bin. Ich kann nicht wirklich klar durchdenken. Ein Zustand, den ich nicht gut beschreiben kann. Er machte mir aber klar, dass ein Defizit da ist. In diesen Momenten nehme ich nun das Magnesium direkt. Es wirkt schnell und bringt mich ganz klar aus diesem Zustand heraus. Eine Aura verläuft meist nur kurz.

    Wenn ich in der Nacht wach werde und merke, dass sich eine Migräne ankündigt, dann nehme ich auch Magnesium Direkt. Die Attacke konnte ich oft gut abwehren.

    Den endgültigen Beweis können wir sicher nicht erheben. Wer weiß, was wäre wenn, und Placebo ist auch immer mit dabei. Ich vermute für mich, dass bei mir ein Defizit (wie auch immer) plötzlich entsteht und man dieses Defizit mit einem schnellen Magnesium abschwächen oder beseitigen kann.

    Aber egal, probiere es aus, und du wirst sehen. Wie Heika schon schreibt, schaden kann es nicht.

    ganz liebe Grüße an dich

    Sternchen

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 479

    Und bei mir ist es genau umgekehrt.
    Durch regelmäßige Einnahme von Magnesiumoxid (das Citrat vertrage ich nicht) verspüre ich eine deutliche Verbesserung.
    Die Direkttütchen im Akutfall haben bei mir aber bisher noch nie geholfen.

    LG Anna

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4577

    …..was uns zeigt, dass es jeder für sich in den unterschiedlichen Versionen ausprobieren muss.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Liebe Kiaora,

    ich schließe mich den anderen an, Heika und Sternchen haben es eh schon so toll erklärt. Wenn Du keinerlei Vorteil siehst für Dich persönlich, dann nimm es nicht. Magnesium „kann“ helfen, muss aber nicht. Es tut aber insgesamt dem Körper gut, besonders auch, da Migräniker (wie Schwangere, Raucher, Sportler usw) einen grundsätzlich erhöhten Bedarf haben. Mein Nephrologe meinte letztens, dass Citrat das gesamte Gefäßsystem im Körper schützt, daher auch für Nierenkranke Sinn machen kann. Nicht allerdings bei einer Niereninsuffizienz, da darf man den Nieren keine extra Arbeit machen. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Kiaora
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 53

    Liebe @heika, liebes @sternchen, liebe @bettina,

    besser spät als nie: Vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen. Danke, dass Ihr euch diese Arbeit gemacht habt. Das hilft mir, etwas mehr Klarheit zu gewinnen unter den vielen verschiedenen Informationen.

    Auch Dir, @anna, vielen Dank! Deine Antwort hat mir unter anderem geholfen, zu verstehen, warum in Kiel Magnesiumoxid und nicht -citrat verabreicht wird.

    Offenbar ist der Unterschied einerseits doch nicht so groß und andererseits kann er im indivuduellen Fall doch sehr groß sein (wie bei Dir).

    Mein Fazit: Oxid hat mir nichts gebracht, ich starte jetzt einen neuen Versuch mit Citrat!

    Wir werden sehen … 🙂

    Liebe Grüße
    Kiaora

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Liebe Kiaora,

    nimmst du eventuell Protonenpumpenhemmer wie Omeprazol, Pantoprazol? Dann kann es gut sein, dass das Mg-Oxid wegen der fehlenden Säure vom Darm nicht oder schlechter aufgenommen werden kann. Geht mir so, da braucht man das Citrat, das seine Säure ja schon dabeihat.

    Guten Erfolg,
    Julia

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 5 Monate von  Julia.
    Kiaora
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 53

    Liebe Julia,

    nein, nehme ich nicht. Aber ich habe jetzt verstanden, dass Magnesium nicht wirken muss und dass es ein „Im-Hintergrund-wirken-ohne-dass-man-es-merkt“ nicht gibt. Das hatte ich bisher wohl missverstanden. Also: Entweder es hilft (dann nehmen) oder es hilft nicht (dann weglassen). Genau, wie es in Kiel gesagt wurde. Hatte mich durch die vielen positiven Berichte über die Wirkung des Magnesiums irritieren lassen. Bzw. haben diese Berichte meine Hoffnung so angekurbelt, dass auch meine Migräne sich von Magnesium beeindrucken lassen könnte … was sie leider nicht tut. 🙁

    Dass aber tatsächlich eine Sorte wirken kann und die andere nicht, habe ich jetzt von Anna gelernt 🙂

    Und von Sternchen, dass man sich auch mal des Nachts ein Tütchen „reinpfeifen“ kann, falls man mal wach wird. Meine Migräne beginnt nämlich immer nachts, sodass ich im Normalfall keine Möglichkeit habe, im Vorfeld zu reagieren (habe normalerweise einen gottgesegneten Schlaf mit bis zu 9 Stunden am Stück – und in dieser Zeit schleicht sie sich dann unbemerkt an und ist am Morgen voll da. So kenne ich bei Migräne nur „an“ oder „aus“ – kein „langsames Entstehen“, wo man noch irgendwie eingreifen könnte). Aber: Am Abend vorher habe ich meist eine Aura. Da werde ich zukünftig auch gleich mal zum „Tütchen“ greifen.

    Liebe Grüße
    Kiaora

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 479

    Hallo Kiora,

    ich glaube, ich muss da was richtig stellen.

    Mir hilft Magnesium im Akutfall nicht aber in der Prophylaxe.
    Das Citrat vertrage ich nicht, da ich davon ganz schlimmen krampfartigen Durchfall bekomme.
    Das würde ich ja in Kauf nehmen, wenn sich damit eine aufziehende Migräne vermeiden ließe, das ist bei mir aber nicht so.

    So weit ich das verstanden habe, wird das Citrat schneller vom Körper aufgenommen, aber bei einer langfristigen Einnahme, wie bei einer Prophylaxe ist das wahrscheinlich nicht ganz so wichtig wie im Akutfall.

    Letztlich muss aber jeder selbst herausfinden, womit er oder sie gut zurecht kommt.

    LG Anna

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 5 Monate von  Anna.
    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Kiaora, mir wurde in Kiel gesagt, dass man das Mg auf jeden Fall nehmen sollte, da es im Hintergrund wirkt, und weil das Migränegehirn auf jeden Fall einen erhöhten Bedarf hat. Auch wenn man keine deutliche Wirkung erkennen kann, sollte man es nehmen. Genau wie das B2.

    Die Direkt-Tütchen aber bitte immer mit einem großen Schluck Wasser nehmen, da auch das Granulat erst in den Dünndarm gelangen muss, um aufgenommen werden zu können. Und das geht mit Flüssigkeit nun einfach mal schneller.

    Ich habe die Hersteller von Diasporal und Verla angeschrieben und gefragt, ob eine Aufnahme von Mg über die Mundschleimhaut überhaupt möglich wäre. Beide Firmen haben das verneint und geschrieben, dass das Direkt nur bedeutet, dass man es zur Not auch ohne Wasser nehmen kann. (Genau wie es bei den Triptan-Schmelztabletten der Fall ist.)
    Ich habe die ja recht teuren „Tütchen“ also nur für unterwegs, zuhause löse ich mir mein normales Pulver in Wasser auf.
    Leider gibt es auf dem Markt auch billigere Direkt-Präparate, die nur Oxid enthalten und kein Citrat. Da ist dann eine schnelle Wirkung schon gar nicht zu erwarten.

    Liebe Grüße,
    Julia

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 5 Monate von  Julia.
    Kiaora
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 53

    Liebe Julia,

    interessant, dass auch das Magnesium offenbar eine sehr individuelle Angelegenheit ist. Denn mir wurde in Kiel ja gesagt, dass ich es (wie auch Vit B2) nach drei Monaten auf die Wirksamkeit überpüfen soll und wenn es nichts bringt, weglassen soll. So gilt es offenbar nicht für jeden, dass man durchgängig Mg nehmen soll/muss. Da sieht man mal wieder, wie individuell in Kiel behnadelt und beraten wird! Das mit der Mundschleimhaut habe ich eh noch nie geglaubt ?
    Ich nehme jetzt die Tütchen, weil ich das Trinkgranulat überhaupt nicht mag (und ich mir nachts „während“ dem Schlafen nicht ein ganzes Glas Wasser reinschütten will, sondern dann will ich einfach nur schnell in die Nachttischschublade greifen) und die Kapseln (die sie in Kiel verabreichen) sind ja Mg-Oxid.

    Vielleicht wirkt bei mir ja das Mg-Citrat. Wer weiß?

    Liebe Grüße
    Kiaora

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 5 Monate von  Kiaora.
    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Ich drück dir die Daumen ? ? ?

    Kiaora
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 53

    Hallo zusammen,

    heute habe ich eine kurze Frage zu Wechselwirkungen. Habe gestern ein Muskelrelaxans (Ortoton) verschrieben bekommen (nicht wegen Migräne, sondern wegen etwas anderem). Dies soll ich ab sofort bis auf Weiteres 2-2-2 nehmen. Leider habe ich vergessen, den Arzt zu fragen, ob sich das mit Triptanen und/oder dem hochdosoierten Magnesium (das ja auch schon die Muskeln entspannt) in die Quere kommt. Telefonisch erreiche ich ihn nicht mehr, weil er schon in Urlaub ist. Kann mit jemand von euch etwas dazu sagen? Nicht, dass mein Herz plötzlich aussetzt, weil es so tiefenentspannt ist …

    Danke und liebe Grüße
    Kiaora

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Liebe Kiaora,

    dein Herz kann ganz beruhigt sein, es wird nicht stehenbleiben. ?
    Gute Entspannung,
    Julia

    Kiaora
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 53

    Danke, liebe Julia!

    Ich bin und beibe einfach ein Schisser. Und dann auch noch einer, ders immer ganz genau wissen will. Puh, manchmal strenge ich mich selbst an 🙂

    Ein Freund sagt immer: Okay, entweder Du studierst noch schnell Medizin/Zahnmedizin/Elektrotechnik/Jura etc. oder vertraust einfach denen, die das schon getan haben 🙂

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Wo er Recht hat, hat er Recht! ? ?

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2055

    Liebe Kiaora,

    das wäre echt mal eine Idee – wenn man auf dem Zahnarztstuhl sitzt erstmal sagen: „Moment, ich schreibe mich kurz an der Uni ein, das will ich selbst genauer wissen, bevor wir weitermachen“ 😀 Allein die Vorstellung finde ich herrlich 🙂

    Im Ernst – ich nehme derzeit auch Ortoton, es gab bei mir bislang keinerlei Wechselwirkungen mit Triptanen, Magnesium, anderen Schmerzmitteln oder Erkältungsmedikamenten 😉 Und ich bin mir sicher, wenn es da irgendwo Probleme geben würde, hätte mein Neurologe (hab das Ortoton von meinem Neurologen) mich auch darauf hingewiesen. Vorgestern erfragt – es kann auch mit Antidepressiva kombiniert werden 😉

    Liebe Grüße, Tanni

    Caro Caro
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 16

    Iorana Kiaora 🙂

    mein beitrag von eben scheint im netz verloren gegangen zu sein, aber nicht wundern, wenn er dann doch zweimal hier steht.
    Als noch kein Arzt herausgefunden hat, dass ich Migräne habe, war Ortoton das einzige Mittel das mir irgendwie Linderung verschaffte. Seit dem ich nun triptane kennen, sind die wesentlich wirkungsvoller.
    Ich vermute, dass ich durch den langen Ortoton gebraucht MÜK bekommen habe. Also nehme ich es selten länger als ein paar Tage.

    Bei Dir ist die Indikation ja anders und es nicht das einzige Mittel was dir rigendwie hilft.

    Liebe Grüße,

    Caro

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