Schneeflockchen stellt sich vor

Ansicht von 16 Beiträgen - 1 bis 16 (von insgesamt 16)
  • Autor
    Beiträge
  • Schneeflockchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 9

    Hallo Ihr lieben Mitleidenden!
    Ich lese schon eine Weile mit, viel habe ich erfahren hier in diesem Forum. Nun habe ich mich registriert und möchte mich einmal vorstellen, da ich denke, dass ich in Zukunft die ein oder andere Frage an Euch haben könnte. Ich bin weiblich, 42 Jahre alt und komme aus Niedersachsen.

    Migräne hatte ich schon als Grundschulkind. Meine Mama, meine Oma, mein Uroma. Alle litten unter Migräne. Diese hörten zumeist in den Wechseljahren auf.

    Jahrelang, nein – Jahrzehntelang habe ich meine Migräne mit Dolormin Migräne in Schach gehalten. Bei den ersten Anzeichen: Erstmal eine Dolormin einwerfen und weitermachen. Ging gut, aber irgendwann ließ die Wirkung nach und ich brauchte mehr und mehr Ibu. Dann wurden aus einem Kopfschmerztag 2 Tage.
    Dann im Sommer jetzt kam das große Drama. Meine Nierenfunktion war plötzlich sehr eingeschränkt. Vorher hatte ich Ibu genommen. Mein Nephrologe ist aber der Meinung, dass dies nicht ursächlich wäre. Ich hatte so durchschnittlich 6 Migränetage im Monat, pro Tag 1 – 2 manchmal auch 3 600er Ibu.

    Wie auch immer. Ich bin nun bei einem Schmerztherapeuten und er hat mir erstmal eine Prophylaxe mit Metoprolol Betablocker verordnet. Diese habe ich nicht vertragen, also wieder ausgeschlichen.

    Dazu gibt es Zomig nasal, 1000 mg Novamin und MCP/Vomex.

    Leider wurde bei mir auch noch ein zusätzlicher Spannungskopfschmerz festgestellt. Dieser lässt mich seit ungefähr 2 Monaten nicht mehr in Ruhe und es gibt kaum Tage, an denen ich meine Rübe gar nicht merke 🙁

    Ich versuche nun erstmal mein Leben migränefreundlich umzustellen, will heißen: Sport, Kohlehydrate, kein Stress, ggf. Terminabsagen, Wochenende wird der Wecker gestellt, Progressive Muskelentspannung.
    Ich habe die Hoffnung, dass ich damit noch etwas um eine neue Prophylaxe herumkomme. Ich muss dazu sagen, dass ich sehr empfindlich auf Medikamente reagiere und auch sehr empfänglich für Nebenwirkungen bin und mich auch gern mal reinsteigere 😉

    Ich bin bei ca. 6 Migränetagen, hinzu kommen aber ja jetzt in den Pausen noch die Spannungskopfschmerzen. Leider ist durch meine Nierenfunktion die Medikation doch sehr eingeschränkt, NSAR fallen komplett raus.

    Ich freue mich auf den Austausch hier !

    Lieben Gruß Schneeflockchen

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4677

    Hallo Schneeflockchen,

    herzlich willkommen hier im Forum. Schön, dass du jetzt auch schreibst.

    Es ist gut, dass du nun so wichtige Maßnahmen zur Vorbeugung umsetzt. Sie werden dir auch gegen den Spannungskopfschmerz helfen. Aber natürlich wird das nicht von jetzt auf gleich passieren.

    Hast du schon alle Triptane gegen Migräne ausprobiert. Es gibt 7 verschiedene. Ließ mal unter Migräne Wissen. Dort sind alle 7 aufgefürt. Es ist wichtig, das richtige Triptan für sich zu finden um ggf. mit nur einem Mittel hinzukommen. Besprich es mal.

    Alles Liebe
    Sternchen

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5816

    Liebe Schneeflockchen,

    es ist manchmal sowieso so, dass die „normalen“ Schmerzmittel nicht gegen Spannungskopfschmerzen helfen. Also verpasst du da eventuell gar nichts, wenn du keine NSRA nehmen kannst.

    Bei mir hat sich vor längerer Zeit auch ein Spannungskopfschmerz zu meiner Migräne dazugesellt, der im Laufe von Monaten immer stärker wurde und schließlich immer vorhanden war.

    Wie Sternchen schon schreibt, sind deine aufgezählten Maßnahmen prima und ich wünsche dir in der Umsetzung viel Erfolg.
    Gerade das Einlegen von Ruhepausen und ein guter Nachtschlaf zur Erholung des Nervensystems sind äußerst wichtig. Auch moderater Ausdauersport stärkt dein Schmerzabwehrsystem und bei „nur“ (ist ja alles relativ 😉 ) 6 Migränetagen hast du viele Tage, an denen du Sport betreiben kannst.

    Pfefferminzöl auf die Schläfen gegen den Spannungskopfschmerz hast du schon ausprobiert?

    Sollte das mit den Spannungskopfschmerzen schlimmer werden, könntest du mit deinem Schmerztherapeuten auch einmal über Amitriptylin nachdenken, das kann gegen Spannungskopfschmerzen und Migräne helfen.

    Lieber Gruß
    Heika

    Schneeflockchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 9

    Von 7 Triptanen habe ich 4 probiert. Am besten hilft mir Zomig nasal. Aber leider kehren die Kopfschmerzen dann neuerdings oft in Form von Spannungskopfschmerzen und auch wieder neuer Migräne wieder. Naja, aber zumindest hilft es gegen die größten Schmerzen im Anfall.

    Euminz ist mein bester Begleiter. Hab schon fast ein Dauerabo bei der Apotheke 🙂 und mein Chef rümpft schon die Nase, wenn er ins Büro kommt, und alles wieder so nach Erkältungskrankheit riecht 🙂

    Amitrylin wäre der nächste Schritt, wenn die Schmerztage sich erhöhen. Aber ich hoffe, dass ich erstmal noch so die Kurve kriege. Dadurch, dass ich jetzt auch noch so oft diese Spannungskopfschmerzen habe bin ich doch auch schon eingeschränkt.

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4677

    Liebe Schneeflockchen,

    noch eine Anmerkung. Eine Migräne verändert sich im Laufe der Zeit immer mal wieder. Da kann es leicht passieren, dass man sie als Spannungskopfschmerz wahrnimmt. Oder wie entscheidest du, ob du nun ein Triptan, oder keins, oder etwas anderes nimmst?

    Mir ist es so ergangen. Es war mir nicht bewußt, wie nah die beiden Kopfschmerzarten in ihren Symptomen beieinander liegen können.

    Ich habe dann einige Male, bei den vermeintlichen Symptomen des Spannungskopfschmerzes ein Triptan genommen.

    Siehe da, es war nicht immer sofort die volle Wirkung da. Aber das Triptan hat Wirkung gezeigt. Mit der Zeit habe ich dann noch andere Triptane ausprobiert und mein richtiges Triptan gefunden. Eine grundlegende Verbesserung meiner Situation.

    Wenn deine Diagnose nicht sicher ist, dann hat auch die Medikation ein Problem.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Schneeflockchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 9

    Hallo Sternchen,

    der Spannungskopfschmerz (als solcher gerade diagnostiziert) ist genau AUF dem Kopf und wird beim Bücken nicht schlimmer. Er drückt und pulsiert nicht. Dann nehme ich Novamin, kein Triptan.

    Manchmal habe ich wohl auch Spannungskopfschmerz und Migräne zusammen, daher wirkt das Triptan dann nicht. Dann soll ich Triptan + Novamin nehmen. Bzw., wenn ich mir nicht ganz sicher bin, erst das eine, wenn das nicht hilft, das andere.

    Ganz schön schwierig…

    Gruß Schneeflockchen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28638

    Willkommen, liebe Schneeflocken. 🙂

    Amitrylin wäre der nächste Schritt, wenn die Schmerztage sich erhöhen.

    Jetzt geht es ja noch irgendwie, aber sollte es sich verschlechtern, wäre Amitriptylin Mittel der 1. Wahl. Nichts hilft besser gegen den Spannungskopfschmerz und auch die Migräne kann sich darunter gut reduzieren. Zudem wird der Schlaf verbessert, was manchmal auch ein Segen sein kann. Also einfach mal im Hinterkopf behalten.

    Auf Deine Nieren musst Du künftig aufpassen, das ist richtig. Daher wäre auch hochdosiertes Magnesium (das wir sonst gerne empfehlen) für Dich nicht möglich.

    der Spannungskopfschmerz (als solcher gerade diagnostiziert) ist genau AUF dem Kopf und wird beim Bücken nicht schlimmer.

    Du kennst schon die Unterscheidungen, das ist sehr gut und wichtig. Führst Du einen Kopfschmerzkalender? Wenn nicht, kann ich Dir unsere kostenlose Migräne-App sehr empfehlen. Dort findest Du auch den Kopfschmerz-Schnelltest, der Dir auch noch mal hilft, die Kopfschmerzart klarer zuordnen zu können.

    Liebe Grüße
    Bettina

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4677

    ja, wirklich ganz schön schwierig. Mir war es wichtig, dass du darüber bescheid weißt, und weißt, dass man unterscheiden muss.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Schneeflockchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 9

    Leider entgleisen meine Kopfschmerzen.

    Aus bisher ca 4 Migränetagen sind plötzlich (seit 3 Monaten steigernd) 4 Migränetage + fast alle restlichen Tage des Monats Spannungskopfschmerzen geworden.

    Ich bin ziemlich verzweifelt.

    Beim letzten Schmerzambulanzbesuch wollte mir mein Arzt Amitriptylin verschreiben zur Prophylaxe. Aber ich war noch nicht bereit (eine vorherige Betablocker-Prophylaxe ist gescheitert aufgrund Nebenwirkungen). Ich reagiere psychisch und physisch sehr empfindlich auf Medikamente und mache mich sehr verrückt bei jeder kleinsten Nebenwirkung.

    Die andere Seite der Internetforen ist natürlich auch, dass man fast überwiegend nur liest, was wenn etwas nicht hilft/anschlägt. Das liegt wohl daran, dass die Betroffenen verständlicherweise nicht schreiben, wenn es Ihnen gut geht und sich nicht mit dem Thema Kopfschmerzen beschäftigen wollen. Das kenne ich von mir selbst, bin ich mal kopfschmerzfrei, dann gucke ich auch nicht in dieses (tolle) Forum.

    Ich würde gern wissen, ob Euch Amitriptylin hilft und wenn, in welcher Dosierung.

    Liebe Grüße

    Schneeflockchen

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7741

    Danke für’s Um