Schnuffiri

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  • schnuffiri
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    Hallo,
    ich versuche mal, mich vorzustellen. Halb im Mig-Delirium ist das natürlich nicht so einfach….
    Und so ganz das System verstanden habe ich auch noch nicht, aber dafür ein paar Fragen…

    Also: ich bin 37, Mutter von 2 Kindern. Seit 20 Jahren habe ich viel mit Kopfschmerzen zu tuen, seit etwa 10 jahren die diagnose Migräne‘, bis vor kurzen aber ohne jegliche Therapie (weil ich ‚geschludert‘ habe). Seit ca. 1 Jahr nehme ich freiverkäufliche Triptane aus der Apo, seit etwa 2 Monaten nun bin ich beim Neuro. Teste verschiedene Triptane und seit 4 Wochen als Prophylaxe Topiramat.
    Bin jetzt bei den 100mg angelangt. Bis jetzt -toitoitoi- relativ nebenwirkungsfrei. Auch wenn ich bei den Berichten hier quasi Angst vor ‚LangszeitNW‘ habe… Würde auch sagen, ich merke schon was vom Topi. bis vor einer Woche hatte ich einen Migränetag (innerhalb 18 Tage).Sonst 15-18 Tage/Monat. Dann kam die Mens. Da habe ich normalerweise 3-4 Tage Hammermigräne. Die Migräne kam auch pünktlich, aber weitaus sanfter. Nichtmehr megastark, nur noch mittel. Bin ohne Triptane und Co ausgekommen. Allerdings hat die Migräne irgendwie nicht mehr aufgehört. Habe jetzt schon den 9. Tag Mig. Hatte ich noch nie. Also die ersten 4 Tage waren die schmerzen mittel, dann wurden sie stärker. Habe am Tag 6,7,8 und 9 dan jeweils Triptane (Maxalt) genommen. Haben dann auch geholfen, aber die Mig ist dann immer wieder gekommen.
    Wie kann die Mig soo lange am Stück sein? MÜK schliesse ich aus!
    Kann das damit zusammen hängen, dass das mein 1. Zyklus nach einer Fehlgeburt ist?
    Wie komme ich da wieder raus? Meine Hausärztin sprach von einer Infusion. Hatte ich vor ein paar Monaten schonmal weiss nicht mehr genau, was das für eine war, aber geholfen hat es nicht. Und es war auch nichts besonderes, ich meine, irgendsowas wie Aspirin oder so… Weiss es aber echt nicht mehr. jedenfalls war es kein spezielles Mittel. Und da es damals nicht geholfen hat, wollte ich mir heute die halbe std Infusion ersparen, da ich meinen kleine kranken Sohn im Schlepptau hatte ;-(

    Soweit erstmal….
    Danke fürs Lesen!
    Schnuffiri

    Ute mit Pauline
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 163

    Liebe Schnuffiri,

    erstmal herzlich willkommen hier im Headbook-Forum!

    Ich habe auch lange Zeit Maxalt genommen und war hinterher auch nicht mehr recht zufrieden damit.

    Erstens nimmt es zwar die Schmerzen, haut mich aber gleichzeitig auch ziemlich um, sodaß sich trotzdem nach Einnahme überwiegend liege.
    Zweitens ist es ein Triptan, das keine sehr lange Wirkdauer hat, und sehr schnell Wiederkehrkopfschmerzen auftreten. Da gibt es noch andere Triptane, die wesentlich länger vorhalten.

    Ich nehme seit einiger Zeit immer die Kombination MCP, Triptan und 500 mg Naproxen und habe dadurch auch den Wiederkehrkopfschmerz besser im Griff.

    Über die zahlreichen nichtmedikamentösen Maßmahmen (Magnesium und co) hast Du ja sicher schon gelesen.

    Mit zwei kleinen Kindern ist natürlich eine ruhigere Lebensführung oft nur schlecht durchzuführen, aber auch kleinere Zeiten der Ruhe bringen schon was. Machst Du Entspannung, z.B. Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training?

    Es kommen sicher noch mehr Antworten auf Deine andern Fragen, da bin ich nicht so bewandert.

    Erstmal gut, dass Du hierhin gefunden hast.

    Viele Grüsse von
    Ute mit Pauline

    schnuffiri
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 64

    Hallo Ute mit Pauline,

    erstmal lieben Dank für Deine Antwort!

    Ja, Migravent nehme ich auch seit 2 oder 3 Monaten. Hat mir auch das ein oder andere Mal bei Beginn einer Attacke geholfen. Entweder insofern, dass sie dann ganz ausgeblieben ist oder insofern, dass sie verzögert begann…

    An Entspannung mache ich leider noch überhaupt gar nichts….

    Sooo klein sind meine Kids eigentlich nicht mehr, die Gross wird morgen 10, der Kleine bald 4.
    Der Kleine geht theoretisch auch seit 1 Jahr in den Kiga.
    War da in dem ganzen Jahr auch einmal 1 ganze Woche, sonst eher halbe Wochen oder krank.
    Hat viel mit Infekten zu tun. Ist vor 2 Wochen operiert worden. u.a. Mandeln verkleinert. Dann sollten auch die Infekte weniger werden. Nun war er Freitag einen Tag im Kiga und hat sich wieder was geholt. Grins…
    Da ist mit Ruhe erstmal gar nichts. Und obwohl ich nicht arbeite, bin ich viel unterwegs, entweder Arzttermine wegen mir (habe noch ne Schilddrüsenerkrankung:Hashimoto Thyreoditis) oder wegen meinem Sohn oder, oder… Weiss auch nicht…. Huch…. vom Thema abgekommen.

    Tja, Triptane…
    Angefangen habe ich mit den freiverkäuflichen aus der Apo. Das ist Naratriptan. Komme damit noch am besten klar. Aber das wollen die Ärzte nicht wissen bzw. glauben. Sumatripan hat bei mir schnell angeschlagen aber nur 2-3 Std gewirkt. Und Maxalt ling. habe ich nun erst 3mal getestet. Da ich die aber erst genommen habe, als die Mig quasi schon 5 Tage ‚alt‘ war, kann ich noch nicht sagen, wie Maxalt im Normalfall wirken würde…

    So, werde noch ein wenig querlesen.

    Viele Grüsse
    Schnuffiri

    lostway
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    Beitragsanzahl: 753

    Liebe Schuffiri,

    ich habe auch immer wieder tagelange Attacken, auch mal bis zu 14 Tagen. Manchmal pausiert die Migräne einen Tag oder einige Stunden, kommt aber dann wieder zurück. Insofern weiß ich gut, wie zermürbend das ist. Als Akutmedikation könntest du mal Allegro versuchen, das wirkt am längsten. Hat allerdings den Nachteil, dass von Einnahme bis Wirkung schon mal bis zu vier Stunden liegen können. Wie schon Ute schreibt, hilft es, das Triptan mit MCP und Naproxen zu kombinieren. Ich mache das immer so.

    Wenn sich deine momentane Situation nicht schnell bessert, könntest du in Absprache mit deinem Arzt auch eine Kortisonstoßtherapie versuchen. Dazu findest du einiges, wenn du Kortison in die Suchfunktion eingibst. Mir hilft oft schon 100mg Kortison einmal genommen, um eine tagelange Attacke zu beenden. Zu oft kann man das aber natürlich nicht machen.

    Infusionen mit Aspisol helfen mir überhaupt nichts.

    Entspannung ist super und kannst du ja angehen, wenn die Große in der Schule ist und der Kleine stabil in den Kiga geht.

    Jetzt drück‘ ich dir die Daumen, dass du morgen beschwerdefrei Kindergeburtstag feiern kannst (das waren immer meine größten Ängste – die Bude voller Kinder, ein überdrehtes Geburtstagskind und Mama Migräne).

    Alles Gute
    Lieber Gruß
    Bettina

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Ein herzliches Willkommen, liebe Schuffiri. 🙂

    Ich wünsche Dir auch erstmal, dass Du morgen einen schönen Kindergeburtstag feiern kannst. Ich erinnere mich, dass ich keinen einzigen Kindergeburtstag migränefrei überstanden hatte. 😉 Heute wurde mein „Kleiner“ 18 Jahre alt, da hat die Mama nix mehr zu melden. 🙂

    Wie die „andere“ Bettina schon schrieb, kommt man mit Kortison eventuell mal gut aus so einem Status migraenosus heraus. Frag mal Deinen Arzt danach.

    Ich wünsche Dir weiterhin gute Wirkung des Topamax.

    Liebe Grüße und morgen einen schönen Tag,
    Bettina

    schnuffiri
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 64

    Aspisol…. Ja, das war damals in der Infusion…. Ist So etwas üblich? Wie gesagt… Hat mir ausser ner halben Std Ruhe gar nichts gebracht…

    Über den Begriff Status migraenosus bin ich heute schon ein paar mal gefallen. Bei meiner bisherigen Recherche war der Zusammenhang aber immer ein MÜĶ.
    Ausserdem sind die schmerzen ja durchaus aushaltbr- da kenne ich schlimmeres! Aber angenehms ist eben auch anders!!

    Toitoitoi, soweit ich mich erinnern kann, waren die Geburtstage bisher alle migränefrei oder die Migräne kam erst nach der Party 🙂 ) LG

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4562

    Liebe Schnuffiri,
    habe grad Deinen Beitrag gelesen, und leider nur wenig Zeit. Deshalb die knappe Antwort. 🙂

    Ja, Aspisol ist beim Status durchaus üblich.

    Siehe meine für mich individuell empfohlene Medikation:

    Status migraenosus
    Acetylsalicylsäure/Aspisol 500 mg 2 Ampullen als Kurzinfusion

    alternativ:
    Metamizol/Novalgin 1g als Kuzinfusion unter ärtzlicher Aufischt, ggf. in Kombi mit: Prednisonon/Decortin H 100mg als Kurzinfusion unter Magenschutz

    zur Schmerzdistanzierung:In Ausnahmefällen
    Diazepam 5mg oral

    gegen Übelkeit:
    Dimenhydrinat/Vomex 50mg Drg.

    lieber Gruß
    Sternchen

    schnuffiri
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 64

    Danke sternchen,

    ich gehe gleich mal hin zum Doc und lasse mich pieksen ;-).

    Ich hoffe, diesmal habe ich Erfolg damit.

    Lieben Gruss
    Schnuffiri

    schnuffiri
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 64

    Ich lese gerade etwas von Antiemetikum, damit das Triptan ggf. vielleicht doch anspricht. Ich habe nur in Extremfällen mit Übelkeit zu tun. Meist also nicht. Also habe ich auch noch nie etwas gegen Übelkeit oder so eingenommen. Sollte ich dann auch ein Antiemetikum einnehmen, wenn ich keine Übelkeit habe (oder vermute), um die Wirkungsweise zu verbessern?

    Und habe ich das richtig verstanden, dass Naproxan die Wirkungsweise verlängern kann. Ich bin mit Naratriptan ganz gut gefahren. Aber HA und Neuro wollen mir ‚was besseres‘ gönnen (Maxalt und Sumatriptan). Und die anderen Infos bekomme z.B. hier.

    Beim Neuro war ich erst 2 mal. Ob ich da sooo gut aufgehoben bin, weiss ich noch nicht. Bin ja schon froh wegen der Topiramat-Prophylaxe. Und wenn man wechseln will gibt ja elllenlange Wartezeiten. Mal sehen. Erstmal hier fleissig weiter ins Thema einlesen.
    Bin ja echt superNeuling…..

    Schön, dass es ein solches Forum gibt!

    Danke
    Schnuffiri

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4562

    auch hier nur kurz liebe Schnuffiri,

    mir wurde vor 8 Jahren in Kiel schon geraten, obwohl mir nur selten übel während einer Attacke war, ein Antiemetikum zu nehmen. Die Magendarmtätigkeit fällt oftmals bei einer Migräneattacke aus. Dann kann das eingeneommeen Medi nicht richtig aufgenommen werden, und die Wirkung bleibt aus.

    Ich nehme bei einer Migräneattacke immer Antiemetikum, Triptan und 500 mg Naproxen. Wenn man ständig mit nicht ausreichenden oder falsch eingesetzten Medi´s handelt, bleibt der Erfolg oft aus.

    Welche Medi´s für Dich richtig sind, solltest Du ausprobieren.Vor allem sollte ein richtiges Triptan gefunden werden. Niemand wird genau voraussagen können was für Dich richtig ist. Auch ich hatte z.B. schon Zeiten, in denen ich auf das Antiemetikum verzichten konnte.

    Übrigends hatte ich den Gedanken, dass bei Deiner letzten Infusion mit Aspisol vielleicht nur eine Ampulle gegeben wurde, und deshalb die Wirkung ausblieb. Aber wie gesagt, das ist nur ein Gedanke.

    Lieber Gruß
    Sternchen

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4562

    Noch eine Info:

    Du nimmst Topamax 100 mg ? auch hier muss ausprobiert werden, wo genau Deine Menge liegt. Versuche so wenig wie möglich, aber soviel wie nötig einzusetzen. Steigere nicht zu schnell, und gib dem Mittel Zeit, sich richtig zu entfallten. Eine Wirkung kann man eigentlich frühestens nach 6-8 Wochen beurteilen, und erst nach 3 Monaten abschließend festmachen. Bzgl. Topamax kann ich aus eigener Erfahrung sagen: „Weniger ist mehr“

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Liebe Schnuffiri,

    Sternchen hat Dir schon viele Infos gegeben. Hattest Du nun eine Infusion? Bewährt hat sich die Kombi aus ASS, Novalgin und Paspertin. Je nachdem, wie man die einzelnen Substanzen halt verträgt.

    Wenn Dir Naramig hilft, dann solltest Du auch dabei bleiben. Besser sind die Empfehlungen der anderen Triptane nur fürs Budget der Ärzte. 😉 Gut ist das Triptan, das individuell gut wirkt. Dies ist Naramig bei Dir, daher lass Dich das nicht ausreden.

    Liebe Grüße
    Bettina

    schnuffiri
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 64

    Liebes Sternchen, liebe Bettina,

    vielen Dank für eure vielen Infos!
    Arbeite mich nach und nach noch durch die anderen Beiträge!

    Aber dann kriege ich Knoten im Gehirn *grins*. Wahrscheinlich ist das der einzige Grund für meine derzeitge Migräne. 😉
    Spass beiseite…. mehr als 10 Minuten stöbern tägich schaffe ich eh nicht, dafür brummt der Kopf dann doch zu sehr.

    Aber… steter Tropfen höhlt den Stein!

    Habe heute meine 2. Infu mit Aspisol bekommen. DAzu ein Antiemetikum.
    Bringt nicht wirklich was.
    Nun habe ich Diclofenac bekommen. Meine HA ist überzeugt, dass DAS nun anschlägt. Bin ja mal gespannt. Dann hätte sie das ja auch eher geben können 😉
    Ansonsten soll ich morgen wieder zur Infusion kommen.
    Mal abwarten, was der Tag so bringt oder ob ich meinen Neuro mal anrufe, ob der z.B. die Cortison Variante ‚machen‘ würde.
    Wenn mich die Aspisol-Infusion auch nicht aus der Attacke rausholt, kann ich genausogut Triptane schlcuken oder versuchen, es auszuhalten (sind ja nicht soooo starke Schmerzen. Schon sehr störend, aber ich kenne weitaus schlimmere!!). Bin immerhin schon beim 6. Schmerzmitteltag für diese eine Attacke!!!

    @sternchen
    was meinst du bei Topamax mit ‚weniger ist mehr‘?
    Bist du von einer höheren, nebenwirkerungsreichen Dosis auf eine niedrigere gegangen, die dir genausogut geholfen hat, die du aber besser vertragen hast?
    Pauschal ist der Einstieg nach Aufdosierung (oder wie nennt man das?) ja 100mg. Und dann wird nach etwa 3 Monaten geschaut, ob man mehr oder weniger braucht?

    Liebe Grüsse
    Britta

    Julia
    Teilnehmer
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    Hallo liebe Schnuffiri,

    hast du das Buch von Prof. Goebel „Erfolgreich gegen Kopfschmerzen und Migräne“? Ist sehr zu empfehlen, weil dann musst du dir nicht immer alles gleich auf einmal merken, kannst ja nachlesen 🙂 .

    Wuensch dir alles Gute,
    Julia

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27786

    Liebe Schnuffiri,

    mir scheint, dass Deine Betreuung noch „ausbaufähig“ ist. 😉 Diclofenac wird Dich sicher nicht aus einem Status migraenosus herausbringen. Mit Einzelsubstanzen im Tropf kommt man leider auch nicht weit. Die Kombination machts, wie ich oben schon geschrieben hatte. Oder halt dann doch mal einige Kortisontage einlegen.

    Topamax hilft manchen auch schon in niedriger Dosierung. Daher macht es Sinn, sehr langsam aufzudosieren und erst dann weiter hochzudosieren, wenn die Wirkung wieder nachlässt, ebenso die Nebenwirkungen gut erträglich sind.

    Prof. Göbels Buch ist ein guter Tipp! 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    schnuffiri
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 64

    Liebe Bettina,

    Ich tue mich schwer damit, diese Dinge vom Arzt ‚einzufordern‘. Ich schlage Dinge vor, die ich z.B. Hier genannt bekommen habe, und sie macht Gegenvorschlag. Nun, sie ist die ‚erfahrene‘ Ärztin, also beuge ich mich erstmal.
    Daher meine Idee, den Neuro anzurufen, mit der Frage, ob er Kortison geben würde…
    Aber das ist mein persönlchews Problem….

    Das Buch von Prof. Göbel liegt schon seit ein paar Wochen hier und wartet auf mich.

    Ich denke, wenn mein Sohn wieder in den Kiga geht und mein Tag wieder etwas Struktur hat, dann nehme ich mir das Buch zu Herzen.

    Zur Zeit ist das Thema Freizeit knapp. Abends gehe ich mit den Kids ins Bett, da ich k.o. Bin und tagsüber gibts rundum-Betreuung für Sohnemann (oder Haushalt oder Tochter 🙂 ).

    Aber ich hoffe auf bessere Zeiten.

    Liebe Grüsse
    Schnuffiri

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4562

    Liebe Schnuffiri,

    genau so habe ich es gemeint, wie Bettina nun schon erklärt hat. Man muss den Medi´s genügend Zeit geben, damit sie ihre Wirkung entfallten können. Auch die Menge des Medikamts spielt eine große Rolle. Wenn man nun also zu schnell aufdosiert, hat man keine Gelegenheit das entsprechende Mittel in geringerer Dosierung beurteilen zu können.

    Ich wünsche dir gute Besserung. Hoffentlich hast Du ganz bald etwas mehr Zeit, damit Du selbst auch wieder mehr zu Deinem Recht kommst.

    Lieber Gruß
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Schuffiri,

    auch ich wünsche Dir, dass Du bald auch wieder mal Zeit für Dich selbst hast. Mit kleinen Kindern ist das sehr schwer einzufordern, ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als meine Kinder so klein waren.

    Aber vielleicht gibt es Möglichkeiten, sie man stundenweise zu „verteilen“, am Wochenende zu den Großeltern usw. Du darfst auch nicht immer zu kurz kommen.

    Alles Gute und vor allem schnelle Besserung,
    Bettina

    schnuffiri
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    Beitragsanzahl: 64

    Guten Morgen ihr Lieben!
    Ich muss mich mal wieder ausheulen…
    Es ist echt zum Mäuse melken.
    Ihr kennt das sicherlich…

    Meinen Kopfschmerzkalender führe ich leider erst seit 3 Monaten. In dieser Zeit habe ich zum ersten Mal diese 13Tage-Migräne dokumentiert. Könnte sein, dass ich sowas schon vorher hatte.
    Immer oft und viel Kopfschmerzen, oft Medis, nie dokumentiert.
    Pauschal habe ich getippt 15-20 Schmerztage.
    Ob alles Migräne oder auch Spannungskopfschmerz, keine Ahnung.
    Seit 4-5 Monaten nehme ich so gut wie keine normale Schmerzmittel mehr, sondern nur noch Triptane. Und die bei Beginn eines Migräne-Kopfschmerzes, auch wenn er noch so leicht ist. Weil ich einmal so eine Megaattacke hatte, wo gar nichts mehr half an Medis (zu Hause) und ich seither Bammel habe.

    Nun war ich mir recht sicher, dass ich im MÜK bin…
    Dann wurde ich schwanger….
    Habe also einen Medikamentenentzug gemacht 😉 Ohne Probleme . Und mit Erfolg. Also zumindest hatte ich weniger Migräne. Das kann nun am ‚Entzug‘ liegen oder eben an der Schwangerschaft.

    Leider verlor ich das Kind in der 9.SSW.
    2 Tage später die ersten Kopfschmerzen…
    Aber nur 1 Tag

    1 Woche später begann ich mit Topiramat als Prophylaxe.
    Immer jede Woche 25mg gesteigert bis 100mg.

    Die ersten 2,5 Wochen verliefen super, nur einmal einen Tag Migräne.
    Dann setzte meine Periode ein und damit begann die 13 tätige ‚mittelstarke‘ Migräne…

    Vielleicht liegen die drei migräne-armen Wochen ja noch am Hormonhaushalt und haben noch mit der (nicht mehr vorhandenen)Schwangerschaft zu tun.

    Wie auch immer- nun komme ich nicht weiter….. Hatte gestern einen Kopfschnerzfreien Tag, ganz ohne Medis. dachte, die Mig sei durchbrochen. Doch heute neue Mig.

    So komme ich doch erst recht wieder in den MÜK.
    Oder ist ein evtl. früherer MÜK evtl. doch noch nicht durchbrochen?
    Der HA gab mir 2x Aspisol Infus, die nicht halfen, dann DicloTabletten, die halfen. Beenden die Attacke aber nicht. Der Neuro will mich erst Mitte Oktober sehen. Von Cortison-Stosstherapie will keiner von beiden was wissen.
    So renne ich doch sehnden Auges in den nächsten MÜK.
    Wo kann ich mir Hilfe holen?
    Muss ich ‚hartnäckiger‘ sein bei den Ärzten? Ich kann das nicht!
    Habe mir gestern das Buch von Prof. Göbel angesehen. Bin über die chronische Migräne gestolpert…. War mir als eigenständige Unterform nicht bekannt. Liest sich interessant. Ich hatte nie die 3 Tage Migräne (oder selten). Könnte ne Alternative zum MÜK sein. Aber auch dazu hat nie der HA oder Neuro was gesagt…

    Fragen über Fragen…..

    Sorry, ist lang und bestimmt verwirrend
    LG
    schnuffiri

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3971

    Liebe schnuffiri,
    ich habe dein Forum jetzt mal kurz überflogen, weil mich in deinem letzten Beitrag etwas stutzig macht:
    Du schreibst, du hättest seit Monaten keine normalen Schmerzmittel mehr genommen.
    Hast du es nicht einmal probiert, Triptan mit mcp und vor allem Naproxen oder ähnlichem zu kombinieren, was dir von mehreren Mitgliedern empfohlen wurde? Was hält dein Arzt davon?
    Eines betont Prof Göbel immer wieder: die Attacke beherzt behandeln, nicht kleckerweise. WENN man schon einen Schmerzmitteltag im Kalender zu verzeichnen hat, dann „richtig“ Halbherzige Einnahme immer kleckerweise führt viel eher zum MÜK, weil man dann doch immerzu nachlegen muss.

    Zum Trost: Ich hatte im Juli 17 Schmerzmitteltage. Das ist kein Wunschergebnis, aber es passiert schon mal. Einmal einen solcehn Monat zu haben, das ist meistens nicht so schlimm.
    MÜK Kopfschmerzen fühlen sich anders an als Migräne. Und DA wirken auch überhaupt keine Schmerzmittel mehr.

    Vielleicht brauchst du noch gar nicht diese Furcht zu haben.

    Dein Neuro sollte dich aber schon mit guten Triptanen versorgen, auch evtl mit welchen, die man nicht über den Magen nimmt (nasal oder Spritze) weil es schon mal sein kann, dass Mediakmente trotz mcp nicht weirken, weil der Magen sdeinen Dienst eingestellt hat.
    Und wenn er von Kortison nichts wissen will, dann verweise auf das Buch von Prof Göbel. Macht immer Eindruck, wenn man selbst gut informiert ist. 😀
    Hilft dir das weiter?

    LG
    alchemilla

    schnuffiri
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 64

    Liebe Alchemilla,

    danke für deine Worte!

    Ich bin doch blutige Anfängerin, was die Infos anbelangt…

    Von Naproxen und co weiss ich erst seit ein paar Tagen. Muss mich aber erstmal durch die Infos durcharbeiten und checken,was was ist. Und das fällt mir schwer. Noch schwerer mit dauerbenebelten Kopf. Und zur Zeit habe ich ja diclo dazu bekommen.
    Naproxen hat eine verlängerte Halbwertzeit, hält also länger schmerzfrei. d.h. aber nicht, dass derWiederkehrkopfschmerz ausbleibt, oder?

    Beherzt behandeln, ja. Aber wo sind die Grenzen. Von jedem einzelnen Mittel die Tageshöchstdosis im Bedarfsfall? Sooo doll sind die Schmerzen ja gerade Gott-sei-dank nicht! Aber lange und immer wieder kehrend. Und doch, in DIESER Attacke habe ich dann eben doch Schmerzmittel dazu genommen. Diclo, Aspisol, ibu (als Test). Sorry, das hatte ich nicht deutlich geschrieben in meinem Text davor.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Liebe Schuffiri,

    wie gut, dass Du jetzt ein Schmerztagebuch führst und sich die Nebel dadurch etwas lichten. 😉 Von nun an werden Dein Arzt und Du konkret nachvollziehen können, wie die Schmerzmitteleinnahme in der Vergangenheit ablief.

    Alchemilla hat Dir das meiste schon erklärt, ich versuche noch Deine letzten Fragen zu beantworten. Leichte Schmerzen kannst Du auch mal versuchen ohne Schmerzmedikation auszuhalten. Vomex und schmerzdistanzierende Medikamente (Antihistaminika, Neuroleptika, Benzodiazepine) können sedieren und einen die Schmerzen auch verschlafen lassen. Hier gibt es noch viele Tipps und Tricks, die man im Laufe der Zeit immer sicherer einsetzen kann.

    Ein Tütchen mit schnell verfügbarem Magnesiumcitrat könnte helfen, eine beginnende Attacke sogar zu stoppen. Nicht immer gelingt es, aber doch regelmäßig, sodass man diesen Versuch machen sollte.

    Naproxen hat eine lange Halbwertszeit und kann mal den Wiederkehrkopfschmerz verhindern. Klappt aber auch nicht immer …

    Bei starken Schmerzen sollte ausreichend dosiert werden und zwar so, dass der Schmerz verschwindet. Das ist individuell verschieden, daher kann man hier keine allgemeingültigen Angaben machen.

    Gute Besserung und liebe Grüße
    Bettina

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Liebe Schnuffiri,

    deine Fragen haben ja schon meine beiden Vorschreiberinnen beantwortet.

    Ich möchte dir noch dazu sagen, daß im Moment ja alles noch sehr neu für dich ist.

    Du wirst aber lernen mit der Zeit, was gut ist für dich und was zu welchem Zeitpunkt am besten einzusetzen ist. Das ist schon eine kleine Wissenschaft ;), aber du hast ja schon einiges gelernt.

    Einfach, sobald eine Frage auftaucht, wieder hier anfragen oder nachlesen.

    Dazu kommt natürlich, daß man die Dinge auch ausprobieren muss. Wenn dann eine Sache nicht funktioniert, dann muß man eben die nächste probieren und so wirst auch du deinen Weg finden.

    Ein Tipp noch: Ich nehme manchmal, wenn ich in der Nacht mit einem Wiederkopfschmerz rechne, ein Diazepam 10 mg und schlafe damit beruhigt ein. Manchmal wache ich trotuzdem auf von der Migräne, aber mnachmal schlafe ich trotz Migräne durch und manchmal kommt dann doch kein Wiederkehrkopfschmerz. Mir hilft es aber auf jeden Fall entspannt schlafen zu gehen. Das ist mir viel wert.

    So entwickelt jeder seine eigenen Tricks und Kniffe.

    Alles Gute!

    Liebe Grüße
    Ulrike

    schnuffiri
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 64

    Habe gestern Abend das erste Mal Naproxen 500 genommen, ohne Magenschutz, da ich noch nie Probleme hatte. Das Naproxen hat gut geholfen, bin heute ohne Migräneaufgewacht 😉
    Allerdings war mir in der Nacht leicht übel und ich hatte Magenschmerzen. Die Migräne kam natürlich amm Vormittag wieder (na klar) und diesemal habe ich einen Magenschutz genommen zum Naproxen. Naproxen hilft immer noch gut, aber Übelkeit und Magendruck sind auch noch (wieder) da. Kann das sein, trotz Magenschutz? Glaube nicht, dass die Probs von der Migräne oder einer zufälligen Magen-Darm-Geschichte kommen, fühlt sich sonst anders an. Kann ich das Naproxen trotzdem nehmen, wenn es hilft und mich die NW nicht stören oder ‚kann da was passieren‘, wenn mein Magen trotz Schutz reagiert?
    Ich weiss, ihr könnt nicht hellsehen, aber ihr habt ihr ne ganze Menge Erfahrungen 😉

    Danke
    Schnuffiri

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Schnuffiri,

    teste bei einer nächsten Attacke erneut, bevor Du Schlüsse ziehen kannst. Oft gehören solche Symptome auch zur Migräne selbst dazu. Wobei man sich ja meist schon recht gut kennt. 😉

    Treten die Probleme wieder auf, sprich bitte den Arzt darauf an. Er muss dann entscheiden, wie weiter vorgegangen wird.

    Liebe Grüße
    Bettina

    schnuffiri
    Teilnehmer
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    Liebe Bettina,

    Ja, ich bin nun im ‚Test-Modus‘ ;-).
    Aber WENN ich bisher bei einer Attacke Übelkeit hatte, dann kam sie immer vom Kopf, nie vom Magen aus. Aber schau’n wir mal.

    Interessante Erfahrung gerade: meine Kopfschmerzen sind weg. Mein Mann macht neben mir den TV an, normale Lautstärke – ich krieg voll die Krise… Tut nicht weh, die Lautstärke, wie wenn ich Kopfschmerzen habe (tolles deutsch), ich könnte das aber trotzdem nicht ‚vertragen‘. Bin da oft empfindlich bzgl. Lautstärke rund um die Migräne. Ist das ein Zeichen, dass die Migräne da noch irgendwo schwelt?

    Liebe Grüsse
    Schnuffiri

    Bettina Frank – Admin
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    Das ist ein Zeichen, dass Du Migräne hast. 😉 Licht- und Lärmüberempfindlichkeit treten bei fast allen Migränikern rund um die Attacke auf.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    schnuffiri
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 64

    Mir war nur nicht bewusst, dass bei , sagen wir mal laienhaft, unterdrücktem Schmerz, diese Überempfindlichkeiten bestehen bleiben.

    Liebe Grüsse
    Schnuffiri

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27786

    Triptane können oft diese Nebenerscheinungen mit unterdrücken, aber halt nicht immer. Sie gehören zur Migräne dazu und man sollte sich auch nach Triptaneinnahme vor Lärm und grellem Licht schützen. Das Gehirn ist ja nach wie vor überfordert mit diesen vielen Reizen, wenngleich auch der Schmerz unterdrückt wurde durch das Triptan.

    Liebe Grüße
    Bettina

    schnuffiri
    Teilnehmer
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    Das heisst, wenn ich nicht weiss, ob die Migräne nun zu Ende ist oder das Schmerzmittel einfach noch wirkt, wäre ein Anhaltspunkt, die Licht-bzw. Lärmempfindlichkeit, dass die Migräne wahrscheinlich doch noch wiederkommt bzw. Immer noch da ist?!

    Ich hardere mit mir…. Die Kombi Triptan mit Naproxen und Magenschutz hilft gut, eine Dosis reicht für gut 24 Std. Bleibt aber ein Schmerzmitteltag und die Schmerzen kommen wieder. Werde es am We mal mit Sedierung versuchen. Was kann ich am besten nehmen, wenn ich keine Zäpfchen mag?

    Nichts desto trotz werde ich evtl Morgen mal zu einem anderen Doc gehen. Meine HA ist lieb und nett, bringt mich aber nicht weiter und hat keine Bedenken wegen der vielen Schmerzmittel. Ich hätte da gerne ne 2. Meinung. Kann ich mit Status migraenosus quasi ohne Termin mit Wartezeit in eine Praxis gehen? Was hilft mir ein Termin in 2 Wochen?

    Würde gerne morgen zum Neuro, habe aber morgen kein Auto zur Verfügung.

    Kann ich in eine internistische Praxis gehen und dort auf ‚offene Ohren‘ hoffen (immerhin arbeiten dort 4 Internisten, falls sie sich gegenseitig rückversichern wollen).
    Oder ist das nun übertrieben?
    Ich möchte doch nur den Status versuchen zu durchbrechen.

    Ist zwar neuer Monat nun, aber ich hätte nun 9 Schmerzmitteltage am Stück und kein Ende in Sicht…

    In 2 Wochen gehts in Urlaub, wenn eine Kortisontherapie gemacht werden sollte, dann lieber jetzt, als 2 Tage vorher, oder?

    Schnuffiri,ratlos….

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