Sonnig Mädel bekommt das Strahlen zurück!

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  • Sonnig Mädel
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    Hallo alle zusammen.. ! 🌻

    Nachdem ich hier in meiner “akuten Phase“ der Medi Pause alles an nur möglicher Hilfe bekommen habe, möchte ich rückwirkend kurz für andere Betroffene den Verlauf und den Werdegang schildern.

    Migräne ab 17 Jahren (1987) mit schweren wiederholten Aura Phasen, (Sprachstörungen, Taubheitsgefühl Arm, Bein Gesicht, Sehstörungen) , die damals nicht als solche erkannt wurden. Behandelt wurde ich jahrelang auf Hyperventilation mit Valium, Frisium etc. Im Notfall! 🙄

    Gegen die Schmerzen, die dann nach der Aura aufgetreten sind, habe ich alle gängigen Schmerzmittel quer Beet eingenommen🤯😰 Natürlich ohne Erfolg! Auch Tramadol von Oma in meiner Verzweiflung. 😎

    Ich habe damals 1988 eine Ausbildung zur Zahntechnikerin gemacht und musste funktionieren . Das Problem zog sich dann so durchs Leben 😊🙈
    Erst 2003 mit 33 Jahren hat mich eine Nachbarin zu einem Neurologen geschleppt, der mir dann Triptane (Zolmitriptan) verordnet hat. Nach jahrelangen Migräne Attacken, ohne Übelkeit, aber heftigsten einseitigen Schmerzen 6 mal monatlich.. Die Sonne ging auf!!! 🌇
    Segen und Fluch zugleich, da meine Attacken ,durch Stress ,die 10/20 Grenze für Schmerzmittel irgendwann bei weitem überschritten haben. Trotzdem ging es jahrelang gut damit, ohne ernsthaft und bewußt in den MÜK zu kommen.

    Als ich es dann 2014 gemerkt habe, war kein Mut, keine Kraft und kein Ausweg zu sehen.

    5 Jahre ~
    !!!!!TÄGLICH 5 mg Triptane plus Ibuprofen 600 mg!!!!

    Berufliche und soziale Verpflichtungen haben mir den Blick vernebelt!
    Erst meine zunehmende schlechte körperliche Verfassung, Engegefühl in der Brust, Atemnot etc haben jetzt die Wende gebracht.
    Alle Prophylaxen ,Diäten , alternativen Versuche die chronische Migräne einzudämmen schlugen vorher fehl.
    Habe natürlich noch lange nicht das letzte Ziel erreicht, aber bin dank der unglaublichen netten Hilfe der Experten hier bei Tag 6 ohne Schmerzmittel.🤗 Das Kortison ist auf 25 mg reduziert, Valium 5 mg nur noch zur Nacht. Die Schmerzmittel lagen die ganze Zeit greifbar in der Schublade, aber auch bei Skala 6~8 Schmerz die letzten 4 Tage hab ich sie dort gelassen. Jaaaaa… 😊 Irgendwie bin ich ein wenig stolz🙈🙈 Auch wenn 6 Tage OHNE noch gar nichts sind! 😉😊😊 Das weiß ich auch. Und dass es nochmal schlimm werden wird, wenn das Kortison ganz weg ist. Bin darauf gefasst. Extra aufs Wochenende gelegt.. Man lernt dazu!

    Versuche weiter zu machen, auch wenn ich langsam beruflich nach über einer Woche wieder etwas tun muss..!! Die Ruhe dann nicht mehr haben werde.

    Möchte damit allen Mut machen, die auch im MÜK sind und in der Spirale Job, Verpflichtungen usw fest stecken, trotzdem die Pause zu wagen!☀ ☀ ☀

    Vielen vielen Dank an meine “AKUT Helfer“ hier, die mir zu jeder Zeit mit Rat und Tat zur Seite standen.
    Ohne Euch hätte ich es mich nicht getraut! 🌼🌻🌹👍

    Allen anderen Kämpfern im Forum …
    weiterhin nur das Beste und dass ihr Euren Weg aus dem Schmerz und dem Leiden finden werdet!
    Herzlichst “Sonnig Mädel“ ☀ 🌻 ♥

    • Dieses Thema wurde geändert vor 2 weeks, 6 days von Sonnig Mädel. Grund: Fehler entdeckt
    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 640

    Hallo Sonnig Mädel,

    gut, dass du jetzt auf dem Weg FÜR DICH bist!

    Vielleicht hilft es dir, dich auf Etappenziele zu konzentrieren, der Blick auf – wie du es beschreibst – das letzte Ziel wird sich sicher schon ganz von selbst eröffnen!

    Ich sehe es anders:

    6 Tage Ohne…

    sind viel mehr als keinen Tag ohne 😉! Also, es gibt nichts, was „kleinzuschreiben“ ist. Du darfst stolz sein!!!

    Und dass es nochmal schlimm werden wird, wenn das Kortison ganz weg ist. Bin darauf gefasst. Extra aufs Wochenende gelegt..

    Das muss nicht zwangsläufig so sein. Wenn man im MÜK ist, kann sich eine positive Veränderung relativ zügig zeigen. Es ist eine gute Idee, diese Phase auf das Wochenende zu legen, denn Ruhe ist in der Phase der Medikamentenpause das A und O. Aber das weißt du ja längst!

    Vielleicht kannst du das „auf das Schlimme gefasst sein“ wandeln in „dass es in Ordnung wäre, wenn du den Stand von jetzt erstmal einigermaßen halten kannst“. Nun hast du ja eine gewisse Sicherheit, wieviel du aushalten kannst und Möglichkeiten, dich mit Sedierung etwas „wegzubeamen“.

    Mit den Erwartungen und Befürchtungen ist es immer so eine Sache: meistens bekommt man genau das, was man NICHT haben möchte. Wenn man sich darauf fokussiert, ist das meist mit Anspannung und Angst verbunden = Stress.

    Vielleicht gelingt es dir, dir vorzustellen, WAS du gerne möchtest. Merkst du möglicherweise schon, dass man sich mit der ersten Sicht schlechter fühlt und mit der zweiten besser?

    Das alles ist keine Garantie für ein “Gelingen“, aber es bringt dich dem, was du möchtest, näher. Und Enttäuschungen oder dass man die Nase richtig voll hat, gehören sicher auch mit dazu und dürfen sein!

    Vielleicht findet sich in deiner langsam startenden Berufswoche das ein oder andere Päuschen zum Runterfahren und Luftholen.

    Und möglicherweise finden sich doch ein paar Dinge, für die dein Sohn, der ja nun groß ist, auch eine (Teil)Verantwortung übernehmen kann. Schließlich bist du nicht sein Hotel 😉 (ich hoffe, du verstehst das genauso, wie ich es meine).

    Alles Gute
    Katrin

    Viva la Vida! 🍀

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 weeks, 6 days von Katrin.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 weeks, 6 days von Katrin.
    Sonnig Mädel
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 56

    Liebe Katrin…☀ !

    Auch diese Anregungen bezüglich der Erwartungen sind natürlich sehr hilfreich.. Warum kommt man nur selbst nicht auf das Naheliegende? 😉😊👍

    Was mich noch etwas “verrückt “ macht, ist das permanente Herzrasen. Kaum dass ich mich ein wenig bewegt habe. Selbst unter 5 mg Valium abends ist es noch präsent. Schlafen geht dann aber zum Glück
    ..

    Und.. Ich habe unbändige Lust nach WALNÜSSEN!! Überhaupt Nüsse aller Art ..und überhaupt 😲😬 Entweder ruft der Kopf nach Energie, oder… Es sind Vorboten, wie Bettina es ja schon erklärte 🙈.. Hoffe ich natürlich nicht!

    Dass du so viele Attacken hast, möchte auch ich mir nicht vorstellen. Du verdienst da wirklich meinen absoluten Respekt! Halleluja 👍🌻🌻🌹🌻
    Und bist trotzdem noch für uns andere da.. Unglaublich!

    Sonnig Mädel
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 56

    …. Was ich unbedingt noch editieren muss…
    Mein Sohn 19 unterstützt mich mit aller Kraft, wenn er zuhause ist von der Ausbildung! Kein Hotel Mama bei uns! 😉

    Einkaufen, Wäsche, putzen und sogar ne Nackenmassage ist da inklusive… Die letzten Tage hatte ich eher..
    “ Hotel Sohn “ 👍👍👍🤗
    Er ist nur durch die Ausbildung selten hier.

    Dieses Lob an ihn MUSSTE ich hier jetzt noch erwähnen!! 🤗😍

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5761

    Liebe SonnigMädel,

    jeder einzelne Tag, den du durchstehst, ist eine ganz großartige Leistung! Und wenn man bedenkt, wie viele Jahre du dauerbehandelt hast, ist das noch einmal viel bedeutender.

    Das Gute an deiner aktuellen Situation ist, dass du weißt, dass sie endet. Die Zeit ist absehbar. Und du weißt, dass diese Pause extrem wichtig ist und dir in jedem Fall einen Gewinn bringen wird – hinterher.

    Das ist ein ganz klein wenig so wie beim Kinderkriegen 😉 : Durch die schmerzhaften Wehen muss man durch, doch man weiß, wozu sie da sind und hinterher hat man die Belohnung in den Armen. 🙂

    Ich habe in der Schmerzklinik Kiel eine Frau kennengelernt, die pro Monat ca. 25 Migränetage hat und bei der keine Triptane und keine Schmerzmittel wirken. Und das seit vielen Jahren und ohne Aussicht auf Besserung. Das ist noch einmal ein ganz anderes Kaliber, seelisch damit umgehen zu können.

    Nichtsdestotrotz (ach, ich liebe dieses Wort! 😀 ) ist jeder Tag mit Schmerz ein schwieriger Tag. Und ein Tag, an dem man gerne anders gelebt hätte.
    Doch für dich ist die Chance groß, dass du dich nach der Medi-Pause in einer besseren Situation befindest als vorher. Deshalb wünsche ich dir für die nächsten Tag weiterhin alles Gute und viel Kraft und Nerv.

    Lieber Gruß
    Heika

    P.S. Super, was die Erziehung deines Sohnes betrifft! Kompliment, „gescheite“ Männer sind Gold wert. 🙂

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 weeks, 6 days von heika.
    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 640

    Liebe Sonnig Mädel,

    sollte ich dir mit meinen Ausführungen zu nahe getreten sein, tut es mir leid!

    Du hattest hier:

    https://headbook.me/groups/vorbeugung-mit-arzneimitteln/forum/topic/topiramat-gegen-triptan-abhaengigkeit/#post-158423

    geschrieben:

    Ich lebe seit 2004 alleine mit meinem Sohn,
    der gerade eine Ausbildung macht und da stark eingespannt ist. Es gibt niemanden der mich in einer Medikamenten Pause unterstützen könnte.

    Ich hatte es so verstanden, dass „niemand“ auch deinen Sohn mit einschließt.

    … das permanente Herzrasen…

    Das würde ich wahrscheinlich erstmal dem Cortison zuschreiben. Es ist ein Stresshormon und setzt den ganzen Körper „unter Strom“. Deshalb lautet die Empfehlung, sich unter Cortison zu schonen, zu schonen, zu schonen!

    Und.. Ich habe unbändige Lust nach WALNÜSSEN!! Überhaupt Nüsse aller Art ..und überhaupt…

    Auch diesen „Heißhunger“ kannst du mit Sicherheit als eine Nebenwirkung des Cortisons einordnen.

    Alles Gute (und heute wird es bestimmt Tag 7 = eine WOCHE 👍!)
    Katrin

    Viva la Vida! 🍀

    Sonnig Mädel
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 56

    Oh…. Nein liebe Katrin!!
    🤗
    Du bist mir nicht zu nahe getreten. Überhaupt nicht!🌼

    Ich musste das nur richtig stellen, dass mein Sohn mir jederzeit zur Seite steht… Nur leider eben selten zuhause sein kann!! Es hätte sich sonst so angehört als WILL er nicht. Das wäre unfair gewesen😉

    Jaaaaa es ist mit “Auge zudrücken“ EINE Woche ohne Schmerzmittel, da ich ja am ersten Kortison Tag morgens nochmal 2,5 mg Zolmitriptan genommen hatte.. Ich will ja hier nicht schummeln 😊

    Denke auch, dass mein Appetit mit dem Kortison zu tun hat, aber das ist mal jetzt nicht das Wichtigste würde ich sagen. Abnehmen und trainieren kann ich auch noch, wenn es mir wieder richtig gut geht. Dann bin ich eben mal bissel moppeliger jetzt