Susahund – auch neu hier- Migräne seit ca. 30 Jahren

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  • sternchen
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    Liebe Susahund,

    eine Prophylaxe kann man erst wirklich nach 12 Wochen beurteilen. So lange braucht das Medikament um sich entfallten zu können. Natürlich kann auch schon früher eine Besserung eintreten. Man sagt aber, das es 12 Wochen braucht, um ein sicheres Ergebnis zu haben.

    Ja, deine Neurologin hat Recht. In einem MÜK können Schmerzmittel als auch Prophylaxemittel u.U. schlecht oder auch garnicht wirken.

    Eine Medikamentenpause macht man, um das Nervensystem wieder mal zur Ruhe kommen zu lassen. Insofern ist es sicher gut, wenn man auch nach 7 Monaten bei einer mtl. Schmerzmittel- und Triptaneinnahme von an über >10 Tagen eine Medikamentenpause macht.

    Aber wenn du morgen einen Termin in Kiel hast, wäre dort doch auch nochmal die Gelegenheit dieses anzusprechen.

    Alles Gute für dich und morgen viel Erfolg.

    Lieber Gruß
    Sternchen

    susahund
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    Danke Sternchen :o)

    Termin ist leider nicht in Kiel, sondern hier bei mir in der Gegend, wobei ich glaube, nach allem was ich an Ärzten erlebt habe, sind die auch sehr gut.

    Kiel wäre nochmal das große Ziel, meine Krankenkasse ist da leider nicht aufgeführt, habe mich da am Wochenende mal eingelesen, aber ich schreibe da mal hin, evt. gibt es da doch Möglichkeiten.

    Ich höre mal, was meine Ärzte hier sagen, ist ja vielleicht auch nicht falsch, einiges schon ausprobiert zu haben vor einem Aufenthalt in Kiel, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Vielen Dank und einen schönen Tag
    Susahund

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Susahund,

    Sternchen hat Dir ja schon erklärt, dass eine Medikamentenpause dringend nötig ist, wenn man im MÜK ist. Prophylaxen und auch Akutmedikamente wirken sonst immer schlechter, sodass man nicht mal von einer neuen Prophylaxe wissen kann, ob sie denn tatsächlich wirken würde. Für die Medikamentenpause braucht mal allerdings Zeit und Ruhe, die geht nicht einfach nur so nebenbei. Dazu müsstest Du Dich krankschreiben lassen.

    Was hat denn Deine Ärztin heute geraten, oder warst Du noch nicht im Termin?

    Nach nur zwei Monaten Testung mit einer neuen Prophylaxe sollte jetzt nicht schon wieder eine neue ergänzt werden. Erst mal schauen, wie die neue Prophylaxe wirkt und dazu sollte man ihr drei Monate Zeit geben. Erst dann überlegen, ob hochdosiert werden, lieber reduziert werden sollte, oder ob man doch lieber mit einer ganz neuen Prophylaxe starten sollte.

    Deine Krankenkasse muss die Schmerzklinik auch dann zahlen, wenn sie keinen Vertrag hat. ? Voraussetzung ist natürlich, dass der Arzt Dich einweist und sonstige ambulante Versuche ausgeschöpft sind.

    Liebe Grüße
    Bettina

    susahund
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    Beitragsanzahl: 134

    Hallo Bettina,

    vielen Dank für die Infos, Termin bei meiner Neurologin ist morgen Nachmittag.
    Was ich schon weiß, hat sie mir per Mail geschrieben und sie hält einen MÜK für sehr wahrscheinlich. Deswegen empfiehlt sie die Medikamentenpause, dieses Mal aber vier Wochen (3 Wochen findet sie viel zu kurz), Topiramat weiter und wenn das dann keinen Erfolg bringt ein nächster Versuch mit Botox.
    Sie bespricht das morgen auch alles mit mir, mir war nur wichtig zu wissen, ob so eine Prophylaxe, wenn es die richtige ist, nicht auch im MÜK hilft oder helfen sollte.
    Aber ich sehe schon, das hilft alles nix, die Medikamentenpause muss wieder sein. Mist. 7 Monate waren jetzt ja echt nicht lange…

    Die Neurologin ist selber in einer Schmerzklinik tätig, kann mich glaube ich deswegen nicht selbst nach Kiel überweisen (sie ist begeistert von Kiel), das erfrage ich alles gleich nochmal. Wenn es bei der Krankenkasse schon mal kein Problem geben sollte, wenn man eine Einweisung hat ist ja super.

    Ich glaube auch wirklich eine gute Ärztin für die Betreuung hier gefunden zu haben, trotzdem würde ich wahnsinnig gerne nach Kiel, an dem umfasssenden Wissen würde ich auch gerne teilhaben.

    Vielen Dank & liebe Grüße
    Susahund

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28228

    Klasse, dass Du eine so engagierte Neurologin vor Ort hast. Manchmal ist halt leider mal eine stationäre Behandlung nötig und es ist gut, dass es die Möglichkeiten dazu heute gibt. Nur als Hinweis, einweisen für eine Klinik kann Dich auch der Hausarzt. 😉

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    susahund
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 134

    Oh ja, ich bin mega glücklich endlich einen fähigen Arzt vor Ort zu haben…hat ja auch „nur“ knapp 30 Jahre gedauert, den zu finden…..Wahnsinn….. trotzdem eben gerne Kiel, dann habe ich glaube ich ein gutes Gesamtpaket.
    Der Hausarzt???? Echt???? Ich dachte ich brauche die Einweisung von einem niedergelassenen Neurologen oder eben Schmerzspezialisten o.ä.
    Das wäre ja genial….

    Danke!!!

    Liebe Grüße
    Barbara

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 28228

    Ja klar kann der Hausarzt auch einweisen. 😉

    susahund
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 134

    Guten Morgen

    inzwischen erschlagen mich die Nebenwirkungen von Toiramat auch eher, ich dachte es geht und man gewöhnt sich daran. So richtig klappt das aber nicht. Bezüglich der Attackenhäufigkeit ist der Effekt bis jetzt auch eher gering, schätze so 2-3 Anfälle weniger im Monat, aber immer noch deutlich über 20 Anfälle. Ich nehme es jetzt 11 Wochen. Meine Neurologin sagt wenn die Nebenwirkungen schlimmer werden oder eben auch nicht besser dann soll absetzen.

    Sie empfiehlt dann Botox, ich hatte das schonmal geschrieben, sie hat das mit mir inzwischen besprochen.
    Was mich wundert, sie spritzen da immer nur 100 Einheiten, haben damit wohl seit Jahren gute Erfolge und erhöhen wohl nur in Ausnahmefällen.

    Kann das tasächlich genauso wirken? Ich habe hier schon quergelesen, auch auf der Seite von Kiel, auch den Link, da steht ja eigentlich ganz klar die Empfehlung ab 155 Einheiten, richtig?
    Wie geht man denn jetzt damit um? Ist der Effekt uU gleich gut?

    Danke und liebe Grüße
    Susahund

    susahund
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 134

    Hallo,

    ich bekomme morgen das erste Mal Botox, jetzt auch doch die geforderten 155 Einheiten.
    Gleichzeitig gehe ich in die Medikamentenpause, das ging jetzt leider nicht vorher, aber der Neurologe meint, es dauert ein bißchen bis sich die Wirkung von Botox entfaltet, von daher wäre der Weg so in Ordnung.

    Bei der letzten Medikamentenpause durfte ich Novalgin nehmen, davon nehme ich inzwischen aber auch zuviel, weil Triptane alleine nicht mehr geholfen haben, dewegen denke ich sollte ich die weglassen, richtig?
    Ich habe hier mal quergelesen, auch den Link über die Medikamentenpause/MÜK.
    MCP darf ich nehmen, wenn ich das richtig verstanden habe, Kortison geht vom Magen her nicht, wäre z.B. Paracetamol oder Diclofenac erlaubt? Habt Ihr sonst noch mit einem Medikament zur Unterstüzung in der Medikamentenpause gemacht?

    Mir graut vor der Medikamentenpause, danach ging es mir aber meist besser, von daher bin ich sehr motiviert. Dann hoffe ich jetzt auf Botox, ich hoffe, dass es richtig ist den Weg zu gehen. Schon ein bißchen unheimlich, aber hier haben gerade wieder so viele geschrieben, wie gut es helfen kann, also traue ich mich jetzt mal!

    Liebe Grüße
    Susahund

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2851

    Liebe Susahund,

    kein Novalgin, kein Paracetamol, kein Diclofenac….

    Bei mir geht Kortison auch nicht. In Kiel habe ich Vomex, Doxepin und Magnesium bekommen. Alles als Infusionen, das hat ganz gut funktioniert.

    Sprich mal mit deinem Arzt, was du schmerzdistanzierend und sedierend einnehmen kannst, wenn es zu schmerzhaft wird.

    LG und viel Erfolg

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7533

    Liebe Susahund,

    Kein Schmerzmittel darf in der Pause genommen werden. Da warst du leider falsch beraten!
    Zur Schmerzdistanzierung eignen sich unter anderem Neuroleptika, wie z. B. Melperon, Atosil usw..

    Lies mal noch ein bisschen mehr hier und bereite dich besser auf die Pause vor, dann kann man es schaffen. Der Arzt sollte dich aber auf jeden Fall adäquat betreuen und kein Schmerzmittel erlauben.

    Viel Erfolg und alles Gute,
    Julia

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 6 Monate von  Julia.