Susahund – auch neu hier- Migräne seit ca. 30 Jahren

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  • susahund
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    Hallo Ihr Lieben,

    ganz herzlichen Dank für Eure Anregungen, Gedanken und Erfahrungen! Dieser offene Austausch hier hilft mir wirklich sehr! Immer wieder fühle ich mich hier verstanden und profitiere von Euren Erfahrungen!

    Liebe Bettina, es war mir so wichtig meine grundsätzliche Einstellung nochmal zu beschreiben, da ich Bedenken hatte, dass das evt. fasch rübergekommen ist.
    Ich habe viel nachgedacht und meine Lösungsansätze sind keine Dauerlösung, das stimmt.

    Wenn ich ehrlich zu mir bin, habe ich tatsächlich noch nicht viel aktiv unternommen. Außer mich auf eine gute Neurologin zu verlassen (was im Vergleich zu vor zwei Jahren schon ein echter Fortschritt ist) habe ich eigentlich noch nichts versucht.
    Wenn ich wählen könnte, würde ich am liebsten erst nach Kiel, für mich die geballte Kompetenz, um zu erfahren, welche Möglichkeiten die für mich noch sehen. Mit diesen Infos ausgestattet könnte ich den Weg mit meiner Neurologin weitergehen.
    Trotzdem könnte auch ein Reha Aufenthalt, den ich so vehement abgelehnt habe, natürlich gut sein. Man weiß ja vorher nicht, was es einem bringen könnte, wenn man es nicht versucht. Und tatsächlich bringen mich „nur Krankschreibungen“ ja nicht wirklich weiter. Sie helfen mir, sie entlasten mich ich der momentanen Situation, aber sie lösen kein Problem. Nach Rücksprache mit meiner Familie ist so eine Reha -ehrlich gesagt- natürlich auch machbar. Die Bremse hier bin wohl ganz allein ich ?

    Das ganze ist wohl wirklich als Prozess zu sehen. Man stößt immer wieder an eine neue Grenze, an der man dann umdenken muss. Von daher schubst mich gerne immer mal wieder an ?

    Rückblickend will meine Neurologin wahrscheinlich nichts anderes von mir, als dass ich darüber nachdenke, ob es nicht noch andere Möglichkeiten für mich gibt.

    Liebe Heika und liebe Katrin,
    ich wollte den Druck, den der Beruf auf mich ausübt, noch nicht so richtig wahrhaben fürchte ich. Dabei habe ich es im Vergleich zu Dir, liebe Katrin, fast noch einfacher mit meinem „uralten“ Vertrag.

    In einem sehr großen, sehr jungen Unternehmen, der nur auf Gewinnmaximierung aus ist, sind Menschen wie ich auch nicht wirklich erwünscht, mal ganz vorsichtig ausgedrückt. Das merke ich auch, wenn ich ehrlich bin, seit längerem. Man „tut mir nichts“, aber man zeigt mir schon, dass ich da nicht mithalten kann. So sehr ich mir das wünschen würde, es geht nicht mehr. Das ist eine Situation, in der man sich auch nicht wirklich wohlfühlt, was am Ende bestimmt auch wieder nicht gut ist für den Kopf.
    Ist es tatsächlich noch die Liebe zum Beruf oder nur die Angst, unter die Räder zu kommen?
    Wie Du richtig beschreibst Katrin, ist man mal raus, wird es umso schwieriger was zu finden.

    Ich suche schon innerhalb des Unternehmens nach einer anderen Tätigkeit, die vielleicht besser zu meinem Kopf passen könnte, das ist leider sehr schwer, da viele Stellen bei uns nicht nachbesetzt werden (Kostendruck) und ich aktuell sicher auch nicht „die erste Wahl“ bin.

    Die Entwicklung meiner Migräne würde für einen progressiven Verlauf sprechen. Der Hinweis war sehr wertvoll für mich, liebe Heika, da ich ja gerne von einem phasenförmigen Verlauf ausgehe und mich vielleicht noch zu sehr darauf versteife, dass es „schon wieder besser wird“. Bedenkt man die Alternative, ist es ein Grund mehr, sich jetzt Gedanken darüber zu machen, wie man zumindest den aktuellen Zustand erhalten kann. Wird es dann trotzdem besser, umso besser ?

    Alle Gedanken und Lösungsansätze sind ein erster Schritt, was davon gut oder schlecht, umsetzbar oder nicht ist muss ich jetzt rausfinden. Das geht nicht von heute auf morgen und ist auch sicher nichts, das man über das Knie brechen sollte. Ich muss jetzt dran bleiben!

    Ich wünsche allen ein schönes Wochenende!

    Liebe Grüße
    Susahund

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Susahund,

    brich nichts übers Knie, aber schön, dass Du konstruktive Gedanken aufnimmst und sie mal von allen Seiten betrachtest. Auch wenn man meint, kaum mehr Kraft zu haben, sollte man das letzte Bisschen mobilisieren in Aktionen, die einem wieder eine bessere Gesundheit verschaffen können. Der Weg kann lang scheinen und ist es vielleicht auch, aber startet man erst mal, ergeben sich fast täglich kleine Fortschritte und man kann diesen Weg in Ruhe weitergehen. Es kann dann nur noch besser werden, denn wie Du richtig erkannt hast, ist Migräne eine progressiv verlaufende Erkrankung.

    Ich drücke Dir alle verfügbaren Daumen für einen guten Neuanfang. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    heika
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    Liebe Susahund und alle,

    die rasanten und oft leider auch negativen Entwicklungen in unserer Gesellschaft stellen viele vor große Herausforderungen, auch Gesunde. An allen Ecken und Enden wird rationalisiert, eingespart, frei gewordenen Stellen werden nicht mehr besetzt. Die technischen Möglichkeiten werden immer ausgetüftelter und immer weniger Menschen sollen dadurch immer mehr leisten. Die fortschreitende Digitalisierung wird in gewissen Berufen in den nächsten Jahren viele Arbeitskräfte überflüssig machen. Da rollt ein riesengroßes Problem auf uns zu, das in den Medien nur noch nicht angekommen ist.

    Auch Gesunde kommen in ihrem Berufsleben mit den vielen Neuerungen, den immer neuen Auflagen und Vorschriften und Gesetzen, ständigen Programmänderungen und einer extremen Bürokratie schon oft an ihre Grenzen. Egal, wo ich hinschaue, ist das Berufsleben viel anstrengender geworden, Ausnahmen gibt es natürlich. (Deshalb habe ich einen sehr dicken Hals, wenn unseriöse Heilpraktiker die Hoffnungen schwer kranker Menschen ausnützen und diesen ihr eh schon mühsam verdientes Geld in Mengen aus der Tasche ziehen.)

    Es ist für alle Seiten eine große Herausforderung, mit einer schweren Schmerzerkrankung seinen „Wunschberuf“ unter für uns guten Arbeitsbedingungen ausüben zu können. Es lohnt sich immer, die Augen offen zu halten und darum zu kämpfen, denn einige Erleichterungen, Verbesserungen, Veränderungen sind oft leichter möglich, als wir manchmal denken.

    Und bei allem sollten wir unser Zutrauen und den Mut nicht verlieren. Denn zu sehr in Watte packen sollten wir uns auch nicht. Julia hat das anderer Stelle schon prima ausgedrückt. Wenn wir uns zu sehr „schonen“, uns nichts mehr zutrauen, aus Angst vor mehr Migräne nichts mehr mutig anpacken, wird die Hemmschwelle immer größer und die normalen Belastungen erscheinen uns auch immer schlimmer, die Schwelle, dass wir uns gestresst fühlen, sinkt.

    – Das meine ich jetzt übrigens allgemein, ist alles nicht auf dich persönlich bezogen. Es ist einfach ein Thema, das mich stark beschäftigt, bin ja selber auch betroffen.

    Dir auch von meiner Seite aus alles Gute beim Finden des für dich optimalen Weges!

    Liebe Grüße
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 4 Monate von  heika.
    Katrin
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    Liebe Susahund,

    gerade habe ich mir deinen Beitrag vom 4. März nochmal durchgelesen und wollte dir nur kurz rückmelden, dass ich die Bewegung, die bei dir jetzt passiert, beim Lesen deiner Zeilen spüren kann.

    Alle Gedanken und Lösungsansätze sind ein erster Schritt, was davon gut oder schlecht, umsetzbar oder nicht ist muss ich jetzt rausfinden. Das geht nicht von heute auf morgen und ist auch sicher nichts, das man über das Knie brechen sollte. Ich muss jetzt dran bleiben!

    JEDER Weg beginnt mit dem ersten Schritt! Ich finde es super, dass du jetzt in deinem Tempo sortierst, ordnest, dich orientierst!

    Alles Liebe
    Katrin

    Viva la Vida! ?

    susahund
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    Guten Abend zusammen,

    einen Anfall mit 3 Tagen Dauer habe ich immerhin noch ohne Triptane mit Vomex und Amitriptylin geschafft.

    Jetzt habe ich das Problem, dass bei mir die Sumatriptan 100 in Kombination mit Naproxen 500 nicht mehr gut wirken. Ich muss immer noch 2xNovalminsulfon 500 oder 4xAspirin 250 dazu nehmen. Das dauert Stunden, bis ich den Anfall im Griff habe und es hält nur ca. 16 Stunden. Da ich seit 3 Tagen im unteren Hinterkopf ein ca. faustgroßes Areal habe, dass eher wie starke Kopfschmerzen weh tut und dann in einer Migräne endet, habe ich die letzten 2 Tage noch zusätzlich Ibuprofen morgens genommen. Ich dachte, ich kann den Migräneanfall dadurch verhindern.
    Jetzt bin ich platt und ziemlich ratlos. Aushalten kann ich nicht mehr, weil ich da zeitlich nicht hinkomme bis Montag früh.

    Was kann ich denn jetzt tun bei täglicher Migräne?

    Ich habe nach Arcoxia statt Naproxen gefragt, das bekomme ich nicht verschrieben, weil man da einen anderen Diagnoseschlüssel oder sowas braucht (ich glaube Rheuma und das habe ich ja nicht). Auch nach dem Ondansetron gegen das ewige Erbrechen kann man mir wohl nicht aufschreiben, man hat mir gesagt, dass das wohl nur postoperativ gegeben wird.

    Ich muss Montag früh in die Arbeit, was kann ich denn noch nehmen, was besser helfen könnte?

    Ich habe bald alles für Kiel zusammen, spätestens Mittwoch hoffe ich kann ich alles losschicken.

    Liebe Grüße
    Susahund

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Susahund,

    wenn die Akutmedikation nicht mehr so gut wirkt, könnte das ein Anzeichen dafür sein, dass Du in letzter Zeit zu oft behandelt hast. Muss noch nicht gleich MÜK werden, aber wenn irgendwie möglich, weiter mit Sedierung, bzw. Amitriptylin versuchen.

    Der Arzt kann Dir alles aufschreiben und dann muss es auch die Kasse übernehmen. Ondansetron wird bei schwerem Erbrechen verschrieben und da darf man dem Arzt auch keine Vorgaben machen von den Kassen her. Kann ich nicht verstehen, dass er es Dich nicht mal testen lässt.

    Vielleicht lässt die Migräne ja morgen deutlich nach, so dass Du Montag wieder gesund zur Arbeit kannst? Ich wünsche es Dir sehr.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    susahund
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 134

    Guten Morgen,

    ich verstehe auch nicht, warum ich die Sachen nicht verschrieben bekomme. Die Triptan-Spritzen habe ich auch nicht bekommen. Da ich jeden Tag Migräne ist das wohl zu teuer.

    Ich gehe natürlich morgen arbeiten.
    Vor meiner Krankschreibung hatte ich auch schon jeden Tag Migräne und musste mich oft schon in der Arbeit übergeben. Deswegen war ich unter anderem glaube ich auch so k.o. und bin zum Arzt.
    Wegen der Sedierung habe ich mich nur getraut, gleich morgens um 8 Uhr in der Arbeit MCP 10mg oder Vomex 50mg zu nehmen, damit ich um ca. 13:30 Uhr wieder mit dem Auto heimfahren kann. Oder auch nur Iberogast, um den Magen zu beruhigen. Beides hat nicht funktioniert.

    Gibt es eine andere Möglichkeit, das Erbrechen wenigstens auf der Arbeit zu verhindern? Auch, damit das Triptan und alles andere überhaupt eine Chance hat zu wirken.

    Liebe Grüße
    Susahund

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Susahund,

    Da ich jeden Tag Migräne ist das wohl zu teuer.

    Hier gehts aber nicht nur um den Preis, sondern auch um die Tatsache, dass nicht täglich behandelt werden sollte. Sonst ist ein MÜK die Folge und dann ist das nächste Problem da.

    Gibt es eine andere Möglichkeit, das Erbrechen wenigstens auf der Arbeit zu verhindern? Auch, damit das Triptan und alles andere überhaupt eine Chance hat zu wirken.

    Wenn weder MCP noch Vomex funktionieren, müsste der Arzt Dir andere wirksame Medizin aufschreiben. Ich würde noch mal das eindringliche Gespräch suchen, oder sonst doch den Arzt wechseln, wenn Du nicht gut betreut wirst.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Ruth
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    Hallo Susahund,
    also anscheinend bin ich keine typische Migränikerin !
    Hart im Nehmen und noch mit dem Kopf unterm Arm zur Arbeit- das hätte ich nicht gekonnt. Wie schafft man da zu arbeiten ? mit Übelkeit, Erbrechen und starken Schmerzen ? Als ich halbtags im Büro gearbeitet habe, kam die Migräne immer erst brav abends- und auch nur episodisch. Und als ich dann zurück bin in meinen Beruf als Altenpflegerin, wurde sie schnell chronisch und ich musste EM Rente beantragen.
    Da hätte ich keinen Arbeitstag mit Migräne durchgestanden.
    Aber die Menschen sind verschieden.
    LG Ruth

    susahund
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    Hallo Ruth,

    wenn ich gleich morgens Migräne habe muss ich auch daheim bleiben.

    Dass ich so schnell erbreche ist bei mir relativ neu und ich weiß ehrlich gesagt auch nicht wie ich das machen soll. Teilweise wusste ich nicht mal, wie ich so heimfahren sollte. Warum ich aktuell nicht krankgeschrieben werde verstehe ich auch nicht. Auch wenn die Krankschreibung keine Dauerlösung ist würde es mir gerade trotzdem sehr helfen.

    Heute hatte ich Glück, es geht gerade erst los, ich lege mich jetzt hin.

    Liebe Grüße
    Susahund

    susahund
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    Beitragsanzahl: 134

    Guten Abend zusammen,

    endlich habe ich alles zusammen und konnte heute meine Unterlagen nach Kiel losschicken ?
    Per Einschreiben, damit ich nachgucken kann ob alles angekommen ist ?

    Ansonsten schlage ich mich wacker in der Arbeit, bis jetzt hat die Migräne brav bis nachmittags oder abends gewartet, so konnten ich mich ins Bett verziehen und die Medikamente wirken lassen. Am Wochenende habe ich ausgehalten.

    Ich hoffe sehr, dass das mit Kiel klappt!

    Liebe Grüße und einen schönen Abend,
    Susahund

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Susahund,

    ich drücke die Daumen, dass alles gut klappt. Dass die Wartezeit lang ist, weißt Du ja.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    susahund
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    Hallo zusammen,

    ich bin jetzt seit 4 Wochen wieder arbeiten.
    Alles läuft eigentlich wie erwartet. Nicht gut, aber irgendwie geht es.
    Nach wie vor habe ich jeden Tag Migräne, mit 2 Ausnahmen seit ich arbeite. Wenn ich arbeite, muss ich Medikamente nehmen. Anders geht es wirklich nicht, weil ich aktuell auch noch schnell erbreche. Das wird gerade etwas besser glaube ich (hoffentlich), das schwankt bei mir auch so phasenweise.

    Am Wochenende und an den Freitagen (wenn es erst nachmittags losging) habe ich keine Medikamente genommen. Jetzt bin ich k.o. und habe gestern auch ein Triptan und Naproxen genommen, trotz Wochenende.

    Das Amitritylin läßt mich besser schlafen (was schonmal prima ist!!), ansonsten merke ich nicht viel davon.

    Ich werde das Gefühl nicht los, dass das ja keine Dauerlösung sein kann. Ich mach mir auch immer noch ein bißchen Sorgen wegen der vielen Tabletten. Es geht schon alles irgendwie, aber ich bin wirklich ganz schön k.o.

    Meine Ideen bzgl. Sabbatical und/oder Stunden reduzieren sind leider erstmal nicht so gut angekommen beim Arbeitgeber, so einfach ist das idR auch nicht, aber ich versuche das weiter.

    Wollte mich nur mal zurückmelden…

    Euch allen ein schönes und sonniges Wochenende!

    Liebe Grüße
    Susahund

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Susahund,

    Das Amitritylin läßt mich besser schlafen (was schonmal prima ist!!), ansonsten merke ich nicht viel davon.

    Seit wann nimmst Du Amitriptylin und wie hoch dosiert?

    Tut mir leid, dass es Dir so schlecht geht. Wenn eine Prophylaxe nicht ausreichend wirkt, sollte eine andere versucht werden.

    Meine Ideen bzgl. Sabbatical und/oder Stunden reduzieren sind leider erstmal nicht so gut angekommen beim Arbeitgeber, so einfach ist das idR auch nicht, aber ich versuche das weiter.

    Ich könnte mir vorstellen, dass das grundsätzlich nicht freudig begrüßt wird vom Arbeitgeber, da er dann doch wieder neu organisieren muss. Aber wenn es grundsätzlich möglich wäre, würde ich da auch dranbleiben. Daumen sind gedrückt.

    Liebe Grüße
    Bettina

    susahund
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    Liebe Bettina,

    ich nehme inzwischen 20 Tropfen (ca. 40mg wenn ich mich nicht täusche). Bis zu 50mg soll ich hochdosieren, schrittweise, ein bisschen Luft nach oben ist da noch.
    Meine Neurologin beruft sich jetzt immer auf den Aufenthal in Kiel und will nichts Neues mehr versuchen. Ich soll jetzt einfach so weitermachen. Auch mit den vielen Tabletten sieht sie bis Kiel kein Problem. Kiel dauert nur wie es aussieht noch etliche Monate.

    Der Arbeitgeber muss sich natürlich auch erst überlegen, wie es machbar und umsetzbar ist, natürlich. Das kann ich auch gut verstehen. Ich lass die jetzt mal in Ruhe überlegen und suche dann nochmal das Gespräch.

    Gestern war dann eigentlich sehr schön. Dank gut wirkendem Triptan und Naproxen hatte ich einen schönen Samstag. Wir konnten einiges erledigen und den Rest des Tages im Schatten mit Blick auf die Frühlingssonne genießen.

    Wenn ich auch am Wochenende Medikamente nehme bekomme ich nur keinen Tag ohne Medikamente mehr dazwischen. Andererseits möchte ich am Wochenende auch gerne Zeit mit meiner Familie haben. So wie gestern, es war wirklich ein schöner Tag. Ich kann das nicht immer „auf deren Rücken“ austragen. Andererseits sitzt einem dann wieder die 10/20 Regel im Nacken, von der ich sowieso weit entfernt bin, obwohl ich tue was ich kann.

    Ich hoffe jetzt auf Kiel und die Impfung Ende des Jahres.

    Hier in Bayern ist wunderschönes Frühlingswetter, sonnig, aber nicht zu heiß.
    Ich wünsche Euch allen einen schönen Sonntag!

    Liebe Grüße
    Susahund

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Susahund,

    es war gut und richtig, dass Du den Tag mit der Familie genossen hast. Man kann nicht immer auf das Schöne verzichten, das schlägt aufs Gemüt.

    Amitriptylin kann auch höher dosiert werden, ist also noch gut Luft nach oben. Manche brauchen halt eine höhere Dosierung, vielleicht gehts Dir dann insgesamt besser.

    Dann kommt bald Kiel und die Impfung – lauter neue Optionen.

    Alles Liebe,
    Bettina

    susahund
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    Guten Abend,
    ich hatte meine Unterlagen nach Kiel geschickt, bekomme ich da eine Bestätigung, dass ich aufgenommen werde und eine ungefähre Wartezeit?
    Telefonisch hat man mir 6-8 Monate genannt, ich weiß jetzt aber nicht ab wann.
    Wahrscheinlich kommt man ja erst nach einer Zusage auf die Warteliste, oder?

    Lieben Dank und einen schönen Abend,
    Susahund

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Susahund,

    bitte um etwas Geduld. Die Unterlagen müssen erst gesichtet und auf Vollständigkeit geprüft werden. Dann wird in der Ärztekonferenz der Fall vorgestellt und danach erhältst Du eine Nachricht, dass die Unterlagen vollständig sind und Du aufgenommen wirst. Der genaue Termin wird Dir ca. drei Wochen vorher mitgeteilt. Du brauchst Dich also um nichts mehr zu kümmern und nur abzuwarten. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    susahund
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    Hallo zusammen,

    ich will mich mal zurückmelden, habe jetzt bewusst versucht, weniger vor dem Rechner zu sitzen außerhalb der Arbeit.

    Alles läuft wie gehabt. Migräne fast jeden Tag, mit etwa 1-2 Ausnahmen im Monat.

    Den Bericht gestern „Angst vor Schmerzen“ habe ich auch gesehen. Jetzt bin ich wiedermal etwas beunruhigt, da ich ja fast jeden Tag Sumatriptan 100 plus Naproxen 500 einnehme.

    Ich habe das Gefühl, das sich außer mir niemand Sorgen um den Tablettenkonsum macht.
    Ich bin wieder voll beladen aus der Apotheke gekommen.
    Bitte nicht fasch verstehen, ich bin dankbar für meine Akutmedikation, hatte aber natürlich gehofft, das weiter an einer evt. Besserung mit mir zusammen gearbeitet wird.
    Die Großpackung Naproxen mit 100 Tabletten und 4 Packungen Sumatriptan sind toll im Hinterkopf zu haben, aber ich scheue mich immer mehr vor der Einnahme.

    Ich versuche immer Freitags und Samstags keine Medikamente zu nehmen, das schlaucht ganz schön und ist am Ende ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber immerhin. Sonntag muss ich schon wieder was einnehmen, da ich den Anfall bis zur Arbeit Montag früh nicht durch bekomme.

    Mich wundert einfach, dass diese vielen Tabletten so von den Ärzten toleriert werden. Heißt ja für mich am Ende, dass ich da offensichtlich einfach durch muss.

    Aus Kiel habe ich noch nichts gehört, muss mich aber auf 6-8 Monate Wartezeit einstellen.
    Deswegen weiß ich gerade nicht so richtig, wie ich weiter vorgehen soll.

    Allen einen schönen Tag & liebe Grüße
    Susahund

    sternchen
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    Liebe Susahund,

    du mußt jetzt erst einmal auf eine Antwort von Kiel warten. Du hast alle Unterlagen eingereicht, und kannst jetzt erst einmal nichts mehr machen.

    Den Beitrag habe ich auch gesehen. Es sollte aber wohl eher darauf hingewiesen werden, dass niemand unüberlegt und unverantwortlich Schmerzmittel einnehmen sollte. Für all die, bei denen Schmerzmittel zu ihrer Therapie gehören, kommt schnell der Zweifel und die Angst bzgl. ihrer Medikation auf.

    Diesen Schuh solltest du dir nicht anziehen. Es gibt bei dir eine Diagnose. Du nimmst kein Schmerzmittel um dich sportlich fit zu machen.

    Natürlich sollte auch bei dir der Schmerzmittelkonsum gedrosselt werden. Auf Dauer sollte die 10/20 ger Regel eingehalten werden. Um dieses Ziel zu erreichen brauchst du aber erst einmal eine gute Therapie, damit du eben nicht einfach nur aushalten mußt. Diese Therapie wirst du in Kiel bekommen. Außerdem wirst du in Kiel genau darüber informiert, wann und wieviel du von welchen Mitteln nehmen darst/sollst. Solange mach dich nicht verrückt.

    Ich wünsche dir alles Gute, und ein schmerzarmes Wochenende.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Susahund,

    Sternchen hat Dir ja bereits geantwortet und Dich vielleicht auch beruhigen können. Zudem folgt „bald“ die Aufnahme in Kiel und das ist sehr wichtig für Dich.

    Den Bericht gestern „Angst vor Schmerzen“ habe ich auch gesehen. Jetzt bin ich wiedermal etwas beunruhigt, da ich ja fast jeden Tag Sumatriptan 100 plus Naproxen 500 einnehme.

    Ich habe das Gefühl, das sich außer mir niemand Sorgen um den Tablettenkonsum macht.

    Jeden Tag Triptane und Schmerzmittel führen unweigerlich in einen MÜK, da kann nur noch eine konsequente Pause helfen. Hattest Du schon mal eine Pause zu Hause durchgezogen? Wenn ja, solltest Du jetzt schon daran denken, sonst wirkt bald gar nichts mehr.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    PS: Bitte checke mal Deine Mail, Postfach scheint voll.

    susahund
    Teilnehmer
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    Hallo Sternchen, hallo Bettina,

    vielen Dank für Eure Antworten, ich bin schon ein bisschen beruhigter ?

    Es bleibt mir wohl nichts übrig, als auf Kiel zu warten. Bei täglichen Tabletten und 6-8 Monaten Wartezeit macht mich das schon ein bisschen nervös. Das macht es aber auch nicht besser, stimmt schon. Außerdem bin ich sehr froh, überhaupt endlich alle überzeugt zu haben, so dass ich alle Unterlagen einreichen konnte.

    Ich habe schon einige Pausen daheim durchgestanden. Da es bei den letzten beiden Pausen gar nichts gebracht hat in Bezug auf die Häufigkeit, bekomme ich aktuell keine Krankschreibung mehr dafür.
    Ohne Krankschreibung schaffe ich das auf gar keinen Fall, das brauche ich nicht mal versuchen. Ich habe bald eine Woche Urlaub und ich überlege jetzt, ob ich die dafür hernehme, in Absprache mit meiner Familie. Das wäre ja immerhin schonmal eine Woche ohne Medikamente.

    Ich nehme noch das Migravent Classic in der auf der Packung empfohlenen Dosis, das könnte ich noch hochdosieren um näher an die in Kiel empfohlene Dosis zu kommen. Wäre noch ein Versuch, oder?
    Mal gucken, ob mein Magen das mitmacht.

    Mit dem Magen habe ich aktuell wieder ziemlich Probleme, das könnte evt. auch an den vielen Tabletten liegen? Ich habe jetzt wieder um das Rezept für einen Magenschutz gebeten.

    Herzlichen Dank und liebe Grüße
    Susahund
    PS: Meine Mailbox habe ich geleert, danke und sorry!

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Susahund,

    Ohne Krankschreibung schaffe ich das auf gar keinen Fall, das brauche ich nicht mal versuchen. Ich habe bald eine Woche Urlaub und ich überlege jetzt, ob ich die dafür hernehme, in Absprache mit meiner Familie. Das wäre ja immerhin schonmal eine Woche ohne Medikamente.

    Ohne Krankschreibung wird das auch nix, da das Nervensystem nicht runterfahren kann. Ich an Deiner Stelle würde im Urlaub eine kleine Pause machen. Du brauchst halt auch die passende Begleitmedikation dazu.

    Ich nehme noch das Migravent Classic in der auf der Packung empfohlenen Dosis, das könnte ich noch hochdosieren um näher an die in Kiel empfohlene Dosis zu kommen. Wäre noch ein Versuch, oder?
    Mal gucken, ob mein Magen das mitmacht.

    Ist einen Versuch wert! Ganz langsam hochdosieren, dann sollte der Magen das auch mitmachen. Deine jetzigen Magenprobleme „könnten“ mit dem Medikamentenübergebrauch zu tun haben. Besser, hier nicht nur auf Selbstmedikation setzen, sondern den Arzt um Rat fragen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    susahund
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    Hallo zusammen,

    juhu, mein Brief aus Kiel ist da und ich stehe auf der Warteliste ?
    Wie lange es ungefähr dauert steht in dem Brief leider auch nicht, aber da lasse ich mich jetzt überraschen. Jetzt weiß ich immerhin definitiv, dass es überhaupt klappt.

    Ich hatte hier mal gelesen, was man da so braucht und was man am Besten mitnimmt (Crocs etc.), das finde ich nicht mehr. Weiß jemand, wo das steht?
    Dann kann ich da schonmal ein bißchen stöbern ?

    Und noch ein Frage habe ich.
    Ich habe in dem Buch von Prof. Göbel die einzelnen Triptane mal wieder nachgelesen und habe mir einmal Relpax (Eletriptan) verschreiben lassen.
    Die sollen von den Nebenwirkungen her ja doch besser sein als Sumatriptan, wenn ich das richtig gelesen habe.
    Stattliche 25 Euro Zuzahlung für 6 Tabletten…puuuuh….bin etwas erschrocken….

    Bei meinem aktuell sehr hohen Verbrauch wäre das ganz schön viel Geld pro Monat.
    Sind die für den Körper wirklich so viel besser, dass man das investieren sollte?
    Hat da jemand Erfahrungen? Oder kann ich, wenn ich keine bessere Wirkung feststelle, beruhigt bei dem Sumatriptan bleiben?

    Bald starte ich in meine Kurzpause, ausgestattet bin ich mit Amitriptylin, das werde ich da ggfs etwas höher dosieren und hoffe, dass ich durchhalte. Das Relpax würde ich dann erstmals nach der Pause versuchen.

    Liebe Grüße an Euch alle,
    Susahund

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Susahund,

    klasse, dass Du schon Nachricht hast und weißt, dass Du aufgenommen wirst. Es kann nun noch einige Monate dauern bis zur Aufnahme, aber Du wirst rechtzeitig informiert.

    Wenn Du mit Sumatriptan gut klar kommst, besteht überhaupt kein Grund für einen Wechsel. Sumatriptan und Eletriptan sind ähnlich vom Nebenwirkungspotential. Weniger Nebenwirkungen haben die ganz sanften Triptane wie Allegro (Frovatriptan), Almogran (Almotriptan) und Naramig (Naratriptan). Aber sie wirken bei schweren Attacken oft nicht zuverlässig genug. Also nimm nur Dein Sumatriptan, das bei Dir gut und zuverlässig wirkt. Für den Körper sind alle Triptane gleich „gut“.

    Hier kannst Du schon mal ein wenig lesen, war es vor dem Aufenthalt zu beachten gibt und auch, was man mitnehmen kann: https://headbook.me/groups/termin-in-der-schmerzklinik-kiel/forum/

    Liebe Grüße
    Bettina

    susahund
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    Hallo Ihr Lieben,

    melde mich ganz kurz aus der Mimi-Medikamentenpause. Bin ziemlich k.o..
    Wisst Ihr, wie hoch ich das Amitriptylin in einer Pause dosieren darf?

    Ich habe immer 10 Tropfen abends genommen, bei 2 mg pro Tropfen so 20 mg? So hat mir das mein Arzt zur Prophylaxe gesagt. Das bringt jetzt in der Medikamentenpause nicht wirklich was.
    Darf ich da mehr einnehmen?

    Herzlichen Dank!
    Liebe Grüße
    Susahund

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Susahund,

    die Dosierung des Amitriptylin richtet sich natürlich immer nach der individuellen Empfehlung Deines behandelnden Arztes. Aber grundsätzlich gesagt sind 10 Tropfen noch eine sehr geringe Dosis, die durchaus versuchs- und tropfenweise noch weiter gesteigert werden kann.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    susahund
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    Liebe Bettina,

    ganz lieben Dank für Deine immer prompten Antworten ?

    Ich hätte wohl die „Keule“ Amitriptylin als Dosis gebraucht, das habe ich mich jetzt aber nicht getraut….

    Wie geplant habe ich 8 Tage ohne Medikamente geschafft. Heute leider gleich wieder so ein Anfall, der nur durch Sumatriptan, Naproxen und Novalminsulfon noch hinterher halbwegs in den Griff zu bekommen war. Doof. Jetzt habe ich das Gefühl, dass es nichts gebracht hat und die Tabletten immer noch schlecht wirken. Jetzt ist mein schöner Urlaub dafür drauf gegangen. Aber besser 8 Tage ohne Medikamente als nichts.

    Was mache ich denn jetzt nur, wenn die Tabletten weiter so schlecht wirken?

    Mein Arzt lehnt sich gerade eher zurück und meint, wir gucken jetzt mal was die in Kiel machen. Ich soll einfach so weitermachen. Oder aufhören zu arbeiten und zu einem Psychotherapeuten gehen.
    Die Medikamentenpausen mache ich auch immer alleine, ohne ärztliche Betreuung.
    Seit sie merken, dass sie bei mir nicht so weiterkommen wie erhofft, sind sie dort eher zurückhaltend. Bin ein bisschen enttäuscht wenn ich ehrlich bin.
    Gefühlt werfe ich nur noch wild durcheinander Tabletten ein und niemanden interessiert es.

    Nicht falsch verstehen, ich habe unglaublich viel geändert in den letzten zwei Jahren, lebe ziemlich entstresst inzwischen, entspanne regelmäßig, bewege mich so gut es geht. Eigentlich finde ich ganz gut, wie ich mein Leben an die Migräne angepasst habe und trotzdem zufrieden bin. Vor zwei Jahren habe ich noch ganz anders „getickt“. Ganz aufhören zu arbeiten will ich aktuell nicht. Was nichts daran ändert, dass ich diese täglichen Anfälle mehr und mehr als zermürbend empfinde.

    Vorhin habe ich hier wieder gelesen, dass Prophylaxen in einem Medikamentenübergebrauch nicht oder nicht so gut funktionieren. Alle meine Prophylaxen wurden in einem seit inzwischen 2 Jahren bestehenden Übergerbrauch gegeben, inklusive Botox. Mit Ausnahme bei der ersten Behandlung, da bin ich mit dem Botox in die Medikamentenpause gegangen, da hatte ich auch einen deutlichen Effekt, jedenfalls ein paar Wochen. Alle Botoxbehandlungen und sonstigen Prophylaxeversuche wurden in Phasen täglicher Tabletteneinnahmen gestartet.

    Vielleicht können die ganzen Versuche deswegen garnicht helfen? Oder eben nicht richtig helfen?
    Und ich „verspiele“ hier eine Chance nach der anderen?

    Warum ich das Amitriptylin nicht höher dosieren darf weiß ich auch nicht.

    So…ich höre jetzt auf zu jammern und lege mich wieder hin.
    Danke für´s „Zuhören“…

    Liebe Grüße und allen einen schönen Abend,
    Susahund

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27916

    Liebe Susahund,

    es tut mir leid, dass es ambulant nicht mehr wirklich gut läuft bei Dir. Daher ist der stationäre Aufenthalt für Dich sehr wichtig, da man unter stationären Bedingungen viel effektiver und auch nachhaltiger unterstützen kann. Bei Dir scheinen die Ärzte vor Ort am Ende der Fahnenstange zu sein und das kann leider mal passieren bei Verläufen, die etwas aus dem Rahmen fallen.

    Du hast schon das richtige Gespür dafür, dass es so nicht gut und richtig läuft. Wahrscheinlich wirst Du jetzt akut nicht so viel ändern können.

    Warum ich das Amitriptylin nicht höher dosieren darf weiß ich auch nicht.

    Das ist so nicht nachzuvollziehen, aber vielleicht hat Dein Arzt einen Grund für diese Weisung? Diesen soll er Dir aber nennen, damit Du seine Therapie besser einschätzen kannst. Wenn man schwer betroffen ist oder gerade eine schwere Phase durchmacht, kann ein sedierendes Medikament temporär auch mal um einiges höher dosiert werden. Das ist eigentlich auch so üblich während einer Medikamentenpause.

    Bist Du noch krankgeschrieben? Wie soll es jetzt weitergehen laut Deines Arztes?

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    susahund
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 134

    Hallo zusammen,

    liebe Bettina, ich bin nicht krankgeschrieben, habe die Woche Pause jetzt in meinem Urlaub gemacht, ich bin wieder arbeiten.

    Mein Arzt unternimmt leider gar nichts mehr, die einzige Aussage ist nur „wir warten mal, was die in Kiel machen“.
    Die niedrige Dosierung bei Amitriptylin ist üblich, wurde mir gesagt. Ich habe auch erst nur 100 iE Botox bekommen, die sind da anscheinend generell eher zurückhaltend mit der Dosierung. Auch da musste ich viel Überzeugungsarbeit leisten, um 200 Einheiten zu bekommen. Bewaffnet mit Prof. Göbels Buch und Ausdrucken aus dem Netz habe ich es dann beim dritten Termin bekommen. Der Versuch mit Amitriptylin wurde auch nur auf meine Bitte hin unternommen. Die wollten in meiner Schmerzklinik keinen Prophylaxeversuch mehr unternehmen.

    Sie raten eher dazu, den Beruf aufzugeben, aber soweit bin ich noch nicht. So schlimm habe ich das seit ca. 2,5-3 Jahren. Vielleicht sehe ich das mal anders, aber noch hoffe ich, dass sich auch chronische Migräne und Beruf miteinander vereinbaren lassen.

    Auch wenn mir aktuell eine Pause tatsächlich sehr gut tun würde.

    Da das Botox ja wohl besser hilft, wenn man eine Medikamentenpause vorher macht, habe ich überlegt, ob ich vor dem nächsten Botox Termin versuche, mich 2 oder 3 Wochen für eine Medikamentenpause krankschreiben zu lassen.
    Macht das Sinn? Ich muss um die Krankschreibung wieder „betteln“, würde das also nur machen, wenn es was bringen könnte. Aber ich denke, es ist eine Chance, oder? Vielleicht helfen wenigstens die Triptane dann wieder besser und ich kann mir den Medikamentencocktail sparen.

    Dafür wollte ich gerne erstmal in Erfahrung bringen, ob man mir in Kiel ungefähr sagen kann, wann ich für einen Aufenthalt eingeplant bin. Ich hoffe die melden sich nochmal bei mir.

    Wieder so viel Text….tut mir leid….aber ich bin vollkommen ratlos aktuell und ich weiß nicht, wen ich sonst fragen soll.

    Liebe Grüße
    Susahund

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