Und immer wieder was Neues (Elisabeth)

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  • Elisabeth
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 169

    Ich war schon sehr lange nicht mehr hier im Forum. Doch nun bin ich mal wieder 2 Wochen krank geschrieben wegen der Migräne und habe Zeit und genug Leidensdruck mich hier wieder mitzuteilen.
    Seid ca 30 Jahren habe ich schon mit Kopfschmerzen, Spannungskopfschmerz, Migräne und nun anscheinend mit einem analgetischen Kopfschmerz zu tun.
    An mehr als 15 Tagen im Monat habe ich Schmerzen die ich mit Triptanen und Ibu 800 mal mehr mal weniger gut wegdrücke. Zusätzlich nehme ich seid Juli noch Doxepintropfen, die bis jetzt aber nur zur Gewichtszunahme geführt haben.
    Na ja, jetzt soll ich mir eine Klinik suchen, die mir vielleicht besser helfen kann als mein Hausarzt und Neurologe.
    In den ganzen Jahren habe ich schon alles möglich ausprobiert: Betablocker, Antidepressiva, Massagen, walken, Triggerpunktakupunktur, traditionelle chinesische Akupunktur + chinesische Tees, autogenes Training, Muskelentspannung nach Jakobson … Viele hunderte Euros sind dabei drauf gegangen.
    Im Juni hatte ich eine neue Stelle im Kindergarten angefangen, die ich jetzt aber zum Ende dieses Monats gekündigt habe – es war zu stressig ( denn zu Hause habe ich noch einen kranken Mann und eine pubertierende Tochter, riesen Garten …) Heute entscheidet sich ob ich ab November in einem anderen Kiga eine Stelle bekomme, die aber für mich nicht so anstrengend wäre.
    Manchmal kann ich einfach nicht mehr, weil mich die ständigen Schmerzen und Medikamente mürbe machen. Im Haushalt bleibt viel liegen … Ihr kennt das ja sicher auch alle.

    Liebe Grüße

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28002

    Liebe Elisabeth,

    schön, wieder von Dir zu hören. Die Umstände könnten allerdings besser sein. Wenn Du an mehr als 15 Tagen mit Schmerzmitteln behandelst, liegt der Verdacht auf einen MÜK natürlich nahe. Wahrscheinlich wäre es sinnvoller, erst mal eine Medikamentenpause zu machen, da dann höchstwahrscheinlich auch die Prophylaxe besser wirken kann. In dieser Situation wird wohl kaum noch etwas wirken, das ist das Problem.

    Die Überlegung, in eine Klinik zu gehen, würde ich auch unterstützen. Eigentlich wäre der Zeitpunkt jetzt sehr gut. Du arbeitest im Moment nicht und könntest Dir nach dem Klinikaufenthalt auch noch einige Wochen Ruhe gönnen. Wäre es möglich, mit einer neuen Stelle bis nach Deinem Klinikaufenthalt zu warten?

    Liebe Grüße
    Bettina

    muri
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 324

    hallo elisabeth,
    über 15 schmerztage im monat sind eindeutig zu viele!
    und dann nimmst du auch an mehr als 15 tagen schmerzmittel ein? dann bist du wahrscheinlich im MÜK und solltest über einen schmerzmittelentzug nachdenken und anschliessend eine geeignete prophylaxe suchen.
    ich weiss, es ist nicht einfach, aber ich habe es dank dem forum, meines hausarztes und einer neurologin auch geschafft, und sogar ohne klinik (war zu ungeduldig und wollte nicht von zu hause weg).
    hier bekommst du viele tipps und viel unterstützung, wie du von früher sicherlich weißt.

    liebe grüße
    andrea

    Elisabeth
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 169

    Danke für eure Antworten.
    Ich soll in den kommenden 2 Wochen ohne Schmerzmittel auskommen, habe aber ehrlich gesagt richtig Angst wie das wird.
    Die Frage ist jetzt, wie schnell ich einen Platz in einer Schmerzklinik bekomme.
    Der zukünftige Arbeitgeber weiß auch, das ich in der nächsten Zeit dann wegen einem Klinikaufenthalt ausfallen werde. Rein theoretisch ist alles klar, wie es praktisch wird, sehe ich dann.

    Liebe Grüße
    Elisabeth

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5651

    Hallo Elisabeth,

    wenn du ohne Schmerzmittel auskommen sollst, heißt das ja nicht, dass du nicht andere hilfreiche Mittel nehmen darfst. Lies dir doch mal hier im Forum durch, wie das mit einer Schmerzmittelpause abläuft. Da kannst du Cortison nehmen und zum besseren Schlafen auch ein Mittel, so haben das schon viele hier geschafft.

    Lieber Gruß
    Heika

    Ronja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 970

    Liebe Elisabeth,

    ich kenne das Gefühl: ich kann nicht mehr wegen der ständigen Schmerzen auch sehr gut. Mir hat der Klinikaufenthalt in Kiel in dieser Hinsicht sehr viel gebracht, es war sehr hilfreich, einmal nicht „können“ zu müssen, wenn man eigentlich nicht mehr kann. Was das allgemeine Selbstfürsorge-Programm zu Hause betrifft wirkt der stationäre Aufenthalt auch jetzt noch an, indem ich immer weiter das umsetze, was ich insbesondere beim Thema Selbstfürsorge und Krankheitsakzeptanz in Kiel erkannt und gelernt habe.

    Was wurde dir von deinem Arzt angeraten, wie du diese Schmerzmittelpause hinkriegen kannst – das ist ja ein schwierige Unternehmen, also die Migräneattacken aushalten !!! Das ist doch sehr schwierig.

    Herzliche Grüße
    Ronja

    Elisabeth
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 169

    Meine Neurologin hat mir nur gesagt, das ich in den nächsten 2 Wochen keine Schmerzmedikamente nehmen soll. Und ich bin dann auch immer so angespannt, das ich ganz vergessen habe nachzufragen.

    Liebe Grüße
    Elisabeth

    Ronja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 970

    Liebe Elisabeth,

    kannst du nicht einfach morgen nochmal nachfragen bei deinem Arzt, zumindest telefonisch?

    Herzliche Grüße
    Ronja

    Elisabeth
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 169

    Ich war eben bei der Ärztin. Ich soll nach Möglichkeit gar nichts nehmen. Cortison möchte sie mir nicht geben, da sie der Meinung ist das ich einen analgetischen Kopfschmerz habe.
    Jetzt sitze ich hier mit Kirschkernkissen und Japanischem Heilpflanzenöl 😉

    Liebe Grüße
    Elisabeth

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28002

    Verstehe ich Dich richtig: Die Ärztin meint, dass Du einen MÜK hast, möchte Dir aber trotzdem kein Kortison geben. Das kann ich nicht nachvollziehen, oder Du hast Dich verschrieben.

    Frag doch nochmal nach und bitte um Medikamente, die die Pause unterstützen können: Diazepam, Melperon, Vomex. Kirschkernkissen und Japanisches Heilpflanzenöl können zwar gelegentlich minimal unterstützen, nehmen Dir aber nicht die Umstellungsschmerzen. Ich fürchte, Du bist nicht so optimal beraten.

    Ich vertrage z.B. überhaupt keine Wärme im Nacken, da sie die Migräne triggern würde und Gerüche kann ich sowieso nicht ertragen. Diese beiden Tipps wären für mich ein schlechter Witz.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Elisabeth
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 169

    Ich habe sie eben extra darauf angesprochen und sie meint Cortison würde nur bei der „klassischen“ Migräne helfen. Dafür soll ich jetzt sehen, das ich schnell einen Klinikplatz bekomme.
    Wärme tut mir immer sehr gut; das Wärmekissen muss aber heißer als der Schmerz sein! Doch mit den roten Flecken im Nacken kann ich gut leben 😉
    Das mit dem Heilpflanzenöl ist auch für mich grenzwertig, denn ich bin im Moment seeeeehr geruchsempfindlich.

    Liebe Grüße
    Elisabeth

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28002

    Kortison stoppt die neurogene Entzündung in den Gefäßen. Denen ist es egal, wie sie entstanden ist. 😉 Die Schmerzen werden Dir genommen und trotzdem kann sich das Nervensystem unter dieser unterstützenden Behandlung erholen, Du musst aber nicht unnötig leiden. Hättest Du eine normale Migräne, die von der Attackenzahl noch im Rahmen ist, bräuchtest Du ja keine Pause zu machen. Die Pause wird ja erst dann fällig, wenn Du einen analgetischen Kopfschmerz“, sprich einen MÜK hast.

    Wenn Du unbehandelt die Umstellungsschmerzen aushalten sollst, ist das für Deinen Körper eine Stresssituation, die er nicht wirklich „braucht“. 😉 Dem kann man entgehen, indem man Medikamente gibt, mit denen die verbrauchten Botenstoffe wieder aufgefüllt werden können.

    Bedenke auch bitte, dass Wärme die Gefäße, die bei Migräne schon erweitert sind, noch weiter macht. Vielleicht empfindest Du es objektiv als angenehm, aber prinzipiell ist es eventuell gar nicht so optimal.

    Ich weiß nicht, was ich Dir noch weiter empfehlen könnte, aber eventuell könntest Du Deine Ärztin darauf aufmerksam machen, was auf den Seiten der Schmerzklinik zur Medikamentenpause steht und wie sie optimal durchgeführt werden sollte.

    Alles Gute und sorge gut für Dich! Dazu gehört m.E. auch, Dich nochmals an Deine Ärztin, oder eventuell an Deinen Hausarzt zu wenden. Man kann Dich nicht einfach nur nach Hause schicken mit Kirschkernkissen und Minzöl!

    Liebe Grüße
    Bettina

    Elisabeth
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 169

    Und jetzt kopiere ich meinen Beitrag hierhin 😉
    Danke Bettina!!

    Ist das normal, das beim Entzug die Schmerzen kommen und gehen, in unterschiedlicher Stärke? Ich habe auch den Eindruck das meine rechte Gesichtshälfte geschwollen ist und mir ist es kalt, dabei reiße ich sonst immer alle Fenster auf wegen Hitzewallungen. Am besten ist es wenn ich ganz still auf dem Stuhl sitze und mich so gut wie nicht bewege.

    Liebe grüße Elisabeth

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1739

    Sollen wir der Ärztin anonym die relevanten Seiten aus dem Buch von Prof. Göbel schicken? Das ist ja absurd, dass die Patienten jetzt auch noch ihre Ärzte aufklären müssen. Es ist absurd, aber wahr.
    Regenbogen, knurrrrrrrrrrend

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28002

    Schmunzel, Regenbogen. 😉 Es ist oft so, dass man für sich selbst gut sorgen muss. Das kann man nur, wenn man informiert ist. Man muss auch sehen, dass nicht jeder Arzt alle Kopfschmerzarten parat haben kann (es gibt 251 verschiedene) und daher auch nicht immer sofort auf Anhieb die beste Therapie vorschlagen kann. Da müsste man schon sehr spezialisiert sein und das sind nicht sehr viele.

    Elisabeth, während der Umstellungskopfschmerzen können die verschiedensten Symptome auftreten. Gelegentlich sind sie ohne Hilfsmittel nur sehr schwer zu überstehen. Aber diese Hilfen gibt es ja und die sind nicht nur Minzöl und Kirschkernkissen wie ich zuvor schon geschrieben hatte. Hier brauchst Du bessere Unterstützung.

    Liebe Grüße
    Bettina

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4584

    Lieber Regenbogen, 🙂
    das ist m.E. das geniale hier am Forum. Man kann sich durch´s Internet heutzutage so gut informieren, dann gibt es noch diese Plattform hier, da ist es für Ärzte schwer mitzuhalten. Das wäre vor Jahren noch undenkbar gewesen.
    Aber ich kann Dein knurren gut verstehen. Ich denke in Zukunft wird sich das Arzt/Patientverhältnis noch deutlich ändern. Ärzte müssen Patienten mehr für voll nehmen und Patienten müssen wissen, das Ärzte nicht alles wissen können und sich mehr um ihre Krankengeschichte kümmern. Das alles ist mit unserem jetzigen Gesundheitssystem schwierig, hoffen wir, dass sich alles zum Guten entwickelt.
    Ich wünsche noch einen schönen Abend 🙂 🙂 🙂
    lieber Gruß
    Sternchen

    Elisabeth
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 169

    Sodele, mein lieber Mann hatte eben einen Termin bei unserem Hausarzt und hat ihm dann mein Problem geschildert. Der Hausarzt meint also auch, ich soll nicht so ohne Hilfen entgiften und empfiehlt mir, jetzt einen ambulanten Termin in Kiel zu holen. Dann eventuell einen stationären Aufenthalt und eine weitere Betreuung die die Klinik vorgeben würde, würde er in dann machen. Und ich soll mich jetzt nicht quälen und die Triptane nehmen wenn ich sie brauche.
    Wisst ihr eigentlich wie sehr mich das gerade entspannt -> ER VERSTEHT MICH!

    Liebe Grüße
    Elisabeth

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28002

    Liebe Elisabeth,

    das ist jetzt grad die beste Nachricht des Abends! Super, Du hast einen Arzt gefunden, der Dich versteht und Dich in Zukunft unterstützen wird. Was will man mehr? 😀

    Dann lass es Dir jetzt „gut“ gehen, quäle Dich nicht mehr und kümmere Dich um einen ambulanten Termin. Alles weitere wird Dir dann vermittelt. Dein Mann hat heute sicher ein extra Küsschen bekommen, gell? 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Elisabeth
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 169

    Hallihallo ihr Lieben,
    endlich habe ich Zeit und Ruhe hier mal wieder zu schreiben.
    In meinem Kopf baut sich eine Spannung auf, die sich sicher in ein paar Stunden entlädt Dabei will ich doch heute Abend mit Freundinnen essen gehen … Aber das kennt ihr ja alle.

    Im Oktober 2011 hat mir meine Neurologin geraten in eine Kopfschmerzklinik zu gehen. Der erste Antrag wurde von der Krankenkasse abgelehnt. Und weil ich dann in unserer Familie gebraucht wurde / werde habe ich erst mal alles auf Eis gelegt. Als es mir dann im Januar immer schlechter ging habe ich einen neuen Anlauf beim Rentenversicherungsträger gestartet. Mir wurden direkt 5 Wochen bewilligt und so war ich dann von JUli bis August in einer Klink. Gebracht hat mir das gar nichts! Der Arzt kannte mein Medikament nicht (Zolmitriptan) und ichhatte dcen Eindruck er wusste nicht wo wirklich was er mit mir machen sollte. Die Arbeit wurde dann der Psychologin übertragen. Diese Gespräche waren auch gut, nur wurde alles auf die Psychosomatik geschoben. Ich hatte / habe oft starke Schmerzen im Rücken, Schulter, Nacken … < - "Ihnen sitzt was im Nacken!", war die Antwort. Klar sitzt mir was im Nacken, wem nicht? Da ich auch sehr schlecht geschlafen habe, wurde mit Medikamenten herumprobiert. Von einem bekam ich Kopfschmerzen, vom nächsten wurde ich hellwach. Da habe ich beschlossen, nichts mehr zu
    nehmen, denn ich hatte nicht den Eindruck das de wussten was sie taten.
    Ich habe die 5 Wochen durchgehalten (brauchte mal nicht kochen und putzen ) aber weniger Kopfschmerzen hatte ich da nicht und auch hier laufe ich wieder zur Höchstform auf.

    Im März habe ich mit meinem Hausarzt eine Cortisontherapie gemacht um einmal von den ganzen Medikamenten runter zu kommen. Nach den 3 Wochen ging es knapp 2Wochen gut und alles fing von vorne an.

    Nun sitze ich hier, merke wie es wieder kommt und werde gleich die Küchenschränke aufräumen, damit ich in Bewegung bleibe und schneller als der Schmerz bin.

    Ihr Armen, jetzt musstet ihr euch mein Gejammer anhören – aber ihr seid die Einzigen die mich wirklich verstehen!

    Ich wünsche euch einen schönen Tag,
    Elisabeth

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28002

    Liebe Elisabeth,

    wenn ich so etwas lesen muss, tut mir das wirklich sehr weh. Es wird eine Unmenge an Geld ausgegeben, Du wirst wochenlang in eine Einrichtung geschickt, die mit dem Wort Migräne nichts anzufangen weiß und mir Dir selbst noch viel weniger. Klar, dass sie alles in die Phsychoecke schieben, was sollten sie auch sonst mit Dir machen? Wertvolle Zeit wurde verschwendet, viel Geld beim Fenster rausgeworfen und Du bist genau da, wo Du auch vorher schon warst.

    Ein Migräniker muss in eine spezialisierte Klinik, die ihm/ihr auch helfen kann. Alles andere macht keinen Sinn, sondern ist Auszeit auf Staatskosten. Dass das Gesundheitssystem den Bach runtergeht, braucht keinen zu wundern.

    Jetzt sind zumindest wir beide quitt, denn jetzt durftest Du Dir auch mein Gejammer anhören. 😉

    Eine Bitte hätte ich noch, wenn Du es zeitlich schaffst und die Kraft dafür aufbringen kannst: Schreibe doch an Deinen Rentenversicherungsträger und schildere die für Dich „sinnvolle“ Therapie. Wenn sie kein Feedback erhalten, wird sich nie was ändern können.

    Was machst Du an Verhaltenstherapien, Entspannung usw.? Hast Du eine Prophylaxe, wenn ja, welche?

    Wenn Du jetzt bei beginnender Migräne die Küchenschränke aufräumst, weißt Du, was die Quittung ist. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Elisabeth
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 169

    Liebe Bettina,
    dein „Gejammer“ kann ich voll unterstützen!!!
    Mich an den Rentenversicherungsträger zu wenden, habe ich noch gar nicht bedacht – ist aber ein guter Tipp 🙂
    Als Prophylaxe nehme ich abends 100mg Opipramol. Ich würde sagen, das die Attacken nicht ganz so schrecklich sind aber weniger sind sie auch nicht geworden.
    Ich mache wieder nichts was mir helfen würde. Mir fehlt einfach die Kraft dazu.
    Ich weiß, ich soll an mich denken, schwimmen, walken … Doch mit krankem Mann und Kind + 20 Std. Arbeit in der Woche ist es für mich fast unmöglich. Wobei die Arbeit Spaß macht und mich auch ablenkt.
    Im Abschlussbericht der Klink steht, das ich eine kognitive Verhaltenstherapie machen soll.
    Mein Hausarzt meint, die bräuchte ich nicht. Ich soll etwas machen was mir Spaß macht und mich dadurch fit halten, damit ich fit bin, wenn hier zu Hause alles mal noch schwieriger wird …

    Liebe Grüße
    Elisabeth, die doch die Küchenschränke aufgeräumt hat 8)

    Elisabeth
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 169

    Guten Morgääähn
    viel Neues gibt es nicht, ich muss mir nur mal den Stress von der Seele schreiben .
    Diese Woche ist hammervoll und ich bekomme noch als Krönung meine Periode dazu!
    Gestern habe ich auch nur alles geschafft, da ich schon um viertel vor 4 ein Triptan und um halb 5 eine Ibu 800 genommen habe. Danach war ich zwar todmüde und kraftlos, habe aber mein Tagespensum geschafft.
    Unsere Tochter wurde vorletzten Montag am Knie operiert hat starke Schmerzen (am Montag hätte sie fast wieder ins Krankenhasu gemusst), Therapietermine (der Therapeut meinte gestern das wir da uns jetzt monatelang sehen würden ) ; mein Mann musste beruflich wegfliegen; ….
    Heute abend habe ich Karten für Horst Lichter. Ich gehe da mit meiner Mama hin – habe sie ihr zum 70. Geburtstag geschenkt -> und der wird am Samstag ganz groß gefeiert 3 mal dürft ihr raten an wem irgendwie die Organisation hing/ hängt???…
    Ich habe meinem Mann diese Woche schon vorgeschlagen, dass ich aufhöre zu arbeiten, damit ich mehr Zeit habe mich um alles zu kümmern … Denn mein Mann ist auch krank und ich warte nur auf den Tag wo er zusammenklappt …

    Danke fürs „Zuhören“
    und ich wünsche euch allen einen schmerzfreien Tag
    Elisabeth

    railwaycom
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 850

    oh Elisabeth,
    das hört sich echt Stressig an. Solche Tage / Wochen kenne ich auch zu gute. Ich wünsche dir sehr viel Kraft, Power und vor allem ein Kopf der dich ab nun in Ruhe lassen soll.
    Einer ist immer der doofe an dem so vieles hängen bleibt. Tja da kann ich nicht viel zu schreiben, ich weis ja genau wie du dich Fühlst, denn sowas mache ich auch ab und an durch. Behalte du die Kraft die für deine Familie sehr Wichtig ist. Ich wünsche dir viel Glück.

    Liebe Grüße
    Rail

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Ohweh, liebe Elisabeth, das ist wirklich heftig!
    Ja, macht einen Plan, wie ihr Euer Leben besser managen könnt und daß nicht so viel an Dir hängen bleibt!

    Trotzdem viel Spaß heute abend mit Deiner Mutter! 🙂

    Viel Kraft und alles Gute!
    Liebe Grüße
    Ulrike

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28002

    Liebe Elisabeth,

    atme mal tief durch, morgen ist alles wieder besser. Leider kommt meist alles so zusammen, dass man denkt, mehr geht jetzt nicht mehr.

    Und klar, dass wir solche Sachen organisieren, denn wir könnes es auch meist am besten.
    Bevor wir es anderen lang und breit erklären, haben wir es schon gemacht.

    Viel Spaß heute beim Konzert und morgen mach mal ruhiger. 😉

    Wäre das finanziell möglich, dass Du aufhörst zu arbeiten?

    Liebe Grüße
    Bettina

    Elisabeth
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 169

    Liebe Bettina,
    danke fprüpr deinen Zuspruch
    Den tag hab eich dann mit einem Triptan durchgehalten und es sieht auch so aus. das ich das Konzert noch schaffe 🙂
    Vom finanziellen her, könnte ich eventuell schon aufhören (obwohl jeder € ja gut mitgeht). Mein Mann meint halt das es sich auf jeden Fall für meine Rente lohnt weiter zu arbeiten.
    Andererseits ist die Arbeit auch eine Möglichkeit von den ganzen Problemchen zu Hause abzulenken Ich arbeite im Kiga in einer kleinen gruppe mir einigen U3 – Kindern. Ich habe in den letzten Wochen schon öfter gedacht, das ich bald zu alt dafür bin. Auf den Boden – wieder hoch – Kinder heben/tragen … Das geht gut in den Rücken und landet dann irgendwann wim Kopf 🙁 Und die Lautstärke nervt mich auch immer mehr … Wenn ich nach 4 Std. nach Hause komme, kann ich manchmal nicht mehr und müsste mich eigentlich hinlegen. Aber ich mache brav weiter und weiter und weiter …

    Aber so sind wir doch eigentlich alle hier – oder !? 😉

    Liebe GRüße,
    Elisabeth

    Semi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 811

    Hallo Elisabeth,

    hast du nicht zuvor geschrieben, dass du eine etwas stressfreiere Stelle bekommst, ist das die neue Stelle oder wartest du noch auf die Umsetzung oder wie auch immer? Das Arbeiten mit U3 -Kindern ist ja nicht gerade einfacher, ruhiger oder stressfreier….

    Nun, wenn ich deine Zeilen zur Klinikerfahrung lese, geht mir gerade mal wieder der Hals zu oder schwillt besonders an, aber darüber haben wir uns ja auch schon häufig ausgetauscht, diese elende Psychoschiene, die begleitend sicherlich ihre Dienste tun kann, aber nicht die alleinige heilsbringende Unterstützung ist, wie sie gerne zuweilen vermittelt wird. Man fährt nach Wochen nach Hause, hat sich sicherlich etwas erholt, die Erkrankung hat sich jedoch wenig beeindrucken lassen und man selbst nimmt nun noch eine sehr fragwürdige Aufgabe und Last im Gepäck mit nach Hause, nämlich die, dass man irgendwie selbst schuld ist an der Erkrankung, weil man das, was im Nacken oder sonstwo sitzt, nicht in der Lage ist, abzuschütteln.

    Mich wollten schon ein paar Therapeuten, die meinen Weg bis hierher säumten, vom Schwindel, Migräne und Tinnitus heilen mit dem Hinweis, ich müsse meine Geschichte aufarbeiten, viel analysieren etc., sich über realistische Fakten hinwegsetzend, organische Faktoren schlicht übergehend, gar mit der Organmedizin in harsche Konkurrenz tretend.

    Meine Geschichte heißt: Ommma Migräne, Vater Migräne,Schwester Migräne, ich Migräne und sicher noch weiter nach hinten reichende Verwandte….
    Schwindelerkrankung organisch begründet und bildgebend gesichert, Tinnitus, ja keine Ahnung, ist halt so….

    Vor ca. 10 Jahren war ich in einer neurologischen Reha, hmm, da waren offensichtlich psychosomatische Hellseher am Werk, bis auf eine sehr bodenständige Krankengymnastin. Nach der Reha habe ich, wie Bettina schreibt, meine Krankenkasse und Rentenversicherungsträger mit kritischen Worten informiert, jedoch gabs keine Rückmeldung. Aber dennoch denke ich, ist eine solche Vorgehensweise wichtig, vielleicht hat mein Schreiben zur Wachsamkeit aufgerüttelt, wär ja auch schon mal was.

    Ich kann dir nur empfehlen, dich für Kiel bezüglich deiner Migräne bei der Kasse stark zu machen, zumal du auch schreibst, dass du ca. 15 Migränetage im Monat hast. Ich habe den Umgang mit der Migräneerkrankung regelrecht erfrischend hilfreich erlebt mit sehr gutem Erfolg bis heute, liegt das jetzt ungefähr sechs Monate zurück. Mit erfrischend meine ich, nix Psychoschiene sondern realistischer Umgang mit der neurologischen Erkrankung.

    Vielleicht solltest du doch auf einen Klinikaufenthalt in Kiel hinarbeiten, hier denke ich, könntest du nachhaltig profitieren.

    Lg Semi

    Anonym
    Beitragsanzahl: 1354

    Guten Morgen Elisabeth!
    Auch ich arbeite in einer Kita.
    Hast Du evtl. die Möglichkeit von der Arbeit am Kind, in eine Leitungstätigkeit zu wechseln? Ich weiß ja nicht wieviele Kitas bei Deinem Träger sind, aber bei uns sind es über 50 und da wird öfter mal eine Stelle frei und ja auch intern ausgeschrieben.
    Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich auch mal Leitung war. Die Betonung liegt auf war, 6 Jahre und mich hat es krank gemacht. Aber das ist ja schließlich nicht bei allen so.
    Auf jeden Fall fällt das Heben, Tragen und die Lautstärke dann weg.
    Einen schönen Tag wünsche ich Dir.
    LG
    Dusty

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28002

    Ich kann jeden Satz von Semi unterschreiben! Und lachen musste ich auch wieder über die Schilderungen. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Elisabeth
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 169

    Hallo ihr Lieben,
    ja ich hatte von einer stressfreieren Stelle geschrieben – aber mittlerweile finde ich leider, selbst diese (in Kombination mit den Problemen in der Familie) oft als anstrengend 🙁 . In eine Leitung möchte ich auf gar keinen Fall, da wird es mir schon anders im Kopf wenn ich nur daran denke 😉

    Und meine Geschichte könnte heißen : Papa Kopf, Mama Kopf, beide Brüder Kopf, Tante ganz extrem Kopf …

    Kiel? Gerne – ich packe schon mal den Koffer 🙂
    Nee, im ernst – ich war doch gerade erst weg. Da bezahlt mir doch keiner einen nächsten Klinikaufenthalt , oder? Bzw. wie lange muss ich jetzt warten bis ich wieder einen Antrag stellen kann?

    Liebe Grüße,
    Elisabeth

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