Verspätete Vorstellung (Jasmin)

Ansicht von 30 Beiträgen - 31 bis 60 (von insgesamt 184)
  • Autor
    Beiträge
  • Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2055

    Liebe Jasmin,

    bei vielen Migränikern ist es so, dass gegen Ende einer langen Attacke Triptane nicht mehr richtig greifen. Hast du in diesem Fall schonmal andere Schmerzmittel, z.B. Novalgin, probiert? Diese können in dieser Situation hilfreich sein…

    Ich wünsche euch eine wunderschöne Zeit auf Kreta 🙂 Genieße die Tage, lass die 10er-Regel und die Bedenken daheim und nimm mit, was dir gut tut! 😀

    Urlaub in den Bergen kann anstrengend sein, weil Höhenunterschiede mit großen Unterschieden des Luftdruckes einhergehen. Bei 1000 Höhenmetern zum Beispiel ist das ein Unterschied von etwa 120 mbar. Wenn ein Wetterumschwung mal wieder meinem Kopf zu schaffen macht, findet man hier einen Druckunterschied von vielleicht 30 mbar. Ich liebe die Berge und lasse mir den Urlaub dort nicht nehmen. Ein kleiner Tipp dazu: Je langsamer man an Höhe gewinnt, umso weniger Stress bedeutet dies für den Kopf – ideal ist es, wenn man im Schritttempo aufsteigt (allerdings ist eine Wanderung mit Gepäck auf 1000 Meter auch nicht für jeden Kopf geeignet 😉 ) oder was ich schon gemacht habe, waren mehrere Zwischenstationen auf meiner Reise: Ich hab auf Meereshöhe angefangen, dann auf 400 m, auf 600 m, auf 800 m und zum Schluss auf 1300 m. Das war gar nicht für meinen Kopf geplant, sondern weil es mehrere Örtchen gab, in denen ich gerne 2-3 Tage bleiben wollte – aber dort habe ich den Höhenunterschied zu keiner Zeit bemerkt. Einfach mal als kleine Anregung… 😉

    Ich persönlich lasse meine Migräne bei der Reiseplanung außen vor. Die kommt wie es ihr passt und auch dann, wenn ich zu Hause im stillen Kämmerlein sitze und nichts tue…

    Ich wünsche dir übrigens sehr, dass Botox bei dir anschlägt 🙂

    Liebe Grüße, Tanni

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 379

    Liebe Tanni,
    vielen Dank für deine lieben Worte!!
    Ich arbeite schon lange daran, mir nicht soviel Stress wegen der Medikamenteneinnahme zu machen, es gelingt mir auch schon viel besser. Blöd ist einfach, dass ich auch bei regelmäßig 8x/Monat mit Triptan schon schnell in chronischer Phase lande, vor knapp zwei Wo. habe ich eine Attacke ganz mutig unbehandelt durchgestanden und das war echt heftig, nach langer Zeit mal wieder. Bei mir wirkt auch Vomex kaum noch, obwohl ich es sehr lange nicht genommen hatte. Nunja, das ist jetzt vorbei. Aber nun habe ich auch wieder mehr Respekt wenns losgeht…
    Aber das kennt ihr ja sicher alle.
    Ich bin schon momentan wieder sehr froh, hier auf verständnisvolle Augen und Ohren zu stoßen, denn viele Bekannte sind immer höchst erstaunt, dass ich „sogar“ im Urlaub Migräne habe – als wenn die dann zuhause bleibt.
    Das mit den Höhenunterschieden fand ich jetzt interessant, im letzten Urlaub war es dann sicher ein Fehler, mit dem Lift auf über 1000 m hochzufahren (beim Aussteigen sofort Migräne) und dann runterzufahren, besser wäre dann vermutlich anders herum.
    Doch nun wird es ja erstmal Urlaub im Süden unter schattigen Palmen, ohne Wandern 🙂
    Ich bin schon oft frustriert, wie grottenschlecht meine Kondition geworden ist, vor 10 Jahren ging noch stundenlanges Bergwandern, nun bin ich froh, wenn ich mal 1 Std.spazieren schaffe und bei den vielen Schmerztagen fange ich oft (fast) bei 0 wieder an.
    Doch mehr jammern will ich heute nicht, der Kopf ist ruhig und das ist wunderbar :))

    Lieben Gruß
    Jasmin

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 379

    … Fehlerteufel: vom Berg runterLAUFEN sollte das heißen

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 379

    Hallo nochmal,
    ich habe eine Frage zu Auswirkung von botoxbehandlung: ich habe Ende September meine erste botoxbehandlung gehabt und seit Ende Okt.habe ich öfter das Gefühl als ob eine Attacke beginnt, die dann nicht richtig durchkommt, manchmal mehrmals am Tag vorübergehend mal mehr mal weniger Schmerzen, meist einseitig, die dann weggehen. Bin auch gerade noch in Schmerzmittelpause, da freut es mich besonders. Nun war mir gestern Abend übel, auch heute noch, zusätzlich Schwindel und Kopfdruck sowie totale Müdigkeit, vom Gefühl her wie Migräne ohne starke Kopfschmerzen, nur teils heftige Nackenschmerzen.
    Kennt das jemand? Darf ich hoffen, dass das Botox bei mir anschlägt?
    Lieben Gruß
    Jasmin

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 379

    Hallo Ihr Lieben,
    da ich nicht so recht weiß wohin mit meiner Frage, bleibe ich mal in meinem eigenen Verlauf:
    mich würde interessieren, ob es grundsätzlich ratsam ist, sich bei schwerem Migräneverlauf gegen Grippe (Influenza) impfen zu lassen?
    Ich habe selbst gerade schon 2 Wochen sehr mit einer Influenza zu kämpfen, wie noch nie in meinem Leben, allein in der Wohnung hätte ich das gar nicht geschafft, zusätzlich natürlich sehr viel Kopfschmerzen und tageweise Migräne, durfte dann lt.Neurologin etliche Tage Ibuprofen zum Abmildern nehmen, hatte 1 ganze Woche über 38 Gr.Fieber, was ich sonst nie hatte. Nun bin ich auf dem Weg der Besserung, wenn auch noch lange nicht fit.
    Dabei fühlte ich mich nach meinem Kiel-Aufenthalt im Januar so gut wie sehr lange nicht…
    Da ich derartiges so schnell nicht wieder erleben möchte, meine Frage nach euren Erfahrungen mit Grippe-Impfung. Mein Hausarzt ist grundsätzlich kein Freund davon, aber es heißt ja immer, bei chronischen Erkrankungen, sei es empfehlenswert.
    Kann mir da jemand was raten?
    LG Jasmin

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Liebe Jasmin,

    Grippe und starke Erkältungen können die Migräneattacken triggern, das ist bekannt. Die Impfung wird empfohlen für immunschwache Menschen, Senioren, für Menschen, die in öffentlichen Einrichtungen arbeiten und für chronisch Erkrankte. Natürlich gehört die Migräne da mit dazu, aber nur weil man Migränepatient ist, muss man nicht zwingend gegen Grippe impfen. Du bist nicht mehr berufstätig und wenn Du im Winter auch nicht oft in größeren Menschenmengen unterwegs bist, ist eine Grippeimpfung vielleicht nicht so dringend notwendig.

    Damit ich nicht missverstanden werde – ich bin absolute Impfbefürworterin, setze mich sogar aufklärerisch dafür ein 😉 , aber gegen Grippe lasse ich mich nie impfen. Ich bin dafür nicht anfällig (kann sie natürlich trotzdem bekommen) und fahre weder mit öffentlichen Verkehrsmitteln, noch bin ich in großen Gruppen unterwegs. Sollte sich hier mal was ändern, würde ich auch dagegen impfen.

    Dir jetzt erst mal gute Besserung.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 379

    Danke, liebe Bettina!
    Da ich bislang auch nicht empfindlich für Infekte war, eher als über den Kopf ausgetragen habe, habe ich nie ernsthaft über die Grippe-impfung nachgedacht. Seit zwei Jahren bin ich wieder 1mal/wo.in der Schule tätig, dort also auch regelmäßig mit kleinen „rotznasen“ konfrontiert, trotzdem kaum Ansteckung, nur jetzt eben dieser Virus in heftiger Verlaufsform.
    Ab wann bin ich denn Senior? Ich bin nun 56 j.und körperlich nicht mehr besonders fit durch die vielen Schmerzen der letzten Jahre und sehr eingeschränkte sportliche Betätigung.
    Schade ist, dass ich mich gerade nach Kiel deutlich fitter fühlte und nun wieder „in die Knie“ gezwungen wurde. Aber „wir hier“ sind ja Kummer gewöhnt;)

    Danke für die guten Wünsche!
    LG jasmin

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Hallo Jasmin,

    du fragst nach Meinungen zur Grippeimpfung.
    Hattest du eine nachgewiesene Influenza? Die können ja richtig schlimm verlaufen mit Fieber über 39 Grad bis hin zu vielen Todesfällen jedes Jahr.

    Ich habe noch nie eine Impfung ausgelassen, seit es die Möglichkeit gibt, sich impfen zu lassen. Sie wirkt ja nicht immer und auch manchmal nur abschwächend. Trotzdem bin ich der Meinung, dass, wenn es die Möglichkeit gibt, dadurch, dass man geimpft ist, die Verbreitung zu unterbinden, macht es schon Sinn. Und ohne echte Grippe ist auch schlicht und einfach schöner 😉 !
    Du schreibst, allein hättest du es nicht hingekriegt. Also musstest du in Kauf nehmen, andere Menschen anzustecken.
    Nur, wenn möglichst viele Menschen einen Impfschutz haben, sind auch die geschützt, die bei einer eventuellen Infektion um ihr Leben fürchten müssen. Z.B. auch diejenigen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können.

    Ich plädiere deswegen, und nicht nur aus Eigennutz, dafür, dass sich möglichst alle impfen lassen sollten. Nicht nur gegen die Grippe, die anderen Infektionskrankheiten, wie Masern, sind auch wieder auf dem Vormarsch. Das müsste nicht sein.

    Dir aber erstmal eine gute Erholung von den Strapazen.
    Liebe Grüße,
    Julia

    Rückenwind
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 105

    Die Grippeimpfung ist ja leider oft nicht allzu wirksam.
    Und sie wirkt eben nur gegen die echte Grippe und nicht gegen die viel häufigeren Erkältungen und grippalen Infekte (die die Migräne sicher ebenso triggern können). Das ist eigentlich logisch, wird aber ja doch oft durcheinander geworfen. Du würdest dein Risiko einer so unangenehmen Zeit wie gerade also nur etwas reduzieren können.

    Andererseits ist die Impfung ja meist gut verträglich und so spricht in meinen Augen auch nicht so viel dagegen, auch wenn dein persönliches Ansteckungsrisiko, wie Bettina schon schrieb, nicht so groß ist.

    Da ich als Asthmatikerin und Beschäftigte im öffentlichen Dienst gleich doppelt zur Zielgruppe gehöre und zudem den ‚Spaß‘ mit der Grippe auch schon einmal hatte, lasse ich mich impfen, auch wenn ich um die begrenzte Wirkung weiß.

    @julia: Ich glaube der Herdenschutz funktioniert bei der Grippeimpfung kaum, weil die Wirksamkeit oft so gering ist. Sonst würde sie wahrscheinlich doch flächendeckend empfohlen.

    Rückenwind
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 105

    Ach ja: Seniorin bist du zumindest in dem Punkt „Impfempfehlung“ ab 60 ;).

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5623

    Liebe Jasmin,

    ich lasse mich nicht gegen Grippe impfen und normalerweise bekomme ich auch nur die normalen grippalen Infekte, die nach einer Woche überstanden sind. Doch im letzten Jahr hat mich eine ganz schwere, echte Grippe erwischt, ich war innerhalb von zwei Stunden schwer krank. Und dann habe ich fünf Tage lang Fieber bis knapp 40 Grad gehabt, auch schon morgens, und es ging mir total schlecht. Da versteht man, dass Menschen, die so einem Infekt körperlich nicht viel entgegensetzen können, auch daran sterben können.

    Was ich leider nicht wusste, war, dass man innerhalb von 24 Stunden ab dem ersten Symptom der Grippe ein ganz bestimmtes Grippemedikament nehmen kann, das den Verlauf deutlich abmildern kann. Beim nächsten Mal bin ich schlauer!
    Das funktioniert aber nur bei einer echten Grippe, nicht bei grippalen Infekten. Falls hier jemand nicht wissen sollte, wie man das voneinander unterscheiden kann: Ein grippaler Infekt beginnt langsam, manchmal über Tage hinweg entwickeln sich die Symptome. Eine Grippe entwickelt sich schnell, innerhalb weniger Stunden ist man sehr krank, meist kommen starke Gliederschmerzen und hohes Fieber dazu.

    Weiterhin gute Besserung und einen lieben Gruß,
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 5 Monate von  heika.
    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5623

    Ich seh grad: Am Dienstag, 21.2., um 21.00 Uhr im WDR geht’s auch um Grippe. 🙂

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 379

    Ihr Lieben,
    ich danke euch für eure Stellungnahmen!
    Ja, es war/ist die echte Grippe (Influenza) und ich hatte tatsächlich vorher keine Vorstellung, wie einen das so aus den Schuhen hauen kann, nach immerhin 2 Wo. kann ich ab und zu wieder aufstehen, bin aber noch total unkonzentriert mit weichen Knien etc.
    @heika: die Sendung am Die.werde ich mir mal anschauen, danke für den Hinweis!
    Mein Arzt sagte nun selbst, dass diese Saison offensichtlich der derzeitige heftige Virus nicht von der Impfung erfasst wurde, die Biester mutieren ja zwischendurch auch noch. Doch irgendwie scheint es doch auch Glückssache zu sein, ob und wann es einen erwischt. Aber das Risiko minimieren klingt schon gut, finde ich.

    Leider musste ich nun auch noch meine (gefühlt) gut funktionierende neue Prophylaxe aus Kiel absetzen wg. drastisch gestiegener Leberwerte. Aber ich bin trotzdem zuversichtlich, dass auch diese Phase wieder vorübergeht.
    Lasst es euch gutgehen und immer schön warmhalten 🙂

    Herzliche Grüße
    Jasmin

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Ja, Jasmin, die Grippe kann einen wirklich umhauen, darum kann ich nicht verstehen, warum man sich nicht impfen lässt.

    Ich erinnere mich noch, als sei es gestern gewesen, an die Grippeepedemie 1966/67. Damals gab es kein einziges freies Krankenhausbett in Hamburg, und auch nur deutlich wenige gesunde Pflegekräfte. Da es zu der Zeit in Deutschland noch keinen organisierten Notdienst gab, alles lief per Telefon über die Polizei, gab es für solche Notfälle das sogenannte Schneeballsystem für alle Arztpraxen. Jede Praxis hatte eine Liste, der zubenachrichtigenden Kollegen.
    Gegen Mittag kam der erste Schneeball, alle Praxen müssten sich auf Daueröffnung einstellen, sprich niemand durfte die Praxen schließen. Ging auch gar nicht, die Wartezimmer waren rappelvoll mit schwerkranken Menschen, Grippe überall. Gegen Mitternacht dann der nächste Schneeball, die Krankenhäuser schaffen es jetzt wohl, schließen, wenn möglich, erlaubt.
    Damals, also noch ohne Impfungen starben die Menschen wie die Fliegen.
    Das in ähnlich können wir wieder haben, wenn sich kaum noch jemand schützt. Auch mit unserem besseren Notdienstsystem.
    Das ist keine Panikgeschichte, nur gelebte Realität.

    Lässt denn auch nur eine von uns die Medikamente vor dem Urlaub zu Hause nach dem Motto wird schon nichts passieren, nur weil die Triptane nicht immer hundertprozentig helfen???

    Wünsch alle einen schönen und grippefreien Sonntag,
    und dir Jasmin weiter gute Erholung,

    Julia

    Sina 09
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 45

    Hallo Jasmin,

    ich wollte auch nochmal etwas zum Thema Grippeimpfung zu bedenken geben.

    Bis vor 4 Jahren habe ich mich und meine Familie nicht Grippeimpfen lassen, obwohl ich in einer großen Praxis arbeite und dadurch natürlich mit sehr vielen echten Grippekranken in Kontakt komme. Zum Glück habe ich mich noch nie angesteckt. Vor 3 1/2 Jahren haben dann allerdings meine beiden Kinder im Sommer sehr stark Virusgrippe bekommen. Sie hatten 4 Wochen bis 40 Grad Fieber, starke Glieder- und Kopfschmerzen und leider sind diese Kopfschmerzen bei meinem Sohn bis heute nicht wieder verschwunden, Diagnose: chr. Migräne. Vorher hatte er nur sporadisch mal Kopfschmerzen, die sich aber gut mit Ibuprofen behandeln ließen. Seit der Grippe wirkt leider auch kein Medikament mehr. Von ärztlicher Seite, auch in Kiel wurde gemeint, das sich da durchaus ein Schmerzgedächnis ausgebildet haben kann.
    Seither sehe ich das Thema Grippeimpfung anders und lasse sowohl mich selbst als auch die ganze Familie impfen. Es bleibt natürlich immer ein Restrisiko sich mit einem Stamm anzustecken, der nicht in der aktuellen Impfung enthalten ist, aber besser ein eingeschränkter Schutz als gar keiner.

    Euch allen noch einen schönen sonnigen Sonntag

    Sina

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Liebe Sina,

    Schmerzgedächtnis gibt es im Zusammenhang mit Migräne nicht. Eventuell ist gemeint, dass diese schwere Erkrankung die Migräne stärker zum Ausbruch gebracht hatte?

    Risikopersonen – das sind auch Menschen, die in Arztpraxen usw. arbeiten – sollten sich auf jeden Fall jedes Jahr impfen lassen. Menschen, die keinen Kundenverkehr haben, z. B zu Hause arbeiten, sollten sich individuell vom Arzt beraten lassen. Hier kann man sehr wohl Nutzen und „Risiko“ gegeneinander abwägen, ohne dass andere Menschen durch die eigene Entscheidung einen eventuellen Schaden erleiden würden.

    Für die Kinderkrankheiten (Herdenschutz) gilt, dass es keine Ausnahme geben sollte, grundsätzlich wäre ich sogar für eine Impfpflicht.Es gibt auch schon Tendenzen, dass umgeimpfte Kinder in Kindergärten und Kindergrippen nicht aufgenommen werden, was ich sehr richtig finde.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Liebe Jasmin,

    bei meiner jetzigen Prophylaxe haben sich meine Leberwerte auch erhöht (anfänglich vierfach). Mein Arzt hätte abgesetzt. Ich habe dann in Kiel ein Medikament empfohlen bekommen, Legalon forte. Muss man selbst zahlen, hat bei mir aber ein bisschen was gebracht. Pendele jetzt immer im zwei-bis dreifach erhöhten Bereich, da es nicht schlechter wird, können alle damit leben. Ich will meine Prophylaxe nicht hergeben!

    LG Johanna

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 379

    Hallo zusammen,
    danke nochmal für alle Meinungen! Habe zum Glück die Grippe ohne Antibiose überstanden, war einige Wochen sehr schlapp und gleich nen Atemwegsinfekt hinterher, aber nicht mit so starkem Krankheitsgefühl.

    Nun meine neue Frage: In Kiel wurde ich auf Candesartan plus Trimipramin eingestellt, wobei Candesartan seine Dienst gut tut (weniger Schmerzen). Das Trimipramin musste ich wie berichtet konsequent absetzen wegen astronomischer Leberwerte, die zigfach erhöht waren. Das ist nun über 4 Wo. her, die Leberwerte sind aktuell wieder im Normbereich. Ich hatte gehofft, dass mein Körper sich dran gewöhnt und mich irgendwann trotzdem gut schlafen lässt – sich die nötige Erholung holt, doch das funktioniert leider nicht. Viele Nächte habe ich nur 3-4 Std. geschlafen, jetzt sind es manchmal 5-6 maximal. Dabei wäre für mein Immunsystem sicher auch mehr notwendig, meist kann ich mich nur sehr schlecht konzentrieren, müsste eigentlich meine Steuererklärung machen. Stimmungsmäßig geht es relativ gut, aber die Kräfte, der Schlaf, die Infektanfälligkeit nerven doch sehr.

    Kann mir jemand aus Erfahrung raten, ob der Körper sich nach mehr als 5 Wochen nochmal an das fehlende Antid.gewöhnt? Habe nun ca. 7 Jahre immer etwas zum Schlafanstoßen bekommen (Valdoxan, Trimipramin, Mirtazapin, Doxepin). In dieser Zeit waren sehr große familiäre Belastungen zu bewältigen (Tod meines Ehemannes, seit Jahren große Probleme mit Herkunftsfamilie, gleichzeitig auch Gutes durch neue Partnerschaft immerhin, aber doch immerhin Umstellung). dabei immer wieder auchlange Phasen mit chronischer Migräne. Andere Menschen empfinden mich als ruhig und entspannt, aber nachts siehts mit Entspannung sehr schlecht aus.
    Meinung meiner Ärztin: mein Körper wolle nun wohl mal ohne diese Substanzen auskommen… Würde ich auch gerne, würde mich aber gerne wieder besser und leistungsfähiger fühlen.

    Über fundierte Erfahrungen würde ich mich sehr freuen.
    Schönes Wochenende an alle
    Jasmin

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4577

    Liebe Jasmin,

    sicher könnte man noch ein Mittel finden, welches dich besser schlafen läßt.

    Die Frage ist, wie deine Ärztin schon meint, ob du dir und deiner Leber eine Pause gönnen möchtest, oder ob der Schlafmangel so entscheidend ist, dass es ratsam wäre ein entsprechendes Mittel zu nehmen. Das ist letztendlich deine Enscheidung. Der Körper braucht zum Eingewöhnen bis zu 3 Monaten. Auch beim Ausschleichen würde ich ihm diese Zeit geben.

    Ich pers. würde, bevor ich jetzt ein neues Mittel nehme, noch einmal alles dransetzen, um vielleicht mit Entspannungstechnicken -ich bevorzuge PMR nach Jacobson- etc. besser einschlafen zu können.

    Das ist zweifelsfrei mühsamer aber auf jeden Fall auch gesünder. ….und wer weiß, vielleicht klappt es relativ schnell oder eben erst mit Geduld nach einer Weile.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Liebe Jasmin,

    schön, dass der Infekt ohne Antibiose überstanden ist.

    Es kann lange dauern, bis der Körper wieder ohne schlafanstoßende Medikation selbst wieder zurecht kommt. Aber bei Dir ist die Tendenz doch recht positiv, indem Du inzwischen ohne Hilfe von außen schon fünf bis sechs Stunden schlafen kannst. Versuche, Dich nicht sorgenvoll darauf zu fokussieren, sondern gelassen abzuwarten, bis es noch besser wird. Du bist nicht mehr berufstätig, niemand drängt Dich, wahrscheinlich musst Du auch nicht mit Wecker aufstehen, sodass die Bedingungen für Dich doch besser gar nicht sein könnten.

    Lass Dir und Deinem Körper Zeit und die Steuererklärung kann ja auch schön langsam in kleinen Häppchen erledigt werden. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 379

    Hallo Sternchen, hallo Bettina,

    Entspannungstechniken mache ich ganz brav zur Genüge, da geht nix zu optimieren.
    Ich versuche mich dann mal weiter in GEduld zu fassen, aber es fällt mir doch schwer, weil ich mich meist so kaputt und unkonzentriert fühle. 5-6 Std. Schlaf werden es eher selten, meist stelle ich mir aber trotzdem einen Wecker, weil es mir nicht guttun würde so unregelmäßig zu leben, wir wissen ja, wie wichtig Tagesstruktur ist.
    Danke für eure Meinungen!
    Lieben Gruß
    Jasmin

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 379

    Hallo an alle,
    heute habe ich nochmal ein paar Fragen:

    1. Wie oft darf man eigentlich Vomex nehmen? Ich weiß nur nicht unbegrenzt oft… Es hilft mir oft als 50mg Dragee zur Abwehr von beginnender Migräne oder eben zum besseren Durchhalten ohne Triptan o.ä. (letztere sollte ich – auch nach Empfehlung aus Kiel – nicht mehr als 6-7mal/Monat nehmen,da mehr sehr schnell zu einer Chronifizierung bei mir führt)

    2. Ich bin einerseits froh, dass ich nun auch ohne schlafanstoßendes Antid. nach längerer schwieriger Phase schlafen kann, jedenfalls ca. 6 Std., wenn ich mal unruhiger bin, helfen mir ein paar Tropfen Doxepin schon, nachdem ich vorher lange Zeit 50mg Doxepin genommen habe. (Wie berichtet musste ich jegliches ANtid.wegen stark erhöhter Leberwerte – mehr als 10fach – komplett absetzen.)
    nun habe ich aber schon die ganze Woche Symptome, die wieder eine depressive Phase sein könnten: starke Erschöpfung, bes.morgens, leichte Übelkeit, kaum Appetit, schlechtere Stimmung… Dabei muss ich schon lange nicht mehr arbeiten, komme regelmäßig morgens sehr schlecht „in die Gänge“, mache brav Entspannungsphasen und leichtes Ausdauertraining in Form von Schwimmen, Spazierengehen, ein bisschen Radfahren.
    Ein Alternativversuch mit Valdoxan war erfolglos, da es mich unruhig und schlaflos macht, also gegenteilige Wirkung, obwohl es mir vor 10 Jahren mal gut geholfen hat.
    Wie kann sich sowas ändern?

    Fällt da jemand was zu ein?
    Lieben Gruß
    Jasmin

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Hallo Jasmin,

    vom Vomex/Dimenhydrinat sollte man auch nicht mehr als ca. 10x im Monat Gebrauch machen, da sonst die Wirkung nachlassen kann. Mehr zu nehmen führt aber nicht, wie Triptane oder Schmerzmittel, in sowas wie einen MÜK.

    Deine zweite Frage kann ich dir leider nicht beantworten 🙁 .

    Liebe Grüße,
    Julia

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Liebe Jasmin,

    dann versuche ich mich an der zweiten Frage. Du willst wissen, wieso eine Depression immer wieder durchbricht, nachdem Du zwischendurch auch lange gute Phasen hattest? Das ist das Wesen und der „normale“ Verlauf dieser Erkrankung. Du wirst Dich im Laufe Deines Lebens immer wieder damit auseinandersetzen müssen, aber es gibt wirksame Hilfen. Sprich es gleich beim Arzt an, eventuell brauchst Du wieder eine medikamentöse Unterstützung.

    Gute Besserung,
    Bettina

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 379

    Danke Julia für die Info, soviel habe ich zum Glück noch nicht. MIch wunderte, dass es in der Migräne-App als Akut-Medikation mitgezählt wurde, demnach hätte ich nun zuviel Medis, obwohl nur 5mal ein Migränemittel dabei war.

    Danke Bettina für deine Einschätzung! Du hast es richtig so verstanden..
    Möglicherweise bin ich auch depri durch eine Gastritis, was ich jedes Jahr mal habe, aber da ist oft die Frage nach Huhn oder Ei zuerst.
    Eigentlich ist auch gerade kein Grund für eine depressive Phase, doch ich könnte mir absolut nicht mehr vorstellen, jeden Morgen zur ARbeit zu gehen wie andere mit 57 J. – das deprimiert mich tatsächlich noch öfter und ich fühle mich schuldig deswegen, dabei könnte ich froh sein, trotzdem wirtschaftlich klarzukommen.
    Ich warte mal die Entwicklung mit Pantoprazol ab, pflanzliche Schiene hat leider nicht gereicht.
    Danke fürs Lesen!
    LG Jasmin

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3975

    Liebe Jasmin,
    Magenprobleme jeglicher Art können durchaus depressive Verstimmungen auslösen.
    Genau wie Schilddrüsenprobleme, Leberstörungen oder Fehlen von irgendwelchen Vitaminen oder Mineralien oder so.
    Eine medizinische Abklärung würde ich immer zuerstmal empfehlen, denn „Depression“ ist ein deprimierender Gedanke.
    Der allein löst schon Stress aus.
    Das Fehlen einer Sinnhaftigkeit in deinem jetzigen Leben, das kann ich gut nachvollziehen. Es gibt ja durchaus nicht nur burnout sondern auch boreout. Auch im ganz normalen Ruhestand kann das auftreten.
    Kannst du dir nicht eine sinnstiftende Beschäftigung suchen, die nicht so fordernd ist, wie der Beruf damals? Beim Kinderschutzbund z.B., wo man fast überall Hilfe gebrauchen kann?
    Nur so eine Idee. Da könntest du deine Fähigkeiten und Kompetenzen einsetzen und wärest nicht so dem Gefühl ausgesetzt,“über“ zu sein.

    Jetzt erstmal befürsorge dich. Sieh es als eine körperliche Erkrankung, die depressive Gefühle als Nebenwirkung hat und umsorge dich, wo es nur geht.

    Gute Besserung
    und alles Liebe!
    alchemilla

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Liebe Jasmin,

    die Depression fragt nicht nach einem Grund, sie „kann“ aus heiteren Himmel kommen. Dann ist sie nämlich die Krankheit selbst und braucht keine Auslösefaktoren. Natürlich kann sie auch eine Reaktion auf eine Situation sein, dann ist sie reaktiv und bessert sich in aller Regel, wenn das auslösende Problem überstanden ist. Dein Arzt wird hier eine relativ klare Grenze ziehen können.

    Alles Gute und schnelle Besserung,
    Bettina

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 379

    Hallo zusammen,
    ich bin gerade etwas ratlos, da ich wieder eine deutliche Zunahme der Schmerztage habe, d.h.einige Mon.12 Tage, wenige heftigere Migränetage mit Triptan, den Rest mit Ruhe und teils Vomex ausgelegen.
    Meine Prophylaxe momentan ist Botox alle 3 Mon. und Candesartan , was ich ab Jan. bis ANf.Juni 8mg nahm und dann auf 12mg erhöht habe. Mein Eindruck ist, dass die Schmerztage seitdem zugenommen haben (16), dazu sehr viele schwüle Tage in unserem Wohnbereich NRW. Zusätzlich hat mir Johanniskraut 600mg recht gut für eine bessere Stimmung und weniger Magenbeschwerden geholfen.

    Da ich durch Antidepr.schnell mit erhöhten Leberwerten reagiere, wollte ich da nicht mehr so gern dran.
    Hat jemand eine Idee, wie ich das Ganze noch optimieren kann? Ob ich mal ambulant einen Termin in Kiel einhole? Ansonsten verläuft mein Leben gerade recht gut und ruhig, täglich Entspannungsphase, genug Bewegung… Bin gerade frustriert. Nächsten Monat ist Hochzeit meiner Tochter und ich mit soviel Kopfschmerzen ist blöd.

    Liebe Grüße
    Jasmin

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Liebe Jasmin,

    es kann mit den besten Prophylaxen vorkommen, dass die Frequenz vorübergehend mal wieder ansteigt. Das Wetter ist jetzt auch recht belastend, das vertragen viele nicht so gut. Vielleicht verbessert sich ja die Situation durch die Erhöhung des Candesartan.

    Ein ambulanter Termin in Kiel ist natürlich nie verkehrt.

    Wenn Du bei der Hochzeit Deiner Tochter Migräne hast, dann behandle. 🙂 Man muss Prioritäten setzen. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 379

    Liebe Bettina,
    bitte entschuldige, dass ich erst jetzt antworte, doch ich hatte (zum Glück nach längerer Zeit) eine richtig heftige Migräneattacke – das volle Programm über TAge mit Infusion wg. Dehydr. etc.
    Jedenfalls möchte ich dir noch für deine Antwort danken, immerhin nimmst du dir extra die Zeit dafür und findest immer wieder passende Worte für mich/uns 🙂

    Vor und während der Hochzeit meiner Tochter werde ich natürlich auf jeden Fall behandeln, werde mir für den Notfall am besten noch ein Nasenspray verschreiben lassen, die Sumatr.injekt hauen mich zu sehr aus den Schuhen, fürchte ich. Mal schauen. Oft reicht es ja, wenn man für den Notfall was in der Schublade hat.

    Nach Rücksprache mit FAcharzt werde ich Candesartan auf 8 mg lassen, zusätzlich eine kleine Dosis Doxepin. Er bestätigte schon, dass bei der Schwüle viele Patienten besonders geplagt sind. Allerdings hat es mich dennoch sehr erschreckt diese Woche, da ich mich auf gutem Weg sah und momentan habe ich das Gefühl, dass das Botox diesmal nicht so wie vorher gewirkt hat – es war schon ein (fast) neues Lebensgefühl das letzte halbe Jahr 🙁
    Ich konnte wieder viel mehr am normalen Leben teilhaben nach den letzten Jahren, da ist es gerade schwer, immer wieder neuen Mut zu fassen.

    Ich habe zusätzlich die Schwierigkeit, dass ich – auch lt.Ärzten in Kiel – sehr mit meinem Triptankonsum aufpassen muss, mehr als 6-7/Mon. führt meist in die Chronifizierung, da reagiere ich leider sehr empfindlich. Und das bei 12-16Tagen Schmerzen/Mon. ist schon oft schwierig zu entscheiden, wann ich was nehme und wann ich ausliege und auf den nächsten TAg hoffe.
    Nunja, genug gejammert… Neues Spiel, neues Glück – heute ist gut!

    Liebe Grüße
    Jasmin

Ansicht von 30 Beiträgen - 31 bis 60 (von insgesamt 184)

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.