Verspätete Vorstellung (Jasmin)

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  • heika
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    Liebe Jasmin,

    Bettina ist an diesem Wochenende beim Forentreffen in Kiel, wird deine Zeilen aber bestimmt später lesen.

    Vielleicht ist die Hochzeit deiner Tochter für dich ja auch derart aufregend, dass dein Kopf vor lauter Stresshormonen (Kortisol! = das körpereigene Kortison) gar nicht mit Migräne reagiert. Bei mir ist das tatsächlich so, dass in solchen positiven wie negativen Ausnahmesituationen mein Kopf erstaunlich ruhig bleibt.

    Als Dauereffekt wirkt das allerdings nicht, sonst wären die dauergestressten Menschen alle migränefrei. Und ein dauerhaft hoher Cortisolspiegel senkt die Immunabwehr.

    Es freut mich sehr für dich, dass du eine so gute Phase erleben konntest. Jeder wünscht sich, dass so etwas für immer anhält bzw. noch besser wird. Wir müssen es nun mal nehmen, wie es kommt, in beide Richtungen… Unsere Köpfe sind und bleiben nicht berechenbar.

    Lieber Gruß
    Heika

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 376

    Hallo zusammen,
    nach längerer Zeit möchte ich gerne ein paar Fragen loswerden, da ich momentan nicht so recht weiß, wie ich mich verhalten soll.
    Derzeitige Situation: meine Diagnose ist „chronische Migräne und posttraum.Belastungsstörung“. Meine Prophylaxe ist alle 3 Monate Botox sowie Candesartan 8mg und Doxepin 25 mg. Damit lief es in den letzten Monaten für meine Verhältnisse recht gut, besonders durch Botox ein großer Gewinn an Lebensqualität und ich würde mich nicht mehr als depressiv bezeichnen. Bei durchschnittlich 7-11 Schmerztagen und 4-7 Triptantagen fühlte ich mich deutlich besser als die Jahre davor.
    Nun läuft es aber in den letzten Wochen wieder einiges schlechter. Meine letzte Botox-Beh.war vor 3 Wo. Nun habe ich seit letztem Freitag (außer Samstag) jeden Tag Migräne, zunächst leicht, nun den 3. Tag hintereinander schwerer, teils mit Übelkeit und Erbrechen, das volle Programm. Da ich es am Dienstag nicht so heftig eingeschätzt hatte, wollte ich nicht wieder ein Triptan nehmen, da ich die letzten Wochen engmaschiger behandelt hatte und bei mir relativ schnell sich die Häufung fortsetzt.

    Allerdings ist in den letzten Wochen auch einiges passiert: Ende Februar während meiner 1-wöchigen Kreuzfahrt ist mein Vater verstorben, zu dem ich leider keine gute Beziehung hatte, was mich aber trotzdem oder gerade deswegen nun nicht kalt ließ. Da wir in der Familie immer große Probleme mit ihm hatten (Agression, Gewalt etc.) musste ich mich in den letzten Jahren dort stark zurückziehen. Nun dachte ich immer, es würde eine große Erleichterung, wenn er als Agressor wegfällt, doch stattdessen habe ich in den letzten Wochen fast jede Nacht aufregende Träume. Auch die Art des Urlaubs mit Inselhopping um die Kanaren per Schiff ist eher nicht so erholsam für mich gewesen, viele Reize aufeinanderfolgend, überlagert natürlich durch den Todesfall.
    Gleichzeitig als das Leben meines Vaters zu Ende ging, wurde meine Tochter erfreulicherweise schwanger – wie das Leben manchmal so spielt. Also immerhin auch freudige Aufregung;)

    Nun weiß ich gerade nicht so recht weiter, bin sehr deprimiert über diesen Absturz, im März immerhin schon 13 Schmerztage.

    1. Zählt Vomex als 50mg Dragee in der App mit in die 10-20-Regel?
    2. Sollte ich lieber bei meinem derzeitigen erzwungenen Rückzug (wegen der Schmerzen) bleiben oder mehr behandeln?

    Für Antworten wäre ich sehr dankbar.
    Ich wünsche allen schöne und möglichst schmerzarme Ostertage mit lieben Menschen an eurer Seite!

    Herzliche Grüße
    Jasmin

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5603

    Liebe Jasmin,

    es freut mich, dass du in der letzten Zeit bessere Monate haben konntest. Dass nun der März wieder schlimmer ist, kann ein Ausrutscher sein, zumal du ja etliche seelische und körperliche Belastungen durchstehen musstest und musst.
    Du wirst sehen, wie sich deine Migränesituation in den nächsten Monaten entwickeln wird. Es ist auf jeden Fall super, dass du die Triptaneinnahme gut im Auge behältst, wenn du schon weißt, dass du bei häufiger Anwendung schnell mit einer Attackenzunahme reagierst.

    Den nächsten Urlaub verbringst du wohl besser auf einer Insel. Aus solchen Erfahrungen lernt man, dass unsere Migräneköpfe Beständigkeit lieben und zu häufige Abwechslung schnell zu viel ist.

    Der Tod deines Vater ist, auch wenn du kaum noch Kontakt hattest, ein sehr tiefgreifendes Erlebnis. Meist viel stärker, als es einem bewusst ist. Vieles aus der Vergangenheit wird seelisch noch einmal aufgewühlt. Und deine familiäre Geschichte ist nun einmal unwiderrufbar ein Teil deines Lebens. Wunden können irgendwann heilen, Narben bleiben.
    Deshalb ist mit dem Tod auch nicht alles Unangenehme ausgelöscht, so schön das auch wäre. Jeder hat wohl seinen ganz individuellen Weg, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, deine Seele arbeitet dann wohl nachts auf Hochtouren. Du wirst merken, dass es sich im Lauf der Zeit wieder beruhigen wird.

    Zu deinen Fragen:
    1) Vomex ist eine ganz andere Medikamentengruppe als Schmerzmittel oder Triptane. Es wird dennoch empfohlen, nicht mehr als an 10 Tagen pro Monat Vomex zu nehmen, weil man sich daran gewöhnen kann und die Wirkung nachlässt.
    2) Hm, das ist schwierig, da jemandem zu raten, weil das von verschiedenen Faktoren abhängt. Du hast dir doch sicherlich ein Limit für deine Triptaneinnahmetage pro Monat gesetzt. Diese Tage würde ich mir für wichtige Termine o.ä. aufheben oder für die ganz schweren Attacken, den Rest mit Rückzug und evtl. Vomex o.ä. durchstehen.
    Doch ich wünsche dir natürlich vor allem anderen, dass sich deine Attacken wieder auf dem Niveau der letzten Monate einpendeln!

    Was für eine schöne Nachricht, dass du Oma wirst! 🙂 Das ist jeden Tag aufs Neue ein Grund zum Freuen für dich!

    Ich schreibe dir noch eine PN.

    Lieber Gruß
    Heika

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Liebe Jasmin,

    mein Beileid zum Tod Deines Vaters. Kann mir Deine ambivalenten Gefühle sehr gut vorstellen. Im Grunde weint man um die Chancen, die man nicht nutzen konnte, die Zeit, die man nicht gemeinsam hatte. Daher völlig normal, dass es wieder mal ein schmerzhafter Prozess ist.

    Aber herzlichen Glückwunsch zur guten Nachricht von Deiner Tochter. Das Leben bleibt im Fluss, wie Du sehr eindrücklich jetzt in Deiner Familie sehen kannst.

    Sonst schließe ich mich Heika an. Vomex zählt nicht in die 10/20-Regel, aber sollte halt auch nicht zu oft eingenommen werden aus den Gründen, die Heika aufzählt.

    Gute Besserung und liebe Grüße
    Bettina

    Jasmin
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    Beitragsanzahl: 376

    Liebe Heika, liebe Bettina,
    vielen Dank für eure Anteilnahme und Stellungnahme!! Ich bin sehr froh, hier auf kompetente Ohren/Augen zu stoßen und euch fragen zu können.
    Ja, es ist wohl so, dass gerade viel Altes aufgewirbelt wird und es war bei mir in den letzten Jahrzehnten immer so, dass ich über Träume sehr vieles verarbeite, was mich tagsüber nicht so offensichtlich tangiert – böse Falle… Und aus den aufregenden Träumen wache ich dann meist mit Kopfschmerzen auf, beiße sicher auch die Zähne dabei zusammen. Ich überlege schon, mir mal wieder eine Aufbissschiene machen zu lassen.
    Nun hatte ich drei richtig heftige Migränetage hintereinander, immerhin diesmal ohne Notdienst überstanden, da die Übelkeit nun immerhin mit MCP etwas abgefangen werden kann und ich nicht so dehydriere. Heute immer noch etwas Kopfschmerzen.
    Sollte ich nun weiter (etwas) auf Tauchstation bleiben oder Prednisolon nehmen? Weiß gerade nicht, was sinnvoller ist. Vom Gefühl her lieber von allein verschwinden lassen, oder was meint ihr?

    Ich handhabe es nun tatsächlich auch so, dass ich mir die Triptantage für wichtige Gelegenheiten aufspare oder wenn ich das Gefühl habe, es wird heftiger, was ich ja diese Woche leider nicht richtig eingeschätzt hatte:( Dann hilft mir mittlerweile sogar Naratripan, was ich momentan am besten toleriere und was die Jahre zuvor überhaupt nicht half. Darum bin ich schon mal ganz froh.
    Und auf meine Aussicht Oma zu werden, freue ich mich total :))

    Liebe Grüße und alles Gute für euch,
    Jasmin

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Sollte ich nun weiter (etwas) auf Tauchstation bleiben oder Prednisolon nehmen?

    Tauchstation hört sich besser an als Kortison. 🙂 Sind doch Feiertage, da kann man eh etwas ruhiger machen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 376

    Liebe Bettina,
    an den Feiertagen habe ich zumindest das Haus voll mit meinen drei erwachs.Kids samt Schwiegersohn, da war es nicht so ruhig, doch gestern war immerhin migränefrei zum erholen, heute wieder leichte Attacke… 🙁 Es nervt sehr, doch ich ziehe weiter durch mit der Medi-Pause und auch ohne Kortsion und hoffe, es zahlt sich bald aus.
    Liebe Grüße und alles Gute für dich,
    Jasmin

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    ich drück die Daumen, dass sich alles wieder beruhigt und Du kein Kortison brauchst. 🙂

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 376

    Nochmal kurz eine Frage: gilt die Schmerzmittelpause schon beendet bei drei schmerzfreien Tagen oder „mehr als drei“? Und muss das komplett schmerzfrei sein oder zählt es als Schmerztage, wenn ich morgens beim Aufwachen 2 Std. erträgliche Kopfschmerzen habe, die nach dem Frühstück von allein weggehen?
    Heute habe ich leider wieder (bisher) leichte Migräne nach drei aufeinander (fast) schmerzfreien Tagen und möchte ungern ein triptan nehmen. Morgen wären es sonst vier Wochen, die ich nur ein paarmal vomex und 1mal Prednisolon genommen habe. Also weiter so durchziehen?
    LG Jasmin

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 505

    Liebe Jasmin,

    deine Frage kann ich dir leider nicht beantworten.

    Aber ich finde es prima, dass du schon fast 4 Wochen (!!!) ohne Schmerzmittel und Triptane auskommst! Wenn es irgendwie geht, JA, mach weiter mit der Pause, ich drücke dir die Daumen!

    Ganz liebe Grüße
    Katrin

    Viva la Vida! ?

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7429

    Liebe Jasmin,

    alle diese Regeln sind ja nur Erfahrungswerte und keine Dogmen. Wenn du selber schon kein Triptan nehmen möchtest, wer zwingt dich dann? Ich habe für mich das Gefühl, dass oft jeder Tag länger den Kopf beruhigt und es für mich auf jeden Fall besser ist, wenn aushaltbar, nichts zu nehmen. Auf die Weise und mit nur max. 6-7 Einnahmetagen, komm ich seit Jahren um eine echte Medipause rum. Immer schaff ich es allerdings nicht, meine Grenze einzuhalten. Im März habe 11 Tage behandelt. Dafür?aber auch jetzt 3 Wochen die Migräne genossen.

    4 Wochen sind schon auf jeden Fall sicher gut. Wünsch dir, dass das geholfen hat.

    Alles Liebe,
    Julia

    Janana
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 66

    Liebe Jasmin,
    erstmal super, dass du schon vier Wochen geschafft hast! Ich habe gelernt, dass sie bei 3 aufeinanderfolgenden schmerzfreien Tagen als beendet gilt. Ob ein Tag mit zwei Stunden erträglichen Schmerzen noch als „schmerzfrei“ gezählt werden kann, kann ich dir leider nicht sagen. Aber ich denke auch, wenn du jetzt soweiso kein Triptan nehmen möchtest, lass es bleiben 😉

    Liebe Grüße
    Jana

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 376

    Danke ihr Lieben für eure Antworten!!
    Bin heute morgen dann doch etwas in Panik ausgebrochen, weil ich letzte Woche einen mehrtägigen schwereren Anfall mit Kloschüssel im Arm hatte und befürchtete, dass es heute wieder so auswächst. Doch nun gehts schon besser, die Schmerzabwehr scheint wieder besser zu funktionieren. Habe nur eine Vomexdragee genommen, die mir zumindest schon mal die Aufregung genommen hat. Da keine Termine anstehen, kann ich einen Couch-Tag einlegen.
    Ich habe sehr lange damit gehadert, aber nun bin ich froh, dass ich nicht mehr arbeiten muss. Das macht es einfacher.
    Liebe Grüße
    Jasmin

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 505

    Das hört sich doch gut an! ???

    Alles Gute für dich!
    Katrin

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 376

    Hallo zusammen,
    ich weiß gerade nicht, wo ich sonst meine heutige Frage stellen könnte, daher hier in meinem eigenen Verlauf:
    ich konnte bislang unseren Fernseher meist gut zum abschalten und runterkommen nutzen, auch wenn ich nachts nicht schlafen konnte. Nun haben wir unseren ca. 10 J.alten Flachbild-TV gegen einen neuen, größeren gewechselt (der alte gab nach und nach den Geist auf). Nun habe ich seitdem totale Schlafstörungen, fühle mich reizüberflutet und total wach spät abends, obwohl ich körperlich müde bin. Liege dann mehrere Stunden wach und schlafe nur max.4-5Std., was natürlich bei Migräne sehr ungünstig ist.
    Hat da jemand eine Idee zu? Ich bin sehr frustriert, weil uns das neue Bild total gut gefällt – nun bin ich die Spaßbremse.
    Wäre für Antworten sehr dankbar!! (Umtausch bei ausgepacktem Gerät geht wohl nicht im Einzelhandel)
    LG Jasmin

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3971

    Hallo, Jasmin,

    zu dem Thema habe ich mich kürzlich auch schlau gemacht.
    Es hieß. dass jegliche Bildschirm“arbeit“ am Abend schädlich für den Schlaf ist oder sein kann.
    Das liegt daran, dass die Bildschirme viel Blauton in ihrer Farbe haben.
    Das suggeriert dem Gehirn Tageslicht und es kann erst viel später auf Nacht umschalten und das Melatonin bilden.
    Man kann bei vielen Fernsehern die Farbtöne verändern ( in den Einstellungen).
    So habe ich meinen auf „warm“ und „natürlich“ eingestellt.
    Für Smartphones gibt es wohl entsprechende APPs. die auf „Nachtmodus“ schalten.
    Viel Erfolg!
    alchemilla

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Liebe Jasmin,

    wie Alchemilla schon erklärt, reagieren manche auf die Blautöne. Neue Bildschirme sind schärfer in den Farben, meist auch HD, so dass sich Dein Gehirn an die nun schärferen Kontraste gewöhnen muss. Sollte aber nicht so das Problem sein, daran kann man sich durchaus gewöhnen. Versuche auch noch, die Einstellungen im Fernseher zu optimieren, was die Farben betrifft.

    In meinem iPhone kann ich „Nachtfarben“ aktivieren, das nennt sich hier „Night Shift“. Da ich auch abends vom Bett aus noch arbeite, habe ich diesen Modus von 22:00 Uhr bis 7:00 Uhr aktiviert. Man kann heutzutage so viel einstellen und anpassen, das klappt sicher auch bei Deinem neuen Fernsehgerät.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 505

    Liebe Jasmin,

    ich denke, dass du mit deinen Fragen in deinem eigenen Verlauf immer richtig bist ?!

    Als wir uns vor einigen Jahren einen neuen Fernseher gekauft haben, bot uns unser „Fernseh-Fritze“ vor Ort aufgrund der Migräne-Problematik ein paar Probetage mit einem großen Flachbildschirm an. Obwohl wir einen ausreichenden Abstand vom Sofa zum Fernseher haben, zeigte sich bereits am ersten Abend, dass der große Flachbildschirm wieder raus muss. Abgesehen von den Schlafstörungen ging es mir genauso, wie du es beschreibst. Ich fühlte mich völlig überfordert und überreizt. So gar mein lieber Mann konnte kaum auf das Ding schauen. So haben wir uns dann wieder für eine kleine Variante mit 66 cm Bildschirmdiagonale gekauft, was aber gar nicht so einfach war, und im Vergleich komischerweise auch noch teuerer. „… so was kauft man heute doch nicht mehr…“! War uns egal, wir sind glücklich mit unserem „Kinder-Gerät“!

    Vielleicht ist es möglich, den Fernseher bei deinem Händler umzutauschen, wenn du ihm die Problematik schilderst. Das Gerät ist schließlich neu. Und wenn man so etwas im Versandhandel bestellen würde, hätte man sicher auch ein Rückgaberecht. Eventuell könnte in diesem Fall auch das Widerrufsrecht greifen?

    Vielleicht hilft es dir, wenn du Alchmemillas Empfehlung mit den Farben testest. Wobei ich das Problem eigentlich eher bei der Übergröße sehe.

    Gewöhnung ist wohl auch eher keine Option, denn oft genug wurde hier schon geschrieben und am eigenen Leib erfahren, dass es für uns Migräniker keinen Gewöhnungseffekt gibt (ich denke da an das Beispiel mit der roten Ampel von Prof. Göbel)

    … nun bin ich die Spaßbremse.

    Nein, die bist du definitiv nicht!!! Es ist nur so, dass entweder die meisten anderen Menschen damit klarkommen oder es nicht wahrnehmen, dass ihnen ein so großes Bild nicht bekommt.

    Ich wünsche dir, dass du eine gute Lösung für dich findest.

    Alles Gute
    Katrin

    Viva la Vida! ?

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 376

    Danke, Ihr Lieben, für eure Antworten!!
    Umtauschen wird wohl nicht gehen, da wir den TV im Einzelhandel gekauft haben und Widerrufsrecht gilt nur für Online-Käufe.
    Ich habe nun ein paar von euren Ideen versucht umzusetzen, habe den Farbkontrast auf harmonischer bzw.augenfreundlicher angepasst und hoffe, dass Bettinas Erfahrung auch auf mich zutrifft und mein Gehirn sich nach und nach gewöhnt. Zunächst habe ich einen größeren Abstand gewählt,was zwar nicht auf Dauer gemütlich, aber für den Anfang machbar ist und habe gleich weniger Probleme gehabt. Nun werde ich mich mal peu a peu annähern. Das Bild ist immerhin megagut 😉

    Also wirklich super, dass ihr mich unterstützt habt mit Vorschlägen!!

    Die heftige Wärme letzte Woche war für mich auch nicht leicht zu verkraften, vermutlich für viele Kopfschmerzgeplagte…

    LG Jasmin

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Liebe Jasmin,

    auf Dauer ist ein scharfes, klares Bild sogar besser und wenige anstrengend für Auge und Gehirn. Auch flimmern die neuen Geräte kaum, so dass Du bald nur noch genießen kannst. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 376

    Danke, Bettina, es geht nun schon etwas besser, ich nähere mich an 😉

    Nun möchte ich aber eine neue Frage stellen: ich hadere momentan mal wieder etwas mehr mit meiner mangelnden, vor allem auch körperlichen Belastbarkeit. Ich war früher recht sportlich, bin bis Anfang 40 noch regelmäßig gejoggt und konnte stundenlang bergwandern. die letzten Jahre mit chronischer Migräne, depressiven Phasen etc. entwickelte sich alles steil zurück. D.h. ich konnte lange Zeit max. ne halbe Stunde spazieren gehen. In den letzten Monaten konnte ich etwas regelmäßiger in Bewegung kommen und 1mal/Woche meist ne halbe Stunde (mit Pausen) schwimmen gehen, mache Qi Gong, was teils auch etwas körperlich anstrengender sogar ist, bei einer ausgebildeten Frau 1mal/Wo. – wenn ich nicht gerade mal wieder Migräne habe.
    Nun war ich gestern im flachen Gelände spazieren für etwas mehr als 1 Std. – heute total erschöpft wie früher nach seeehr langer Bergtour, mir war total schwindelig und beginnende Migräne, momentan wieder gebessert, also körperlich überanstrengt.
    Das frustriert mich heute total und ich denke, wie soll es erst mit 80 werden? Ich bin doch erst 58 Jahre alt.
    Wie macht ihr das mit dem Ausdauerprogramm, das doch so wichtig für unser Hirn sein soll und mir , wenn es denn klappt, sonst auch moderat gut tut?
    Macht es Sinn, sich von einem professionellen Berater einen Trainingsplan aufstellen zu lassen?
    LG Jasmin

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4564

    Hallo Jasmin,

    mach dir bloß keinen Druck. Mach so wie du es kannst, und wie dein Kopf es zuläst.

    Ich bin ein wenig älter als du und kann dir daher aus Erfahrung sagen, diese Phasen kommen, und sie gehen auch wieder. Vor 2 Jahren etwa, überkam mich das gleiche Gefühl. Wie soll es erst mit 80 sein. 🙂

    Ich habe mich aufgerafft, und bin in ein gutes Fitnesscenter gegangen. Dort habe ich sehr, sehr deutlich klar gemacht, dass ich unbedingt einen konditionellen Aufbau bräuchte, dieser aber wirklich nur total langsam geschehen darf, da ich eben Migräniker bin. Der Trainer dort hatte sehr großes Verständnis. Meine Drohung, dass ich das Studio niiiiiie wieder betreten würde, wenn er mich nicht wirklich langsam konditionieren würde, hat Wirkung gezeigt.

    Nun sind ca. 2 Jahre vergangen und ich bin wirklich langsam ein Stück voran gekommen. Ich fühle mich belastbarer und klappe nicht bei jeder Kleinigkeit zusammen. Im Gegenteil, ich denke oft, boah, das wäre vor 2 Jahren nicht so locker zu schaffen gewesen. Kleine Aktionen schaffe ich, und meine Migräne meldet sich nachher auch nicht mehr so oft.

    Dieses ist nun mein Weg. Ich bin auch lange noch nicht da, wo ich hin will. Ich möchte dir aber aufzeigen, dass du nicht allein mit dieser Situtation bist. Sehr viele von uns kennen dieses Gefühl ständig überlastet zu sein und nichts mehr auf die Reihe zu bekommen sehr gut.

    Du mußt nun auch nicht wie ich in ein Sportstudio gehen. Eine Sportart oder sei es auch irgendeine andere Aktivität, die dir Spaß macht und die dir gut tut, könnte dir vielleicht helfen. Wichtig ist, dass du wirklich langsam machst. Zwei Schritte vor und ggf. auch immer mal wieder einen Schritt zurück das war bei mir die Lösung.

    Also liebe Jasmin, Kopf hoch, und nicht verzagen. Der Erfolg kommt bestimmt. Nur eben ganz, ganz langsam.

    Alles Gute für dich.
    Lieber Gruß
    Sternchen

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3971

    Hallo, Jasmin,
    ich habe gelesen, dass 150min moderate Bewegung pro Woche reichen, um einen gesundheitsfördernden Effekt zu erreichen.
    Das sind 5mal die Woche 30min spazieren gehen.
    Aber es ist wichtig, selbst zu spüren, ob selbst das jetzt noch zu viel ist und entsprechend weniger und langsamer zu machen.
    Der Vorteil des Sportstudios ist, dass du einfach aufhören kannst. Beim Spaziergang musst man ja irgendwie dann immer noch nach Hause kommen.
    Der Nachteil eines Studios: Draußen hast du frische Luft und Tageslicht, was für den Nachtschlaf wieder wichtig ist.

    Und es MUSS Spaß machen.
    Zum Sport sich zu quälen erzeugt Stresshormone. Die brauchen wir echt nicht.

    Ich glaube fest daran, dass die Spaziergänge gut sind.
    So deutlich spüren kann ich das nicht. Besonders nicht in Bezug auf die Migränefrequenz.
    Wohl aber für die Stimmung.
    (Wobei ich ja nie weiß, wie es ohne diese Spaziergänge wäre.)

    LG
    alchemilla

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1735

    Liebe Jasmin,

    ich kann dich nur zu gut verstehen! Was mir dazu einfällt:

    Für mich ist es ganz, ganz wichtig, mich regelmäßig auf die Matte zu setzen und dort sanfte Dehn- und Kräftigungsübungen (zum Teil mit einer Physiotherapeutin erarbeitet) zu machen. Die kann ich zu Hause machen und auch 10 Min. bringen etwas.

    Nach Spaziergängen das zu machen, ist für mich übrigens ganz wichtig.

    Wenn du nun eine Stunde unterwegs warst, sonst aber nur 30 Min. gehst, war das vielleicht einfach zu viel. Das war nämlich doppelt so viel wie sonst!

    Vergleiche dich nicht mit anderen und mit früher, steigere ganz langsam und akzeptiere, dass es Rückschläge gibt.

    Lieben Gruß
    die Regenbogen

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 376

    hallo ihr Lieben,
    vielen Dank für eure Antworten, die mich wirklich weiterbringen, sei es an Ideen zur Durchführung oder aber auch zur Akzeptanz dessen, was geht oder eben nicht mehr geht…
    Ich werde mich mal erkundigen, ob in einem Fitnessstudio mit angeschl. Hallenbad möglich ist, eine Art Fitnessplan für mich zu entwerfen. Denn dort könnte ich dann eher auch mal ab Herbst zum Winter hin hingehen, da ich bei niedrigen Temperaturen nicht mehr draußen Radfahren mag wegen dem kalten Wind (also im Winter). Das hat mir früher nichts ausgemacht, aber früher ist jetzt eben nicht mehr und das muss ich schlucken.
    Ich versuche so häufig wie möglich spazieren zu gehen, zum einen für die Bewegung und Ausdauer, aber vor allem auch für die Stimmung. Die letzten Wochen war ich aber wie in mir gefangen, nach dem Tod meines Vaters und was sich für mich alles so dranhängte.
    Nach meiner Erfahrung ist Muskelaufbautraining an Geräte für mich eher kontraproduktiv, was die Migräne angeht, obwohl es mir guttut, mich kräftiger zu fühlen.
    Also mein Gefühl ist, ich komme wirklich teils in Schneckentempo aus meinem Schneckenhaus heraus…
    Ich bin wirklich sehr dankbar, dass ich euch hier fragen kann bzw. mir Menschen mit Erfahrung auch antworten 🙂
    Herzliche Grüße
    Jasmin

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7429

    Hallo Jasmin,

    mir hat das Training im Milon-Zirkel (Muskelaufbau und Ausdauertraining an jeweils auf deine Möglichkeiten eingestellten Geräten) mal trotz Migräne sehr geholfen. Da musst du nie in die Überlastung gehen und kannst ganz nach deinen Möglichkeiten Etwas für dich tun. Ich musste es leider wegen eines Nervenschadens im Arm aufgeben, weil der Zirkel alle Körperregionen anspricht.

    Das kombiniert mit Schwimmen wäre perfekt! Denk ich mal ☺

    Alles liebe,
    Julia

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2045

    Liebe Jasmin,

    deine Frage ist jetzt schon ein paar Tage her, aber ich wollte trotzdem noch kurz schreiben. Ein gutes Fitnessstudio ist in der Lage, dir einen Plan zusammenzuschreiben, der zu dir, zu deinen Möglichkeiten und zu deinen Zielen passt – lass dich einfach beraten und sag, was du genau möchtest 🙂 Ich war zuletzt im Studio, hab mir nen Trainer geschnappt und gesagt, dass ich eine Wette laufen habe und innerhalb einer Woche perfekte Liegestütze können muss – er hat sich spontan eine gute halbe Stunde Zeit genommen, um mit mir einen Plan zusammenzustellen und es hat geklappt 😀

    Ganz allgemein, wenn du ohne Studio und Trainer trainieren möchtest, kannst du dir auch selbst einen Plan zusammenstellen. Dieser setzt sich grundsätzlich aus 3 Einheiten pro Woche mit den Elementen Grundlagenausdauer und Kreislauftraining in verschiedenen Konstellationen zusammen und sollte dort beginnen, wo du gerade stehst. Wenn du zum Beispiel gut eine halbe Stunde lang spazieren gehen kannst, dann bildet dies die Grundlage. Die erste Woche gehst du einfach dreimal 30 Minuten Spazieren in einem für dich guten Tempo – in der zweiten Woche teilst du auf:
    1. Training: 30 Minuten Spazieren gehen, davon 10 Minuten langsam, 10 Minuten zügig und 10 Minuten langsam (Alternativ: 5 Minuten langsam und dann im Wechsel 1 Minute zügig und 3 Minuten langsam)
    2. Training: 30 Minuten Spazierengehen, normales Tempo
    3. Training: 35 Minuten Spazierengehen, deutlich langsamer

    Zwischen den Einheiten liegt immer ein Tag Pause.

    Das 1. Training soll deinen Kreislauf anregen, aber nicht überfordern! Also nicht so zügig, dass du das Gefühl hast, außer Atem zu kommen. Wenn dir die Einheit gut gelingt, kannst du allmählich das Training auf 35 Minuten steigern – 10 Minuten langsam, 15 Minuten zügig, 10 Minuten langsam – oder wenn du lieber im Wechsel gehst, mit dem Ziel irgendwann 2 Minuten zügig, 1 Minute langsam zu gehen. Aber diese Einheit steigerst du immer nur dann, wenn dir die letzte leicht gefallen ist.
    Das 2. Training bleibt immer gleich – es ist die Schnittstelle zwischen Fitness und Ausdauer.
    Beim 3. Training ist es wichtig, dass du wirklich gaaaaanz langsam unterwegs bist, also das Gefühl hast, dich überhaupt nicht anzustrengen. Dieses steigerst du jede Woche um bis zu 5 Minuten.

    Mit einer solchen Mischung kann der Körper am besten Ausdauer aufbauen, dies lässt sich auch letztlich mit allen Ausdauersportarten machen… Wenn du wegen Migräne oder anderer Probleme eine komplette Woche aussetzen musstest, dann setze deinen Plan einfach um eine Woche zurück, stress dich nicht damit, die Einheiten einhalten zu wollen.
    Der Körper braucht gut 6 Wochen, bis man ein erstes Ergebnis bei der Ausdauerleistung merkt – gut ist auch, wenn man nach 6 Wochen eine gemütliche Woche einlegt – also dann eine Woche nur dreimal gemütlich spazieren…

    Das war jetzt ganz viel theoretische Grundlage – bitte nicht als Dogma ansehen, einfach als Orientierung, um eine ungefähre Idee zu haben, wie so ein Training aussehen könnte… Egal was die Ausdauer sagt: Am wichtigsten ist, dass du Spaß daran hast 😀 Alles andere ist zweitrangig!

    Berichte doch gerne, wie es bei deinen Sportplänen weitergeht 🙂

    Liebe Grüße, Tanni

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 505

    Liebe Jasmin,

    ich kann deinen Unmut über deine derzeitige Belastbarkeit sehr gut verstehen.

    Ich hatte im Rahmen einer Reha-Maßnahme 2009 das Walken (ohne Stöcke wegen der Erschütterung und des „Klapperns“) für mich entdeckt. Das machte mir Spaß, die Bewegung und die frische Luft taten wirklich gut. Im Laufe der Jahre schaffte ich aufgrund der fast ständigen Schmerzen immer weniger Strecke in immer mehr Zeit. Außerdem war ich frustriert, dass ich nach den tagelangen Migräneattacken, an denen ich gar nichts machen konnte, immer wieder bei 0 anfing. Die „Kondition“, die ich in 3 oder 4 Tagen aufbaute, war nach 7 oder 9 Tagen Migräne wieder futsch und noch mehr runter. Der Druck, den ich mir mit meinem Anspruch, Kondition und Kraft aufzubauen, machte, frustrierte mich noch mehr, weil ich ja auch immer wieder daran erinnert wurde, wozu ich nicht fähig bin.

    Dann habe ich „umgedacht“, mir eine Schrittzähler-App runtergeladen und diese auf 3000 Schritte Tagesziel eingestellt, das wird dann in grün angezeigt und motiviert mich. Die Zeit, in der ich meine Walkingrunde – seit längerer Zeit eher als Spaziergang denn als Walken – mache, ist mir mittlerweile egal, denn die Hauptsache ist, dass ich überhaupt raus komme und mich bewege. Im letzten Monat war ich z.B. an 9 Tagen über 3000 Schritte. Im Moment ist eben einfach nicht mehr möglich, manchmal drehe ich auch nur eine ganz kleine Runde mit 1000 Schritten, an vielen Tagen kann ich gar nicht gehen. Ich weiß genau, dass ich wieder langsam und stetig mehr machen kann, wenn es mir wieder besser geht, und dass das passiert, davon gehe ich mal aus. Dann werde ich auch wieder längere Strecken gehen können und mich kräftiger fühlen.

    Aber jetzt mache ich so viel, wie ich kann und gut ist! Der Schmerz drückt eh schon auf‘s Gemüt, ich möchte mich nicht mit Sport oder Ansprüchen, wie ich konditionell und kräftemäßig drauf sein sollte, auch noch quälen.

    Ich denke, dass du, liebes Sternchen, etwas ganz Entscheidendes geschrieben hast, nämlich dass man wirklich langsam macht. Denn auch an den wenigen Tagen, an denen es mir besser geht, übertreibe ich nicht mehr, gehe nur ein kleines Stückchen weiter als sonst, sonst bin ich eben ganz schnell wieder in der Überlastung.

    Liebe Regenbogen,

    was sind das für sanfte Dehnungs- und Kräftigungsübungen, die du machst? Für bestimmte Körperteile?

    Liebe Tanni,

    vielen Dank für deine Anleitung für ein Training ohne Studio und Trainer! Ich werde die mir für die Zeit ausdrucken, in der ich dann wirklich so, wie du es beschreibst, aufbauen kann.

    Ich wünsche euch und allen einen wunderschönen und sonnigen Tag!

    Liebe Grüße
    Katrin

    Viva la Vida! ?

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 1 Monat von  Katrin.
    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1735

    Liebe Katrin,

    ich habe inzwischen ein ganzes Repertoire an Übungen (Kräftigung, Gleichgewicht, Dehnung, Entspannung), und zwar für den ganzen Körper, jeden Körperteil, sozusagen von der Nasenspitze bis zum kleinen Zeh. ?

    Ich habe mich in den letzen Jahren mit Yoga (auch: Atemtechniken), MBSR, Feldenkrais (toll, da sehr sanft), progressive Muskelentspannung etc. befasst, habe Übungen von der Physio, verschiedene Faszienbälle und -rollen.

    Ich suche mir aus meinem „Werkzeugkoffer“ das heraus, was ich gerade brauche – und damit meine ich meinen Körper und meine Seele, die beide von der Migräne phasenweise ganz schön angeknackst sind.

    Im Moment bin ich manchmal eineinhalb oder gar zwei Stunden zu Hause auf der Matte und beschäftige mich mit meinem Körper. Ich spüre hinein und schau, was mir guttut. Ich versuche, den Draht zu meinem Körper zu vertiefen, mich und meine Bedürfnisse sowie Grenzen zu spüren und dementsprechend zu tun oder auch nicht (dann einfach da liegen und bewusst atmen).

    Eine der größten Kraftquellen ist für mich übrigens der Wald (Schlagwort „Waldbaden“, „Waldmedizin“).

    Schritte zu zählen, kann eine tolle Sache sein (ich mache es auch), man kann sich aber damit auch leicht wieder unter Druck setzen. Übrigens geht man auch zu Hause an einem Tag rasch mal 1.500 oder auch deutlich mehr Schritte. Kondition bekommt man im Kleinen auch, wenn man die Treppen zu Fuß geht, Einkäufe ohne Auto macht etc.

    Lieben Gruß
    die Regenbogen ?

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 1 Monat von  regenbogen68.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 1 Monat von  regenbogen68.
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    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 376

    Liebe Tanni,
    danke dass du mir solch einen differenzierten Plan aufgeschrieben hast! Da wird mir definitiv klar, dass ich meist zu ungeduldig bin und dass Pausentage dazwischen wohl wichtig sind.
    Ich werde schauen, wie ich es für ich umsetzen kann. Im Sommer kann ich in meiner Heimat Münsterland auch einiges mit Radfahren machen, andererseits muss ich dann mit Sonne vorsichtig sein, ein sicherer Trigger bei mir..

    Den anderen auch lieben Dank für eure Ideen und Erfahrungsberichte!!
    Hat ein bisschen gedauert mit meiner ANtwort, da ich viele Schmerztage in den letzten Wochen habe. Es wird besser , aber noch nicht so gut wie im Winter leider.. Ein dauerndes Damoklesschwert momentan wieder über mir und ich habe zu tun, dass ich mich von der Migräne nicht kleinkriegen lasse.

    Ich war schon enttäuscht, dass das Botox diesmal nicht so deutlich wirkte wie die Male zuvor, doch der Todesfall meines Vaters Ende Februar hat wohl zuviel Spannung bewirkt.

    Liebe Grüße
    Jasmin

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