Vorstellung Andreas

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  • Andreas
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    Beitragsanzahl: 11

    Hallo zusammen.

    Ich, Andreas bin 55 Jahre und habe bereits seit meiner Jugend Migräne (Veranlagung von meiner Mutter).

    Damals war sie aber noch nicht so schlimm, erst 2005 kamm ich zu einer Reha weil ich vorher eine Migräne mit Aura hatte. Diese war so heftig dass ich auch Sprachstörungen hatte und ich mit Verdacht auf Schlaganfall erstmal ins Krankenhaus kam. Nach der anschließende Reha bekam ich vom Hausarzt ein Triptan verschrieben, dass auch ansprach. Damit wurde die Diagnose Migräne erstmals gefestigt.
    Anfang 2017 war ich w. Burnout (während dieser Phase in 2016 hatte ich viele Migräneanfälle) in einer psychosomatischen Reha. Dort verbesserte sich die Migräne deutlich, da ich lernen musste meine Aufmerksamkeit auf mich zu richten. Dazu gehörten Entspannugstechniken wie progressive Muskelrelaxion aber auch sportliche Betätigung.

    Leider kam Ende 2017 ein neues Thema dass mich psychisch belastete hinzu. Ich wurde inkontinent. Erst Mitte 2018 wurden weitere
    Untersuchungen auf mein Drängen durchgeführt, so dass ich im November 2018 die Diagnose „Überaktive Blase“ bekamm. Daraufhin (und nach mehreren weiteren Arztbesuchen) wurde mir Beckenbodentraining und ein Reizstromgerät verordnet.

    Dies Reizstomgerät nutze ich seit ca. vier Wochen. Desweiteren verstarb meine Schwester Mitte März an Krebs.

    Da ich seit kurz vor dem Tod meiner Schwesterverstärkt Spannungskopfschmerzen und Migräne habe bin ich seit gestern bei 10 Tagen Medikamenteeinahme angekommen. Mormal sind 5 – 8 Tage Medikamenteneinnahmen.

    Daraus ergeben sich mir zwei Fragen:
    -Kann ich in dieser Situation die 10/20 Regel eine zeitlang „brechen“?
    Leider glaube ich bei einer Migräne es im Moment kaum ohne Schwerzmittel lange aushalten zu können.
    -Kann der Einsatz des Reizstromgerätes zur Beruhigung der Blase die Häufigkeit der Migräne verstärken??? Ist so etwas bekannt?

    In diesem Falle würde ich, die Behandlung mit Reizstrom abbrechen. Daher ist mir diese Frage die wichtige.

    Viele liebe Grüsse

    Andreas

    PS: da ich auch heute leichte Kopfschmerzen habe, werde ich jetzt erstmal einen Spatziergang machen! Entspannung hilft!

    Chroninchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 89

    Hallo Andreas,

    herzlich Willkommen im Headbook.

    Kann ich in dieser Situation die 10/20 Regel eine zeitlang „brechen“?
    Leider glaube ich bei einer Migräne es im Moment kaum ohne Schwerzmittel lange aushalten zu können.

    Die 10/20-Regel ist nicht starr. Die Schwelle von 10 ist ein Mittelwert, der für die meisten Betroffenen zutrifft und somit eine begründete Empfehlung darstellt; im Einzelfall kann der Schwellenwert höher oder sogar niedriger sein. Wenn du in einem Monat über 10 Tage Schmerzmittel nimmst und danach wieder unter den 10 Tagen bleibst, ist ein MÜK sehr unwahrscheinlich.

    Kann der Einsatz des Reizstromgerätes zur Beruhigung der Blase die Häufigkeit der Migräne verstärken??? Ist so etwas bekannt?

    Nach meiner Erfahrung (TENS wg. BSV) hat der Reizstrom keine Auswirkung auf die Migräne. An der Zunahme der Migräne- und Kopfschmerztage dürfte deine psychische Belastung ’schuld‘ sein, nicht nur deine Erkrankung, sondern auch das Sterben deiner Schwester. Allein dadurch sind deine Nerven so angespannt, dass jeder zusätzliche Reiz der ‚berühmte Tropfen‘ ist, der das Fass zum Überlaufen bringt und zu Kopfschmerz/Migräne führt.

    da ich auch heute leichte Kopfschmerzen habe, werde ich jetzt erstmal einen Spatziergang machen! Entspannung hilft!

    Soweit dir Bewegung an der frischen Luft hilft, ist es höchstwahrscheinlich Spannungskopfschmerz, aber das weißt du ja sicherlich. Zudem helfen nach meiner Erfahrung Spaziergänge, die Gedanken zu ordnen und Ereignisse zu verarbeiten.

    Nimm dir die Zeit – und ggf. psychotherapeutische Hilfe – um das letzte Jahr zu verarbeiten, danach sollten sich Kopfschmerz und Migräne wieder ’normalisieren‘.

    LG Chroninchen

    Andreas
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 11

    Hallo Croninchen,
    Vielen Dank für die nette Antwort.
    Es beruhigt mich dass ich die Regel nicht so starr ansehen muss.
    Das mit dem Reizstrom werde ich im Blick behalten.
    … Und morgen ist die Beisetzung. Danach werde ich wohl den Kopf frei bekommen…
    Psychologische Hilfe hatte ich ich w. Der neueren „Erkrankung“ bereits in Anspruch genommen. Hat mir gutgetan undicht habe es akzeptieren können. Auch habe ich eine kurze Besprechung kurz nach dem Versterben meiner Schwester in Anspruch genommen. Dies war allerdings wegen der ca. letzten 10 schwierigen Tage. Den Tod selbst habe ich als Erlösung empfunden.
    LG Andreas

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4646

    Hallo Andreas,

    herzlich willkommen hier im Forum. Schön, dass du bei uns gelandet bist.
    Chroninchen schreibt ja schon alles. 🙂

    Auch ich habe im letzten Herbst so einen Schwesteralptraum hinter mir. Das einen so etwas aus den Angeln schlägt ist absolut nachvollziehbar. Vor allem, wenn man ein inniges Verhältnis zu dieser Person hat. ich hatte auch ein besonderes Tief in dieser Zeit.

    Bemerkenswert finde ich, dass du die Dinge angehst und die Entspannung, den Sport und auch die Psychoterapie nutzt und einsetzt. Wie man sieht, ja auch mit gutem Erfolg.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Andreas
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 11

    Hallo Sternchen,
    es ist schön, hier Rückmeldungen zu bekommen. Vielen Dank.

    Ja ich gehe einiges an (der Psychotherapeutin sei Dank).
    Ich muss das alles nur unter einen Hut bekommen. Aber das werde ich weiter ausbauen.
    Liebe Grüße
    Andreas

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28362

    Ein herzliches Willkommen im Headbook, lieber Andreas. 🙂

    Bei Dir war in letzter Zeit viel los, das kann die Migränefrequenz leider in die Höhe treiben. Wie schon geschrieben wurde, ist die 10/20-Regel nicht in Stein gemeißelt, sondern ein Richtwert. Behandle, wenn Du in der schweren Phase jetzt behandeln musst. Das geht in Ordnung.

    Verspürst Du eine Besserung durch den Reizstrom? Wenn nicht, auch Botox wäre eventuell eine Option.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Andreas
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 11

    Hallo Bettina,

    Der Reizstrom hilft mir ein wenig. Ich bekomme aber auch leichte Kopfschmerzen direkt während der Anwendung. Diese habe ich heute abend nach ca. 10 Minuten abgebrochen. Am Donnerstag treffe ich mit einer Beraterin der Herstellerfirma des Gerätes. Mal sehen ob ich etwas falsch handhabe.
    Nächste Woche habe ich Urlaub. Dann finde ich etwas mehr Zeit für mich (progressive Muskelentspannung…). Wenn ich dann immer noch Kopfschmerzen davon bekomme, breche ich die Reizstrom Behandlung ab.
    Ich kann über einen Reha-Arzt noch eine Weile Beckenbodengymnastitik verordnet bekommen, ich habe aber über den Urulogen bereits eine Botoxbehandlung abgeboten bekommen. Wahrscheinlich weil ich bereits oft Medikamente gegen den Drang wechseln musste. Meist war die Nebenwirkung Kopfschmerz.
    Und ja, Botox ziehe ich bereits in Betracht. Kann ja nur besser werden.
    Vielen Dank und liebe Grüße
    Andreas

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28362

    Hallo Andreas,

    entspanne jetzt erst mal nach diesen emotionalen Zeiten (die natürlich noch längst nicht vorbei sind), und nimm Dir viel Zeit für Dich selbst.

    Botox kann eine sehr gute Option sein, würde ich durchaus bald mal testen.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Andreas
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 11

    Hallo zusammen,
    Nachdem ich vor ein paar Wochen mich hier schon mal geschrieben hatte, habe ich nun Veränderungen meiner Migräne bemerkt. Bis vor ca. zwei Monaten hatte ich meist ausgeprägte Auren mit Zickzack-Linien. Weil ich gerade ne schwierige Phase hatte habe ich vor zwei Monaten meine Magnesiumdosis von 1x täglich 200 mg Brausetabletten auf 2x erhöht. Zusätzlich nehme ich bei einem Anfall zusätzlich eine Brausetablette Magnesium (so ich eine griffbereit habe).
    Ich habe nun den Eindruck dass die Schmerzphase deutlich verbessert ist. Das heisst, die Intensität des Schmerzes ist deutlich geringer.
    Dafür ist aber auch die Auraphase verlängert. Ich habe auch weniger Sehstörungen aber mehr Schwindel, Zittern und Harndrang. Heute habe ich seit langem auch mal wieder Übelkeit dabei. Ich kann es schlechter für mich als Migräne erkennen, da die Sehstörung fehlt. Auch die Lärmempfindlichkeit ist geringer.
    So brauchte ich heute rund zwei Stunden bis kurz Kopfschmerzen hinten rechts auftraten. Bisher konnte ich den Ort nicht identifizieren. Auch eine Veränderung.

    Nun hatte ich heute gezögert, wegen recht leichter Schmerzen ein Triptan zu nehmen, zumal ich erst gestern nach langen unklaren Kopfschmerzen 1000 mg Novalgin genommen hatte. Heute wollte ich mich nicht nochmals so lange quälen.
    Ist es richtig auch bei leichtem Kopfschmerz ein Triptan zu nehmen oder sollte ich dann „nur“ Ibuprofen oder Novalgin nehmen?

    Viele Grüße
    Andreas

    Andreas
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 11