Vorstellung Amei

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  • Amei
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    Beitragsanzahl: 28

    Hallo liebe Forumsmitglieder,
    nachdem ich schon längere Zeit still mitlese, möchte ich mich heute kurz vorstellen.
    Ich habe eine chronische Migräne, die sich im Laufe vieler Jahre aus einer episodischen Migräne entwickelt hat. In den letzten 1-2 Jahren hatte ich dann mehr oder weniger täglich Attacken.
    Meine Akutmedikation bestand und besteht aus Naratriptan und Ibuprofen sowie MCP. Damit habe ich mich lange „über Wasser gehalten“ und konnte so auch arbeiten. Die 10/20 Regel habe ich aber weitgehend ignoriert. Die Quittung bekam ich vor ca. 2,5 Monaten. Das „System“ trat in den Streik.
    Da ich vor 9 Jahren schon diverse Prophylaxen erfolglos probiert hatte, wartete ich eigentlich auf Aimovig. Mein Hausarzt (durch Umzug mehrfacher Wechsel) holte jedoch erstmal etwas aus der alten Kiste und so teste ich nun – nach Medikamentenpause und Reduktion von Akutmedikamenten – Propranolol.
    Und warte auf eine (alltagstaugliche) Wirkung.☺
    Ich freue mich auf den Austausch hier im Forum und habe allein durch das Mitlesen schon sehr profitiert.

    LG Amei

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27918

    Willkommen bei uns, liebe Amei. 🙂

    Es ist eine gute Idee von Deinem Arzt, die alte Kiste wieder zu öffnen. 😉 Propranolol ist Mittel der I. Wahl bei Migräne und auch gut verträglich. Selbst wenn Du vor einem Jahrzehnt damit keinen Erfolg gehabt haben solltest, so kann er jetzt nach so langer Zeit trotzdem eintreten. Die Migräne verändert sich immer wieder, der Körper auch – vielleicht passt es jetzt perfekt.

    Alles Gute damit und liebe Grüße
    Bettina

    Amei
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 28

    Guten Morgen Bettina,

    ich werde mich vor allem in Geduld üben und ein paar andere notwendige Veränderungen in Angriff nehmen. ?
    Gibt es eigentlich irgendeinen „Trick“, um die Trägheit und Antriebslosigkeit, die durch den Beta-Blocker hervorgerufen wird, einzudämmen? Im Augenblick habe ich da nur meinen Mann, der mich immer wieder motiviert. ?

    Liebe Grüße
    Amei

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27918

    Liebe Amei,

    Müdigkeit zählt zu den häufigen Nebenwirkungen, wenn man einen Betablocker neu eindosiert. Tricks sind, niedrig dosiert einzusteigen und anfangs der Müdigkeit auch ein wenig nachzugeben. Der Körper hat mit der Umstellung zu tun und ein wenig Ruhe ist in dieser Phase sinnvoll. 🙂

    Mit der Zeit wird das besser werden, keine Sorge. Und ja, Geduld, das Ding, das Migräniker nicht so gerne mögen, macht aber doch Sinn. 😀

    Liebe Grüße
    Bettina

    Amei
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 28

    Ich habe noch einmal bei den Themen Mük und Medikamentenpause nachgelesen und stelle mir jetzt die Frage, ob meine Pause ausreichend war.

    Nach dem Beginn der Einnahme des Beta-Blockers habe ich 2 Wochen keine Triptane bzw. Schmerzmittel eingenommen. Nach Angaben des Arztes sollte ich jetzt einfach vorsichtig sein, kein Ibuprofen mehr nehmen und Triptane nur noch max. 2mal in der Woche.

    Bin ich mit einer zweiwöchigen Pause aus dem Mük heraus? Woran kann ich das erkennen?

    Liebe Grüße
    Amei

    glückdererde
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 490

    Liebe Amei,

    Die Empfehlungen sagen, dass Du mit grosser Wahrscheinlichkeit dann aus dem MÜK heraus bist, wenn während der Schmerzmittelpause über 3 Tage kein Kopfschmerz auftritt. Im Allgemeinen tritt das häufig während der ersten 2 Wochen ein.

    Tritt es aber nicht während dieser ersten Wochen ein, dann soll der Schmerzmittelentzug auf bis zu 8 (ACHT) Wochen ausgedehnt werden. Sind dann immer noch keine drei kopfschmerzfreien Tage hintereinander aufgetreten kann man den Entzug beenden und dann davon ausgehen, dass der Grund für den weiterhin anhaltenden Kopfschmerz zumindest dann nicht mehr ein MÜK ist, sondern andere Gründe vorliegen.

    Acht Wochen kann richtig hart sein! Ich selber habe nach zwei Wochen stationärem Entzug noch 6 Wochen zuhause Medikamentenpause gemacht und hatte dann immer noch täglich Kopfschmerzen.

    Zumindest für mich haben sich die 8 Wochen Pause trotzdem ganz eindeutig gelohnt. Das ist aber im Einzelfall schwierig zu entscheiden.

    Liebe Grüße

    Amei
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 28

    Lieber Glückdererde,

    vielen Dank für die schnelle und umfassende Info.

    Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich 3 Tage am Stück keine Migräne hatte. Ich meine auch zu erinnern, dass das war, bevor ich an mehr als 10 Tagen Akutmedikamente eingenommen habe.

    Zur Zeit habe ich mal einen Tag ganz frei.?
    Mal sehen, was die Prophylaxe bringt. Ich werde schon wieder ungeduldig.

    Liebe Grüße
    Amei

    Amei
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 28

    Irgendwie läuft es gerade nicht so, wie ich mir das erhofft hatte. ?

    Das Propranolol wirkt zwar, aber ich habe jetzt täglich leichte bis mittlere Migräneattacken.

    Oft ist es so, dass ich mit Schmerz einschlafe, nachts wach werde und letztlich morgens aufwache. Meist schaffe ich es ohne Akutmedikamente auszukommen, muss mich aber oft im abgedunkelten Raum hinlegen.

    Manchmal kann ich mich trotz Schmerzen mit meinem Pferd beschäftigen, aber das ist dann auch die einzige Aktivität des Tages. Vieles fällt flach, weil ich mich zu angestrengt fühle. (Schwer zu beschreiben.) Es ist so, als ob hinter der nächsten Anforderung schon die Steigerung des Schmerzes lauert. Belastbar bin ich nicht.

    Der letzte wirklich migränefreie Tag ist schon wieder 2,5 Wochen her.?

    O.k. es waren immerhin 8 in den letzten 2 Monaten.?
    Die Wohnung ist weihnachtlich geschmückt, ich war auf 2 Weihnachtsmärkten und Kekse backen schaffe ich auch noch (Vanillekipferl kann ich auch. ?).

    (Sorry, musste mal ein bisschen jammern. Es ist manchmal ein wenig zermürbend.)

    Liebe Grüße
    Amei

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27918

    Liebe Amei,

    manchmal muss man etwas jammern, das hilft auch etwas. 😉

    Du hast ja bereits Wirkung, die kann sich auch noch steigern. Sehr gut, dass Du meist ohne Akutmedikation auskommst. Sollte der Dauerkopfschmerz noch einem MÜK zuzuordnen sein, so wird dieser stetig abnehmen und bald hast Du wieder viele schmerzfreie Tage.

    Der Betablocker macht anfangs etwas müde und schlapp, auch auch das bessert sich mit der Zeit. Halte durch, es lohnt. 🙂

    Alles Gute,
    Bettina

    Amei
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 28

    Danke, Bettina.

    Heute habe ich dann doch mal wieder einen „freien“ Tag. ?

    Ich habe ihn genutzt und das getan, was mein Arzt mir geraten hat – etwas Schönes soll ich unternehmen. Da habe ich dann Vanillekipferl gebacken und mich über den Tag gefreut.

    Migräne ist einfach unberechenbar.

    Ich wünsche allen ein schmerzarmes Wochenende.

    Amei

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27918

    Vanillekipferl sind immer eine gute Idee. 🙂 Weiter alles Gute.

    Amei
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 28

    Kleines freudiges update.

    Ich hatte jetzt 6 Tage ohne Migräne.

    Soetwas kenne ich gar nicht mehr. Ich sitze hier daher ein wenig wie das Kaninchen vor der nicht vorhandenen Schlange. Irgendwo muss sie sein oder zumindest gleich um die Ecke kommen – die Migräne.

    Jahrelang habe ich gemeint, ich habe das im Griff. Als es nicht mehr ging, dachte ich nur, bald kommt DAS neue Medikament. Hilft bestimmt. Da es erst Oktober war, habe ich mich aber auf das Propranolol eingelassen und – egal was noch kommt – es hat mir schon mal 6 gute Tage beschert.

    Jetzt geht mir noch eine Frage durch den Kopf: Hätte ich das schon früher haben können? Oder war jetzt einfach der richtige Zeitpunkt?
    Muss man wirklich erst ganz am Ende sein, bis man die Tür findet?

    Ich bin gerade einfach nur glücklich.

    Danke, fürs Zuhören.

    Liebe Grüße
    Amei

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4577

    Liebe Amei,

    das ist ja auch bei dir ein tolles Update.
    Ich freue mich mit dir. Genieße es, und schau nicht nach einer Schlange.

    Blutdrucksenker sind als Prophylaxe bei Migräne Mittel der 1. Wahl. Es wundert also nicht, dass es bei dir so gute Wirkung zeigt.

    Die Antwort auf die Frage, ob eine Wirkung schon zu einem früheren Zeitpunkt wahrscheinlich gewesen wäre, hilft dir jetzt ja nicht weiter. Möglich wäre es sicher aber es ist müßig sich darüber den Kopf zu zerbrechen.

    Ich wünsche dir weiter gute Wirkung. Die Daumen sind gedrückt. ….und wenn dann doch wieder eine Attacke anrollt, dann erinnere dich an dieses schöne Gefühl.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Amei
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 28

    Liebes Sternchen,

    danke fürs Daumen drücken. Die Tage sind schon mal ein schönes Weihnachtsgeschenk und machen Hoffnung auf das neue Jahr, sodass ich vielleicht auch wieder in den Arbeitsalltag einsteigen kann.

    Liebe Grüße
    Amei

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4577

    🙂 Meine Daumen sind weiterhin gedrückt.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27918

    Liebe Amei,

    Ich bin gerade einfach nur glücklich.

    und das soll jetzt ganz lange so bleiben! 🙂

    Weiter alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Amei
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 28

    Kleines Weihnachts-update.?

    Nachdem meine Schwiegermutter mir im November noch den Osteopathen empfahl und meine Ablehnung leicht beleidigt mit „Du weißt ja immer alles besser.“ kommentierte, hatte sie beim Weihnachtsessen offensichtlich einen Erkenntniszuwachs.

    Es ging um ihre Schwierigkeiten mit dem Hörgerät, der Wahrnehmung und dem Durcheinander, wenn viele Leute anwesend sind und sich unterhalten. Mein Bruder, er hat auch Migräne, erzählte ihr dann, dass das doch ganz normal sei usw. Meine Schwiegermutter meinte schließlich, dass mein Bruder das ja genauso schildern würde wie ich. Großes Erstaunen. So was aber auch. Meinem Bruder habe ich dann noch versucht zu erklären, dass diese Art der Wahrnehmung mit unserem Migränekopf zusammenhängt und mitnichten normal wäre.

    Es war herrlich. Ich habe mich still und heimlich gefreut. Und mein Mann mit mir.
    Vielleicht kommen jetzt aus dieser Richtung keine Rat-Schläge mehr. ?

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27918

    Die kleinen aber feinen Weihnachtswunder. 😀

    Amei
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 28

    Mein Prophylaxeversuch mit Propranolol ist noch verbesserungswürdig. Ich nehme jetzt 120mg und bestimmt kann man das noch aufdosieren. Ich muss am Montag zum Arzt und werde ihn fragen.

    Mich interessiert allerdings, ob ich das Magnesium/Migravent, von dem hier immer wieder die Rede ist, (auch ohne Rücksprache) mit dem Propranolol kombinieren kann? Verträgt sich das?
    Ich bin eigentlich nicht so kombinierfreudig.

    Liebe Grüße
    Amei

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Das kannst du ohne vorherige Rücksprache kombinieren, allerdings nicht das durch viele sinnlose Inhaltsstoffe und das Magnesium-Oxid ungünstige Migravent, sondern unbedingt das Migravent Classik. Und schön langsam eindosieren damit der Darm mitspielt.

    Guten Erfolg damit,
    Julia

    Amei
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 28

    Vielen Dank, Julia.

    Amei
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 28

    Hallo, ihr lieben,

    ich habe hier im Forum schon von einem angepassten Inohr-Hörschutz gelesen, mit dessen Hilfe man einige Frequenzen ausblenden kann.

    Wer kann/mag mir von seinen Erfahrungen damit berichten?

    Liebe Grüße
    Amei

    Amei
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 28

    Nachdem ich jetzt eine Weile versucht habe mich und meinen Körper mit dem Migravent anzufreunden, habe ich beschlossen, den Versuch abzubrechen, da ich mehr oder weniger von der ersten Kapsel an viel Zeit im Bad verbracht habe. Anscheinend vertrage ich diese Kombi nicht, auch nicht bei langsamem Aufdosieren.

    Jetzt sitzt ich also mit dem Propranolol da und warte …
    Eigentlich ist die Frage worauf kann ich warten?
    Ich habe, bevor ich im Oktober damit angefangen habe, jeden Tag Attacken gehabt und jeden wirklich jeden Tag Naratriptan + Ibuprofen genommen. Und das sobald die Migräne nur gezuckt hat. Hat „funktioniert“, dachte ich jedenfalls. Bis gar nichts mehr ging.
    Nachdem ich nun die Medikamentenpause gemacht habe und auf die 10/20-Regel achte, weiß ich nicht mehr, wie ich die Einnahme der Akutmedikamente angehen soll.
    Ich habe diesen Monat bisher 14 Migränetage und 8 Einnahmetage. Es ergibt sich aber immer das Problem, dass ich erst abwarte, wie schlimm die Attacke wird, und dann entscheide, ob ich nun etwas einnehme oder nicht. Das bedeutete dieser Tage, dass die Attacke am Donnerstagabend begann, ich aber erst in der Nacht zu Samstag ein Triptan und Ibuprofen genommen habe, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe. D.h. den ganzen Freitag habe ich im Bett oder auf dem Sofa verbracht, nichts ging, ich war völlig fertig, nur um am Ende doch etwas einzunehmen. Umsonst ausgehalten, nicht durchgehalten, doch einen Medikamententag dazubekommen.
    Irgendwie weiß ich nicht, wie ich das optimieren kann.

    Dazu kommt, dass ich seit Beginn der Prophylaxe oft müde, antriebslos und ein wenig deprimiert bin. Kann ich das auf das Propranolol zurückführen? Oder liegt es noch daran, dass ich einfach zu lange im MÜK war? Kann ich von dem Propranolol noch mehr Wirkung erwarten, auch wenn ich es jetzt seit Anfang Oktober nehme?

    Ich habe Anfang Februar wieder einen Arzttermin und überlege, ob es Sinn macht, einen GdB zu beantragen. Den Bericht könnte aber nur mein Hausarzt schreiben. Reicht das?

    Liebe Grüße
    von einer leider sehr deprimierten
    Amei

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 125

    Hallo Amei,

    ich weiß nicht woran es liegt aber ich vertrage Kombipräparate auch oft nicht und Q10 geht aus irgendeinem Grund gar nicht – ich bekomme davon Ganzkörperschmerzen, die sich immer mehr steigern und erst nach Absetzen wieder weggehen. Sehr seltsam aber schon oft getestet.

    Ich nehme daher nie Kombipräparate sondern alles einzeln damit ich immer sofort weiß wenn ich auf etwas seltsam reagiere.

    Schreib das mit dem Magnesium, dem B2 etc. mal noch nicht ab, vielleicht ist es einfach die Kombi die für dich in dieser Form nicht geht.
    Ich nehme nur Magnesium und B2 und beides auch einzeln, Q10 geht einfach nicht.

    Liebe Grüße,
    Bea

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5626

    Liebe Amei,

    deine Worte

    Umsonst ausgehalten, nicht durchgehalten, doch einen Medikamententag dazubekommen.

    klingen nach Enttäuschung und Versagen. Dabei hast du durch den Tag, an dem du ausgehalten hast, einen ganzen Medi-Tag gespart! Du hast einen Tag „gewonnen“!, auch wenn er hart erkämpft war.

    Deine Vorgehensweise kann jeder nachvollziehen, der eine hochfrequente Migräne hat, die in unterschiedlich starken Attacken verläuft. Da stehen die Chancen dann eben 50:50, dass es ohne Medis auszuhalten ist. Werden die Schmerzen jedoch in dieser Attacke unerträglich und ist man völlig fertig, greift man eben doch zum Triptan. Manchmal geht´s halt nicht ohne! Ein anderes Mal dagegen bekommt man es dafür tatsächlich hin, und dann haben wir etwas ganz Außergewöhnliches und Schweres geleistet!!

    Wir sind auch nicht immer gleich drauf. Es gibt bei mir Tage, da weiß ich, dass ich einen Aushalte-Versuch überhaupt nicht erst probieren muss, weil ich eh schon im Vorfeld genervt bin. Das wird dann mit ziemlicher Sicherheit nix.

    Und dann gibt es Tage, an denen ich mir das Aushalten eher vornehmen kann: Wenn ich keine wichtigen Termine habe, es von meinem Umfeld her auch möglich ist, ich mich stabil genug dafür fühle, ich nicht Auto fahren muss. Denn dann mache ich es mir mit nächtlicher Sedierung leichter, das zieht bei mir am nächsten Tag allerdings immer einen Medi-Überhang nach sich, da setze ich mich nicht ans Steuer.

    Und wenn es dann doch nicht klappen sollte mit dem Aushalten bei mir, dann tröste ich mich selber mit: „Bist halt auch nur ein Mensch.“ 🙂
    Wir haben durch unsere schwere Erkrankung so viele Einschränkungen, so viel zu tragen und ertragen, wir leisten Gewaltiges:
    Liebe Amei, wir sind Helden! 😀 😀 😀

    Lieber Gruß
    Heika

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 125

    Hallo liebe Heika,

    das hast du ganz toll gesagt!!!

    Liebe Amei, ich habe gerade schon einmal geschrieben, aber anscheinend ist mein Beitrag verloren gegangen, daher nochmal.

    Ich mache auch gerade eine Medikamentenpause, 4 Wochen sind schon rum. 4 stehen mir noch bevor. Ich hatte leichte und mittlere Attacken, die mit Eisbeuteln und Meditation gut in den Griff zu bekommen waren. Ich hatte letztens aber auch eine Attacke, bei der ich einfach gar nicht mehr konnte. Wenn ich kein Diazepam gehabt hätte, hätte ich den Kopf nur noch gegen die Wand gerammt. Ich konnte nur noch denken „Es soll aufhören, es soll aufhören“. Den Tipp mit dem Diazepam habe ich hier im Forum bekommen. Mein ehemaliger Arzt hat mir nie etwas von dieser Möglichkeit gesagt.
    Ich habe 10 mg Diazepam genommen und dann geschlafen wie ein Baby. Die Attacke ging 20 Stunden und etwa die Hälfte davon musste ich nicht miterleben.
    Wie Heika schreibt, wir „leisten“ alle so viel und jeder tut was er in dem Moment kann, und manchmal kann man nicht anders als einfach ein Schmerzmittel nehmen. Ich habe nicht den ganzen Thread gelesen, aber vielleicht ist das mit dem Diazepam auch eine Möglichkeit für dich.

    Ich nehme es dann, wenn ich zum Beispiel den Toilettengang sogar rauszögere, weil bei jeder Bewegung Idioten im Kopf Feuerwehrkörper gegen meine Hirnwände abfeuern 😉 Ich habe nun in den 4 Wochen zweimal Diazepam genommen und es hat mich davor bewahrt Schmerzmittel zu nehmen und nimmt mir auch die Angst vor den nächsten 4 Wochen.

    Mach dich nicht selber fertig!!!! Manchmal geht es einfach nicht anders.

    Liebe Grüße,
    Bea

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