Vorstellung Lisa123

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  • Lisa123
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    Hallo zusammen,
    ich lese hier schon eine ganze Weile still und heimlich mit 😉 Nun möchte ich mich aber doch auch mal vorstellen und habe schon gleich die ersten Fragen. Gehören die überhaupt hier in den Vorstellungsbereich oder muss ich damit irgendwo anders hin?
    Ich bin inzwischen Mitte 20 und studiere und habe wohl aber schon seit früher Kindheit Migräne, nur ohne die Diagnose. Damals bekam ich ein paar Globuli und sollte mich nicht so anstellen. Die Attacken kamen natürlich trotzdem weiterhin und ließen sich von Globuli auch nicht beeindrucken. Während der Pubertät wurde es dann immer schlimmer und ich begann so ziemlich alles an Schmerz- und Übelkeitsmitteln zu nehmen, was die Apotheke so zu bieten hatte, geholfen hat eigentlich nichts so richtig.
    Vor ca. 5 Jahren landete ich dann bei einem Neurologen, der stellte die Diagnose Migräne und eröffnete mir mit wirkenden Triptanen ein ganz neues Lebensgefühl. Sumatriptan und Imigran Inject sind seit dem meine ständigen Begleiter und wirken (in fast allen Fällen-dazu gleich mehr) zuverlässig und schnell.
    Nun allerdings zu den Problemen: Zum Einen habe ich, glaube ich, in den letzten ganzen Jahren noch nie die 10/20-Regel eingehalten. Früher kannte ich sie gar nicht und inzwischen habe ich mit meinem Neurologen zwar drüber gesprochen, allerdings eskalieren die Attacken bei mir inzwischen oft, wenn ich nicht rechtzeitig behandel und enden dann am Tropf im Krankenhaus. Deshalb soll ich möglichst jede Attacke sofort behandeln.
    An Prophylaxen haben wir bisher Magnesium und Vitamin B2 probiert und Betablocker, die ich allerdings gar nicht vertragen habe.
    Mein anderes Problem ist, dass ich auch so einigermaßen regelmäßig (Tendenz leider steigend) tagelange Attacken habe, die ich nicht behandelt kriege, auch wenn ich rechtzeitig etwas nehme. Am 4. Tag kommt dann meistens noch relativ hohes Fieber dazu, ich habe von meinen Ärzten bisher immer gehört, dass Fieber aber kein Migränesymptom sei und damit nichts zutun haben kann, Zufall kann es aber auch kaum sein.

    So jetzt habe ich hier viel länger geredet als ich wollte. Ich hoffe, wenigstens an richtiger Stelle. 😉
    Wenn hier jemand noch eine Idee gegen Attacken hat, die auf die normalen Medikamente nicht ansprechen, gerne her damit 😉

    Liebe Grüße und einen schönen Abend
    Lisa

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4656

    Hallo und herzlich willkommen liebe Lisa im Headbook.

    Du bist hier gold richtig und schön, dass du dich vorgestellt hast.:)

    Ja, es ist so, dass wenn man die 10/20 iger Regel immer überschreitet, Gefahr läuft, in einen MÜK zu geraten.

    Wenn man in einem MÜK ist, ist es typisch, dass Medikamente nicht mehr richtig wirken. Das betrifft auch ganz besonders Triptane und andere Akutmedi´s.

    Um aus dem MÜK herauszukommen muss man eine Medikamentenpause mache. Das hast du hier sicher alles schon gelesen.

    Unter „Migräne-Wissen“ hier rechts unten auf dieser Seite, bei den Link´s findest du alles was du dafür wissen mußt.

    Dort sind auch die verschiedenen Triptane mit ihren Besonderheiten aufgeführt. Sollte bei dir die Wirkung des Imigran´s nicht lange genug anhalten, gibt es verschiedene andere Triptane, deren Wirkung länger anhält. Sei mal ganz zuversichtlich, es gibt noch eine Menge Möglichkeiten für dich.

    Hast du einen wirklich guten Neurologen an der Hand, der dich gut und kompetent betreut? Mit dem du gut klar kommst? Das ist eine Grundvoraussetzung für eine effektive Behandlung.

    Führst du ein Kopfschmerztagebuch?

    Vielleicht ließt du nun erst einmal unter „Migräne Wissen“, und schreibst hier danach, wie die Attacken bei dir genau aussehen, wie oft und wie lang sie genau andauern, und was und wie oft im Monat du Medikamente einnimmst.

    Alles Liebe
    Sternchen

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4656

    P.S. Ob das Fieber total typisch für die Migräne ist, weiß ich grad nicht. Ich habe es aber schon mehrfach gelesen, dass es diese Reaktion nach mehreren Tagen Migräne gibt.

    Lisa123
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Hallo liebes Sternchen und danke für die liebe Begrüßung 🙂
    Ich weiß genau, dass ich gestern Abend unter Migräne-Wissen noch was zum MÜK gefunden hatte, was ich heute lesen wollte. Nun finde ich es nicht wieder, werde ich aber später nochmal suchen, das kann ja nicht weg sein 😀
    Mein Neurologe meinte allerdings auch, dass es nicht nach einem MÜK klingt, weil meine Triptane dann generell schlechter wirken müssten und nicht bei den meisten Attacken gut und bei anderen gar nicht. Vermutlich wäre eine Medikamentenpause aber trotzdem mal ganz sinnvoll. Da habe ich aber echt Angst vor.

    Also ich hatte es am Anfang mit Formigran probiert, das hatte gar keine Wirkung. Dann hatte ich ne Weile das Nasenspray Ascotop (gerade im Frühling mit Heuschnupfen wirkungslos) und Maxalt (hat auch ganz gut gewirkt, aber dafür hatte ich immer kurzzeit extremen Schwindel davon) und bin dann bei Sumatriptan und dem Imigran Inject gelandet. Aber vielleicht sollte ich nochmal was anderes ausprobieren.

    Früher waren unbehandelte Attacken nach spätestens drei Tagen überstanden, das ist jetzt leider nicht mehr so. Inzwischen sieht es so aus, dass die Attacken eigentlich immer mit pulsierenden Schmerzen an einem Punkt zwischen Auge und Schläfe (meistens auf der rechten Seite) und gleichzeitig starken Nackenschmerzen (auch irgendwie pochend, ganz anders als bei Verspannungen jedenfalls) beginnen. Die breiten sich dann relativ schnell auf einer Kopfhälfte aus und spätestens dann kommt Übelkeit hinzu. Je nachdem wie stark die Übelkeit schon ist, nehme ich entweder eine Sumatriptan oder spritze gleich das Imigran Inject. Im Normalfall wirkt das dann auch relativ gut, manchmal muss ich ein paar Stunden später nochmal was nachnehmen, aber damit ist die Attacke dann eigentlich überstanden.
    Wenn ich allerdings mal nicht sofort behandel, sondern warte bis die Attacke voll da ist, hilft dann auch gar nichts mehr.(Jedenfalls nichts was ich bisher probiert habe) Dann blühen mir tagelang höllische Kopfschmerzen und Erbrechen ohne Pause. Am vierten Tag kommt dann meistens noch ca 39 Fieber dazu und ich lande meistens am Ende meiner Kräfte im Krankenhaus. Wann bzw ob so eine Attacke von alleine auch wieder verschwindet konnte ich bisher nicht rausfinden.
    Naja und dann gibt es die Attacken die gleich auf nichts ansprechen und im Prinzip genauso verlaufen, nur dass es nicht daran liegt, dass ich zu spät behandle, sondern dass meine Triptane einfach von Anfang an komplett wirkungslos bleiben. Von diesen Attacken habe ich in letzter Zeit so ca. alle zwei Monate eine, allerdings im Januar und Februar jetzt schon jeweils eine.
    Ansonsten bin ich die letzten 2 Jahre im Durchschnitt immer so bei 16-18 Tagen mit Medikamenten gewesen (ich könnte das jetzt auch monatsweise genau aufführen ;)) Mal gab es allerdings auch Monate mit über 20 und dafür auch mal welche mit nur 13. Zu den Tagen an denen ich Medikamente nehme kommen meistens noch so 2-3 Tage hinzu an denen ich so leichte eher unterschwellige Migräne habe, die aber „wegschlafen“ kann.
    Der Januar war dahingehend super, da hatte ich nur 12 Medikamententage, dafür ist der Februar jetzt die Katastrophe und ich bin jetzt schon bei 11.

    Und jetzt noch kurz zu meinem Neurologen, schwere Frage, ich komme mit ihm ganz gut klar und bisher fällt ihm zumindest immer irgendwas ein, was „wir mal probieren könnten“. Dass er auf dem Gebiet über unglaublich viel Wissen verfügt bezweifle ich allerdings mal, wehcseln möchte ich ihn trotzdem sehr sehr ungern.

    Ich bin quasi ohne Ärzte, dafür mit haufenweise Homöopathischen Mitteln, dem Glauben, dass die Pharmaindustrie nur aus Verbrechern bestehe und es ohnehin ein Zeichen von Schwäche sei zum Arzt zu gehen und chemische Mittel zu nehmen, aufgewachsen. Und habe ein paar Jahre gebraucht um davon wirklich wegzukommen.
    Inzwischen nehme ich Zucker lieber in Form von Schokolade zu mir als in Globuli-Zuckerkügelchen und halte „chemische Mittel“ für eine super Erfindung, wenn sie mir helfen. Aber trotzdem wechsel ich sehr ungern die Ärzte. Ich habe mir jetzt langsam ein „Netz“ an Ärzten aufgebaut, aber zu neuen fremden Ärzten gehe ich nicht so schnell wenn es nicht ganz unbedingt sein muss.

    Tut mir Leid, dass es jetzt so ein Roman geworden ist, ich wusste nicht so genau wie ich mich da kürzer fassen sollte. Und vergessen habe ich nu bestimmt trotzdem noch was.

    Liebe Grüße und einen schönen Tag 😉
    Lisa

    heika
    Teilnehmer
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    Liebe Lisa,

    bei so einer Ärztin, die Chemie für Gift hält und alles naturheilkundlich behandeln möchte, ist leider eine liebe Bekannte von mir gelandet. Als sie wegen der Behandlung ihrer Migräne nach einem Triptan fragte, bekam sie (Alter: Ende 20) zu hören, dass sie dafür zu jung sei, in dem Alter würde man noch keine Triptane geben. Das ist nicht nur absolut falsch, sondern aus meiner Sicht sogar unterlassene Hilfeleistung.

    Traurig, dass viele Patienten sich davon aber derart beeinflussen lassen, dass sie nicht mal den Mut finden, sich selber in der Apotheke ein Triptan zum Ausprobieren zu besorgen, und diesen Ärzten treu bleiben und weiter (unnötig) leiden.

    Es gibt einen gesunden Mittelweg (jedes Medi, jeder Tee/jedes Kraut o.ä. an seinem richtigen Platz), den du zum Glück gefunden hast.

    Lieber Gruß
    Heika

    Lisa123
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Hallo Chamäleon,
    ich weiß auch nicht woher das Fieber dann kommt, aber einen Zusammenhang gibt es bei mir jedenfalls. Vielleicht einfach völlige Erschöpfung oder so.

    Liebe Heika,
    ich wurde in die Homöopathie quasi reingeboren 😉 Meine Eltern sind beide in dem Bereich tätig und so kam es quasi schon einem Verbrechen gleich, heimlich zur Apotheke zu gehen. Aber das hat hier nicht viel zu suchen. Immerhin musste ich den Quatsch nicht noch teuer bezahlen (nur mit jahrelangen unbehandelten Migräneattacken). Jedem das seine, aber mein Weg ist es definitiv nicht (mehr).

    Liebe Grüße
    Lisa

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4656

    Liebe Lisa,

    ja, bei den vielen Medi´s, die du dann ja nimmst, wäre ein MÜK denkbar. Du schreibst ja auch, dass die Medi´s manchmal eben nicht wirken. Da wäre eine Optimierung der Akkutmedikation sicher auch nötig. Ein MÜK kommt nicht über Nacht. Man schliddert so langsam hinein. Der Schmerz ist ein wenig diffus, und hält sich immer so ein wenig an der Oberfläche. Er ist fast immer vorhanden und die Migräneattacken kommen noch obendrauf. So war es bei mir. Eine Medikamentenpause sollte stationär erfolgen. Manche machen sie auch zu Hause. Dafür braucht man aber dann wirklich gute Unterstützung eines Fachmanns. Außerdem wäre nach der Pause über eine medikamentöse Prophylaxe nachzudenken. Sie soll helfen, die Attackenfrequenz zu senken. U.U. werden auch dadurch die Anfälle leichter und die Medi´s wirken wieder.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28461

    Willkommen im Headbook, liebe Lisa. 🙂

    Ich bin quasi ohne Ärzte, dafür mit haufenweise Homöopathischen Mitteln, dem Glauben, dass die Pharmaindustrie nur aus Verbrechern bestehe und es ohnehin ein Zeichen von Schwäche sei zum Arzt zu gehen und chemische Mittel zu nehmen, aufgewachsen. Und habe ein paar Jahre gebraucht um davon wirklich wegzukommen.

    Puh, dazu br