Vorstellung Ratlos und Frage: MÜK oder nicht?

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  • Ratlos
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    Hallo,

    Ich habe das Headbook schon eine Weile verfolgt und fand es eine große Hilfe, hab mir aber nicht getraut hier zu schreiben unter anderem weil mein Deutsch nicht ganz Fehlerfrei ist – da bitte ich im Voraus um Entschuldigung.

    Ich bin relativ neu zu der Migräne Thema – bis vor 3 Jahren hatte ich nie, oder nur selten, und dachte immer es ist ein Kopfschmerz. Dann habe ich angefangen 11 Migräne Tage pro Monat, jede Monat, zu kriegen. Die Vermutung war hormonal bedingte Migräne.

    Ich habe erst Amitryptalin als Prophylaxe bekommen, es hat leider nicht geholfen, und ich hatte einen ganz schlimmen Monat nach der Absetzung obwohl ich es ganz langsam abgesetzt hatte. Dann habe ich Topiramat gekriegt – was bei mir schlimme magen-darm Beschwerden verursacht hatte.

    Seit der Absetzung der Topiramat (anfang März) bin ich ohne Prophylaxe, und wurde am liebsten keine Prophylaxe mehr nehmen, weil ich das Gefühl habe die haben alles nur verschlimmert. Seit ich die nehme geht es mir viel schlechter als davor. ich hatte Wochen wo ich jeden Tag Migräne habe, und komme manchmal auf 17-18 Migränetage im Monat.

    Ich mache mir Sorgen dass ich im MÜK bin – was nicht unwahrscheinlich ist weil ich leider in Januar und Februar an 16 und 14 Tage Schmerzmittel genommen habe (ja, dass sollte ich nicht machen, aber es war unerträglich, sogar die Kortison Infusion hat da nichts gebracht). Ich wollte mich hier mit dem Forum beraten, weil zwei Anzeichen scheinen das MÜK zu wiedersprechen: erstens habe ich doch manchmal Phasen wo ich 3-4 Tage ganz schmerzfrei bin ohne Medikamente. Zweitens ist der schmerz denn ich habe nicht dumpf, sondern stechend. Was meint ihr – kann es trotzdem eine MÜK sein?

    Ganz Herzliche Grüße an Alle und herzlichen Dank im Voraus für Rückmeldungen,
    Ratlos

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1735
    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4562

    Liebe Ratlos,

    herzlich willkommen hier im Forum. Gut, dass du hier geschrieben hast. Ich finde dein Deutsch schon sehr gut. Es ist eine sehr schwere Sprache. Also weiter so. 🙂

    Regenbogen hat schon einen tollen Link zum MÜK eingestellt.

    In den MüK kommt man eigentlich schleichend. Wenn du also nur die zwei Monate über die 10 Tage Schmerzmitteleinnahme kommst, (die 10/20 Regel ist dir genau bekannt?) und die anderen Monate immer unter 10 Tage Schmerzmitteleinnahme warst, ist der MÜK gar nicht soooo wahrscheinlich. Kann aber natürlich sein.

    Der MÜK fühlt sich diffus (gemischt, uneinheitlich) an. Man hat das Gefühl eine Migräne zu haben, und noch irgendwie einen anderen KS dazu. Die eigentlichen Mittel dagegen, helfen nicht oder nur wenig. Alles ist so verschwommen. Auch eine Prophylaxe kann in einem MÜK ggf. keine richtige Wirkung zeigen.

    Du schreibst nichts über deine Akutmedikation. Wie sieht diese genau aus. Schreibe bitte genau, wie du behandelst.

    Bei einer so häufig auftretenden Migräne ist eine Prphylaxe nötig. Sie ist der Weg aus den häufigen Anfällen. Natürlich muss man ein wenig suchen, um die passende Therapie zu finden. Eine gute Betreuung durch einen Spezialisten, der sich mit Migräne wirklich gut auskennt ist unbedingt nötig.

    Mach dir keine Sorgen! Sorgen sind eigentlich nur hinderlich. Es gibt viele Möglichkeiten für dich. Mit entsprechender Unterstützung und ein wenig Geduld wirst du einen guten Weg finden.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Ratlos
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3

    Liebe Sternchen,

    Danke für die netten Worte. Meine Akutmedikation ist Relpax 40 mg und Paracetamol 1000 mg. In der Vergangenheit hatte ich Naproxen genommen, aber seit ich so viele Magenprobleme habe bin ich auf Paracetamol umgestiegen. Meistens hilft schon die erste Dosis, in manchen Fällen nehme ich nach 2-3 Stunden eine zweite Dosis. Bis zu diese Woche hat es immer geholfen und danach hatte ich mindestens ein Tag ganz schmerzfrei. Diese Woche hatte ich das erstes Mal, dass der Schmerz so stark war dass es sogar nach der zweite Dosis nur gedämpft war.

    Für mich wurde ein Reha beantragt aber noch nicht bewilligt. Im Kiel sagte man mir dass es 8 Monate Wartezeit gibt, deshalb wollte ich entweder in die Berolina fahren oder nach Königstein. Alternativ habe ich mich nach einem stationären Medikamentenentzug erkundigt. Bin mir aber eben nicht sicher ob es nicht zu voreilig ist. Nächste Woche habe ich den nächsten Neurologen Termin, ich hoffe dass ich da Botox kriege, denn ich habe wegen meinen Magenprobleme Angst vor die andere Mittel. Bin auch etwas begrenzt mit mögliche Prophylaxe weil ich SEHR niedrigen Blutdruck habe.

    Ich wünsche eine schöne und schmerzfreie Wochenende,
    Ratlos

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4562

    ok, auch bei niedrigem Blutdruck und empfindlichem Magen gibt es Mittel und Wege. Ich selbst habe niedrigen Blutdruck und einen sehr niedrigen Puls. Auch ich habe eine Prophylaxe gefunden.

    Wie schon gesagt, Sorgen und Ängste stehen nur im Wege. Alle Prophylaxen kann man auch wieder absetzten und Nebenwirkungen verschwinden.

    Wegen eines einzigen Vorfalls würde ich noch keine Schlüsse ziehen. Manchmal macht es Sinn, das Triptan zu wechseln, wenn die Wirkung wirklich nachläßt. Das würde ich beobachten.

    Auf jeden Fall würde ich die Berolina Klinik vorziehen. Hier im Forum unter Klinikerfahrungen kannst du dazu auch lesen. Aber wichtig ist, dass du bis dahin dein Migräne Wissen auf den aktuellen Stand bringst. Nur dann kannst du mit den Ärzten vor Ort auf Augenhöhe mitreden.

    Ließ mal auch hier unten rechts hinter dem Link „Migräne Wissen“. Mach dich so schlau es irgend geht. Das Buch von Prof. Göbel „Erfolgreich gegen Kopfschmerz“ solltest du vielleicht sogar mit in die Berolina Klinik nehmen. Es wird dort auch bekannt sein. 🙂

    Alles Gute für dich
    lieber Gruß
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Willkommen im Forum, liebe Ratlos. 🙂

    mache Dir keine Sorgen wegen Deiner Sprachfähigkeiten. 😉 Erstens sind sie sowieso sehr gut und zweitens sollte und kann hier jeder schreiben. Manche sind Legastheniker und haben Probleme – aber wir nicht. Lediglich wenn sich jemand nicht bemüht und Texte kaum zu entziffern sind, dann wird mal kurz gemeckert.

    Dann habe ich angefangen 11 Migräne Tage pro Monat, jede Monat, zu kriegen. Die Vermutung war hormonal bedingte Migräne.

    Die Hormone können sicher auch Trigger sein, aber eine ausschließlich hormonell getriggerte Migräne gibt es so gut wie nie. Immer gibt es auch andere Trigger und das sieht man ja auch bei Dir. Bei so vielen Migränetagen spielen auch andere – Dir vielleicht noch unbekannte – Trigger mit rein.

    Führst Du einen Kopfschmerzkalender? Wenn nicht, könntest Du Dir die kostenlose „Migräne-App“ der Schmerzklinik laden und damit gut Buch führen.

    Wie Sternchen schon schreibt, muss das bei Dir nicht unbedingt für einen MÜK sprechen. Achte darauf, die 10 „erlaubten“ Tage im Monat so gut wie möglich einzuhalten. Man kann auch mal einige Tage (z. B. am Wochenende) mit Sedierung überbrücken, um Akutmedikation einzusparen.

    Warum nicht einfach mal in Kiel anmelden? Manchmal kann es auch schneller gehen und eine Reha ist nun mal nicht zu vergleichen mit einer sehr spezialisierten Klinik für schwer Betroffene.

    Liebe Grüße und jetzt erst mal gute Besserung,
    Bettina

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