Vorstellung – Tanni

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  • Tanni
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    Beitragsanzahl: 2044

    Hallo allerseits,

    ich heiße Tanni, bin 25 Jahre alt und seit etwas über einem Jahr Kopfschmerzpatientin. Wann die Schmerzen auftreten ist recht einfach gesagt: Sie beginnen jeden Tag morgens beim Aufstehen und hören nicht auf bis ich abends wieder ins Bett gehe. Nach unzähligen Arztbesuchen weiß ich immerhin, dass es keine eindeutige Ursache dafür gibt.

    Zumindest ein Teil der Kopfschmerzen ließ sich als Spannungskopfschmerz identifizieren. Dank Physiotherapie mit osteopathischen Techniken sind diese auch immer wieder zeitweise verschwunden. Leider tauchen sie aber auch immer wieder auf. Durch 2 verdrehte Halswirbel entsteht gerade in der Nackenmuskulatur häufig Spannung.

    Der andere Teil der Schmerzen sitzt in der Stirn und ist von Physiotherapie absolut unbeeindruckt. In manchen Phasen wird er bei körperlicher Aktivität sehr viel stärker. Diese sind vor allem dann, wenn ich deutlich zu wenig geschlafen habe. Auch beim Fliegen oder Bahnfahren wird der Schmerz intensiver. Milch oder schwarzer Tee mit Zucker können manchmal etwas Linderung verschaffen – wirksame Schmerzmittel habe ich dagegen noch keine gefunden, und da der Schmerz sowieso täglich in irgend einer Form auftritt, weigere ich mich schlicht, auf klassische Schmerzmittel zurückzugreifen.

    Im Februar habe ich beschlossen, mir nicht länger mein Leben vom Schmerz diktieren zu lassen und schlichtweg angefangen, den Schmerz systematisch zu ignorieren. Das ging phasenweise sehr gut, und zumindest etwas Lebensgefühl war wieder da. In meinem Urlaub im April hatte ich sogar komplett schmerzfreie Phasen – als ich dann schon recht euphorisch im Flieger saß und dachte, dies wäre die Wendung, kam kurz nach Abflug der Schmerz zurück und hat mich seitdem wieder im Griff.

    Das Forum habe ich per Zufall entdeckt. Ich habe mir schon länger gewünscht, mich mit Leuten auszutauschen, denen es ähnlich geht – vielleicht auch um den einen oder anderen Rat zu erhalten.

    Jetzt wurde aus meiner Kurzvorstellung schon wieder ein kleiner Roman… Ich hoffe auf interessante Gespräche und wünsche zum Abschluss einfach allen einen schönen Tag 🙂

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5597

    Liebe Tanni,

    herzlich willkommen im Headbook!

    Es ist immer schön, wenn sich Mitglieder etwas ausführlicher vorstellen, weil sich dann viele Fragen gleich von alleine erledigen.

    Da du von vielen Arztbesuchen geschrieben hast, gehe ich davon aus, dass da auch Neurologen dabei waren, aber letztlich doch keine richtige Diagnose gestellt werden konnte. Das ist natürlich frustrierend.

    Wenn ich dich richtig verstanden habe, hast du nachts keine Schmerzen, sobald du dich hinlegst? Da es dir auch im Urlaub sehr viel besser ging, spricht das ja schon für eine stressbedingte Koppelung.

    Hast du es schon mal mit ganz bewusster Entspannung, z.B. mit der Methode der Progressiven Muskelrelaxation nach Jacobson probiert? Auch Magnesium würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall einmal ausprobieren.

    Stöbere einfach mal ein wenig bei uns im Forum herum. Zu fast allen Themen gibt es hier schon viele Beiträge, die Suchfunktion oben rechts kann dir dabei helfen.
    Ansonsten einfach bei den verschiedenen Gruppen mit den verschiedenen Themen reinschauen, da wirst du sicher fündig.

    Lieber Gruß
    Heika

    Conny
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1024

    Herzlich Willkommen Tanni .
    Heika hat ja schon ganz viel wichtiges geschrieben .
    Entspannung wäre mir bei dir auch sofort eingefallen um regelmäßig runterzufahren.

    Wurde dir von einem Arzt noch nie eine medikamentöse Prophylaxe empfohlen oder möchtest du das nicht ?
    Das wäre nämlich auch noch eine Möglichkeit die du ausprobieren könntest.

    Liebe Grüße Conny

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Ein herzliches Willkommen, liebe Tanni. 🙂

    Du hast eine gute Einstellung zu Deinen Schmerzen entwickelt, was sich sicher irgendwie positiv aufwirken wird. Meist reicht das aber alleine leider nicht, man wird wohl auch behandeln müssen.

    Eventuell könnte es sich ja auch um einen New daily persistent headache handeln. Frag mal Deinen Arzt danach.

    Sonst wären Entspannungsübungen und hochdosiertes Magnesium – wie oben schon erwähnt – sicher sinnvoll.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2044

    Danke für die Antworten 🙂

    Das mit dem Stress ist so eine Sache – ich hatte vor etwa 2 Jahren sehr viel Stress, die Belastung hat sich dadurch geäußert, dass ich nächtelang wach lag und tagsüber überhaupt keine Energie mehr hatte. Kopfschmerzen hatte ich in jener Zeit selten. So konnte es nicht weitergehen, also habe ich (auch mit Hilfe von meinem Hausarzt) mein Leben komplett umorganisiert. Ich hab damals angefangen, regelmäßig joggen und schwimmen zu gehen und es ging mir richtig gut damit.

    Bis auf einmal die Kopfschmerzen angefangen haben… Gerade beim Joggen waren die Schmerzen so heftig, dass ich es spätestens nach 5 Minuten nicht mehr ausgehalten hatte. Daraufhin hab ich diesen Sport leider aufgeben müssen.

    Jetzt gehe ich regelmäßig schwimmen und in die Sauna. Progressive Muskelentspannung wurde mir von meinem Physiotherapeuten empfohlen – seit 11 Monaten wende ich diese Methode täglich an.

    Und wenn ich ehrlich sein darf: Ich wüsste nicht, wo sich in meinem Leben noch Stress versteckt hält. Ich bin so glücklich und zufrieden wie selten – nur die Kopfschmerzen hindern mich daran, dies auch zu genießen.

    Aber wenn eure erste Vermutung von meinen Erzählungen dahin geht, werde ich das doch nochmal genauer unter die Lupe nehmen.

    Heika: ich hatte mich da vielleicht etwas ungenau ausgedrückt. Die Schmerzen verschwinden nicht, wenn ich mich hinlege, sondern erst dann wenn ich eingeschlafen bin. Und vermutlich verschwinden sie gar nicht, ich merke nur ab diesem Moment nichts mehr davon. 🙂

    Conny: Medikamentöse Prophylaxe wurde mir sowohl von meinem Neurologen, als auch von meinem Hausarzt empfohlen. Das Problem: Als Nebenwirkung machen diese Medikamente müde. Ich habe Amitriptylin in der niedrigsten Dosierung ausprobiert und hab diese Wirkung überdeutlich gespürt, auch am nächsten Morgen noch. Das allein wäre nicht weiter tragisch, aber: mein größtes Hobby ist mein Ehrenamt bei der Freiwilligen Feuerwehr – da kann es natürlich auch immer sein, dass man nachts zu einem Einsatz gerufen wird. Unter diesem Medikamenteneinfluss würde ich im Einsatzfall mich selbst und andere gefährden.
    Ich habe mich mit meinem Neurologen lange darüber unterhalten, dass ich erst alle anderen Möglichkeiten und Wege ausprobieren möchte, bevor ich das Ehrenamt aufgebe.

    Das mit Magnesium war mir bislang unbekannt, das werde ich gerne ausprobieren.

    Liebe Grüße, Tanni

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2044

    Hallo ihr lieben,

    in meinem ersten Beitrag habe ich noch geschrieben, dass beim Fliegen oder Bahnfahren der Schmerz intensiver wird… Nachdem ich jetzt wieder mit der Bahn unterwegs war, glaube ich fast dass da noch mehr dahinter steckt – und wollte mal fragen, ob jemand weiß, was das sein könnte…

    Das Schema war bei den letzten 4 Flügen und den letzten 4 Bahnfahrten (alle im April bzw Mai) dasselbe: es ging vielleicht bis 5 Minuten nach Start alles gut und dann fing auf einmal der ständig vorhandene Kopfschmerz in der Stirn an, stärker zu werden. Die letzten Male so stark, dass ich nur noch gehofft hatte, die Fahrt möge endlich vorbei sein.

    Das seltsame am Schmerz war, dass er nicht einfach nur stärker wurde, sondern wie in „Wellen“ (ich weiß nicht wie ich es besser betiteln könnte) immer wieder stärker wird, dann etwas abebbt und wieder zunimmt…

    Nach Ende der Fahrt bzw des Fluges dauert es ein paar Minuten an der frischen Luft und der Schmerz geht zurück, ist allerdings noch einige Tage lang stärker als das Ausgangsniveau.

    Ich sollte vielleicht dazu schreiben: Nachdem ich im Studium 3 Jahre lang jedes Wochenende mit dem Ice gependelt war, habe ich Bahnfahrten nicht mehr so gut vertragen wie früher – allerdings war das damals so, dass ich einfach nach Möglichkeit in Fahrtrichtung saß und erst die „Verträglichkeit“ der jeweiligen Fahrt geprüft habe, bevor ich irgendwas anderes getan habe als auch dem Fenster zu schauen (z.B. Lesen…).
    Seit 2 Jahren fliege ich jetzt regelmäßig (alle 2 Monate) auf Kurzstrecke und Kopfschmerzen waren immer mit an Bord. Bislang habe ich es allerdings da auf den Druck bzw. auf die Uhrzeit geschoben.

    Die Schmerzen bei den letzten Fahrten traten auf, egal ob ich in oder gegen die Fahrtrichtung sitze – unabhängig davon ob ich lese, aus dem Fenster schaue oder die Augen schließe – und auch unabhängig davon, ob ich müde oder ausgeschlafen war.

    Hat jemand eine Idee, was das sein kann bzw. was ich dagegen tun kann? Im Juni stehen bei mir 2 Bahnfahrten mit je 7 Stunden Fahrzeit an und wenn diese Kopfschmerzen zur Regel werden, graut es mir jetzt schon davor…

    Danke und Liebe Grüße, Tanni

    P.S.: Magnesium nehme ich jetzt seit 4 Tagen, bislang super verträglich – mal sehen ob es auch eine positive Wirkung zeigt 🙂

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Liebe Tanni,

    von Magnesium darf und soll man sich keine Wunder erwarten. 😉 Es kann gut unterstützen und manche haben sogar unglaubliche Wirkung. Bei vielen hilft es aber „nur“ im Hintergrund mit.

    Warum Du bei Flug- und Busreisen vermehrt Kopfschmerzen bekommst, kann ich mir nicht so wirklich vorstellen. Eventuell reagierst Du doch auf die Druckunterschiede, die ja auch bei Bahnfahrten mit schneller Geschwindigkeit eine Rolle spielen.

    Hast Du schon mal versucht, während so einer Reise gezielt Entspannungsverfahren anzuwenden? Eventuell kommt nun auch noch die negative Erwartungshaltung mit dazu, aber das ist alles nur Spekulation.

    Wie ist denn grundsätzlich Dein Blutdruck?

    Liebe Grüße
    Bettina

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2044

    Mir wäre beim Magnesium allein ein Placebo-Effekt schon mehr als lieb 😉 Ich erwarte schon lange nicht mehr, dass irgend etwas dafür sorgen kann, dass ich schmerzfrei bin, aber jedes Prozent an Lebensgefühl ist ein Gewinn 🙂

    Progressive Muskelentspannung habe ich zuletzt im Flieger ausprobiert – aber konnte mich nicht wirklich darauf konzentrieren. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit. Und wenn nicht werd ich wohl bei der nächsten Reise ausprobieren, ob wenigstens in dieser Situation Schmerzmittel eine Wirkung zeigen 🙂 Ich bin auf jeden Fall vor der nächsten Bahnfahrt zur Kontrolle beim Hausarzt, vielleicht hat auch er eine Idee.

    Also bei den Flügen hatte ich bislang nie eine negative Erwartungshaltung – bei den Bahnfahrten könntest du allerdings recht haben. Vielleicht muss ich doch meine Denkweise nochmal neu erziehen 😉

    Mein Blutdruck liegt beim Arzt gemessen zwischen 130/80 und 140/80. Zu Hause gemessen geht die Schwankungsbreite von 110/75 bis 140/85.

    Und jetzt werd ich mir aber erstmal keine Gedanken mehr über meinen Kopf machen, sondern lieber ein bisschen an die frische Luft gehen… 🙂

    Liebe Grüße

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Ja so eine extra Portion Placebo forte würde uns schon allen gut tun. 😉

    Vielleicht schaffst Du bei der nächsten Bahnfahrt mal eine Entspannung herzustellen. Da hat man doch mehr Zeit und ist weniger abgelenkt als im Flugzeug.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2044

    Ich bin gerade etwas verunsichert – ich hab eben die letzten Schmerztage (die wirklich nicht ohne waren) in die Migraine-App eingetragen. Die Kopfschmerzen sind derzeit nur in der Stirn lokalisiert – ich stimme mit meinem Neurologen überein, dass dies keine typischen Spannungskopfschmerzen sind und habe deswegen die Frage nach dem Kopfschmerztyp mit „unklar oder anderer“ beantwortet.

    In der Auswertung sind nun von den letzten 4 Tagen 2 als Spannungskopfschmerz und 2 als Migräne klassifiziert. Grund ist vermutlich, weil an zwei Tagen körperliche Aktivität die Schmerzen verschlimmert und an einem Tag zudem meine geplanten Aktivitäten erheblich eingeschränkt hat.

    Ich hatte in den letzten 4 Tagen sicher keine typische Migräne-Attacke und es kann auch sehr gut sein, dass meine Kopfschmerzen schlichtweg nicht in dieses System passen. Aber mein Hausarzt hatte vor einiger Zeit die Aussage getroffen, dass meine Schmerzattacken durchaus Migränecharakter haben. Bislang habe ich da nicht allzu viel darüber nachgedacht, da der Neurologe keine Migräne bestätigt hat. Jetzt gerate ich ins Grübeln…

    Was denkt ihr? Sollte ich da bei meinen Ärzten nochmal genauer nachhaken?

    Ich wünsche noch einen schönen Samstag 🙂
    Liebe Grüße, Tanni

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7425

    Hallo Tanni,

    das würde ich demnächst bei den Ärzten ansprechen, denn sollte es doch Migräne sein, könnten dir die Triptane ja gut helfen.
    Ich habe auch ganz selten die typischen Migräneschmerzen, aber zu 100 % immer Migräne. Andere KS habe ich so gut wie nie.

    Du könntest dir natürlich auch in der Apotheke ein freiverkäufliches Triptan kaufen und es mal ausprobieren. Trotzdem aber bitte abklären lassen.

    Lieber Gruß
    Julia

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2044

    Interessant. Ich hab mit meinem Hausarzt gesprochen – er hat gemeint, ein Versuch wäre es wert (er hat ja schon vor einiger Zeit meine Schmerzattacken in Richtung Migräne eingeordnet) und mir Maxalt verschrieben. Hab ich gestern noch in der Apotheke abgeholt und als sich heute die nächste „Attacke“ angebahnt hat gleich ausprobiert.

    Ergebnis: Die Kopfschmerzen waren nicht weg, aber nach vielleicht einer Stunde auf Grundniveau zurückgegangen. Vor allem aber konnte ich zur Bahn gehen und jetzt später mit dem Rad vom Bahnhof nach Hause fahren, ohne dass die Schmerzen dabei deutlich stärker wurden.

    Muss vielleicht dazu sagen, es wäre auch ohne Medikamente keine besonders starke Attacke geworden. Werde also jetzt auf die nächste Gelegenheit warten (ich vermute Anfang oder Mitte Juni wird es spätestens soweit sein) – und dann das Experiment wiederholen. Wenn sich mit Maxalt das ganze soweit eindämmen lässt, dass ich noch problemlos zur Bahn und nach Hause komme, würde ich es auf jeden Fall als Erfolg verbuchen.

    Naja, Trigger ist auf jeden Fall bekannt – Schlafmangel. Und damit der heute keine Chance hat, werde ich mich ins Bett verabschieden 🙂

    Liebe Grüße

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Liebe Tina,

    bleibe dran, die Triptane zu versuchen. Immer wieder und eventuell auch noch andere. Es gibt Leute, denen von den 7 Triptanen nur eines hilft. Daher macht es Sinn, wirklich so lange zu versuchen, bis man das passende gefunden hat.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2044

    Wie viel Wirkung darf ich von einem gut helfenden Triptan denn erwarten? Wie schnell setzt die Wirkung ein?
    Letzten Endes ist genau das verschwunden, was bei mir die Attacke von den üblichen Kopfschmerzen unterscheidet…

    Ich finde es ja schon bemerkenswert, dass sich eine Wirkung gezeigt hat, obwohl mein Neurologe eine Migräneerkrankung ausgeschlossen hat… (Nur mal so nebenbei: Ich bin wirklich dankbar dass ich meinen Hausarzt habe)

    Ich bleib dran 🙂

    Liebe Grüße, Tanni

    Wusel
    Mitglied
    Beitragsanzahl: 9

    Liebe Tanni,

    das Problem mit Kopfschmerzen bei Flug-und ICE-Bahnreisen hatte ich auch schon, zwar nicht jedesmal – ich kann auch Glück haben, und dann komme ich mal ohne davon – aber doch ganz deutlich und immer wieder. Klar, kann auch Reisefieber oder Stress sein (reisen mit Kindern ist ja nicht ganz ohne)…
    Ich leide unter Migräne, und hab schon das Gefühl, dass es da vielleicht einen Zusammenhang gibt, immerhin ist man ja beim Fliegen ziemlich plötzlich einem reduziertem Luftdruck ausgesetzt… In den Bergen, auf 3000 m oder höher erwischts mich auch, aber gut, da hält man sich ja nicht regelmäßig auf 😉
    Wie Bettina schon sagt, probier‘ auch mal ein anderes Triptan aus, einen Versuch ist es wert! (Maxalt hilft bei mir auch nur ab und zu). Ich hab im Flugzeug oder bei ICE-Fahrten immer eins dabei…. Wenn man Glück können die Dinger sehr schnell wirken, bei mir ist normalerweise mit Zolmitriptan nach 2-3 Std. alles weg.

    Alles Liebe dir!

    Sonnenschein
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Liebe Tanni,

    ich werde mit Zolmitriptan meistens schmerzfrei und mir ist dann auch nicht mehr übel. Es dauert zwischen 1 bis 3 Stunden bis die Wirkung da ist. Es kommt bei mir auch auf die Schwere der Attacken an.

    Die Erschöpfung und eine gewisse Licht- und Lärmempfindlichkeit bleiben.

    Viele Grüße
    Anika

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2044

    Danke euch für die Antworten 🙂

    Bei mir hat die Wirkung nach etwa einer Stunde eingesetzt. Eine interessante Nebenwirkung, die ich nicht im Beipackzettel gefunden hatte, war übrigens Heißhunger.

    Ich bin wirklich froh darüber, dass Übelkeit, Lärm- und Lichtempfindlichkeit und auch der pochende Schmerzcharakter bei mir nicht zur Attacke gehören. Nur dadurch bedingt lässt sich die Medikamentenwirkung auch schwieriger beurteilen.

    Ich werde mich jetzt in die Experimentierphase begeben und berichten 🙂

    @Wusel: Dadurch dass Reisen (vor allem Kurzstreckenflüge) für mich fast schon zum Alltag gehören, hält sich der Stress in Grenzen. Beim Reisen mit Kindern ist das sicher nochmal anders, da kommt man fast nicht stressfrei weg. Da wünsche ich dir mal, dass du auf den nächsten Fahrten Glück hast 😉 vielleicht war es bei mir auch nur Zufall, dass die letzten Reisen zu kurz hintereinander stattgefunden haben. Im Juni hab ich auf jeden Fall zweimal 7 Stunden Fahrzeit, um alles auszutesten.
    Mir geht es übrigens gefühlt auf 500-800 Metern Höhe am besten. Könnte aber auch daran liegen, dass ich auf diesen Höhen sicher nichts anderes tue, als mich zu entspannen 😉

    Wünsche euch noch einen schönen Tag!
    Liebe Grüße, Tanni

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Liebe Tanni,

    von einem gut wirkenden Triptan kannst Du erwarten, dass innerhalb einer kurzen Frist (die variiert) die Migräneschmerzen vollständig verschwunden sind. Ebenso in der Regel die Begleiterscheinungen. Bei mir wirken nur AscoTop 5 mg und Imigran Inject so zuverlässig, die anderen Triptane entweder überhaupt nicht, oder nur minimal. Daher muss man immer suchen und probieren und rechtzeitig einnehmen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2044

    Hallo ihr lieben,
    irgendwie bin ich gerade getrübter Stimmung – genau heute vor einem Jahr war mein letzter zu 100% kopfschmerzfreier Tag, an den ich mich sicher erinnern kann… Danach war eineinhalb Wochen so viel Chaos, dass ich in meinem Gedächtnis nicht mehr recht zusammenbekomme, ob ich diese mit oder ohne Schmerzen erlebt habe – und danach gab es keinen schmerzfreien Tag mehr.

    Eigentlich sollte man meinen, ein Jahr sei eine lang genuge Zeitspanne, um so etwas in den Griff zu bekommen, aber irgendwie wohl doch nicht. We heißt es so schön „Da steh ich nun ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor“ – das kommt wohl hin…

    Jetzt einfach den Kopf nicht hängen lassen, sich weiter darauf besinnen, was man alles erreicht hat und mit Zuversicht weitergehen. Ist gerade nicht ganz einfach, aber das wird schon.
    Ich möchte eigentlich ungern hier rumjammern, aber es war gerade nötig, das irgendwo rauszulassen… Glücklicherweise dauern diese trüben Phasen bei mir nie lange an – morgen sieht die Welt schon wieder anders aus 🙂

    Wollte einfach mal sagen: ich bin froh, dass es euch und dieses Forum gibt – denn hier weiß man, dass man nicht alleine ist und dass es Menschen gibt, die nachempfinden können, wie man sich fühlt.

    Ich wünsche euch allen einen weniger trüben Tag!

    Liebe Grüße, Tanni

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4562

    Liebe Tanni,
    Du bist hier heute nicht allein. Vielen scheint es grad heute mit den KS einfach zuviel zu sein, und es ist, als wenn bei vielen das sog. Fass heute überläuft.

    Wenn die Schmerzen zehren, und man am Ende nur noch wenig Kraft hat, tut es halt einfach gut, hier zu schreiben, und das ist kein Jammern, sondern eher ein „Luft machen“ Ja, wir hier im Forum habe sicher alle großes Verständnis dafür.

    Bist Du eigentlich weiter gekommen, auf der Suche nach einer richtigen Diagnose? Hast Du weitere Triptane versucht? Welches hilft Dir am besten.
    Auch ich würde die Triptane auf jeden Fall weiter ausprobieren. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann hat ja zumindest ein Triptan eine Verbesserung gebracht. Das läßt doch auch ein wenig auf Migräne schließen.

    Dir alles Gute.
    Lieber Gruß
    Sternchen

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Liebe Tanni,

    ein Jahr ohne kopschmerzfreien Tag. Das kann ich mir gar nicht vorstellen und ich finde dich sehr tapfer. Dass es da auch trübe Tage gibt ,ist sowas von verständlich!!!!

    Es braucht sehr viel seelische und geistige Widerstandskraft um bei diesen pausenlosen Beschwerden“bei Laune“ zu bleiben.
    Dir scheint das immer wieder zu gelingen und dafür: Hut ab! 🙂

    Sternchen’s Fragen interessieren mich auch!

    Viele liebe Grüße und alles Gute!
    Ulrike

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2044

    Danke euch 😀 Es tut einfach gut zu lesen, dass man verstanden wird! Bei dem grauen trüben Wetter ist es eigentlich kein Wunder, dass die Laune bei vielen in den Keller geht. Wobei ich jetzt gerade aus dem Bürofenster sogar ein Streifen blau sehen kann – vielleicht besteht Hoffnung auf baldigen Sonnenschein 😉

    Ich habe morgen wieder „Krisensitzung“ mit meinem Hausarzt – da wird dann besprochen, wie weiter vorgegangen wird (das Triptan hatte ich zuletzt nach telefonischer Absprache verschrieben bekommen). Bislang sind alle Diagnoseversuche fehlgeschlagen und ich glaube auch nicht so wirklich dran, dass sich etwas findet, weil sich bei mir 2 oder sogar 3 Kopfschmerzarten überlagern…

    Bislang hab ich keine Triptane mehr versucht, weil es seit dem ersten Versuch keinen Anlass mehr dazu gab.

    Vielleicht als kleine Erklärung:
    Mein typischer Tagesverlauf ist folgendermaßen: Wenn ich gut geschlafen habe, wache ich morgens auf, hab leichte Kopfschmerzen in der Stirn und mäßige Nacken- und Spannungskopfschmerzen. Im Tagesverlauf werden die Spannungsschmerzen weniger (kenne inzwischen doch einige gute Lockerungsübungen), aber die Schmerzen in der Stirn stärker. Manchmal lässt sich der Verlauf mit Milch oder starkem Schwarztee mit Zucker hinauszögern. Gegen späten Nachmittag/Abend bleiben die Schmerzen üblicherweise konstant, nur sobald ich mich ins Bett lege merke ich (aufgrund der veränderten Kopfposition) die Schmerzen nochmal stärker.

    Wenn ich dagegen schlecht geschlafen habe, sind morgens die Schmerzen in der Stirn schon recht präsent – Spannungskopfschmerz ist kaum vorhanden – und steigern sich dennoch im Tagesverlauf weiter. Hier ist es schon recht schwierig, dagegen anzusteuern. Wenn ich mich nachmittags eine Stunde hinlege und schlafe, werden die Schmerzen weniger, aber das hat den Nachteil, dass ich die darauffolgende Nacht wieder schlecht schlafen kann, daher versuche ich, das zu vermeiden.

    Eine „Schmerzattacke“ (ich möchte es eigentlich gar nicht so nennen, weil es meilenweit von den Schmerzen einer Migräneattacke entfernt ist) entsteht wenn ich 2 Nächte hintereinander schlecht oder deutlich zu wenig geschlafen habe. In Kombination mit einer vorangegangenen Bahn- oder Flugreise wird der Schmerz nochmal stärker. Üblicherweise sind bei mir 1-2 Tage im Monat so ausgeprägt. Bei den schwächeren Schmerzen lohnt sich keine Medikation, und da in letzter Zeit diese Kombination nicht mehr aufgetreten ist, konnte ich auch nicht weiter die Triptanwirkung austesten. Werde aber berichten, sobald ich mal wieder Gelegenheit für neue Erkenntnisse habe 🙂

    Mir kommt übrigens immer wieder der Gedanke, dass die Schmerzen in der Stirn ein Zeichen für Erschöpfung, Müdigkeit oder irgend ein Mangelzustand (hatte vor 2 Jahren eine Eisenmangelanämie, die Kopfschmerzen damals fühlten sich fast gleich an) sind – bislang konnte diese Idee weder bekräftigt noch dementiert werden.

    Ganz nebenbei: Ich habe fast ein halbes Jahr gebraucht, um meine Laune wiederzufinden – es war ein ziemlich kalter Tag und ich habe mich dann kurzerhand dazu entschlossen, mir von den Schmerzen nicht länger mein Leben diktieren zu lassen, sondern jetzt erst recht alles zu genießen.

    Liebe Grüße, Tanni

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4562

    Liebe Tanni,
    die richtige Diagnose zu stellen, ist sehr, sehr schwer.
    Auch bei mir überlappt der Spannungskopfschmerz mit der Migräne.
    Auch wenn ich mir oft sehr sicher bin, kommt es vor, dass ein Triptan hilft, obwohl ich vom Spannungskopfschmerz ausgegangen bin.
    Deshalb mein Tipp, höre nicht auf, die Triptane alle auszuprobieren.
    Du hattest geschrieben, dass Dir das 1. Triptan leicht geholfen hat. Das bedeutet für mich, dass eine Wirkung, wie sie Bettina vorhin im Beitrag an Ulrike beschrieben hat, nämlich auf die Bildung der Neurotransmitter, wahrscheinlich war. Ein Triptan ist kein Schmerzmittel, deshalb wäre m.E. nur noch der Placeboeffekt bei Dir möglich gewesen.

    Lieber Gruß
    Sternchen

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2044

    Liebe Sternchen,
    ein Versuch wars wert 🙂 Mein Kopfweh ging heute Nachmittag noch so weit, dass ich nur noch den Wunsch verspürt habe, mich hinzulegen. Hätte ich selbst noch nicht als „Attacke“ eingeordnet, aber um meine Einschätzung zu überprüfen, versuchsweise Maxalt eingenommen. Ergebnis nach 2 Stunden: Keinerlei Wirkung.
    Es muss wohl wirklich heftig sein, damit sich eine Wirkung zeigt…

    Werd weiter dran bleiben.

    Liebe Grüße, Tanni

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4562

    Ganz viel Erfolg beim Dranbleiben, und für morgen einen erkenntnisreichen Arzttermin
    wünscht Dir
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Liebe Tanni,

    Deinen Satz im letzten Beitrag muss ich richtigstellen: Es muss Migräne sein, damit das Triptan wirkt. Und Du musst das für Dich passende Triptan haben. Mit der Heftigkeit der Schmerzattacke hat das nichts zu tun, nur mit der Erkrankung, die in dem Fall Migräne heißen würde.

    Hast Du jetzt auch einen Eisenmangel? Lass das doch abklären, da dies auch zu Kopfschmerzen führen kann, wie Du ja bereits schon mal erlebt hattest.

    Du bist hoffentlich auch bei einem Neurologen in Behandlung? Das wäre sehr wichtig, gerade bei der Komplexizität Deiner Probleme.

    Sei zuversichtlich, dass sich auf für Dich eine Lösung finden wird. Ich hoffe, sehr schnell!

    Liebe Grüße
    Bettina

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2044

    Liebe Bettina,

    da hast du natürlich recht. Solange keine Migräne vorliegt, können Triptane nicht helfen. Nur leider weiß ich nicht einmal genau, ob meine Schmerzattacken einfach nur Migränecharakter haben oder ob wirklich eine Migräne dahinter steckt (die Triptane sind auch nur ein Experiment…). War deshalb bei der Formulierung etwas unpräzise.

    Ich bin auch bei einem Neurologen in Behandlung, nur leider sind seine Sprechstunden mit meiner Arbeitszeit kaum zu vereinbaren. Daher läuft im Moment das meiste über meinen Hausarzt – hab aber jetzt seit letzter Woche wieder ein bisschen mehr Luft und werd auch da wieder versuchen, einen Termin zu ergattern…

    Ich hatte mich längere Zeit auf den Gedanken Eisenmangel festgefahren, oder auch auf das Eisenmangelsyndrom (bei dem kein Eisenmangel vorliegt, aber der Eisenspeicher sehr niedrig ist und dadurch Symptome verursachen kann) – meine Eisenwerte sind derzeit aber absolut in Ordnung…

    Ich glaube schon lange nicht mehr daran, dass es für mich eine Lösung gibt, aber das entmutigt mich nicht – ich bin einfach dankbar für jedes bisschen Lebensqualität 🙂

    Wünsche euch noch einen schönen Abend!

    Liebe Grüße, Tanni

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Liebe Tanni,

    in Deinem letzten Satz liegt die Lösung. 🙂 Auch Dir noch einen schönen Abend und liebe Grüße
    Bettina

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Liebe Tanni,

    Ich habe auch schon gefühlte 1000 Jahre Kopfschmerzen, nie ist jemand auf die Idee gekommen, es könnte Migräne sein. Erst meine Ärztin in der Schmerzklinik Kiel hat mich auf den richtigen Weg gebracht.

    Ich habe kein Erbrechen, selten Hämmern und Pochen…und doch helfen Triptane.

    Mittlerweile habe ich die Diagnose chronische Migräne und chronische Spannungskopfschmerzen, bekomme Botox und nehme Topamax als Prophylaxe.

    Durch die Triptane habe ich mich wirklich durchprobiert und bin bei Naramig geblieben, vorher ein Antiemetikum (MCP) obwohl ich nicht erbrechen muss, hinterher ein Naproxen zur Wirkverlängerung. Wenn ich es rechtzeitig einnehme funktioniert es ganz gut. Naramig ist ein recht schwaches Triptan, manchmal nehme ich auch gleich die doppelte Dosis (ist mit meinem Arzt abgestimmt).

    Meine Lebensqualität ist meistens ziemlich gut und ich bin sehr glücklich und zufrieden

    Das was ich dir jetzt geschrieben habe ist das „Ergebnis“ der letzten zwei Jahre, allerdings glaube ich grundsätzlich daran, dass es für (fast) jedes Problem eine Lösung gibt.

    LG Johanna

    MeRi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1289

    LIebe Tanni,
    ich bin ein Jahr lang zu mehreren Neurologen, ins MRT und letztendlich nach Köln in eine Klinik, die dann ruck zuck festgestellt haben, dass es Migräne ist. Danach habe ich Triptane getestet und für mich eins gefunden. Meistens funktioniert es auch ganz gut.

    Das mit dem Eisenmangelsyndrom habe ich auch 😉 Willkommen im Club 😀

    Wenn du eh schon Lockerungsübungen drauf hast, machst du auch Entspannungsübungen? Vielleicht wäre das auch noch ein Versuch 🙂

    Wie wäre es sonst auch mit einem Schmerztherapeuten? Vielleicht lassen sich dessen Sprechstunden besser mit deinen Arbeitszeiten vereinen.

    Verloren ist noch lange nichts, liebe Tanni! 🙂 Es gibt eine Diagnose und es gibt eine Lösung dazu. Nicht aufgeben!!! 🙂

    Ich möchte dir aber noch sagen, dass ich es total bewundernswert und toll finde, was du für positive Energie ausstrahlst! 🙂 Top! 🙂

    Liebe Grüße und hoffentlich einen schmerzarmen Tag
    Meri

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