Pille: Erfahrungen und Verlauf der Migräne nach Start der Einnahme

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  • Teresa
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    Hallo an alle,
    bin ganz neu hier, sowohl im Forum, mit meiner Migräne und der Pille (Velafee, Gestagen/Östrogen Kombi) auch. Also mir fehlen Erfahrungswerte, meine Frauenärztin scheint auch keine Erfahrung mit Migränepatienten zu haben, deswegen würde mich eure Erfahrung im Zusammenhang mit Hormonen und Pille sehr interessieren.

    Optional:Mein Verlauf
    Hatte die letzten Jahre maximal 2 mal im Jahr Migräne, wahrscheinlich durch Stress.
    Im April diesen Jahres hat sich mein Periode verschoben und der Zyklus verkürzt, nach jahrelanger Regelmäßigkeit.
    Juni & Juli: die 2 Tage vor Beginn der Periode Migräne.
    August: Von 2 Tagen vor Periode bis 3 Tage nach Periode durchgängig Migräne.
    September: von 2 Tagen vor bis 2 Tage nach der Periode durchgängig Migräne.
    Ende September kam die nächste Periode, da hab ich angefangen die Pille zu nehmen. Seitdem hab ich jeden Tag zumindest eine Schmerzphase, bin durchgängig licht- und geräuschempfindlich und meine jetzige Schmerzphase dauert schon 2 Wochen an… ohne Pause.
    Anfang Oktober hatte ich eine 3 Tage lange Pause ohne Schmerzen und Empfindlichkeit, aber das wars.
    Also es ist schon sehr eskaliert, von fast schmerzfrei (bis auf 2-3 Tage) zu 17 Tage im Monat schmerzfrei, zu 11 Tage, zu 3 Tage (mit Pille), zu 0 Tage (dieser Monat) schmerzfrei.

    Ich hab schon vor die 3 Monate durchzunehmen, nur um sicher zu gehen. Das jetzige Semester ist sowieso gelaufen und wenn es gar nicht funktioniert kann ich mir das Absetzen zu Weihnachten schenken, yay. Außerdem erscheint es mir jetzt gar nicht mehr so schlimm „nur“ den halben Monat Migräne zu haben.

    Meine Frauenärztin meinte man man muss nach 3 Monaten mal gucken und hat nicht wirklich eine Idee was ich machen soll, wenn es nicht funktioniert, außer absetzen. Der letzte Termin war aber auch genau am letzten Tag der 3-Tages „Pause“ deswegen sah es so aus, als würde alles gut laufen. Als ich vorher aber mal angerufen hatte, weil die Migräne so viel länger und doller war seit Beginn der Pilleneinnahme, mit dolleren Begleitsymptomen, meinte sie „das hab ich ja noch nie gehört“ und dass ich die Pille absetzen kann wenn ich sie nicht mehr nehmen möchte. Keine Einschätzung dazu wie sinnvoll die weitere Einnahme ist oder wie der Verlauf sein könnte oder was eine Alternative wäre.
    Einen Termin bei dem Neurologen konnte ich noch nicht bekommen.

    Das wars. Jetzt möchte ich eure Erfahrungen hören.

    LG,
    Teresa

    • Dieses Thema wurde geändert vor 1 month, 3 weeks von Teresa. Grund: Art der Pille ergänzt
    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 28638

    Schön, dass Du Dich nun auch vorstellst, liebe Teresa. 🙂 Gelesen hatten wir uns ja bereits an anderer Stelle.

    Wenn die Attacken hauptsächlich um die Periode herum auftauchen, macht ein Versuch mit der Pille schon Sinn. Leider kann auch ich Dir nur raten, erst mal zumindest die drei Monate durchzuhalten. Vorher kann man keine wirkliche Aussage treffen, da der Körper jetzt natürlich auf den etwas veränderten Hormonhaushalt reagiert. Trotzdem kann es sein, dass sich nach einigen Wochen alles gut beruhigt und Du von der Pille profitieren kannst.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sonja L.
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Hallo Teresa,

    ich habe auch menstruelle Migräne bzw. meine Migräne hängt eng mit der Periode zusammen. Ich kriege regelmässig während des Eisprungs und dann noch kurz vor
    der Periode schwere Migräneattacken, manchmal auch noch nach Abklingen der Blutung.

    Diese Anfälle sind wirklich übel und ich weis mir mittlerweile keinen Rat mehr.
    Ich habe jahrelang die Desogestrel Pille (ohe Östrogen) eingenommen, dadurch bekam ich keine Blutung mehr und die Migräne wurde etwas schwächer, war aber trotzdem noch sehr schmerzhaft und irgendwann bekam ich zahlreiche Nebenwirkungen von der Pille.
    Deshalb habe ich sie dann abgesetzt und die Migräne wütet seitdem schlimmer denn je.

    Mein Frauenarzt hat mir jetzt die Kombipille (mit Östrogen) Maxim empfohlen, aber da es sich hierbei um eine Risikopille handelt möchte ich die eigentlich nicht einnehmen. Eine Thrombose hat mir gerade noch gefehlt.

    Viele Frauenärzte schwören ja auf bioidentische Hormone bzw. natürliches Progesteron, mir hat es leider nicht geholfen.

    Hast Du schon mal einen Hormonstatus machen lassen?

    Das einzige was mir bisher geholfen hat war ein Östrogenpflaster, welches mir eine Privatärztin (Gyn) verordnet hat. Ich sollte es 2 Tage vor der zu erwartenden Periode auf die Haut aufkleben und die Schmerzen blieben tatsächlich aus. Auch meine Stimmung war gut und die Blutung verlief problemlos und ohne Krämpfe.
    Leider ging die Migräne sofort wieder los als ich das Pflaster abgemacht habe, die Migräne wurde also nur nach hinten verschoben. Vielleicht hätte ich es länger drauflassen sollen? Keine Ahnung.

    LG

    Teresa
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 14

    Hallo Sonja,
    ich hab noch keine Analyse der Hormone machen lassen, die ersten Beschwerden fingen ja diesen Juni erst an. Deswegen bin ich noch nicht durch das ganze Prozedere durch.
    Bei mir war die Migräne aber so verlässlich, dass ich punktgenau 2 Tage nach Beginn der Kopfschmerzen meine Tage bekommen habe und die Kopfschmerzen später bis 2/3 Tage nach den Tagen immer wieder kamen. Ich bin auch die ganze Zeit von Anfang bis Ende der Periode licht- und lärmenpfindlich gewesen, egal ob in der Schmerzphase oder nicht. Zwischen Perioden dann vollkommene „Stille“.
    Zumindest für mich war der Zusammenhang klar und damit die Hoffnung „keine Tage = keine Kopfschmerzen“.
    Ich muss nochmal ein ausführliches Gespräch mit meiner Gynäkologin führen, vielleicht hilft eine andere Pille eher.
    Falls die Pille(n) gar nicht helfen, würden mich die Pflaster ja sehr interessieren, als Überbrückung während der Periode, falls das so funktioniert.

    Mit dem Thromboserisiko ist mir auch ein bisschen unwohl. Ich hab keine Aura, bin Nichtraucherin, kein hoher Blutdruck… also zumindest keine extra Risiken. Hatte trotzdem einen kleinen Schreck vor kurzem, als ich eine Plantarfaszitis fälschlicherweise für Anzeichen einer Thrombose gehalten hab, ups.
    Ich wusste dass nur ein Teil der Symptome passen und war letztlich nur beim Arzt um sicher zu gehen, aber toll war es trotzdem nicht sich noch extra Sorgen zu machen. (Meine Ärztin meinte es war gut, dass ich da war, auch wenn es nur ein Verdacht ist und nicht alle Symptome passen, sicher ist sicher)

    Wichtige Anmerkung: Ich bin mir ziemlich sicher, dass die jetzige Kopfschmerzphase, die ohne Pause verläuft, hauptsächlich Spannungskopfschmerzen sind. Genau weiß ich das erst wenn/falls die Physiotherapie anschlägt. Aber deswegen kann ich im Moment nicht wirklich sagen wie der Verlauf wegen der Pille gerade ist.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 month, 1 week von Teresa.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 month, 1 week von Teresa.
    Sonja L.
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Hallo Teresa,

    Hast Du schon mal von Dr. A. S. aus S. gehört?
    Arztname von der Moderation abgekürzt

    Teresa
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 14

    Nee, noch gar nicht. Hab sie mal gegoogelt, meinst du ihr Buch über Hormone? Ist das ne gute (heißt sinnvolle) Lektüre?
    Ich wohn ganz woanders, also in die Praxis werde ich mich wohl nicht verirren 😅
    (Ist schon spät, deswegen hab ich da nicht mehr viel recherchiert)

    Ich hab im Moment mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Spannungskopfschmerzen, also bin ich da gerade an den Baustellen zu schaffen.
    Kann deswegen aber auch den Migräneverlauf noch nicht anständig bewerten/observieren und den Einfluss der Pille damit auch nicht. Deswegen ändere ich erstmal nichts in Richtung Hormone.
    Ich muss das wohl eins nach dem anderen anpacken.
    LG, Teresa

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28638

    Hallo Sonja L., wenn Du schon eine Ärztin unbedingt empfehlen möchtest, die Darmsanierung, Homöopathie, Schüßler Salze, orthomolekulare Medizin (überteuerte, sinnlose und teilweise sogar gefährliche Überdosierung mit Vitaminen und Spurenelementen), Neuraltherapie, Infusionen mit Basen, Vitaminen und Mineralstoffen anbietet, dann mach das wenigstens nur per PN. 🤨 Wir unterstützen und beraten hier evidenzbasiert.

    Hallo Teresa,

    Hormonpflaster und Hormongel können sogar für noch stärkere Attacken sorgen, da es dadurch eher sogar zu einem zusätzlichen Schwanken des Hormonspiegels kommen kann. Hatte ich auch mal vor vielen Jahren versucht, als ich noch nicht wusste, dass die Migräne eine eigenständige Erkrankung ist und nicht das Symptom einer anderen Erkrankung. Ich hatte unter diesem Versuch extrem starke und langanhaltende Attacke, habe schnell wieder damit aufgehört.
    Hormonschwankungen können einen Trigger darstellen und wenn man etwas mit Hormonen versuchen möchte, dann eher mit einer stabilisierenden Pille. Aber das testest Du ja eh gerade.

    Liebe Grüße
    Bettina

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