Probleme über Probleme…

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  • Ilcane
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    Beitragsanzahl: 12

    Guten Morgen liebe Migräne-Frauen,

    Ich habe mich bereits vor ca. zwei Jahren hier im Forum angemeldet, ich leide schon sehr lange an Migräne und mein Medikament erster Wahl ist Relpax 40mg.Dieses wurde mir von einem Neurologen verordnet.

    Ich versuche immer wieder so wenig Medikamente wie möglich zu nehmen aber da ich auch in der Berufswelt funktionieren muss und Migräne in meinem Umfeld gerne belächelt wird, komme ich oft auf 5 bis 6 Tabletten im Monat.

    Alles andere versuche ich durchzustehen und auch meine Krankenstandstage so gering wie möglich zu halten. Viele Wochenende bestehen leider nur darin im abgedunkelten Schlafzimmer mit Schmerzen zu liegen.

    In der letzten Woche habe ich wieder viel im Forum gelesen und war berührt über die doch sehr ähnlichen und oft noch viel schlimmeren Leidenswege.

    Momentan bin ich ein bisschen verunsichert und habe die Angst das mir meine Migräne wieder einmal eine Falle gestellt hat.

    Seit einiger Zeit habe ich vor und während meiner Migräne immer ein tränendes Aug, meine Nase läuft, ich fühle mich total verschleimt im Halsraum und werde das Sekret kaum los. Auf der schmerzbelasteten Seite hatte ich das Gefühl meine Lymphdrüsen sind entzündet, das Ohr und hinter dem Ohr schmerzt es.

    Bei der letzten Migräne war das dann so schlimm das ich zum Hausarzt gegangen bin und er hat mich zum Ultraschall geschickt und tatsächlich waren die Lymphdrüsen entzündet.

    Nebenbefund ist, dass ich offenbar eine Kropf habe, der lt.Arzt auf die Luftröhre drückt, da wurde eine weiterführende Untersuchung gemacht, der Befund und die weitere Vorgangsweise wird Ende der Woche vorliegen.

    Mein Hausarzt hat mir dann gesagt ich soll inhalieren wegen der Schleimbildung, im Ohr sieht man gar nichts.Hab ich gemacht. Das Gefühl der L.entzündung ist zumindest viel besser.

    Bin dann sicherheitshalber weil es zwar kurzfristig mit dem zähflüssigen Schleim immer ein bisschen besser ist, dann aber wieder zurückkehrt,noch zum HNO. Sie hat mir gestern zumindest ein schleimlösendes Medikament gegeben. Wieder abwarten.

    So und nächste Woche bin ich mir sicher das es wieder los geht mit der Migräne.Es geht meistens geballt los in der zweiten Zyklushälfte. Ich bin 46Jahre und nehme die Pille Qlaira. Etwas Anderes gibt mir mein Frauenarzt nicht.

    Ohne Hormone leide ich unter extremen Muskel- Gelenke- und Knochenschmerzen, bekomme vermehrt Unterleibsschmerzen und das schlimmste: Panickattacken.

    Das auffällige in der pillenfreien Zeit war das ich kaum Migräne hatte. Die Panikattacken hörten aber als ich die Pille wieder nahm auf und ich will das einfach nie wieder erleben.

    Ich hätte noch soviel zu erzählen aber ich glaube das ufert dann aus. Ich hoffe sehr das ich durch meine Migräne nicht etwas übersehen habe. Ich bin Schmerzen schon so gewöhnt, dass ich sofort dachte: ach, gehört zu meiner Migräne.

    Vielleicht gibt es ja hier andere Frauen die ähnliche Erfahrungen gemacht haben?

    Immer wieder schiebe ich meine Migräne auf meine hormonelle Situation und wenn ich mir meinen Kalender anschaue ist es immer in der zweiten Zyklushälfte sehr schlimm.

    Ich schick euch liebe Grüße!

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5670

    Liebe Ilcane,

    gibt es einen besonderen Grund, weshalb dir dein Frauenarzt nur dieses eine Pillen-Präparat verschreibt? Wenn du so offensichtlich einen Hormonzusammenhang feststellen kannst, ist da vielleicht noch eine Optimierung möglich.

    Ich habe deine alten Beiträge gerade noch einmal durchgelesen und es ist offensichtlich, dass du auch heute immer noch nicht gerne Medikamente nimmst ? . 5 bis 6 Tabletten pro Monat sind für viele hier wenig. Kennst du die 10-/20-Regel, die als Richtlinie vorgibt, an nicht an mehr als 10 Tagen pro Monat ein Schmerzmittel/Triptan zu nehmen? Dabei geht es um die Einnahmetage, nicht um die Anzahl der Tabletten. Du kannst also an 10 Tagen etwas nehmen und deinen Leidensdruck (und den deiner Umgebung) verringern.

    Mein Motto ist: So wenig wie möglich, doch so viel wie nötig.
    Und innerhalb dieses Spielraums von 10 Tagen behandle ich ausreichend und plage mich nicht unnötig herum.

    Du hast den Vorteil, dass du eine Häufung in der zweiten Zyklushälfte feststellst. Das bedeutet, dass du in dieser Zeit großzügig behandeln kannst, weil dir die erste Zyklushälfte den Spielraum dazu bietet.
    Gerade bei deinen Zusatzsymptomen, die vermutlich durch die Reizung des Trigeminusnerven entstehen, samt Neigung zu Panikattacken würde ich erst recht behandeln!
    Und unterschätze nicht den hohen Stresspegel für Körper und Seele, wenn du Schmerzen aushältst. Viele denken irrtümlich, dass sie sich mit dem Aushalten etwas Gutes tun, den Körper „schonen“, sich gegen Schmerzen „abhärten“, doch bei allen drei Punkten ist genau das Gegenteil der Fall.

    Lieber Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr von  heika.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr von  heika.
    Pepita
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 54

    Liebe Ilcane

    Es tut mir leid, dass Du gerade mit solch mannigfaltigen Symptomen zu kämpfen hast.

    Ich kann Dir nur auf den Teil

    Seit einiger Zeit habe ich vor und während meiner Migräne immer ein tränendes Aug, meine Nase läuft, ich fühle mich total verschleimt im Halsraum und werde das Sekret kaum los.

    sagen, dass dies bei mir auch so ähnlich ist.
    Juckende und geschwollene Augen, verstopfte Nase, verschleimter Rachen und Gliederschmerzen. Also alles eher Symptome einer Grippe. Ich stelle dann auch regelmässig meine Diagnose in Frage. mein Neurologe meint aber, das gehöre zur Migräne. (Was ich mir immer noch nicht, und damit leider auch nicht Dir, genau erklären kann wie das körperlich entsteht, es aber versuche so stehen zu lassen, weil ich sonst zu spinnen anfange).

    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.
    Liebe Grüsse
    Pepita

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7480

    Hallo Ilcane, Pepita und alle Anderen,

    da hat der Neurologe vollkommen Recht!
    Die zugeschwollene Nase, und damit auch oft die vermehrte Produktion von Schleim, der sich dann im Kehlkopf ansammelt, das tränende Auge, geschwollene Lymphknoten und ja, sogar Fieber!, gehören zur Migräne. Genauso, wie der Schmerz im Nacken-Schulterbereich, der uns immer wieder vorgaukelt, er würde die Migräneattacke auslösen. Es ist genau umgekehrt: die Migräne beginnt oft mit einem Ziehen im Nacken, das mit Fortschreiten der Attacke und der Kopfschmerzen zunimmt. Bester Beweis, dass es die Migräne selbst ist: mit Einsetzen der Wirkung des Triptans verschwindet meist dann auch der Nackenschmerz. Auch die Gliederschmerzen und ein „grippiges Gefühl“ berichten viele von uns. Oft alles Migräne, außer es folgt dann wirklich ein Infekt. Das gibts aber ja wohl seltener als unsere Anfälle.
    Und zur großen Verunsicherung kann dann auch noch führen, dass sich all diese Merkwürdigkeiten, genau wie die Erscheinungsformen des Kopfschmerzes, immer wieder und ganz plötzlich ändern können!

    Die Migräne ist wie ein besonders leistungsfähiges Chamäleon, das immer wieder neue und unerwartete Auswirkungen auf den gesamten Körper produziert.

    All das kann unsere Migräne! Aber sie ist eben auch der Grund für unser sehr leistungsfähiges und schnelles Gehirn, wofür wir ihr dankbar sein sollten. Eigentlich doch ein Multitalent, oder? ?
    Ihr Fan bin ich trotzdem noch nicht geworden!

    Liebe Grüße,
    Julia

    Daniela
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 677

    Hi Ilcane,

    ich hatte früher extrem starkes PMS, also immer wenn ich meine Tage hatte hab ich sehr viel Blut verloren, hatte höllische Schmerzen, starke Übelkeit. Sehr lange habe ich das ausgehalten, weil ich aus persönlichen (teilweise religiösen) Gründen die Pille abgelehnt habe. Aber das wurde immer schlimmer und irgendwann blieb mir nichts anderes mehr übrig, als doch über die Pille nachzudenken.

    Ich war damals bei einem Endometriose-Spezialisten und der hat mir auch die Qlaira verschrieben. Meine eigentliche Frauenärztin hat das dann erst mal übernommen.

    Als ich umgezogen bin und mir eine neue Ärztin suchen musste, sagte mir diese neue Ärztin, dass Qlaira – eine östrogenhaltige Pille – eigentlich bei Migräne ungeeignet ist. Sie hat mir dringend davon abgeraten. Ich habe ihr meine Vorgeschichte erzählt. Trotzdem hat sie mir eine andere Pille: Diamilla – rein gestagenhaltig verschrieben. Ich war ein bisschen verunsichert, aber es hat sich gelohnt. Mit der Diamilla geht es mir noch besser als mit der Qlaira, was das PMS angeht – ich habe nämlich gar nix mehr, keine Schmerzen, keine Blutung.

    Auch die Migräne ist tendenziell besser geworden. Aber die war nie hormonell bedingt. Von daher ist das wahrscheinlich eher egal, welche Pille.

    Aber ich würde dir dringend raten was die Art der Pille angeht mal eine 2. Meinung einzuholen. Vielleicht habt ihr bei dir in der Gegend eine gute Uni-Klinik, da sind die Ärzte meist ein bisschen weitsichtiger; lassen sich mehr auf andere Bereiche ein oder besprechen sich auch mal mit anderen Fachbereichen.

    Bei der Qlaira steht auch in der Packungsbeilage, dass man sie wenn man Migräne hat nur bedingt nehmen sollte.
    Ich war ganz froh, als ich die nicht mehr nehmen musste, denn da musste man immer genau die richtige am richtigen Tag nehmen, weil die unterschiedliche Dosierungen hatten. Das ist bei meiner neuen Pille viel einfacher!

    Grüßle Daniela

    Ilcane
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Liebe Heika, Pepita, Julia und Daniela,

    Vielen vielen Dank das ihr mir geantwortet habt und euch über meine Problematik Gedanken gemacht habt. Oft fühlt man sich wirklich alleine.

    Wegen der Qlaira hat das alles so begonnen:

    Als ich ca. 39Jahre war ließ mein Mann eine Vasektomie durchführen, Kinder wollten wir nicht mehr und ich dachte ab einen gewissen Alter soll man sowieso keine Hormone mehr nehmen und meine Migräne wird dann auch besser.

    Mit dem Absetzen begannen dann andere Probleme.Eben meine ersten Angst- und Panikattacken, Muskel-Gelenksschmerzen aber vor allem Haarausfall.

    Es war schrecklich und ich war in großer Sorge.Ich wollte und will einfach nicht auf meine Haare verzichten. Nach ca. einem halben Jahr habe ich wieder mit der Pille angefangen und damit ging es auch wieder mit Migräne los.

    Wieder habe ich mich mehrere Jahre mit meiner Migräne herumgeschlagen, meine Beschwerden die ich während der pillenfreien Zeit hatte waren wie weggeblasen.

    Dann habe ich von einer östrogenfreien Pille der Cerazette erfahren und mein Frauenarzt war dafür.

    Aber was soll ich sagen …während der Einnahmezeit Cerazette hatte ich wieder ärgsten Haarausfall und meine anderen Symtome waren auch wieder da. Dauernd Schmierblutungen und Zysten…

    Trotzdem blieb ich fast eineinhalb Jahre dabei doch dann…ich bin nicht eitel, aber das war mir einfach zuviel. Außerdem machte ich mir Sorgen wegen Osteoporose weil mir so offensichtlich das Östrogen fehlte.

    Da ich ja kein Verhütungsproblem hatte, hätte ich gerne eine Hormonersatztherapie begonnen.Aber dazu war ich seines Erachtens zu jung. Da hat er wohl recht (?)

    Seit dem nehme ich die Qlaira, die Migräne setzt mir wieder schlimm zu und ich hoffe das ich beim nächsten Termin wieder mit ihm reden kann. Wahrscheinlich nerve ich ihn schon.

    Das ich immer noch eine gewisse Hemmung habe allzu viele Triptane einzunehmen stimmt Heika.?Irgendwie.hab ich da noch einen zusätzlichen Knopf bei mir im Kopf der sich nicht löst.

    Ich lasse es aber nicht bis zum Äußesten kommen, so unvernünftig bin ich nicht.

    Das euch diese grippeartigen Begleiterscheinungen nicht unbekannt sind hat mich auch ein bisschen beruhigt.

    Jetzt wo ich halt auch noch Probleme mit der Schilddrüse habe, lass ich die Nase halt schon ein bisschen hängen.

    Oft tu ich mir schon schwer meinen Schmerz beim Arzt zu beschreiben und bin Grad in der Arztpraxis nervös, wenn mich dann noch jemand schief oder verwundert anschaut ist es aus mit meiner Auffassungsgabe. Schrecklich!

    Ich möchte mich nochmal für eure Antworten bedanken ,sollte ich auf das eine oder andere nicht eingegangen sein, dann nicht absichtlich.

    Ich bin eine Katastrophe am PC und sehe jetzt beim Schreiben nur meine Antwort und nicht eure Texte.

    LG, Ilcane

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr von  Ilcane.
    Pepita
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 54

    Liebe Julia
    Manchmal muss ich es von 5 Seiten hören bis ich es glaube, aber nun ist es angekommen: Grippeähnliche Symptome gehören zur Migräne und sind mit Neo Citran nicht zu begegnen sondern eher mit Triptan. Vielen Dank dafür 🙂
    Und ja! Das Migränehirn ist eindrücklich wie nur was.

    Liebe Ilcane
    Da hast Du eine Situation, wo Dir jeder Schritt in eine Richtung neue Probleme bereitet und „das kleinere Übel“ nicht so einfach auszumachen scheint, das tut mir Leid und da kannst Du schon mal „die Nase hängen lassen“, wie Du so schön sagst.

    Ich hoffe, es finden sich noch weitere Mitglieder im Forum, welche Dir neue Inputs und Erfahrungen in Sachen Hormontherapie bringen können, ich kenne mich in diesem Bereich leider überhaupt nicht aus.

    Den Medikamentenknopf im Kopf habe ich auch immer wieder und versuche aber echt daran zu arbeiten – inzwischen gelingt es mir immer mehr, einfach sehr sehr dankbar dafür zu sein, wenn es überhaupt etwas gibt, dass Greift und Hilft! Ist doch fantastisch!

    Arztbesuche können es wirklich Faustdick in sich haben. Es gab bei mir auch schon Sitzungen wo ich und der Arzt uns gegenseitig angeschrien haben und ich heulend davon gerannt bin. In solchen Momenten versuche ich etwas Distanz zu schaffen in dem ich die Welt von aussen und diese Situation als Teil eines Theaterstück zu sehen, dann muss ich manchmal mit schwarzem Humor sogar ein bisschen ab der Tragödie lachen.

    Es war für mich wichtig zu lernen, dies nicht persönlich zu nehmen. Kein Mensch ist gerne Hilflos und Ärzte eben auch nicht. Leider sagen die wenigsten: „Tut mir Leid, sie machen mich Hilflos und ich habe keine Lösung auf ihr Problem, deswegen fühle ich mich gerade dumm und inkompetent.“
    Ich meinerseits erlaube mir nach solchen Éclats den Arzt zu wechseln und bin nach langer Suche (7 Jahre) endlich in guter Betreuung.

    Viel Mut und Kraft und noch ein „schönes“ Wochenende wünsche ich Dir.
    Pepita

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28128

    Liebe Ilcane,

    Da ich ja kein Verhütungsproblem hatte, hätte ich gerne eine Hormonersatztherapie begonnen.Aber dazu war ich seines Erachtens zu jung. Da hat er wohl recht (?

    Wie alt bist Du denn jetzt? Vielleicht wäre doch eine Hormonersatztherapie richtig für Dich. Lass Dich vom Frauenarzt mal beraten. Könnte es sich bei Dir bereits um Wechseljahrsbeschwerden handeln?

    Oder Du denkst mal über eine Prophylaxe nach, die auch angstlösend ist.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Ilcane
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Guten Morgen,

    liebe Bettina jetzt bin ich 46 Jahre und stapfe auf die 47 zu. Wenn ich den Befund für die Schilddrüse da ist werde ich zum Hausarzt und auch zum Frauenarzt gehen.

    Sollte dieses unangenehme verschleimte Gefühl nicht ganz weggehen (es ist aber schon besser und Lymphdrüsen sind wieder ok) dann hab ich mir bereits einen Lungenfacharzt herausgesucht der auch Allergietests macht.

    Wir hatten Juli, August staubtrockenes Wetter, kaum Luftfeuchtigkeit, erst seit gestern hat sich die Wettersituation geändert.

    Noch ein paar Tage und die Migräne kommt wieder zurück. ?Ich benutze auch seit drei Monaten den tollen App vorher waren meine Aufzeichnungen immer handschriftlich. Ein deutliches Muster ist erkennbar.

    Ich weiß viele werden sich denken: na dann hör doch auf, dann hast weniger Migräne. Aber es geht wirklich nicht. Die Angst und Panikschübe waren schrecklich.

    Und der Haarverlust hat mich zusätzlich so fertig gemacht. Wie Bettina angeregt hat, ich muss mich aufraffen und nochmal mit dem Frauenarzt sprechen.

    Eine Prophlaxe hab ich vor Jahren mal mit Sibelium (ich glaube wie du Pepita) versucht. Ca. 4 -5 Monate. Ich muss fast ein bisschen schmunzeln wenn ich an die Zeit denke.

    Ich wäre einerseits fast beim Kartoffelschneiden eingeschlafen andererseits war ich nie zu vor in meinem Leben so direkt und klar in meinem Aussagen und meinen Ansichten.

    Die Wirkung punkto Migränehäufigkeit war leider geringfügig und die Müdigkeit oft unerträglich.

    Da ich einen gewissen Respekt vor Medikamente habe, habe ich nichts anderes mehr probiert bzw hat mir der Neurologe auch nichts anderes mehr verschrieben.

    Relpax 40mg wirkt bei mir sehr gut, gute 8 Stunden bin ich dann schmerzfrei (nur ein wenig müde),kam meine Arbeit oft erledigen, wenn sie dann zurückkehrt habe ich mir vorgenommen muss Ruhe sein.

    Ich habe viel im Forum gelesen unter anderem auch das man den Schmerz zwar nach der Medikamenteeinnahme nicht spürt, aber im Hintergrund die Migräne ja trotzdem da ist.

    Liebe Pepita sei froh das du bei einem Arzt sozusagen auch mal auf den Tisch haust. Ich bin durch diese damalige blöde Angst- und Paniksituationen in die Rolle eines ‚armen Hascherls‘ gekommen.

    Aus dieser Verhaltensweise habe ich mich wieder komplett gelöst, trotzdem hab ich manchmal das Gefühl in meinem elektronischen Akt steht dick und fett : Angstpatientin, nicht für voll zu nehmen.

    Liebe Sonntagsgrüße sendet Ilcane☺

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr von  Ilcane.
    Daniela
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 677

    Hallo Ilcane,

    das Thema zu jung für eine Hormonersatztherapie ist völliger Unsinn; wenn du sie JETZT brauchst, dann ist das halt so. Wozu sollst du dich noch ein paar Jahre quälen, wenn es eine Lösung gibt??

    Und wenn es vernünftige Ärzte wären, dann wäre der „Stempel“ Angstpatient eher die Pflicht eines Arztes, ganz besonders sensibel auf dich einzugehen. Ich weiß wovon ich rede, ich war 2 Jahre in Therapie, wegen einer Angststörung. Man nimmt Informationen anders auf, man nimmt mehr Details wahr; und, ja mir geht es auch oft so, dass ich vor Ärzten verunsichert bin.

    Aber es gibt gute Ärzte, für die ein respektvoller Umgang selbstverständlich ist. Ich habe momentan nur 1 Arzt, dem ich blind vertraue…meinen Zahnarzt. Aber das ist für mich schon ein Wunder, denn die Angst vorm Zahnartzt war mal meine größte Angst. Nur durch Stärkung des Selbstwerts und durch gute Erfahrungen wurde ich diese Angst los.

    Ich wünsche dir, dass du einen guten Weg für dich findest!

    Grüßle Daniela

    Ilcane
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Liebe Daniela,

    Ich erhoffe mir von einer Hormonersatztherapie vor allem eine kontinuierliche Aufnahme von Gestagen/Östrogenen.

    Bei der Qlaira fühl ich das mir die unterschiedlichen Dosierungen eine Berg und dann Talfahrt bescheren und infolge mehr Migräne.(zumindest meine Theorie)

    Eine hundertprozentige Garantie das es beim ersten Präparat passt ist da auch nicht sicher aber ich wäre froh es versuchen zu dürfen.

    Da bist du also auch von eine Angststörung geplagt gewesen? Schlimm. Ich habe eineinhalb Jahre Therapie gemacht. Auch wenn ich letztlich den Hormonen die Schuld eindeutig zuerkennen kann, hat mir insgesamt die Therapie gut getan.

    Mein Selbstbewusstsein ist gewachsen und auch wenn ich manchmal noch in alte Muster verfalle so habe ich unheimlich gelernt und profitiert.

    Ich hoffe du hast noch einen schönen entspannten Sonntagabend!

    Viele Liebe Grüße
    Ilcane

    Ilcane
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Jetzt habe ich länger nicht geschrieben, wie kann es anders sein…in der zweiten Zyklushälfte wieder geballte Migräne.

    Ich habe immer relativ rasch zu Relpax gegriffen um im Berufsleben nicht allzu oft auszufallen, trotzdem habe ich es gestern und heute nicht geschafft.

    Irgendwann bin ich dann doch von den wiederkehrenden Schmerzen so geschafft gewesen, dass ich letzendlich 2 Tage krank geschrieben war.

    Es hat sich herausgestellt, das die Schilddrüse zur Zeit nicht operiert werden muss und ich wegen eines Strumas jetzt wachstumshemmendes Hormon nehmen muss. (Thyrex)

    Die Lymphdrüsen schmerzen nicht mehr und endlich ist das verschleimte Gefühl weg. War wohl doch eine verschleppte Verkühlung. Ich bin sehr erleichtert gewesen.

    Jetzt möchte ich kommende Woche mit meinem Frauenarzt sprechen. Ich war noch nicht, weil ich dachte Schritt für Schritt und letztendlich konnte ich nicht weil ich außer Gefecht gesetzt war. Hoffe sehr etwas erreichen zu können.

    Trotzdem muss ich Vielen hier meine Bewunderung aussprechen. Ich glaube trotzdem, dass ich mit meinem 6 -7 starken Migränetage relativ gut davon komme.

    Hoffentlich wird die neue Migränespritze für viele hier Hilfe bringen.

    Es grüßt euch herzlichst
    Ilcane

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5670

    Liebe Ilcane,

    wie gut, dass dich diverse Symptome nicht mehr beunruhigen müssen. Wir sind oft derart auf unsere Migräne fixiert, dass wir vieles damit in Zusammenhang bringen, was da auch gar nicht hingehört.

    6-7 Migränetage pro Monat bedeuten für dich gleichzeitig im Schnitt 24-25 Tage OHNE Migräne. Oh ja, für viele von uns ist das „wenig“, doch jeder einzelne Tag Migräne ist trotzdem ein Tag zu viel.

    Jeder muss in seiner individuellen Situation versuchen, das Beste draus zu machen. Zum Glück können wir uns hier gegenseitig helfen, trösten und ermutigen. Geteiltes Leid ist zwar leider in unserem Fall nicht halbes (Schmerzens-)Leid, doch das Drumrum können wir uns definitiv leichter machen.

    Ich wünsche dir alles Gute für den Frauenarzttermin. Nun kannst du dich ganz darauf konzentrieren, nachdem die anderen Punkte erst einmal abgehakt sind.

    Lieber Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 12 Monate von  heika.
    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28128

    Liebe Ilcane,

    es freut mich zu hören, dass Du auf einem guten Weg bist und vernünftig betreut wirst.

    Alles Gute weiterhin und liebe Grüße
    Bettina

    Ilcane
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Hallo ihr Lieben,

    Ich habe jetzt schon länger nicht mehr geschrieben aber regelmässig mitgelesen (..und bei vielen heimlich mitgelitten ?)

    Viele hier im Forum sind so schlimm betroffen, das ich froh sein muss, über meine im Gegensatz zu euch, doch geringen Migränetage.

    Trotzdem wollte ich euch kurz berichten.
    Ich habe Mitte September mit Vitamin B2 und Magnesiumcitrat begonnen, nehme es immer gleich morgens zu einer Schüssel Haferflocken, Müsli.

    …und jetzt hatte ich doch tatsächlich im November nur zweimal Migräne und diese waren nicht von dieser extrem brutalen Schmerzhaftigkeit!

    Ich grüble nun ob tatsächlich Vit B2 und Magnesiumcitrat bei mir so eine durchschlagende Wirkung haben.

    Ich habe schon öfter gelesen das die Pille ein Vitamin B Fresser sein soll und dies wiederum ein Auslöser für Migräne.sein kann.
    All