Migräne und Augenerkrankungen (Cloudy)

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  • Cloudy
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2

    Ein herzliches Hallo in die Runde,

    Ich bin neu in diesem Forum und freue mich darauf, mit euch in Kontakt zu treten. Ich habe bereits seit 20 Jahren Migräne (seit meinem 12.Lebensjahr), seit ca. 4 Jahren verstärkt mit bis zu 10 Anfällen im Monat. Ich bin in guter neurologischer Betreuung, nehme Zolmitriptan 5mg in Kombi mit Ibuprofen und komme damit im Alltag eigentlich gut klar.

    Jedoch habe ich seit 2 Jahren eine Veränderung in der Dynamik meiner Anfälle feststellen können. Gleichzeitig wurde bei mir plötzlich eine seltene Erkrankung der Hornhaut, Keratokonus, festgestellt. Diese führte zu einer plötzlichen Sehschwäche auf unter 10 Prozent auf dem linken Auge. In der Folge kam es zu verstärkter Migräne. Die Erkrankung ist grundsätzlich nicht heilbar. Nun bin ich aber offenbar der seltene Fall der seltenen Fälle und der Keratokonus hat sich gänzlich zurück gebildet. Ich verspürte auch eine kurzzeitige Besserung der Migräne. Leider wird es seit 3 Monaten wieder schlimmer, die Anfälle dauern länger und die Medikamente wirken nicht mehr so gut.

    Eine Untersuchung in der Augenklinik ergab, dass ich plötzlich gänzlich nachtblind bin und generelle Ausfälle im Gesichtsfeld habe. Eine Ursache konnte bisher nicht gefunden werden. Nun meine Frage an euch: Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen mit dem Einfluss der Sehschwäche auf die Migräne? Leider ist das ein sehr spezielles Feld und weder Augenarzt noch Neurologe wissen etwas dazu. Daher würde ich mich über einen Erfahrungsaustausch freuen.

    Beste Grüße
    Cloudy

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5597

    Herzlich willkommen in Headbook, liebe Cloudy!

    Ich wünsche dir, dass von den vielen täglichen Lesern hier welche dabei sind, mit denen du dich über dein sehr spezielles Problem austauschen kannst. Ich selber kenne mich in dieser Thematik leider überhaupt nicht aus.

    Lieber Gruß
    Heika

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7425

    Liebe Cloudy,

    deine Frage könntest du gut im Chat am 6.11.2017 an Prof. Göbel stellen (rechts oben in der Sidebar). Ich habe auch Probleme mit den Augen, aber andere als du, und Prof. Göbel hat mir da schon gut weiterhelfen können.

    Alles Gute,
    Julia

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Herzlich willkommen im Headbook, liebe Cloudy. 🙂

    Es tut mir leid, dass Du diese Probleme hast. Der Keratokonus ist jetzt stabil, „nur“ die Migräne nimmt wieder zu?

    Der Keratokonus ist nach wie vor nicht erforscht. Er tritt auf bei Menschen mit und ohne Migräne. Man ist immer geneigt, Erklärungen und Zusammenhänge zu ergründen und zu finden. Aber nicht immer gibt es diese. Dass eine Verschlechterung des Keratokonus auch vermehrt Migräneattacken triggert, ist gut nachvollziehbar. So kann ja auch eine nicht behandelte Sehschwäche Attacken triggern und erhält man dann eine passende Brille, verbessert sich die Situation wieder.

    Man muss aber bedenken, dass die Migräne eine primäre Erkrankung ist und nicht das Symptom einer anderen Erkrankung. Wahrscheinlich wirst Du es so sehen müssen, dass Du zwei Erkrankungen hast, wovon die eine häufigere Migräneattacken zur Folge haben kann.

    Aber es ist eine gute Idee von Julia, auch Prof. Göbel Deinen Fall im Chat zu schildern.

    Nimmst Du eigentlich eine Prophylaxe ein?

    Liebe Grüße
    Bettina

    Cloudy
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2

    Ihr Lieben, habt Dank für eure Antworten. Die Idee mit dem Chat finde ich sehr gut. Ich werde mir das Datum nochmal dick im Kalender anstreichen.
    Liebe Bettina – du hast recht…. die Migräne und die Augengeschichten sind zwei eigenständige Erkrankungen. Man sucht ja irgendwie immer nach einem Erklärungsansatz. Der Keratokonus ist bei mir tatsächlich rückläufig – auch wenn das rein theoretisch nicht möglich ist. Ich hatte ein Stadium 2 auf dem linken Auge und mittlerweile ist die Hornhautoberfläche wieder glatt und nicht stark verdünnt. Allerdings haben sich die Symptome am Auge (vor allem die plötzliche Nachtblindheit) verschlechtert und die Migräne parallel auch. Aber du wirst recht haben – die Sehprobleme triggern wahrscheinlich „nur“.
    Als Prophylaxe nehme ich zur Zeit nichts. Hatte eine Zeit lang ein Antidepressivum, das allerdings meinen Stoffwechsel übermäßig verlangsamt hat. Danach habe ich ein halbes Jahr Betablocker probiert, dabei aber keine Veränderung festgestellt. Zur Zeit nehme ich nur Magnesium und achte auf viel Struktur, viel Bewegung an der frischen Luft, mache Yoga und versuche bis Mittags immer ein ähnliches Koffein-Level zu halten. Sollte ich in den nächsten Monaten jedoch weiterhin eine Zunahme der Migräneanfälle beobachten, werd ich wohl nochmal ein anderes Medikament zur Prophylaxe probieren.
    Danke für eure Antworten und euch allen einen schönen Abend!

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Liebe Cloudiy,

    wenn Du jetzt mit Magnesium und einem strukturierten Tagesablauf gut zurecht kommst, dann ist es ja in Ordnung. Aber auch gut zu wissen, dass es im anderen Fall immer noch die Möglichkeit gibt, wieder eine Prophylaxe zu testen.

    Freut mich sehr für Dich, dass die Symptome des Keratokonus nun zurückgegangen sind. Ich drück fest die Daumen für einen günstigen Verlauf oder sogar komplette Remission!

    Liebe Grüße
    Bettina

    augenstern
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 57

    Liebe Cloudy,
    leider habe ich erst heute deine Beiträge gelesen, ich war länger nicht hier im Forum.
    Mit der gleichen Fragestellung beschäftige ich mich auch z.Zt. und habe noch keine Antwort gefunden. Ich leide seit über 40 Jahren unter Migräne mit Aura, zusätzlich besteht eine rheumatische Erkrankung. In den Jahren ist ein starker Visusverlust auf dem rechten Auge aufgetreten mit einer Sehnerventzündung und Gesichtsfeldausfällen, jetzt ist er Visusverlust auch auf dem linken Auge massiv, dazu Gesichtsfeldausfälle und Nachtblindheit und Lichtempfindlichkeit, aber keine Sehnerventzündung. Die Migräneanfälle sind allerdings nicht häufiger, aber schlimmer geworden, als Prophlaxe habe ich Topiramat und Akutmedikation Zolmitriptan und Naproxen. Die Diagnostik in der Augenklinik läuft noch und ein MRT des Schädels mit Orbita und Kontrastmittel wurde gemacht. Es wurde ein gutartiger, langsamwachsender Hirntumor festgestellt, der aber mit den Augenproblemen nichts zu tun hat. Irgendwie sind alle ziemlich ratlos:Arzt sieht nichts und Patientin sieht auch nichts! (Außer vernebeltem Tunnelblick)
    Ich hatte auch schon überlegt, Prof. Göbel eine Frage diesbezügl. zu stellen. Vielleicht hat er noch eine Idee oder einen Rat.

    Liebe Grüße und gute Besserung weiterhin wünscht dir
    augenstern

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