Migräne und Bipolare Störung (manisch depressiv/ Himmelhochjauchzend – zu Tode betrübt)

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  • Miggy
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    Beitragsanzahl: 475

    Ich habe mal ein bisschen recherchiert, weil ich in einer Sendung etwas über ein häufiges gemeinsames Auftreten gesehen habe. Auf mich würde das jedenfalls teilweise zutreffen.

    http://www.aerzteblatt.de/archiv/39340/Migraene-Hohe-Komorbiditaet-bei-psychiatrischen-Erkrankungen

    Was sagt ihr dazu, welches sind eure Erfahrungen, was sagen die Fachleute ?

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3997

    Da bei mir Migräne diagnostiziert ist, würde ich anders herum fragen: Wie viele Menschen mit Migräne haben AUCH diese bipolaren Störungen?
    Und nächste Frage: ja, und dann? Wenn man das weiß, was dann?

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28353

    Liebe Miggy,

    ich sehe das ähnlich wie Alchemilla. Sehr viele Menschen haben Migräne und ebenfalls kommen psychische Erkrankungen häufig vor in der Bevölkerung. Ist also nicht ungewöhnlich, dass pychisch kranke Menschen auch Migräne haben – und umgekehrt. 😉

    Scheint mir eher eine von diesen Studien zu sein, auf welche die Menschheit eventuell würde verzichten können. 😉 Dass Migräne immer noch enorm unterdiagnostiziert und untertherapiert ist, ist allerdings wirklich ein Skandal. Aber auch diese Tatsache betrifft die gesamte betroffene Bevölkerung und da ist es ziemlich unerheblich, welche weiteren Erkrankungen sie noch zusätzlich plagen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    PS: Bitte stelle den Link als Quelle ein, nur der Verweis darauf genügt nicht. Danke!

    Georgie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 73

    Liebe Miggy,

    ich finde das schon ein recht interessantes Thema. Da mittlerweile bereits zwei Ärzte (wovon einer mein Onkel ist, dem ich sehr vertraue) eine doch etwas größere psychische Komponente hinter meiner recht ungewöhnlichen Migräne und den SKS vermuten, habe ich dazu auch ein bisschen recherchiert und von einem ähnlichen Zusammenhang zwischen ängstlich-depressiven Störungen (das trifft dann auf mich eher zu) und Migräne gelesen.

    Aber wie heißt der Spruch so schön „Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast“ 🙂 Und selbst wenn es tatsächlich Zusammenhänge gibt, muss ja doch jeder Einzelne für sich selbst entscheiden, welche Konsequenzen man daraus zieht. Würde es Dir denn irgendwie weiterhelfen, zu wissen, dass es da Zusammenhänge gibt? Würdest Du augrundessen die Behandlung Deiner psychischen Erkrankung nochmal hinterfragen wollen?

    Liebe Grüße,

    Georgie

    Miggy
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 475

    Ich bin immer auf der Suche nach dem optimalen Prophylaxe-Medikament für mich und deshalb werde ich auch weiter solche Fragen stellen. Denn aus soganannten unsinnigen Fragestellungen ist schon so manches Hilfreiche entstanden. Dabai bin ich allerdings auch Anhängerin der Aussage s.o. : Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.” Ich würde aufgrunddessen die Behandlung meiner Migräne Erkrankung nochmal hinterfragen, ich habe zur Zeit allerdings keine diagnostizierte Bipolare Störung, ist nur mein persönlicher Verdacht.

    Mich interessieren rund um die Migräne viele Fragestellungen, die mit mir persönlich auch nichts zu tun haben.

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3997

    Hallo, Miggy!
    Ich glaube, was Migräne angeht, gibt es unsinnigere Fragen als die, die du gestellt hast.
    Ich werde auch IMMER äußerst hellhörig, wenn Forschungen in anderen Gebieten sich dem Thema Migräne annehmen.
    Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass dieser Ansatz, den du schilderst, meinem Gefühl nach bei mir nicht weiter helfen würde. Aber wir sehen ja gerade hier im Forum immer wieder, wie unendlich unterschiedlich wir alle sind und unsere Migräne ist. Und deshalb würde ich nicht diskutieren wollen, ob ein Ansatz RICHTIG oder FALSCH ist , sondern nur, ob er für mich etwas taugt. Bloß keine Rechthaberei ! ! !
    Wenn Prof Göbel in seinem Buch davon schreibt, dass Migräne höchstwhrscheinlich durch eine plötzliche intensive oder durch eine lang andauernde Überlastung der Nerven hervorgerufen wird, dann ist es eben interessant, herauszufinden, WAS es denn ist, was die Nerven überlastet.
    Und solche extremen Stimmungsschwankungen bei den Menschen, von denen du geschrieben hast, sind bestimmt so etwas.
    Genau wie diese extremen Hormonschwankungen.
    Wir sollten nicht aufhören, nach solchen Zusammenhängen zu suchen. Ob sie uns HELFEN, das müssen wir dann immer noch sehen.

    Also schreiten wir seiter voran, nicht?
    Schulter an Schulter.

    LG
    alchemilla

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28353

    Liebe Miggy,

    wenn Du den Verdacht hast, an einer bipolaren Störung zu leiden (das ist übrigens eine Diagnose, die schon gravierender wäre), dann lass Dich bitte untersuchen. Das wird Dich dann sicher beruhigen. 😉 Da ich Dich ja schon ein wenig kenne, gehe ich mal davon aus. 🙂 Stimmungsschwankungen haben viele von uns und das ist ganz normal. Im Wechsel ist das noch „normaler“ und hat keinerlei Krankheitswert, außer, dass es halt lästig ist und manchmal schon beeinträchtigen kann.

    Für die Stimmung übrigens ist es nicht sonderlich förderlich, sich durch sämtliche „Diagnosen“ selbst durchzuackern und dann zu meinen, von diesem und jenem selbst betroffen zu sein. Dageben gibts nur ein Mittel: die fachärztliche Beratung.

    In meiner ersten Schwangerschaft hatte ich mich auch durch sämtliche Lehrbücher gelesen, die mein Mann zu Hause hatte. Ich brauch Dir nicht zu sagen, dass ich dachte, dass von Blasenmole bis beginnende Anzeichen einer Fehlgeburt alles irgendwie doch auch auf mich hätte zutreffen können. 😉 Nun ja, ich hatte mich nicht reingesteigert, aber je nach Kapitel, das ich durchnahme, wurde mir gelegentlich doch etwas flau im Magen. 😉

    Bitte, liebe Miggy, lass Dich durchchecken zu allen greifbaren Verdachtsmomenten, die Du hast und wenn Du Entwarnung hast, lehne Dich entspannt wieder zurück. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

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