Migräne und Depression

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  • railwaycom
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 850

    Hallo,
    nach ein paar schönen Tagen habe ich jetzt ein Gefühl wie eine Depression.
    Ich bin sehr niedergeschlagen, müde, traurig und sehr viel in Gedanken.
    Dieses Gefühl kenne ich schon seid fast einem Jahr.
    Kennt ihr das auch? Habe ich Depression weil ich Migräne habe? Die für mich in den letzten 15 Monaten sehr schlimm war.
    liebe Grüße rail

    Sonnenschein
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 190

    Hallo Rail,
    leider soll sich oft zu Migräne eine Depression vergesellschaften, ob die Migräne der Auslöser ist weiss ich nicht. Wichtig ist nur, dass Du Dir helfen lässt, denn solch einen Zustand musst Du nicht hinnehmen. Vielleicht kannst Du ja auch ein Antidepressivum bekommen damit alles einwenig rosiger wird. Meistens denkt man „nicht nochmehr tabletten“ aber wenn man die Chance hat aus dem Tal zu kommen ist es eine Überlegung wert.

    Lieben Gruss Steffi

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3975

    Ich habe oft den Eindruck, dass das, was sich nach Despression anfühlt, aus einer wahnsinnigen tiefen Erschöpfung resultiert.
    Ich habe beobachtet, dass sich die Lebensumstände überhaupt nicht geändert haben und an dem einen Tag nehme ich alles als Herausforderung an und an einem anderen macht mich alles Unerledigte einfach traurig. Und dann merke ich, dass es daher kommt, dass ich zu erschöpft bin um überhaupt IRGENDetwas zu tun.

    Diese Sichtweise finde ich hilfreich, weil sie mich dazu bringt, ganz viel Regeneraton in den Alltag einzubauen. Dann geht es oft besser.

    Die tiefe Erschöpfung kommt mit Sicherheit von der vielen Migräne.

    LG und gute Erholung
    alchemilla

    railwaycom
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 850

    Oh ja ich fühle mich auch sehr Erschöpft.
    Ich finde seid dem ich in Kiel war und dort auch viel Ruhe hatte, bin ich jetzt noch mehr Erschöpft. Ich habe das Gefühl nicht mehr das zu leisten, was ich vorher schaffte. Vorher unter Druck – mein Leistungsdruck.

    Liebe Grüße
    rail.

    SimonPhoenix
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 753

    Hallo Rail, Erschöpfung kann eine form von Depression sein. woher sie kommt können wir dir leider nicht sagen. schmerzen verbrauchen einen botenstoff der für die Glückshormone zuständig ist. somit kann eine Depression körperlich durch Migräne verursacht werden. Natürlich auch durch den seelischen Faktor. Je nachdem wie stark deine Erschöpfung und Traurigkeit ist solltest du einen Neurologen und eine psychologische Unterstützung suchen. Eventuell reicht es wirklich eine Zeit Antidepressiva zu nehmen um aus dem Loch und der schwierigen Zeit in der du stecktst rauszukommen.

    railwaycom
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 850

    hallo Steffi, alchemilla und Simon,
    nächste Woche soll ich zum EEG und in zwei Wochen zur Neurologin. Vorher gab es kein Termin. Dann kann ich es ansprechen, bis dahin muss ich es aushalten.
    Ich mache regelmäßig Sport, gehe mit meinen Kindern gerne spazieren. Aber jede pause, jedes bissel Ruhe holt die Grübeleien hervor. Sobald ich nichts aktives mache könnte ich schlafen (das hat nichts mit Narkolepsie zu tun). Ich bin einfach total Erschöpft.

    liebe Grüße
    rail

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1739

    Es gibt die Erschöpfungsdepression (das ist eigentlich der bessere Ausdruck für Burnout). Wenn Du das Gefühl hast, dass es Dich starkt beeinträchtigt, würde ich auch das mit dem Arzt besprechen – aber zunächst gleich einmal mit der Ärztin, zu der Du jetzt eh gehst. Sie kann Dich ja im Bedarfsfall weiterverweisen. Sprich Dein Problem dort offen an.

    Manchmal ist ein Antidepressivum gut, manchmal eine Gesprächstheraphie, manchmal eine Kombination. Migräne erschöpft. Nicht immer kann man alles leicht auseinanderhalten.

    Ich habe den Eindruck, dass Du auch eine große Verantwortung für Deine Kinder trägst. Das kommt auch noch dazu. In Kiel hattest Du Ruhe. Du hast Zusammenhänge erkannt … Jetzt bist Du zurück in Deinem Alltag und in vielerlei Hinsicht sehr gefordert. Das ist nicht so leicht. Ich denke, die Ärztin, zu der Du demnächst gehst, ist wirklich Deine erste Anlaufstelle. Und dann siehst Du weiter 😉

    Lieben Gruß, Regenbogen

    railwaycom
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 850

    ja ich habe viel Verantwortung für die Kinder. 2 Kinder die mich derzeit ganz schön auslaugen, so empfinde ich es.

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1739

    Liebe Rail, jetzt haben sich unsere Postings überschnitten.
    Worüber grübelst Du?
    Ich kenne von früher ganz arge Erschöpfungszustände.
    Lieben Gruß, Regenbogen

    railwaycom
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 850

    ich grübel darüber welchen Sinn das alles macht es auszuhalten. Ich grübel warum ausgerechnet ich die Migräne habe. Warum ausgerechnet ich jetzt so fertig bin.
    Warum das alles so ist wie es bei mir jetzt so ist.

    Liebe Grüße
    rail

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1739

    Liebe Rail,

    das geht wirklich tief und Du bist sehr verzweifelt, glaub ich.
    Wenn es einem sehr, sehr schlecht geht, stellt man den Sinn vieler Dinge in Frage.

    Aber jetzt schau, jetzt bist Du erst einmal hier bei uns gelandet und Du hast einen Arzttermin. Einen Schritt nach dem anderen. Und vielleicht suchst Du Dir wirklich Unterstützung auf therapeutischer Ebene. Sprich das offen bei Deinem Arztbesuch an.

    Warum gerade Du die Migräne hast? Das ist eine Erkrankung. Die hat man sich nicht ausgesucht. Das ist Schicksal. Wir machen alle das Beste daraus, versuchen es und motivieren uns hier gegenseitig.

    Warum Du so fertig bist? Ja, weil es Dir schlecht geht! Weil Du auch kranke Kinder hast, um die Du Dich kümmerst. Dein Mann ist oft unterwegs, Du bist dann alleine für sie verantwortlich und das obwohl Du nicht fit bist.

    Beame Dich einmal an die Decke und schau auf die Rail runter. Das ist kein Wunder, dass es jetzt so ist.

    Aber, was jetzt so ist, muss nicht so bleiben und kann sich, nein: wird sich ändern! Vorwärts schauen.

    Ganz lieben Gruß, Regenbogen, die Sonnenstrahlen schickt ….

    Doro
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1605

    liebe Rail,
    wie wäre es denn mit einer Mutter-Kind-Kur, die auf Eure Belange abgestimmt ist. Keine Ahnung ob es so etwas für gerade Deinen speziellen Fall gibt, aber ich könnte mir vorstellen, dass Du dort auf jeden Fall das Problem der Erschöpfung im geschützten Raum angehen könntest und für die Kleinen wäre mit ihren Erkrankungen auch gesorgt.
    Oder gibt es vielleicht die Möglichkeit einer Familienhilfe für Dich. Dass du das in Kiel erlernte auch in Deinem Tempo umsetzen kannst.
    Vielleicht ist hier im Forum ja jemand, der sich mit Familienhilfe etc auskennt.
    Ich kann Dich gut verstehen, Deine eigene Erkrankung ist schon hart, aber dann auch noch die der Kleinen. Ich fühle mit Dir. Und ich habe große Achtung vor Deinem Tun.
    LG
    Doro

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Liebe Rail,

    Du hast jetzt schon so viele gute Tipps erhalten. Du musst Dein Problem bei der Ärztin ansprechen, damit sie Dir helfen kann, Dich wieder besser zu fühlen. Eine Muter-Kind-Kur wäre sicher auch eine Idee, oder auch eine Kur nur für Dich alleine.

    Von Depressionen gibt es so viele Formen und Ursachen, dass man der Sache nachgehen muss. Vielleicht ist es eine reaktive Depression aufgrund der Erschöpfung – durch die Migräne und die Narkolepsie, oder auch eine eigenständige organische Erkrankung. Es gibt viele Möglichkeiten, aber auch viele Möglichkeiten der Behandlung.

    Gute Besserung,
    Bettina

    railwaycom
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 850

    guten morgen,
    danke für die Antworten.
    Ich nehme abends an Medikamente Tizandin – Teva (Muskelentspannung) und Clomipramin Sandoz 75 mg geringe Dosis Antidepressivum. Das soll bei mir die Schmerzintensivität verringern oder Schmerzgrenze erhöhen. So wie ich es verstanden habe, reicht die Dosis aber nicht aus, damit es gegen Depressionen hilft.
    Einen Mutter – Kind – Kurantrag ist schon in arbeit. Ich denke das es so ab April oder Mai losgehen kann.
    Auch bin ich schon auf der Warteliste für eine stationäre Psychotherapie. Die Wartezeit beträgt mind. 6 Monate. Das wurde mir in Kiel empfohlen.
    Erst dachte ich was soll so ein Quatsch, dann habe ich es eingesehen. Vorher war mir mein Verhalten, meine Ängste und meine Erschöpfung gar nicht aufgefallen.

    Dadurch das mein Mann ein 3/4 Jahr erkrankt war und ich alles alleine machen musste und auch noch ihn versorgen oder ewig ins Krankenhaus musste, hatte ich gar keine Zeit an mich zu denken. Nun ist er gesund und arbeitet wieder voll.

    Nun bringe ich die Kinder zur Kita oder Schule, sitze daheim, sehe die Arbeit und finde kaum Kraft anzufangen. Ich könnte die ganze Zeit nur schlafen. Einige Tage habe ich es auch so gemacht. Ich hatte mich Vormittags einfach nochmal hingelegt und dann in Schnelldurchlauf z.B. das Haus sauber gemacht. Es hatte aber nichts an meinen Gefühlen, Gedanken etc. geändert.
    2x die Woche gehe ich morgens zum Sport.

    Ich habe hier fast das ganze Forum durchgelesen, einfach nur damit ich sehe das es noch mehr Menschen mit Problemen gibt. So ungefähr um mir zu sagen „hey stell dich nicht so an“, aber es brachte auch nichts.

    Auf alle Fälle werde ich es bei der Ärztin ansprechen. Bis dahin muss ich es irgendwie Ertragen /Aushalten.
    Da hilft dieses Forum auch schon etwas.

    Liebe Grüße
    rail

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1739

    Liebe Rail,

    Sport ist ganz wichtig.
    Ein Antidepressivum, egal in welcher Höhe, ist immer nur ein „Anschieber“, eine Unterstützung. Parallel dazu gilt es im Leben Veränderungen vorzunehmen – schrittweise.
    Möglicherweise machen Dich auch teilweise Deine Medikamente müde (Muskelentspannung!? – habe einmal etwas in der Richtung bei Rückenproblemen genommen, war völlig schlapp).
    Besprich das alles mit der Ärtzin.

    Ich denke, Du bist auf dem besten Weg.

    Lieben Gruß, Regenbogen

    railwaycom
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 850

    Hallo Regenbogen,
    ich lasse das Medikament zur Muskelentspannung ab heute einfach mal weg.
    Vielleicht wird es dann in den nächsten Tagen besser.

    Liebe Grüße
    rail.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Liebe Rail,

    bitte auf keinen Fall das Medikament zur Muskelentspannung weglassen! Du kannst die Reaktionen Deines Körpers auf den Entzug nicht einschätzen. Es kann schwerwiegende Folgen haben. Eine Änderung der Medikation muss immer mit dem Arzt besprochen werden. Bitte nimm es wie gewohnt und sprich den Arzt darauf an.

    Regenbogen, Sport ist leider auch kein Allheilmittel. Es kann in vielen Fällen gut unterstützen, aber gelegentlich, falsch und ohne Anleitung angewandt, auch Schmerzen verstärken!

    Man kann Depressionen auch „davonlaufen“, wenn es z.B. eine reaktive Depression ist. Es gibt aber die unterschiedlichsten Formen, die eben auch organische Erkrankungen sind, ein eigenes Krankheitsbild darstellen und nicht Symptom einer anderen Erkrankung sind.

    Gute Besserung, Rail!

    Liebe Grüße
    Bettina

    railwaycom
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 850

    Liebe Bettina,
    mach mir bitte nicht solche Angst. Es ist doch nur ein Muskelentspanner.
    So ist es auch schwer auszuhalten.
    Ein Arzt ist nicht da und die andere kann ich erst nächste Woche fragen.

    Liebe Grüße rail

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Liebe Rail,

    ich möchte Dir keine Angst machen, aber doch darauf hinweisen, dass jede Änderung der Medikation eventuell Folgen nach sich ziehen kann, die Du jetzt nicht voraussehen kannst.

    Narkolepsie hat mit Muskelspannung, -tonus zu tun, Muskelrelaxantien auch. Daher bitte eine Änderung der Medikation mit dem Arzt absprechen. Versuche Deinen Arzt telefonisch zu erreichen, oder einen anderen Arzt, der eventuell in der selben Praxis mitarbeitet. Sonst warte bitte die paar Tage noch ab. Du nimmst es jetzt doch schon lange ein, da kommt es auf ein paar Tage auch nicht mehr an.

    Gute Besserung und liebe Grüße
    Bettina

    railwaycom
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 850

    hm, OK

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1739

    Liebe Rail,

    ich habe gestern zu Deinem ganzen Problemkreis einmal geoogelt. Das ist wirklich eine sehr komplexe Erkrankung. Die Tagesmüdigkeit gehört, wenn ich das jetzt richtig verstehe, zur Erkrankung.

    Ich denke, Bettina hat Recht (ich musste jetzt auch erst einmal nachdenken). Auf die paar Tage kann es nicht ankommen. Warte das Gespräch mit der Ärztin ab.

    Die Foren im Internet zu Narkolepsie kennst Du bestimmt alle. Sie sind offenbar nicht sehr aktiv. Beim googeln bin ich noch auf die österreichische Narkolepsie-Gesellschaft gestossen, wo man sogar herzlich eingeladen wird, als Betroffener Fragen zu stellen. Vielleicht ist das noch eine Anlaufstelle.

    Grundsätzlich aber würde auch ich Dir raten: Warte das persönliche Gespräch mit dem Arzt ab. „Internet-Betreuung“ kann niemals das persönliche Arzt-Gespräch ersetzen.

    Wenn man sich durch die Spezialseiten liest, dann scheint es doch so zu sein, dass die Erkrankung nicht heilbar ist, dass man den Patienten aber gut medikamentös einstellen kann. Und die Lebensqualiät wieder steigt und sehr ok ist. Baue darauf!

    Lieben Gruß, Regenbogen

    railwaycom
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 850

    Hallo regenbogen,
    klar gehört die Tagesmüdigkeit dazu. Nur jetzt ist es schlimmer geworden und ich denke das es von den Medikamenten kommt.

    Die Foren habe ich mir durchgelesen, sofern man sich nicht anmelden muss. Ansonsten fehlt mir dafür das Interesse. Ich schau hier und da was es an neue Erkenntnisse gibt und das wars.

    Ja ich werde abwarten, sonst reist mir Bettina noch den Kopf ab 😉

    Liebe Grüße
    rail.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Braves Mädel. 😉

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1739

    Liebe Rail,

    sehr gut! Klär das mit der Ärztin ab. Die paar Tage wirst Du packen.
    Mit Bettinas Tipps sind wir noch immer gut gefahren 😉 Und lieber einmal mehr vorsichtig sein, als etwas zu voreilig.

    Lieben Gruß, Regenbogen

    Astrid
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 432

    Liebe Headbookleser und -SchreiberInnen,

    ich frage mich oft, ob nicht viele mit schwerer Migräne oder anderen schweren Schmerzerkrankungen zu Depressionen neigen, wenn die Schmerzen nur schlimm genug sind und lange genug anhalten? Was meint ihr?

    Die Ärztin im Krankenhaus sagte, dass die Zahl der Migräniker mit psychischen Störungen recht hoch sei.

    Ich bin zum Beispiel oft deutlich depressiv, wenn ich schlimme Kopfschmerzen habe. Dann sehe ich oft gar keinen Ausweg, aber nicht nur aus der Schmerzphase, sondern sehe schnell alles schwarz… ich bin allerdings im Moment in einer schwierigen Situation,die tut ihr Übriges hinzu.

    Das ist ja eine Verarbeitungsform, mich würde interssieren: wie verarbeiten andere hier schwere Schmerzen?
    Da sind wir bei der Krankheitsbewältigung, wie könnt ihr eure Erkrankung in den Alltag integrieren, so dass ihr euch nicht depressiv fühlt?

    Schreibt doch mal bitte, da könnte ich vielleicht etwas von euch lernen.

    LG
    Astrid

    railwaycom
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 850

    Hallo Astrid,
    als ich 2 Wochen in Kiel war, sagten sie mir das ich eine Depression habe. Ich war erst sehr erschrocken, denn man selber möchte es nicht wahr haben.
    Ein paar wenige Monate später bin ich in einer entsprechenden Klinik gewesen und habe dort alles mögliche gelernt und auch vieles Umgesetzt.
    Nun muss ich das alles nur noch mehr Festigen.

    Ich gehe einmal die Woche zur Ergo.

    Lieben Gruß
    Rail

    Astrid
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 432

    Liebe rail,

    ich habe schon sehr lange Depressionen, das ist durchaus mal besser, aber in Zeiten, in denen ich körperlich angesclagen bin, oder wenn es großen STress mit dem sozialen Umfeld gibt, reagiere ich schon mal wirlklich depressiv.

    Ich merke das daran, dass ich schlecht aufstehen kann, Die Beine sind schwer, dass ich wenig schöne Dinge zur Kenntnis nehmen kann. Und außerdem, man sollte es nicht glauben, tatsächlich sehe ich grauer als sonst.

    Ich habe jetzt durch das Amitriptylin gemerkt, dass Vieles doch sehr schön bunt ist ;-), also, das A. schlägt ganz gut an gegen solche Depressionen. 🙂 Alles sieht weder farbiger aus…..

    Also, ich meine, es gibt bei mir schon einen Zusammenhang zwischen Migräne und Depression.

    LG
    Astrid

    sternthaler
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 412

    Hallo Rail,
    ich habe auch zur Migräne Depressionen und Panikattacken, aber ich habe in Kiel gelernt, dass ich nicht Migräne habe weil Depressionen habe sondern umgekehrt. Das hat mir seltsamerweise sehr geholfen und ich konnte mir vieles erklären. Wenn man schlimme Schmerzen hat sieht die Welt meistens grau aus, doch es gibt die bunten für mich jetzt öfter, ich muss sagen Doxepin hat mir sehr geholfen auch die Panikattacken sind weg.
    Vor 2 Jahren, hatte ich meinen absoluten Tiefpunkt, da habe ich auch versucht mich umzubringen. Aus Rücksicht auf meine Familie habe ich das auch in Augsburg bei einer Freundin versucht, sie ist Psychiater, sie tut mir noch heute leid, wegen diesem Blödsinn. Jedenfalls habe ich zu der Zeit mit allen Mitteln versucht die Migräne zu bekämpfen, ich wollte wieder arbeiten und ein ,, vollwertiger Mensch“ sein. Dazu kam noch die volle Ablehnung meiner Verwandschaft, die meinten ich solle mich doch mit den bißchen Kopfschmerzen nicht so anstellen und ich hätte einfach keine Lust zum arbeiten. Außerdem kam dann auch noch die Meinung ich würde meinem Mann sein ganzes Leben versauen, ich habe das alles geglaubt und gedacht, dass es besser ist, ich wäre nicht mehr da. Zum Glück lebe ich noch, mein Mann hat mir gesagt, dass er zu mir steht, egal was passiert. Jedenfalls den Kontakt zum Rest der Verwandschaft haben wir abgebrochen, geht uns besser damit.
    Im Februar vorigen Jahres war ich dann nochmal in Kiel und dieser Aufenthalt hat mich sozusagen gerettet. Endlich habe ich begriffen, das je mehr ich gegen die Migräne kämpfe alles schlimmer wird ich mich verkrampfe und es mir schlecht geht. Ich habe dann gesagt, ich habe diese Krankheit und wir beide müssen zusammen leben irgendwie. Bis dahin wollte ich um jeden Preis nach der befristeten EU Rente auf 3 Jahre wieder arbeiten. Mit meinem Mann habe ich darüber gesprochen und er mich davon überzeugt, das es halt nicht geht und ich habe die Rente weiterbeantragt. Jetzt bekomme ich EU Rente bis zum Eintritt in die Altersrente, ich bin 48. Und komischerweise als ich mich dann nicht mehr so unter Druck gesetzt habe und ich entspannter wurde hat sich vieles gebessert, natürlich haben auch die Medikamente ihren Anteil daran. Jedenfalls bin ich zur Einsicht gekommen, ich bin ein wertvoller Mensch auch wenn ich nicht mehr arbeiten kann. Beschäftigen kann ich mich auch den ganzen Tag mit schönen und nützlichen Sachen und ich fühle mich nicht sinnlos.

    LG Grüße Pamela

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3975

    Ich habe gelesen, dass bei einer Migräneattacke der Serotoninspiegel extrem niedrig ist. Serotonin sorgt für heitere Gefühle.
    Also habe ich beschlossen, die dpressiven Schübe als Serotoninmangel einzustufen und weiß,dass das wieder vorübergeht.
    Ganz sachlich -ohne Panik.
    Wenn ich so erschöpft bin, wie du es schilderst, Astrid, dann dauert das Vorübergehen aber auch zuweilen ziemlich lange.
    In meinem Tagebuch steht dann oben drüber: Grauer Tag.
    Das beinhaltet, dass es auch bunte Tage gibt.

    Ich finde es toll, wenn das Amitriptylin so gut hilft.

    Astrid
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 432

    Liebe Pamela, liebe rail, liebe alchemilla,

    ich habe mich schon oft gefragt, was zuerst da ist, die Depression oder die Migräne….
    Anscheinend liegt dann wohl bei beidem ein Serotoninmangel (und Noradrenalinmangel bei Depression) vor, wenn ich das richtig verstanden haben sollte.

    Es ist bei mir schon so, dass eine Depression auch „die Beine schwer werden“ lässt. Eine schwere Depression kann ja auch dem Erkankten das Gefühl geben, dement zu sein. Alles geht lansgamer.

    Natürlich kann man durch Migräne auch depressiv werden.
    Ich habe es immer so gesehen, dass mich die vielen Schmerzen depressiv machen.

    Pamela, schön, dass Dein Ehemann zu Dir hält. Das Glück hat auch nicht jede.

    LG
    Astrid

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