Migräne und Tinnitus

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    Beiträge
  • Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28447

    Danke für das positive Feedback! 🙂 Zum Thema selbst können wir weiterdiskutieren im Forum Zu hohe Anspruchshaltung?, damit wir in diesem Forum weiter zum Tinnitus diskutieren können.

    Liebe Grüße
    Bettina

    muri
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 324

    @Tanja, ich kann dir nicht sagen ob es einen zusammenhang zwischen tinnitus und migräne gibt.
    ich habe zwar an der tinnitusstudie mitgearbeitet, aber die gesundheitsfragen haben die ärtze gestellt. da hatte ich keinen einblick, ich war zuständig für die tonermittlung und die anschliessende therapie.
    ich selber habe nach meinem unfall mit kieferbruch auch tinnitus. der hängt aber mit der muskulaturverspannung des kiefers zusammen.
    liebe grüße
    andrea

    Tanja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 764

    hallo muri, danke für deine antwort.
    gestern hatte ich einen ziemlich stressigen tag mit der therapie und mir rauschte es in den ohren, als wären gleich ganz viele tinnitussen im ohr und würden mir die nerven vollsäuseln… ganz ohne ASS 😉
    ist interessant, dass du das mit der kieferverspannung sagst, weil mein kiefer ja auch immer in spannung ist und ich es nicht schaffe, ihn dauerhaft zu entspannen. ich weiß aber nicht, seit wann ich das habe… aber die ohrgeräusche habe ich schon seit kind, ich glaube nicht, dass ich da schon einen verspannten kiefer hatte.

    egal, dann nehmen wir den halt so hin, ich wollte einfach mal so nachfragen.

    gruß
    tanja

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28447

    Akustische CR-Neuromodulation: Überzeugend in Studien und in der Praxis

    „Die Akustische CR®-Neuromodulation ist ein riesiger Fortschritt in der Tinnitus-Therapie und bietet Patienten mit chronisch subjektivem Tinnitus gute Chancen auf eine substanzielle Verbesserung ihrer Symptomatik“, so das Resümee von Universitäts-Professor Dr. Kai Helling, Leitender Arzt der Römerwallklinik, Fachklinik für HNO-Erkrankungen in Mainz, im Rahmen eines Expertengesprächs. Die Therapie bewährt sich bereits seit mehr als zwei Jahren in der klinischen Praxis und hat überzeugende Studienergebnisse gezeigt (1). Eine kürzlich erschienene Publikation gibt nun zusätzliche Einblicke in die Wirkweise der Coordinated Reset (CR)-Neuromodulation (2).
    Arftikel weiterlesen

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sternenhimmel
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 945

    Hallo,

    ich hatte jetzt 7 Tage am Stück ein dauerhaftes Ohrgeräusch. Ich kenne es von Migränetagen das es mal für ein paar Sekunden oder Minuten piept aber so lange hatte ich es noch nie. Jetzt ist es nur noch ab und zu zu hören also nicht mehr dauerhaft. Ich habe einen Termin bei meinem Ohrenarzt nächste Woche (wegen einer anderen Sache) sollte ich es mal ansprechen oder ist das einfach so wegen der Migräne.

    Liebe Grüße Anna

    Anonym
    Inaktiv
    Beitragsanzahl: 1354

    Hallo Anna,

    ich kenne mich mit Migräne zwar nicht aus, aber ich würde es ansprechen.
    Schaden kann es jedenfalls nicht, denke ich.

    LG
    Dusty

    migraene87
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 31

    Hallo zusammen!

    Ich habe ca. 40 Jahre Erfahrung mit Tinnitus und 25 Jahre Migräne. Der Tinnitus im Kindesalter hat sich durch einen Dauerpfeifton bemerkbar gemacht. Der Ton hat mich v.a. bei den Hausaufgaben gestört, so dass ich zur Ablenkung immer den Radio nebebei laufen lies. Das Pfeifen hat sich dann in späteren Jahren verringert, jedenfalls habe ich mir bestimmt so 10 Jahre lang keine Gedanken mehr um den Tinnitus gemacht. Erst 2004 hatte ich ein lautes akutes Pfeifen. Sofort zum HNO und Infusion, aber keine Besserung. Rehaantrag abgelehnt, Widerspruch abgelehnt. Nach 6 Wochen ohne adäquate Behandlung sagt man, ist der Tinnitus dann chronisch. Ich habe dann weiter gearbeitet, aber körperlich stark abgebaut, da ich massive Schlafstörrungen hatte. Schließlich wurde ich krank geschrieben und nach einigen Monaten AU wurde dann ein neuer Rehaantrag genehmigt.
    Ich war 6 Wochen in St.Wendel. Die Behandlung bestand im wesentlichen aus folgenden Bausteinen: Entspannung, Sport, spezielles Hörtraining, Verhaltenstherapie. Als erstes wurde den Patienten klar gemacht, dass man den Tinnitus nicht mehr los wird und man sich mit ihm arangieren muss. D.h. je weniger man sich um den Tinnitus kümmert, um so weniger beeinträcht er das eigene Leben. Der medizinische Hintergrund ist etwa folgender: Die Hörorgane erzeugen einen Grundton, den das Gehirn als „Ruhe“definiert. Durch irgendein Ereignis wird dieser Ton verändert und das Gehirn „hört“ jetzt einen Ton. Also höre ich den Ton. Das Gehirn merkt, dass mich das interessiert und richtet seine Aufmerksamkeit mehr auf den Ton. Aso empfinde ich den Ton lauter. Und das geht immer so weiter. Man muss also lernen, dem Gehirn klar zu machen, dass mich der blöde Ton überhaupt nicht interessiert. So erreicht man, dass der Ton in einen Bereich kommt, mit dem wieder klar kommt. UND DAS FUNKTIONIERT !
    Es hat bei mir nach der Reha dann noch ca 3 Monate gedauert bis ich wieder fit war. Erforderlich war aber auch gezieltes Hirntrainig und viel Eigenleistung. Wichtig ist auch richtiges Schlafen: Der Körper braucht ca. 6-8 Stunden Schlaf. Gehe ich zu früh ins Bett (weil ich z.B. nach der Arbeit kaputt bin) hat der Körper vielleicht 12 Stunden Zeit, um sich seine effektifen 6-8 Stunden zu holen. D.h. der Schlaf wird unterbrochen und man wacht nicht ausgeschlafen auf. Wir wurden in der Reha „gezwungen“ lange genug aufzubleiben, denn wenn der Körper nur wenig Zeit hat sich seinen Schlaf zuholen, dann macht er das ohne Spielereien wie dazwischen aufwachen und blöd träumen. Tinnitus und Migräne haben also vieles gemeinsam. Einen direkten Zusammenhang zwischen Tinnitus und Migräne kann ich bei mir nur soweit feststellen, das Tinni lauter ist, wenn ich eine Attacke habe. Das mit dem Rausgenerator habe ich auch probiert, mich hat aber das Rauschen dann doch mehr genervt als das Pfeifen.
    Ich höre gerne gute Musik (auch Klassik) und meide Lärm. Ich kann aber auch in völliger Stille zusammen mit Tinni entspannen. Ich bin echt froh, dass ich mit dem Tinnitus so zurecht komme, denn ein Triptan für Tinnitus gibt es nicht!

    Liebe Grüße
    Michael

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28447

    Lieber Michael,

    danke für die Schilderung, wie Du mit dem Tinnitus zurecht kommst. Das, was Du empfiehlst, ist das einzig Sinnvolle. ? Ich habe auch schon länger Tinnitus, versuche ihn aber zu ignorieren, so gut das geht. Habe auch ein hochfrequentes Pfeifen, aber es stört mich so gut wie gar nicht. Ich lasse mich sozusagen davon nicht stören. ?

    Migräne und Tinnitus treten oft zusammen auf. Ein Triptan lässt übrigens manchmal auch den Tinnitus leiser werden. Und das Gute: Alles, was bei Migräne hilft (Entspannung, Prophylaxen usw.) verbessert auch den Tinnitus.

    Hast Du ein Stimulationsgerät gehabt, oder was meinst Du mit „Rausgenerator“?

    Liebe Grüße
    Bettina

    migraene87
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 31

    Liebe Bettina,

    der Rauschgenerator oder besser „Masker“ ist wie ein Hörgerät, das aber ein Geräusch erzeugt, das den Tinnitus übertönt. Damit soll das Gehirn „umprogrammiert“ werden, damit der Pfeifton nicht mehr (so stark) wahrgenommen wird. Dazu muss das Gerät aber auch eine ziemliche Lautstärke produzieren und das hat mich mehr gestört. Ich habe so ein Gerät leihweise zum testen bekommen. Das erreiche ich auch mit meiner Lieblingsmusik, die ich z.B. auf Urlaubsfahrten gehört habe. Da kann ich die positiven Momente immer wieder zurück holen. Kennst Du Peter,Paul und Mary? Diese Gruppe müßte ich mir glatt auf Rezept verschreiben lassen!
    Ich habe sogar einen Vorteil vom Tinnitus: Zwar habe ich bestimmten Frequenzbereichen eine leichte Schwerhörigkeit, aber ansonsten „leide“ ich an Hyperakusis, was eigentlich nur bedeutet, dass ich ein feines Gehör habe. So hore ich im Beruf oder auch privat Geräusche lange bevor sie andere wahrnehmen. Das ist z.B. bei der Fehlerdiagnose von technischen Geräten/Maschinen von Vorteil.
    Übrigens bei Valproat steht Tinnitus bei den möglichen Nebenwirkungen; ich habe aber ohne oder mit Valproat keinen Unterschied bei meinem Tinnitus feststellen können.

    Liebe Grüße
    Michael

    MiRi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 302

    Hallo Ihr Lieben,

    mein Tinnitus ist direkt nach einer schweren dreitägigen Migräneattacke zum ersten Mal aufgetreten. Als die Attacke ausgestanden war bin ich gleich zum HNO-Arzt gegangen. Ich dachte mir, der Tinnitus ist ja noch ganz neu, da kann man jetzt bestimmt noch etwas gegen tun, damit ich ihn wieder los werde.

    Diese Hoffnung wurde leider enttäuscht, der Doc konnte gar keine Behandlung anbieten. Seiner Erfahrung nach gibt es da nichts, was wirklich hilft, ihn wieder „wegzuzaubern“.

    Wie kommst du denn mit deinem Tinnitus klar? Vor allen Dingen, wie lernt man/frau ihn zu “überhöhren“?

    Ich habe vielleicht noch Glück, dass es bei mir ein tiefer ton ist, vielleicht etwas wie das Rumpeln einer Waschmaschine im Gehirn (Hirnwäsche? 😉 ) Ich denke mir, hohe Pfeiftöne sind noch viel schlimmer.

    Bei mir ist es so, dass der Tinnitus nach schwegen Migräneattacken immer wieder lauter wird.

    Ich denke, das wichtigste ist, wie hier schon beschrieben:

    Es ist am Besten, dem Tin