Ascotop – Wirkung und Nebenwirkung!?

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  • Saphira78
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    Hallo ihr Lieben,

    nachdem ich gestern diesen miesen Tag bei dem neuen (nun für mich wieder alten weil ich nicht mehr hingehen werde) Neurologen hatte, konnte ich fast damit rechnen Migräne zu bekommen. Und ich habe sie auch bekommen obwohl ich mir gestern noch von einer Freundin 10 mg Diazepam (sie ist Epileptikerin) habe geben lassen um schlafen zu können. Kaum aufgestanden kam dann die Mig. Ich hab mir dann aus der Apotheke die bestellten Medikamente geholt und gleich das Ascotop Spray genommen, es war eklig im Rachen und hat auch lange gedauert bis es gewirkt hat. Ich konnte mich leider heute nicht hinlegen da mein Ex-Mann unseren Sohn für den Urlaub abholen wollte. Leider hat er sich wiedermal nicht an die Absprachen gehalten und kam fast 3 Std. zu spät. Die bin ich hier mit einem völlig aufgedrehten 6 jährigen und der Migräne durch die Gegend getigert. Nach ca. 3 Std. Schlaf waren die KS allerdings fast weg, nur noch ganz leicht, also schon eine gute Verbesserung zu den Tabletten für mich. Was mir mehr zu schaffen macht sind die extremen Verkrampfungen, (da kann man schon nicht mehr Verspannung zu sagen) im Schulter-Nacken-Hals-Bereich, im Gesicht und in den Kiefermuskeln, ich habe wirklich einen richtigen Krampf sobald ich den Mund etwas weiter versuche zu öffnen oder etwas festeres zu kauen. Um die Schultern und Nacken habe ich mein geliebtes heisses Körnerkissen aber das krieg ich so schlecht um den Mund gewickelt 🙂 Hmm, na wird schon… Geht mir auf jeden Fall besser als sonst…
    Und wahnsinnigen Durst habe ich… ich habe in den letzten 3 Std. schon 2 Liter Wasser getrunken und könnte immer noch mehr trinken, ich kann einfach nicht aufhören. Kommt das vom Ascotop??? Ich hatte ja bisher nur Sumatriptan, Zolmitriptan kannte ich noch nicht… Soviel trink ich sonst manchmal den ganzen Tag nicht, meine Nieren denken schon die sind in der Klapsmühle 🙂 🙂 🙂

    Wünsche euch noch einen schönen Abend,

    LG Sandy

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28012

    Liebe Sandy,

    sehe erst jetzt Deinen Beitrag hier. Ich muss nach AscoTop (aber auch anderen Triptanen) ebenso sehr viel trinken. Die Schleimhäute sind irgendwie richtig ausgetrocknet. Aber viel trinken schadet ja eh nicht. 😉

    Hast Du erst ein Mal AscoTop eingenommen, oder in der Zwischenzeit erneut? War die Wirkung wieder ähnlich?

    Liebe Grüße
    Bettina

    Louise
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 169

    Hallo Saphira,

    seit ca. 14 Jahren nehme ich die Ascotop Schmelztabletten, allerdings 2,5 mg (also halbe Dosis vom Spray). Ich habe zwar festgestellt, dass die Schmelztabletten wesentlich schneller und damit besser wirken, wenn ich ausreichend trinke, aber so extremen Durst, wie Du ihn schilderst, habe ich nicht.

    Eher im Gegenteil: Da ich anfangs häufig noch mit Übelkeit kämpfe, muss ich mich eher zwingen, genug zu trinken. Nachdem ich aber festgestellt hatte, dass die Schmelztabletten ohne Trinken nur sehr langsam und manchmal unzureichend gewirkt hatten, ich dann aber einen Artikel hier im Forum (über ganz andere Triptan-Schmelztabletten) gelesen habe, die hauptsächlich über die Magenschleimhaut aufgenommen werden, hatte ich den berühmten „Aha“-Effekt. Weshalb ich mich nun zu mindestens einem Glas Wasser zwinge – es wirkt auch beim Ascotop!

    Ich habe aber insgesamt das Gefühl, in den letzten Monaten durstiger geworden zu sein und überlege, ob das am Topiramat liegen könnte. Das nehmen wir ja beide.

    Insofern wäre es ja interessant, ob Du Deine „Durstattacken“ immer kurzzeitig/ in Folge vom Ascotop hast oder ob es bei Dir auch eine gleichmäßigere Entwicklung ist.

    Liebe Grüße
    Louise

    Saphira78
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 217

    Hallo ihr zwei,

    hmmm, also gestern hatte ich das Imigran probiert was insgesamt schneller wirkte und ich auch nicht diesen Durst danach hatte. Gut, ich hab ja auch geschlafen 🙂 …
    Ich kann es gar nicht richtig beschreiben, mein Körper war regelrecht gierig nach Flüssigkeit als ob er etwas verdünnen und ausschwemmen wollte. Irgendwie so als ob er der Meinung war das Zolmi wäre nicht so wirklich toll für mich… Wie schon gesagt ich musste sehr lange auf die Wirkung warten, hab das aber auf meinen 6jährigen Quirl geschoben. Werde ich auf jeden Fall weiter beobachten und bei der nächsten Attacke wieder Ascotop nehmen und dann warten ob ich wieder diese Gier auf Wasser bekomme. Ich war insgesamt auch sehr unruhig und zittrig aber das kommt ja sowieso in unterschiedlicher Stärke bei Migräne vor.

    Louise, das du viel trinkst ist sehr gut beim Topi, denn es macht ja gerne mal Probleme mit den Nierchen. Also immer rein mit der Flüssigkeit wenn du keine Herzprobleme / Nierenprobleme mit einer Trinkmengenbeschränkung hast und trinken darfst soviel wie du magst. Ich trinke leider viel zu wenig muss mich dazu zwingen und kriege von meinem „Aufpasser“ hier immer mal eine auf´s Dach wenn ich es wieder vergesse 🙂

    Liebe Grüße
    Sandy

    Harald Rupp
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 90

    Hallo Louise,

    soweit ich erinnere, steht im Beipackzettel der Ascotop Schmelztabletten, daß bei Schmelztabletten der Wirkeintritt im Gegensatz zu normalen Tabletten verzögert sein kann.
    Vorteil der Schmelztablette ist ja, daß man sie ohne Flüssigkeit nehmen kann, aber nicht muss. Die Einnahme der Schmelztabletten mit Wasser scheint mir also sinnvoll, soweit keine Übelkeit und/oder Erbrechen vorkommt.

    Alles Gute und viel schmerzfreie Zeit

    Harald Rupp

    Saphira78
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 217

    Hallo ihr Lieben,

    also Asco Top wird definitiv nicht MEIN Triptan… Den Versuch betrachte ich einfach mal als gescheitert 🙁 … es dauert viel zu lange bis es wirkt, fast 3 Std. bis es erträglich wird. Ich habe heute zwar keinen mörderischen Durst, dafür fühlt sich mein Schädel an wie aufgepustet, mein Gesicht ist geschwollen, mein Hals tut mir weh, ich habe Schwierigkeiten beim schlucken. Irgendwas vertrage ich nicht an dem Nasenspray und scheine allergisch darauf zu reagieren, da ich eh schon 20mg Cetirizin am Tag nehme, fällt die Reaktion wahrscheinlich nicht so heftig aus. Aber es scheint darauf hinaus zu laufen.

    Und ich habe heute das erste Mal mehr als 10 mal im Monat etwas genommen 🙁 , ich war heute so angeschlagen (wiedermal Ärger mit Behörden, der mich mal eben 160 Euro kosten wird) das ich die Migräne nicht ausgehalten hätte.
    Jetzt geht es mir besser aber ich hab ein sauschlechtes Gewissen, das ist mir nämlich bisher noch nie passiert, ich bin immer unter bzw. bei 10 Tagen geblieben… das war schmerztechnisch irgendwie doch ein doofer Monat, ich hab bis zur Mitte zuviel gebraucht 🙁 …

    LG Sandy

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7468

    Hallo Sandy,

    da würde ich mich jetzt grade nicht so verrückt machen. Das ganze Problem mit den vielen Tagen hat sich ja eindeutig auf die 1. Monatshälfte beschränkt. Da dein Kopf ja keinen kalendarischen Monat kennt, würde ich jetzt zum Beispiel mal schummeln und ab Monatsmitte neu rechnen. Sieht dann viel besser aus. Bleib gelassen und lass die Nasensprays weg, ich kann die auch nicht vertragen und sie sind mir immer viel zu langsam in der Wirkung. Spritz Imigran, dann hast nach 15 Minuten Ruhe, dann noch ne Naproxen gleich dazu oder ein Triptan und es geht dir bestimmt viel besser 😀

    Kopf hoch und nicht verzweifeln 😉
    Liebe Grüße
    Julia

    Happy
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1826

    Liebe Saphira,
    in der Vergangenheit hatte ich auch alle paar Monate mal mehr als 10 Triptane im Monat genommen. Es hat mich nicht in den MÜK gebracht. Wenn die Migräne so unaushaltbar ist, nehme ich auch mal eine 11. Da das bei mir nicht jeden Monat passiert und ich auch Phasen ohne Migräne habe, erlaube ich mir das einfach, wenn es nicht anders geht. Aber mach Dir deswegen kein schlechtes Gewissen, das ist für Deine Migräne auch nicht förderlich.

    Gute Besserung wünsche ich Dir und ich drücke noch Daumen für Deine zukünftige neue Stelle.

    Liebe Grüße
    Christiane

    Rinchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 214

    Liebe Sandy, mach Dir keinen Stress mit der 10-Tage-Regel. Das sagte auch Prof.Göbel schon zu mir….es kann durchaus mal ein Monat mit 11 oder 12 Tagen dabeisein, wenn der nächste dann wieder unter 10 bleibt…es ist sowieso nur eine Faustregel, denn manche können durchaus mehr nehmen und bekommen keinen MÜK, andere bekommen schon einen bei 6-7 Triptantagen/Monat. Es ist gut ein bisschen drauf zu achten, wenn es aber nicht anders geht, muss man halt zum Triptan greifen.
    Ich bin immer seeehhhrrr geruchsempfindlich, wenn die Mig im Anmarsch ist…und habe verstärkt Nackenschmerzen. Diese Geruchsempfindlichkeit ist sehr einschränkend, denn überall wo man auch hingeht, wird man von Gerüchen verfolgt. Die anderen Symptome wie Lichtempfindlichkeit, Übelkeit, Haarwurzelschmerz usw. folgen dann mit den Kopfschmerzen.

    LG rinchen

    Louise
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 169

    Liebe Sandy,

    im letzten Life-Chat vom 25.07. wird Herr Prof. Göbel auch gefragt, warum Ascotop Nasal schlechter bzw. garnicht wirkt, die Tebletten (in dem Fall) aber sehr gut. Die Frage stellt dort „Rose 11“.
    Interessant fand ich die Antwort von Herrn Prof. Göbel. Ich denke, sie interessiert Dich auch, weshalb ich sie hier noch einmal hereinkopiere:

    “ … sowohl Nasenspray, als auch Schmerztablette beinhalten den gleichen Wirkstoff. Es kann daher nicht an der Wirksubstanz liegen. Der Grund dafür, dass das Nasenspray nicht wirkt, ist wahrscheinlich eine reduzierte Aufnahme in der Nasen- und Rachenregion.“

    Das könnte in Deinem „Fall“ bedeuten, dass Dein Körper den Wirkstoff nicht einmal richtig aufgenommen hat. Dann kann es natürlich auch nichts nützen. Das Nasenspray hilft Dir demnach also nicht.
    Die Ascotop-Schmelztabletten, die ich nehme, helfen übrigens beginnend nach ca. einer halben Stunde und dann seeeehr verlässlich, besonders wenn ich – wie oben beschrieben – zusätzlich etwas trinke.

    Liebe Grüße
    Louise

    Sima
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 31

    Hallo Saphira78,
    das mit AscoTop Nasenspray wirkt bei mir seit 10 Jahren immernoch verlässlich und sehr schnell(höchstens 20 Minuten, vorausgesetzt ich benutze es rechtzeitig), da es ja durch die Nasenschleimhaut sofort in die Blutbahn gelangt. Das mit dem Brennen im Rachen ist richtig. Durst kriege ich jedesmal danach und zwar ausnahmslos, allerdings auch von AscoTop Schmelztabletten, beide verursachen eine trockene Schleimhaut und Riesendurst und das hat mir mal meine Schmerztherapeutin erfahrungsgemäß bestätigt. Da brauchst Du nicht nach anderen Ursachen suchen.

    Sima
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 31

    Liebe Bettina,
    über das Engegefühl in der Brust, was zu den Nebenwirkungen der Triptane gehört habe ich hier vorhin irgendwo in einem Beitrag von Dir was gelesen, finde es aber nicht wieder. Es stand da: „man soll zum Notfallarzt, wenn sich das Engegefühl usw. innerhalb kurzer Zeit nicht spontan legt“. Was bdeutet das genau? Wie lange darf es denn anhalten und ab wann soll man sich Sorgen machen? Ein paar Stunden? Weniger? Länger? Bei mir fällt das manchmal sehr heftig aus und hählt sogar noch an, nachdem das Triptan gut gewirkt hat und die Migräne verschwunden ist.
    Hätte auch eine Frage zum Kortison. Wo gehört sie hin?
    Danke schon mal im Voraus für Deine Antwort

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28012

    Liebe Sima,

    Du nimmst die Triptane jetzt schon seit 10 Jahren und verträgst sie. Das ist das was zählt. Wäre dieses Engegefühl etwas anderes, als eine Nebenwirkung des Triptans, hättest Du sicher schon Probleme gehabt. Sicherheitshalber sprich aber bitte mit Deinem Arzt darüber und lass Dich vielleicht auch mal kardiologisch durchchecken. Kann man ja sowieso mal von Zeit zu Zeit machen lassen.

    Bei mir hält das Engegefühl meist nur eine halbe Stunde, oder kürzer, an. Manchmal merke ich auch gar nichts. Zu Beginn meiner Triptanzeit hatte ich stärkere Nebenwirkungen.

    Hier sind einige Kortison-Foren. Das kannst Du aber oben in der Suchfunktion – Foren auch selbst eingeben.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sima
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 31

    Liebe Bettina,
    bin davon überzeugt, dass es von meinem Triptan kommt. Was mich nahdenklich gemacht hat war, dass diese Nebenwirkung z.B. im Vergleich zu Dir viel länger anhählt(mehrere Stunden). Die letzte jährliche Untersuchung (Herz, Leber- Nierenwerte usw.) liegt erst paar Monate zurück. Ich hab nächste Woche einen Termin bei einem neuen Neurologen und hoffe, dass dieser sich mit Migräne auskennt und gut betreut. Der letzte in der neurologischen Abteilung-UKE-Hamburg war eine Riesenenttäuschung und auf diesen Termin hatte ich 3 ganze Monate gewartet. Wenn der neue auch nicht gut ist hab ich ja immernoch euch und suche weiter 🙂
    Danke Dir und wünsche Dir einen guten Start in die neue Woche

    Semi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 811

    Das Engegefühl im Brust – und Halsbereich bewirkt bei mir, dass ich hier ein sicheres Zeichen habe, dass das Triptan beginnt zu wirken. Gelegentlich bekomme ich parallel dazu ein eigenartiges Kopfgefühl, den Schmerzbereich betreffend, das ich einfach nicht beschreiben kann. Früher habe ich das noch intensiver erlebt. Mit beidem verbinde ich etwas positives, so das sich das für mich besser aushälten lässt. Ist allerdings auch nach ca. 30 Minuten wieder wechhhhhhh!

    Lg Semi

    SimonPhoenix
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 753

    Ich kenne auch ein seltsames Gefühl im Kopf und beschreibe es immer wie ein kleines Feuer, dass die Migräne wegbrennt. Komisch was für Assoziationen man hat. Jedenfalls habe ich mich über diese Nebenwirkung immer gefreut weil der Schmerz dann verschwand unter naramig habe ich das nicht mehr.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28012

    Liebe Sima,

    Du bist eben erst durchgecheckt worden, daher mach Dir jetzt keine Sorgen mehr. Ich wünsche Dir sehr, dass der neue Arzt und Du zusammenpassen werdet. 🙂

    Semi und Sebastian, ich habe, vor allem nach dem Inject, auch immer dieses sonderbaren Druck im Kopf. Kann ich auch nicht beschreiben, aber beide Nebenwirkungen verbinde ich ebenso mit der demnächst einsetzenden Wirkung, daher sehe ich es positiv.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Ronja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 970

    Gerade beim Inject treten die Nebenwirkungen Engegefühl und totale allgemeine körperliche Schwäche sehr schnell bei mir auf, wobei ich dies als sehr beruhigend erlebe. Denn kurz nach den Nebenwirkungen tritt die Wirkung ein, so freue ich mich beim Spüren der Nebenwirkung schon auf die Wirkung des Triptans. So freue ich mich auch über die Nebenwirkung. Druck im Kopf habe ich nicht bemerkt.

    Herzlich Ronja

    Sima
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 31

    Es ist schon interessant, wie unterschiedlich die Einstellungen auf Nebenwirkungen sind. Könnt Ihr mir bitte auch bei folgendem Problem helfen? Und zwar, gerade und nur, wenn die Migräne-Phase(3Tage), bei mir im vollen Gange ist, gerade dann, wenn mein Kopf dringend Ruhe braucht, ist es so, als ob ich auf der Stelle auf die wichtigsten Fragen dieser Welt eine Antwort finden müsste. Klingt lächerlich, kann aber nichts dafür. Mein Gehirn rattert wie verrückt, arbeitet unkontrolliert mit dreifacher Geschwindigkeit, der Druck steigt ungebremst und ich kann ihn nicht abschalten, bis ich nur noch ein Riesenkopf bin, der heiß gelaufen ist und glüht. In dem Zustand ist an Entspannungsübungen und ähnliches nicht mal zu denken.
    Da hilft nur noch ein megastarkes Schlafmittel, das endlich den Stecker zieht, bin dann einfach nur weg und ist erst mal Ruhe. Kennt das jemand????? Wenn ja, wie geht Ihr damit um? Ist das allgemein eine Eigenschaft des Migränikerkopfes, oder eine Nebenwirkung des Triptans?

    Liiebe Grüße

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1739

    Liebe Sima,

    das klingt ja schrecklich. Ich bin durch ein Triptan so reduziert, dass das Gegenteil bei mir der Fall ist. Ich werde schläfrig. Selbst, wenn ich ein Triptan am Abend nehme, bin ich am nächsten Tag noch reduziert. Und das kommt nicht von der Migräne, es ist wirklich das Triptan.

    An Entspannungsübungen kann ich an Migränetagen auch nicht denken. Da gehts eher ums „Überleben“ bzw. wieder auf die Beine kommen.

    Herzlich, Regenbogen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28012

    Liebe Semi,

    hast Du diese Probleme auch, wenn Du mal eine Migräne ohne Triptan durchstehst? Du solltest testen, ob das eine Nebenwirkung des Triptans ist, oder bei Dir „einfach“ zur Migräne dazu gehört.

    Wie oft nimmst Du ein Schlafmittel? Denke an die Gewöhnung und wechsle vielleicht ab mit den dämpfenden Mitteln. An Entspannungsübungen ist bei mir auch nicht zu denken während einer Attacke, daher fällt dieses Instrument aus.

    Eine Prophylaxe, solltest Du eine brauchen aufgrund einer hohen Frequenz, könnte sich sicher auch günstig auswirken.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sima
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 31

    Liebe Bettina, liebe Semi,
    „Migräne ohne Triptan durchzustehen“? Das kann ich mir nicht mehr vorstellen, seit es Triptane gibt, hab ich ohne mein AscoTop keinen Fuß mehr vor die Tür gesetzt und überhaupt warum sollten wir uns denn sowas antun? Hab ich was in den Diskutionen verpasst? Bin jedenfalls durch eure Beiträge meine Antwort gefunden. Es ist mir nämlich die schmerzhafte Zeit ohne Triptan eingefallen. Damals hat mein Kopf auch während der Migräneattacke auf Volldampf gerattert, was die Mig. zusätzlich verstärkt hat. Also es kommt definitiv nicht vom Triptan, sondern gehört zu Migräne „einfach“ dazu. !!! Bleibt nun die Frage wie kann ich es abstellen??? Hab keine kontrolle darüber.
    Was das Schlafmittel angeht nehme ich höchstens 3-4 Stück im Monat. Etwas, was mich umhaut und wirklich nur, wenn ich das Gefühl habe es würde einen Kurzschluss in meinem Kopf geben, wenn ich nicht den Stecker ziehe. Bin ein absoluter Kopfmensch durch & durch und neige ohnehin immer dazu meinen armen Kopf mehr abzuverlangen, als er verkraften kann. Leider. Wäre das zauberwort „Verhaltenstherapie“?

    Semi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 811

    Guten Morgen zusammen,

    Sima, wer schreibt, dass man Migräne ohne Triptane durchstehen kann,soll, darf? Das muss ein großes Missverständnis sein, ein seeeeehr großes .

    Auf deine Frage zurückzukommen, so laufe ich grundsätzlich hochtourig durch die Welt und gerade, wenn ich Migräne habe bzw. ein Triptan nehme, dann fährt bei mir die Gedankenwelt deutlich runter. Die Freude um die Triptanwirkung ist mächtig groß und ich entspanne erst einmal. Allerdings dann beginnt irgendwann wieder die hochtourige Phase, nun ja, offensichtlich bin ich eben eher hochtourig angelegt…..

    Nein, ich kenne deine beschriebenen „Symptome“ nicht und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das eine Nebenwirkung des Triptans sein kann, allerdings ohne Gewähr.
    Vielleicht liegt das an deinem individuellen Umgang mit Migräne, was diese auch immer in uns auslöst im Umgang mit Migräneschmerz im Alltag. Also ich meine so im Sinne von, also ich erklärs mal an mir: wenn ich mich allgemeinhin krank fühle, Migräne inbegriffen, dann springt bei mir ein Mechanismus an, der mir sagt, dass ich ganz schnell wieder fit für die Welt sein muss….blöder Mechanismus, den ich allerdings über die Jahre kenne und auf die Seite stellen kann….springt aber an und früher kam in der Migräne dieser Gedanke dazu, der mich nicht losgelassen hat.

    Verstehst du, was ich meine? dieses Rattern in deinem Kopf ist vielleicht ein ganz iindividuelles Symptom im Umgang mit der Migräne und könnte dann bedeuten zu lernen, diese Hochtourigkeit abzulegen, dich davon zu distanzieren und dann könnte vielleicht eine Verhaltenstherapie begleitend nützlich sein.

    Entspannungstrainings während der Migräne bekomme ich nicht hin, allerdings, ich schrieb davon, fand ich diese Imaginationsübung – CD-Vorstellung irgendwo hier – recht hilfreich. Wie auch immer, ich las mal vor vielen Jahren, dass man im Migräneanfall eher zurückhaltend sein soll mit Entspannungstrainings, lieber prophylaktisch einbauend durchführen.
    Allerdings stellt sich, so geht es mir, der konsequenten Durchführung eines Entspannungstrainings auch ein Grundgefühl, körperlich wie psychisch im Laufe der Zeit wahrnehmbar, ein und das kann ich dann sehr gut abrufen. Evtl. wäre das auch ein gangbarer Weg für dich, so dass du dich von dieser „Symptomatik“ besser distanzieren kannst, wenn sie sich einstellt.

    Ich könnte mir schon vorstellen, dass du das über eine Verhaltensänderung in den Griff bekommen kannst, an eine Triptan-Nebenwirkung kann ich nicht so recht glauben.

    Liebe Grüße
    Semi

    SimonPhoenix
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 753

    Hallo Sima, doch ich kenn das auch das mein kopf arbeitet und arbeitet während einer Migräne mit Triptanen hat das bei mir nichts zu tun. Semi doch das gibt es doch, dass man eine Migräne ohne Triptan durchstehen muss und zwar dann wenn man mehr als 10 Migränetage im Monat hat, außerdem verzichte ich darauf wenn ich grade nicht die Nebenwirkungen gebrauchen kann. mit einer leichten Attacke bin ich immernoch leistungsfähiger als mit einem Triptan.Sima ich denke du hast recht das liegt bestimmt an unserem Verhalten. und wie Semi schon sagt man sollte manche Entspannungsübungen nicht während einer Migräne machen.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28012

    Liebe Sima,

    so meinte ich das auch, dass man unfreiwillig eine Migräne durchstehen muss. Sei es, dass das Triptan nicht mehr wirkt, oder ich erinnere mich auch an meine Zeiten vor den Triptanen, da wirkte fast nichts mehr.

    Ich bin während der Attacke (unbehandelt) so ausgeknockt, dass ich nicht groß zum Denken komme. Da geht dann gar nichts mehr. Daher kann ich Dir leider keinen wirklichen Rat geben, außer vielleicht, Entspannungsmethoden so zu verinnerlichen, dass sie auch während der behandelten Attacke praktisch automatisch helfen können. Ach, lese gerade, dass Semi das auch schon erwähnt hat.

    Mir gehts da übrigens auch wie Semi: normalerweise hochtourig, in der Migräne ziemlich runtergefahren mit allem.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sternenhimmel
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 945

    Genauso wie Sebastian empfinde ich es auch. Ich halte leichte Attacken auch lieber mal aus. Erstens da ich mehr als 10 Migränetage im Monat habe und außerdem werde ich durch Triptane sehr sehr müde. Ich habe dann das Gefühl ich hätte Gewichte an Füßen und Armen wird alles so schwer…
    Das Ascotop Nasenspray habe ich vom Neurologen als Alternative zum Sumatriptan aufgeschrieben bekommen. Ich würde es aber eher bei einer Attacke zu hause am Wochenende probieren weil ich nicht mehr weiß wie zuverlässig die Wirkung des Ascotops bei mir gewesen ist. Ich kann ja mal berichten wenn ich es mal probieren „musste“.

    Liebe Grüße Anna

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28012

    Ich nehme auch nur bei schweren Attacken etwas. Früher hatte ich nur schwere Attacken, das hat sich in den letzten Jahren – wahrscheinlich auch durch die Prophylaxen – geändert. Manchmal habe ich 2 – 3 Tage leichte bis mittelstarke Migräne, die erst am 4. Tag dann so schwer wird, dass ich behandeln muss. Ich denke, dass wir hier alle ähnlich rumjonglieren, sonst könnten wir ja die 10er Regel nie einhalten. 😉

    SimonPhoenix
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 753

    Ja so leichte Attacken kannt ich vor Kiel auch nicht, dass ist der Effekt der Prophylaxe, nun fehlt noch eine die die Häufigkeit reduziert.

    Ann
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 30

    Hallo Sima, hallo auch an alle andren,
    Ich kenne beides dummerweise. Unter Sumatriptan hatte ich das GEfühl ein Elefant sitzt auf meinem Brustkorb und ich konnte mich nur noch extrem schwerfällig bewegen, der Hals war wie zugeschnürt. Naratriptan war dann mein Mittel der Wahl. Neuerdings ist es so teuer geworden, dass ich überlgen muss zu wechseln, aber mir graut davor.
    Bei mir ist das mit dem „Rattern im Kopf“ und nicht mehr abschalten können schon Dauerzustand. Aber kurz vor einer Migräneattacke werde ich total unruhig und schon fast hyperaktiv. Das Naratriptan holt mich dann runter und macht mich schläfrig, weswegen ich es, wenn es geht abends nehme. Bei mir ist das „Rattern“ also keine Nebenwirkung sondern eher eine Vorwarnung, die ich aber irgendwie oft nicht wahrnehme, weil ich schon seit Jahren quasi unter Dauerstrom stehe, um mein Studium nicht zu „versauen“.
    Grüße
    von
    Ann

    Semi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 811

    Haha, ich glaube wir müssen ein bisschen aufpassen mit der Nickname-Ähnlichkeit „Semi und Sima“, um Verwechslungen vorzubeugen.

    Lg Semi

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