Der richtige Umgang mit Triptanen und Schmerzmedikamenten

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  • Bettina Frank – Admin
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    Hier nochmal eine kurze Zusammenfassung, was man zum Umgang mit Akutmedikation wissen muss:

    Die häufige Einnahme von Medikamenten (Triptane, Schmerzmedikamente) kann selbst einen Kopfschmerz auslösen und verschlimmert die Problematik primärer Kopfschmerzarten wie Migräne und Spannungskopfschmerz.

    Dieser sog. Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch kann als Komplikation einer zu häufigen Einnahme von Akutmedikamenten zur Behandlung der primären Kopfschmerzen entstehen. Die kritische Schwelle ist dabei die Einnahme von Akutmedikamenten an mehr als zehn Tagen pro Monat. Zur Behandlung des Medikamentenübergebrauchs-Kopfschmerzes ist eine Medikamentenpause erforderlich. Besteht keine chronische Migräne oder kein chronischer Kopfschmerz vom Spannungstyp, kann durch die Medikamentenpause die Kopfschmerzfrequenz auf den episodischen Verlauf der primären Kopfschmerzerkrankung zurückgeführt werden. Es erfolgt dazu ein Pausieren der Akutmedikation. In der Regel stellt sich dann über drei bis fünf Tage ein sogenannter Rückschlagkopfschmerzes ein. Dieser klingt ab, der Dauerkopfschmerz wird beendet und die primäre Kopfschmerzfrequenz der zugrundeliegenden Kopfschmerzerkrankung ist wieder zu beobachten.

    Der Rückschlagkopfschmerz hält viele Patienten alleingestellt davon ab, die Einnahmefrequenz der Akutmedikation zu reduzieren. Er ist häufig sehr schwer und lässt eine Funktionsfähigkeit nicht zu. Die weitere Einnahme der Akutmedikation ist die Folge und damit die Unterhaltung des Medikamentenübergebrauchs-Kopfschmerzes. In der Regel entsteht im Laufe der Zeit eine Frequenzzunahme sowie Intensitätszunahme des Medikamentenübergebrauchs-Kopfschmerzes. Als Folge dieses Verhaltens besteht an mehr als 15 Tagen eine chronische Kopfschmerzerkrankung.

    Zur Vermeidung des Kopfschmerzes bei Medikamentenübergebrauch (MÜK) halten wir uns an die 10er-Regel. Sie besagt, dass nur an maximal zehn Tagen im Monat Migräne oder Kopfschmerz vom Spannungstyp mit Akutmedikamenten behandelt werden sollten. An 20 Tagen sollten keinerlei Schmerzmedikamente eingenommen werden, damit man keinen MÜK riskiert.

    Bestehen mehr als 10 Kopfschmerztage im Monat, sollten verhaltenstherapeutische Maßnahmen konsequenter eingesetzt werden, ebenso wäre eine intensive medikamentöse Prophylaxe neu zu überlegen oder eine bereits bestehende zu optimieren.

    Immer wieder hört man auch von der Regel, an nicht mehr als drei aufeinanderfolgenden Tagen die Migräne mit Triptanen zu behandeln. Diese Regel soll Betroffene davor bewahren, einen Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch zu riskieren.

    Nur, was machen die Betroffenen dann?

    Definitionsgemäß handelt es sich bei Migräneanfällen mit einer Dauer von mehr als drei Tagen um einen Status migraenosus. Die Behandlung sollte durch individuelle Beratung mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

    Die Behandlung der Migräneattacke als Notfall kann durch die intravenöse Gabe von Acetylsalicylsäure oder die subkutane Gabe von Sumatriptan erfolgen.

    Durch Infusion oder Injektion können durch den Arzt eingesetzt werden: ASS, Metoclopramid (MCP), Metamizol, Triptane und Steroide. Möglich ist auch die intravenöse Gabe von Valproinsäure. Opioide sollen nicht zur Therapie der akuten Migräneattacke eingesetzt werden.

    Die Therapie eines Status migraenosus kann durch die einmalige Gabe von 50 bis 100 mg Prednison oder 10 mg Dexamethason erfolgen. Bei Kortison-Einnahme immer auch an den Magenschutz denken.

    Setzt man Triptane oder Analgetika über den dritten Tag hinaus ein, ist die Grenze der 10er-Regel schnell erreicht, das Risiko eines MÜK erhöht sich dadurch. Aus diesem Grunde sollte dieses Vorgehen nur im Ausnahmefall erfolgen und eine ärztliche Beratung zur Neueinstellung der Vorbeugung veranlasst werden.

    Nun noch ein Wort zum richtigen Verhalten während einer Attacke. Ein wirksames Triptan hilft uns, trotz Attacke unseren geplanten Tagesablauf weiterführen zu können. Man muss dabei aber immer bedenken, dass die Attacke ja im Hintergrund weiterläuft. Zieht man sich während der Attacke nicht zurück und macht einfach weiter, muss das Gehirn trotzdem weiterhin die Reize verarbeiten, die ja vorher schon zu viel waren. Eben aus diesem Grund wurde die Attacke ausgelöst. Dies bedeutet eine weitere Belastung des sowieso schon überstrapazierten Nervensystems. Dieser Kreislauf kann die Schmerzerkrankung verschlechtern und auch chonifizieren lassen. Daher ist es erforderlich, während der Attacke dem Nervensystem die nötige Ruhe und Entspannung einzuräumen. Dass dies im Berufsleben oft nicht realisiert werden kann, ist klar, doch manchmal wäre es schon möglich, aber wir drehen weiter im Hamsterrad.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2044

    Liebe Bettina,
    vielen Dank für diese Zusammenfassung 🙂 Die wichtigen Infos sind auf den Punkt gebracht und super beschrieben.

    Irgendwie musste ich beim Lesen an die Kollegin von meinem Hausarzt denken (bei der ich einmal notgedrungen war) – erst hat sie auf einen Blick festgestellt, dass meine Kopfschmerzen daher kommen, weil ich zu wenig trinke (4 Liter am Tag) und weil mein Blutdruck zu niedrig ist (in der Regel 130/80) – danach hat sie mir gegen die Kopfschmerzen ein stärkeres Schmerzmittel verschrieben und da ich scheinbar doch etwas häufiger (=täglich) Kopfweh habe gleich eine Großpackung mit 50 Tabletten… Ihre einzige Anmerkung zur Tabletteneinnahme war, ich solle vernünftig damit umgehen – kein Wort zur 10er Regel… Glücklicherweise ist es eher die Ausnahme, das mein Hausarzt kurzfristig nicht da ist…

    Sehr interessant finde ich übrigens die Anmerkung zum richtigen Verhalten während einer Attacke. Hatte mich nämlich selbst schon gefragt, ob man mit Triptanen dann seinem üblichen Tagesablauf nachgehen kann oder lieber einen Gang zurückschalten sollte.

    Liebe Grüße, Tanni

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27794

    Liebe Tanni,

    es ist schade, wenn man als Patient nicht optimal betreut wird. Schließlich geht es ja um die Lebensqualität, die steht und fällt mit der Betreuung durch den Arzt.

    Ja, das Verhalten spielt eine sehr große Rolle. Immer wieder dran denken und besonders an die Pausen, die enorm wichtig während der Attacke sind.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Uli
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 200

    Hallo, weiß jemand ob Voltaren auch zu den Schmerzmitteln ( 10 er Regel) gehört? Habe einen völlig verrenkten Nacken….
    LG Uli

    Katharina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 322

    Liebe Uli, soweit ich weiß, leider ja……..aber es antwortet bestimmt noch jemand, der sich ganz sicher ist…… 😉 !
    Voltaren Salbe darf man aber nehmen, das hatte ich mal nachgefragt, hilft halt nur ganz bedingt finde ich.
    Gute Besserung und viele Grüsse, Katharina

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Liebe Uli,

    ja, Voltaren zählt mit in die 10er-Regel. Du könntest aber Arcoxia versuchen, das zwar schon auch in die Regel zählt, aber nicht so schnell in einen MÜK führt.

    Gute Besserung!

    Liebe Grüße
    Bettina

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7429

    Hallo Uli,

    Katharina hat leider Recht. Hast du irgendwelche Tabletten zum Muskelentspannen? Die nehmen und dann auf’s Heizkissen legen. Wär ne Möglichkeit oder heiß Duschen.

    Liebe Grüße und schnelle Besserung
    Julia

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Wenn man Voltaren-Salbe oder Ibuprofen-Salbe (wirkt noch besser!) großflächig anwendet, hat es auch systemische Auswirkungen und kann daher auch die Kopfschmerzproblematik verschlechtern.

    Muskelrelaxantien wirken zwar entspannend, aber nicht entzündungshemmend.

    Liebe Grüße
    Bettina

    sternschnuppe
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 48

    Hallo Bettina,

    vielen Dank für den super tollen Masterplan, der ist enorm wichtig, da man den lieben Ärzten dann auf die Sprünge helfen kann wenn diese im Dunkeln tappen.
    Gibt es als „Triptanverlängerer“ noch Alternativen zu Naproxen und Diclo??

    Lieben Gruß

    Sternschnuppe

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27794

    Liebe Sternschnuppe,

    man könnte noch Arcoxia nehmen. Alles andere macht keinen Sinn, da die Halbwertszeit zu kurz ist.

    Liebe Grüße
    Bettina

    anno54
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 34

    Hallo an alle Mitbetroffene,
    ich leide ja schon über 45 jahre an Migräne und das Ende, herbeigesehnt zur Menopause, hat sich leider nicht ergeben.
    Seit mehreren Monaten bin ich in der MÜK, die sich folgendermaßen dastellt.Ich wache 3-4 die Woche mit den ersten Anzeichen einer Migräne auf.Ich stehe dann schnell auf, nehme 25 mg Sumatriptan, also eine 1/2 Tablette und trinke einen starken Kaffee. Meistens hilft das.Aber ich komme damit auf ca. 16 Einnahmen im Monat.manchmal halte ich die Attacke auch ohne TRriptan aus. Manchmal habe ich Glück und die Migräne entwickelt sich nicht so stark, manchmal entwickelt sich ein heftiger Anfall, bei dem dann nichts mehr hilft.
    Was machen die Triptane eigentlcih nach jahrelanger Einnahme für Folgeschäden?
    Wem geht es ähnlich? anno54

    Conny
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1024

    Hallo Anno

    Wenn du im Mük bist wird dir nur eine Medikamentenpause helfen.
    Anders kommst du da nicht raus .Die Triptane werden dir irgendwann gar nicht mehr helfen und es wird sich ein difuser Dauerkopfschmerz einstellen je länger du wartest mit der Pause.

    Gib mal in der Suchfunktion „Medikamentenpause“ ein und sprich dann mit deinem Arzt darüber.

    Triptane machen im Gegensatz zu normalen Schmerzmitteln keine Folgeschäden meines Wissens

    Vllt. versuchst du auch mal deine Migräne nicht mit einer halben Sumatriptan sondern mit einer ganzen Tablette zu bekämpfen.Nicht die Dosis macht einen Mük sondern die Einnahmetage aber das weißt du sicher.

    Eventl.aber kommt daher auch die Migräne gleich wieder zurück weil eine halbe Suma nicht ausreicht um die Attacke ganz zu kupieren.

    Die Migräne dreht „In“ den Wechseljahren oft nochmal so richtig auf .
    Manche haben das Glück das sie danach dann besser wird .

    Liebe Grüße Conny

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27794

    Liebe Anno,

    ich würde an Deiner Stelle auch eine Medikamentenpause machen.

    Nimmst Du hochdosiertes Magnesium ein und Vitamin B2? Hast Du eine Prophylaxe und wenn ja, welche? Hast Du schon mal versucht, zum Triptan Naproxen 500 mg zur Wirkverlängerung einzunehmen?

    Wenn Du oft morgens mit Migräne aufwachst, könnte Dir eine kohlenhydratreiche kleine Mahlzeit am Abend vielleicht helfen. Oft triggert der Blutzuckerabfall während der Nacht die nächtlichen oder morgendlichen Attacken.

    Liebe Grüße
    Bettina

    anno54
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 34

    Danke an Conny und Bettina für die Antworten.Ich nehme seiot 4 Wochen 1 Tablette Propranolol 40 und habe gelesen, dass die Dosierung wahrscheinlich zu gering ist.Leider habe ich jetzut schon heftige Beschwerden mit den Augen Trockenheit, starke Ermüdung, schlechtes Sehen, so dass ich nicht gewillt bin noch mehr von den Tabletten zu nehmen.Gibt es Naproxen jetzt auch Rezeptfrei?Leider ist mein langjähriger Hausarzt in Pension gegangen und meine neue Hausärztin hat wenig Erfahrungen mit Migräne. Z.Zt ist alles ziemlich anstrengend.
    Liebe Grüße Anno

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Liebe Anno,

    wenn Du Dich mit Propranolol nicht wohl fühlst, dann wechsle das Präparat. Oder Du wartest mit dieser Dosierung noch ein wenig ab und steigerst erst hoch, wenn es Dir von den Nebenwirkungen her besser geht. Natürlich nur dann, wenn sich auch Wirkung einstellt.

    Naproxen gibt es als „Dolormin für Frauen“ mit 250 mg Naproxen rezeptfrei in der Apotheke. Du kannst es Dir aber jederzeit verschreiben lassen in der Dosierung von 500 mg. Damit hast Du die ausreichende Dosierung und die Kosten des Medikaments trägt die Kasse.

    Suche Dir einen Neurologen, denn dieser ist der richtige Ansprechpartner bei Migräne. Außerdem hat er ein höheres Budget für die Verschreibungen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    anno54
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 34

    Hallo Bettina,
    Ich dachte bisher, dass der Wirkstoff Naproxen gegen Regelschmerzem hilft.Er muss dann doch aber für die MÜK angerechnet werden? oder sehe ich das falsch? Liebe Grüße

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Liebe Anno,

    Naproxen zählt ganz klar in die 10/20-Regel.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sylvia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo,

    ich würde gerne folgenden Zusammenhang verstehen – ausgehend von z.B. 10 Schmerztagen:

    Angenommen ich würde diese 10 Schmerztage mit Zolmitriptan bekämpfen.. dann muss ich bei der Wirkweise und -dauer von Zolmitriptan 10 Stück, also einen pro Tag nehmen.

    Wenn ich dagegen z.B. Naratriptan nehme, welches länger anhaltend wirkt, benötige ich während der 10 Schmerztage vielleicht 6.

    Bei einer maximalen Einnahmegrenze von 10 pro Monat komme ich auf den ersten Blick also mit Naratriptan weiter.

    Auf den zweiten Blick…und das verstehe ich noch nicht… habe ich die Zeit über aber doch auch eine so große Menge Triptan im Körper, um den Schmerz in dieser Zeit zu unterdrücken, quasi so als wenn ich 10x Zolmitriptan genommen hätte….

    Können Sie mir den Zusammenhang erklären?

    Ich hoffe, ich habe das etwas verständlich ausgedrückt…

    Danke schön und liebe Grüße
    Sylvia

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Liebe Sylvia,

    ich verstehe Deine Frage sehr gut. 🙂

    Auch wenn Naratriptan eine längere Halbwertszeit hat, zählt doch nur der Tag, an dem es eingenommen wurde. Dieses erste Unterdrücken der Ausschüttung der Neurotransmitter ist für das Nervensystem problematisch, außerdem ist dann die Konzentration des Wirkstoffs so hoch. Wenn noch ein bisschen was in den nächsten Tag mit reinwirkt, ist das kein Problem. Außerdem kann mit einem langwirkenden Triptan eine Attacke komplett kupiert werden, was natürlich auch ein Vorteil ist.

    Auch wenn Du zum Naratriptan (lange Halbwertszeit) noch Naproxen (lange Halbwertszeit, aber andere Wirkung) dazunimmst. zählt nur der Tag, an dem Du beide Medikamente eingenommen hast. Das sind die Erfahrungswerte der Klinik und die anderer Behandler weltweit.

    Deine Überlegungen sind schlau. 🙂 Wer weiß, ob nicht doch was mit reinspielt. So ist es ja auch unterschiedlich, wer wann in einen MÜK gerät. Manche vertragen nicht mal 8 Ennahmetage im Monat, andere wiederum können regelmäßig 10 – 12 Einnahmetage haben, ohne in einen MÜK zu geraten.

    Liebe Grüße
    Bettina

    malaya
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 643

    Hallo Ihr Lieben,

    habe auch mal wieder meine Migräne zu ertragen. Gestern dachte ich, ich gönne mir ein Triptan – mit denen bin ich sparsam – aber es hat überraschenderweise nicht gewirkt. Ich glaube das kam noch nie vor. Naja, dass bei mir irgendwie die einzige Regel die ist, dass es keine gibt, kenne ich ja langsam 😉
    Ich dachte dann, dass ich vlt mit MCP vorher mehr Erfolg gehabt hätte, auch wenn ich bisher mit Allegro alleine gute Erfolge hatte.

    Nun zu meinen Fragen:

    Wieso, darf ich in der selben Attacke eigentlich dann nicht nochmals ein Triptan nehmen? (hätte sonst vlt noch MCP+Allegro versucht…)
    Ich habe mir dann mit MCP+Omep+800 mg Dolormin/Ibuprofen beholfen, was Gott sei Dank gewirkt hat…ab und an kann ich doch Ibuprofen mal so hoch dosieren, oder?

    Jetzt fängst schon wieder an stärker zu werden und ich stehe mal wieder vor meinem Medikamenten-Bauchladen und grüble….

    Ich hoffe den meisten von Euch gehts gut und Ihr könnt das hart verdiente schöne Wetter genießen (zumindest hier im westen gerade stahlblauer Himmel)

    Liebe Grüße
    malaya

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Malaya,

    man sagt, wenn ein Triptan in einer Attacke nicht wirkt, braucht man auch kein zweites zu nehmen, da es auch nicht wirken wird.

    Wenn Du allerdings den Verdacht hast, dass das Triptan nur nicht gewirkt hatte, weil Du kein Antiemetikum vorher genommen hattest, kannst Du schon einen zweiten Versuch mit Antiemetikum wagen.

    Ibuprofen kann man auch mal 1200 mg nehmen, 800 sind für einen Erwachsenen eine normale Dosis.

    Hoffentlich hast Du es bald überstanden, gute Besserung.

    Liebe Grüße
    Bettina

    malaya
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 643

    Hallo Bettina,

    ich war nur irritiert, da in der Packungsbeilage stand (sinngemäß) „wenn es nicht gewirkt hat DARF man kein zweites nehmen. Das es fraglich ist, ob es wirkt, wenn das erste nichts geholfen hat, war mir bewusst.

    Und was ist beim Ibuprofen, dann die Tages-Höchstdosis? Ich glaube mein Hausarzt meinte mal 3*800 mg. ..?

    Ja , hoffe auch, dass es bald rumgeht, muss jetzt dann schleunigst was nehmen. Liebäugle mit Ibu oder Dimenhydrinat, letzteres macht bei mir nur manchmal – nicht immer, das wäre ja zu einfach 😉 – heftig Restless Legs und bringt mich dann so um den ersehnten Schlaf. Aber sonst wirkt es in letzter Zeit oft gut gegen die Migräne.

    Hoffe, dir geht es heute gut!

    Liebe Grüße
    malaya

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Liebe Malaya,

    es ist nur gemeint, dass es keinen Sinn macht, dann noch ein Triptan zu nehmen. Ist auch verständlich.

    Die absolute Tageshöchstdosis wären 3600 mg, aber dies wird kaum mal ein Arzt verschreiben. Man sollte im Grunde die 1200 mg nicht überschreiten, außer in Ausnahmefällen, die der Arzt bestimmt.

    Gute und schnelle Besserung,
    Bettina

    Katharina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 322

    Liebe Malaya ,
    viele Grüsse und gute Besserung von mir, obwohl ich dir zu den
    Fragen nicht viel sagen kann…..das hat Bettina ja schon erledigt 🙂
    Katharina

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Liebe Malaya,

    ich hatte das neulich auch. Naratriptan genommen: Null Wirkung. Dann habe ich ein relpax hinterher genommen. Das hat dann geholfen. 🙂

    Vom Vomex habe ich seit neuestem auch Unruhe, statt Tiefschlaf, aber wenn es hilft mit der Migräne…. Wie geht es dir jetzt?
    Hoffe, du kannst den Medikamentenladen jetzt mal wieder eine Weile schließen. 😉

    Liebe Grüße
    Ulrike

    malaya
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 643

    Liebe Bettina, liebe Katharina, liebe Ulrike,

    Danke für die Info und die lieben grüße! Habe jetzt erstmal Dimenhydrinat genommen, , leider heute auch mit eher mäßig er Wirkung. Werde versuchen bis um zehn zu warten und dann nochmal mit Ibu nachlegen in der Hoffnung auf eine schmerzfreie Nacht.

    Bin froh, mich durch das Forum nicht mehr so alleine mit meiner Migräne und deren Behandlung zu fühlen.

    Seid alle lieb gegrüßt
    Malaya

    Ronja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 970

    Liebe Malaya,

    ja den Medikamentenladen zu verwalten bringt immer wieder viel Nachdenken mit sich. Immer wieder gibt es Neues zu erleben mit der Migräne und mit der Wirkung der Medikamente, es wird einem nicht leicht gemacht! Ich probiere auch immer eine andere Varianten aus, je nach Tageszeit, Stärke der Migräen und den äußeren Anforderungen. Eine gewisse Experimentierfreudigkeit ist sicherlich hilfreich.
    Am besten fahre ich meistens mit dem 3-er Mix aus Antiemetikum + Triptan + Naproxen.
    Hast du schon Domperidon als Antiemetikum versucht? Restless-legs und eine schlaflose Nacht sollen fern von dir bleiben!

    Gute Besserung und herzliche Grüße
    Ronja

    malaya
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 643

    Liebe Ronja,

    danke für Deine Tipps!

    Domperidon fand ich auch gut. Allerdings neige ich zu einer QT-Zeit-Verlängerung am Herz und da ist das MCP dann wieder besser (zumal das Dimenhydrinat da schon eine kleine Sünde ist 🙂 )

    Ja, mensch schlafen würde ich schon gerne heute nacht…bekam vorhin – habe im Bett gedöst – schon wieder leicht restless legs…aber das muss heute nacht nicht so sein…die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Liebe Grüße

    Sylvia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Liebe Bettina,

    vielen Dank für Deine Antwort. Ich werde meinen Arzt mal fragen, ob er mir Naratriptan verschreibt.

    Was sind eigentlich die Symptome eines MÜKs? Ist das ein Spannungskopfschmerz der ständig besteht oder nur mal auftritt oder vermehrte Migräneattacken, die sich dann wieder mit Triptanen behandeln lassen?

    Liebe Grüße
    Sylvia

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Liebe Sylvia,

    ein Kopfschmerz durch Medikamentenübergebrauch ist ein sekundärer Kopfschmerz als Folge von häufiger Schmerzmitteleinnahme. Ein Grundschmerz ist fast immer vorhanden, der sich wie eine Mischung aus Migräne und Spannungskopfschmerz anfühlt. Dazu kommen dann noch „richtige“ Attacken. Also eine explosive Mischung. 😉

    Triptane und Prophylaxe wirken immer schlechter, irgendwann gar nicht mehr.

    Liebe Grüße
    Bettina

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