Kurzzeitiger Einsatz von Kortison in der Attackentherapie

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  • SimonPhoenix
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    Beitragsanzahl: 753

    Ok danke Bettina,
    Dr. H. ist leider nicht erreichbar also versuche ich es wie du geschrieben hast.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Aber immer mit Magenschutz morgens zusammen mit dem Kortison. Abends etwas zum Schlafen. Da wird Dich Deine Hausärztin sicher gut beraten können.

    Alles Gute,
    Bettina

    SimonPhoenix
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 753

    Magenschutz habe ich mir geholt, abends bin ich vom mirtazipin müde.
    Es ist so toll, dass es dieses Forum gibt.

    Anneclaire
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 31

    Ich habe nach dem Aufenthalt in Kiel 2009 jetzt zweimal eine ambulante Entzugstherapie mit Kortison gemacht, zuletzt vor einem Jahr. Mein Hausarzt hatte wohl Rücksprache mit der Klinik in Kiel gehalten und mir Pantoprazol 40 mg morgends als Magenschutz und das Cortison Prednisolon verschrieben, angefangen mit 2 Tage 80mg, 2 Tage 60mg, 5 Tage 40mg und dann immer weiter runter ausschleichen lassen, zuletzt in 0,5mg-Schritten bis 2,5mg. Richtig geholfen hat es mir nur am Anfang als die Dosis noch hoch war. Die Möglichkeit die ewig dauernden Anfälle mit 3 x 100mg zu unterbrechen klingt verlockend, werde meinen Arzt mal darauf ansprechen. Ich mache gerade allerdings auch gute Fortschritte im Stress vermeiden, regelmäßig Pausen und Entspannungsübungen, eigene Interessen wahrnehmen und vieles mehr. Dadurch habe ich es geschafft in den letzten 14 Tagen zweimal 5 Tage migränefrei zu sein, trotz einiger Stresssituationen die sich nicht vermeiden liessen. Normalerweise habe ich fast täglich Migräne und lebe von Sumatriptan. Und mit Unterbrechung gestern bin ich heute auch schon wieder migränefrei, trotz Erkältung.

    Tina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 111

    Das Ausschleichen einer Kortisontherapie wird sehr unterschiedliche gehandhabt. Ein wichtiger Entscheidungsgrund, ob ausgeschlichen wird oder nicht ist, denke ich, ob es eine Langzeit- oder Kurzzeittherapie war.
    Nach dem Schlaganfall habe ich im Krankenhaus an 2 Tagen je 1000mg Prednisolon i.v. bekommen und es wurde nicht ausgeschlichen.
    Ob ich damals Nebenwirkungen hatte, kann ich nicht wirklich beurteilen, da ich sowieso vollkommen angeschlagen danieder lag …

    Jetzt, nach 3 Tagen 100mg Kortison und 3 Tagen ausschleichen bis 12,5mg –fühle ich mich müde, ausgelaugt, aufgeschwemmt … aber erstmals kopfschmerzfrei nach einigen Wochen!!
    Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich das finde. Sehr gut ohne Schmerz, aber unter Menschen kann ich immer noch nicht… Morgen ist bestimmt alles wieder gut. Ich werde berichten.
    @bettina
    Vielleicht gibt es ja in der Kieler Schmerzklinik ein eindeutiges Vorgehen wie bzw. ob ausgeschlichen wird bei der Attackentherapie mit Cortison bzw. der Cortisontherapie bei der Medikamentenpause?

    Liebe Grüße
    Tina

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Willkommen Claire. 🙂

    Bei schweren langandauernden Anfällen, die übergehen in einen Status migraenosus wird in Kiel mit 100 mg begonnen und nach drei Tagen mit dem Abdosieren begonnen. Die Vorgehensweise kann in einigen Foren unseres Notfallplans nachgelesen werden.

    Kortison sollte sehr kontrolliert und nicht öfter als drei Mal im Jahr eingenommen werden.

    @tina: Hochdosierte Stoßtherapien mit Kortison werden nie ausgeschlichen meines Wissens, da es ja nur darum geht, sehr schnell eine Schwellung (Hirnschwellung nach Traumata, Hirn-OPs) oder Entzündungen ganz effektiv behandeln zu können. Das sind dann aber immer so schwere Krankheitsbilder, dass man so oder so völlig erschlagen im Bett liegt und von Schwäche oder sonstigen anderen Befindlichkeiten eh nichts mitbekommt. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Anneclaire
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 31

    Ah vielen Dank. Ich habe gedacht ich darf Kortison nur einmal im Jahr nehmen, werde auf jedenfall mit meine Doc darüber sprechen. Heute morgen bin ich schon wieder ohne Anfall aufgewacht, muss aufpassen dass ich nicht zu euphorisch werde und dann wieder einen Anfall auslöse – hab leider noch andere Schmerz-Baustellen.
    Liebe Grüße
    Anneclaire

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Liebe Claire,

    tja wenn man noch andere „Baustellen“ hat, können die eventuell ja auch wieder triggern.

    Manchmal hilft schon eine Gabe von 100 mg Kortison, so einen Schmerzkreislauf zu durchbrechen, das muss man einfach mal versuchen. Eine einmalige Gabe geht auch öfter als drei Mal im Jahr, aber man muss es sehr gut überlegt einsetzen und immer mit dem Hausarzt oder behandelnden Neurologen absprechen.

    Liebe Grüße und weiterhin einen guten Tag,
    Bettina

    Tina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 111

    Hallo guten Abend!

    Für alle, die sich an eine Attackentherapie mit Kortison wagen möchten, schreibe ich einen Verlaufsbericht, wie es mir ergangen ist.

    Nach wochenlanger, meist mittelschwerer, aber auch z.T schwerer Migräne mit Erbrechen habe ich 3 Tage 100mg Prednisolon genommen und das dann über weitere 4 Tage ausgeschlichen.

    Wie ich schon im „headbook“ gelesen hatte, habe ich eine gewisse Müdigkeit erwartet und da ich nicht arbeiten muss, hatte ich viel Ruhezeit eingeplant. Ich habe nicht erwartet, Bäume ausreißen zu können, aber ich hätte nicht einmal BONSAI ausreißen können!!
    Ich war 5 Tage vollkommen platt, habe mich richtig krank gefühlt, war trotz Schlaf nicht erholt, habe im Gesicht und Beinen Wasser eingelagert – ab dem 5. Tagt hatte ich aber deutlich milderer Migräne.

    Heute habe ich am 2. Tag nach Ausschleichen des Prednisolons eine heftige Migräne bekommen. Auch über solch einenn Verlauf wurde an dieser Stelle schon berichtet. Ich hoffe, es ist nicht Zufall, sondern der zu erwartende Ablauf der Attackentherapie mit Kortison, und dass mich jetzt eine grandiose schmerzfreie Weihnachtszeit erwartet.

    Euch allen wünsche ich das Gleiche!

    (Habe mich trotz Kontraindikation mit Triptan (+Vomex+Naproxen) behandelt – ich weiß nicht, wie ich das ganz ohne Triptane schaffen soll…. – jetzt geht es mir wieder gut, aber leider ist der Tag vorbei … )

    Lg
    Tina

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Liebe Tina,

    danke für Deinen Erfahrungsbericht, den ich auch hätte schreiben können. Mir geht es ganz genau so unter Kortison und die stärkste Schwäche kommt sogar dann erst nach dem Absetzen. Bäume hätte ich während der Therapie auch nie ausreißen können, nicht mal Bonsais – hier musste ich richtig lachen. 😀

    Eigentlich beschreibst Du einen ganz normalen Verlauf und daher wird die gesamte Weihnachtszeit auch sehr gut verlaufen für Dich. Das wünsche ich Dir auf jeden Fall sehr!

    Liebe Grüße
    Bettina

    Tina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 111

    Liebe Bettina!

    Ich übertreibe gerade ein bißchen …. aber es geht mir gerade wieder gut zu einer Zeit, zu der ich eigentlich meinen regelmäßigen Schlaf-Rhythmus aufrecht erhalten müsste … alles durcheinander … ich achte auf die Migräne, aber die nicht auf mich …. danke für deine Worte … deinen Zuspruch …. deine Energie trotz Migräne! alles Gute!
    Tina

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Hallo zusammen,
    Ich versuche ,mir gerade ein Art Notfallplan zu erstellen, weil meine Schmerzmittel nicht mehr richtig wirken und frage mich, wie Kortison in Tablettenform wirken kann, wenn einem übel ist und man erbricht. Das gleiche gilt für Diazepam.
    Wie hast z.B. du , liebe Tina das bewerkstelligt?
    Liebe Grüße und einen schönen 3. Advent! Ulrike

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1739

    Liebe Ulrike, ich bin keine Kortison-Spezialistin, aber ich war unlängst einmal im Spital, um mit einer Infusion eine Dauermigräne zu stoppen (ich hatte aber kein Erbrechen dabei). Ich bin hin, hab die Infusion bekommen und bin wieder nach Hause. In der Infusion war kein Kortison, aber, soweit ich weiss, kann man in einer Infusion alles Mögliche geben. Melden sich bestimmt noch die anderen. Lieben Gruß, Regenbogen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Liebe Ulrike,

    Du Arme, kämpfst noch immer.

    Du könntest Dir, um einen Status migraenosus mit viel Erbrechen zu stoppen, in der Klinik eine hochdosierte Infusion (ca. 1000 mg) geben lassen. Dies müsste schon reichen, Dich so weit zu stabilisieren, dass Du zu Hause mit Tabletten weitermachen kannst.

    Ein guter Trick ist es, das Kortison morgens noch im Bett, also vor dem Aufstehen einzunehmen. Magenschutz dazu und vielleicht noch einen Keks essen, um den Magen zu beruhigen. Auch ein Antiemetikum kann hilfreich sein. Dies alles noch im Bett, ohne sich groß zu bewegen. Übelkeit wird durch Bewegung verstärkt und kann dann sehr schnell Erbrechen auslösen. So müsste es eigentlich klappen, dass die Medikamente vom Körper aufgenommen werden können. Späteres Erbrechen zu Beginn der Behandlung dürfte die Wirkung dann nicht mehr groß beeinträchtigen, wobei man natürlich auch bedenken muss, dass beim schweren Anfall die Medikamente oft noch stundenlang im Magen „rumschwimmen“, ohne an den Wirkort (meist Darm) zu gelangen. Also je länger das Medikament in Dir verbleiben kann, desto größer die Chance auf Wirkung.

    Wie oft hattest Du Imigran Inject inzwischen getestet? Ist die Wirkung immer noch nicht überzeugend?

    @tina: Gehts besser heute?

    Liebe Grüße
    Bettina

    SimonPhoenix
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 753

    Hallo Tina,
    ich hoffe dir geht´s heute gut.
    Ich bin ja mal gespannt, was bei mir nach dem absetzen passiert.
    Ich nehme morgen nochmal Kortison und dann werde ich es sehen.
    Heute ist nun Tag 3 unter Kortison ich habe immernoch keine Schmerzen (ab und zu hatte ich nen Kopfdruck oder minutenweise Schmerzen, aber ich denke wir alle wissen, sowas zählt nicht 😉 .
    Mich wundert am meißten, dass ich keine Spannungskopfschmerzen habe.

    Wegen Erbrechen kann ich leider (oder Gott sei Dank) auch keine Tips geben, hatte ich dieses Jahr nur einmal, was sicher auf Kiel zurück zu führen ist.

    Cinderella
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 548

    Hallo Tina,
    mir hatte man im Sommer in Kiel geraten,den ersten nicht so schweren Anfall nach der Kortitherapie auszuhalten.Das habe ich geschafft.Heute ein paar Monate später hab ich wirklich mal 10 Tage am Stück, an denen ich keine Migräne und keinen SK habe.Komme aber trotzdem auf mindestens 10 Einnahmetage mit Triptanen.Hat sich nur irgendwie alles verschoben.
    Während der Kortieinnahme hatte ich überhaupt keine Migräne, dafür wie viele andere Leute auch 2 Tage nach absetzen des Kortis.
    Gute Besserung und eine hoffentlich miränefreie Weihnachtszeit. 🙂
    Cinderella

    Tina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 111

    Liebe Ulrike, Bettina und alle anderen!
    Mir geht es auf jeden Fall besser. Ich merke eine Migräne aufziehen, werde mich jetzt aber warm eingepackt erst einmal der frischen Luft aussetzen und dann weiter sehen.

    @ulrike
    Bei Übelkeit oder gar Erbrechen kann ich gar nicht mehr an Schlucken denken. Wenn ich unstillbares Erbrechen habe, habe ich immer die beste Erfahrung gemacht, mir Aspisol (=1000mg Aspirin) und vorweg MCP oder Vomex oder ähnliches spritzen zu lassen. Ich habe den Arzt immer instruiert mir das in der Reihenfolge langsam über einen Butterfly zu spritzen (kleine Nadel mit Schlauch) – und viele waren auch dankbar für die Anweisung! Bei mir ist i m m e r eine Besserung schon während des Spritzens eingetreten. Und danach musste ich nicht mehr erbrechen. Jedenfalls zögere nicht den Notarzt anzurufen, wenn es dir so schlecht geht. Manchmal ist man ja nicht einmal mehr transportfähig.

    Wie lange hast du den Migräne und Erbrechen?

    Zu der Kortisontherapie habe ich mich ja entschlossen, nachdem ich wochenlang Migräne hatte. Ich glaube, aus einem Status der Übelkeit und des Erbrechens heraus würde ich es nicht mit Tabletten wagen. Eher dann so wie es Bettina vorschlägt, in der Klinik und hochdosiert.

    Alles Gute und viel Kraft!
    Tina

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Gute Idee, Tina, in der Klinik nicht gleich mit Kortison zu starten, sondern erst mal den akuten Anfall per Tropf bekämpfen zu lassen. Aspisol alleine, auch 1 g, reicht mir dann meist nicht. Optimal für mich ist die Kombination mit Novalgin, zusätzlich natürlich auch noch ein Antiemetikum, meist MCP, mit in den Tropf packen lassen. Wobei man natürlich nach Abklingen der Migräne noch in der Klinik mit Kortison am Tropf beginnen könnte, da es dann sicher aufgenommen wird vom Körper. Auch wenn man Kortison nicht schluckt, bitte trotzdem Magenschutz dazu, da es ja systemisch wirkt.

    Gute Besserung, allen, die es brauchen!

    Liebe Grüße
    Bettina

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Hallo, Ihr Lieben,
    vielen Dank für die Antworten. Mir geht es gut im Moment. Es geht mir darum, einen Notfallplan zu haben.@ Bettina: Das Injekt hat nur beim ersten Mal funktioniert. Ich habe es noch zweimal probiert und da war kaum eine Wirkung da. Cafergot hilft noch, aber eben leider nur in einer viel höheren Dosierung als früher. Jetzt mache ich mir Gedanken, was tun, wenn das auch nicht mehr wirkt. Aber ich muß es wohl auf mich zukommen lassen und mit Euren Tipps im Notfall in die Klinik gehen.
    Noch eine Bitte um Aufklärung: Die einen schreiben, daß sie einen Tropf bzw eine Infusion bekommen haben und Tina schreibt von Butterfly (spritzen) Wird das in der Klinik unterschiedlich gehandhabt?
    Viele liebe Grüße
    Ulrike

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1739

    Liebe Ulrike,

    ich weiss nicht genau, wie Du derzeit neurologisch betreut bist.

    Ich werde in einer großen Uni-Klinik auf der neurologischen Ambulanz betreut.

    Ich war in genau dieser Klinik dort notfallmäßig, aber nicht auf der Ambulanz! Sondern unten, wo alle Notfälle landen! Dort kann man als Notfall mit jedem Problem hin und wird dann dem jeweiligen Facharzt zugewiesen, eben auch dem Neurologen.

    Jetzt habe ich mir von MEINEM Neurologen genau aufschreiben lassen, was man mir im Notfall genau geben soll (das ist nicht gleich Kortison!). Dort bekommt man übrigens eine Infusion.

    Falls Du einen Neurologen hast, würde ich genau mit dem (D)einen Notfallplan für die Klinik aushecken. Wenn Du magst, kannst Du ihn ja noch bitten, das auf ein ordentliches Briefpapier oder auf einen Rezeptblock zu schreiben und seinen Stempel drauf zu geben – damit Du das dann herzeigen kannst. Zusätzlich kannst Du Dich ja immer noch mit dem Neurologen vor Ort beraten (so vorhanden). Was auch sinnvoll ist. Und der Arzt wird das auch machen.

    Ich kenne jetzt neuerdings meinen Notfallplan 😉

    Lieben Gruß, Regenbogen

    myfreedom
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 113

    Hallo Ihr Lieben,

    ich brauche mal Euren Rat und euer Wissen:
    Ich habe jetzt seit über einer Woche Dauer-Migräne, mal mehr mal weniger heftig, bin auch nur sporadisch arbeiten gegangen, 2x früher nach Hause, 1 Tag krank, aber seit gestern kann ich nicht mehr und bin jetzt (erstmal) 2 Wochen krank geschrieben. In der letzten Woche habe ich 2x Triptane genommen, die aber jeweils immer nur stundenweise geholfen haben, das 2. mußte Sonntag nacht sein, weil ich Montag auf alle Fälle arbeiten musste, war dann auch arbeiten, aber immer noch mit Schmerzen.
    Ist das jetzt ein Status migraenosus ? In den ersten Tagen hatte ich nichts mehr genommen, weil ich im August bis dahin schon 11 Tage hatte (bei 23 Schmerztagen). Meine Ärztin hat mir jetzt Prednisolon aufgeschrieben mit dem Schema 3×100 mg, dann alle 3 Tagen um 20 mg reduzieren. Ich will erstmal versuchen, ohne dadurch zu kommen, aber sonst Montag damit anfangen (dann ist sie auch erst wieder erreichbar).
    Kann ich dann notfalls am Wochenende noch Triptanen nehmen, weil wir am Sonntag noch was vorhaben, das ich ungern ausfallen lassen möchte??
    Und wenn ich dieses Schema durchziehe, bin ich ja 2 Wochen mit Kortison beschäftigt, wie sieht es dabei (und danach) mit arbeiten gehen aus? Ich habe mich durch die verschiedenen Kortisonthemen durchgelesen und mir kommt es grad nicht so vor, als ob man direkt nach dem Ende der Stoßtherapie wieder arbeiten kann/sollte?

    Vielen Dank im voraus für Eure Tips und Ratschläge, im Moment bin ich grade ziemlich platt und an einem Tiefpunkt….
    Liebe Grüße
    Micha

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Liebe Micha,

    so wie Du das vermutest, ist es auch. Für die Kortisontherapie und gerade auch danach, brauchst Du Ruhe und eine Krankschreibung. Sonst wird das nicht klappen.

    Es sieht nach einem Status aus und eventuell auch nach MÜK, daher ist Kortison jetzt wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, wieder aus allem rauszukommen.

    Kortison immer morgens zusammen mit Magenschutz einnehmen! Zum Schlafen und zur Beruhigung brauchst Du auch etwas.

    Alles Gute und hoffentlich kommen bald wieder bessere Zeiten,
    Bettina

    myfreedom
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 113

    Liebe Bettina,

    vielen Dank für Deine schnelle Antwort und Deine guten Wünsche!
    An den MÜK habe ich auch schon gedacht…..leider…

    Ich habe Omeprazol, meine Ärztin hat mir morgens und abends je 20 mg verordnet (zum Kortison)…und Zopiclon zum Schlafen nehme ich ja ohnehin schon…..

    Wenn ich also wirklich Montag damit starte, werden es wohl mehr als die 2 Wochen werden…

    Spätestens wenn ich einen Termin für Kiel habe, kommen wieder bessere Zeiten, das hält mich im Moment immer aufrecht, das ich weiß, ich fahre nach Kiel….

    Liebe Grüße
    Micha

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Liebe Micha,

    Du bist ja schon gut versorgt und wenn Du mit 2 Wochen rechnest, ist das eine gute Zeit. Danach wird es Dir wieder besser gehen und auch während der Kortison-Zeit wirst Du wieder erleben, wie gut sich so ein schmerzfreier Kopf anfühlen kann.

    Magenschutz muss nur einmal morgens zusammen mit dem Kortison eingenommen werden.

    Gute Besserung,
    Bettina

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Liebe Micha,

    gut, daß Du für jetzt einen Plan hast. Ich wünsche Dir, daß das Kortison dann schnell anschlägt und Du wieder Land siehst!

    Und Plan 2 wird sich hoffentlich auch bald erfüllen!

    Kopf hoch, das wird auch wieder besser!
    Liebe Grüße
    Ulrike

    myfreedom
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 113

    …vielen Dank für Eure Unterstützung, das tut schon gut…und mit einem Plan vor Augen und Ruhe wird´s schon werden….

    Liebe Grüße
    Micha

    myfreedom
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 113

    Hallo zusammen,
    ich muss noch mal zum Prednisolon fragen: Habe heute mit 100mg (+ Magenschutz) angefangen, nachdem ich am Freitag abend nochmal ein Triptan genommen habe, das dann auch gewirkt hat. Gestern fing alles wieder von vorne an, heute morgen das Prednisolon genommen, aber keinerlei Änderung, im Gegenteil, ich kann kaum den Kopf bewegen, die Migräne wandert von rechts nach links nach hinten bis zum Nacken….bin ich zu ungeduldig?
    Ich habe in den anderen Beiträgen den Eindruck gewonnen, das das Prednisolon sehr schnell wirkt

    Bin für Eure Antworten und Tips sehr dankbar!
    Liebe Grüße
    Micha

    noch was vergessen:
    Ist es richtig, das ich das Cymbalta während des Kortisons weiter nehme? Meine Ärztin hat nichts von absetzen gesagt und wenn es schon gegen die Migräne als Prophylaxe nicht richtig wirkt, dann dämpft es vielleicht die depressiven Verstimmungen etwas….Migravent nehme ich auch weiter, aber auch hier bin ich mir nicht ganz sicher, will jetzt bloß nicht alles auf einmal umschmeissen, da ich heute erfahren habe, dass meine Unterlagen in Kiel jetzt vollständig sind und ich somit „nur noch“ auf den Termin warten muss.

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Hallo liebe Micha,

    ja, da bist du tatsächlich wohl ein bisschen zu ungeduldig. Kortison braucht, egal bei welcher Indikation, immer eine Anlaufzeit von einigen Stunden. Wie schnell es bei Migräne wirkt, ist sehr unterschiedlich. Hast du evtl. Vomex oder Diazepam, um die Schmerzen erst mal etwas zu dämpfen?

    Gute Besserung
    Julia

    myfreedom
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 113

    Liebe Julia,
    ich hab´s befürchtet….;o)…..Vomex (bzw.Reisetabletten) habe ich da, dann werde ich die jetzt mal versuchen, bin nämlich auch sehr zappelig, kann nicht ruhig liegen, innerlich unruhig.

    Vielen Dank!
    Micha

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Nimm aber genug davon, das Kortison macht sehr zappelig.
    Ja, und Cymbalta und Migravent weiternehmen ist schon richtig.

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