Mangelhafte Triptanwirkung – was tun?

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  • Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28221

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    Wmarie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 11

    Liebe Alle,
    oh je, ich habe schon wieder eine Frage.. 🙁
    Woran macht ihr das für euch optimale Triptan fest?
    Ich nehme Relpax und komme bei den meisten Attacken ganz gut damit klar. Ich bin schmerzfrei.
    Nun habe ich aber neulich zum ersten Mal das Sumatriptan per Injection benutzt und es war „der Himmel“, weil ich auch von allen Begleiterscheinungen befreit war, die unter Relpax eigentlich immer bleiben (Benommenheit, Schüttelfrost, Zittern).
    Seitdem frage ich mich, ob das ein seltener Zufallstreffer war oder ob das ideale Triptan exakt so wirken soll. Eigentlich wollte ich mir die Spritzen nur für schwere Fälle aufheben, aber bei der Wirkungsbegeisterung wird es schwierig…
    Ich brauche ein möglichst langanhaltendes Triptan und kann damit wahrscheinlich ohnehin nur auf Allegro ausweichen- oder eben auf die übliche Verlängerung mit Naproxen.
    Also bleiben bei euch die Begleitsymptome bestehen oder seid ihr idealerweise so fit als „wäre nie etwas gewesen“, nachdem ihr das Triptan genommen habt?
    Viele Grüße
    Wiebke

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1739

    Ich werde auf Triptane dusselig, müde. Mal mehr, mal weniger. Aber normal ist danach nix.

    Lieben Gruß
    Regenbogen

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5698

    Hallo Wiebke,

    bei mir lassen beim Einsetzen der Triptanwirkung die Schmerzen nach und die Übelkeit, bis hin zur kompletten Beschwerdefreiheit. Meist merke ich aber noch, dass die Attacke im Hintergrund aktiv ist.

    Als „Gegenleistung“ 😉 handle ich mir durch das Triptan vor allem Müdigkeit und mangelnde Konzentrationsfähigkeit ein. Dies aber meist nur in den ersten Stunden, dann lassen die Nebenwirkungen nach, die positive Wirkung gegen den Schmerz bleibt aber erhalten.

    Auch wenn ich mich dann gut fühle, sollte ich Stress in jeder Richtung (auch Sport) meiden, sonst kommt die Attacke wieder durch und lässt sich durch weitere Medikamente nicht mehr gut behandeln.
    Da hat mich „Versuch kluch gemacht“. 😉

    Bei anderen Triptanen hatte ich mehr negative Nebenwirkungen z.B. Gliederschmerzen, starkes Wärmegefühl, Enge hinter dem Brustbein, ohne dass die Wirkung gegen den Schmerz besser gewesen wäre. Deshalb bin ich mit meinem jetzigen Tritpan (Allegro) sehr zufrieden.

    Lieber Gruß
    Heika

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28221

    Liebe Wiebke,

    wie schon geschrieben wurde, musst Du das selbst rausfinden. Ich habe meine zwei wichtigsten Triptane gefunden. Das ist Imigran Inject für die schweren Attacken, auch mit Erbrechen und AscoTop 5 mg für die „normalen“ Attacken.

    Manchmal bin ich nach der Triptanwirkung relativ fit, ein andermal haut sie mich fast um. Das ist ganz unterschiedlich und hängt sicher auch mit der Stärke der Attacke, als auch mit der gesamten gesundheitlichen Situation zusammen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Liebe Wiebke,

    ich habe keine schweren Attacken und bin „nach Triptan“ fit. Sogar Sport ist möglich.

    Allerdings bleibt immer ein Restschmerz erhalten, der meistens im Hinterkopf angesiedelt ist und den ich, wen ich gut drauf bin, ignorieren kann. 😉 Ansonsten nervt das schon auch mal, weil ich mir nie ganz sicher bin ob die Attacke wirklich kupiert ist oder vielleicht schon nach kurzer Zeit wiederkommt.

    Meistens hält die Wirkung aber an! 🙂

    Liebe Grüße
    Ulrike

    Julie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 15

    Hallo zusammen,
    ich habe schon viele Infos rauslesen können und bin froh, dass es dieses Forum gibt. Danke!
    Ich nehme zur Migränebehandlung Domperidon, dann Sumatriptan T 100 und je nach dem noch ein Naproxen. Die Wirkung war bisher fast immer gut. Jetzt hatte ich zwei Anfälle, bei denen es nicht so gut gewirkt hat. Ich möchte nun überlegen, was ich mir noch verschreiben lassen kann. Ich würde gerne diese Sumatriptan-Spritze ausprobieren bei hartnäckigen Fällen. Ich hatte bisher immer ein schlechtes Gewissen, diese zu nehmen, weil sie so teuer sind für die Krankenkasse (bin privat versichert)…Welche Spritze ist da am besten (ich gehe zu einem neuen Arzt und will schon mal vorsorgen, falls er keine Ahnung hat. Damit ich wenigstens die Rezepte bekomme…)
    Ich möchte mir auch gerne ein anderes Triptan verschreiben lassen. Ich brauche ein lang wirkendes (und natürlich am besten schnell und stark). Ich mache mir natürlich Sorgen, was ich mache, wenn es nicht wirkt, ob ich dann noch ein Sumatriptan nachschieben kann. Aber ich habe gerade gelesen, dass das manche von euch machen….
    lg j

    Fenni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 30

    Hallo zusammen,
    wäre ich doch schon früher über dieses Forum gestolpert!! Muss mich gerade tierisch zusammenreißen nicht zum Rumpelstilzchen zu werden!
    Statt einer guten Anamnese und der Versuchs
    a) Magnesium zur Prophylaxe (DAS habe ich nämlich noch nicht versucht) und erstmal
    b) die Wirkung der Triptane im Anfallsfall zu verbessern bzw ein besseres Triptan für meine mehrtägigen Migräneanfälle zu finden, ist der Neurologe zu dem ich gegangen bin, gleich auf Topiramat angesprungen.
    Da war ich wohl zu vertrauensselig. Schön hätte ich auch den Hinweis gefunden, dass ich unter der Einnahme von Topiramat besonders darauf achten muss, vieeeeel zu trinken. Kam nicht. Und jetzt?

    Nachdem ich mich jetzt im Forum mehr und mehr informieren konnte und feststellen muss, dass ich mit der Einnahme – – 50 zu keinem wirklich befriedigenden Prophylaxe-Ergenis komme, werde ich den Versuch mit Topiramat wohl wieder beenden.

    Ich bin echt genervt. Hänge im dritten Migränetag fest. Erwarte den Eintritt meiner Mense und bin einfach down.
    Mir schwirren (mal wieder so viele Fragen durch den Kopf):
    Soll ich den Prophylaxe-Versuch beenden? (Habe ja auch dauerhaft Halsschmerzen) oder noch dranbleiben?
    Sollte ich mir einen anderen Neurologen suchen? Immerhin hat er mir den Tipp mit den MCP vorweg gegeben. Was zur Verlängerung der Triptanwirkung war aber noch nicht das Thema.
    Wie schell hintereinander dürfte ich denn Almogran nehmen?
    Beispiel für dieses Wochenende: Mit Migräne
    aufgewacht bin ich in der Nacht Donnerstag auf Freitag um 0:40 Uhr 1. Einnahme. Im Verlauf des Tages brauche ich dann die zweite Dosis. Die Nacht kriege ich dann so rum. Kann ich dann Samstag morgen nochmal eine nehmen? Und Sonntag mittag dann schon wieder? So wäre nämlich mein Bedarf gewesen.

    Eure niedergeschlagene Fenni

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28221

    Liebe Fenni,

    wie wir an anderer Stelle schon diskutiert hatten, setzt man Topiramat normalerweise nicht als erste Prophylaxe ein. Es gibt andere Prophylaxen, die 1. Wahl sind und vom Nebenwirkungsprofil her deutlich günstiger.

    ich würde Dir zu einem erneuten Versuch mit Deinem jetzigen Neurologen raten. Nicht immer kommt was Besseres nach, zudem sollte man immer erst mal das vernünftige Gespräch suchen. Wäre ich an Deiner Stelle, würde ich all das ansprechen, was Du hier bei uns gelesen hast und Dich erneut beraten lassen.

    Triptane kann man unbesorgt so einnehmen, wie es in der Packungsbeilage vorgegeben ist. Also bis zur Tageshöchstdosis und die Wiederholungsdosis immer mit einigen Stunden dazwischen. Vorausgesetzt, die erste Dosis hatte gewirkt, aber das war ja bei Dir der Fall.

    Sei nicht verzweifelt, es findet sich schon noch ein guter Weg für Dich. Viele von uns mussten länger suchen, bis es dann gepasst hatte.

    Alles Gute und liebe Grü0e
    Bettina

    Fenni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 30

    Hallo Bettia,
    wie bereits angedeutet, wäre mir wahrscheinlich schon sehr geholfen, wenn die Triptane zuverlässiger wirken würden. Ich gehe davon aus, dass diese bisher einfach oft ungenutzt im Magen lagen bzw. wieder rauskamen.
    Leider hatte mein Hausarzt die Diagnose des Neurologen zwar aufgenommen und dann Triptane verschrieben, kannte sich aber nicht wirklich aus. Der Neurologe hatte seine Praxis zugemacht. Jetzt neuer Versuch mit neuem Neurologen – mit zeitauwfendiger Fahrerei.

    Die Lösung meines Hausarztes für das „Magen“-/Wirkungsproblem waren Schmelztabletten, die aber meist nicht wirklich anschlagen. Liegt wohl daran, dass der Wirkstoff letztendlich doch durch den Magen muss?! Das Thema hätte man wohl schon viel früher mal durch MCP… verbessern können.

    Ich werde berichten.
    Viele Grüße und noch einen schönen Abend.
    Fenni

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28221

    Liebe Fenni,

    orale Triptane helfen oft nicht mehr so gut, wenn im Magen schon alles steht. Der Wirkstoff muss zum Dünndarm gelangen und je träger Magen und Darm schon sind, desto länger dauert es bis zum Wirkeintritt. Hier macht dann ein Antiemetikum Sinn, oder auch die nasalen Anwendungsformen und das Injekt, die den Magen umgehen.

    Schmelztabletten wirken in der Regel sogar weniger gut, da der Wirkstoff nicht über die Mundschleimhaut aufgenommen wird. Schluckt man sie nicht ebenso mit ausreichend Wasser (nach dem Schmelzen), kommt weniger Wirkstoff im Dünndarm an. Und ja, sie müssen natürlich den selben Weg gehen. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    lacoccinelle
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 110

    Wie sieht es eigentlich aus mit Organschädigungen und Triptanen? Wir alle nehmen sie ja wahrscheinlich schon über Jahre hinweg regelmäßig ein. Ist da etwas zu befürchten?