Schmerzmittel ohne Nierenbelastung

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  • oeco
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 203

    Hallo, ich habe mal eine Frage zu den Abbauwegen der Triptane oder anderer Schmerzmittel. Gibt es ein Triptan, welches auch bei Nierenproblemen genommen werden kann?

    Liebe Grüße Oco-Moni

    Ronja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 970

    Liebe Oeco-Moni,

    soweit ich weiß, reduziert man im Falle eines Nierenproblems die Dosis des Triptans. Was sagt dein Schmerzarzt zu dem Problem? Am besten, du klärst das mit dem Neurologen oder mit dem Hausarzt.

    Alles Gute und herzliche Grüße
    Ronja

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28353

    Liebe Moni,

    Nierenprobleme sind eigentlich keine Gegenanzeigen für die Triptaneinnahme. Hier werden nur u. a. Herzprobleme, Erkrankungen der Blutgefäße, schwerer unbehandelter Bluthochdruck und schwere Leberfunktionsstörungen genannt. Erkundige Dich bitte ganz genau bei Deinem behandelnden Ärtzen (Neurologe und Nephrologe), denn hier brauchst Du eine individuelle Beratung.

    Liebe Grüße
    Bettina

    oeco
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 203

    Hallo Ronja, hallo Bettina,

    habe diese Frage nicht für mich gestellt ( soweit ich weiß ist sowohl bei den Nieren als auch bei der Leber alles in Ordnung) sondern hatte in meinem Mingränevortrag eine Patintin, die bei allen Medikamenten immer Angst hat, das diese die Niere schädigen. Dies trifft aber eher bei der Leber zu, oder? Solllte jemand mit bekannten nieren oder Leberschäden Triptane nehmen?

    Liebe Grüße Oeco-Moni

    Angelito
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo,
    ich hätte eine Frage. Hat jemand Erfahrungen mit Triptanübergebrauch und Nierenschäden? Ich war beim Urologen wegen Flankenschmerz und Schmerzen in der Harnröhre und es wurde Blut im Urin nachgewiesen. Ich habe erst am Montag einen Termin in der Radiologie und mache mir natürlich große Sorgen. Ich nehme bereits seit 25 Jahren Ergotamin bzw. seit Ende der 90er Zolmitriptan und schaffe es leider nicht immer, mich an die 10x-im-Monat-Regel zu halten.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28353

    Liebe Angelito, herzlich willkommen. 🙂

    Triptane machen keine Organschäden, Ergotamine leider schon. Es könnten also Folgen der jahrelangen Ergotamin-Einnahme sein. Wie auch immer, jetzt müssen die Beschwerden behandelt werden. Nierenprobleme können auch anlagebedingt auftreten.

    Führst Du ein Schmerztagebuch? Man sollte sich, wenn möglich, an die Regel halten um einen MÜK zu vermeiden.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Angelito
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Liebe Bettina,
    danke für die schnelle Antwort. Das mit dem Schmerztagebuch habe ich alles schon durch. Ich bin da auf keinen gemeinsamen Nenner gekommen. Ich habe schon lange die Vermutung, dass Triptane und auch vorher die Ergotamine die Migräne erst unterhalten, d. h. eigentliche Auslöser lassen sich gar nicht mehr erkennen. Ich kenne natürlich längst meine ganz pesönlichen Triggerfaktoren. Diese vermeide ich schon weitestgehend. Wie dem auch sei: deine Aussage, dass Triptane keine Organschäden verursachen, beruhigt mich schon mal sehr. Mit Ergotaminen habe ich keinen Missbrauch betrieben. Da reichten mir immer 6 – 7 im Monat, da ich hier keinen Rückkehrkopfschmerz hatte. Man liest halt nur so viel im Internat über Tumore des Urogenitaltrakts bei langjähriger Einnahme von Schmerzmitteln und im weitesten Sinne gehören Triptane ja auch dazu. Gibt es denn hierzu irgendwelche Studien?

    Lieben Gruß,
    Angelito

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3997

    Hallo, Angelito
    Bettina wird dir sicher noch richtig antworten.
    Nur so viel: 6-7 Ergotamine im Monat finde ich sehr viel, dafür, dass bei ihnen BEKANNT ist, dass sie Organschäden machen.
    „Unter 10“ zu bleiben ist die Empfehlung, um einen MÜK zu vermeiden. Über Organschäden sagt diese Zahl nichts. Von Paracetamol beispielsweise weiß man, dass schon einige wenige die Leber stärkst belasten.

    Ich glaube nicht, dass es die Mediakmente sind, die die Migräne unterhalten, sondern dass es unser Verhalten ist.
    MIT Migräne würden wir 1-2 oder mehr Tage völlig reiz-abgeschirmt im Bett verbringen. Und damit kann der Körper sich von der Überreizung erholen.
    MIT Medikamenten tun wir das nicht, sondern setzen unseren Körper weiterhin allen Reizen aus, da wir ja kaum noch Schmerzen haben.
    Wir MÜSSTEN einfach auch mit der Medi-Wirkung so tun, als hätten wir Migräne.
    (Das tun wir alle nicht )

    LG
    alchemilla

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28353

    Liebe Angelito,

    Alchemilla hat Dir schon „richtig“ geantwortet. 🙂 Das A und O ist genau das, was Alchemilla schreibt! Nicht die Medikamente sind schuld, wenn die Migräne mehr wird, sondern wir leben mit den Triptanen einfach so weiter, als ob nichts wäre.

    Wobei wir dadurch ja viel Lebenszeit gewinnen, denn die Tage im Bett hinter vorgezogenen Gardinen sind verloren. Für das Nervensystem wäre es besser, aber wir wollen ja nicht so viel Lebenszeit an uns vorbeiziehen lassen. Einen guten Mittelweg zu finden, ist das Geheimnis. 😉

    Triptane sind KEINE Schmerzmittel, auch nicht im weitesten Sinne. 😉 Triptane machen keine Organschäden, das ist der Erfahrungswert bisher. Ob es spezielle Studien gibt, weiß ich nicht.

    Liebe Grüße
    Bettina

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