Status Migranosus

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  • Luci23
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    Hallo,
    nach fast 1 Jahr mit sporadische “ normale“ Attacken die unter Flunarizin stark zurückging, ist es wieder passiert. Ich nehme sonst Levetiracetam und Lamotrigin (Epilepsie).
    Letztes Jahr ging der Status migranosus 8 Wochen. Finde leider hier die Posts nicht mehr.
    Anders zu letztes Jahr: kein Stress seit Monaten,freigenommen und versuche nicht trotz Migräne zu arbeiten.

    Jetzt ist Tag 12. Migräne Arten wurden als Basilaris-Typ und hemiplegische Migräne eingestuft – ich werde bei viele Attacken einseitig sichtbar gelähmt, habe Probleme klar zu sprechen und wirke sehr betrunken.

    Schmerztherapie kriege ich gut hin. Ist halbwegs erträglich aber nervig. Außer man sich körperlich anstrengt.

    Die persistentierende Aura Symptomen sind jedoch hartnäckig.
    Kriege ich nur mit hochdosierten Prednisolon oder Dexamethason im Griff, wenn richtig extrem dann auch mit Lorazepam obendrauf. Kommt aber alles wieder wenn die Wirkung nachlässt. Ist auch keine Lösung die ich gern zu häufig machen (besonders Lorazepam).
    Akupunktur auch versucht.

    Betablocker einmalig hochdosiert letztes Jahr war effektiv aber absolut kontraindiziert – nimmt kein Arzt das Risiko auf sich. Gab auch richtig Ärger dafür (sie hatten Recht, es hätte richtig nach Hintern losgehen können).

    Frage: sumatriptan wurde vor Jahren versucht. War nicht besonders erfolgreich.

    Gibt es noch ein anderen Triptan mit ein etwas andere Wirkungsweise die man ggf. unter ärztlichen Aufsicht probieren könnte? Sumatriptan führte zu vorübergehende Blindheit. Aber könnte natürlich auch Zufall sein.

    Bin etwas alleine gelassen, da die Ärzte Wissen nicht so recht, da so viele Kontraindikationen. Ich bin auf Epilepsie und neuropsychologische Hirnfunktionsstörungen spezialisiert – ganz andere Fachbereich.

    Hat jemand irgendwelche „gewägte“ (Off-Label) Therapien erhalten die funktioniert haben?
    Muss Montag zur Neurologin und weitere Vorgehen besprechen. Sie ist recht offen auch für gewagte Ideen – so lange sie nicht gefährlich/kontraindiziert sind. Hauptproblemen sind Asthma und epileptische Anfälle. Schon 2 innere Blutungen durch ASS (vorher keine häufige Einnahme).

    Schmerzmittelübergebrauch liegt nicht vor. Vor die Migräne 4 Monaten keine Schmerzmittel genommen, jetzt nur selten wenn es absolut nicht mehr geht (Metamizol & Ibu).

    Vielen Dank!

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27898

    Liebe Luci,

    bei den Diagnosen Basilarismigräne und hemiplegische Migräne sollten Triptane nicht eingenommen werden! Es besteht die Gefahr eines Schlaganfalls, bitte sehr aufpassen.

    Du schreibst, dass die Schmerztherapie gut funktioniert. Was nimmst Du an Schmerzmitteln sonst ein? Wenn es gut funktioniert, bleibe dabei.

    Nimmst Du Prednisolon öfter ein wegen der Auren?

    Den Status migraenosus könntest Du nämlich am besten mit Prednisolon und Vomex, Diazepam oder Melperon beenden. Allerdings sollte Kortison natürlich nicht zu oft eingesetzt werden, wie Du sicher weißt.

    Betablocker würden Dir helfen, ist aber problematisch wegen Asthma. Unter strenger Kontrolle könnte er aber vielleicht trotzdem versucht werden, frag nochmal die Ärztin nächste Woche.

    Nimmst Du noch Flunarizin? Wenn ja, könnte es noch höher dosiert werden?

    Liebe Grüße
    Bettina

    Luci23
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 20

    Hallo Bettina
    nein Prednisolon & Lorazepam nehme ich nur bei Status Migranosus ein. Letztes Jahr war ein Wechselspiel. Wurde immer 3 Tagen angesetzt dann abgesetzt – kam alles zurück. Lorazepam ebenfalls. Wirkt nur vorübergehend. Wurde mehrfach versucht (ist stärker als Diazepam und hilft bei mehrere complex fokal Anfälle- Gefahr steigt während Migräne Attacken).

    „Normale Attacken“ also unter 72 Stunden unternehme ich nichts außer MCP, Ibu oder Metamizol. Teilweise gar nichts. Bin allgemein zurückhaltend.

    Versuche seit 5 Tagen meine Neuro zu erreichen bzgl. der Flunarizin. Sie hat sich bei meine Hausärztin gemeldet und der Nachricht ging unter. Kam bei mir zu spät an und bis es ankam war dann auf eine Tagung. Daher erst Montag.
    Ja ich nehme Flunarizin seit letzten Herbst und hatte gehofft es bleibt alles harmlos. War bis jetzt sehr effektiv. Zwischendurch abgesetzt – Verschlechterung und jetzt wieder seit 3 Monaten.

    Ich frage meine Neuro nach der Betablocker. Meine Hausärztin hat sich geweigert. Siehe persönlich das Risiko als eher gering bei Betablocker bei gleichzeitigen Prednisolon da es ja auch bei Asthma eingesetzt wird. Dient so als Asthma Prophylaxe. Versuch mit Metaprolol machte ich weil ich 3 Tage lang ein Puls von 140 hatte der einfach nicht runtergehen wollte. Fühlt sich sehr unangenehm an (bin am Hirnstamm operiert, kommt schnell zu Entgleisungen während Migränen). Beim Neuro danach war der Puls runter auf 100 (keine spürbaren Herzrasen mehr). Immerhin.

    Ist aber eine gute Idee ihr noch mal auf eine Betablocker anzusprechen.
    Landete letztes Jahr im Krankenhaus. Sie haben hauptsächlich nach Schlaganfall und eine Vergrößerung des Raumforderungs sowie neue Nervschädigungen gesucht. Danach wurde ich gefragt bitte eine Therapie vorzuschlagen und wurde danach ein Lumbalpunktion verpasst. SEP war tatsächlich schlechter. Vermute eher wegen einen Autounfall als Migräne… Ganze war nicht ganz hilfreich.
    LG
    Luci

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27898

    Es tut mir sehr leid, dass es Dir so schlecht geht.

    Der Status sollte unterbrochen werden, daher wäre jetzt wohl die Zeit für Kortison und Lorazepam. Danach weitersehen, was die Neurologin nächste Woche sagt bezüglich Betablocker und Flunarizin.

    Ich wünsche Dir gute und schnelle Besserung!

    Liebe Grüße
    Bettina

    Luci23
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 20

    Liebe Bettina,
    nach meine Hausarztpraxis und Neurologin 1 Woche lang „Stillepost“ gespielt haben und der Termin am Montag geplatzt ist, wurde mir das Ganze zu blöd und ich habe geschafft der Status selbst zu unterbrechen. Methode war naja.

    Vielen Dank für deine „Zuhören“ (zulesen gibt es nicht oder?).

    Das Ganze ist etwas ironisch. Meine Abschlussarbeit war über die Rolle des Hirnstamms und die Einfluss von hirnchirurgische Eingriffe auf der Frequenz von Migräne Attacken. Idee meine Betreuerin und ist leider rein anatomisch ausgelegt.

    LG
    Luci

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27898

    Liebe Luci,

    die Hauptsache ist, dass der Status nun beendet ist. Ich wünsche Dir sehr, dass jetzt wieder Ruhe einkehrt.

    Deine Abschlussarbeit passt ja irgendwie, zumindest warst Du theoretisch und praktisch voll im Thema. 😉

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Luci23
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    Beitragsanzahl: 20

    Liebe Bettina,
    Anruf von die Neurologin, möchte dass ich heute hingehe. Status war zurück – zu früh gefreut.
    Noch mal Diagnostik, da Migräne mit Lähmung könnte ja was anders sein. Habe ja noch eine netten Raumforderung der den Basilaris stark verdrängt.
    Habe jetzt ein Prednisolon Plan für den ganzen Sommer.

    Mal schauen ob es klappt.
    Ein Sommer ohne Status migranosus wäre toll. Spaß geht seit Jahren, jeden Sommer.

    Liebe Grüße
    Luci

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5

    Hallo!

    Ich habe alle 5-7 Tage Migräne, achte aber sehr darauf nicht mehr als 8-10 Triptane im Monat zu nehmen. Trotzdem schaffe ich es in letzter Zeit ca. alle zwei Wochen in einem Migränestatus zu landen. Das heißt die eingenommen Triptane (auch mit Domperidon und Naproxen) helfen nur eingeschränkt (ich nehme dann max. 2) und nach 3-4 Tagen sind die Schmerzen dann so unerträglich und nicht mehr auszuhalten, dass ich eine Einmaldosis von 100mg Prednisolon mit Diazepam in Form einer Infusion bekomme. Das hilft dann zwar, aber das ist doch keine Dauerlösung?

    Viele Grüße,

    Anna

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Liebe Anna,

    ich bin mir nicht ganz, ob ich deinen Bericht richtig verstanden habe.

    Kommst du in den Status, weil die Triptane nicht richtig wirken?

    Hast du auch schon andere Triptane versucht, die ggf. eine zuverlässigere Wirkung haben?

    Nimmst du eine Prophylaxe?

    Und noch eine Frage : Nimmst du hochdosiert Magnesium und Vitamin B2?

    Eventuell können diese Maßnahmen dazu beitragen, daß du nicht mehr in einen Status kommst.

    Weil Kortison darf auf keinen Fall Dauerlösung sein. Das weisst du wahrscheinlich.

    Es ist gut zu wissen, daß es dir hilft, sollte aber nicht zu oft angewendet werden.

    Liebe Grüße
    Ulrike

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Liebe Anna,

    ich habe Deinen Beitrag so verstanden, dass die Triptane nur die ersten beiden Tage helfen, dann nicht mehr. Ist das so? Wenn ja, behandle ab dem 3. Tag lieber mit Schmerzmittel wie Ibuprofen, Naproxen oder Novalgin. Triptane sind keine Schmerzmittel, hemmen die Ausschüttung der Neurotransmitter. Wenn sie aber schon alle „unterwegs sind“, bringt es nicht mehr viel, in der „vollen Badewanne noch den Hahn abzudrehen“. 😉 So erklärte es mal Prof. Göbel. 🙂

    Daher einfach mal testen, ob bei langen Anfällen diese Strategie besser hilft. Jedes Mal Kortison einzunehmen, ist absolut kein Weg! Ein Status migraenosus kommt öfter vor bei hochfrequenter Migräne und eigentlich fast „normal“. Weiter auf die 10/20-Regel achten und mit Triptanen und Schmerzmitteln behandeln, mit Kortison nur im absoluten Ausnahmefall.

    Eine Prophylaxe – auch Magnesium und Vitamin B2 – kann auch Sinn machen, wenn die Frequenz stetig nach oben geht.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5

    Vielen Dank für eure Antwort!
    Der Migränekopfschmerz lässt sich zunächst mit Triptanen behandeln, die dann aber nur einige Stunden wirken. Dann kommt dir Migräne leider wieder. Wenn ich dann ein weiteres Triptan nehme hilft das nur eingeschränkt. Und mehr als 2 hintereinander halte ich nicht für sinnvoll. Naproxen habe ich dann auch schon genommen, leider ohne Wirkung.
    Zur Prophylaxe nehme ich ein trizyklisches Antidepressivum (Betablocker, Magnesium und Vitamin-B habe ich schon durch). Irgendwie bin ich etwas ratlos, wie das weiter gehen soll…

    Viele Grüße,

    Anna

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Eventuell kann das Antidepressivum noch erhöht werden?

    Wenn das Triptan beim zweiten Mal nicht mehr richtig wirkt, könntest Du entweder ein ganz anderes Triptan mal für Dich testen, oder Du nimmst dann mal Novalgin oder Ibuprofen. Einfach mal austesten, was individuell am besten helfen kann.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Jacky
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 11

    Hallo,
    meine Tochter (27) hat seit Samstag Migräne.

    Samstag: Sumatriptan pen./2 x 50mg Indometacin 50mg und abends 75 mg Indometacin retard.

    Sonntag : keine Medikamenteneinnahme

    Montag: Sumatriptan pen./2 x 50 mg Indometacin, 1 x Tbl.Sumatriptan 100mg und abends 75mg Indometacin retard.

    Dienstag: Infusion mit Solu-Decortin H 100mg bekommen. 600mg Magnesium

    Heute Nacht, hat sie kaum geschlafen und die Kopfschmerzen sind immernoch sehr stark. Was kann man noch versuchen, damit es ihr besser geht?

    Vielen Dank für jede Antwort im Voraus.

    Jacky

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4576

    Liebe Jacky,

    ohne jetzt genaueres zu wissen, stell ich fest, dass gestern schon Kortison gegeben wurde.

    Lies mal hier. :
    https://headbook.me/groups/notfallplan/forum/topic/status-migraenosus-2/

    so gesehen könnte der Arzt die Behandlung fortsetzen. Ich gehe mal davon aus, dass die Infusion von einem Arzt gegeben wurde.

    Alles Gute für deine Tochter. Ich hänge auch seit Sonntag fest. 🙁 🙁 🙁

    Lieber Gruß
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Liebe Jacky,

    Sternchen hat Dir schon einen wichtigen Link geschickt. Wenn einmal 100 mg Kortison (hoffentlich mit Magenschutz eingenommen?) nicht ausreichend geholfen hatte, wäre eine zweite Gabe sicher sinnvoll. Zum Schlafen braucht sie etwas, damit sie richtig runterfahren und sich erholen kann.

    Vomex kann ergänzend gegeben werden, ebenso hochdosiertes Magnesium. Letzteres könnte als tägliche Prophylaxe eingenommen werden.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Jacky
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 11

    Liebe Bettina und liebes Sternchen,

    danke für Eure schnelle Antwort und den Hinweis zu dem Notfallplan.
    Ich hoffe sie kann heute Nacht schlafen und kommt bald wieder aus dem
    Teufelskreis.
    DANKE!

    Jacky

    minou
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 19

    Hallo zusammen,

    ich bin zur Zeit (mal wieder) in einer verzwickten Lage:

    In den letzten 10 Tagen hatte ich insgesamt 5 Migränetage. Der gestrige war besonders schlimm, da 1 Tablette Allegro nicht ausreichte und ich nach mehreren Stunden Qual eine weitere nehmen musste. In den letzen 30 Tagen habe ich nun mittlerweile 9 Einnahmetage, d. h. es wird eng.
    Ich hatte vor drei Monaten eine ähnliche Situation. Auch da war es so, dass ich zwischen den Schmerztagen einen Tag schmerzfrei war, natürlich mit der Hoffnung verbunden, jetzt ist es endlich überstanden. Nur kam es anders. Ich war dann bei meiner Schmerztherapeutin und habe (auf meinen Wunsch hin, weil ich in Kiel gute Erfahrungen gemacht hatte) Kortison bekommen. 3 Tage 100 mg als Infusion und dann Abdosierung jeweils um 20 mg alle 2 Tage, so dass das Schema insgesamt 2 Wochen dauerte. In der Zeit war ich schmerzfrei. Ein Segen!

    Nun bin ich kurz davor, wieder in eine solche Situation zu kommen. Im Dezember hatte ich nur 5, im Januar 6 Einnahmetage. Ich gehe daher davon aus, nicht im MÜK zu sein.

    Nun meine Fragen:
    1. Kann man nach 3 Monaten notfalls schon wieder eine Kortisonbehandlung bekommen?
    2. Wenn der nächste Migräneanfall heute oder morgen kommen sollte, würdet Ihr erstmal noch die 10. Tablette nehmen oder auf Grund der Häufigkeit in den letzten 10 Tagen gleich zum Arzt gehen (und wegen Kortison fragen)?
    3. Gibt es Alternativen um einen Status zu durchbrechen? Habe ich überhaupt einen oder „braucht“ man dazu 3 Schmerztage zusammenhängend (was ich noch nicht hatte, weil immer ein oder zwei Tage zwischendrin schmerzfrei waren)?

    Viele Fragen, ich weiß. Aber ich weiß im Moment einfach nicht weiter.
    Lieben Dank schon mal für Eure Antworten!

    Grüße, minou

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Liebe minou,

    Ob man nach drei Monaten wieder eine Kortisonbehandlung bekommen kann, hängt sicher vom Einzelfall ab, aber in der von dir geschilderten Situation, würde ich da nicht eine Sekunde drüber nachdenken. Kortison ist nicht ohne, aber das weißt du sicher.

    Wann ein Status ein Status ist, haben wir hier schon ab und an diskutiert, sind dann irgendwann zu dem Ergebnis gekommen, dass es egal ist, wie man das Kind nennt, wichtig ist, die Situation irgendwie für seine spezielle Situation zu managen. Bei schmerzfreien Tagen dazwischen würde ich nicht an einen Status denken.

    Ich nehme auch Allegro und schaffe es oft mit Naproxen, fast einen Tag Wirkung zu haben, nimmst du auch etwas zur Wirkverlängerung? Auch sind bei mir die Schmerzen nicht immer gleich stark, manchmal schaffe ich es mit einem oder zwei Tütchen Diasporal. Cefaly leistet mir auch ab und an gute Dienste.

    Ist es ganz knapp, nehme ich mich raus und halte „gnadenlos“ aus, bin allerdings sehr schnell im MÜK. Normalerweise passiert bei einmaliger Überschreitung der 10-er Grenze nichts, zumal es bei dir in den vorangegangenen Monaten super ausssieht.

    Ich wünsche dir viel Erfolg, mach dir keine Gedanken um die nächste Attacke. Auch hat der Februar nur 29 Tage, das ist doch gut, wenn schon viel verbraucht ist.

    Liebe Grüße
    Johanna

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Jahre, 4 Monate von  Johanna.
    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Liebe Minou,

    führst Du einen Kopfschmerzkalender? Man zählt nämlich die Tage im Monat und jetzt haben wir den 22. 😉 Selbst wenn Du in diesem Monat ein bisschen über die 10 Tage kommen solltest, ist das auch kein Beinbruch. Schlechte Phasen gibt es immer wieder mal und ich persönlich habe schon lange aufgehört, dann von einem Status migraenosus zu sprechen. Ich benenne solche Phasen gar nicht mehr und nehme nur noch dann Kortison, wenn auch nach einer langen Phase nichts mehr wirkt und ich da nicht mehr rauskomme. Warte doch noch ein wenig ab, setze die Tipps von Johanna um und mach auch mal einiges mit Sedierung am Abend, oder auch am Wochenende, wenn wenig los ist.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    minou
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 19

    Liebe Johanna,
    Liebe Bettina,

    danke für Eure Hinweise und Ratschläge! Diese helfen mir weiter, nicht panisch zu reagieren, wenn die 10-Tagesgrenze immer näher rückt. Die lauert – jedenfalls für mich – manchmal wie ein wildes Tier hinter der Tür… 😉
    Ich habe es mit der 10-Tagesregel immer so gehandhabt, dass ich mir die letzten 30 Tage anschaue, also auch monatsübergreifend. So schaue ich heute, am 22.02., zurück bis auf den 23.01. Ich weiß, das ist vielleicht übertrieben genau. Nur dachte ich immer, dass mein Kopf keine formal abgegrenzten Monate, sondern nur die letzten 30 Tage kennt. Ich bin einfach zu genau, typisch für jemanden, der Migräne hat, oder?! ;))
    Zur Sedierung: Ich habe nur Vomex da. Eine Tablette bewirkt bei mir nicht viel. Wie viel könnte ich denn nehmen oder gibt es auch noch etwas ohne Rezept, was ich mir heute noch in der Apotheke holen könnte?
    Naproxen habe ich oft probiert, aber erstens wirkt das Allegro relativ lange bei mir (über 24 Stunden) und zweitens habe ich mit Naproxen keine Wirkverlängerung festgestellt. Leider.
    Ich verstehe nicht, warum der Februar so anstrengend ist? Im Dezember und Januar hatte ich nicht weniger Stress. Und es ging mir viel besser. Ich hatte schon das Cefaly und Migravent in Kombination „in Verdacht“, dass mir das super gut hilft, denn ich hatte Anfang Dezember damit gestartet. Entweder es war ein Trugschluss oder mein Körper hat sich daran gewöhnt und sieht das Ganze nicht mehr als Hilfe an. So schnell werden Hoffnungen wieder zerstört.
    Einen Migräneanfall auszuhalten, bedeutet für mich 3 komplette Tage Horrortrip. So ähnlich, wie wenn man 40 Grad Fieber hat. Brechen, Schüttelfrost, überhaupt nicht richtig anwesend, kaum Schlaf…es tut einfach sehr weh. Ich will das unbedingt vermeiden. Deswegen habe ich mich für 3 Tage krank gemeldet und hoffe, dass ich mit Ruhe nichts triggere. Wenn es allerdings ein hormoneller Auslöser ist, was will man da machen? Da hilft die ganze Ruhe nix.
    Naja, ich lass es jetzt einfach auf mich zukommen.

    Liebe Grüße, minou

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Liebe Minou,

    zu viel denken ist auch nicht immer gut. 😉 Man kann nicht immer einen Grund dafür finden, wenn man eine schlechte Phase hat. Also grüble nicht ewig darüber nach, es wird sich wohl einfach nicht ergründen lassen.

    Eine Attacken aushalten könntest Du mit sedierenden Mitteln versuchen, oder in einer schlimmen Dauerschmerzphase auch mal eine einmalige Einnahme von Kortison (Arzt dazu befragen!). Vomex kann bis zu einer Tageshöchstdosis von 400 mg eingenommen werdne, aber nur dann, wenn die Verträglichkeit da ist und man es schon gewöhnt ist. Mir reichen immer 50 mg, aber ich nehme es auch sehr selten ein. Alle anderen sedierenden Medikamente sind verschreibungspflichtig, aber vielleicht verschreibt Dir Dein Arzt für solche „Notfälle“ auch mal Diazpam oder Melperon.

    Die drei Tage in Ruhe tun Dir jetzt sicher gut, schnelle Besserung.

    Liebe Grüße
    Bettina

    guthase
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 18

    Guten Morgen liebe Headbooker,

    seit Montag habe ich Migräne, die gestern Abend an Schmerzstärke noch um einiges zugelegt hat. Da ich es geschafft habe mich mal krank zu melden, habe ich die ganze Woche auf Triptane verzichtet. Das wollte ich auch so beibehalten und habe mich heute morgen schweren Herzens entschlossen 100mg Prednisolon zu nehmen. Nun hat dies leider nicht vollständig angeschlagen und da ich hier im Forum gelesen habe, dass die Dosen auch höher sein können, frage ich Euch nun, ob ich gleich nochmal 100mg dazunehmen kann, oder ob das kontraproduktiv ist und ich besser morgen früh gleich 200mg einnehmen sollte?

    Liebe Grüße
    Guthase

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Liebe Guthase,

    Kortison ist kein Akutmittel und wirkt nicht so schnell, das kann schon bis morgen dauern. 100mg sind genug, bitte nicht erhöhen und evtl. morgen früh noch mal 100 mg nehmen. Hast du daran gedacht, Magenschutz, also Omeprazol, Pantoprazol o.ä. zu nehmen?

    Und heute unbedingt schonen und nicht die aufputschende Wirkung vom Kortison zum Hausputz nutzen, das ist sehr wichtig.
    Ich wünsch dir schnelle Besserung.

    Liebe Grüße,
    Julia

    guthase
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 18

    Liebe Julia,

    Danke für deine schnelle Antwort – das hilft mir sehr. Mir war gar nicht klar, dass das Kortison eine Weile braucht, bis es seine Wirkung entfaltet; das erklärt dann ja dann auch warum ich noch nicht so viel davon merke. Magenschutz habe ich dazugenommen, und liege ganz brav im Bett ?.
    Genieß das schöne Wetter heute…

    Liebe Grüße
    Guthase

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Gern geschehen 🙂 .
    Wenn du schon liegst, könntest du dir doch auch noch ein bisschen was Gutes tun und ein Mittel zum Dämpfen der übererregten Nerven, wie z.B. Dimenhydrinat (Vomex oder billiger Reisetabletten) nehmen. Auch heute abend wäre das zum Schlafen sehr sinnvoll.

    Danach solltest du aber unbedingt dein Wissen über Kortison und andere Möglichkeiten des Migränemanagments aufforsten, denn mit dem Kortison muss man sehr sparsam umgehen.

    Erstmal jetzt aber nur gute Besserung und einen erträglichen Kopf,
    Julia

    Hier regnet es und ist extrem schwül, nix mit schönes Wetter 🙁

    guthase
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 18

    Hallo Julia,

    das Kortision hat mich gut unterstützt; ich bin zwar noch nicht total schmerzfrei, aber es ist um Längen besser als letzte Woche. Mit Kortison habe ich bis dato nur in Kiel Erfahrung gemacht; während der Medikamentenpause und auch mal um einen schweren Anfall zu stoppen. Deswegen dachte ich, es müsste sofort helfen. Ich habe einen Heidenrespekt vor dem Zeug und die Packung lag 2 Jahre in der Schublade, aber letzte Woche habe ich einfach mal den Mut gefasst. Jetzt schleiche ich es zu je 20mg aus und hoffe, dass ich vom Wiederkehrkopfschmerz verschont bleibe. Leider hat mich diesmal mein heißgeliebtes Vomex gar nicht gut unterstützt. Ich kann damit oft eine Migräne kupieren; leider schießt es mich auch immer ziemlich ab, so dass diese Option nur Abends oder am Wochenende geht. Aber letzte Woche wollte es sowas von gar nicht wirken; leider auch nicht sedieren. Ich sollte mir von meiner Neurologin für solche Fälle wohl mal ein Neuroleptika o.ä. verschreiben lassen. Dann habe ich alles im Haus und kann beim nächsten bösen Status migraenosus darauf zurückgreifen (ich sollte mir die Liste von Bettina vllt nochmal anschauen: Notfallapotheke). Danke nochmal für deine hilfreichen Tipps.

    Liebe Grüße
    guthase

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Liebe Guthase,

    wenn du die Kortisontabletten seit 2 Jahren unberührt im Schrank hattest, ist ja im Moment alles im grünen Bereich. Aber bitte tatsächlich mal über die Behandlung mit Kortison schlau machen, denn nicht jeder Status muss und sollte mit Kortison beendet werden. Und Statusbeendigung und Medipause wegen MÜK sind 2 ganz unterschiedliche Vorgehensweisen.

    Dir weiter alles Gute und einen lieben Kopf,
    Julia

    guthase
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 18

    Okay, das werde ich machen 🙂

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