Bericht über erfolgte ONS-OP (Uschi)

Ansicht von 30 Beiträgen - 1 bis 30 (von insgesamt 42)
  • Autor
    Beiträge
  • Uschi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 23

    Hallo,

    mir wurde am 10.1.2013 in der Uniklinik Kiel der Schrittmacher implantiert. Zur Nachsorge wurde ich in die Schmerzklinik verlegt und dort (wie immer) wunderbar betreut. Schon am Tag der OP war ich mobil, klar nicht wie sonst, aber ich konnte alleine das Bad aufsuchen und habe mich recht gut gefühlt. Die drei Schnitte am Gesäß (Schrittmacher), Schulter (um eine Schlaufe für das Kabel, dass zum Nacken geführt wird zu legen) und am Hinterkopf (für die Elektoden) verursachen einen Wundschmerz, der täglich nachlässt, also nichts Aufregendes. Mein Tipp jedoch: Schon im Vorfeld eine Kissenlösung suchen, die nicht auf den Nacken drückt.

    Am Tag nach der OP erfolgte durch eine Mitarbeiterin der Firma, die den Schrittmacher vertreibt, eine Einweisung in das Gerät, so dass ich die Stimulation der Nerven selbst regeln kann. Eine Nachjustierung erfolgte nach Absprache mit der Mitarbeiterin der ”Schrittmacherfirma” heute in den Räumen meiner Hausärztin.
    Die Stimulation muss man sich so vorstellen, dass es im Hinterkopf kribbelt. Die Stärke des Kribbelns kann man selbst regulieren und ich empfinde diese Stimulation als nicht störend. Man kann das Gerät bei Bedarf oder dauernd nutzten. Ich habe bisher eine Dauerstimulation vorgenommen und empfinde das als für mich richtig.
    Nun das Wichtigste: Letzte Woche hatte ich 3x Migräne, ich habe die Stimulation erhöht und konnte so ohne Triptane gut den Tag meistern. Man soll den Tag ja nicht vor dem Abend loben, aber für mich lässt sich dieses Verfahren hoffnungsvoll an.

    Viele Grüße
    Uschi

    Ostseefisch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 17

    Hallo Uschi, danke für deinen Bericht-habe das gleiche vor. Nächste Woche habe ich in der Neurochirurgie das Vorgespräch u. dann erhalte ich den OP Termin. Wie lange warst du im Krankenhaus ? Du warst ja erst in der Uniklinik u. dann zur Nachsorge in der Schmerzklinik-ist das der normale Weg ? Mir wurde etwas von insgesamt 3 Tagen Krankenhaus gesagt, wenn alles gut läuft ?! Sind die Wundschmerzen zu ertragen ? Und wie hast du das Kissenproblem gelöst ? Wäre lieb, wenn du antworten würdest…

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27785

    Herzlich willkommen, liebe Uschi und liebe Ostseefisch. 🙂

    Liebe Uschi, ich danke Dir sehr für Deinen Bericht, der anderen Mut machen kann. Ich wünsche Dir von Herzen, dass der gute Erfolg anhält und sich sogar noch steigern lässt. Es ist zu erwarten, dass sich auch die Attackenzahl senken wird.

    Liebe Ostseefisch, wo wirst Du die Implantation machen lassen? Uschi nimmt wahrscheinlich an der Studie der Schmerzklinik Kiel teil und hatte sich daher nach der Implantation wieder aufnehmen lassen.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg und gutes Gelingen! 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Happy
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1826

    Liebe Uschi,

    danke für Deinen Bericht. Ich habe eine Frage dazu.

    Wie kann ich mir die Stimmulierung und die Regulierung dieser vorstellen. Fummelst Du dann an dem Implatat am Po herum 😮
    oder von wo aus wird das gehandhabt?

    Und spürst Du das Gerät beim Sitzen, sieht man es überhaupt?

    Sind vielleicht etwas ungewöhnliche Fragen, aber sie beschäftigt mich schon länger.

    Liebe Grüße
    Christiane

    Ostseefisch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 17

    Hallo Bettina,

    ich bin über die Schmerzklinik Kiel (Herrn Dr.Heinze) zu der ONS gekommen u.habe mich auch für die Implantation in Kiel entschieden, obwohl Lübeck für mich noch näher ist, aber wie schon erwähnt findet die OP dort ja nach wie vor in 2 Schritten statt. Ob ich dann automatisch an der Studie teilnehme-ich denke schon. Aber trotzdem weiß ich noch nicht ob es nach der OP in der Uni Kiel dann wieder in die Schmerzklinik geht (wie bei Uschi) ? Hatte also schon das Vorgespräch u. somit die Empfehlung von der Schmerzklinik, dort wurde auch der Termin mit den Neurochirurgen in Kiel vermittelt. Dieses 2. Vorgespräch habe ich jetzt am 28.01.Aber nach wie vor interessiert mich wie lange man im Krankenhaus bleiben muss, aber das erfahre ich vielleicht ja noch von Uschi-auch wenn es bei jedem anders ist oder halt am 28.01.

    Liebe Grüße
    Ostseefisch

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27785

    Liebe Ostseefisch,

    ich denke, man wird Dich noch bitten, an der Studie teilzunehmen. Für Dich hat es den Vorteil, dass die Überwachung und Betreuung engmaschiger ist von Ärzten, die bereits erfahren mit der Methode sind.

    Auch ich würde für mich die Implantation während einer OP unbedingt bevorzugen. Die Liegedauer hängt wohl, wie immer, vom DRG ab, wahrscheinlich sind es 3 Tage. Wie lange es bei Dir ist, wirst Du beim nächsten Gespräch am 28.1. sicher erfahren. Vergiss halt nicht, danach zu fragen. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Miggy
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 474

    Hallo @uschi,

    ich bin gerade in Kiel und hab morgen früh einen Termin in der Uniklinik wegen ONS. Hast du einen Tipp, wo man am besten parken kann, um zur Neurochirurgie zu kommen? – Ich denke das Parkhaus Feldstr./ Arnold-Heller-str., oder?

    Herzliche Grüße von Miggy

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7421

    Hallo Miggy,

    am Neurozentrum gibt es ein Parkhaus.

    Alles Gute für morgen und liebe Grüße
    Julia

    Miggy
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 474

    Danke Julia,

    bin vorhin die Strecke schon mal abgefahren, zum Glück, ist für ne Kleinstädterin etwas verzwickt. Aber Google sei dank hab ich jetzt die richtige Adresse fürs NAVI.

    Herzliche Grüße

    Miggy

    Hartmut Göbel
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 459

    Die Implantation des Stimulators folgt in der Regel folgenden zeitlichen Ablauf:
    Tag 1: Aufnahme am Vorabend
    Tag 2: Implantation
    Tag 3: Ersteinstellung der Stimulationsparameter
    Tag 4: Entlassung am Vormittag

    In der Regel erfolgt dann anschließend die Feinstellung des Stimulators in der Schmerzklinik.
    Tag 1: Aufnahme nach Entlassung Neurochirurgie
    Tag 2: Feineinstellung der Stimulationsparameter
    Tag 3: Entlassung

    Uschi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 23

    Hallo zusammen,

    ich habe nicht mit so vielen Reaktionen gerechnet, deshalb habe ich mich erst heute wieder eingeloggt.

    Lieber Ostseefisch,
    ich wurde am Mittwoch vormittags in der Uniklinik Kiel aufgenommen, an dem Tag erfolgten die OP-Vorbereitungen. Am Donnerstag wurde ich morgens operiert.
    Hier noch ein Tipp, da ich nach einer Narkose mit Migräne reagiere, habe ich mit dem Anästhesisten abgesprochen, dass er darauf Rücksicht nehmen soll und er hat eine zusätzliche Gabe gegen Übelkeit gespritzt, auf jeden Fall ging es mir nach der OP vom Kopf her gut. Freitag (Tag 3 wie von Prof. Göbel auch o.a.) erfolgte die Einstellung des Geräts durch eine Mitarbeiterin der Firma, die die Schrittmacher vertreibt. Die Einweisung war kompetent und ich habe auch Telefonnummern bekommen, die ich anrufen kann, wenn ich Fragen habe. Am Freitag wurde mir, wie am Samstag und Sonntag, ein Antibiotikum gegeben. Am Samstag (Tag 4) wäre ich zu gerne in die Schmerzklinik gegangen, mir wurde jedoch gesagt, dass ich wegen der Antibiotikumgaben bis Sonntag bleiben soll. Am Sonntag gegen 15:00 Uhr gefolgte die Verlegung per Taxi in die Schmerzklinik, dort bin ich bis Mittwoch früh geblieben.

    Wenn ich diese OP wieder vor mir hätte, würde ich sofort klären, dass ich am 4. Tag am Vormittag die Uniklinik verlassen kann, am letzten Tag ist tatsächlich nichts passiert und ein Antibiotikum bekam ich am Sonntag auch nicht mehr intravenös.
    Der anschließende Aufenthalt in der Schmerzklinik war mit Prof. Göbel abgesprochen und ich halte ihn auch für sinnvoll. Dort wurde ich z.B. vernünftig über den Gebrauch von Schmerzmitteln gegen den Wundschmerz aufgeklärt, ich hatte ein gewaltiges Hämatom mitgebracht, das versorgt wurde, ich konnte alle Fragen stellen, die aufgetreten sind (und sie wurden auch vernünftig beantwortet), ich habe mit Dr. Heinze (der am Sonntag meinetwegen extra in die Klinik kam) ein langes Gespräch zu der Studie, in die ich eingebunden bin, geführt u.s.w.. In der Uniklinik wurde zwar die OP durchgeführt, aber die Versorgung fand ich persönlich nicht optimal, vor allem, da ich durch die Schmerzklinik weiß, wie es auch gehen kann.
    Die Wundschmerzen sind zu ertragen, es ist jedoch zu empfehlen ein Schmerzmittel zu nehmen, das ist auch für uns als Migränepatienten o.k.. Ich war mir zuerst unsicher und es wurde mir in der Uniklinik nicht täglich angeboten. Im Nachgang würde ich die ersten Tage (mind. eine Woche, max. 14 Tage) täglich ein Schmerzmittel zur Nacht nehmen, denn es liegt sich zuerst doch nicht so gut auf den Wunden.
    Zum Kissenproblem: eine Freundin hat mir ein rundes Kissen, das in Mitte ein Loch hat, geliehen. Das ging, war aber nicht wirklich gut. Ich habe ein ganz weiches Kissen als am angenehmsten empfunden. Trotzdem ist es schon störend. Schlafen funktioniert am besten, wenn man den Kopf zur Seite legt, also nicht direkt auf dem Hinterkopf schläft.
    Das alles ist aber für einen Migränepatienten nicht so schlimm, wir müssen ganz andere Schmerzen aushalten, wir können mit diesen zeitlich begrenzten Unannehmlichkeiten umgehen.

    Liebe Happy,
    über deine Frage musste ich tatsächlich schmunzeln, aber ganz so schlimm ist es nicht. Man hat eine „Fernsteuerung“ die mit einem untertassengroßen flachen Teil verbunden ist. Man stellt die „Fernsteuerung“ an, hält das flache Teil an die Stelle, an der das Implantat sitzt (das geht durch Jeans und Pullover, du musst das also nicht Verborgenen machen) und dann reguliert man die Stärke der Stimulation. Das ist ganz einfach und geht schnell und ich verändere die Stärke ja nur, wenn ich meinen Kopf spüre.
    Beim Sitzen merke ich das Gerät nicht.

    Noch in eigener Sache, vor 3 Tagen hatte ich eine starke Migräne und musste auch ein Triptan nehmen, vor 2 Tagen konnte ich auf das Schmerzmittel verzichten und hatte nachmittags noch Besuch, das habe ich dank der Stimulation gut bewältigt.
    Ich merke, dass es bisher deutlich besser geht, aber es ist nicht so, dass die Migräne weg ist. Das wurde mir auch ausdrücklich im Vorfeld gesagt, aber weniger Schmerz ist schon eine tolle Erfahrung und ich bin auch psychisch dadurch besser drauf.
    Also, ich würde die OP wieder machen lassen.

    Euch allen liebe Grüße
    Uschi

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27785

    Liebe Uschi,

    Du brauchst Dich über das Interesse nicht zu wundern, denn das Thema ist brandaktuell und interessiert jeden schwer Betroffenen. 🙂

    Sehr schön, dass es Dir besser gehst und Du Deine Entscheidung nicht bereut hast.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Ostseefisch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 17

    Liebe Uschi, ganz lieben Dank für deinen erneuten ausführlichen Bericht ! Werde also am Montag beim Vorgespräch gleich versuchen, das ich am 4. Tag (wenn alles gut läuft) verlegt werde. Aber ob sie sich darauf einlassen ?! Tendiere auch dazu das Implantat über dem Gesäß einsetzen zu lassen u. nicht im Bauchbereich, wobei ich nicht weiß ob die Handhabung, wenn man die Stärke verstellen will bzw. muss, vorne am Bauch nicht besser wäre…Werde mir ein möglichst weiches Kissen mitbringen. Mit wievielen hast du ein Zimmer in der Neurochirugie gehabt ? Und zum Abschluss noch eine ganz praktische Frage, wie lange darf man sich eigentlich nach dieser OP nicht die Haare waschen ?
    Vielen Dank nochmals
    Liebe Grüße
    Ostseefisch

    Happy
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1826

    Liebe Uschi,

    vielen Dank für Deine wieder ausführliche Berichtserstattung. Danke auch, dass Du – trotz Schmunzeln – meine Frage ernst genommen hast. Nun kann ich mir das vorstellen. Vorher dachte ich echt, ob man das Ding eigentlich sehen kann unter der Haut und wie wird da herumgefummelt. Ich stelle mir so etwas immer ziemlich genau bildlich vor, so dass mich das wirklich interessiert hatte.

    Eine Fernbedienung macht natürlich Sinn. Ich frage mich nur, warum man den Stimmulator nicht gleich direkt mit der Fernbedienung einstellen kann. Warum muss da noch ein weiteres Gerät mit Leitungen verbunden an einer anderen Körperstelle eingepflanzt werden. Hm, Fragen über Fragen….

    Das mit dem Haarewaschen finde ich übrigens auch eine interessante Frage.

    Ansonsten liest sich Dein Bericht wirklich sehr gut und macht Hoffnung. Auch stelle ich mir das nun wesentlich harmloser vor als zuvor.

    Ich wünsche Dir weiterhin noch viel Erfolg mit Deiner Behandlung und bin gespannt auf Deine weiteren Berichte.

    Liebe Grüße
    Christiane

    Miggy
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 474

    Liebe Uschi,

    ich habe terminlich genau das gleiche Setting an der UNI- und dann Schmerzklinik vor mir, wie du es hattest. Dein Bericht ist mir eine suuuper Hilfe. Ich werde auf jeden Fall den Samstag als Entlassungstermin ansteuern. Ein Bett in der Schmerzklinik ist schon reserviert. Auch deine Tipps zur Anästhesie und den Wundschmerzen werde ich befolgen.

    Hat dich die Wunde beim „Umzug“ sehr behindert? Hattest du schon ein paar Sachen in der Schmerzklinik deponiert. Ich will da mein Auto parken und mit Taxi in die Uniklinik fahren und entsprechend zurück.

    Ganz gut Besserung wünsche ich dir und guten Erfolg.

    Herzliche Grüße

    Miggy

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27785

    Liebe Miggy,

    Du weißt, dass die Taxifahrten zwischen den Kliniken von der Kasse übernommen werden?! Also Belege geben lassen und dann einreichen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Uschi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 23

    Ihr Lieben,

    jetzt habe ich eine Stunde geschrieben und alles ist weg!!!
    Also eine erneute Zusammenfassung in Kurzform (schade).

    Haarewaschen: Kompletter Kopf nach dem Fädenziehen, also 10-11 Tage, aber…. legt ein Gästehandtuch auf die Narbe, haltet die Stelle schön trocken und wascht nur den Vorderkopf (geht gut). Duschen ist ähnlich kompliziert. Ganz vorsichtig nach 6 Tagen und sofort das Pflaster wechseln (in der Schmerzklinik dieses ansprechen, da werdet ihr dann professionell verpflastert).
    Waschlappen nicht vergessen! Für die Uniklinik auch Handtücher mitnehmen.
    Zum Gepäck: In der Uniklinik braucht ihr nur ein Nachthemd, einen Jogginganzug, Hausschuhe und T-Shirts. Ich habe nur ein kleines Köfferchen mitgenommen und bin mit dem Gepäck dann in die Schmerzklinik- nicht schön, aber es ging. Mit einem großer Koffer ist man der Uniklinik ja aufgeschmissen, außerdem darf man nach der OP nicht schwer tragen. Ich habe dann tatsächlich Socken im Handwaschbecken mit Duschgel gewaschen, ihr merkt, ich bin an dieser Stelle keine große Hilfe. Vielleicht kann man ja in der Schmerzklinik eine zusätzliche Tasche deponieren, eine Anfrage lohnt sich.
    Der Transport mit dem Taxi von der Uniklinik zur Schmerzklinik lief problemlos, beim Sitzen tut auch nichts weh (nur beim Liegen, aber das Thema hatten wir ja schon).

    Zu den Haaren noch was, ich habe eine Kurzhaarfrisur und man sah die Lücke am Hinterkopf deutlich. Ich habe die Haare links und rechts vom OP-Schnitt zu Hause auch ganz kurz schneiden lassen, so dass jetzt nach 2 Wochen mein Nackenhaar zwar sehr kurz, aber nicht unansehnlich ist.

    Implantat vorne oder hinten ist wohl Geschmacksache. Ich habe am Po mehr Speck zum Abpolstern als am Bauch. Außerdem (nicht lachen!!) ist das Implantat 7- fingerbreit von der Pofalte entfernt, so dass ich da bequem rankomme (auch noch in 20 Jahren). Man sollte nur auf die Seite achten, als Rechtshänder bietet sich die rechte Seite an.

    Zur Frage der Zimmerbelegung in der Uniklinik kann ich nichts sagen, aufgrund meiner Zusatzversicherung lag ich erst im 2-Bett- dann im Einbettzimmer (trotzdem würde ich in jedem Fall so schnell wie möglich die Verlegung anpeilen).

    Bettinas Tipp ist gut, lasst euch einen Taxischein von der Uniklinik geben, 5€ müsst ihr dann zuzahlen. Die Taxifahrt kostet zwischen 13,50 und 14€.
    Auch wenn ich jetzt vielleicht nicht alles beantwortet habe, ich gehe jetzt ins Bett.

    Euch alles Liebe und Gute
    Uschi

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27785

    Danke für die für viele wichtigen Informationen, liebe Uschi. 🙂

    Jetzt möchte ich aber doch interessiert nachfragen, wieso sich für einen Rechtshänder die rechte Seite anbietet? 😉 Gefühlsmäßig würde ich jetzt genau umgekehrt tippen. 🙂

    So ärgerlich, dass der lange Beitrag weg ist. Bei so langen Beiträgen speichere ich immer ganz gerne sicherheitshalber in den Zwischenspeicher ab. Aber der jetzige Bericht ist ja auch sehr lang und ausführlich.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Uschi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 23

    Liebe Bettina,

    wie kann ich denn hier im Zwischenspeicher speichern? Ich gehe zur Antwort in das Feld „Antwort hinzufügen“ und sende meinen Beitrag mit „Antwort verfassen“ ab. Mehr habe ich nicht herausgefunden.

    Zu deiner Frage wegen der rechten Seite: Mit der rechten Hand muss ich doch einfach nur nach hinten fassen. Würde ich das Implantat links haben, müsste ich mit der rechten Hand über die rechte Pohälfte, die Pofalte und die Hälfte der linken Pobacke greifen, das ist fast schon akrobatisch, wenn man nicht sehr gelenkig ist. Wenn ich mit der rechten Hand über die linke Vorderseite meines Körpers zur linken Pobacke gehe, reicht die Länge meines Arms nicht. Probiere das mal ganz praktisch aus, vielleicht empfindet das auch jeder anders.

    Noch ein Tipp an alle: Lasst euch für den Schrittmacher auch einen Ausweis in Englisch geben, damit ihr bei Auslandsflügen keine Probleme bekommt. Dr. Heinze hat für mich eine solches Exemplar ausgedruckt und ich habe es dann laminieren lassen.

    Liebe Grüße
    Uschi

    Ostseefisch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 17

    Hallo Uschi, du bist ein Schatz-erneut ein Dankeschön von mir für deinen Bericht !

    Hatte ja heute meinen Termin in der Neurochirurgie Kiel zur Vorbesprechung. Erhalte in den nächsten Tagen meinen OP-Termin-erst meinte die Ärztin innerhalb der nächsten 8 Wochen u.dann meinte sie aber , das es in den nächsten 2 Wochen wohl soweit sein wird. Zum Thema Haarewaschen meinte sie auch, das man ab dem 3. Tag (mit Hilfe) sich die Haare im vorderen Bereich waschen könnte. Allerdings tun sie sich (bei mir) schwer mit der Überstellung in die Schmerzklinik. Von ihnen ist es jetzt so geplant, das ich an Tag 3 evtl. abends oder am 4. Tag direkt nach Hause gehen soll. Eine erneute Veränderung der Einstellung bzw. Feineinstellung soll aus ihrer Sicht erst nach ca.4 Wochen erfolgen. Die Einstellung, die man am Tag nach der OP u.gegebenenfalls erneut kurz vor der Entlassung erhält wäre ausreichend u.man soll nicht soviel an der Einstellung verändern. Sie räumte aber auch ein, das in nächster Zeit noch Gespräche folgen, ob man die Patienten am 4. Tag in die Schmerzklinik überstellt oder nicht-bei Uschi u. Miggy war bzw.ist es ja so. Wie es dann bei mir sein wird, das erfahre ich wenn ich meinen OP-Termin erhalte….

    So, das war es was ich von meinem heutigen Tage berichten kann.

    Liebe Grüße an alles Interessierten
    Ostseefisch

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27785

    Liebe Uschi,

    ich würde als Rechtshänder das Implantat lieber links haben wollen. Mit der linken Hand kann ich doch locker das Pad an die Stelle halten und mit der rechten Hand bearbeite ich die Fernbedienung. So hatte ich mir das gedacht. 😉 Aber ich denke, dass diese Art von Handlung mit rechts und mit links locker zu bewältigen wäre. 🙂

    Danke für Deine guten Tipps und Dein Engagement hier in dieser Gruppe. Du bist eine große Hilfe mit Deinen Erfahrungen!

    Liebe Ostseefisch,

    bin gespannt, wie das dann letztendlich laufen wird bei Dir. Diese Zusammenarbeit ist noch ganz neu, sodass sich da sicher noch die eine oder andere Änderung ergeben kann. Letztendlich wird es so gehandhabt, wie es für den Patienten am besten ist und am meisten Sinn macht.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Uschi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 23

    Liebe Bettina,

    jetzt habe ich verstanden, warum du das Implantat lieber auf der linken Seite hättest. Deine Argumentation ist für mich einleuchtend, aber rechts ist es auch o.k.
    Kannst du mir bitte noch einen Tipp geben, wie ich hier zwischenspeichere?

    Lieber Ostseefisch,
    bei mir wurde ja am Tag nach der OP die erste Einstellung vorgenommen (Freitag), am folgenden Mittwoch sollte die zweite Einstellung in der Schmerzklinik erfolgen, sie konnte aber nicht stattfinden. Die Dame von der „Schrittmacherfirma“kam dann nach Absprache am Montag (also knapp 1 1/2 Wochen nach der OP) zur Feinabstimmung in die Praxis meiner Hausärztin. Ich kann die Argumentation der Klinik, dass die zweite Einstellung erst nach 4 Wochen erfolgen sollte auch verstehen, die Schwellungen sind dann vollständig weg und die Wirkung der Impulse wird nicht beeinträchtigt. Wenn du jedoch nach z.B. 2 Wochen merkst, dass du mit der Stimulation nicht mehr zufrieden bist, kannst du jederzeit die Kontaktperson bei der „Schrittmacherfirma“ anrufen, die sind nach meiner Erfahrung gut, zuverlässig und lassen einen nicht alleine. Wichtig ist nur, dass du dir die Bedienungsanleitung gründlich durchliest, jedenfalls ich musste manches mehrmals nachlesen und ausprobieren.

    Und noch etwas, ich hatte ein riesiges Hämatom, wenn das bei dir auch so sein sollte, dann lass dir im Krankenhaus eine entsprechende Salbe geben. Ich habe dagegen auch in der Schmerzklinik Traumel (Schreibweise ist m.E. nicht ganz richtig) bekommen. Jetzt schmiere ich noch Bepanthen Wundsalbe auf die Narbe am Po, da der Schorf dort noch nicht komplett abgefallen ist.

    Ich drücke dir die Daumen, dass du ganz schnell einen Termin bekommst!

    Liebe Grüße
    Uschi

    Anonym
    Beitragsanzahl: 1356

    Hallo Uschi,

    zum Speichern: den Text markieren und kopieren, so bleibt er gespeichert. sollte dann was schief gehen, kann man ihn einfach einfügen (jeweils mit der re. Maustaste o. entsprechender Tastenkombination).

    Gegen Hämatome hilft neben Traumeel auch Salbe mit Heparin.

    Liebe Grüße

    Monika

    Miggy
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 474

    Welches Schmerzmittel nützt gegen den Wundschmerz und zählt nicht zur 10er Regel?

    LG Miggy

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27785

    Liebe Uschi,

    habe Deine Frage übersehen. Kommst Du klar? Ich erkläre nochmal das Copy & Paste. Du markerist einen Text, klickst dann auf Strg und gleichzeitig C, dann ist der Text in Deinem persönlichen Zwischenspeicher sozusagen gesichert. Dann gehst Du an die Stelle, an die Du einsetzen willst und klickst Strg und gleichzeitig V und der Text ist da, wo er hin soll.

    Wenn Du hier einen langen Beitrag schreibst, dann speichere ihn einfach mit Strg + C ab. Sollte er verloren gehen, kannst Du ihn mit Strg + V wiederherstellen.

    Liebe Miggy,

    leider zählt jedes Schmerzmittel in die Regel. Mit Arcoxia ist man wahrscheinlich noch am besten bedient, da man damit nicht so leicht in einen MÜK kommt. Aber vielleicht brauchst Du eh gar kein Schmerzmittel. Es sind nur oberflächliche kleine Wunden, Du hast keinen einzigen Muskelschnitt.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Uschi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 23

    Liebe Monika,
    liebe Bettina,
    vielen Dank für eure technische Unterstützung.

    Liebe Miggy,
    ich habe Aroxia 90 mg genommen und es hat geholfen, in der Schmerzklinik wurde mir gesagt, dass das wohl am günstigsten sei und ich es nach der OP nehmen könne, aber Bettina hat natürlich Recht, jedes Schmerzmittel zählt und vielleicht brauchst du keins. Ich habe es ca. eine Woche genommen, da ich beim Liegen schon einen unangenehmen Wundschmerz hatte, der mein Schlafen (ohne Schmerzmittel) beeinträchtigt hat. Aber bei dir kann das ja anders sein. Eine Alternative könnte ein Schlafmittel sein.
    So jetzt verabschiede ich mich für die nächsten Tage, da ich mit einer Freundin in ein Wellnesshotel fahre. Leider darf ich noch nicht in den Whirlpool und schwimmen soll ich nach Aussage meiner Hausärztin auch noch nicht, da meine Narbe am Po noch nicht komplett abgeheilt ist. Trotzdem wird es bestimmt nett, drückt mir die Daumen, dass der Kopf mitspielt.

    Liebe Grüße
    Uschi

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Liebe Uschi,

    Wellnesshotelhotel hört sich gut an! 🙂 Hast du Dir verdient . 😉

    Und klar sind die Daumen für einen guten Kopf gedrückt.

    Enjoy!!! 🙂

    liebe Grüße
    Ulrike

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27785

    Liebe Uschi,

    klar sind die Daumen gedrückt, denn das hast Du Dir jetzt so richtig verdient. Genieß die Tage! Vielleicht kannst Du mit Duschpflaster ein bisschen im Pool plantschen? Whirlpool ist natürlich nicht geeignet. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Uschi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 23

    4 Wochen nach der ONS-OP

    Mir geht es besser als vor der OP, ich habe in den letzten 4 Wochen an drei Tagen ein Triptan genommen, in diesem Zeitraum lag ich sonst zwischen 10 und 12 Triptanen. Allerdings fiel in die erste Woche nach der OP noch die Nutzung von Schmerzmitteln gegen den Wundschmerz.
    Meine Migränehäufigkeit erscheint mir gleich, allerdings kann ich in der Regel gut damit umgehen und bin auch in der Lage, meine Alltagsgeschäfte ohne große Einschränkungen zu verrichten. Dies sind gute, neue Erfahrungen.
    An den”Triptantagen” war ich auch niedergeschlagen, an diesen Schmerztagen sollte ich versuchen einfach für die Reduzierung der Ausfalltage dankbar zu sein.
    Die Narben sehen ganz gut aus, der Schorf ist abgefallen, am Gesäß ist noch eine leichte Schwellung, auch am Hinterkopf befindet sich eine kleine Beule.
    Ich bekomme jetzt Lymphdrainagen und gehe davon aus, das die Schwellungen schneller verschwinden.
    Beim Liegen merke ich die Narbe am PO kaum noch, am Kopf schon eher, zum einen weil ich auf der Beule liege und sich das Kribbeln durch die Elektroden beim Druck auf das Kopfkissen und beim Bewegen des Kopfes verändert.
    Das Kribbeln, das ich dauernd merke, stört mich nicht, allerdings habe ich manchmal das Gefühl, das die Sehnen im Nackenbereich straff angespannt sind. Trotzdem ist es wichtig den Kopf nicht in Schonhaltung zu halten, da die Elektroden sonst in dieser Position anwachsen würden.
    Massagen im Nackenbereich sollen während der ersten 6-8 Wochen nicht vorgenommen werden, da das Einwachsen der Verkabelung und der Elektroden sonst gefährdet ist (Auskunft eines Medizintechnikers).

    Herzliche Grüße
    für heute
    Uschi

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27785

    Liebe Uschi,

    danke fürs Umsetzen. 🙂 Es hört sich nach einem guten Verlauf an. Freut mich auch, dass die Narben gut abheilen. Die Schwellungen können noch eine Zeitlang erhalten bleiben, bis sie dann endlich abgebaut sind.

    Gut ist Dein Hinweis, eine Schonhaltung zu vermeiden!

    Alles Gute weiterhin und danke für Deine Feedbacks.

    Liebe Grüße
    Bettina

Ansicht von 30 Beiträgen - 1 bis 30 (von insgesamt 42)

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.