ONS – Kostenübernahme

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  • Minervaminor
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    Beitragsanzahl: 69

    Liebe Mitglieder von headbook.me,

    da einige von Euch schon Erfahrungen mit der ONS sammeln konnten, wollte ich fragen, wie es bei Euch mit der Kostenübernahme durch die private Krankenkasse/Beihilfe ausgesehen hat. Mir wurde bei meinem letzten Termin in der Schmerzklinik Kiel der Eingriff nahegelegt. Nun wurde aber die Kostenübernahme durch die Beihilfe abgelehnt, da es sich um ein Forschungsprojekt und nicht um eine wissenschaftlich anerkannte Methode handeln würde. Hat jemand ähnliche Erfahrunge gemacht?

    Herzliche Grüsse,

    Minervaminor

    Hartmut Göbel
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 459

    Die Neuromodulation ist für die Behandlung der therapierefraktären chronischen Migräne in Deutschland zugelassen. Der Fallpauschalen-Katalog hat die Prozedur der Neuromodulation 5-059.c1 in Verbindung mit der chronischen Migräne ICD G43.3 bereits aufgenommen. Auch das National Institute for Health and Care Excellence (NICE) hat das Verfahren positiv bewertet: http://guidance.nice.org.uk/IPG452

    Therapierefraktäre chronische Migräne ist nach der Zulassung definiert als eine Kopfschmerzerkrankung, die mindestens vier Stunden täglich an mindestens 15 Tagen im Monat auftritt, mindestens eine mittelschwere Beeinträchtigung verursacht und auf mindestens drei prophylaktische Medikamente nicht anspricht. Die Indikation stellen die behandelnden spezialisierten Ärzte. Es handelt sich bei der Anwendung nicht um eine Studie, sondern um eine Behandlung im Rahmen der zugelassenen Indikation. Voraussetzung ist der Einsatz in spezialisierten und zertifizierten Zentren. Möglicherweise ist der aktuelle Stand Ihrer Behilfestelle nicht bekannt. Die Berechnung erfolgt durch die Universitätsklinik, die Sie auch zu zur Abrechnung informieren wird. Eine Beantragung der Kostenübernahme bei zugelassenen Verfahren ist nicht vorgesehen.

    Gleichwohl ist dieses Verfahren sehr jung und wird in Deutschland nach der Zulassung seit 2012 eingesetzt. Langzeitdaten zum Einsatz werden daher begleitend erhoben. Wissenschaftlich wird der Langzeitverlauf bei den behandelnden Patienten eingehend beobachtet. Dazu gehört auch die individuelle Nachprogrammierung der Stimulationsparameter, um die Behandlungsergebnisse zu optimieren. Langzeitstudien sind wissenschaftlich etablierte und erforderliche Maßnahmen, die die Versorgung auch bei bereits bestehender Zulassung optimieren sollen. Sie haben jedoch keinen Einfluss hinsichtlich des Leistungsanspruches von Patientinnen und Patienten.

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4562

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    herzlichen Dank für diese wichtige Information.

    Dieses Wissen ist eine große Erleichterung, für all diejenigen, die sich auf den Weg gemacht haben, ihre Migräne mit dem ONS Verfahren zu therapieren.

    Denn genau wie im Vorbeitrag geschrieben, werden durch Unwissenheit
    Steine in den Weg gelegt.

    Lieber Gruß
    Sternchen

    Minervaminor
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 69

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel, liebes Sternchen,

    vielen Dank für die Informationen.

    Liebe Grüsse und noch schöne Feiertage,

    Minervaminor

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Lieber Minervaminor,

    Prof. Göbels Informationen kannst Du dem Sachbearbeiter vorlegen. Manchmal dauert es, bis solche Informationen überall durchsickern und abgelehnt ist schnell mal.

    Lass nicht locker, denn das Recht ist auf Deiner Seite!

    Liebe Grüße
    Bettina

    Minervaminor
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 69

    Liebe Bettina,

    vielen Dank für Deine aufmunternden Worte.
    Es werden einem immer Steine in den Weg gelegt. Du hast wahrscheinlich recht – Ablehnung ist der einfachste und schnellste Weg für die Beihilfe / Krankenkasse.

    Liebe Grüsse und schöne Feiertage,

    Minervaminor

    Hartmut Göbel
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 459
    Minervaminor
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 69

    Liebe Mitglieder von headbook,

    von der privaten Krankenkasse habe ich nun Bescheid bekommen, dass die Kosten übernommen werden. Darüber bin ich sehr froh. Leider habe ich seit Wochen nichts mehr von der Beihilfe gehört. Ich habe dort schon mehrmals angerufen und werde immer wieder damit vertröstet, dass mein Fall von einem Gutachter bearbeitet werden würde. Mein OP-Termin ist schon Ende Juli und ich habe inzwischen große Angst, dass die Beihilfe bis dahin nicht mehr einlenken könnte. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Liebe Grüße,

    Minervaminor

    Miggy
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 474

    Liebe Minervaminor,

    ich hab es bei der Beihilfe (Niedersachsen) einfach eingereicht und die haben gezahlt. Meine beiden Schmerzklinikaufenthalte wurden auch bezahlt. Es kann mal sein, dass man kleinere Abzüge hat, wenn die Klinik über der Vergleichsklinik (meist Unikliniken) liegt. Bei mir ist es so, dass ich von der Beihilfe keine Genehmigung benötige, nur bei Rehaaufenthalten, das geht dann über den Amtsarzt.

    Ich habe für die ONS alles wieder bekommen, die Uniklinik Kiel hat mir automatisch ein kurzes Schreiben mitgegeben, darauf stand nur. „Der Eingriff war notwendig“.
    Ich hatte natürlich auch einige panische Momente. Ist aber alles gut gegangen.

    Herzliche Grüße

    Miggy

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Liebe Minervaminor,

    ich denke auch, dass Du Dir keine Sorgen zu machen brauchst, wenngleich ich Deine Nervosität verstehe. Die ONS ist für die chronische Migräne freigegeben und muss von Kassen und Beihilfe getragen werden, wenn die Indikation stimmt.

    Bitte doch mal Deinen Arzt, selbst bei der Beihilfe nachzuhaken.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Minervaminor
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 69

    Liebe Miggy, liebe Bettina,

    vielen Dank für Eure Antworten. Das beruhigt mich ein wenig. Leider habe ich bis jetzt die Erfahrung gemacht, dass die Beihilfe (Bund) sehr wenig Sachkompetenz hat und versucht, die Patienten zu zermürben. Vielleicht bin auch nur an den falschen Sachbearbeiter gekommen…

    Herzliche Grüsse,

    Minervaminor

    Minervaminor
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 69

    Liebe Mitglieder von headbook,

    Anfang Juli habe ich nun endlich die Kostenzusage erhalten. Ich bin so froh, dass es noch rechtzeitig geklappt hat. Jetzt habe ich am 29. Juli in Kiel meinen OP-Termin. Ich werde Euch dann genau berichten, wie alles abgelaufen ist.

    Herzliche Grüsse,

    Minervaminor

    tia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 88

    Liebe Minervaminor,

    da Du Dich sicher nach eigehender Informationen zu der ONS-OP entschlossen hast, freue ich mich natürlich, dass Du jetzt die Kostenzusage erhalten hast. Darüber brauchst Du Dir jetzt keine Kopfschmerzen mehr zu machen.
    Jetzt kannst Du Dich um die hilfreichen Dinge, wie Wahl des Kopfkissens, Hilfe direkt nach der OP (falls nötig) und auch Terminplanung bzw. Ruhezeit nach der OP befassen. Du hast ja sicher schon viel im Forum gelesen und kannst Dich gedanklich mit dem Ablauf (kann natürlich immer verschieden sein) befassen. Die Schmerzen nach der OP werden mit der Zeit immer weniger, die Schwellungen klingen ab und die Haare wachsen nach.
    Die Anleitungen der Techniker/in sind gut zu verstehen und man gewöhnt sich schnell an die Technik.
    Das Wichtigste ist jedoch, dass Du Dir und der Technik Zeit gibst und geduldig bist. Es ist auch nicht schlecht, ein wenig im Handbuch zu lesen, damit man Risiken vermeiden kann (z.B. zu schwer tragen, zu extreme Bewegungen, aber auch keine Schonhaltung). Man möchte ja nicht, dass sich die Elektroden verschieben oder Kabelbruch entsteht, aber man soll natürlich beweglich bleiben.
    Falls Du Fragen hast, sind wir im Forum gerne bereit zu helfen, wenn wir können.
    Jetzt wünsche ich Dir zunächst eine ruhige Vorbereitung und Anreise.
    Es ist ja nicht mehr so lange hin.
    Ich wünsche Dir alles Gute für die kommende Zeit.

    Tia/Claudia

    nilu
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Hallo Minervaminor,
    Ich wünsche dir alles Gute für die OP und drücke Dir die Daumen, das Du eine gute Einstellung bekommst. So wie ich hier gelesen habe, bist Du ja in Kiel sehr gut aufgehoben.
    Alles Gute!
    Gabi

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Liebe Minervaminor,

    ich freue mich sehr, dass es nun geklappt hat und drücke für die Behandlung fest die Daumen. 🙂

    Dass Du uns auf dem Laufenden hältst, ist sehr schön. Der Austausch mit den bereits Erfahrenen wird Dir sicher auch gut tun.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Minervaminor
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 69

    Liebe Tia/Claudia, liebe Gabi und liebe Bettina,

    vielen Dank für Eure aufmunternden Worte.
    Ich war diese Woche bei meinem Hausarzt und habe mit ihm alles besprochen, damit er Bescheid weiss, wenn ich aus Kiel zurückkomme. Was mir gerade etwas Sorgen macht, ist der Rückweg aus Kiel. Da ich nicht gerade in der Nähe wohne, muss ich immer zuerst nach Hamburg und dann mit dem Flugzeug weiter. Hoffentlich schaffe ich das nach meiner Entlassung. Bekommt man eigentlich den Implantatspass direkt nach der OP? Auch habe ich mittlerweile Zweifel, dass ich bereits Mitte September, wenn das Semester wieder anfängt, fit sein werde. Aber ich denke, dass ich das nun einfach auf mich zukommen lassen muss. Ich bin so froh, dass ich mich entschieden habe, die OP machen zu lassen. Es ist eine Chance und ich habe eigentlich nichts zu verlieren. Denn mittlerweile habe ich mehr Kopfschmerztage als Tage ohne Schmerzen.

    Liebe Grüsse,

    Minervaminor

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Liebe Minervaminor,

    kann Dich niemand abholen nach der OP? Du schaffst das natürlich auch alleine, aber angenehmer wäre es, Du hättest Begleitung.

    Den Implantatspass erhältst Du gleich bei der Entlassung.

    Ich wünsche Dir so sehr, dass sich nun alles für Dich zum Besseren wendet und Du bis September alles gut überstanden hast.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Miggy
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 474

    Liebe Minervaminor,

    ich gratuliere zur Kostenübernahme. Ganz viel Erfolg dann, wenn es soweit ist.

    Herzliche Grüße

    Miggy

    Minervaminor
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 69

    Liebe Mitglieder von headbook,
    am Dienstag wurde ich nun operiert und mir geht es den Umständen entsprechend gut. Ich hoffe so sehr, dass die ONS mir helfen wird. Heute wurde ich nun in die Schmerzklinik verlegt. Leider braucht mein Gerät mit dem Programm, das mir angenehm ist, sehr viel Strom, sodass ich bereits nach 24 h dieser laden muss.
    Ganz herzliche Grüße und ein hoffentlich schmerzfreies Forentreffen,

    Minervaminor

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Liebe Minervaminor,

    habe die letzten Tage immer wieder an Dich denken müssen und freue mich jetzt über Dein Feedback. Ich drücke ganz fest die Daumen, dass die Wundschmerzen bald überstanden sind und recht schnell eine Wirkung einsetzt. Du weißt aber sicher, dass in der ersten Zeit immer wieder Neueinstellung notwendig werden können und der Erfolg auch mal einige Wochen oder sogar Monate auf sich warten lassen kann.

    Alles Gute, schnelle Erholung und gute Wirkung!

    Liebe Grüße
    Bettina

    Minervaminor
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 69

    Liebe Mitglieder von Headbook,

    nun bin ich schon wieder über eine Woche aus Kiel zurück und finde nun endlich Zeit, Euch ausführlich von der ONS-OP am 30. Juli 2013 zu berichten.
    Am 29. Juli wurde ich in der Uniklinik aufgenommen und ausführlich über den bevorstehenden Eingriff aufgeklärt. Leider hatte ich an diesem Tag den dritten Tag in Folge eine starke Attacke, sodass ich den Tag vor allem Bett verbrachtet habe, bevor ich mich dazu durchgerungen habe, das Sumatriptan zu spritzen. Am Abend konnte ich dann auch ohne Schlaftablette gut einschlafen. Am nächsten Morgen wurde ich gegen 7:30 Uhr zur OP abgeholt. Das Nächste, an was ich mich erinnern kann, ist, dass ich im Aufwachraum lag und es mir sehr übel war, wobei ich nicht sicher bin, ob dies von der OP und der Migräneattacke ausgelöst wurde. Allerdings wurde mir sofort, nachdem ich dies gesagt hatte, etwas dagegen gegeben. In Hinsicht auf die Schmerzen hätte ich es mir viel schlimmer vorgestellt, ich bekam genügend Schmerzmittel, sodass es gut auszuhalten war. Als ich gegen 14:30 Uhr wieder aufs Zimmer gebracht wurde, wartete bereits der Techniker auf mich, um das Gerät in Betrieb zu nehmen. Dabei spürte ich das Kribbeln vermehrt auf der linken Seite.
    Am Abend konnte ich bereits wieder etwas essen und die Schwestern waren sehr nett und haben mir dabei geholfen. Ich konnte mich auch jeder Zeit melden, wenn es mir nicht gut ging oder ich etwas benötigte.
    Am darauffolgenden Tag besuchte mich nochmals eine Technikerin, um das Gerät weiter einzustellen, da ich nun auch auf der rechten Seiten etwas spürte. Auch den Donnerstag verbrachte ich noch in der Uniklinik. Dabei hatte ich das Gefühl, gut aufgehoben zu sein: Alle waren sehr freundlich zu mir und machten einen kompetenten Eindruck. Besonders lecker war auch das Essen. Vorbeugend bekam ich mehrmals täglich eine Antibiothikainfusion und im Bedarfsfall Schmerzmittel. Sehr erleichtert war ich, als ich mich das erste Mal mithilfe eines Spiegels von hinten ansehen konnte: Meine Haare (Bob) wurden am Hinterkopf so wegrasiert, dass die längeren Haare über die Wunde fallen und man eigentlich nichts bemerkt, wenn man nicht extra darauf achtet. Am Freitagmorgen (2. 8. 13) wurde ich dann per Taxi in die Schmerzklinik verlegt und dort sehr freundlich durch Herrn Prof. Göbel und sein Team aufgenommen. Nachdem am Morgen bereits die Technikerin nochmals mein Gerät neu eingestellt hatte, kümmerte sich Herr Prof. Göbel am Nachmittag persönlich darum. Leider konnte ich das Kribbeln noch immer nicht richtig spüren. In der Nacht auf Samstag bekam ich leider wieder eine sehr starke Migräneattacke, die sich selbst durch Imigran Inject nicht stoppen liess. Am Morgen bekam ich dann eine Infusion mit Vomex und Magnesium-5-Sulfat, was jedoch auch nicht wirklich etwas gegen die starke Übelkeit gebracht hat. Während des Tages hat sich das Team der Schmerzklinik – Ärzte und Schwestern – sehr nett um mich gekümmert und mir z. B. weitere Kissen gebracht, wenn ich aufgrund der OP nicht richtig liegen konnte. Leider ging es mir gegen Nacht noch schlechter, sodass ich den Nachdienst rufen musste, um noch einmal eine Infusion mit Vomex zu bekommen. Aber auch diese konnte das Erbrechen nicht stoppen, sodass ich praktisch nicht schlafen konnte. Am nächsten Morgen kam Herr Dr. Heinze zu mir, um mich in das ONS-Register aufzunehmen. Da es mir mit der Migräne nicht sehr gut ging, war er so nett und hat sämtlich Dokumente zu mir ins Zimmer gebracht. Gegen Abend ging es mir dann wieder etwas besser und ich konnte sogar in den Speisesaal gehen. Am Montagmorgen hat sich Herr Prof. Göbel nochmals Zeit genommen, um die Einstellungen meines Gerätes zu modifizieren, bevor ich entlassen wurde.
    Obwohl ich mir ja Sorgen gemacht habe, ob ich den Heimflug schaffen würde, ging alles sehr problemlos. Ich bin gut nach Hause gekommen. Auch bei der Sicherheitskontrolle auf dem Flughafen gab es keinerlei Problem, nachdem ich den Implantatspass gezeigt hatte.

    Fazit: Sehr gute Betreuung in Uni- und Schmerzklinik. Ich hätte mir den Eingriff schlimmer und vor allem schmerzhafter vorgestellt.

    Leider habe ich zur Zeit jedoch einige Probleme mit dem Akku, da dieser bereits nach weniger als 24 h Stunden erneut aufgeladen werden muss. Bereits zwei Mal ist die Stimulation sogar über Nacht ausgefallen. Der hohe Stromverbrauch sei aber – so die Herstellerfirma – direkt nach der OP nicht ungewöhnlich, da die Elektroden durch Hämatome und Ödeme abgepolstert seien. Obwohl ich weiss, dass ich eigentlich noch nichts von der Wirkung der ONS spüren durfte, ist mein subjektiver Eindruck, dass ich im Moment zwar genauso häufig Attacken erleide, ich jedoch während dieser nicht völlig lahm gelegt bin. Auffällig ist auch, dass ich mich in der Zeit zwischen den Attacken wacher fühle und ich wieder mehr für mein Studium arbeiten kann, während ich früher auch in dieser Zeit äusserst müde und schwach war. Ich hoffe nun, dass dies kein vorübergehender Placebo-Effekt ist, der ja bei einem invasiven Eingriff deutlich höher sein dürfte. Ich blicke zur Zeit sehr positiv in die Zukunft und wünsche mir von ganzem Herzen, dass die ONS etwas helfen wird.
    Am 9. September werde ich wieder nach Kiel fahren, um den Stimulator erneut einstellen zu lassen.

    An dieser Stelle nochmals vielen Dank an das gesamte Team der Uniklinik und der Schmerzklinik.

    Herzliche Grüsse,

    Minervaminor

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Liebe Minervaminor,

    danke für Deinen Bericht. Du hattest es nicht leicht gehabt, aber nun geht es ja wohl bergauf für Dich.

    Auch ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass sich bald ein sehr guter Erfolg einstellen wird. Dass Du ein wenig Geduld haben musst, wurde Dir ja sicher gesagt. Manchmal kann es einige Wochen dauern, bis man richtig gute Wirkung hat. Erst wenn alle Schwellungen abgeklungen sind, kann die Stimulation gleichmäßig durchkommen.

    Alles Gute und halte uns bitte weiter auf dem Laufenden. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Liebe Minervaminor,

    ich habe sehr interessiert deinen ausführlichen Bericht gelesen. Meine Güte, da hast du aber schon etwas durchgemacht!

    Umso mehr freue ich mich, daß du so optimistisch in die Zukunft blickst. 🙂

    Immer wieder sehr schön zu lesen ist, wie man in Kiel und auch der anderen Klinik umsorgt wird. 🙂

    Viel Erfolg und alles Gute beim Heilungsprozess!

    Liebe Grüße
    Ulrike

    MinervusMaior
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 17

    Hallo liebe Headbook-Mitglieder,

    ich bin der Vater von Minervaminor und deshalb möchte ich erzählen, welchen Eindruck die ONS auf mich gemacht hat. Ich habe damit noch einige Tage gewartet, da ich sicher sein wollte, dass die Wirkung der ONS länger andauert und nicht nur „Placebo forte“ ist.

    Als Vater ist man natürlich verzweifelt, wenn man sieht, dass sein Kind leidet und dass man hilflos ist, wenn gegen die Migräne nichts wirkt. Minervaminor hat eigentlich alle Therapien von Botox bis zu Triptanen durchprobiert und die ONS war für uns der letzte Strohhalm. Ich hatte in der Zeit vor der ONS jede Hoffnung aufgegeben, dass sich an ihrem Zustand etwas ändert. Da habe ich mich aber getäuscht.

    Also: Wir sind verhalten optimistisch, was die Wirkung der ONS betrifft. Ich meine, dass die Migräne zwar immer noch so oft auftritt, wie vor der ONS. Allerdings sind die Migräneanfälle nicht so stark wie früher und sie gehen schneller vorbei und andere Medikamente wirken dagegen wieder. In der letzten Zeit vor der ONS waren die Anfälle so häufig und so stark, dass meine Tochter fast keine Vokabeln mehr lernen konnte. Auch war das Schreiben von Seminararbeiten fast nicht mehr möglich. In den letzten Tagen war der Eindruck für mich so, dass Minervaminor ihren alten „Biss“ wieder hat. Mit dem Lernen und dem Schreiben kommt sie viel besser zurecht, als vor der ONS. Wenn ihr Zustand dauernd so bleibt, oder sogar besser wird, dann hat sich die Operation gelohnt.

    Liebe Grüße
    Minervusmaior

    Tanja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 764

    hallo ihr zwei minervaten,

    danke für eure beitrage, sowohl deiner, minor, mit der guten beschreibung der op-tage, aber auch deiner, maior, zu deinem eindruck.

    ein wenig verfolge ich das jetzt, weil ich ja mit diversen prophylaxen auch noch nicht arg weiter gekommen bin und ich hoffe zwar, dass mein „neues“ leben mit den vielen stress-auslösern vllt eine gute prophylaxe ist, aber wenn nicht, dann kommt vllt dieses thema auch irgendwann auf meinen tisch.

    ich komme ja auch aus einer migräne-familie, sowohl mütterlicherseits als auch väterlicherseits und ich habe das von allen geerbt, habe auch migräne seit kindesalter. finde es schön zu lesen, wie du als papa das empfindest, deine tochter zu sehen. mein papa ist nicht so „emotional“ und ich weiß, dass er auch traurig ist über meinen zustand, sagt das aber nicht so. ich denke aber, er ist da so wie du und gibt es nur nicht preis.

    ich wünsche euch als familie alles gute, dass sowohl du deine migräne in einen erträglichen zustand bringen kannst, als auch minor, dass das gerät dann letztendlich die erleichterung schafft.
    sicherlich ist auch die sorge um die tochter ein migräneauslöser, vllt bekommt dir, maior, das gerät dann auch erleichterung in deinem kopf, wenn es der tochter besser geht…
    man wünscht für euch mit!

    gruß,
    tanja die amöbe
    (heute in form von wieder mal besonders müde)

    Tanja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 764

    also mein neues leben „mit OHNE“ den vielen stress-auslösern meinte ich!
    war wohl etwas falsch ausgedrückt.

    Miggy
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 474

    Hallo Minevaminor,

    das mit dem Stromverbrauch war bei mir am Anfang auch sehr stark. Hat sich jetzt aber stark verringert. Vielleicht schreibt @Oecomoni mal was dazu, bei ihr klappt ja alles sehr gut.

    Ich wünsche dir ganz viel Erfolg mit dem „Gerät“!

    Herzliche Grüße

    Miggy

    Minervaminor
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 69

    Liebe Miggy,

    vielen Dank für Deine Nachricht. Das beruhigt mich jetzt. Ich hatte schon Angst, dass etwas mit dem Gerät nicht stimmen könnte. Zur Zeit nehme ich die häufige Akkuladung gerne in Kauf, aber auf Dauer wäre ich froh, wenn ich es nicht mehr jeden Tag zu machen bräuchte. Auch Dir alles Gute.

    Herzliche Grüsse,

    Minervaminor

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Liebe Minervaminor,

    am Anfang brauchen die meisten mehr Strom, da durch die Schwellungen und Ödeme der Strom oft nicht richtig durchkommt. Also dreht man ordentlich auf, um überhaupt etwas zu spüren. Das wird mit der Zeit besser, wenn die Heilung abgeschlossen und die Ödeme abgebaut sind.

    Minervusmaior, danke für Deinen Beitrag mit dem liebevollen Blick auf das Minorchen. 🙂

    Alles wird gut werden und hoffentlich bald. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    MinervusMaior
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 17

    Hallo,

    @bettina: Falls der Beitrag nicht mehr in diese Gruppe passt, dann verschiebe ihn bitte in eine andere Gruppe.

    @tanja: Dass Dein Papa nicht so „emotional“ ist, kann auch vorteilhaft sein. Wenn ich Migräne habe und ich das jemand im Familiekreis oder im Freundeskreis erzähle, dann leidet oft diese Person mit mir und zeigt das auch. Ich mache mir dann Gedanken, ob ich mit meiner Migräne daran schuld bin, dass es dieser Person auch nicht gut geht. Dein Papa hat deshalb eine ganz gute Möglichkeit, mit dieser Situation umzugehen, in dem er nach außen nichts zeigt und „nur“ innen mit Dir mitfühlt.

    Liebe Grüße
    Minervusmajor

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