Erfahrungsberichte und Fragen

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  • Bettina Frank – Admin
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    Topamax wurde mir das erste Mal Anfang 2004 verschrieben. Ich hatte jede Woche um 25 mg erhöht bis zur Zieldosis von 100 mg. Die ersten Wochen hatte ich folgende Nebenwirkungen:

    Kribbeln in Fingerspitzen und Fußsohlen, gelegentlich auch am Kopf und an der Zunge
    Schwindel
    Schlafstörungen
    Appetitlosigkeit
    Geschmacksveränderungen
    Wortfindungs- und Konzentrationsstörungen

    Nach einigen Wochen blieben mir nur das Kribbeln und die Wortfindungsstörungen erhalten. Ca. 6 Monate später waren die meisten Nebenwirkungen verschwunden, mit Ausnahme von gelegentlichem Kribbeln.

    Die Migräne verlief nun viel leichter und die Anfälle ließen sich besser behandeln. Außerdem hatte ich von vorher mind. 20 Migränetagen nach ca. 3 Monaten Einnahmezeit nur noch 6 – 8 Anfälle. Es kam auch vor, dass ich in manchen Monaten nur 1 – 2 Anfälle hatte. Einmal im Jahr machte ich einen Auslassversuch, aber die Migräne kam sofort gehäuft zurück, sodass ich die Einnahme fortsetzte.

    5 Jahre lang hatte Topamax gut geholfen und mir dadurch wieder ein ganz neues Lebensgefühl geschenkt. Im letzten Jahr nun stellte ich fest, dass die Wirkung nicht mehr so zuverlässig war und ich wieder vermehrt Anfälle hatte. Wahrscheinlich hat der Wechsel auch dazu beigetragen und dies hatte mich nun veranlasst, Topamax abzusetzen und mit Micardis zu beginnen. Bisher ohne Nebenwirkungen und langsam setzt auch die positive Wirkung ein.

    Edit 2019: Muss meinen Beitrag von 2010 dahingehend ergänzen, dass ich viele Probleme damals nicht dem Topamax zugeordnet hatte. Erst im Nachhinein wurde mir klar, dass sie alle dem Topamax zugeordnet werden mussten. U. a. die irreversiblen Nierenprobleme, die ich nun lebenslang behandeln muss. Mit meinem heutigen Wissen würde ich es nicht mehr einnehmen.

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27794

    Erfahrungsbericht von Saliah:

    Mir wurde Topamax erstmals im Juli 2009 verschrieben und ich hatte anfangs massiv mit dem Nebenwirkungen zu Kämpfen. Mein Kreislauf war dauernd im Keller, es war quasi schon normal, dass mir der Fußboden entgegen kam. Monatelang hatte ich keinen Appetit und habe abgenommen( -8kg ), obwohl das bei meinem niedrigen Gewicht ( 55kg/175cm) nicht erwünscht war. Kribbeln und Taubheitsgefühle hatte ich gar nicht, depressive Verstimmungen auch nicht.

    Sehr geholfen hat mir die Erklärung von Prof. Dr, Göbel, wie Topamax im Gehirn wirkt, so konnte ich einigermaßen nachvollziehen, was da eigentlich passiert.

    Ich kann eigentlich nur jedem raten, durchzu halten, sofern einem dies möglich ist, denn es lohnt sich wirklich! Migräne ist heute fast ein Fremdwort für mich und Spannungskopfschmerzen habe ich auch nur noch ganz selten. Ich nehme Topamax 50mg morgens und 50mg abends und komme damit super klar.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Erfahrungsbericht von Melli72

    Also ich nehme nun Topamax seit 10 Tagen und muß sagen vertrage es bis jetzt sehr gut. Nun nehme ich seit 3 Tagen auch morgens eine Tablette. Gut der Appetit ist nicht so da – aber da bin ich nicht wirklich böse drum.
    Bin mal gespannt wie es so weiter geht – ich bin ja erst am Anfang – hoffe es bleibt so auch wenn ich die Dosis erhöhe. Bei den vielen Nebenwirkungen und Berichten die ich so gelesen habe, hatte ich doch so meine Bedenken.

    Dominique Hansel
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 36

    Ich habe Topamax 2008 schon einmal für 3 Monate genommen und musste es dann absetzen wegen einem Nierenstein. Ich habe damals schon 8 Kilo abgenommen während der Zeit. Jetzt nehme ich es seit März 2009 wieder, habe seit dem 20 Kilo abgenommen, habe keine anderen Nebenwirkungen mehr ausser Appetitlosigkeit. Ich war auf iner Dosierung von 50-0-50mg, musste jetzt reduzieren auf 50-0-25mg und halte jetzt mein Gewicht damit und die migräne bleibt stabil. Ich bin nach wie vor begeistert von dem Medikament. Ich habe jetzt ein Gewicht von 66 Kilo bei 169cm Körpergröße das ist ok, ich hoffe das alles so bleibt, dann bin ich gespannt wie lange ich das Topamax noch nehmen kann….
    Ach ja, Depressive Verstimungen hatte ich anfangs auch, aber da ich wusste das dies auf mich zukommen kann habe ich dem bewusst entgegengesteuert und das so wieder gut hinbekommen.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Beitrag von Katinka

    Hallo,

    ich nehme nun seit gut 3 Wochen 25mg Topiramax täglich und habe so auf Besserung meiner Migräne gehofft, leider bis jetzt ohne Erfolg. Im alten Forum hatte ich schon beschrieben, dass mir mein Neurologe 48 mal 25mg Topiramay gegeben hat und mir gesagt hat, dass ich in 2 Monaten wiederkommen soll, dann sähen wir weiter. Er sagte nichts darüber das man das auch hochdosieren könne, geschweige denn davon, dass ich das nicht einfach so absetzen dürfe. Das erfuhr ich erst durch selbstrecherche und das Forum hier.

    Nun wollte ich fragen, ob ich mir nicht besser einen früheren Termin geben lassen soll um ihn zu fragen, ob ich nicht hochdosieren kann…in den drei wochen in denen ich Topiramax nun nehme hatte ich 10 Attacken…also absolut keine Besserung.

    Einfach so mit den restlichen Tabletten auf 50mg hochzudosieren ohne vorherigen Arzttermin wäre bestimmt keine so kluge idee oder?

    Ich kann langsam nichtmehr… 🙁

    Ich kann doch auch nicht fast jeden Tag 1-2 Triptane schlucken oder? Ab wann wird denn der Kopfschmerz medikamenteninduziert? :,-(

    Hartmut Göbel
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 459

    25 mg Topiramat ist in aller Regel keine ausreichende Dosis. Die wirksame Dosis liegt zwischen 50 und 200 mg pro Tag, meist werden Dosierungen zwischen 50 und 100 mg pro Tag eingesetzt.
    Man startet in der Regel mit 25 mg am Tag.
    Jede Woche erhöht man um 25 mg pro Tag, also z.B.
    1. Woche: 0-0-25
    2. Woche: 25-0-25
    3. Woche: 25-0-50
    ab der vierten Woche dann 50-0-50.
    Vielleicht besteht ein Missverständnis? Tatsächlich würde es Sinn machen, nach zwei Monaten erneut zu überprüfen, ob die Zieldosis dann funktioniert.
    Besprechen Sie das am besten kurzfristig mit Ihren Arzt.

    Wenn Sie allerdings derzeit nahezu täglich ein Triptan benötigen, ist bereits ein Medikamentenübergebrauskopfschmerz (MÜK) entstanden. Hier ist das Medikament nicht (mehr) zielführend, sondern es muss erst eine Medikamentenpause gemacht werden. Die Grenze liegt bei 10 Einnahmetagen pro Monat.

    Anonym
    Beitragsanzahl: 14

    Naja, ich bräuchte es ca alle 2 tage, nehme es dann aber nicht immer, weil ich wie gesagt Angst habe, das ein MÜK ensteht. Wenn es sich dann so aushalten lässt, nehme ich keine Medikamente. Obwohl mir da auch widerum gesagt wurde, dass das nicht gut sei, da der Körper ein Schmerzgedächtnis entwickeln könnte und man den Schnerzkreislauf unterbrechen müsse. Also weiß ich ehrlich gesagt nie was das Richtige ist. Ich kann ja auch nicht ständig mit Schmerzen leben…das halte ich körperlich und vorallem seelisch nicht lange aus.

    Ich werde mir wohl am besten am Montag direkt einen früheren Termin geben lassen.
    Ich bin mir aber 100prozentig sicher, dass er nichts von einer Hochdosierung sagte. Er meinte lediglich, ich solle jeden Tag vor dem Schlafengehen eine Tablette nehmen.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Liebe Katinka,

    ich hatte Dir ja im anderen Forum schon geraten, gleich nach den Feiertagen Kontakt zu Deinem Neurologen aufzunehmen. Da es Dir nun nicht gut geht, ist es umso dringender, so schnell wie möglich einen kurzfristigen Termin zu vereinbaren.

    Wurde bei Dir denn ein Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch (MÜK) ausgeschlossen? Sollte dieser bestehen, wirkt nämlich die Prophylaxe nicht. Wenn Du mehr als 10 Schmerzmedikamente im Monat einnimmst, oder mehr als 3 Tage hintereinander, kannst Du schon in den MÜK kommen.

    Aber ganz abgesehen davon, braucht jede Prophylaxe eine gewisse Zeit, um die Wirksamkeit zu entfalten. Bei Dir ist nun auch die Dosis so gering, dass eine Wirkung kaum zu erwarten ist. Nach Erreichen der Zieldosis (meist 100 mg) dauert es noch ca. 2 – 3 Monate, bevor man beurteilen kann, ob die Prophylaxe wirkt oder nicht.

    Wie Du siehst, ist ein erneuter Termin beim Neurologen dringend notwendig.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    PS: Nun hat sich alles überschnitten, wie ich sehe und Du hast ja nun schon die Expertenmeinung.

    Anonym
    Beitragsanzahl: 14

    Danke schön. Ich werde am Montag gleich einen Termin ausmachen.

    Ich habe gerade nochmal nachgezählt. In den letzten 3 Wochen habe ich 7 Triptane genomme, allerdings nie 3 Tage hintereinander.
    Wie schließt man denn so einen MÜK aus? Ich bin eigentlich immer darauf bedacht so wenig Medikamente wie möglich zu nehmen, leider geht das aber auch ziemlich an die Substanz, wenn man ständig Schmerzen hat.

    Vielen Dank nochmal, das ist ein tolles Forum!

    Hartmut Göbel
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 459

    Generell wird ein Medikamentenübergebrauch in Einnahmetagen pro Monat definiert. Entscheidend ist, dass die Einnahme regelmäßig, d. h. an mehreren Tagen pro Woche erfolgt. Ist das Limit z. B. 10 Tage im Monat, würde dies durchschnittlich 2–3 Einnahmetage in der Woche bedeuten. Folgen auf eine Häufung von Einnahmetagen lange Perioden ohne Medikation, wie man es bei einigen Patienten sieht, ist das Entstehen von Kopfschmerzen bei Medikamentenübergebrauch weit weniger wahrscheinlich. Ein reiner Kopfschmerz vom Spannungstyp ist meistens nicht auf einen Medikamentenübergebrauch zurückzuführen. Darüber hinaus haben Kopfschmerzen, die auf einen Medikamentenübergebrauch zurückzuführen sind, häufig die Eigenart, innerhalb eines Tages zwischen den Charakteristika einer Migräne und denen eines Kopfschmerzes vom Spannungstyp zu wechseln, sodass ein neuer Kopfschmerztyp entsteht. Die Diagnose eines Kopfschmerzes bei Medikamentenübergebrauch ist extrem wichtig, weil Patienten üblicherweise nicht auf eine Kopfschmerzprophylaxe ansprechen, solange ein Medikamentenübergebrauch besteht.

    Die genauen wissenschaftlichen Kriterien kann man hier nachlesen:
    http://www.ihs-klassifikation.de/de/02_klassifikation/03_teil2/08.02.00_substance.html

    Schmerzmittelinduzierte Kopfschmerzen oder ergotamin bzw. triptaninduzierte Kopfschmerzen müssen immer dann vermutet werden, wenn diese Medikamente an mehr als an zehn Tagen pro Monat erforderlich werden, gleichgültig, welche Dosis dabei verwendet wird.
    Die Diagnose eines medikamenteninduzierten Dauerkopfschmerzes kann oft erst gestellt werden, wenn sich der substanzinduzierte Kopfschmerz nach dem Absetzen des Medikamentes bessert.

    Die »20 von 30 Regel« zum Vermeiden und Erkennen von Medikamentenübergebrauchs-Kopfschmerz (MÜK):

    Schmerzmittel und spezifische Migränemittel, die sog. Triptane, sollten maximal an 10 Tagen pro Monat verwendet werden. 20 von 30 Tage sollten also frei von deren Einnahme sein. Bei dieser Regel werden nicht die an den 10 Tagen verwendeten Tabletten gezählt, sondern nur der jeweilige Tag, unabhängig von der eingenommen Menge. Das bedeutet auch: Besser einmal richtig behandeln als häufig nur ein bisschen.

    Wenn man diese Regel länger als drei Monate überschreitet, muss man von einem MÜK ausgehen.

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27794

    Beitrag von railwaycom:

    Hallo alle zusammen,
    erstmal finde ich es super das es so ein Forum gibt.
    Ich leide an Narkolepsi und an Migräneanfällen. Gibt es eigentlich einen Zusammenhang zwischen beiden Erkrankungen? Wenn ich mehr Migräneanfälle bekomme, habe ich auch mehr Einschlafphasen, aber leider nicht dann wenn man sie gebrauchen kann.
    Hat jemand damit Erfahrungen?
    Liebe Grüße
    railwaycom

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Hallo railwaycom,

    ich habe Deinen Beitrag nun auch in die neu eröffnete Gruppe „Migräne und Begleiterkrankungen“ kopiert. Bitte trete der Gruppe bei, um auch dort weiterschreiben zu können.
    Liebe Grüße
    Bettina

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27794

    Beitrag von railwaycom:

    Hallo Bettina Frank,
    ja ich nehme Topamax, bin derzeit auf 50 mg.
    Ich fand die Nebenwirkungen am Anfang nicht so toll. Ewig Kribbelten die Beine oder Fingerspitzen. Nun ist nichts mehr davon. Außerdem wäre mir das Kribbeln lieber als die Kopfschmerzen. Da die Anfälle in letzter Zeit wieder häufiger werden, denke ich das die Dosis nun erhöht wird.
    Liebe Grüße
    rail.

    Bettina Frank – Admin
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    Beitrag von astrid:

    Hallo!

    Ich habe eine Frage bezüglich des Topamax. Gibt es einen Unterschied zwischen Topamax Migräne und normalem Topamax? Meine Ärztin hat mir das normale Topamax aufgeschrieben. Ich habe sonst (vor einem Jahr bei einer Prophylaxe mit Topamax) immer Topamax Migräne verschrieben bekommen.

    Gibt es eigentlich hier auch Patienten die unter Topamax Einnahme vermehrten Haarausfall haben/hatten? Ich hatte das Gefühl, dass Topamax bei mir Haarausfall verursacht hat, bin mir aber nicht sicher. Die Haare gingen eine Zeitlang wirklich Strähnenweise aus und ich hatte Topamax dann abgesetzt.

    Nun werde ich es wieder nehmen, weil die Migräne wieder die alte Stärke hat und ich mit Topamax deutlich weniger Migräne hatte.

    Grüße sendet Astrid

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Liebe Astrid,

    wie das Topamax heißt, ist egal. Der Wirkstoff ist immer Topiramat.

    Ich hatte auch Haarausfall unter Topamax, allerdings nicht immer gleich stark. Ich hatte dazwischen immer wieder einige Monate ohne Haarausfall, dann wieder Monate mit vermehrtem Haarausfall. Woran es lag, dass es nicht immer gleich stark war, kann ich Dir nicht sagen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Bettina Frank – Admin
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    Beitrag von Astrid

    Liebe Bettina!
    Vielen Dank für Deine Mühe und die Antwort! So richtig finde ich mich hier noch nicht zurecht, ich hoffe das kommt mit der Zeit noch. Hat sich Deine Haarpracht denn eigentlich immer wieder so erholt, dass sie so wie vor Topamax waren? Ich habe das Gefühl, meine Haare sind viel dünner als vorher und hoffe, dass sie mit der erneuten Einnahme, nicht gänzlich ausgehen…? Ist aber wohl übertriebene Angst von mir. Nehme jetzt den 4. Tag Topamax und habe noch keine Nebenwirkungen, so als würde ich nichts nehmen. Mal sehen ob es bleibt.
    Gruß an alle!

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Liebe Astrid,

    ich habe Deine Frage von Deiner Pinnwand hierher kopiert. 😉

    Meine „Haarpracht“ hat sich wieder erholt, nachdem ich Topamax abgesetzt hatte. Das Gute ist ja, dass sich alle Nebenwirkungen nach dem Absetzen wieder legen und nichts davon erhalten bleibt.

    Auch gewöhnt sich der Körper irgendwie an das Medikament und die Nebenwirkungen sind nach längerer Einnahmezeit kaum mehr vorhanden. Vielleicht wirst Du diesmal gar keinen Haarausfall haben? Alles ist möglich, aber vorher kann man es nicht abschätzen.

    Je mehr Du Dich mit dem Forum beschäftigst, desto besser und schneller wirst Du Dich zurechtfinden. Ging mir ja am Anfang auch nicht anders als Euch allen. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    astrid
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 10

    Hallo Bettina!

    Mal sehen ob ich hier nun richtig bin?!
    Nun nehme ich den 6. Tag Topamax und langsam bekomme ich ein paar Nebenwirkungen. Etwas weniger Appetit (ist aber wirklich nicht schlimm, ein paar Kilo weniger schaden nicht), und etwas müder bin ich auch. Die Konzentration wird auch etwas schwieriger aber noch hält sich das alles sehr in Grenzen.
    Die Migräne allerdings ist natürlich noch nicht besser (kann natürlich auch noch nicht nach der kurzen Zeit).
    Ich warte einfach mal ab.
    Einen schönen Sonntag wünsche ich Dir und allen anderen noch!

    Astrid

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Liebe Astrid,

    hier bist Du genau richtig. 🙂

    Nach 6 Tagen kann man natürlich weder die Wirkung, noch die Nebenwirkungen so richtig beurteilen. Die Wirkung wirst Du erst nach 6 – 8 Wochen beurteilen können, die Nebenwirkungen machen sich schon früher bemerkbar. Mit der Zeit lassen sie aber auch nach.

    Ich wünsche Dir einen guten Verlauf.

    Liebe Grüße und auch Dir einen schönen Sonntag

    Bettina

    Krümel
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 30

    Hallo Bettina !

    Ich war heute beim Neurologen. Nachdem ich letzten Monat eine ganze Packung (12 Stck) Maxalt benötigt habe plus einigen Dolormin, habe ich heute dann doch das Rezept über „Topamax“ angenommen.

    Ich habe mich lange dagegen gestreubt; aber mit Naturheilkunde und Hormonen komme ich dann doch wohl nicht weiter. Möchte ich auch nicht mehr ausschließlich; dann hätte es ja wenigstens ein bischen bringen müssen.

    Ich werde heute Abend mit 25 mg beginnen. Ich habe ja ein wenig Angst aber auch ein wenig Vorfreude auf weniger Migräne !! Kann man das Medikament eigentlich jahrelang durchweg nehmen ? Ich habe hier öfter gelesen, dass Auslassversuche gemacht werden, die jedoch jedesmal gehäufte Migräne brachten.

    Ich hoffe, so wie bei Dir, dass ich ein völlig neues Lebensgefühl erlangen werde, und das bitte schön möglichst lange ! Dann habe ich auch wieder mehr Mut, mein Leben neu zu strukturieren.

    Naturheilkunde kann ich ja außerdem zusätzlich machen.

    Lieben Gruß !
    Krümel

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Liebe Krümel,

    Naturheilkunde kannst Du sicher noch zusätzlich machen. Zumindest schadet sie nicht und im besten Fall hilft sie sogar. 😉

    Topamax kann man sogar lebenslang nehmen, wenn man es verträgt. Epileptiker z.B. nehmen es zeitlebens ein, da sie ja keine Wahl haben.

    Ich hatte es 5 Jahre lang genommen und die letzten Jahre keinerlei Nebenwirkungen mehr gehabt. Ich würde raten, regelmäßig (alle 3 Monate) die Blutwerte zu checken. Vor allem die Nierenwerte sollte man im Blick haben und immer genug trinken. Bananen helfen gegen das Kribbeln in den Fingerspitzen und Zehen.

    Geh positiv ran an die neue Prophylaxe aber bedenke bitte, dass Du erstmal Nebenwirkungen haben wirst, bevor die positive Wirkung eintritt. Also nicht mal gleich enttäuscht sein, wenn Du einige Wochen auf die positive Wirkung warten musst.

    Alles, alles Gute!

    Liebe Grüße
    Bettina

    Krümel
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 30

    Hallo nochmals !

    Jetzt habe ich vorhin das Medikament aus der Apotheke abgeholt und bin nun nach Lesen des Beipackzettels wieder etwas skeptisch geworden. Vor allem die aufgeführten psychischen Nebenwirkungen find´ich heftig.

    Ach ja, und das Mittel heißt nicht Topamax sondern topiramat-biomo 25 mg.

    Ist das genau dasselbe ?

    LG, Krümel

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Liebe Krümel,

    Topiramat ist der Wirkstoff, der inzwischen von vielen Firmen unter den verschiedensten Namen angeboten wird. Ich hatte keinerlei psychische Nebenwirkungen. Beobachte es einfach und lass Dich vom Beipackzettel (der sich nicht schön liest 😉 ) nicht verunsichern. Wenn Du Nebenwirkungen bekommen solltest, die Du nicht akzeptieren kannst, musst Du halt wieder absetzen. Aber einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.

    Viel Erfolg wünsche ich Dir,
    liebe Grüße
    Bettina

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Auch Dir einen schönen guten Morgen, liebe Krümel. 🙂

    Dein Zitat: „Aber ich möchte auf Dauer mein eigener Therapeut werden“, wird Dich auf einen guten Weg bringen. Verlass Dich auf Dein Bauchgefühl und gib der Schulmedizin auch eine Chance. Schließlich wirkt sie – im Vergleich zu Alternativverfahren – zuverlässig in den allermeisten Fällen.

    Topamax hatte bei mir 5 Jahre gut gewirkt. Die Nebenwirkungen waren nur anfangs belastend, aber nichts im Vergleich zum Leidensdruck durch die Migräne. Wie man die Entstehung von Nierensteinen vermeiden kann, weiß ich leider auch nicht. Ich hatte immer viel getrunken und konnte sie nicht verhindern. Allerdings hatte ich auch immer zu gerne Schokolade, Tomaten, Erdbeeren usw. gegessen, die auch die Entstehung begünstigen. Sicher könnte man mit einer entsprechenden „Diät“ auch vorbeugen.

    Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Prophylaxen mit der Zeit an Wirkung verlieren. Man muss aber bedenken, dass bei vielen auch eine Einnahmezeit von ca. 1 Jahr reicht, um insgesamt die Situation so zu verbessern, dass keine Prophylaxe mehr nötig ist. In anderen Fällen (wie bei mir) muss man halt wechseln.

    Seit Mitte November 2009 nehme ich nun Micardis 40 mg, Orthoexpert Migräne schon länger und Botox seit einigen Jahren. Diese Kombination nun scheint sehr gut zu sein, da ich im Februar erst 2!! Migränetage hatte. Es könnte mir gar nicht besser gehen. 🙂 Die Monate zuvor hatte ich gelegentlich bis zu 20 Migränetage im Monat.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Krümel
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 30

    Das ist ja wundervoll ! Ich wünsche Dir, dass es so bleibt.

    Was ist denn, wenn man einen Nierenstein bekommt ? Dann muss man doch wohl hoffentlich nicht operiert werden, oder ?

    LG, Krümel

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Danke. 🙂

    Meine Steine hatten sich (schmerzhaft) von selbst verabschiedet. Die wenigsten entwickeln Nierensteine und ich hatte Topamax außerdem sehr lange genommen. Geh mal davon aus, dass Du keine Steine bekommst.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Bettina Frank – Admin
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    Beitrag von Brigitta:

    Hallo,
    ich habe noch gar keinen Beitrag zu diesem neuen Forum geleistet und befinde mich jetzt wahrscheinlich an der falschen Stelle. Mal sehen, wo ich lande. Habe jedoch vollstes Vertrauen in Bettina!

    Ich habe eine dringende Frage zu Topiramat, das ich seit 2 Wochen (1 x tgl. 25 mg einnehme). Da ich bereits von einer Tablette starke Nebenwirkungen (Gedächtnisprobleme) verspürte, habe ich die Dosis bislang nicht erhöht. Ist euch bekannt, ob es unter Topiramat zu Zyklusverschiebungen kommen kann? Ich bin 45 J., hatte bislang einen Zyklus von 23 – 28 Tagen und bin jetzt bereits fast 14 Tage überfällig. Einen Schwangerschaftstest habe ich bereits gemacht. Negativ (zum Glück!). Die Wechseljahre kommen doch nicht so plötzlich! Darüber hinaus stelle ich fest, dass ich in den letzten Tagen ständig Pflaster für die Finger benötige. Verdünnt sich das Blut unter Topiramt oder die Haut? Wer weiß Rat?

    Dankeschön.
    Gruß, Brigitta

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Liebe Brigitta,

    Dein Beitrag war vom Prinzip her richtig platziert, nur haben wir sogar eine spezielle „Topamax-Gruppe“. Hier passt Deine Frage noch besser rein.

    Im Beipackzettel werden die von Dir beobachteten Nebenwirkungen nicht erwähnt. Ich hatte diesbezüglich auch keine Probleme.

    Mit Mitte 40 kann es durchaus auch schonmal zu Zyklusverschiebungen kommen, die den Wechsel ankündigen. Die Wirkung der Pille kann durch hohe Dosen (ab 200 mg/täglich) beeinträchtigt werden. Kann bei Dir aber auch nicht sein, da Du erst bei 25 mg bist und auch nichts über die Einnahme der Pille schreibst.

    Ich werde Deine Frage weiterleiten.

    Beobachte weiter, Du stehst ja erst ganz am Anfang der Behandlung. Du kannst Dir auch gerne durchlesen, was hier schon alles zum Thema geschrieben wurde.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Tina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 15

    Ich hatte auch Zyklusprobleme bzw. Zyklusverschiebungen als ich Topamax eingenommen habe. Auf Nachfrage bei meiner Frauenärztin – die sich dann auch eingehender mit dem Medikament Topamax beschäftigt hat – kann dies schon eine Nebenwirkung sein. Mein Zyklus hat sich zum Teil bis zu 3 Wochen verlängert! Und ich bin „erst“ 36, da denke ich noch nicht an die Wechseljahre 🙂
    Aber scheinbar ist diese Nebenwirkung nicht allzu oft, da ich auch schon mal hier im Forum die Frage diesbezüglich gestellt habe, und aber scheinbar außer mir niemand damit Probleme hatte.
    Ich hab das Topamax allerdings in einer Dosis von 100 mg genommen, da wundert es mich allerdings schon ein wenig, dass du mit 25 mg schon diese Probleme hast. Nimmst du zusätzlich noch AD`s ? Amitriptylin oder ähnliches? Bei diesen Medikamenten ist es bekannter als bei Topamax dass sie in den Zyklus eingreifen können.

    Über die Blutungen (an deinen Händen) kann ich leider nichts sagen, derartige Probleme hatte ich nicht.

    LG Tina

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27794

    Beitrag von Brigitta:

    Liebe Tina,
    liebe Bettina,
    vielen Dank für eure schnellen Anworten. Bin ja beruhigt, dass es anderen (Tina)auch so geht. Erstaunlich finde ich nur, dass es bereits nach 2 Tabletten zu einer Verschiebung kommt. Habe nie einen verspäteten Zyklus und deswegen schon ein wenig Angst vor einem Wechseljahrsbaby. Seit 14 Tagen leichte Unterbauchschmerzen, aber das können ja auch Nebenwirkungen der Tablette sein. Bin nun verunsichert und habe vorerst nicht weiter aufdosiert. In einem anderen Forum las ich, dass jemand mit 1 x 25 mg anfallsfrei war. Hat jemand ähnliche Erfahrungen? In einer Studie las ich, dass man heute davon ausgeht, dass es zu weniger Abbrüchen aufgrund zahlreicher Nebenwirkungen kommen würde, wenn die Aufdosierung noch viel langsamer erfolgen würde. Dann wäre ich doch auf dem richtigen Weg. Was meint ihr? Ach ja, andere AD’s oder die Pille nehme ich nicht. Nur Magnesium, Vitamin B6 und Zink.
    Liebe Gruß
    und gute Nacht
    Brigitta

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