Erfahrungsberichte und Fragen

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    Beiträge
  • Jessi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Hallo zusammen,
    Ich bin ein Neuling hier 🙂

    Nehme seit Anfang April topiramat 25 mg und wurde vor einer Woche hochdosiert auf 50 mg, trotz das ich meinen Arzt gesagt habe das ich Nebenwirkungen habe und halt trotzdem nach wie vor Migräneanfälle mehrmals täglich.
    Wann lassen denn die Nebenwirkungen nach? Und kommen sie denn immer wieder, wenn man höher dosiert wird?

    Ich möchte mir nun eine zweite Meinung von einem anderen Neurologen einholen.

    Liebe Grüße jessi

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28228

    Willkommen im Forum, liebe Jessi. 🙂

    Topamax kann viele Nebenwirkungen mit sich bringen, daher sollte man recht langsam hochdosieren (das hast Du ja getan) und erst dann, wenn die Nebenwirkungen gut zu tolerieren sind. Das ist aber bei Dir wohl noch nicht der Fall, um welche Nebenwirkungen geht es jetzt? Wie viele Attacken hast Du im Monat?

    Wozu möchtest Du einen weiteren Neurologen befragen?

    Liebe Grüße
    Bettina

    Jessi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Also es fängt an das ich extrem müde bin, konzentrationprobleme habe, dann das ständige kribbeln in Händen, Füssen, Knie- und Ellenbogengelenken, Gewichtsabnahme, Atemnot, Schwindel.

    Ich hätte gerne eine zweite Meinung weil ich das Gefühl habe das, dieser Arzt nicht gerade weiß was er macht oder auch verschreibt. Hab ich das Gefühl.
    Als och letzte Woche zum kontrilltermin dort war, fragte er mich nach Nebenwirkungen, ich erzählte ihm von dem kribbeln und er fragte mich ob denn sowas in der Packungsbeilage steht. Aber meiner Meinung nach müsste ein Arzt doch wissen, welche Nebenwirkung ein Medikament ungefähr hat oder nicht?
    Ich fühle mich des weiteren bei ihm so unverstanden und naja nicht grad gut aufgehoben.
    Ich muss dazu sagen ich bin Auszubildende in der Gesundheits- und Krankenpflege.

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5699

    Liebe Jessi,

    nun ja, ein Arzt sollte viele Nebenwirkungen von vielen Medikamenten im Kopf haben, keiner wird das 100%ig schaffen. Wobei Kribbeln in den Gliedmaßen unter der Einnahme von Topamax derart häufig ist, dass das hier jeder Laien-Leser nach kurzer Zeit auch weiß. 🙂

    Da du dich generell nicht gut aufgehoben fühlst, verstehe ich, dass du nach einer Alternative suchst.

    Mir wurde von einer Ärztin auch mal Topamax verschrieben, von null auf 50 (!) mg pro Tag. Das warf mich total aus der Bahn und ich – eigentlich eine „brave“ Patientin – habe das eigenhändig nach wenigen Tagen abgesetzt. Damals gab es Headbook noch nicht und ich hatte von medikamentöser Prophylaxe keine Ahnung. Heutzutage würde ich das natürlich gaaaaanz langsam einschleichen, was eh am besten ganz individuell geschehen sollte, denn jeder reagiert unterschiedlich.

    Lieber Gruß
    Heika

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4626

    Liebe Jessi,

    das wichtigste in der Migränegeschichte eines Menschen ist m.E. ein sehr guter Spezialist, der mit dir gut zusammenarbeitet, und der dich super gut versteht. Alles andere ist kontraproduktiv. Deshalb finde ich deinen Entschluss sehr richtig, dich nach einem 2. Spezialisten umzuschauen. Ich weiß, das ist manchmal sehr schwer. Aber der Aufwand lohnt sich.

    Jetzt frage ich mich grad, hast du einen Schreibfehler, und hat Bettina dich trotzdem richtig verstanden? Wäre ihr durchaus zuzutrauen. 🙂 🙂 🙂 Denn sie ist hier die Spezialistin.

    Bei Migräneattacken immer wieder mehrmals täglich würde ich die Diagnose „Migräne“ und damit auch die Prophylaxemedikation überdenken und ggf. neu untersuchen lassen. Aber vielleicht schreibst du erst einmal etwas mehr zu deinem „Migränegeschehen.

    Alles Liebe
    Sternchen

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3993

    Liebe Jessy,

    ich habe an dich noch eine andere Frage:
    Was meinst du mit „Migräneanfälle mehrmals täglich“ ?
    Meinst du die Migräneattacke und dann nach einigen Stunden den Wiederkehrkopfschmerz? Das wären dann zwei. Oder kommt sie noch öfter wieder durch?
    Vielleicht wäre es auch gut, mit dem ( neuen) Neurologen über die Akutmedikation zu sprechen.
    Nimmst du Triptane?
    Es gibt welche mit längerer Wirkdauer und zudem hilft oft die zusätzliche Einnahme von z.B. Naproxen.
    Bist du diesbezüglich gut beraten?
    LG
    alchemilla

    Jessi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Also ich fange mal ganz von vorne an.
    Es fing Anfang des Jahres an.
    Ich habe pro Woche mehrmals Kopfschmerzen bekommen was mich so noch nicht störte, doch dies wurde immer schlimmer sodass ich desöfteren deswegen krankgeschrieben wurde. Habe dann vom Hausarzt Physiotherapie bekommen, weil man vermutet hatte das er von der hws kommt, 6 Einheiten physio und es wurde nicht besser sondern ein wenig schlimmer, mehr Anfälle und auch schlimmer.
    Dann hat meine Hausärztin mich doch mal zum Neurologen überwiesen, den Termin hatte ich dann Anfang April, d.h ich wurde von Januar bis April mit schmerztabletten abserviert.

    So zu meinen Anfällen:
    Ich wache meist schon mit Kopfschmerzen auf je nach Intensität, nehme ich eine ibu oder auch nicht, manchmal gehen sie dann weg. So dann kommen sie manchmal im Laufe des Tages wieder, da nehme ich dann meist eine Tablette oder Novamin Tropfen. Und dann je nach dem kommen sie auch manchmal abends nochmals.
    Oder sie fangen auch erst am Nachmittag an.
    Ist immer sehr unterschiedlich.
    Sie sind meist nur auf einer Seite und das so pulsierend, stechend, und ganz schlimmen Fällen mit Übelkeit und Erbrechen, aber auch Sehstörungen mit tränenden Augen.

    Naja beim Neurologen dann wurde EEG gemacht, MRT aber beide ohne Auffälligkeiten, zumindest habe ich von meinem Arzt keine ordentlichen Antworten bekommen.
    Naja er verschrieben dann topiramat 25 mg für 4 Wochen bis zum nächsten Termin, naja Anfälle würden nicht besser und halt die Nebenwirkungen.
    Und zum kontrolltermin hat er es dann hochdosiert.

    Achja nebenbei bin ich noch beim Orthopäden in Behandlung zur Akupunktur aufgrund von chronischer lumboischialgie.

    Lg jessi 🙂

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7533

    Und hier noch ein ganz praktischer und schnell umzusetzender Tipp, liebe Jessy:

    bei Topiramateinnahme kann man mit ein bisschen zusätzlichem Kalium das Kribbeln in den Extremitäten gut beherrschen. Dazu eignen sich besonders Avocado, Bananen und Nüsse.

    Guten Erfolg damit,
    Julia

    PS Jessi, ich sehe gerade, dass du hier im Topamax-Forum schreibst. Auf Dauer wäre es für dich besser, einen eigenen Schmerzverlauf zu haben, in dem dann alle deine Beiträge und unsere Antworten gebündelt wären.
    Magst du deinen letzten Beitrag noch mal in die Gruppe Mein persönlicher Schmerzverlauf kopieren?

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 4 Monate von  Julia.
    Jessi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Wie mach ich denn das? Bin erst seit gestern hier angemeldet.

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7533

    Rechts in der Sidebar unter Anmelden den persönlichen Schmerzverlauf anklicken, dann runterscrollen auf neues Thema. Da kannst du es einfügen.

    Sozialhaase
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo zusammen, neu und planlos….

    oh man, ihr habt mir echt die Woche gerettet….Zum Glück habt Ihr schon sooooo viele Erfahrungen hier beschrieben, DANKE!!!Ich habe Dienstag mit Topiramat (25mg) angefangen und dachte, wenn das die Lösung ist und das Mittel Schuld ist, dann gehe ich kaputt. Also Migräne mit 10 Stunden Dauerspucken ist eine Sache! Aber das der Kreislauf quasi nicht mehr existiert, Dauerkopfschmerzen, Übelkeit, nix schmeckt mehr und alles ist doof, ist ja wohl die Vollkatastrophe. Naja und Chef`s finden das so suboptimal…das es wieder Kopfweh macht….aaahaaaaaa. Heute ist seit einer Woche der erste Tag, wo ich mal wieder halbwegs lebe. Ich hoffe das wird besser ???? Nehme ab Dienstag dann 50 mg abends.

    Eigentlich bin ich wegen Multipler Sklerose beim Neurologen, was mir ja reichen würde, aber die Migräne drängt sich in den Vordergrund und mach mich echt fertig. Nun haben wir uns für die Prophylaxe entschieben, da Triptane in welcher Form auch immer nicht helfen. Und durch euch schmeisse ich auch noch Magnesium ein!! supi!! Danke

    Nun habe ich ja dieses Ärzteverzeichnis gesehen. Was zeichnet die Ärzte denn aus?? Nutzen die die Fragebögen?? Besser weitergebildet?? Lohnt es sich für die Migräne gesondert zum Neurologen zu gehen?? Hat noch jemand zusätzlich MS?? Zur Zeit nutze ich auch die Akupunktur…aber die kommt hier nicht so gut weg..lach…

    freue mich über Antworten!!!
    zum Glück schattige Grüße
    Sozialhaase

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5699

    Hallo Sozialhaase,

    herzlich willkommen in Headbook.

    Eine medikamentöse Prophylaxe braucht oft etliche Wochen bis Monate, bis man die Wirkung beurteilen kann. Die Nebenwirkungen dagegen setzen oft gleich bzw. früh ein. Dafür können sie im weiteren Verlauf abnehmen, während die positive Wirkung auf die Migräne (hoffentlich) zunimmt.

    Warum dosierst du nicht langsamer auf? Wochenweise um 25 mg hochzudosieren, ist machbar, aber sportiv. Vielleicht machst du erst noch eine weitere Woche mit 25 mg weiter und dosierst dann erst einmal mit einer halben Tablette, also 12,5 mg, weiter auf? Je langsamer, desto schonender!

    Du bist ja eh schon durch die MS bei einem Neurologen, vielleicht kannst du die beiden Erkrankungen bei deinen Arztbesuchen verbinden.
    Wer hat dir denn das Topamax verschrieben?

    Lieber Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 2 Monate von