Erfahrungsberichte und Fragen

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    Beiträge
  • Jessi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Hallo zusammen,
    Ich bin ein Neuling hier 🙂

    Nehme seit Anfang April topiramat 25 mg und wurde vor einer Woche hochdosiert auf 50 mg, trotz das ich meinen Arzt gesagt habe das ich Nebenwirkungen habe und halt trotzdem nach wie vor Migräneanfälle mehrmals täglich.
    Wann lassen denn die Nebenwirkungen nach? Und kommen sie denn immer wieder, wenn man höher dosiert wird?

    Ich möchte mir nun eine zweite Meinung von einem anderen Neurologen einholen.

    Liebe Grüße jessi

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27897

    Willkommen im Forum, liebe Jessi. 🙂

    Topamax kann viele Nebenwirkungen mit sich bringen, daher sollte man recht langsam hochdosieren (das hast Du ja getan) und erst dann, wenn die Nebenwirkungen gut zu tolerieren sind. Das ist aber bei Dir wohl noch nicht der Fall, um welche Nebenwirkungen geht es jetzt? Wie viele Attacken hast Du im Monat?

    Wozu möchtest Du einen weiteren Neurologen befragen?

    Liebe Grüße
    Bettina

    Jessi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Also es fängt an das ich extrem müde bin, konzentrationprobleme habe, dann das ständige kribbeln in Händen, Füssen, Knie- und Ellenbogengelenken, Gewichtsabnahme, Atemnot, Schwindel.

    Ich hätte gerne eine zweite Meinung weil ich das Gefühl habe das, dieser Arzt nicht gerade weiß was er macht oder auch verschreibt. Hab ich das Gefühl.
    Als och letzte Woche zum kontrilltermin dort war, fragte er mich nach Nebenwirkungen, ich erzählte ihm von dem kribbeln und er fragte mich ob denn sowas in der Packungsbeilage steht. Aber meiner Meinung nach müsste ein Arzt doch wissen, welche Nebenwirkung ein Medikament ungefähr hat oder nicht?
    Ich fühle mich des weiteren bei ihm so unverstanden und naja nicht grad gut aufgehoben.
    Ich muss dazu sagen ich bin Auszubildende in der Gesundheits- und Krankenpflege.

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5620

    Liebe Jessi,

    nun ja, ein Arzt sollte viele Nebenwirkungen von vielen Medikamenten im Kopf haben, keiner wird das 100%ig schaffen. Wobei Kribbeln in den Gliedmaßen unter der Einnahme von Topamax derart häufig ist, dass das hier jeder Laien-Leser nach kurzer Zeit auch weiß. 🙂

    Da du dich generell nicht gut aufgehoben fühlst, verstehe ich, dass du nach einer Alternative suchst.

    Mir wurde von einer Ärztin auch mal Topamax verschrieben, von null auf 50 (!) mg pro Tag. Das warf mich total aus der Bahn und ich – eigentlich eine „brave“ Patientin – habe das eigenhändig nach wenigen Tagen abgesetzt. Damals gab es Headbook noch nicht und ich hatte von medikamentöser Prophylaxe keine Ahnung. Heutzutage würde ich das natürlich gaaaaanz langsam einschleichen, was eh am besten ganz individuell geschehen sollte, denn jeder reagiert unterschiedlich.

    Lieber Gruß
    Heika

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4576

    Liebe Jessi,

    das wichtigste in der Migränegeschichte eines Menschen ist m.E. ein sehr guter Spezialist, der mit dir gut zusammenarbeitet, und der dich super gut versteht. Alles andere ist kontraproduktiv. Deshalb finde ich deinen Entschluss sehr richtig, dich nach einem 2. Spezialisten umzuschauen. Ich weiß, das ist manchmal sehr schwer. Aber der Aufwand lohnt sich.

    Jetzt frage ich mich grad, hast du einen Schreibfehler, und hat Bettina dich trotzdem richtig verstanden? Wäre ihr durchaus zuzutrauen. 🙂 🙂 🙂 Denn sie ist hier die Spezialistin.

    Bei Migräneattacken immer wieder mehrmals täglich würde ich die Diagnose „Migräne“ und damit auch die Prophylaxemedikation überdenken und ggf. neu untersuchen lassen. Aber vielleicht schreibst du erst einmal etwas mehr zu deinem „Migränegeschehen.

    Alles Liebe
    Sternchen

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3975

    Liebe Jessy,

    ich habe an dich noch eine andere Frage:
    Was meinst du mit „Migräneanfälle mehrmals täglich“ ?
    Meinst du die Migräneattacke und dann nach einigen Stunden den Wiederkehrkopfschmerz? Das wären dann zwei. Oder kommt sie noch öfter wieder durch?
    Vielleicht wäre es auch gut, mit dem ( neuen) Neurologen über die Akutmedikation zu sprechen.
    Nimmst du Triptane?
    Es gibt welche mit längerer Wirkdauer und zudem hilft oft die zusätzliche Einnahme von z.B. Naproxen.
    Bist du diesbezüglich gut beraten?
    LG
    alchemilla

    Jessi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Also ich fange mal ganz von vorne an.
    Es fing Anfang des Jahres an.
    Ich habe pro Woche mehrmals Kopfschmerzen bekommen was mich so noch nicht störte, doch dies wurde immer schlimmer sodass ich desöfteren deswegen krankgeschrieben wurde. Habe dann vom Hausarzt Physiotherapie bekommen, weil man vermutet hatte das er von der hws kommt, 6 Einheiten physio und es wurde nicht besser sondern ein wenig schlimmer, mehr Anfälle und auch schlimmer.
    Dann hat meine Hausärztin mich doch mal zum Neurologen überwiesen, den Termin hatte ich dann Anfang April, d.h ich wurde von Januar bis April mit schmerztabletten abserviert.

    So zu meinen Anfällen:
    Ich wache meist schon mit Kopfschmerzen auf je nach Intensität, nehme ich eine ibu oder auch nicht, manchmal gehen sie dann weg. So dann kommen sie manchmal im Laufe des Tages wieder, da nehme ich dann meist eine Tablette oder Novamin Tropfen. Und dann je nach dem kommen sie auch manchmal abends nochmals.
    Oder sie fangen auch erst am Nachmittag an.
    Ist immer sehr unterschiedlich.
    Sie sind meist nur auf einer Seite und das so pulsierend, stechend, und ganz schlimmen Fällen mit Übelkeit und Erbrechen, aber auch Sehstörungen mit tränenden Augen.

    Naja beim Neurologen dann wurde EEG gemacht, MRT aber beide ohne Auffälligkeiten, zumindest habe ich von meinem Arzt keine ordentlichen Antworten bekommen.
    Naja er verschrieben dann topiramat 25 mg für 4 Wochen bis zum nächsten Termin, naja Anfälle würden nicht besser und halt die Nebenwirkungen.
    Und zum kontrolltermin hat er es dann hochdosiert.

    Achja nebenbei bin ich noch beim Orthopäden in Behandlung zur Akupunktur aufgrund von chronischer lumboischialgie.

    Lg jessi 🙂

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7454

    Und hier noch ein ganz praktischer und schnell umzusetzender Tipp, liebe Jessy:

    bei Topiramateinnahme kann man mit ein bisschen zusätzlichem Kalium das Kribbeln in den Extremitäten gut beherrschen. Dazu eignen sich besonders Avocado, Bananen und Nüsse.

    Guten Erfolg damit,
    Julia

    PS Jessi, ich sehe gerade, dass du hier im Topamax-Forum schreibst. Auf Dauer wäre es für dich besser, einen eigenen Schmerzverlauf zu haben, in dem dann alle deine Beiträge und unsere Antworten gebündelt wären.
    Magst du deinen letzten Beitrag noch mal in die Gruppe Mein persönlicher Schmerzverlauf kopieren?

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 1 Monat von  Julia.
    Jessi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Wie mach ich denn das? Bin erst seit gestern hier angemeldet.

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7454

    Rechts in der Sidebar unter Anmelden den persönlichen Schmerzverlauf anklicken, dann runterscrollen auf neues Thema. Da kannst du es einfügen.

    Sozialhaase
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo zusammen, neu und planlos….

    oh man, ihr habt mir echt die Woche gerettet….Zum Glück habt Ihr schon sooooo viele Erfahrungen hier beschrieben, DANKE!!!Ich habe Dienstag mit Topiramat (25mg) angefangen und dachte, wenn das die Lösung ist und das Mittel Schuld ist, dann gehe ich kaputt. Also Migräne mit 10 Stunden Dauerspucken ist eine Sache! Aber das der Kreislauf quasi nicht mehr existiert, Dauerkopfschmerzen, Übelkeit, nix schmeckt mehr und alles ist doof, ist ja wohl die Vollkatastrophe. Naja und Chef`s finden das so suboptimal…das es wieder Kopfweh macht….aaahaaaaaa. Heute ist seit einer Woche der erste Tag, wo ich mal wieder halbwegs lebe. Ich hoffe das wird besser ???? Nehme ab Dienstag dann 50 mg abends.

    Eigentlich bin ich wegen Multipler Sklerose beim Neurologen, was mir ja reichen würde, aber die Migräne drängt sich in den Vordergrund und mach mich echt fertig. Nun haben wir uns für die Prophylaxe entschieben, da Triptane in welcher Form auch immer nicht helfen. Und durch euch schmeisse ich auch noch Magnesium ein!! supi!! Danke

    Nun habe ich ja dieses Ärzteverzeichnis gesehen. Was zeichnet die Ärzte denn aus?? Nutzen die die Fragebögen?? Besser weitergebildet?? Lohnt es sich für die Migräne gesondert zum Neurologen zu gehen?? Hat noch jemand zusätzlich MS?? Zur Zeit nutze ich auch die Akupunktur…aber die kommt hier nicht so gut weg..lach…

    freue mich über Antworten!!!
    zum Glück schattige Grüße
    Sozialhaase

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5620

    Hallo Sozialhaase,

    herzlich willkommen in Headbook.

    Eine medikamentöse Prophylaxe braucht oft etliche Wochen bis Monate, bis man die Wirkung beurteilen kann. Die Nebenwirkungen dagegen setzen oft gleich bzw. früh ein. Dafür können sie im weiteren Verlauf abnehmen, während die positive Wirkung auf die Migräne (hoffentlich) zunimmt.

    Warum dosierst du nicht langsamer auf? Wochenweise um 25 mg hochzudosieren, ist machbar, aber sportiv. Vielleicht machst du erst noch eine weitere Woche mit 25 mg weiter und dosierst dann erst einmal mit einer halben Tablette, also 12,5 mg, weiter auf? Je langsamer, desto schonender!

    Du bist ja eh schon durch die MS bei einem Neurologen, vielleicht kannst du die beiden Erkrankungen bei deinen Arztbesuchen verbinden.
    Wer hat dir denn das Topamax verschrieben?

    Lieber Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 11 Monate von  heika.
    Sozialhaase
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo Heika,
    ja schön hier zu sein!

    Das Topiramat hat mir schon mein Neurologe verschrieben, wo ich eben eh mit der MS bin. Aber das mit dem halbieren und langsam aufdosieren ist nochmal eine gute Idee!!
    Frage mich halt, was die hier ausgewiesen Ärzte noch auszeichnet…
    Bist du bei einem hier ausgewiesenem Arzt??

    herzliche Grüße
    Sozialhaase

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5620

    Nein, ich bin bei keinem Arzt auf dieser Liste. Ich bin nicht einmal bei einem anderen Neurologen. Ich wohne in einem Ort mit nur einer völlig überlaufenen neurologischen Praxis und bin dort vor Jahren schon mal gewesen und schlecht beraten worden.

    Dank Headbook und Bettinas treuem Einsatz komme ich tatsächlich so über die Runden. Die Triptane verschreibt mir mein Hausarzt.

    Mit meiner Tochter war ich mal bei einem Arzt auf der Liste, allerdings wegen einer anderen Schmerzgeschichte. Als ich erzählte, dass wir ihn über die Liste hier gefunden haben, gab er sich wirklich Mühe. Konnte aber troztdem nicht helfen. Ich kenne aber jemanden von Headbook, die auch dort war und nicht so glücklich über den Verlauf des Termins.

    Eigentlich sollten diese Ärzte behandlungsmäßig mit den Kieler Richtlinien übereinstimmen, doch wie man hin und wieder hört, klappt das leider nicht immer optimal.

    Doch ein Versuch wäre es bei dir doch wert.

    Lieber Gruß
    Heika

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27897

    Herzlich willkommen bei uns, liebe Sozialhaase. 🙂

    Also MS würde schon reichen, da gebe ich Dir absolut recht. Ist Dein Neurologe auf MS spezialisiert und hat mit Migräne nix am Hut? Wenn das so ist, würde ich mir für die Migräne einen für die Migräne spezialisierten Neurologen suchen, aber vielleicht bist Du ja bei ihm mit beiden Krankheiten gut versorgt.

    Topamax dosiert man heute nicht mehr so schnell hoch aus gutem Grund. Die Nebenwirkungen können einen tatsächlich umhauen und nicht wenige hören nach kurzer Zeit deshalb wieder auf. Deshalb würde ich bei dieser Dosierung (manche steigen sogar nur mit 12,5 mg ein) so lange bleiben, bis Du Dich gut damit fühlst. Keiner drängt Dich zur Eile, wichtig ist erst mal nur die gute Verträglichkeit. Und danach einfach in Deinem eigenen Rhythmus hochsteigern.

    Die Netzparnter der Schmerzklinik arbeiten in aller Regel schon ähnlich wie die Schmerzklinik, sie erhalten auch Newsletter und regelmäßige Fortbildungen. Aber sie sind natürlich nicht verpflichtet dazu und jede Praxis hat halt ihre Schwerpunkte und „Vorlieben“. Also einfach mal ausprobieren, es muss ja auch die Chemie stimmen. 😉

    Akupunktur ist für die Psyche, pusht den Placeboeffekt – mehr kannst Du nicht erwarten. Daher kommt sie nicht gut weg bei uns. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sozialhaase
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo liebe Bettina,

    vielen Dank für die noch späte Nachricht (Uhrzeit), hab mich riesig gefreut. Dann werde ich das mal langsam angehen und mich erstmal erholen mit 25mg und dann versuchen die mega kleinen Dinger zu halbieren.
    Aber kann man sagen, dass man füher oder nun später ? auf 100mg kommen sollte??
    Kann man die komplett abends nehmen??
    Zum Thema Autofahren mag mir keiner was sagen…also Arzt/Apotheker… Im Beipackzettel steht ja eher nein, wenn Schwindel und Co eintritt… naja…manchmal schwierig immer richtig einzuschätzen. Oder passt das, wenn man die Abends nimmt??
    Muss jetzt nochmal die Neurologen von dieser Plattform „checken“ wie die Terminlage ist, sind alle überlaufen und SOMMERPAUSE.

    Vielen Dank und liebe Grüße
    Sozialhaase ?

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5620

    Liebe Sozialhase,

    ich bin zwar nicht Bettina, melde mich aber trotzdem zu Wort. 😉

    Beim Autofahren musst du das einfach nach deiner eigenen Einschätzung handhaben, wenn das im Beipackzettel offen gelassen wird. So mache ich das unter Triptanwirkung auch. Mich macht mein Triptan so ca. 2 Stunden nach der Einnahme für ca. 2-3 Stunden ein wenig müde und unkonzentriert. So dass ich es möglichst vermeide, dann längere und/oder unbekannte Strecken zu fahren. Ich habe auch schon mal die Triptaneinnahme aus diesem Grund verschoben.

    Die 100 mg Topamax sind manchmal eine Zieldosis, doch im Normalfall macht man es eigentlich von der jeweiligen Wirkung abhängig. Manche haben schon mit der niedrigen Dosierung von 25 mg Erfolg, dann bleiben sie erst einmal dabei. Lässt die positive Wirkung nach, kann man ja jederzeit hochdosieren und hat somit immer noch ein Ass im Ärmel 😉 . Es wäre bei guter Wirkung ja nicht sinnvoll, die Dosis zu erhöhen, wenn es gar nicht nötig ist.
    Generell versucht man ja immer, so wenig wie möglich und so viel wie nötig an Medikamenten zu nehmen. Und das sollte man ganz individuell ausloten.

    Lieber Gruß
    Heika

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7454

    Hallo Sozialhaase,

    ich misch mich mal ein. Wenn du dich nach einem anderen Arzt umsiehst, frag immer schon am Telefon, ob die auch auf Migräne spezialisiert sind! Nicht jeder auf der Liste ist da topfit. Vielleicht kann sich aber ja auch dein jetziger Neurologe noch ein bisschen ins Zeug legen?

    Ist das deine erste Prophylaxe? Topiramat gilt schon lange nicht mehr als Mittel der ersten Wahl und es gibt deutlich schonendere.
    Das Topi muss nicht zwingend auf 100 mg gesteigert werden, man kann auch schon bei 25 mg Erfolge haben. Die Frage ist dann natürlich, was man als Erfolg empfindet. Auch mit einer geringen Senkung der Attackenfrequenz oder einem leichteren Verlauf muss man vielleicht zufrieden sein. Migräneattacken komplett weg ist da eher die Ausnahme 🙁 . Ist dann immer ein Abwägen zwischen Erfolg und Belastung durch das Medikament.
    Und ja, man kann es auch nur abends nehmen.

    Zum Autofahren wird dir niemand einen Rat geben können, das wirst du von der Situation abhängig machen müssen und dann entscheiden.

    Aber noch ein Vorschlag: wenn du magst, richte dir doch bitte einen eigenen Schmerzverlauf ein. Da können dann alle Fragen und Antworten zu deiner Migränegeschichte gesammelt werden und du hast später die Möglichkeit, schnell und unkompliert alles nachzulesen.

    Ich wünsch dir alles Gute,
    Julia

    PS solltest du Kribbeln in den Händen usw. bekommen, da helfen gut Bananen, Avocado oder Nüsse. Durch Topiramat hat man einen erhöhten Kaliumbedarf.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27897

    Hallo Sozialhase,

    Deine Fragen wurden nun eh schon beantwortet. 🙂 Autofahren sollte man immer und in jeder Situation nur dann, wenn man auch fähig ist, risikofrei am Straßenverkehr teilzunehmen. Das gibt für Medikamente, Krankheiten, Alkohol und überhaupt. 😉

    Wie schon geschrieben wurde, kann Topamax auch unterhalb von 100 mg gut wirken. Idealerweise sollte die Einnahme alle 12 Stunden – also zweimal am Tag – erfolgen, da sich damit ein gleichmäßiger Wirkspiegel einstellen kann. Weißt ja, Regelmäßigkeit ist wichtig für den Migräniker. Allerdings kann man es auch mit einer einmaligen Dosis z. B. am Abend testen, da kann man ein wenig jonglieren.

    In der Apotheke gibt es Medikamententeiler, damit kann man auch noch Miniteilchen teilen. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sozialhaase
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo Ihr Alle,

    vielen Dank für die Tipps, Info`s und offene Ohren. Ich muss in das Thema echt erstmal reinkommen. Hatte mir bisher über Prophylaxe nie Gedanken gemacht. Aber nun wird es denke ich.

    Es bleibt spannend!

    liebe Grüße
    Sozialhaase

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7454

    Hallo du Eine,

    wenn du dich besonders effektiv und nachhaltig mit dem Thema beschäftigen möchtest, rat ich dir zum Kauf des Buches von Prof. Göbel “ Erfolgreich gegen Kopfschmerzen und Migräne“. Für meine Begriffe ein unbedingtes Muss, wenn man sich mit der Materie auskennen möchte. Es gibt nichts Besseres, um relativ schnell zusammen mit dem Wissen aus dem Forum hier und dem Migränewissen auf der Schmerzklinikseite sein eigener Anwalt werden zu können. Und das muss man sein, wenn man gut und leitliniengerecht behandelt werden möchte. Das Buch und das Migränewissen findest du rechts unten in der Sidebar.

    Leb dich gut ein hier bei uns,
    Julia

    augenstern
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 57

    Hallo,

    dann möchte ich auch von meinen Erfahrungen mit Topiramat berichten. Ich nehme es jetzt seit ca einem Jahr und es ist meine 2. Prophylaxe nach Amitryptilin und ich bin sehr zufrieden. Es hat mir mein Leben zu einem guten Stück wieder zurück gegeben. Anfangs hatte ich auch mit einigen NW zu kämpfen, Kribbeln und Taubheitsgefühle in Fingern und Zehen, Schwindel, Konzentrationsprobleme, aber das hat sich mit der Zeit gegeben. Ich habe sehr langsam aufdosiert. Meine Migräneattacken sind weniger geworden und auch weniger schlimm, manchmal erwischt es mich natürlich trotzdem, aber alles in allem bin ich sehr zufrieden.
    Ach ja, ich nehme auch keine 100mg und habe diese gute Wirkung!

    Ja, diese wirklich sehr kleinen Tablettchen sind schwer zu teilen, aber der Tipp von Bettina ist schon gut. Mit einem Tablettenteiler aus der Apotheke klappt das prima!

    Liebe Grüße,
    augenstern

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27897

    Liebe Augenstern,

    das sind wirklich wunderbare Nachrichten, ich freue mich sehr für Dich! 🙂 Ich drücke die Daumen, dass alles weiterhin gut bleibt.

    Liebe Grüße
    Bettina

    augenstern
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 57

    @ Bettina, danke für die guten Wünsche! Ja, das hoffe ich auch.
    Ich hätte an einer Migränestudie teilnehmen können, die hier bei uns läuft, dazu hätte ich allerdings auf meine Prophylaxe für die Dauer der Studie verzichten müssen. Da war mir das Risiko dann doch zu groß. Ich bin wirklich froh, dass an der Migränefront momentan einigermaßen die Situation im Griff ist, denn an meinen anderen Baustellen läuft es nicht so gut, leider. Man kann halt nicht immer alles haben, gell!

    Liebe Grüße,
    augenstern

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27897

    Verstehe ich, aus diesem Grund habe ich auch bei keiner Studie mitgemacht. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Miramas
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5

    Hallo zusammen

    Ich habe nun auch den Weg zu eurem tollen Forum gefunden und bin über all die interessanten Beiträge sehr dankbar. Ich leide nun seit 6 Jahren an Migräne und habe schon unzählige Versuche und Therapien unternommen. Nun bin ich bei einem Hirnspezialisten angekommen, der mich nun mit einer Prophylax-Therapie mit Topiramat behandelt.

    Wie die meisten von euch schreiben, hat er mir die empfohlene Dosis:
    1. Woche 0-0-25
    2. Woche 25-0-25
    3. Woche 25-0-50
    4. Woche 50-0-50

    verschrieben.

    Ich habe am 01.09.2017 mit der Therapie angefangen. In der 2. Woche, als ich bei 50mg war, bekam ich eine 6-Tage andauernde Migräne und musste dann in Absprache mit dem Arzt die Dosis wieder auf 25mg hinunterfahren, auch weil ich zurzeit Prüfungungen schreibe. Nun habe ich von vorne begonnen und mache die Erhöhung alle 2 Wochen. Eigentlich eine gute Idee meines Arztes, jedoch werden die Migräne-Attacken immer häufiger und ich kann nicht mehr einschätzen ob dies aufgrund des Topiramats ist. Die Attacken kommen mehrmals täglich unangekündigt, in verschiedensten Situationen.

    Zu den Nebenwirkungen die ich spüre: Ich könnte den ganzen Tag nur noch schlafen! Ich bin völlig verwirrt, habe Stimmungsschwankungen, spüre den Puls im Kopf, schmecke nichts mehr, kann keine Kohlensäure mehr trinken, Lust auf Sex habe ich absolut gar keine mehr 🙁 und und und…. wann beruhigt sich dies wieder?

    Ich wäre euch um eure Meinung sehr dankbar.

    Liebe Grüsse
    Miramas

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5620

    Hallo Miramas (männlich oder weiblich? 😉 ),

    herzlich willkommen in Headbook!

    Starke Nebenwirkungen sind bei Topamax nicht ungewöhnlich, können im Laufe der Zeit jedoch nachlassen. Es kann eine Möglichkeit sein, erst dann die Dosis zu erhöhen, wenn die Nebenwirkungen der geringeren Dosis nachgelassen haben und erträglich sind. Und man könnte auch in noch kleineren Schritten als 25 mg hochdosieren, dazu die Tablette einfach teilen.

    Ich gehe davon aus, dass deine Migräne von einem Neurologen diagnostiziert ist.
    Ich staune ein wenig über deine Aussage, dass die Attacken „mehrmals täglich“ kommen. Wie stellt sich das denn im Ablauf genau dar?
    Ich selber kenne Migräne nur als einen oder mehrere Tage lang anhaltende, starke Schmerzen, die höchstens durch ein Triptan bzw. Schmerzmittel gelindert oder beseitigt werden können.

    Lieber Gruß
    Heika

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4576

    Hallo Miramas,

    auch ich habe schon mehrmals von Topamax als Prophylaxe profitiert. Topamax ist heute, wegen seiner doch beachtlichen Nebenwirkungen nicht mehr unbedingt das Mittel der 1. Wahl. Aber es gibt eben auch Patienten, denen es sehr gut hilft, und gute Dienste leistet.

    Nach einem ersten Schnellstart mit 50mg täglich und mit vielen von dir beschriebenen unerträglichen Nebenwirkungen habe ich Topamax ganz, ganz langsam seiner Zeit eindosiert. Ich bin mit 12,5 mg einmal täglich angefangen. Mindestens 2-3 Wochen lang habe ich es so eingenommen. Als ich dann wieder auf 50mg hochdosierte kamen die NW zurück. Für mich war es grenzwertig. Aber der Erfolg hielt immerhin 2 Jahre an.

    Wenn man sich für Topamax entscheidet, ist es wichtig seine Blutwerte kontrollieren zu lassen um Spätfolgen zu vermeiden.

    Wie Heika schon schreibt, stolper auch ich über deine Aussage, „mehrmals täglich“ Du schreibst nichts über deine Medikamente und die Häufigkeit deiner Migräne. Führst du einen KS Kalender? Es wäre wichtig zu wissen, wie oft du Migräne im Monat hast, wie sie genau aussieht, (mit oder ohne Aura) und welche Akutmedikamente du einsetzt, und wie sie wirken. So könnte man schaun, ob es neben Topamax nicht noch ein anderes Mittel gibt, welches ausprobiert werden könnte.

    Lieber Gruß
    Sternchen

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4576

    P.S.

    Du schreibst hier in der allgemeinen Gruppe „Topimarat“. Es wäre sinnvoll, dir unter deinem eigenen Namen deinen Schmerzverlauf zu erstellen. Dafür musst du rechts auf der Startseite unter „Anmelden“ „Mein persönlicher Schmerzverlauf“ deinem Verlauf einen Namen geben und die Beiträge rein kopieren.

    Danke dafür 🙂

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27897

    Willkommen liebe Miramas. 🙂

    Ganz ehrlich, ich würde eine andere Prophylaxe in Betracht ziehen. Topamax kann sehr viele Nebenwirkungen haben, manche bleiben auch die gesamte Zeit vorhanden und da Du etwas von Prüfungen schreibst, wäre dies auch schon mehr oder weniger eine Kontraindikation aufgrund der Konzentrationsstörungen unter Topamax.

    Was Du mit „mehrere Anfälle am Tag“ meinst, würde mich auch interessieren.

    Liebe Grüße
    Bettina

Ansicht von 30 Beiträgen - 211 bis 240 (von insgesamt 245)

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