Steigerung nur jeden 2. Tag

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  • Alma
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 9

    Hallo zusammen!
    Ich hätte folgende Frage:
    Ich nehme aktuell 25 mg Topamax abends. Die Wirkung ist schon besser (ich nehme es zur Impulskontrolle), aber noch nicht optimal. Nebenwirkungen sind bis auf Schlaflosigkeit abends zum Glück sehr gering.
    Mein Neurologe meint nun, ich solle abends auf 50 mg steigern. Ich bin ein wenig verunsichert.
    Meine Fragen dazu:
    Wäre eine Aufteilung 0-1-1 nicht besser?
    Und wäre eine Steigerung möglich? Dh. dass ich anfangs nur jeden 2. Tag 50 mg nehme?

    Ich würde mich sehr über Antworten freuen!
    Vielen Dank im voraus und alles Liebe
    Isabella

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7626

    Hallo und willkommen in Headbook, liebe Isabella.

    Wenn dein Arzt es dir so empfiehlt, solltest du es m. E. auch nach seiner Anweisung nehmen. Die Indikation Impulskontrolle bedingt sicher eine andere Dosierung als die, die wir für die Migräne eventuell anwenden.
    Sollten die Nebenwirkungen allerdings stark zunehmen, sprich ihn doch noch mal an.

    Bei zunehmendem Kribbeln in Händen und Füßen kann ich dir raten, etwas Kalium in Form von ein oder zwei Bananen oder anderen kaliumhaltigen Lebensmitteln zu dir zu nehmen.

    Liebe Grüße,
    Julia

    Alma
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 9

    Liebe Julia,

    vielen Dank für dein rasches Feedback!
    War denn die Zunahme von Kribbeln bei dir am stärksten spürbar? Am meisten befürchte ich eine kognitive Einschränkung.

    Alles Liebe
    Isabella

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7626

    Liebe Isabella,

    Topiramat nehme ich seit 20 Jahren immer mal wieder. Anfangs sogar gesteigert bis 250mg, evtl. sogar 300mg, so genau weiß ich es nicht mehr. 300 waren angedacht. Das macht man aber bei Migräne schon lange nicht mehr, die kognitiven Einschränkungen waren zum Schluss gruselig.

    Vor 4 Monaten habe ich es jetzt mal wieder angefangen mit 25 mg und ganz schnell nach einer Woche gesteigert auf 50, ohne große Nebenwirkungen. Ein bisschen Kribbeln und leichte kognitive Einbußen, wie Wortfindungsstörungen, mehr zum Glück nicht. Nach drei Wochen Pause aus anderen Gründen mach ich jetzt noch einen Neustart, wieder ohne große Probleme.
    Das ist aber bei jedem anders, viele von uns kommen nur zurecht, wenn sie ganz vorsichtig starten. Und bei Migräne, für deren Behandlung wir hier sprechen ist der Start ja auch nicht so wichtig, es dauert dann eben ein wenig länger.
    Ob überhaupt, und wenn ja, wann welche, Nebenwirkungen auftreten, ist nicht vorhersehbar und nicht planbar. Da ist bei jedem anders. Also erstmal bitte keine Angst.

    Da du aber eine ganz andere Indikation hast, denke ich, dass du dich beim Aufdosieren an die Vorgaben deines Neurologen halten solltest. Ich könnte mir vorstellen, bin aber wie alle hier, keine Ärztin, dass du einen von Anfang an gleichmäßigeren Wirkstoffspiegel brauchst, als wir Migräneleute. Versuch es also ohne Angst so, wie es dir gesagt wurde, und wenn Probleme kommen, sprich deinen Arzt an. Das ist in meinen Augen der richtige Weg, vielleicht kommst du ja so gut zurecht wie ich! ?

    Ich drück dir die Daumen,
    Julia

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 year, 2 months von Julia.
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    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28365

    Willkommen im Forum, liebe Isabella. 🙂

    War denn die Zunahme von Kribbeln bei dir am stärksten spürbar? Am meisten befürchte ich eine kognitive Einschränkung.

    Ich hatte Topamax wegen der Migräne fünf Jahre lang genommen. Das Kribbeln war bei mir immer am stärksten, wenn ich von der Kälte ins Warme gekommen bin. Sonst ließ ich mich dadurch nicht so beeindrucken.

    Die kognitiven Einschränkungen können belastend sein, aber das müsstest Du für Dich selbst herausfinden.

    Mein Neurologe meint nun, ich solle abends auf 50 mg steigern. Ich bin ein wenig verunsichert.

    Weiß Dein Neurologe denn, dass Du bereits mit 25 mg Schlafstörungen hast? Wenn nicht, teile es ihm schnell mit, denn vielleicht verordnet er dann die zweite Dosis für den Morgen. So nehmen es auch Migräniker ein, um einen über 24 Stunden hinweg gleichmäßigen Wirkspiegel erhalten zu können.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 512

    Liebe Isabella,

    zur idealen Dosierung bei deiner Indikation kann ich nichts sagen, aber ich habe beim Aufdosieren auch manchmal ein Zittern gehabt oder ich konnte plötzlich nicht mehr Kopfrechnen.
    Zwischenzeitlich bin ich aber bei 100mg, der empfohlenen Dosierung für Migräniker, und diese Dinge sind alle wieder verschwunden. Nur das gelegentliche Kribbeln in Händen und Füßen ist geblieben.

    Einfach nicht verrückt machen lassen.

    Achja und außerdem macht mich das Topiramat müde. Mit Schlafproblemen habe ich nicht zu kämpfen, im Gegenteil. Seit ich es nehme, liege ich ins Bett und bin weg. 🙂

    LG Anna

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 year, 2 months von Anna.
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    Alma
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 9

    Ich danke euch sehr für Euer Feedback!
    Ich hoffe auch, dass es nicht zu „unpassend“ ist, dass ich in der Migräne-Gruppe poste. Aber in eine andere für Topiramat hatte ich leider nicht gefunden. Und ich denke – ganz gleich wofür eingesetzt – der Wirkstoff ist der gleiche :-).

    Was du sagst, liebe Bettina, ist wahrscheinlich am besten: So oder so sollte ein Spiegel,eine Regelmässigkeit aufgebaut werden. Und ich sehe es leider selber bei mir: Ich werde tw auf Medikamente so paradox, dass man nicht sagen kann wie sich eine Erhöhung auswirkt.

    Auch euer Rat, keine Angst zu haben, macht mir Mut ;). Es spielt glaube ich in der Tat auch eine große psychische Komponente mit. Und es ist leider so, dass ich meinem aber auch meinen bisherigen Neurologen nicht so vertrauen (kann). Denn sie können noch so viel Erfahrung haben: den eigenen Körper kennt man nun einmal am allerbesten. Und mein Gefühl sagt mir – entgegen der Meinung meines Neurologen – aufteilen auf 25-0-25 statt 0-0-50

    Ich danke euch vielmals fürs „Zuhören“
    Alles Liebe

    Alma
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 9

    Und eine Frage hätte ich noch: Ich lese oft, dass viele mit Topimarat abnehmen, was ich nicht möchte. Beruht das darauf, dass einfach das Hungergefühl ausbleibt und man dadurch weniger ist? Oder – und ich bin kein Mediziner und deshalb eine vielleicht etwas eigenartige Frage – regt das Medikament den Stoffwechsel an? Dann müsste ich ja auch gleich wieder zunehmen, wenn ich es absetze, richtig?

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4647

    Hallo Alma,

    ich hatte bei Topi schlicht weg keinen Hunger. Du kannst davon ausgehen, dass diese NW wieder verschwinden wenn du das Medikament absetzt.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7626

    Hallo Isabella,

    sollten Essstörungen jetzt oder in der Vergangenheit der Grund für deine Frage sein, muss das dein Neurologe wissen, denn dann wäre die Einnahme von Topiramat kontraindiziert und könnte schlimmstenfalls gefährlich werden. Genauso müssen Depressionen ausgeschlossen sein, weil diese sich unter Topiramat verschlimmern können.
    Ich schreibe das jetzt mal nur vorsichtshalber, weil du sagst, du könntest deinem jetzigen sowie auch den vorherigen Neurologen nicht so wirklich vertrauen!

    Lieber Gruß,
    Julia