Topiramat und die Nebenwirkungen

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  • jasmin
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    Beitragsanzahl: 72

    Hallo Zusammen
    Danke Ronja für die lieben Worte!
    Ich finde das Topirmat auch super! denn es hat mir sehr geholfen und ich werde die Hoffnung noch nicht aufgeben:)
    ich wünsche euch allen ein schönes und schmerzfreies Wochenende
    liebe Grüsse
    Jasmin

    Happy
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1826

    Hallo Euch allen, danke Bettina, danke Semi,

    ich vertraue mal darauf, dass es auch ohne geht. Ich hatte die letzten 3 Tage leichte Migräne, gestern dann mit einer Maxalt, davor die beiden Tage nichts eingenommen und normal meine Arbeit getan. Es lässt sich also im Moment wirklich aushalten. Ich nehme seit 3 Tagen nur noch eine Topiramat a 50 mg. Heute geht es mir kopfmäßig gut, trotz wenig Schlaf und viel Arbeit.

    Liebe Semi, an Hypno habe ich auch schon gedacht, auch bezüglich des Gewichtsproblems. Leider kann ich es im Moment nicht finanzieren.

    Danke Euch allen.

    Liebe Grüße
    Christiane

    Ronja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 970

    Liebe Semi,

    wenn man alles schon an Medikamenten durch hat, hat man wirklich irgendwann keine Lust mehr darauf. Das kenne ich gut, nach jeglicher Prophylaxe früher hatte ich einen Rebound-Effekt, so dass es mir zuerst wegen der Nebenwirkungen schlecht ging, nach dem Absetzen der Prophylaxe wieder schlechter erging, weil die Migräne wieder zunahm. Danach hätte ich direkt Erholung gebraucht, um mich von der Prophylaxe zu erholen.
    Bei mir war es sehr wichtig, dass ich letztes Jahr in Kiel stationär auf eine neue Prophylaxe eingestellt wurde, ambulant hätte ich das gar nicht geschafft und auch nciht mehr gewagt.

    Welche Art von Hypnotherapie hast du gemacht? Wurde diese von der Krankenkasse finanziert?

    Herzliche Grüße Ronja

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28676

    Liebe Semi,

    Du hast wirklich schon viel erlebt, wie wahrscheinlich die meisten von uns. Daher gibt es sicher keinen, der Dich nicht verstehen kann. Ich freue mich sehr, dass es Dir nun endlich viel besser geht. So soll es bleiben!

    Semi: Nicht verzweifeln, raus mit den Medis, die dein Körper nicht mag, das zehrt zusätzlich an den Kräften. Dein passendes Medikament wird sicher schon auf dich warten. Langsam vorgehen und nicht verzweifeln.

    Damit hast Du ganz sicher recht. Einerseits soll man natürlich nicht vorschnell aufgeben, wenn die Nebenwirkungen aber die Lebensqualität sehr einschränken und auch nicht vergehen, ist ein Wechsel angezeigt.

    @Jasmin und Christiane: Alles Gute Euch beiden!

    Liebe Grüße
    Bettina

    Happy
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1826

    Liebe Bettina, danke 🙂
    Dir und Euch allen einen schönen Sonntag

    Liebe Grüße
    Christiane

    Semi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 811

    Guten Morgen zusammen!

    Ronja, ich habe eine Hypnotherapie nach “ Milton Erickson“ gemacht, guggst du: http://www.meg-hypnose.de/.

    Leider musste ich die Hypno selbst zahlen, ging kein Weg daran vorbei. Allerdings gibt es zugelassene Mediziner, die die Hypno mit anbieten und dann kann das gelegentlich wohl auch über die Gesetzliche abgerechnet werden, habe ich zumindest gehört. Privat Versicherte haben offensichtlich eher die Möglichkeit, dies über die Kasse abzurechnen.

    Die Preise der Hypnotherapeuten variieren ordentlich, so dass es sich lohnt, einige Therapeuten auszuwählen und die Honorare abzugleichen.

    Bettina: danke dir und…ich bin deiner Meinung, jawoll! Ich schrieb das aus meiner persönlichen Perspektive und Krankengeschichte sowie sich hieraus ergebender persönlicher Lernprozesse heraus, u. a. auch der zusätzlichen, eher exotischen Diagnose der Vestibularisparoxysmie.

    Das Topiramat hat mich gequält, ich habe mich gequält und mein Neurologe, begeistert und verklärt von Topiramat, wollte den sich anbahnenden Mißerfolg des hoch gepriesenen Topamax nicht sehen. Wurden tatsächlich die Nebenwirkungen im Verlauf auf eine „sekundäre Entwicklung eines phobischen Schwankschwindels“ gepackt. Überzeugen konnte ich ihn nicht, dass das mit Topiramat begann und sich steigerte, auch die Stimmungsschwankungen. Das Kribbeln in meinen Extremitäten sowie die nervigen Geschmackserlebnisse hat er mir immerhin zugestanden.

    Die Topiramatphase war für mich persönlich ein Schlüsselerlebnis. Ich lasse mir nicht (mehr) verschreiben, welche Nebenwirkungen ich haben darf oder nicht. So blieb mir nur, selbstbewusst und „selbstvertraut“ die Verantwortung für mich zu übernehmen und Topi abzusetzen bzw. auszuschleichen und siehe da, mit der allmählichen Reduktion ging es sukzessive besser und dann war alles wieder gut. Ähnliches habe ich mit Citalopram erlebt, bekam ich deutlich mehr Migräneanfälle mit der Einnahme. Auf die Ärzteschaft hingewiesen, konnte das ja gar nicht sein. Später dann, nach penetranten Hinweisen meinerseits, sollte es blitzschnell abgesetzt werden, weil MÜK drohte.

    Aber, eigentlich möchte ich sagen, dass es sehr wichtig ist, egal in welchen Situationen wir uns befinden, in einem guten Einklang mit uns selbst zu sein oder sich auf diesen Weg zu machen, selbstbewusst und selbstbestimmt bei Behandlungen auf Augenhöhe mit den behandelnden Ärzten gemeinsam an Behandlungsprozessen teilzunehmen.

    Lg Semi

    Happy
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1826

    Liebe Semi,

    vielen Dank für Deinen Bericht.

    Ich wollte auch noch hier mitteilen, dass die Erfahrungen, die ich mit Topiramat gemacht habe ja meine individuellen sind. Das heißt ja nicht, dass die für Jedermann/-frau gültig sind. Ich war ja anfangs total begeistert von Topiramat und mir ging es eine Weile wirklich viel besser, was die Migräne anging, jetzt ja immer noch. Dass sich dann die Nebenwirkungen einschlichen habe ich erst später gemerkt. Am Anfang hat nur die Haut reagiert, das hatte sich ja was gebessert. Das Kribbeln und Parästhesien hatte ich gar nicht, bzw. wenn, dann konnte ich das nicht von denen unterscheiden, die ich eh schon hatte aufgrund anderer Erkrankung. Dass sich meine Stimmungen extrem änderten, vor allem, die unangemessenen Wutanfälle bei Kleinigkeiten (die sich anders anfühlten als eine „normale“ Wut, die ja auch sein darf), die Denkstörungen, Wörtervertauschungen, Wortfindungsstörungen und dergleichen sind mir leider erst spät wirklich aufgefallen und erst wirklich spät wurde mir klar, dass das erst nach Einnahme von Topiramat eingesetzt hatte.
    Aber ich betone, jeder Mensch ist anders. Ich reagiere sowieso auf alles, was irgendwie chemisch, bzw. toxisch (kann ja auch natürlich sein) ist extrem empfindlich, selbst auf „normale“ Gerüche.
    Mit Milton Erickson’sche Hypnose habe ich auch einige Erfahrungen gemacht in der Vergangenheit, aber mehr im Zusammenhang mit anderen Dingen und während meiner NLP-Ausbildung usw. Aber wie schon gesagt, kann ich mir die Kosten gerade nicht leisten. Ich wäre da aber bei der Wahl der Therapeuten etwas wählerischer, nicht nur nach dem Preis gehen. Es ist nicht immer so, dass jeder der passende Therapeut ist, nur, weil er diese Ausbildung gemacht hat und gerade „billig“ ist. Es sollte auch die Chemie stimmen, finde ich.
    Vorgestern hatte ich mein Topiramat völlig vergessen und gestern dann gleich nochmal „vergessen“. Mir geht es gut damit. Ich fühle, dass sich die innerliche Stromspannung beruhigt und dass ich sogar bei den Dingen, über die ich mich aufregen könnte nicht mehr mit so einer einnehmenden massiven inneren (und dann nach Außen gehenden) explosiven Energie reagiere, sondern, dass ich das noch recht gelassen und innerlich enspannt beobachten kann – so, wie ich mich kenne. Manchmal hilft ja auch schon einfach nur die Erkenntnis der Dinge und das SichBeobachten.
    Ich wünsche Euch eine schöne Woche mit viel Wohlfühlerfahrung.

    LG
    Christiane

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28676

    Semi: Aber, eigentlich möchte ich sagen, dass es sehr wichtig ist, egal in welchen Situationen wir uns befinden, in einem guten Einklang mit uns selbst zu sein oder sich auf diesen Weg zu machen, selbstbewusst und selbstbestimmt bei Behandlungen auf Augenhöhe mit den behandelnden Ärzten gemeinsam an Behandlungsprozessen teilzunehmen.

    Das kann ich so unterschreiben, liebe Semi! Genau so sollte es ablaufen und auch gegebenenfalls vom Patienten gefordert werden. Ein engagierter und aufgeklärter Patient ist ja auch für jeden Arzt ein Gewinn, da sich viel schneller Erfolge in der Behandlung verzeichnen lassen.

    Für die Hypnotherapie gibt es keine gesicherten Erkenntnisse und im Zusammenhang mit Migräne kann man eigentlich nicht von einer Besserung ausgehen. Dies nur zur ganz allgemeinen Info, da diese Therapie ja doch ziemlich ins Geld geht. Wenn man davon ausgeht, mehr Ruhe und Gelassenheit zu erlangen, auch bereit ist, zu investieren, könnte man schon einen Versuch wagen. Aber bitte keine unrealistischen Hoffnungen in Bezug auf die Migräne haben.

    Für Dich, liebe Semi, freut es mich aber, dass Du davon profitieren konntest.

    Liebe Christiane, Dir wünsche ich von Herzen, dass Du weiterhin stabil bleibst, auch nach Absetzen des Topamax. Es ist klar, dass wir hier alle nur von unseren persönlichen Erfahrungen berichten können. Diese sind aber sehr wertvoll für Migräniker, die sich ein Bild machen wollen, bevor sie mit einem Medikament starten. Den Selbstversuch kann einem dann aber sowieso keiner abnehmen. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Happy
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1826

    Liebe Bettina,

    danke für Deine guten Wünsche. Ja, ich profitiere auch sehr von den Erfahrungen der anderen. Ich bin manchmal sehr lange auch nur ganz leise hier im Forum. Dann lese ich was die anderen zu schreiben haben. Es gibt ja noch so vieles hier zu lesen, was mir durch die „Lappen“ gegangen ist. Ich finde es sehr hilfreich, die Erfahrungen von anderen zu lesen und lerne dadurch viel. Manchmal ist es auch einfach nur spannend, teilzuhaben und mitzufühlen oder zu wissen, ich stehe nicht allein mit diesem und jenem da. Deshalb möchte ich so gern die Menschen ermuntern, weiterhin von ihren Erfahrungen zu schreiben. Selbst, wenn Du vielleicht denkst, ach ist doch nicht so wichtig oder so interessant, ein anderer Mensch kann vielleicht genau von Deiner Geschichte sehr profitieren.
    Also ich lese Euch immer gerne zu und ich freue mich auch, dass ich mich hier ausdrücken darf und dass ich hier auf Resonanz stoße – danke.

    Heute geht es mir sehr gut, trotz Gewitterluft, trotzdem ich das ganze Wochenende gearbeitet habe und jetzt w