Topiramat und die Nebenwirkungen

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  • Bettina Frank – Admin
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    Gerne Alinya! Ich wünsche Dir, dass sich der Erfolg bald einstellt, halte durch!

    Liebe Grüße
    Bettina

    Alinya
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 35

    Hallo,
    Ich habe noch eine Frage: Topi kann ja laut Beipackzettel als NW auch Kopfschmerzen auslösen. Können sich diese Kopfschmerzen auch als Migräne „tarnen“?
    Habe zur Zeit leider schon wieder den zweiten Tag Migräne und frage mich woher es kommt.

    Liebe Grüße
    Alinya

    Happy
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1826

    Liebe Alinya,

    unter Topiramat hatte ich auch mehrere „echten“ Migräneanfälle, die auf Triptan aufhörten. Sie waren bei mir nur leichter als sonst, irgendwie anders.

    Liebe Grüße
    Christiane

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28685

    Bei fast jedem Medikament steht dabei, dass es Kopfschmerzen auslösen kann. Beim MIgräniker ist die Möglichkeit halt noch größer, dass auch unter der Einnahme weiterhin Kopfschmerzen bestehen. 😉

    Eine Wirkung des Topamax wirst Du erst nach einigen Wochen Einnahme feststellen können. Sollten die Kopfschmerzen allerdings ganz ungewöhnlich häufig und stark auftreten, solltest Du Deinen Arzt ansprechen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Alinya
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 35

    Hallo Bettina,
    Meine Migräne hat sich in letzter Zeit schon etwas verändert. Die Schmerzen sind nicht mehr ganz so stark, dafür wache ich zur Zeit fast jeden Morgen mit Migräne auf. Ich weiß nicht, ob das an Topi liegt. Und ich kann ja schlecht täglich ein Triptan nehmen. Außerdem beobachte ich mit Sorge, daß ich seit ungefähr Anfang des Jahres alle paar Wochen ein anderes Triptan brauche. Vor meinen zwei Schwangerschaften bin ich jahrelang mit Almogran gut zurecht gekommen, und jetzt fängt gerade innerhalb von 8 Monaten das fünfte Triptan an unzuverlässig zu werden. Wenn das Topi nicht hilft, hab ich ein bisschen Sorge vor dem, was auf mich zukommt.

    Trotzdem optimistische Grüße
    Alinya

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Liebe Alinya,

    bei mir hat Topiramat zu einer erhöhten Frequenz der Migräne geführt. Ich habe es ein Vierteljahr probiert und es war eine eindeutige Zunahme, die nach Absetzen wieder zurückgegangen ist.
    Das muß nicht heißen, daß es bei Dir genauso ist. Ich würde es schon eine Zeitlang versuchen. Wenn es sich nicht bessert, gibt es doch noch viele andere Prophylaxen, Ich nehme zur Zeit Flunarizin und habe eine eindeutige Verbesserung. Micardis scheint bei einigen auch gut zu funktionieren. Und das sind noch lange nicht alle.
    Also nicht verzagen.

    Mit lieben Grüßen
    Ulrike

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28685

    Liebe Alinya,

    ich möchte mich gerne Ulrike anschließen. Sollte Topamax nicht der Renner sein, gibt es noch viele andere Möglichkeiten.

    Dass Triptane mit der Zeit nicht mehr wirken, kommt immer wieder mal vor. Dafür kann es aber sehr gut sein, dass Triptane, die vor z.B. einem Jahr nicht mehr gewirkt haben, jetzt wieder gut einzusetzen sind. Da muss man imer wieder rumprobieren.

    Liebe Grüße
    Bettina und bleibe optimistisch! 🙂

    Carolin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3

    Hallo,
    ich bin ganz neu hier und nehme seit fast fünf Wochen Topiramat – seit dieser Zeit schaue ich auch andauernd im Internet nach und mache mich selbst verrückt. Nun bin ich bei 75mg am Tag (25mg morgens und 50mg abends)
    Kurz zu mir: ich bin 28 Jahre alt und habe schon immer Kopfschmerzen gehabt, seit ca. 7 oder 8 Jahren sind Migräneanfälle dazu gekommen, wenn sie besondersn schlimm sind, muss ich mich auch übergeben und habe am nächsten Tag das Gefühl, in Watte gepackt zu sein. Im letzten Jahr hatte ich das erste und einzige Mal einen Anfall mit Aura. In den letzten Monaten ist die Migräne sehr schlimm geworden, dass ich fast täglich damit zu kämpfen habe. Bisher habe ich immer Ibuprofen genommen. Da ich einen ziemlich empfindlichen Magen habe und wegen eines Pco-Syndroms eigentlich auch Metformin nehmen sollte (das habe ich wegen andauernder Magen-Darm-Probleme mittlerweile abgesetzt), bin ich wegen der dauernden Einnahme von Ibuprofen auf dem Zahnfleisch gegangen. Maxalt etc. hat bisher komischerweise nicht geholfen.
    Im Kopfschmerzzentrum wurde mir nun Topiramat verschrieben – in den ersten drei Tagen lag ich komplett flach und wusste gar nicht, wie mir geschah. Ich kann auch nicht beschreiben, was los war, nur, dass mir grottenschlecht war, ich kaum stehen (geschweige denn laufen) konnte und ich Kreislaufprobleme hatte. Abgenommen habe ich auch schon, was ich wegen des PCOS jedoch sehr begrüße, jedenfalls esse ich ungefähr 1/10 von dem, was ich normalerweise esse. Irgendwann wurde es auch besser, doch seit ca. 2 Wochen geht es mir total schlecht – ich habe furchtbare Kopfschmerzen an den Schläfen und an der Stirn, einen enormen Druck um die Augen herum, verspannte Nackenmuskeln, Heulanfälle zu jeder Tageszeit, völlige Lustlosigkeit, Übelkeit, Wutanfälle und Panikzustände. Wenn ich lese, was ich hier schreibe, muss ich jedes zweite Wort korrigieren, obwohl ich Deutschlehrerin bin. In einer Woche möchte ich eigentlich nach Schottland fahren, aber ängstige mich davor, weil ich fürchte, in meinem derzeitigen Zustand mit dem Linksverkehr nicht klar zu kommen. Und in der Woche danach fängt die Schule wieder an und ich fürchte, dass ich den Schulalltag nicht durchstehe, weil ich momentan einfach nicht ich selbst bin. Muss ich mir einfach mehr Zeit geben? Gehen die NW weg? Manchmal habe ich den Eindruck, dass mein Kopf gleich platzt, dabei dachte ich, dass Topiramat Kopfschmerzen/Migräne bessert – aber so hat sich mein „Schädel“ noch nie angefühlt? Manchmal denke ich auch, dass die Schmerzen von den Augen kommen und ich noch lichtempfindlicher bin als sonst.

    So … das war es erst einmal. Ich bin für jede Antwort dankbar und wünsche noch einen schönen und hoffentlich schmerzfreien Abend.

    Carolin

    Sonnenschein
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 190

    Hallo Carolin,
    Du Arme, also ich persönlich finde das Du Topa zu schnell aufdosiert hast und würde es jetzt langsam (nach Absprache mit dem Doc) runterdosieren. Entweder kannst Du weil es Dir besser geht dann von einer niedrigeren Dosierung (25 oder 50 mg) nach einiger zeit nochmal hochgehen oder es war halt wirklich nicht deine Prophylaxe… Aufjedenfall mit dem Arzt reden !
    Du beschreibst jedenfalls die typischen NW.
    Gute Besserung
    Steffi

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28685

    Herzlich willkommen bei uns, liebe Carolin. 😀

    Topamax ist Dauerthema bei uns. Entweder es hilft sehr gut mit wenigen Nebenwirkungen, oder es zeigen sich gleich zu Beginn Nebenwirkungen, die nicht zu tolerieren sind. Es ist sehr schwer zu raten, da man natürlich nicht vorhersehen kann, wie es sich bei Dir weiter entwickeln wird. Normalerweise lassen die Nebenwirkungen im Laufe der ersten Wochen nach, scheint bei Dir aber noch keine Tendenz in diese Richtung zu zeigen? Sprich Deinen Arzt so schnell wie möglich auf Deine Schwierigkeiten an. So wie Du das jetzt schilderst, wirst Du den Linksverkehr wahrscheinlich nicht packen und Schule kurz danach dürfte auch Schwierigkeiten bereiten.

    Wenn ich das jetzt richtig interpretiere, ging es Dir in diesen 5 Wochen eigentlich nur schlechter? Hast Du keinen positiven Effekt feststellen können, im Gegenteil eine Verschlechterung Deines Zustandes, könntest Du auch von einem auf den anderen Tag absetzen. Wäre zu überlegen, ob das in Deinem Fall nicht anzuraten wäre. Ich kann Dir nur empfehlen, Dich gleich morgen mit Deinem Arzt in Verbindung zu setzen.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 28685